• #31
AfD-Wähler kämen für mich genauso wenig in Frage wie Mitglieder von Religionsgemeinschaften oder Anhänger von anderen spirituellen Weltanschauungen. Siehe Thema Astrologie im Nachbarthread.
Die Verhalten finde ich einer Plattform wie dieser billig, rechthaberisch und unangemessen. Es zeugt von geringem geistigen Niveau und Toleranz.
Solange die Gesinnung nicht extremistisch gewaltbereit oder gewaltverherrlichend sind (und das sind sie bei allen demokratischen Parteien nicht, egal ob vielleicht einzelne Mitglieder anders denken oder nicht) , ist gegenseitige Toleranz erforderlich und auch angebracht.

Ich bin zwar kein AfD-Wähler, würde aber eine Sympathisantin dieser Partei, ebeso wie der linken, nicht als Mensch und Partner irgendwie abwerten. Das habe ich einfach nicht nötig.
 
  • #32
Ich bin aufgestanden und habe gesagt, dass es unerträglich sei, solch braunen Dreck anhören zu müssen und dann bin ich gegangen.
Verständlich. Aber meine Alternative dazu, wäre es dem " braunen Dreck" etwas dagegen zu setzen. Viele die diesen sogenannten Dreck in die Welt sitzen, sind meistens recht Einseitig und noch dazu ziemlich dumm. Wissen überwiegend überhaupt nicht was sie so von sich geben. Bevor ich gegeangen wäre, hätte ich mir gerne die Mühe gemacht, solch einen Menschen mit klaren Fragen und Gegenargumenten die Luft heraus zu lassen. Aber wie gesagt. Wenn er Dumm ist, ist Hopfen und Malz verloren und dann macht es auch keinen Spaß, sondern man ärgert sich nur unnötig.
m45
 
  • #33
Ich werte Menschen mit anderen Weltanschauungen und Eistellungen nicht ab, sie kämen für mich lediglich nicht für eine Partnerschaft in Frage.....

Genauso wie manche keine fettleibigen, glatzköpfigen, unordentlichen, kleinen oder sozial tiefergestellten Partner wollen.

Was ist daran intolerant? Ich muss jemanden in seiner Gänze lieben und respektieren, wenn ich mit ihm mein Leben als Paar verbringen möchte und dazu gehören nunmal Charakter und Werte.
 
  • #34
Grundsätzlich ist mir die Politische Einstellung nicht Wichtig. Es sei den sie ist gegen die Menschheit. Also Blind nach Rechts. Ich selbst interessiere mich für Politik. Aber ich verstehe Sie leider nicht. Abläufe die von der Politik gesteuert werden, egal ob es die Flüchtlingssituation ist oder andere Themen wie Straßenbau, Geldverschwendung für Dinge die kein Mensch nachvollziehen kann, oder, oder oder..... Das ansetzen von Strafmaßen.Ehrlich, es ist nicht mein Thema. Weil es mich unsicher macht. Bei jeder Wahl stehe ich da und weiß gar nicht wen oder welche Partei ich Wählen soll. Für mich sagen die alle das Gleiche aus. Nichts Hoffnungsvolles.Auch wenn ich hier dafür Wahrscheinlich abgestraft werde. Aber ich Wähle nur um die Wahlbeteiligung nicht zu schwächen. Warum sollte ich dafür dieses Enorme Interesse zeigen? Nur um Mitreden zu können. Nein das ist nicht meine Ding und muss auch nicht das Ding meiner Partnerin sein. Auch wir Diskutieren gerne mal darüber was die hohen Damen und Herren da oben so von sich geben oder tun. Und ja wir Ärgern uns auch darüber. Aber ich frage mich auch selbst. Was würdest du tun um es besser zu machen? Ich finde oft oder meistens keine Antwort darauf. Aber zuhause meine Partnerin anpflaumen, nur weil sie Politisch genau so doof ist wie ich? Nicht Wirklich. Da fällt mir echt besseres ein.
M45
 
  • #35
Verständlich. Aber meine Alternative dazu, wäre es dem " braunen Dreck" etwas dagegen zu setzen.
Ich versuche jetzt erneut, das hier klarzustellen, obwohl ich es gestern schon versucht hatte und das, mir unverständlicherweise, nicht gezeigt wird.
Es ist mir sehr wichtig, dass das nicht so stehenbleibt, wie neverever es offenbar verstanden hat.
Ich fasse mich diesmal kurz:
Selbstverständlich habe ich immer wieder versucht, die tumbem Rechten zu überzeugen. Viele Jahre, immer wieder, und auch an diesem Tag.

w 48
 
  • #36
Ich bin zwar ebenfalls politisch engagiert, aber ich würde Politik nun nicht wirklich auf die Tagesordnung ganz oben setzen. Ganz im Gegenteil, ich würde den Menschen erstmal etwas näher kennenlernen wollen bevor sich die politische Richtung offenbart. Warum? Weil zumindest politisch Interessierte bei der Nennung einer Parteizugehörigkeit oder politischen Richtung mit großer Wahrscheinlichkeit sofort Schubladen öffnen, was das Kennenlernen schwieriger macht - und da nehme ich mich davon nicht aus.

Wenn sich beispielsweise nach dem vierten Treffen herausstellt, dass die Frau sich als Grüne herausstellt, dann schau ich zwar auch erstmal kritisch, aber irgendwie schien es ja bislang auf der persönlichen Ebene ganz gut gelaufen zu sein, dann kann man sich ja rantasten.

Ich glaube in einer Partnerschaft haben andere Faktoren ein höheres Gewicht als das Kreuz auf dem Wahlzettel.
 
  • #37
Es lebe das Vorurteil! Als Beispiel aus diesem Forum:
Mein geschiedener Mann war schwarz-gelb gepolt, ich selber rot-grün. Jetzt gibt er, der Ex, jungen Flüchtlingen an seinem Wohnort ehrenamtlich Unterricht in Deutsch! Mit den Jahren nimmt die "Altersweisheit" wahrscheinlich zu? :)
So wenig, wie es "Gutmenschen" gibt (wahrhaftig kein schönes Wort!), so wenig gibt es die "bösen Liberalen". Da aber könnte genau der Hase im Pfeffer liegen: Toleranz oder Intoleranz, Reflektiertheit oder borniertes Festhalten an eigener Meinung (egal welcher)...
 
G

Ga_ui

  • #38
Ich verstehe beide Seiten, aber von "braunen Dreck" zu sprechen finde ich ebenso naiv. Was ist denn aus Deutschland geworden? Kaum einer kann hier mehr ordentlich Deutsch schreiben oder sprechen. Das Land ist verwahrlost, die Renten reichen nicht mehr. Die Gehälter sind so niedrig wie kaum in einem anderen Land. Wer für alles und jeden offen ist, ist naiv. Man nennt es auch Mainstream.
 
N

nachdenkliche

  • #39
Es lebe das Vorurteil! Als Beispiel aus diesem Forum:

So wenig, wie es "Gutmenschen" gibt (wahrhaftig kein schönes Wort!), so wenig gibt es die "bösen Liberalen". Da aber könnte genau der Hase im Pfeffer liegen: Toleranz oder Intoleranz, Reflektiertheit oder borniertes Festhalten an eigener Meinung (egal welcher)...
Hannes, das meinte ich nicht als Vorurteil den "bösen" Liberalen gegenüber. Da habe ich mich wohl ungeschickt ausgedrückt, sorry!
Mein Ex-Ehemann war früher, so wie ich ihn kannte, total anders, sehr konservativ. Das zumindest hätte ich ihm nie zugetraut...Als ich ihn kennen lernte als BWL-Student, war er ein absolut lockerer witziger und intelligenter Gesprächspartner. Intelligent ist er noch immer. Aber, ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll, diese "soziale Ader" hatte er nicht.
 
  • #40
Ich sage es ganz ehrlich und offen, ich bin ein Kind der Aufklärung.
Ich halte es mit deren Leitsatz oder versuche es zumindest "Ich verabscheue was sie sagen, aber ich würde dafür sterben, dass sie es sagen dürfen." Handlungsnormen sollten meiner Ansicht nach nie durch Empörung und Hysterie, sondern immer durch Wissenschaft und Aufklärung gebildet werden. Jeder Mensch ist gleich, jeder Mensch hat das selbe Meinungs-und Stimmrecht, kein Mensch ist besser oder schlechter als ein anderer.
Wer diese Werte mit Füßen tritt, kann vielleicht mein Arbeitskollege, niemals aber mein Partner sein.

Ich könnte mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass ich mit einem Mann, der eine Weltanschauung wie einige der sich hier äußernden Frauen hat, eine Beziehung führen könnte, würde ihm irgendwann wahrscheinlich den "Gutmenschen" und den "Neofaschisten" entgegen schreien, auch wenn ich selbst ausgebildete Sozialpädagogin bin und in meiner Freizeit regelmäßig Bastel- Tanz-und "Finde-dich-selbst"-Kurse anbiete.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #41
Ich bin für Demokratie und mag keine politischen Auffassungen, die auf starke Autoritäten setzen. Sei es nationalistisch, dass eine starke Regierung "ordentlich aufräumt", sei es wirtschaftsliberal, dass der Markt alles regeln sollte bzw. die Politik sich nach den Interessen des Kapitals auszurichten habe, oder sei es in der internationalen Politik, dass die Politik sich an den Interessen der USA oder Russlands orientieren sollte.

Vom Stil her finde ich es angenehm, wenn jemand eine eigene Meinung hat, sich über die Tagesschau hinaus interessiert und offen für Argumente ist bzw. Interesse an Austausch und Weiterentwicklung hat.

Wo jemand sich bei den Mainstream-Parteien einordnet, ist mir egal. Rot-Grün hat die erste Kriegsbeiteiligung seit 45 (Kosovo-Krieg) und die Agenda 2010 veranstaltet, die CDU den Atomausstieg und bspw. die Abschaffung der Praxisgebühr und jetzt die Aufnahme der Flüchtlinge.

Ob jemand sich als konservativ, liberal, links, ökologisch oder wie auch immer einordnet, sagt wenig über dessen Charaktereigenschaften aus. So gibt es Linke, die keinen Finger für andere krümmen, weil sie meinen, der Staat müsse das regeln und Konservative, die hilfsbereit, sozial und humanistisch eingestellt sind. Natürlich auch andersherum.
 
  • #42
Ob jemand sich als konservativ, liberal, links, ökologisch oder wie auch immer einordnet, sagt wenig über dessen Charaktereigenschaften aus.
Stimmt wohl, so war es aber auch nicht gemeint. Es geht, weil ich dies Thema bewusst in der gegenwärtigen politischen Landschaft erfragte brachte, eher um Grundeinstellungen, vielleicht auch um Verstecktes, mal flapsig ausgedrückt, um "Stammtischgerede", das durch die Internetöffentlichkeit neuerdings viel breiter zugänglich ist. Es ist ja durchaus eine Grundstimmng: Wie fühlt man sich als Bürgerin/Bürger dieses Landes? Fühle ich mich verraten und verkauft, unzufrieden, übergangen, ungerecht behandelt? Was sagt mir Demokratie? Ist sie für mich spürbar oder empfinde ich sie als Hohn? Ist eigenes Engagement für mich denkbar?

An dem Flüchtlingsthema wird doch vieles jetzt sehr deutlich, das vorher anders gebunden war. Es ist ein Katalysator geworden für dieses politische Ich-Grundgefühl.
 
  • #43
Was würdet ihr tun, wenn euer Date eine tagespolitische Äußerung macht, die so gar nicht euer eigenen Überzeugung entspricht?

Ich hatte auch so eine Date, bei dem ich den Mann zunächst interessant fand, er ging gerne ins Kino, Theater, in Ausstellungen, wir verstanden uns auf Anhieb ganz gut. Die Mails waren nett, einmal schrieb er allerdings, dass er manchmal "politisch unkorrekt" denken würde. Damals dachte ich mir noch nicht soviel dabei, mittlerweile weiß ich, dass dies wohl eine Anspielung auf eine rechtskonservative Gesinnung ist. Während unseres ersten Treffens, ein Abendessen, kam das Gespräch dann auch auf politische Themen, er fing an, Flüchtlinge als Bedrohung unserer Gesellschaft darzustellen, behauptete allen Ernstes, der Flüchtlingsstrom aus Syrien wird initiiert, um uns zu unterwandern. Puh, da konnte ich erstmal nur den Kopf schütteln und habe versucht, mit Argumenten seine kuriose These zu widerlegen. War nicht möglich, der glaubt diesen Unsinn wirklich und nicht überraschend kam dann auch bald das Schlagwort von der "Lügenpresse" auf, also alle Medien dieses Landes berichten nicht die Wahrheit, sondern obliegen dem Diktat des "Gutmenschentums". Als er dann noch mit kruden Thesen über den Zweiten Weltkrieg angefangen hat, habe ich die Rechnung bestellt und bin gegangen.
Ich bin linksliberal und echt nicht intolerant, ob jemand CDU, SPD oder Grüne wählt, ist seine Sache, aber so ein braunes Gedankengut, das ist wirklich widerlich. Da muss man schon genauso ticken, um so jemand als Partner interessant zu finden, für mich nicht vorstellbar.
 
  • #44
Hallo FS,

mir sind, egal welcher Couleur und bei welchem Thema, extreme Einstellungen, Fanatismus, zuwider. Obwohl bei uns zutiefst verpönnt, liebe ich Durchschnitt und Mittelmaß als Ausdruck einer (Lebens)Gelassenheit.

Jemand, der glaubt sich politisch, und nicht nur das, über andere stellen zu müssen und zu können statt andere in ihrem Sein und Handeln zu respektieren und zu achten, wenn das alle tun würden gäbe es die Fragestellung gar nicht, kommt für mich als Parterin/Freund/Vertraute(r) nicht in Frage. Wenn ich die Chance habe und sehe, ich bin an sehr vielen Themen interessiert, begebe ich mich liebend gerne und leidenschaftlich auf Diskurs.

PS: Das Date würde ich, nach einer klaren Ansage, sitzen/stehen lassen/beenden.
 
  • #45
Wenn bei einem Date menschen verachtende Äußerungen kommen dann muss ich schon schwer schlucken und zu einem zweiten Date wird es wohl nicht mehr kommen.
Natürlich, leider scheint es aber gerade in der Flüchtlingsdebatte nur noch Extremisten zu geben, wer die von höchster Stelle ausgegebene Linie zu kritisieren wagt, landet sofort in der Schublade Hetzer, Fremdenhasser, Nazi usw.

Ich rate daher dringend, dem anderen erst einmal zuzuhören, ob er wirklich fremdenfeindlich eingestellt ist, oder lediglich eine vom Mainstream abweichende Ansicht vertritt, wie die jeweilige Problematik zum Wohle aller Beteiligten gelöst werden könnte – ein schöner Ansatz, um in langen Gesprächen herauszufinden, wie der andere emotional tickt.

Wenn ich die Wahl hätte zwischen einer Frau mit differenzierter Meinung und einer, die nur die „Vorzeigefälle” kennt und deren Interpretation unkritisch wiederkaut, ich würde die erste bevorzugen.

Dasselbe gilt natürlich auch für alle anderen Themen, zu denen es eine „politisch korrekte” Meinung gibt: ein „im Prinzip ja, aber...” (also die differenzierte, von eigenständigem Denken geprägte Auseinandersetzung) ist mir tausendmal lieber als das unreflektierte Nachplappern dessen, was gewisse Aktivisten vorgeben.