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  • #1

Welchen Beruf soll Euer Partner haben?

Mir (45, M) ist es egal, welchen Beruf meine Partnerin hat. Ich stelle aber fest, dass den Frauen der Beruf des Mannes an ihrer Seite sehr wohl wichtig ist. Zumindest gehen die ersten Fragen in den Mails immer in diese Richtung. Auch die Position und das Einkommen scheinen einen hohen Stellenwert zu haben. Daher meine Frage an Euch, liebe Damen: gibt es einen "Traumberuf" den euer neuer Partner haben soll? Würdet ihr auch einen "normalen" Angestellten bzw. Beamten ohne Führungsposition nehmen? Wieviel sollte er mindestens verdienen?
 
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  • #2
Ich finde es bemerkenswerter, dass Dir das egal ist, welchen Beruf Deine Partnerin hat. Vorstandsvorsitzende, Putzhilfe, wäre alles ok?
 
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  • #3
@1: solange es kein gefährlicher oder anrüchiger Job ist - warum nicht?
Ausbildung und Herzensbildung sind 2 Paar Schuhe!
 
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  • #4
Es macht schon einen Unterschied, ob einer einen medizinischen Beruf hat, oder in der `harten` freien Wirtschaft tätig ist. Das prägt bis ins Privatleben. Verdienen müsste er auf Augenhöhe, also etwas mehr als eine `normale` Angestellte.
 
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  • #5
Er soll einen Beruf haben, der ihn Spaß macht. "Beruf" hat etwas mit "Berufung" zu tun und wenn es nur reiner Gelderwerb ist, dann wird man nie wirklich glücklich sein.

Ich bin Lehrerin und das sehr gerne. Mein Ex war Dipl.Kfm und ging arbeiten, weil er gut verdient hat. Er hat das Doppelte von mir verdient aber ich hätte nicht mit ihm tauschen wollen.

Ob mein Partner nun Architekt, Arzt oder Schreiner ist - das ist mir egal. Aber er sollte seinen Beruf lieben und davon leben können.
 
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  • #6
ja richtig, wurde oben schon geschrieben: "ausbildung ist keine herzensbildung".
mir ist es egal, welchen beruf der partner hat - hauptsache nichts extrem gefährliches oder anrüchiges im sinne von z. b. rotlichtmilieu (wurde auch oben schon geschrieben)
ansonsten: ob nicht-akademiker oder akademiker ist mir völlig wumpe.
ich bin selbst und ständig, weiss wer ich bin und muss mich nicht über den beruf des partners definieren. hauptsache, er hat einen beruf und kann sich selbst ernähren. ob er dann weniger oder mehr verdient als ich ist nebensächlich.

viel wichtiger ist mir ehrlichkeit - daran hat es meiner einzigen erfahrung hier ziemlich gemangelt...

w,42 - die eine ausnahme macht: keine schuhverkäufer im aussendienst.
 
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  • #7
für mich (Akademikerin) käme nur ein Akademiker in Frage. Ich bin ehrlich und gebe einfach mal ungeniert zu, dass ich mich ungern nach unten orientiere. Damit spreche ich doch sicher auch vielen anderen Frauen aus der Seele?!
 
  • #8
@#6:
In welcher Hinsicht meinst Du das mit dem 'nach unten' orientieren? Einkommen, Vermögen, Bildung, Intelligenz, gesellschaftlicher Status? Oder noch etwas anderes?
 
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  • #9
@6
"nach unten" ist vielleicht etwas hart formuliert, aber ein bißchen nachvollziehen kann ich das schon. bin selber akademikerin, und mir war eigentlich immer egal, was für einen beruf mein partner hat-leider hab ich die erfahrung gemacht, daß es den männern nicht unbedingt egal ist, wenn die partnerin einen in der gesellschaft hoch angesehenen beruf bzw ein höheres einkommen hat. das ist sehr schade, aber leider realität.
also ist meine konsequenz auch die, nur akademiker zu daten, auch wenn das hier viell sehr arrogant rüberkommt. ich will nicht ständig ein schlechtes gewissen haben, nur weil ich studiert hab u gut verdiene.
ich betone nochmal: diese einstellung wurde mir quasi "auferlegt"- und da ich probleme nicht provozieren will, ist oben genanntes prozedere nur die natürliche konsequenz.

es käme mir nie in den sinn, jemanden, der nicht studiert hat, als weniger intelligent etc.zu bezeichnen. was man aber schon sagen muß, ist, daß das studium ein gewaltiger teil in einem leben ist, im sinne von durchhaltevermögen, charakterbildung etc. jemand, der nicht studiert hat, kann eventuell die ganzen "qualen" u probleme, die ein studium mit sich bringen und die prägend sind für´s leben, nicht nachvollziehen (wie auch)-dafür können menschen, die durch das studium erst mit ende 20 ins berufsleben einsteigen, die probleme der menschen viell weniger verstehen, die mit 17 oder 18 in den beruf einsteigen. man entwickelt sich anders, denk ich. keins von beiden ist besser oder schlechter, einfach nur anders.
 
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  • #10
@8

Ich kann/muss mich der Meinung in #8 größtenteils anschließen.

Obwohl hier im Forum so oft von Männern geäußert wird, sie würden kein Problem damit haben, wenn die Partnerin einen Beruf hätte, der sozial mehr "anerkannt" ist als der eigene, sieht es in der Realität anders aus. Zumal, wenn man als Frau dann in diesem Zusammenhang auch noch mehr verdient als der Partner.

Mag sein, dass die jüngere Generation inzwischen anders denkt. Aus eigenem Erleben aber weiß ich, dass Männer meiner Generation (50+) sich vielleicht anfangs gern mit einer "Frau Doktor" als Partnerin schmücken, wenn sie selbst nicht studiert haben. Über kurz oder lang aber fühlen sie sich unterlegen und das wirkt sich zerstörend auf die Beziehung aus.

Karola,53,Ärztin
 
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  • #11
@#6 & #8:
Welche Studiengänge / welches Einkommen habt ihr denn so?

Wenn ich lese "daß es den männern nicht unbedingt egal ist, wenn die partnerin einen in der gesellschaft hoch angesehenen beruf bzw ein höheres einkommen hat" dann interessiert mich das einfach - schließlich waren im "Elite und Einkommen"-Thread etliche Nicht-Akademiker ein höheres Einkommen als viele Akademiker hatten.

Und jemand der ein Studium abgebrochen hat, kann die Qualen und Probleme vielleicht noch besser nachvollziehen als ihr selbst...
 
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  • #12
@8+9:

Kann sein, daß die Männer sich "unterlegen" gefühlt haben und es deshalb nichts wurde.

Kann aber auch sein, daß ihr mit Hilfe bestimmter Charaktereigenschaften in diese Position gekommen seid, und daß diese Eigenschaften der Grund fürs Scheitern waren.

Nur mal so als Diagnose aus der Ferne...

m34
 
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  • #13
@11

Ja, ohne Frage sind es die Charaktereigenschaften, die einen Menschen veranlassen, sich für einen bestimmten Beruf zu entscheiden, was sonst? Das ändert aber nichts an den geposteten Fakten :)

Karola,53
 
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  • #14
Ich, die Nummer 1, findet das dennoch alles sehr bemerkenswert.

Natuerlich geht es in hohem Masse und vor allem um die "Herzensbildung". Das ist evident. Und natuerlich geht es nicht darum, sich ueber den Beruf des Partners zu definieren. Aber das faende ich auch merkwuerdig, wenn eine Frau sich ueber den Beruf eines Mannes definieren wuerde.

Aber worauf es doch hinauslaeuft, ist doch, dass Dir egal ist, ob Du inhaltlich mit dieser Person auf einer Wellenlaenge bist, als Mensch, nicht als Sexualpartner, oder verstehe ich das falsch? Und ist das nicht verwandt mit der Debatte, die hier vor allem bei EP immer wieder hochkommt, dass naemlich Akademikerfrauen klagen, dass sie auf dem "Markt" uninteressant scheinen, weil sie zu sperrig daherkommen? Mir scheint das so.

Der "Beruf" mag egal sein, aber mir ist schon bei Wahl meiner Freunde oder Freundinnen (aber nicht "girl friend") nicht egal, was sie machen, oder wie sie es machen, und was sie fuer Interessen und eine Bildung haben, denn wieviele Biere kann man bestellen, um in sie wortlos hineinzustarren. Bei einer Partnerin waere mir das doch ungleich wichtiger.

J
 
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  • #15
@10

ich finde nicht, daß jemand, der ein studium abbricht, 1:1 vergleichbar ist mit jemandem, der sein studium beendet. das sind 2 vollkommen verschiedene dinge, die da verglichen werden. außerdem würde mich jetzt interessieren, ob #10 ein mann oder eine frau ist.

ich, verfasser von #8, hab mir diese dinge, über die ich da schreibe, nicht ausgedacht, sondern erlebt. ich war immer stolz auf meinen beruf, empfinde ihn aber bei der partnersuche echt als handicap. um es klarzustellen, ich bin ärztin, u in ö zuhause. in ö ist das einer der höchstangesehenen berufe, ist halt so, kann ich auch nicht ändern. wenn du einem mann erzählst, daß du im kh arbeitest, geht der prinzipiell davon aus, daß du krankenschwester bist. und öfter als einmal hab ich dann erlebt, daß er die nase rümpft, wenn er erfährt, daß man ärztin ist. das 1.mal, als ich das erlebt hab, dacht ich noch, ok, der typ spinnt doch-leider hat sich diese geschichte etliche male wiederholt, sodaß da ein gewisses muster erkennbar war.
wo liegt das problem? ich weiß es nicht. aber wie gesagt, um probleme dieser art zu vermeiden,
bzw.da es mir zu doof ist, über das ego mancher männer nachzudenken, date ich akademiker.
 
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  • #16
@#11
um ärztin zu sein, braucht man keine "bestimmten charaktereigenschaften für eine gewisse position", man braucht nur ein studium-soviel zur "diagnose aus der ferne"
 
  • #17
Den mit Abstand größten Teil unserer wachen Zeit verbringen wir mit unserem Beruf. Wir haben uns den Beruf ausgesucht, er sagt daher viel über Begabungen und Neigungen aus. Der Beruf bestimmt das soziale Umfeld an Kollegen und oft auch an Freunden, er bestimmt über beziehungsuntaugliche Fern-, Außen-, Not-, Wochenend- oder Schichtdienste, er sagt viel aus über Intelligenz, Bildung, Dominanz, Außenwirkung und Auftreten und so weiter...

Ja, der Beruf ist mir extrem wichtig, wenn ich eine neue Person kennenlerne, und zwar nicht wegen unzähliger Klischees, sondern wegen des faktischen Einfluss des Berufs auf das Zentrum des alltäglichen Lebens und unserer täglichen Erfahrungen, Tätigkeiten, Austausch mit anderen, über Stress oder Ruhe, Erfolge oder Chancen, Gesundheitsrisiken oder soziale Kontakte.

Außerdem gibt es ein paar Berufe, die ich wegen deren Gefahren ausschließe: Polizisten und Soldaten zum Beispiel möchte ich auf keinen Fall, da ich nicht immer Angst um meinen Liebsten haben möchte.
 
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  • #18
@#14:
Also zunächst: Die #10 ist ein Mann.

Sicher ist es insgesamt ein Unterschied, ob man ein Studium beendet oder nicht. Aber die Qualen und Probleme von denen #8 schreibt hat man vielleicht erlebt - sie waren ja vielleicht gerade der Grund für den Abbruch des Studiums. (Ich bin gerade etwas verwirrt - aus dem was Du schreibst würde ich schließen, dass Du die #8 geschrieben hast und nicht die #6... )

Also vom Status her würde mich Ärztin als Beruf der Partnerin sicher nicht stören - da wären eventuell die Arbeitszeiten mit Notdiensten und ähnlichem viel eher ein Problem (man lernt aber auch da bestimmt damit umzugehen - sonst wären ja die meisten Ärzte alleinstehend).

Was mich bei der 'Fixierung' auf Akademiker mehr wundert ist der Ausschluss beispielsweise von Selbstständigen die sich ja zum Teil auch ohne Akademiker zu sein eine gewaltige Position aufbauen können (zugegebenermaßen ganz extreme Beispiele: Bill Gates, Karl & Theo Albrecht) oder von Menschen im mittleren Management (Abteilungsleiter) die auch oftmals keine Akademiker sind aber vom Status her meiner Meinung nach kaum hinter Ärzten zurückbleiben. Zugegeben, für Österreich kann ich dazu nicht viel sagen - ich glaube aber, dass bei euch sehr viel mehr Wert auf Titel und Grade gelegt wird als bei uns. Schon ein 'Magister' wird dauernd betont und hervorgehoben (also nicht im Sinne von 'jemand protzt damit', sondern dass er von anderen so genannt wird, z.B. "Wie der Herr Magister xy bereits erwähnt hat...")

Vielleicht liegt es mit daran?
 
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  • #19
Dass es egal ist, was für einen Beruf der Partner hat, ist zunächst absurd. Diese ehrenwerte und soziale Haltung haben nur die, die von außen zusehen, oder nicht direkt betroffen sind. Wem es egal ist, ob der Partner die Toiletten von anderen säubert oder die Verantwortung von hunderten von Menschen hat, der kann sozial selber nur sehr weit unten stehen. Jeder will auch stolz auf seinen Partner sein, und da reicht es nicht aus, wenn jemand gerne im Klo anderer rumwühlt. Es sei denn, man selber befindet sich in einer ähnlichen Gehaltsklasse mit ähnlichen Vorlieben. Es geht auch nicht um oben oder unten, gebraucht werden eh alle, und zwar in gleichem Maße. Aber für mich kommt immer nur eine, sicherlich nicht exakt definierbare, Bandbreite relativ zu meinem Status in Frage. Cheffarzt sucht Klofrau ist da eindeutig die Ausnahme, selbst, wenn diese noch so nett ist und alles gibt. Liebe hin und Emotionen her, aber jede Beziehung kann langfristig nur auf Augenhöhe funktionieren. Und der Sozialstatus gehört da eben auch zu. Der Beruf selber ist unter diesen Voraussetzungen dann aber wohl wirklich egal.

Ich bin Mann, 56 Jahre alt, und promovierter Ingenieur.
 
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  • #20
@ #10, bin #6
Es geht nicht primär immer um's Einkommen. Ich für meinen Teil brauche schlicht und ergreifend einen Partner auf Augenhöhe. Wohne seit meinem 16. Lebensjahr alleine, habe eine Ausbildung, Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nachgeholt und erfolgreich Jura studiert. Bin jetzt 27 und fertig. Bin hier zwar nicht angemeldet, hatte aber in letzter Zeit diverse Dates mit Männern aus Ausbildungsberufen. Sorry, nicht meine Wellenlänge! Ich will, i.Ü. auch im Interesse des Mannes, einen mindestens genauso ehrgeizigen und durchsetzungsstarken Mann mit dem nötigen Biss, der es in meinen Augen zu etwas gebracht hat und keinen Studienabbrecher.

Frederika hat es recht schön geschrieben. Der Beruf, allgemein der Werdegang eines Menschen, sagt sehr viel über seine Charaktereigenschaften aus. Ich jedenfalls werde mich auch weiterhin daran orientieren.
 
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  • #21
@19: hier #5: ich kann dir nur meinen allergrössten respekt aussprechen. es ist wohl weitaus schwieriger, das abitur auf dem zweiten bildungsweg nachzuholen, als mit dem schwarm durchs gymnasium zu schwimmen. dann noch jura studiert - hut ab!

die menschen, die ich kenne, die einen ähnlichen werdegang haben wie du, heben sich nochmal meilenweit von denen ab, die mit dem schwarm geschwommen sind, nahtlos studiert haben, ins berufsleben eingestiegen sind. damit will ich die eben genannten keinesfalls abwerten (gehör ja selber dazu), aber ein solcher werdegang verdient wirklich anerkennung.

das wollte ich nur mal an dieser stelle gesagt haben.

w,42
 
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  • #22
@19
In deinem Alter kann ich das noch irgendwie verstehen. Aber mit zunehmendem Alter gibt es auch Menschen, die in ihrem Ausbildungsberuf Karriere machen. Bildung muss nicht immer über die Schule und Universität laufen. Ich kenne Handwerksmeister, die sehr gebildet sind und durchaus mit einem Studierten mithalten können.
Aber wie gesagt, noch nicht in diesem jungen Alter, denn das dauert dann meistens ein paar Jährchen mehr.
 
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  • #23
hab mich in der zahl vertan, bin verfasser von #8 u #14...(w30)

@#17: du hast recht, in ö wird ein titel sehr betont u hervorgehoben. viell sind deshalb mehr leute eingeschüchtert.

um etwas klarzustellen: ich finde auch, daß jeder beruf seine berechtigung u wichtigkeit hat. man braucht genauso reinigungskräfte wie abteilungsleiter oder ärzte. trotzdem ist es, denke ich, einfacher, wenn man ungefähr das selbe ausbildungsniveau hat. das hat ja jetzt nix mit intelligenz zu tun, oder mit allgemeinbildung oder mit der vielfach zitierte herzensbildung.
außerdem stimm ich #17 ja zu, es gibt genug berufe u jobs, die weitaus besser bezahlt sind, oder eine "starke position" haben. ich reagiere nur auf meine umwelt (=männer in diesem fall). vielleicht ist es in d für frauen mit studium leichter, einen partner zu finden, als in ö :)
 
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  • #24
#10/#17 @#6/#19:
Respekt! - Ja, mit den Erläuterungen kann ich Dich respektive Deine Beweggründe sehr viel besser verstehen. Und ich 'fürchte', dass Du auf Plattformen wie EP oder ähnlichen tatsächlich nach Akademikern suchen musst. Ich denke wie #21, dass Männer die über einen anderen Weg 'Karriere' gemacht haben ganz klar in Dein 'Beuteschema' gehören. Man kann allerdings nicht nach Ihnen suchen, weil der KarriereWEG nirgends zutage tritt (daher das 'fürchte').
(Und nein, ich will mich nicht bei Dir interessant machen - ich bin zum einen DEUTLICH zu alt und zum anderen ganz sicher nicht in Deinem Beuteschema!)
Tatsächlich glaube ich, dass zu Deinem Werdegang der überwiegende Teil der "mit dem Schwarm geschwommenen" Akademiker nicht passt - aber ich kann mich irren.

Vom Werdegang her würde vielleicht der Lebenslauf eines Bekannten gut passen:
Mit 15 Werkzeugmacher gelernt, Fach-Abi an der FOS gemacht, 1 Semester FH studiert und festgestellt, dass ein Studium nichts für ihn ist. 'Techniker' gemacht und dann auf dem Umweg über Programmierer in einen Verwaltungsjob gekommen. Zum Schluß als Manager einer Kundendienstabteilung für Datenbanksysteme mit 6stelligem Einkommen tätig bevor der ganze Kram 'ausgelagert' wurde. Jetzt arbeitet er nur noch, weil es ihm Spaß macht...

Das Beispiel soll vor allem eins zeigen: Wir können uns verändern und fortentwickeln. Als er 18 war hätte ihn Frederika sicher abgelehnt, weil er und sein soziales Umfeld sowie seine Bildung nicht adäquat gewesen wären.
Inzwischen kann er sich aber in praktisch jedem Umfeld bewegen und jetzt würde ER möglicherweise Frederika ablehnen. Vielleicht (ich kenne sie ja nicht) ist sie nicht flexibel genug um ihm sowohl im handwerklichen als auch im verwaltenden Bereich das Wasser zu reichen und kann vielleicht auch bei den Bewegungen im sozialen Umfeld nicht Schritt halten.

Und diese Art von Lebensläufen gibt es meines Erachtens in den letzten Jahren immer häufiger. Also auch wenn es vielleicht schwerfällt: Ab und an die Scheuklappen auch ablegen und mal einen Blick zur Seite werfen...

Ich wünsche viel Erfolg bei der Suche!
 
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  • #25
Ich habe ersteinmal eine Ausbildung gemacht und habe gerabeitet. Ich habe mich erst nach 2-3 Jahren entschieden zu studieren und habe dann den Weg zur Uni gefunden - inklusive 3 Semestern im Ausland.

Mittlerweile ist mir nicht wegen dem Status wichtig, dass mein Gegenüber studiert hat - wohlmöglich auch Auslandserfahrung hat - sondern einfach wegen dem Lebensabschnitt, den der andere auch erlebt hat. Ich brauche keinen Professor oder Topmanager. Es geht mir eher um einen Mann mit einem weiten Horizont.

Der Knüller war mal ein "Meister" der mir beim 1. Date frech ins Gesicht gepfeffert hat, dass ich wohl ne "Langzeitstudentin" war, wenn ich erst mit Ende 20 fertig war... *hüstel*

Leider habe ich da mit Männern die zwar löblich nach ihrer Lehre bodenständig zu Hause geblieben sind und ihre Karriere "zu Hause" gemacht haben, genau diesen Horizont bisher immer vermisst.

Da ich nicht bis ich 99 bin noch daten will, schränke ich daher meine Suche einfach soweit ein, dass ich zumindest über das Internet keine Männer mehr mit niedrigerem Bildungsniveau mehr date. Es geht bei Akademikern nicht immer ums Geld (nicht jeder Akademiker verdient mehr, als jemand mit einer Ausbildung) - sondern eher um den Freigeist, den man da einfach "häufiger" findet.

w/32
 
  • #26
Ich glaube Ihr verwechselt hier Bildung mit Ausbildung. Das hat nur bedingt etwas miteinander zu tun. Auch wenn das hier einige nicht sehen wollen. <MOD: Persönliche Diffamierungen nicht gestattet. Beziehe Dich auf diesen Thread!>

Auch mir ist der Beruf nicht unwichtig, es geht dabei aber eher darum ob Sie Ihn mit Leidenschaft oder zumindest gerne macht. Der Grund ist einfach, wer nur einen Job runterreisst lebt ein drittel seines Lebens unzufrieden und das strahlt aus. Und wenn Sie mit Leidenschaft Toiletten putzen würde wärs auch recht. (gut dürfte nicht allzuoft vorkommen).

Was meint Ihr, wer den grösseren Horizont? (Ich kenne sowohl a als auch b in echt)

a) Kind aus gutem Hause, gerader Weg über Gymi, Abi, Studium (ach was studier ich nur?) dann über Beziehungen ins Trainee-Programm und danach direkt ins mittlere Management eines Dax Konzerns.

b) Ein Mensch der sich alles selbst erarbeitet hat, Lehre, 2.Bildungsweg Abi, dann Berufsbegleitend den Techniker gemacht und dann mit dem von der Pike auf erworbenen Wissen und Erfahrungen eine beeindruckende Karriere hingelegt.

Wer wäre Euch lieber?

PS. a) bekommt etwa das doppelte von b, ist aber ein A...vor dem Herrn und ein Alptraum für jede Frau.
 
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  • #27
Ich kann #24 nur zustimmen, habe einen sehr ähnlichen Bildungsweg beschritten und bin eigentlich immer noch dabei (Hälfte Masterstudium).
Mir ist jedenfalls eine Partnerin auf Augenhöhe wichtig. Was nutzt mir eine, bei der ich (stark übertrieben formuliert) jeden zweiten Satz erst in die "Subjekt - Prädikat - Objekt" -Form bringen muß, damit sie versteht, was ich meine. So einen Fall hatte ich schon mal und das war nicht so gut.
Studienabbrecher kann man meiner Meinung nach absolut nicht mit Absolventen vergleichen, denn sie haben ja gerade NICHT den Willen und die Charakterstärke bewiesen, die Strapazen zu überstehen. Genügend Beispiele dafür habe ich bereits kennen gelernt, gerade in meinem Studiengang (Maschinenbau) gibt es sehr viele davon.
Der Soldatenberuf kam hier ja schon kurz zur Sprache, aber wie sieht es denn mit Offizieren aus? Vor vielen Jahrzehnten war dieser Beruf in der Gesellschaft ja mal hoch angesehen und ist es aus verschiedensten, hier nicht weiter zu erläuternden Gründen heute nicht mehr. Wirkt dieser Eintrag in meinem Profil abschreckend auf viele potentielle Kandidatinnen?
m30
 
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  • #28
Die Debatte, ob und inwieweit das Studium bzw. die Ausbildung nun besonders prägend ist und ob das dann letztlich darauf Einfluss hat, ob man zusammenpasst, ist müßig und dürfte doch nach etlichen Beiträgen nun wirklich erschöpft sein. Was wichtiger ist als der Beruf, ist meines Erachtens, ob man miteinander über ähnliche Dinge lachen kann und dass man gemeinsame Interessen hat, über die man sich auch austauschen kann. Und man sollte die gleiche "Sprache" sprechen - insofern stimme ich #26 uneingeschränkt zu. Wenn man alles oder zumindest Vieles, erst "übersetzen" muss, dann findet man keine gemeinsame Kommunikationsebene, womit das Ende - wenn es denn überhaupt einen Anfang gab - vorprogrammiert ist.
Das Gleiche gilt für den Humor, denn schon als Kind lernt man: Die beste Methode, jeglichen Witz zu eliminieren, ist, seine Witze zu erklären.
Das erstickt ja auch jegliche Erotik im Keim...
 
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  • #29
Lieber FS, Deine Frage habe ich so verstanden, dass Du wissen möchtest, warum Frauen häufig zu Beginn nach dem Beruf fragen. Bei mir hat es nichts damit zu tun, dass icheinen Versorger suche oder mich in dem Status des Mannes "sonnen" möchte. Ich verdiene selbst genug und hätte auch kein Problem damit, wenn ein Mann weniger verdient oder Hausmann sein möchte.
Der Beruf ist mir aber aus ähnlichen Gründen wie Frederika wichtig: Der Beruf prägt einen Menschen sehr, man kann abschätzen, ob die Lebensplanung, die Lebensentwürfe ggf. nicht zusammen passen. Außerdem gibt es für mich einige Berufsgruppen, mit denen ich überhaupt nicht klar kommen würde (z.B. Soldaten, um nur eine zu nennen und nicht den Thread über Voruteile gegenüber Berufen wieder zu eröffnen ;)). Wenn der Kontakt aus meiner Stadt kommt, laufe ich auch bei einer bestimmten Berfusgruppe "Gefahr", den Kontakt bereits aus dem beruflichen Umfeld zu kennen und da habe ich einfach keine Lust mich lächerlich zu machen, wenn ich mein Foto frei gebe und der Gegenüber mich erkennt und dann nicht sein Bild frei gibt.
Und der letzte Grund ist natürlich, dass man den Beruf zum googlen ganz gut gebracuhen kann ;)
 
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  • #30
Ich bin w,25 und Krankenschwester in einer privaten Frührehaklinik..ich habe das was viele Akademiker nicht haben(2000-2???€netto,je nach Schicht,mein Bruder im QM nach technischer BWL mit 3 Jahren Berufserfahrung 1800)-ich suche ausschliesslich einen Akademiker und hatte auch nie Probleme einen zu finden.Die rennen mir eher die Bude ein...(natürlich sind auch immer ein paar Perverse dabei die denken ich mache Dienst im weissen Lackröckchen-aber damit muss man leben)

Mein Freund (hier kennengelernt)ist IT-Consultant und pflegt einen sehr angemessenen Lebensstandard.Meine Ansprüche wären 3000 netto.Er hat das vierfache.Ist durchaus sehr nett:)Meinen Vorrednerinnen kann ich mich nur anschliessen,nur dass diese Damen sich horizontal orientieren da sie ja selbst Akademikerinnen sind(meinen ehrlichen Respekt)..ich date(datete)immer und auschliesslich nach oben.Ob politisch korrekt oder nicht ist mir wurscht.Ich bin materiell eingestellt und fertig.
 
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