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Welche Kompromisse seid ihr (m/w) für eine geplante Familiengründung eingegangen?

 
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Umzug und Jobwechsel wären für mich selbstveständlich,
denn am Arbeitsplatz ist jeder, wirklich jeder austauschbar
(was glaubt ihr wie schnell Euch Eure Kunden mal vergessen haben,
wenn Ihr gefeuert oder als selbstständige schwer erkrankt bzw verstorben seid).
Der Kontakt zu wirklich guten und langjährigen Freunden ist bei mir auch bei längeren Aufenthalten auf der anderen Seite der Erdhalbkugel nie abgebrochen. Freunde à la Facebook, sprich bekannte finden sich überall schnell. Die Frau mit der ich eine Familie gründen will ist für mich
nicht austauschbar ! Und wer Job und Karriere in der Partnerschaft an die erste Stelle setzt
hat den rücksichtslosen Vorsatz Scheidungs- bzw. Trennungskinder zu produzieren !
 
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Ich habe unter der Rubrik Single gerade eine ähnliche Frage gestellt. ( Was meint ihr ) Dein vor -letzter Satz ist interessant. So hab ich es gemacht.
 
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Also wenn bei der Familienplanung schon von Kompromissen geredet wird, dann ist das für mich ne rein rationale Angelegenheit und hat für mich nichts mehr mit Liebe zu tun. Was ist denn, verlieb ich mich in eine Frau Hals über Kopf und nur weil sie zB 50km von mir weg wohnt, hieße das zB dass ich mit ihr keine Kinder will, weil ich müßte zu weit fahren zum Job oder gar Job wechseln oder was weiß ich, ich müßte dann zu ihr sagen, okay ich liebe Dich, aber das stell ich jetzt ab, weil rein ratiomäßig passt es nicht, weil ich zu weit zur Arbeit hätte und Tschüss war nett und lass uns einfach ins facebook gehen, und nach jemand anderem schauen - so ein Mist, echt war, das zeigt doch wie internetkrank unsere Gesellschaft ist. Alles und jeder ist austauschbar. Zum Kotzen.
 
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Ich bin weiblich und meine "Kompromisse" liegen schon lange zurück.

Ich habe meine gut bezahlte Stelle aufgegeben weil ER, wegen der Karriere, in einer anderen Stadt einen exzellenten Vertrag angeboten bekam und ihn auch angenommen hatte. Dies hatte für mich drastische Folgen, da ich aufgrund einer später eintretenden Berufsunfähigkeit unkündbar gewesen wäre. Ich wäre in eine andere Abteilung versetzt worden, hätte meinen Job allerdings behalten. Zwangsläufig mutierte ich zur Familienfrau - bis zur Scheidung! Danach fing ich mit über 50 wieder
ganz von vorne an. Trotz Umschulung und Weiterbildung ist es mir bis heute nicht zuverlässig gelungen beruflich wieder Fuss zu fassen.
Ich würde aktuell jeder jungen Frau empfehlen wegen Familienplanung NICHT den Job aufzugeben, den Wohnort zu wechseln, weil ja SEIN berufliches Vorwärtskommen Vorrang hat, sondern erst dann mitzuziehen, wenn auch für die Frau ein adäquates berufliches Umfeld gesichert ist.

Das Scheidungs- und Unterhaltsrecht gebietet es, Rationalität statt Emotionalität den Vorrang einzuräumen!
 
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Ich habe jede Menge "Kompromisse" für die Familienplanung gemacht.

Bin während des Studiums zweimal mit meinem Mann und Kind umgezogen, wegen seiner Karriere, musste daher zweimal den Studienort wechseln und habe dadurch insgesamt drei Semester verloren.

Habe anstelle meines Planes, mich als Allgemeinärztin niederzulassen, meinen Mann bei der Gründung einer Firma für medizinische Diagnostika unterstützt und dann mit ihm zusammen die Firma bis zur Scheidung geführt.

Mein Leben ist dadurch völlig anders verlaufen, als ich es geplant hatte.

Die "Kompromisse" haben sich im Nachhinein als Segen erwiesen, da die Arbeit in der Firma sehr viel spannender und herausfordernder war, als es eine Allgemeinarztpraxis je gewesen wäre, und ich dadurch Freiheiten gewonnen habe, die ich mit einer eigenen Praxis nie gehabt hätte.

w54
 
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Ich fände es einfach nur total verantwortungslos, Liebe vor den Job zu stellen. Naiver gehts doch gar nicht. Nichts ist für die Ewigkeit...
 
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Ja @6 nichts ist für die Ewigkeit. Da muss noch nicht einmal eine Scheidung der Grund sein, sondern der Tod des Partners reicht schon.
Ich bin jetzt 50 und Witwe. Ich habe Kinder und leider keine Arbeit mehr, da ich zu Lebzeiten meines Mannes ihm in seiner Freiberuflichen Tätigkeit unterstützt habe. Meinen Beruf habe ich dann an den Nagel gehängt. Meiner Tochter werde in in die 4 Buchstaben treten, wenn sie einen ähnlichen Weg gehen möchte. Ich habe große Mühe ein neues Standbein zu finden. Zum Glück bin ich durch Rente gesichert und brauche nicht wirklich zu arbeiten. Trotzdem möchte ich doch wieder mehr Aufgaben in meinem Leben.
 
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War mit der Frage eigentlich nur der Job gemeint?
Ich denke, eher kaum.
es ist doch wohl logisch, daß man, wenn man zusammen ziehen will und vielleicht auch eine Familie gründen will, sich das Umfeld dazu schafft, so war das jedenfalls damals bei uns. Wir standen beide am Anfang unseres beruflichen Lebens, haben wir uns also zusammen in Berlin bzw Umgebung was gesucht.
Ich habe nachher meinen Job aufgegeben, um in seiner Firma das Rückgrat und die gute Seele zu sein, ohne die kein Unternehmen richtig floriert. Das hab ich nicht wegen der Familiengründung getan, sondern, weil es im Portemonaie dann freundlicher aussah.
Heute ist die Ehe zu Ende, ich bin immernoch die gute Seele in dem Laden, das Rückgrat sowieso und die Kinder, tja, die gehören halt dazu.
 
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