• #31
Also die 12 Punkte würden bei mir keine Elite ausmachen, wobei der Begriff Elite sowieso ein totgerittenes Pferd für mich ist. Jeder versteht etwas anderes darunter und von der echten Elite ca. 5000 Menschen in Deutschland findet man höchstwahrscheinlich niemanden und ganz gleich wie sich die SB jetzt nennt. Die FS würde ich jetzt nicht als Elite sehen. Wäre Sie eine echte Elite, dann würde sich nicht in der SB befinden, sondern würde ihren Partner einfach analog in den Kreisen suchen. Wahrscheinlich fehlt ihr aber der Kontakt dazu. Auch schon verwunderlich, dass sie sich nach dem Eröffnen ihres Threads nicht mehr gemeldet hat.

Die Elite über seinen Job auszumachen, ist für mich auch sehr fraglich. Ein Anwalt oder ein Arzt ist für mich keine Elite, weil es dafür viel zu viele gibt. 120.000 oder 160.000 können keine Elite sein. Wer über seinen Job eine Elite ist, dann wohl eher ein Astronaut. Bisher waren ja erst 11 Deutsche im Weltraum und 11 ist wohl elitärer als 120.000 oder 160.000. Als Brillenträger war ich in den 80er Jahren auch ungeeignet für die NASA. Vielleicht hat man im Space Shuttle keinen Platz mehr für das Brillenetui:) und demzufolge bin ich auch keine Elite.
 
  • #32
Bei Elite denke ich immer an meine Oma, aus den französischen Großbürgertum.
Bildete sich immens viel darauf ein, zu den "Gens biens" zu gehören.
Elitäres Gehabe beherrschte sie perfekt, aber ansonsten?
Außer dass sie es bis auf einen vernachlässigbaren Rest schaffte, dass über Generationen erarbeitete Vermögen zu verdammen, gar nichts.
Keinen irgendwie positiven Beitrag zur Gesellschaft, keine Intellektuellen Beiträge, gearbeitet nie im Leben, der durchgehend nutzloseste Mensch, den ich gekannt habe.

(Bis auf, und deswegen bin ich ihr dankbar, sie (-und ihr Mann) liebten mich, ganz und gar. Sie waren die einzigen, die dem Baby Liebe und Willkommen gaben.)

Elite sind für mich Menschen, die bewegen, begeistern, verändern.
Ob es Forscher sind, Politiker, wenige religiöse Führer, aber auch unbekannte Menschen, die für ihre Ideale leben, Hilfsorganisationen aufbauen...
Integre Menschen, die offen sind. Visionen haben.

Geld und Karriere ist für mich kein Maßstab.
Da bin ich zuvielen hohlen Nüssen begegnet - oder in der globalen Dimension ist Trump Elite oder eine Paris Hilton?
 
  • #33
Ein Anwalt oder ein Arzt ist für mich keine Elite
Den Begriff Elite definiert sicher jeder für sich. Wie schon oben beschrieben, gibt es die Bildungselite, die Geldelite, den Adel etc...

Natürlich kommt es auch immer auf die Perspektive an. Wenn man selbst Arzt oder Anwalt ist, sich größtenteils eben mit Ärzten und Anwälten umgibt, empfindet man dieses Umfeld ja als völlig normal - geht mir zumindest so. Man weiß ja, dass dies auch nur Menschen sind und sich teilweise so gar nicht elitär verhalten, auch ihre Sorgen und Nöte haben etc.

Von "weiter unten" (böses Wort) mag dies anders aussehen. Da sind das Leute, die einen höheren Bildungsgrad erreicht haben, mehr Geld verdienen, einen anderen Umgang pflegen, andere Interessen haben als man selbst.
Nicht umsonst wurde Theodor zu Guttenberg seinerzeit gerade von den unteren Klassen wie die Sau durchs Dorf getrieben. Wie sehr genießt es doch der "Pöbel" neidvoll, wenn mal einer von den "Großen" tief fällt. Die allermeisten von ihnen werden eine Dissertation niemals auch nur zu Gesicht bekommen, waren im Hetzen aber ganz vorn. Es haben nur noch Fackeln und Mistgabeln gefehlt.

Daher finde ich die Fragestellung des TE interessant, weil sie recht deutlich widerspiegelt, wie die "Eliten" gesehen werden. Ich unterstelle mal, dass der FS sich zur Elite nicht zugehörig fühlt. Auch, welche Oberflächlichkeit den Eliten pauschal unterstellt wird, und was für eine Fixierung auf Geld (die ja nu auch nicht immer zutrifft).

Mir als Frau sind zu viele unangenehme Dinge mit nicht-Akademikern passiert, als dass ich diese Kluft zwischen den Welten nicht wahrnehmen könnte. Machtspielchen, Provokationen, Aufschneiderei, versuchte Abwertungen - nur um die eigene Wurstigkeit zu überdecken, finde ich alles sehr überflüssig von meiner Seite aus, und auch schade, dass viele Männer so denken und agieren.
 
  • #34
Was deine Punkte 1-12 angeht:
Nur Punkt 10 ist für mich relevant. Ich lege größten Wert auf den Intellekt eines Mannes, auf Wortwitz und geistreiche, humorvolle oder sozialkritische Unterhaltungen. Diese Fähigkeit findet frau allerdings nicht nur bei Männern mit Geld, und nicht zwingend im elitären Kreis.

Die restlichen Punkte finde ich irrelevant. Kann ich mir alles selbst kaufen, wenn ich möchte. In versnobte Restaurants gehe ich grundsätzlich nicht und die High Society, zumindest die meiner Stadt (andere kenne ich nicht) ekelt mich in ihrer Oberflächlichkeit und ihrer Neid- und Statuskultur an, da fühle ich mich äußerst unwohl.

Einen Mann mit sehr viel mehr Geld, als ich es verdiene, möchte ich im Kern gar nicht haben. Ich lasse mich weder aushalten noch kaufen und hätte größte Bedenken, dass durch sein vieles Geld ein Machtgefälle resultierte, bei dem meine Eigenständigkeit und Selbstbestimmung in Frage gestellt wäre.

Daher ergänze ich meinen persönlichen Punkt 13, der mir enorm wichtig ist:
Im Kreis der Bildungselite findet sich eher als in der Arbeiterklasse ein Partner, der mir meine Bildung und meinen Status nicht neidet und damit zurecht kommt, eine eigenständige Frau zu haben. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein unterschwelliger Machtkampf zu brodeln beginnt, weil der Mann sich wurstig und klein fühlt, ist meiner Erfahrung nach bei einem ebenfalls promovierten oder anderweitig beruflich erfolgreichen Mann niedriger als bei z. B. einem kleinen Angestellten.

Bravo! Dem kann ich nur zustimmen.

Für mich persönlich ergänze ich, bzw. hebe ich noch folgende Punkte hervor:
Ich erwarte zunächst mindestens Abitur von meinem „elitären“ Partner, weil ich mit manchen Männern mit niedrigerem Schulabschluss negative Erfahrungen gemacht habe. Sie haben versucht, mich durch Sticheleien abzuwerten. Männer mit Abitur oder die, die auch studiert haben, haben mich nie so behandelt. Zweitens, ich erwarte, dass er ernste Absichten hat, wenn er sich bei ElitePartner anmeldet, und nicht auf ein kurzes Abenteuer aus ist.
 
  • #35
Ich erwarte zunächst mindestens Abitur von meinem „elitären“ Partner
Vom Abitur würde ich nicht so viel erwarten.
2017 gab es im ZDF einen Bericht, dass heutzutage ca. 1/3 der neuen Studenten im den ersten 2 Semester wieder das Handtuch werfen.
Ist mittlerweile das Abitur nur noch ein besserer Realschulabschluss. Vielleicht zählte das Abitur noch bei den Menschen Ü40 mehr, wie heutzutage.

Jetzt haben ca. 50 % der Schulabgänger schon Abitur und zu meiner Zeit vor über 30 Jahren, waren es nur ca. 20 %.

Bei den ganzen Elitengruppen wurde noch die Sportelite vergessen.
Für manche sind ja die aktiven Profisportler auch eine Elite.
 
  • #36
Elite sind für mich Menschen, die bewegen, begeistern, verändern.
Ob es Forscher sind, Politiker, wenige religiöse Führer, aber auch unbekannte Menschen, die für ihre Ideale leben, Hilfsorganisationen aufbauen...
Integre Menschen, die offen sind. Visionen haben.
Da sprichst Du mir aus der Seele, liebe Lionne. Dazu kommt für mich persönlich noch ein Obdachloser, an dem ich vor einigen Jahren immer vorbeilaufen musste, um zum Zug zu kommen, der mich zu meiner Arbeit brachte. Abends und auch morgens standen da immer Menschen um ihn herum, die mit ihm sprachen, mit ihm lachten, ihm etwas gaben, egal ob einige Münzen oder ein belegtes Brot. Ich hab ihm mal meins gegeben . Er war ein überaus höflicher Mann. Er erzählte mal einem seine Geschichte...das alles stand in einer großen Berliner Tageszeitung, nachdem an seinem Platz am nächsten Tag Blumen und Kerzen standen und nicht mehr dieser Mann. Auch er war für mich Elite.
Auch @Magnus hat so Recht. Was bilden wir uns alle eigentlich ein...?
 
  • #37
Was für eine Diskussion.....sie spiegelt in meiner Wahrnehmung die Hilflosigkeit der Menschen wieder mit sich selber im reinen zu sein und andere Menschen einfach mal nicht nach äußeren Parametern zu beurteilen. Ich selber komme aus einfachen Verhältnissen, konnte mich daraus auch nur marginal befreien, bin aber durch meine Ehe in ein äußerst elitäres Umfeld geraten. Menschen zu denen ich früher aufgesehen habe. Sie haben ein hohes Bildungsniveau, gehören zur finanziellen und wirtschaftlichen Elite. Das ich plötzlich Einblick in diese Welt hatte, hat mich und meine Wahrnehmung sehr verändert. Ich treibe nach wie vor zwischen diesen Welten, die sich gegenseitig auf oft anmaßende Art und Weise be- und verurteilen. Es geht darum etwas besseres, etwas besonderes zu sein. Gehört man nicht zur "Elite" werden diese Menschen verurteilt. Das Beispiel von zu Guttenberg wurde genannt. Die Dynamik hat mich abgeschreckt ohne das mir der Mensch sonderlich sympathisch ist. Ich finde beide Seiten unfassbar arrogant und oberflächlich in ihrer Betrachtung. Für mich sind studierte Menschen nicht zwingend intelligenter. Vor allem nicht wenn es um emotionale und soziale Intelligenz geht. Sie denken genau so in Schubladen und oft sehr Beschränkt. Nicht jeder Mensch aus der Unterschicht ist dümmlich oder neidisch oder, oder. Letztlich sind wir alle und unsere Vorurteile der Grund für die Beurteilung von MENSCHEN. Wir sorgen dafür, dass Menschen empor gehoben werden und ohne besondere Leistungen als etwas besonderes gelten. Auch hier passt der Vergleich mit Guttenberg. Oder wie erklärt es sich das ein Obama einen Friedensnobelpreis erhält? Vielleicht lernen wir einfach mal, dass wir einfach mehr bei uns bleiben sollten und nicht so viel Zeit damit verschwenden sollten, andere auf Grund ihres vermeintlich elitären Status zu beurteilen. Es gibt Popoköppe und Kleingeister auf beiden Seiten. Ich mag intelligente Gespräche und die habe ich durch aus auch mit Menschen ohne Abitur. Ich mag Menschen die über ihren Tellerrand blicken und die andere lassen können. Ich mag Menschen, die das Licht ihrer Mitmenschen nicht dimmen müssen um selber heller zu strahlen. Menschen die klug und selbstkritisch mit ihrem Ego umgehen. Diese Menschen sind für mich Elite, weil sie so selten sind.
 
  • #38
gibt Popoköppe und Kleingeister auf beiden Seiten. Ich mag intelligente Gespräche und die habe ich durch aus auch mit Menschen ohne Abitur. Ich mag Menschen die über ihren Tellerrand blicken und die andere lassen können. Ich mag Menschen, die das Licht ihrer Mitmenschen nicht dimmen müssen um selber heller zu strahlen. Menschen die klug und selbstkritisch mit ihrem Ego umgehen.

Schön, dabei geht es Dir ja allerdings um wahre Werte - ich geh da mit. Der eingangspost befasste sich jedoch weitestgehend mit monetären Themen. Jeder definiert sich und sein Umfeld anders. Aber Geld zu besitzen oder Manager zu sein ist für mich nicht elitär. Wer heute viel Geld hat muss dazu nicht zwingend im Vorfeld Leistung erbracht haben. Viele haben geerbt, viele Manager sind durch Zufall Glück, Vitamin B und auf Kosten anderer auf den Posten gekommen. Das ist für mich eher das Gegenteil. Beruflich hatte ich in der Vergangenheit immer wieder mit Führungskräften in unterschiedlichen Position zu tun. Am angenehmsten empfand ich die, die durch Leistung und wissen glänzen konnten. Die waren geerdet und nicht arrogant. Die "Pseudomanager" ließen mich imemr wieder spüren, dass sie was besseres sind. In Wahrheit waren sie dann aufgrund ihres mangelhaften Wissens die meiste Zeit damit beschäftigt nach unten zu treten und nach oben zu buckeln, um Ihren Job zu halten. Mehrwert für die Unternehmer: keine!
 
  • #39
Für mich persönlich die Eintrittskarte in den Kreis der Elite

1 Mrd ChF unbelastetes Vermögen - Minimum

Nein, von diesen Menschen ist kein einziger auf einer SB zur Partnersuche angemeldet.

Politiker als Elite? Nun denn ... Nobelpreisträger verstehe ich ja noch. Religiöse Führer ? Au weia ....

Übrigens: so gut wie niemand aus o.g. Elite schaut auf "Bäcker Willy" runter. Warum ? Weil sie es ganz einfach nicht nötig haben. Und ... ich bin weit davon entfernt, zu diesem Zirkel zu gehören.
 
  • #40
Der Adel gehörte schon immer und immer noch zur absoluten Elite seit Jahrtausenden mittlerweile. Zumindest sozial. Oft auch finanziell durch geerbtes Vermögen und/oder Ländereien. Sicherlich auch was die Bildung & Tradition angeht - das was jedem Manager in teuren Benimmkurse beigebracht wird, kennt der Adlige von Haus aus. Einen unverwechselbaren (traditionellen) Lifestyle.

Aber man bewahrt in diesen Kreisen Diskretion und prahlt nicht und bleibt heutzutage lieber unter sich.

Alles andere ist "neureich" - Akademiker werden gerne gesehen, vor allem aus den traditionsreichen Fächern wie Medizin oder Jura. Ein kirchlicher Würdenträger gehörte früher zum festen "Inventar" genauso wie ein hoher Militär oder Diplomat.

Ein bloßer akademischer Titel macht für mich noch lange keine Elite aus genausowenig wie viel Geld. Es kommt immer auf die Art und Weise wie man/frau zur Geld gekommen ist.

Wie immer zählt der Anstand (früher Ehrgefühl genannt) genauso viel wie ein langer Stammbaum.
 
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