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Gast

  • #1

Welchen Partner/Partnerin suchen alleinerziehende Mütter/Väter?

Frage in die Runde der alleinerziehenden Mütter und Väter:
Welchen Partner/Partnerin sucht Ihr?
Single ohne eigene Familienerfahrung, Geschiedene/Getrennte, mit oder ohne Kinder, ebenfalls AE?
Habt Ihr da Präferenzen?

Und, klar, die Chemie muss natürlich auch stimmen!

Zu mir (w42, 2 Kinder, geschieden): Mein "Wunschpartner" ist ein AE Vater. Ich schätze es sehr, wenn ein Mann die Erfahrung Familie mit Kindern bereits gemacht hat.
 
  • #2
Hallo FS,
ich denke nicht, daß sich das so Pauschal einordnen lässt. Ich bin zwar kein AE-Vater, aber immer noch Vater von 3 Kindern. ( seit 8 Jahren geschieden). Zwischenzeitlich hatte ich mir auch, aus den Gründen die Du oben bereits genannt hast, eine AE-Mama gesucht, mit dem Ergebniss: Ihr Kind eine neue Wii, meine Kinder notgedrungen eine Kleinigkeit usw.
Der/Die betreffende Partner/in muss sich einfach der Situation bewusst sein, daß es keine reine 2er-Spaßbeziehung wird, sondern daß da noch ein paar äußerst wichtige kleine Wesen eine Rolle spielen.
Weniger emotionale Probleme gibt es jedenfalls, wenn die entsprechende Partnersituation KEINEN eigenen Anhang hat, oder entsprechend tolerant ist.
 
  • #3
Ich suche in erster Linie einen Mann für mich und weder einen Ernährer noch einen "neuen" Vater für mein Kind, das im übrigens auch nicht mehr allzu klein ist. Schlecht vorstellbar wäre für mich auch ein Partner, der selber schon Kind(er) hat. Ich habe keine Lust auf Gerangel mit der Ex und die ganzen Komplikationen, die so eine Konstellation mit sich bringen kann. Das habe ich für meinen Teil Gott sei Dank hinreichend geklärt. Ein weiteres Kind mit einem neuen Mann ist aber denkbar.
 
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Gast

  • #4
Ich bin seit 3 Jahren AE , mein Sohn ist Kindergartenkind, ich selber bin Mitte 30........und bei mir hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass mir folgendes wichtig ist:
- der Mann steht mit beiden Beinen im Leben, auch (und v.a.) finanziell. Womit ich nicht meine, dass er mich und meinen Sohn finanzieren soll, sondern dass er SICH selber finanziert (früher stand ich eher auf die Künstler-/Aussteigertypen, die mich am Monatsende nicht mehr auf einen Kaffee hätten einladen können)
- der Mann hat einen eigenen Kinderwunsch, den er entweder bereits mit einer anderen Frau vor nicht allzu langer Zeit verwirklicht hat (für mich die 2. Wahl), oder er möchte mit mir noch Kinder haben (die 1. Wahl). Was hier wichtig ist: ich bin einem weiteren Kind nicht grundsätzlich abgeneigt, sehe es aber nicht als Muss für mich selber an - ich kann mir aber nicht vorstellen, dass ein Mann ohne eigenen Kinderwunsch bereit ist, die nächsten 15 Jahren sein Leben einem "fremden" Kind "unterzuordnen". Wäre mein Sohn schon 15 oder älter, wäre das für mich nicht mehr so wichtig - die Zeit bis er aus dem Haus ist wäre überschaubar.
 
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Gast

  • #5
Ich bin lange Single-Mutter, habe viele Männer kennengelernt, mein Kind war nie das Problem, die Kinder dieser Männer waren zum Glück schon sehr groß, die waren auch nie das Problem. Eher die Ex, die dann plötzlich anfing Stress zu machen, oder die finanziellen, gesundheitlich und psychischen Probleme des Mannes.

Da ich mich selber finanziell gut alleine auf bescheidenen Niveau finanzieren kann, erwarte ich das auch vom Mann.

Gestern hatten wir Mädels-Fussballabend, dabei war das Thema Männer aktuell. Alle Frauen erzählen die gleichen Erfahrungen aus unterschiedlichen Single-Börsen. Viele Männer sind auf Affären aus und die die was ernstes suchen, passen äusserlich nicht, oder haben massive finanzielle, gesundheitliche oder andere Probleme. Alleinerziehende Väter sind kaum vertreten.

w
 
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Gast

  • #6
Ich habe 2 kleine Kinder (3 und 7) und für eine richtige Beziehung à la Patchwork wäre wohl ein getrennter Vater schneller zu integrieren, weil er eben mit dem Kinderthema schon vertraut ist.
Ideal wäre für mich ein Mann, der nur 1 Kind hat, das bei seiner Mutter lebt und am WE mal bei ihm ist. Dann könnten wir Kinderwochenenden und kinderfreie Wochenenden gestalten. Das wäre sicher lustig.
Aber ehrlich gesagt kommt es mir doch eher auf den Mann an, einen Mann für MICH. Meine Kinder haben in der Kennenlernzeit da nichts verloren. Wenn man sich früher als Paar kennen gelernt hat, waren ja auch nicht gleich Kinder da.
Ein Mann, der sich mit mir trifft, weiß ja, dass ich Kinder habe. Wenn er also an mehr als ein bisschen unverbindlichem Sex interessiert ist, dann kann man Step by Step auch mal die Kinder mit reinbringen ins Spiel.
So kompliziert ist das nicht.
Komischerweise suche ich gar nicht unbedingt einen Partner, der den gesamten Alltag mit mir teilt.
Ich möchte einen Mann, der mit mir ausgeht, mit dem ich Zeit am WE verbringen kann, v.a. wenn ich keine Kinder habe, ich brauche seit meiner Trennung keinen Mann für jeden Tag, aber männliche Nähe fehlt mir schon.
Ich bin 40 und die Männer, die mit 40 noch keine lange Beziehung UND keine Kinder haben, sind oft sehr Ich-bezogen, haben ihr Leben nur auf sich selber ausgerichtet - viel Party, viel Urlaub, viel Sport - dafür hab ich nicht die Zeit, da müssen Singlemänner ohne Kinder immer erst ein bisschen umdenken. Aber ich habe jetzt schon einige sehr nette Männer kennen gelernt - mit und ohne Kinder... mir geht es um den Mann an sich - ich habe durchaus auch Zeit für mich alleine und für einen Mann, bisher habe ich die mich immer nur ohne Kinder verabredet.
Der Mann sollte definitiv einen gewissen Status haben, den habe ich auch und ich will einen Mann, der mit mir einen schicken WE-Trip planen kann, mit mir shoppen gehen kann und die hippen Restaurants der Stadt kennt. Versorger brauche ich nicht, arbeite selber und mein Exmann zahlt ja auch noch für uns.
Es gibt Singlemänner, so meine Erfahrung, die dem Kinderthema so ein bisschen ambivalent gegenüberstehen, die keine volle Verantwortung für ein eigenes Kind übernehmen wollen, aber das Familiending an sich ganz spannend finden. Einen Ersatzvater suche ich nicht, das liegt ganz im Ermessen des Mannes, wie er sich seine Rolle so vorstellt. Ich kann mir da alles vorstellen.
Falls ich einen Mann in meinen Alltag reinlasse und wir alles teilen würden, dürfte er aber auch Vaterrechte in Anspruch nehmen, nicht nur die "-pflichten".
Ich kenne Patchworkpaare, bei denen der Zweitvater rein erziehungstechnisch so gar nix zu sagen hat - da gibts dann Machtkämpfe zwischen Kindern und Ersatz-Vater - fände ich als Mann nervig.

w,40
 
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Gast

  • #7
...eine AE-Mama gesucht, mit dem Ergebnis: Ihr Kind eine neue Wii, meine Kinder notgedrungen eine Kleinigkeit usw.
Wieso muss deine neue Freundin Deinen Kindern große Geschenke machen? Dafür haben Deine Kinder doch Dich - du schenkst Deinen Kindern etwas und sie ihrem?
Ich würde nicht auf die Idee kommen, dass ein neuer Mann, der selber Kinder hat, meinen große Geschenke machen sollte!? Zumal das ja auch ganz schön ins Geld geht... und die meisten Kinder in der Regel sowieso viel zu viel geschenkt bekommen...

w,40
 
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Gast

  • #8
w 43 mit 18 jährigem "Kind":
auf gar keinen Fall möchte ich einen Mann, der Kind(er) hat, die unter 16 Jahre sind. Dafür mache ich gerne "Abstriche" beim Alter des Mannes. Er darf auch Ü60 sein.
Und- ich möchte nicht das Gefühl haben, dass ich ihn finanzieren muss. Denn er muss das für mich ebenfalls nicht.
Was für mich Wichtig geworden ist: Dass er in einer Stadt lebt, in der ich mich auch gern aufhalte. Bevorzugt in Fahrradnähe unserer Großstadt. Dorf würde mir persönlich nicht gut gefallen.
Er muss mit den Exen abgeschlossen haben und nicht ständig über diese reden oder mich dahingehend ausfragen. Familienstand ist mir (ledig) egal.Worauf ich aber einen Blick werfe ich der Alkoholkonsum und Ernährungsgewohnheiten, bzw. Gesundheitsbewußtsein. Schlank (wie ich) muss er nicht sein, aber er darf mich nicht daran hindern, Sport zu treiben. Fußballfanatismus wäre ein NoGo, weil mich dieser Sport Null interessiert. Natürlich muss er meinen Macken,Nachteile akzeptieren, die ich zukünftig schnell auf den Tisch legen, bzw. thematisieren werde.
 
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Gast

  • #9
Ich bin auch alleinerziehend und würde auch einen AE Vater bevorzugen.

Beim Durchstöbern durch das Forum ist mir immer wieder dieses Argument aufgefallen, die neue Frau/der neue Mann soll keine Ersatzmutter/Ersatzvater sein. Irgendwie finde ich das befremdlich. Wenn man sich auf ein AE Elternteil einlässt, dann muss man sich dessen bewusst sein, dass es um Elternteil plus Kind geht. Und dass das Kind Vorrang hat.

Was mir missfällt ist, dass das Kind (so scheint es mir bei vielen Beiträgen) eher als Problem, denn als Geschenk und Bereicherung gesehen wird. Das finde ich sehr schade!

Ich könnte mir schon vorstellen, für das Kind eines neuen Partners "Ersatzmutter" oder zumindest gute Freundin zu sein. Ich fände es wünschenswert. Aber das würde ich nicht erzwingen oder fordern. Wenn es sich so ergeben würde, und das Kind und Vater es wollen würden, ich würde mich freuen. Wenn nicht, dann nicht. Wenn ich mich auf einen AE Vater einlasse, dann lasse ich mich auf den Vater UND das Kind ein. Das ist für mich sonnenklar. Wenn es Probleme gibt, dann muss man schauen, wie man damit umgehen kann. Aber meine erste Grundhaltung ist eindeutig positiv!

Allen AE viel Glück bei der Partnersuche!