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  • #1

Welchen Beruf im Profil angeben?

Es gibt unzählige Diskussionen in diesem Forum über akademische Grade, Vor-, Nachteile sowie Vorurteile über verschiedene Berufe.

Ich frage mich nun, worauf es im Detail ankommt, damit man nicht vorschnell in die falsche Vorurteilsschublade sortiert wird.

Ich bin Anfang 30 und habe als Dipl.-Ing. einen Beruf, der für Sicherheit und Verlässlichkeit steht, was meinem Wesen auch vollumfänglich entspricht. Ich bin jedoch seit 2 Jahren als Pilot bei einer bekannten Fluggesellschaft tätig und kämpfe nun gegen gewisse Vorurteile, die dieser neue Beruf unweigerlich mit sich bringt. Natürlich sieht der Arbeitsalltag des Piloten anders aus, als der eines Ingenieurs, es ist halt kein klassischer nine-to-five-Job. Ich bin auf der Suche nach Akademikerinnen und einer langfristigen, festen und stabilen Partnerschaft mit allem was dazu gehört. Wie spreche ich die Bedürfnisse, Wünsche und Träume dieser Frauen an, ohne schummeln zu müssen?
 
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  • #2
na schreib doch einfach:
dipl.-ing./pilot
das klingt seriös, aber auch spannend.

viel glück

w
 
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  • #3
In dem du ehrlich bist. Ich habe in dem Alter selbst einen Ingenieur kennengelernt der Hobbypilot war. Ich weiß, dass den Piloten der Ruf anhängt in jedem Land eine andere zu haben oder gleich die Stewardess zu nehmen, andererseits kombinierst du den "langweiligen" Ingenieur (total praktisch so ein Mann im Haus:)) mit dem anrüchigen Piloten, das relativiert die Assoziation in meinen Augen etwas und ich wäre auf jeden Fall bereit dich kennen zu lernen.

Wichtig wäre deine Darstellung als Mensch zu betonen, deine Werte z.B., die Dinge die das Leben schön für dich machen, deine Pläne - es gibt genug Männer die keine Pläne ausser ihrer Karriere haben. Mach deutlich, dass du bereit bist Verantwortung zu übernehmen.
Ich als Frau merke, ob ich mit dem kurzfristigen Blick oder dem planenden angesehen werde.
 
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  • #4
Da ich davon ausgehe, dass du als Pilot auch häufiger unterwegs bist, wirst du nicht umhin kommen auch den Pilot als Beruf anzugeben. Diesen vermeintlichen "Nachteil" musst du halt mit dem Rest des Profils wieder rausreißen.

m27
 
  • #5
Lieber FS

Nun, Du kannst doch eh keine Frau brauchen die Dich jeden Tag püntlich um 18h im trauten Haein braucht. Was also soll es bringen Deinen Job zu verheimlichen? Eine Frau die mit Deinen Arbeitszeiten nicht klar kommt oder meint Ihre Partnersuche von Vorurteilen abhängig machen zu müssen- die wird auch abspringen wenn Sie dann später die Wahrheit erfährt- und sich dazu noch getäuscht fühlen.

Da es bei der Angabe "Beruf" darum geht was derjenige gerade tut ist einzig und alleine "Pilot" die richtige Bezeichnung.

Und ich kann Dir versichern- das wird Deine Chancen nicht wirklich schmälern. Ich hab einen Beruf der mit noch sehr viel mehr Vorurteilen behaftet ist (Verkaufsleitung mit hohem Reiseanteil auch in "anrüchige" Länder) und dennoch keine Probleme tolle Frauen kennenzulernen.
 
  • #6
Du gibst doch neben dem aktuelllen Beruf auch dein Studienfach und akademischen Grad an. Daraus ergibt sich doch im Wesentlichen dein Lebenslauf. Genauere Erklärungen kannst du ja im ersten Mailkontakt immer noch liefern

sonst könntest du es in einem "ich über mich" oder dergleichen noch darstellen oder als eine der drei Fragen formulieren. Bspw. "vor x Jahren gab ich meinen Beruf als Ingenieur auf meinen Kindheitstraum Pilot zu sein in die Wirklichkeit umzusetzen - Hast du schon einmal eine ähnliche Entscheidung getroffen?"
 
  • #7
Der einzig sinnvolle Weg ist doch Ehrlichkeit:


Das wäre die korrekte und wünschenswerte Angabe. Alles andere wäre irgendwie auf die eine oder andere Art Schummeln.

Welche Vorurteile berfürchtest Du denn? Lass uns darüber diskutieren und wir werden schauen, wie man ebenjene Vorurteile entkräften kann.
 
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  • #8
Beides ist nicht schlecht !

Somit kannst du auf jedenfall sicher sein eine Frau zu finden, die nur auf dein Geld aus ist.

Du machst damit nicht Werbung für dich als Menschen, sondern du präsentierst dich Aufgrund deines zu erwartenden Einkommens.

Wenn du so eine Beziehung suchst, wirst du Sicherlich schnell mit Angeboten überschüttet.
 
  • #9
Ich würde es humoristisch verpacken, z.B.: "Beruf: Konstruktiv - und immer steil nach oben."
"Beruf: Über den Wolken - denn dort ist die Aussicht schöner".
"Beruf: Mehr Räder, mehr PS, ... und schneller - als die Formel 1" (als Verkehrspilot)

Andere Gags:"Bei mir freuen sich die Leute sogar - wenn es abwärts geht..... aber schön langsam.
Selbst Banker und Bosse beneiden mich darum."
"Ich singe nicht, ich tanze nicht - aber bekomme trotzdem immer Applaus"
(wenn die Fluggäste nach geglückter Landung applaudieren)
 
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  • #10
Ich würde es humoristisch verpacken, z.B.: "Beruf: Konstruktiv - und immer steil nach oben."
"Beruf: Über den Wolken - denn dort ist die Aussicht schöner".
"Beruf: Mehr Räder, mehr PS, ... und schneller - als die Formel 1" (als Verkehrspilot)

Andere Gags:"Bei mir freuen sich die Leute sogar - wenn es abwärts geht..... aber schön langsam.
Selbst Banker und Bosse beneiden mich darum."
"Ich singe nicht, ich tanze nicht - aber bekomme trotzdem immer Applaus"
(wenn die Fluggäste nach geglückter Landung applaudieren)

@Bernd 50, das meinst Du doch jetzt nicht im Ernst, oder? Wenn ich solche Angaben läse, würde ich sofort wegclicken. Ich suche doch keinen Sapßmacher und Dauerhumoristen, sondern einen erwachsenen Partner. Also ich rate von solchen zwanghaften "Späßchen" eindeutig ab.

w58
 
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  • #11
Na, wenn das Dein einziges Problem ist.
Schreibe das, was Du machst..........die, die nicht mit klar kommen, waren auch nicht die richtigen,
oder?
 
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  • #12
@ Bernd50

Geht gar nicht! Diese "Gags" finde ich nun gar nicht witzig, nur albern, lächerlich. Damit würde sich der Fragesteller genau so darstellen, wie er es eben nicht wollte: Ein witzelnder Pilot, der fröhlich durchs Leben flattert aber nicht ernstzunehmen ist.
 
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  • #13
@6
Ich denke das Piloten das typische Klischee als unsteter Mensch entgegen gebracht wird. Viele unterwegs, viele Frauen etc.

Lieber FS,

dies sollte die Richtige aber nicht abschrecken, denn Menschen sind unterschiedlich. Wenn Du eine Ausnahme bist, dann zeig der nächsten Frau, die Du kennenlernst, in die Du DIch verliebst und mit der Du Dir eine Zukunft vorstellen kannst.

Ich würde auch angeben, dass Du nicht nur Pilot bist, sondern auch einen akademischen Hintergrund hast. Mach es doch so, wie Frederika es vorgeschlagen hat: "Dipl.-Ingenieur / Pilot".

Schreibe doch in Dein Profil, dass Du an einer langfristigen Partnerschaft mit Familie interessiert bist, dies könnte doch ein Weg sein, den Besucherinnen Deines Profils mitzuteilen, dass Du kein "Lebemann" bist und auf ein schnelles Abenteuer aus bist!

w, 31
 
  • #14
#9 und #11 - Danke, für eure Antworten - Bei welcher Berufsbezeichnung würde Euer Interesse geweckt werden ?

Mich wundert, welche Vorurteile es ausgerechnet gegen Piloten gibt. Früher war das ein Traumberuf, der auch Frauen zum schwärmen gebracht hat.
Heute sind viele Schwärmereien vorbei - auch bei den Piloten selber. Manche Verkehrspiloten schuften vgl. wie LKW-Fernfahrer. Nur noch große Leidenschaft für den Job, bringt genug Kraft zum durchhalten.

Für eine häusliche Frau, die jeden Abend den Mann zum Abendessen erwartet, wäre so ein Beruf kaum zu akzeptieren ? Aber es gibt auch andere Berufe, wo man nicht jeden Tag zuhause ist, und/oder unregelmäßige Arbeitszeiten.

Bei einem Piloten vermute ich ausgeprägt den Hang zur Präzision und Zuverlässigkeit.
 
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  • #15
Herzlichen Dank für die vielen Antworten auf meine Frage.

Grundsätzlich stimmt mich die gezeigte Resonanz auf die Berufskombination sehr positiv, zeitgleich wurden in diesem Beitrag schon viele der sich ergebenden Problemfelder angesprochen aber auch tolle Lösungen aufgezeigt.

Gerne nutze ich die Gelegenheit, um einige angesprochene Punkte aufzugreifen und Fragen zu beantworten.

@ #4 Kalle:
Natürlich ist mir bewusst, dass es Frauen gibt, die Ihren Mann pünktlich um 18 Uhr zu Hause erwarten. Es ist ebenfalls klar, dass ich das nicht bieten kann und auch nicht bieten möchte. Vor diesem Hintergrund würde es mir auch nicht einfallen, meinen Beruf zu leugnen oder zu verstecken. Problematisch ist halt die Tatsache, dass viele ein falsches Bild von diesem Beruf haben, der schlichtweg sehr viele Facetten bietet und damit nicht pauschal bewertet, bzw. vorverurteilt werden sollte. Es gibt zudem viele Charaktere, die diesen Beruf auf unterschiedlichste Art ausleben.

@ #6 Frederika:
Die Vorurteile lauten zum Beispiel: er ist nie zu Hause, jedes Familienfest verpasst er, er verbringt mehr Zeit im Hotel als mit der Familie, er ist ein Playboy, er hat in jedem Land eine Gespielin und der Klassiker heißt: später brennt er mit einer Flugbegleiterin durch.

Vorurteile gibt es leider zuhauf und es gibt bestimmt Kollegen, die dem Klischee entsprechen. Ich kenne aber auch viele „unauffällige“ Piloten, die ein ganz normales aber halt flexibles Familienleben führen. Man ist im Endeffekt deutlich häufiger zu Hause, als Frau eventuell lieb ist, nur halt zu unregelmäßigen Zeiten.

@ #7:
Ich denke nicht, dass es bei Elitepartner das Ziel ist, einen möglichst wohlhabenden Partner anhand seines Berufes zu finden, denn dann müsste z.B. jeder Arzt oder Jurist ebenfalls auf die Angabe seines Berufes verzichten. Es ist nicht mein Anliegen eine leichte kurzfristige Beziehung über diese Seite zu finden, dafür gibt es Konkurrenzprodukte. Mir ist eben auch vor diesem Hintergrund die Angabe meines akademischen Berufes wichtig, da ich davon ausgehe, dass viele Frauen bei EP Wert hierauf legen.


Ich denke zusammenfassend kann ich sagen, dass die Angabe Dipl.-Ing. / Pilot zielführend ist, dass ich mein Wesen, mir wichtige Werte und meine persönlichen Ziele so kommunizieren muss, dass mögliche Bedenken und Vorurteile möglichst entkräftet werden. Nochmals vielen Dank für die angeregte Diskussion.
 
  • #16
Die Vorurteile lauten zum Beispiel: er ist nie zu Hause, jedes Familienfest verpasst er, er verbringt mehr Zeit im Hotel als mit der Familie
Sind das wirklich nur Vorurteile? Ich muss ehrlich sagen, dass ich glaube, dass diese Punkte exakt so zutreffen.

Ich kenne aber auch viele „unauffällige“ Piloten, die ein ganz normales aber halt flexibles Familienleben führen. Man ist im Endeffekt deutlich häufiger zu Hause, als Frau eventuell lieb ist, nur halt zu unregelmäßigen Zeiten.
Eben. Piloten sind eben seltener zuhause, verpassen öfter mal Einladungen und Feiern und verbringen etliche Nächte außer Haus.

Ich finde es nicht konstruktiv, solche Tatsachen als Vorurteile zu verniedlichen oder gar zu verleugnen. Es wäre geschickter, mit der Wahrheit zu argumentieren und Fakten entgegenzusetzen:

+ Wieviele Nächte im Jahr verbringst Du persönlich nicht im eigenen Bett?
+ Ist es Dir möglich, an Werktagen abends zu Einladungen zu gehen, wenn Du es rechtzeitig weißt?
+ Wie oft hattest Du in den letzten Jahren an Festen Dienst? Also Weihnachten, Silvester, Ostern...?

Bitte ehrliche Fakten! Danke!
 
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  • #17
Hallo Frederika,

gerne relativiere ich meine Aussagen. Es ist nicht mein Ziel jemanden zu belügen, hier nicht und sonst auch nicht.

Ich fliege derzeit Kurzstrecke quer durch Europa. Wir arbeiten in Rotationen nach den Mustern 4/2, 5/3 oder 6/3 (Diensttage/Freitage). Ein Diensttag variiert zwischen 3-12 Stunden Arbeitszeit. Es kann vorkommen, dass man während einer Rotation mehrfach ins Hotel geht, oder dass man jeden Abend zu Hause ist.
Wir haben hierfür ein Planungssystem, in dem wir unsere Präferenzen (z.B. viele Hotelübernachtungen, Frühdienste, etc.) angeben können. Gehe bitte von ca. 20 Flugtagen und je nach Typ und Wunsch von 3-10 Hotelübernachtungen pro Monat aus.

Da ich innerhalb der nächsten 3 Jahre auf die Langstrecke wechseln werde, ergibt sich ein neues Muster. Rotationen dauern von 2-5 Tage, der Durchschnitt beträgt 3 Tage. Fallbeispiel: Sonntagmittag Ablug nach Miami, Mittwochmittag Ankunft aus Miami, 3 Tage Erholung. Die Erholungszeiten sind je nach Länge des Fluges und Lage der Zeitzone gestaffelt. Man macht durchnittlich 4 Rotationen im Monat und ist zirka 15 ganze Tage im Monat zu Hause, dazu kommen noch angebrochene Tage, an denen man allerdings auch mit Vorschlafen und Erholung beschäftigt ist.

Die genannten Zeiten gelten für einen Piloten, der 100% Dienstzeit erbringt. Es gibt die Möglichkeit sein Arbeitspensum prozentual zu reduzieren, das Gehalt wird entsprechend ebenfalls reduziert. Von dieser Regelung machen einige Kollegen speziell mit Kindern Gebrauch. Das kann ich mir zum Beispiel für später sehr gut vorstellen.

Konkret zu deinen Fragen:
+ derzeit verbringe ich ca. 4-8 Nächte/Monat nicht in meinem Bett, später auf Langstrecke werden es 9-15 Nächte sein
+ ich habe 7 Werktage pro Woche, an denen ich flexibel eingesetzt werde. Auf meine Wünsche wird versucht einzugehen, aber es gibt keine Garantien. Meistens klappt es recht gut bei rechtzeitiger Ankündigung. Häufig bin ich abends eh zu Hause. Was nicht geht, sind z.B. regelmäßige Termine. Ich kann also nicht jeden Dienstag um 19:00 Uhr zum Tanzkurs gehen. Aber dafür gibt es ja Tanzkreise, die dasselbe Programm von Mo-Do anbieten, das klappt garantiert.
+ Letztes Jahr war ich am 24.12. gegen 20 Uhr zu Hause und hatte bis Neujahr 10 Uhr frei. Karfreitag und Ostermontag habe ich gearbeitet, ohne Übernachtung im Hotel. Eine ungeschriebene Regelung besagt, dass man Weihnachten oder Silvester frei hat. Es gibt aber situationsbedingte Abweichungen in beide Richtungen.

Ich genieße dieses Leben sehr und ich liebe meinen Job. Ich gehe jeden Tag gerne und gut gelaunt zur Arbeit. Wenn ich zu Hause bin, dann habe ich Feierabend und meinen Kopf völlig frei. Für meinen Freundeskreis aber auch für mich selbst habe ich jetzt mehr Zeit, als es noch in meinem alten Beruf der Fall war. Der Preis ist, dass ich eine anstehende Geburtstagsfeier eines Freundes im Juli noch nicht fest zusagen kann, aber die Chancen einer Teilnahme stehen nicht schlecht.
 
  • #18
Vorab: Vielen Dank für die detaillierte und geradlinige Antwort. So macht es Spaß zu diskutieren und so haben wir auch eine handfeste Grundlage für aussagekräftige Beiträge.

Generell habe ich anhand Deiner Details den Eindruck erlangt, dass die sogenannten "Vorurteile" bezüglich außerhäuslicher Übernachtung oder Unplanbarkeit eben Fakten sind und keine Vorurteile. Ich finde es sejhr wichtig, solche Nachteile auch beim Namen zu nennen und sioe weder zu leugnen noch zu verniedlichen. Ich empfinde es generell (und so auch weiter oben) als unangemessen und irgendwie auch unfair, Gegenargumente wegzuwischen mit dem Totschlagargument "Vorurteil". Wie man hier sieht, waren viele der sogenannten Vorurteile gar keine, sondern reale Fakten. Dies soll kein Angriff auf Dich persönlich sein, aber generell das Diskussionsniveau aufgreifen und gegen Totschlagargumente wie "Vorurteil" oder "Klischee" angehen. Viele dieser Dinge sind nämlch durchaus real und entsprechen der mannigfachen Erfahrung von anderen.

derzeit verbringe ich ca. 4-8 Nächte/Monat nicht in meinem Bett, später auf Langstrecke werden es 9-15 Nächte sein
Das sind doch klare Angaben. Nochmals danke dafür.

Für mich persönlich sieht die Sache so aus: Ich möchte mit meinem neuen Partner definitiv quasi alle Wochenenden verbringen und würde schon ein ausfallendes Wochenende schade, aber erträglich finden, mehr aber definitiv nicht. Auf Dauer meinen Partner im Falle des Zusammenlebens nur durchschnittlich jeden zweiten Tag zu sehen, wäre mir persönlich drastisch zu wenig. Mich würde vorallem stören, dass so kein echtes Paarleben entstehen kann, weil man eben auf viele Feiern, Partys, Einladungen alleine gehen müsste -- das wäre wirklich sehr schade.

Ich kann mir aber vorstellen, dass es genug Frauen gibt, die sich nicht daran stören, sondern die eigene Freiheit genießen würden.

Ich genieße dieses Leben sehr und ich liebe meinen Job. Ich gehe jeden Tag gerne und gut gelaunt zur Arbeit. Wenn ich zu Hause bin, dann habe ich Feierabend und meinen Kopf völlig frei.
Das ist doch toll und ideal. Dann solltest Du auch dabei bleiben und eine Partnerin suchen, die mit diesen unregelmäßigen Arbeitszeiten und hohen äußerhäuslichen Übernachtungen leben kann. Das wird nicht einfach, ist aber gewiss möglich.

Noch eine weitere Nachfrage zu den sogenannten Vorurteilen:

+ Entspricht es nicht auch Deiner Beobachtung, dass es doch relativ viel Techtelmechtel gibt und viele Piloten oder Stewardessen an Zielorten sexuelle Kontakte haben? Selbst wenn Du es nicht machst, ist es nicht doch wirklich so? Wie hoch ist der Anteil an Piloten und Stewardessen, die an Zielorten niemals sexuelle Kontakte hatten und haben?
 
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  • #19
Nur mal so ich bin Dipl.-Ingenieur und bin, wie viele Kollegen, in der ganzen Welt unterwegs.
Auch in der Menge 9-15 Nächte im Monat.
Also musst du vor dem Ingenieur in der Berufsbezeichnung nicht mehr und nicht weniger Angst haben als vor dem Piloten.
Im Gegenteil wenn du wie ich beruflich mit Kernkraft zu tun hast/ hattest, dann lass es lieber weg und schreib nur Pilot. ;)
 
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  • #20
@ Frederika:

Vielen Dank für deine ehrliche und direkte Antwort.

Meine Aussage bezüglich der Klischees und Vorurteile war eher auf das suggerierte exzessive (Sex)Leben gerichtet, insofern fühle ich mich auch nicht persönlich von dir angegriffen.

Ich denke man verbringt deutlich mehr Zeit zu Hause, als viele Menschen es zunächst denken. Ich habe zumindest mehr Zeit für mich selbst, da ich in Summe weniger Stunden pro Woche arbeite. Aber ich gebe dir Recht, die Kontinuität und Planbarkeit des Privatlebens ist sicher nicht optimal. Hier ist Flexibilität gefragt, mit der richtigen Partnerin lässt sich aber so ein sehr interessantes und abwechslungsreiches Leben verwirklichen. Im Vergleich zu anderen Berufen, denke ich, stehe ich garnicht schlecht da, zumindest besser, als es der Ruf des Jobs einen zunächst vermuten lässt. Viele meiner Freunde haben Topjobs (Manager, Ärzte, Ingenieure) und sie arbeiten deutlich mehr als 50h/Woche, sind abends alles andere als frei im Kopf, und sie haben seltener Zeit für ein Treffen als ich. Und häufige Dienstreisen, die heute vom Arbeitgeber vorausgesetzt werden, kenne ich als meinem alten Job auch noch sehr gut.

+ Ich kann keine pauschale und allumfassende Antwort auf deine Frage geben, da auch hier eine breite Masse von Menschen (Piloten und Flugbegleiterinnen) betroffen ist, die in sich völlig inhomogen ist. Es gibt verschiedene Airlines und jede hat eine andere Kultur.
Als Beispiel: Ferienflieger haben häufiger junge Flugbegleiterinnen an Bord, die fast ausschließlich Ferienziele anfliegen und dort abends bei einem Cocktail an der Bar auch den Kontakt zu Piloten suchen. Große Airlines fliegen meistens Geschäftszentren an, die Zahl der Übernachtungen vor Ort ist kleiner, die Karibikstimmung fehlt auch, und viele Flugbegleiterinnen in allen Altersklassen sind in glücklichen Beziehungen. Ich habe jetzt 2 Extreme aufgezeigt, wobei mein Arbeitgeber eher dem zweiten zuzuordnen ist.
Ja es gibt natürlich solche Begegnungen und ich finde das für einen Single auch legitim.
Ja es gibt auch verheiratete Kollegen, die ihr Techtelmächtel unter irgendeinem Sonnenschirm irgendwo austragen, darüber möchte ich nicht urteilen, mir läge das jedenfalls fern.
Ich denke die sehr breite Mehrheit der Kollegen (Cockpit UND Kabine) führt ein anständiges Eheleben. Hier halte ich den Ausdruck Vorurteil für durchaus angebracht.
 
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  • #21
Ich denke, du solltest Pilot angeben denn das ist das, was du gerade machst.
Der Grund ist einfach: du bist viel unterwegs und das mag längst nicht jede und von daher ist niemand enttäuscht.
Für mich wäre das perfekt, ein Freund der jeden Abend auf der Matte steht und dann beim gemeinsamen kochen (nachdem geregelt wurde, wer Kartoffeln schält und wer den Salat rüstet) jedes kleine Kickerlitzchen von der Arbeit erzählt (man hat ja sonst nichts mehr zu reden, man siehst sich ja immer) und dann (nachdem geklärt wurde wer drann ist mit spülen und wer mit abrocknen) auf dem Sofa sitzt um dann zu entscheiden, was TV geschaut wird, ist mein absoluter Graus.
Dazu noch die Entscheidungen ob man am Sonntag zu seinen oder meinen Eltern fährt als high light der Woche und ich laufe schreiend davon.
Ein Pilot wäre ideal, ich habe 2 Freundinnen welche Stewardessen sind und sie sind wirklich viel zuhause-ich bin jeden Tag auch von 7-18 Uhr unterwegs und abends oft froh, nicht mehr gross reden zu müssen.
Das man mal ein Familienfest verpasst sehe ich nicht immer als Nachteil.
Und ja, ich weiss von meinen Freundinnen dass es Piloten gibt, die alles flachlegen aber auch Piloten, die sich nicht die Finger verbrennen. So wie in jedem anderen Beruf eben auch-ich traue mir aber genug Verstand zu um das recht schnell zu merken und dannhat es sich eh erledigt.
Eine Garantie gibt es nie....
w, 40
 
  • #22
Lieber FS
Das wichtigste ist doch:
Ich genieße dieses Leben sehr und ich liebe meinen Job. Ich gehe jeden Tag gerne und gut gelaunt zur Arbeit. Wenn ich zu Hause bin, dann habe ich Feierabend und meinen Kopf völlig frei.
Glaub mir, auf lange Frist hat eine Partnerin da mehr von als von einem der gefrustet seinen Job runterreisst, jeden Abend pünktlich um 18hb zur Verfügung der gnädigen Frau steht aber schlecht gelaunt...
Wieviele könne da wirklich von sich sagen? Ich denke das ist ein Pfund mit dem man wirklich wuchern kann.

Und liebe Fredericka- das ist das Problem bei deinem Anspruch- Wer über ein gewisses gehaltsniveau und Stellung auf der Karriereleiter will MUSS Heute reisen. Selbst unsere Entwickler haben minimum 4-5 Übernachtungen/Monat.

Für Frauen mit einem eigenen Leben ist das üblicherweise auch gar kein Problem.
 
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