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  • #31
Meine Erfahrung zu diesem Thema ist, dass es immer auf den Charakter bzw. genauer gesagt auf die geistige Reife des Partners ankommt, inwieweit er bereit ist, sich auf sein Gegenüber einzulassen und sich gemeinsam in der Sexualität weiterzuentwickeln, wenn es nicht von Anfang an total harmoniert.
Für meinen letzten Lebensgefährten z.B. war ich die zweite Sexualpartnerin, mit seiner ersten Ehefrau hatte er NIE Oralverkehr praktiziert und als wir ca. ein Vierteljahr zusammen waren, hatte ich mir das von ihm gewünscht und gezeigt, wie ich es mag. Er kannte es einfach noch nicht, hatte es ausprobiert, und es hatte ihm daraufhin dann sehr gefallen, mich oft auf diese Weise zu verwöhnen (und umgekehrt genauso).

Wenn der Mann vor allem auf egoistischen Lustgewinn aus ist, ist er natürlich kaum bereit, etwas ändern zu wollen - je reifer der Mann (und genauso die Frau) ist, desto eher ist er/sie daran interessiert, neben der eigenen Befriedigung auch dem anderen die grösstmögliche Lust zu bereiten, egal ob in einer festen Partnerschaft oder einer lockeren Affäre.

w 48
 
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  • #32
Aber helfen, wenn's jemand aus inneren Gründen mal nicht bringt... nee, dann wird sofort ein Experte ins Spiel gebracht und man selbst schleicht sich raus. Mittlerweile bin ich mir sicher, dass wenn man als Kind nie richtig locker war, es als Erwachsener auch nie wird. Da hilft auch kein Yoga oder ein dämliches Ratgeberbuch.
Lieber Mosseba,

es gibt Persönlichkeitsstörungen, die sind auch durch Therapien nicht behandelbar. Es gibt schwere Charakterstörungen, die vererbt sind, z.B. cholerisch sein, die sind auch schwer zu behandeln. Du scheinst dieses schwere Erbe durch deine Familie bekommen zu haben. Es tut mir leid.

Hast du es schon mal mit Körpertherapie, Akupunktur und Homeöpathie versucht? Also die Alternative Medizin kann bei solchen Kopfdingen auch viel helfen. Ich weiss es, weil ich sowohl Therapie wie auch die anderen Möglichkeiten genutzt haben, um so zu werden wie ich heute bin.

Es hat aber viele Jahre gedauert und viel Kraft gekostet. Ich bin heute sehr zufrieden mit mir und werde oft angesprochen, dass man an mir mein Lächeln und meine Zufriedenheit so mag.

w 49
 
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  • #33
Umgekehrt, wenn der Sex nicht gut ist und keine körperlichen Gründe hierfür ausschlaggebend sind, ist die Beziehung schlecht, höchstens eine Freundschaft oder eine Zweckgemeinschaft. Das Gerede, dass Sex nicht wichtig ist, kenne ich noch aus erster Ehe von meiner Exfrau, die sich den überflüssigen Sex außerhäusig und die Luxusversorgung bei mir besorgt hat. Liebe, Verbundenheit und inniges Verstehen und Zusammenhalten treiben einen nämlich unvermeidlich auch körperlich zusammen. (Unreifer 50iger, seit vielen Jahren in jeder Beziehung sehr glücklich in zweiter Ehe verheiratet)
# 14
stimmt haargenau - mir, w 65, verw., ü30 Jahre glücklich verh.hat mal, als ich noch jung war, eine ältere Dame gesagt: "Wenns im Bett stimmt, stimmt auch alles andere....." wie recht sie hatte!
 
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  • #34
Stimmt!
Mit Frau und Familie habe ich doppelt soviele Probleme und halb soviel Sex. Bekannte Ausreden: müde, die Kinder, unpassender Augenblick, lass uns Termin planen usw. Spontanität gleich Null.

Man(n) soll ja in der Ehe nicht nach anderen Frauen Ausschau halten.

Also schon deswegen - Sex ist Belohnung und Ausgleich und hält die Männer in der Ehe - also wichtig. Sonst redet man nur über Wohngemeinschaft, nicht aber Beziehung.

Mann braucht keine Wohngemeinschaft, sondern Frau für gute Gespräche, als Vertrauensperson und gemeinsames erotisches Knistern - so oft wie möglich.
(m, 47)
 
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  • #35
Hallo,
ich verstehe das nicht so ganz. Es hört sich für mich eher so an, als ob der Sex eher lieblos seinerseits war. Das würde auch deine Gefühle erklären. Wie sieht es mit ihm aus, du bist in ihm ein bisschen verliebt, und er?
Wenn ich nämlich wüsste, dass mein Partner in mich und ich in ihm ein bisschen verliebt wäre, da hätte ich keine Hemmungen die Initiative zu ergreifen und es ist für einen Mann unmöglich weiterhin sich passiv zu verhalten, oder? Später kann man es miteinander kommunizieren.
Bei einer lieblosen sexuellen Beziehung kann es niemals besser werden, denn der Partner deinen Körper emotional nicht begehrt. Hier geht es nur ausschließlich um den Akt mehr nicht. Für solche Männer ist es so schöner, als sich selbst zu befriedigend. In dem Fall wärst du nur irgendeine vom Aussehen annehmbare Frau.
Denke darüber nach.
 
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  • #36
Guter Sex entwickelt sich im Laufe einer langjährigen Partnerschaft, denn Sex ist erlernbar. Schenk ihm eben eine ganze Palette Bücher über Liebe, Sex und Erotik, worin er sich informieren kann, dann siehst du auch, ob er gewillt ist, etwas für deine Zufriedenheit zu tun, zeige ihm, dass es dir SEHR wichtig ist, rede mit ihm darüber und zeige es ihm auch.

Die Frage nun: "welchen Stellenwert hat guten Sex?"

Die Frage ist, ob man bereit ist, mit dem Partner zusammen zu lernen oder ob lediglich einen "Sexhengst" im Bett braucht. Bei einem guten Liebhaber besteht allerdings das Risiko, dass du nicht seine einzige Geliebte sein wirst und dass er außer am Sexuellen wiederum weniger an deinem Alltag interessiert ist oder dass er gar DICH langweilig findet! Manchmal kann man eben nicht alles haben!

Definitiv ist Sex nicht alles, das zeigen die meisten langjährigen Beziehungen. Auch guter Sex kann nach einiger Zeit langweilig werden. Über die Meinungen der über 50 und 60 jährigen sturen Lüstlinge kann hier ich nur schmunzeln.
 
  • #37
Ich muss mich jetzt doch noch einmal zu Wort melden. Generell definiere ich wie wahrscheinlich 90% aller Diskussionsteilnehmer hier eine Beziehung nicht ausschließlich über Sex. Dennoch hat er für mich in einer Beziehung einen nicht zu verachtenden Stellenwert. Aus diesem Grund habe ich ja auch diesen Beitrag hier geschrieben. Meiner Meinung nach ist Sex nicht der einzige Grundpfeiler einer Beziehung aber definitiv etwas, dem ich für mich einen hohen Stellenwert beimesse und demnach beunruhigt es mich, wenn das so gar nicht funktioniert. Vielleicht ist es wirklich richtig erst einmal abzuwarten und zu schauen, wie sich in sexueller Hinsicht alles entwickelt aber nichts desto trotz belastet mich die Tatsache, dass es beim ersten Mal so gar nicht gepasst hat. Ich habe keine ungewöhnlichen Vorlieben oder eine Schwäche für ausgefallene Praktiken, aber Leidenschaft, auf den Partner eingehen, ein wenig Phantasie und Feuer gehören für mich dazu und irgendwie war das alles überhaupt nicht vorhanden. Ich frage mich einfach ob es in manchen Fällen einfach dauert, bis man aufeinander eingespielt ist oder ob es generell ein schlechtes Zeichen ist, wenn es sich anfühlt, als wäre das Gegenüber überhaupt nicht auf die Bedürfnisse eingegangen.
 
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  • #38
Für mich stand der Wunsch nach guten Sex in meiner Ehe an oberster Stelle. Wohl auch, weil der mit meiner Ex nicht machbar war. Sie war nicht nur im normalen Leben sondern auch im Bett ein Eisblock und passiv. Immer frei nach dem Motto "Ich lasse mich gern verwöhnen aber ich gebe nichts zurück."

Nach der Trennung konnte ich mich "austoben" und habe richtig guten Sex gehabt. Es fehlte mit der Zeit jedoch wichtige Faktoren. Zärtlichkeit, eine Familie, eine Partnerin für gemeinsame Stunden usw. In der Zeit verschob sich mein Bild etwas und Sex rutschte hinter dem Wunsch das Kribbeln im Bauch wieder zu spüren und eine glückliche Famlilie zu haben. Vor 5 Monaten hat sich das Kribbeln wieder eingestellt. Leider erhielt ich vor 3 Monaten eine schlimme Diagnose. Wie viel Zeit mir bleibt, weiß ich nicht. Ich geniese jede Stunde mit meiner Tochter und meiner Partnerin. Guter Sex... ja, den haben wir. Gemeinsame Stunden, Zärtlichkeiten, einfach glücklich sein ist mir jedoch inzwischen sehr viel wichtiger.

@FS
"Welchen Stellenwert hat guter Sex?".... Er ist wichtig, keine Frage. Aber es ist wichtiger, dass du das Kribbeln im Bauch spürst wenn du bei deinem Partner bist und das ihr schöne Stunden verbringt. Auf guten Sex kann man hinarbeiten. Zeige ihm was du magst. Wichtiger ist jedoch, erhaltet euch eure Liebe und genießt eure Zeit.

m43
 
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  • #39
Zum Thema, wenn der Mann überwiegend passiv im Bett ist, kann ich verschiedene Erklärungen sehen. Angefangen vom egoistischen PU'ler, der verinnerlicht hat, der Mann ist der Preis und die Frau soll sich um ihn abmühen bis hin zu Transsexualität.
Mein zweiter Freund hat sich total bemüht, mich zur Freundin zu bekommen, sehr lieb, süß, Herzklopfen, eben das volle Programm bei uns beiden. Im Bett lag er nur auf dem Rücken und hat nur glaube ich einmal mit seiner Hand mich paar Sekunden gestreichelt. DAS wars. Zum Geschlechtsakt ist es nie gekommen. Dieses Nichtstun hatte ich überhaupt nicht verstanden, weil es vor allem auch im Widerspruch zu seinem sonstigen tollen Verhalten stand. Als ich drüber reden wollte, warf er mir Frigidität vor^^obwohl ich die einzige war, die was gemacht hat. Letztendlich habe ich mich wegen der Bettsache von ihm getrennt, obwohl er sonst mein Traummann war.
Jahre später erfuhr ich von seiner Schwester, dass er transsexuell ist und sich ändern lässt.
 
  • #40
Ach, das kommt mir so bekannt vor.
Ich bin immer noch dabei, auszuprobieren, ob es nicht vielleicht doch noch besser wird...
In einem derzeit "undefinierten", noch offenen Beziehungsstatus, was ürsprünglich mal eine ernsthafte Beziehungsanbahnung mit konkreten Absichten war.

Erster Sex Ende November, wir treffen uns gelegentlich. Leider muss ich bis heute sagen: Es wird nicht besser!..... (in dem Fall geht es leider auch noch um schlechte Technik UND sehr kleine Ausstattung...)
Bin dabei, es abzuhaken, was sehr schade und auch schmerzhaft ist.

Ich würde in Zukunft eher die Reißleine ziehen, bevor man sich emotional so reingeritten hat, und rate daher: Wird es nach zwei, drei, vier weiteren Versuchen nicht besser: Sein lassen!...
Es wird nämlich nicht einfacher, sich später zu trennen, je länger die Sache läuft!...
 
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  • #41
. Ich habe mich dabei überhaupt nicht angetörnt gefühlt, er war einfach so passiv und - auch wenn es böse klingt, Sex mit ihm war langweilig, leidenschaftslos und wenig prickelnd. QUOTE]

Liebe FS, es kann schlicht und einfach sein, dass Dein Freund wenig sexuelle Erfahrungen mit Frauen hatte und daher wußte er nicht so genau, was man so an Verführung machen kann und wie man erotische Spannung aufbauen kann, die man dann auch gekonnt zum Abschluss bringt.
Schau Dir genauer an, ob er vor Dir längere intime Beziehungen mit Frau/en hatte oder eher nicht.
Ich würde ohne viel darüber zu reden, beim nächsten Mal die Initive ergreifen und versuchen, ihm zu zeigen, was für Dich guter Sex bedeutet, ihn so weit es möglich ist, aktiv mitzubeziehen.
Vielleicht fällt dann der Groschen und ihr findet doch eine gemeinsame sexuelle Basis. Wenn das nach 3-4 Mal immer noch nicht der Fall sein sollte, würde ich es verbal feinfühlig ansprechen oder alles ganz sein lassen. Guten leidenschaftlichen Sex habe ich beim ersten Mal nur mit sexuell ziemlich erfahrenen Männern erlebt. Und das erste Mal darf man nicht überwerten. Für einen Mann, der relativ wenig sexuelle Erfahrungen mit Frauen haben könnte, kann das erste Mal mit einer neuen Partnerin ziemlich streßig sein und wenn man eher ein schüchterner Typ ist, dann kann es dazu kommen, wie Du das beschreibst. Ich habe verschiedenes erlebt-das erste Mal war langweilig, dann hat sich das aber gebessert und wurde langfristig sehr schön. Ich habe es auch erlebt, dass das erste gemeinsame Mal sofort Top war und so ist es geblieben. Und leider kenne ich es auch, dass das erste Mal nur lauwarm war und es wurde nicht besser. Wenn Du ihn für Dich passend findest, solltest Du schon versuchen, einbißchen sexuell Nachhilfe zu leisten. Vielleicht bringt das was. Und wenn nicht, dann weiß Du es, Du hast es zumidenst versucht.
Denn es ist wahrlich nicht einfach, einen Mann zu finden, mit dem sonst vieles so gut passt.
 
  • #42
Mir ist guter und viel Sex sehr wichtig und in zwei Beziehungen dachte ich, ich könnte über manche Probleme des Sexes wegen hinwegsehen. Funktionierte auf Dauer nicht. Nach wie vor suche ich den Mann, mit dem ich mich sehr gut verstehe UND der Sex perfekt ist. Ob es den wohl gibt?!
 
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  • #43
Ich bin verwundert, dass von meinen Vorrednern und Vorrednerinnen "guter Sex" so sehr vom Gegenüber abhängig gemacht wird bzw. abhängig zu sein scheint. Das meine ich vollkommen wertneutral, es wundert mich, weil ich es so absolut nicht kenne. Wenn ich mit einem Menschen Sex habe, dann mag ich ihn und finde ihn anziehend und (in Folge dessen?) der Sex ist immer gut.

Ich kann mich nicht an schlechten Sex in meinem Leben erinnern, eher, dass ich vielleicht einmal nicht so gut drauf war, aber das hatte nichts mit dem Gegenüber zu tun. Mein Eindruck ist, dass guter Sex ausschließlich von einem selbst abhängt, nicht vom Partner. Aber vielleicht täusche ich mich auch.

w/50
 
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  • #44
Ich bin verwundert, dass von meinen Vorrednern und Vorrednerinnen "guter Sex" so sehr vom Gegenüber abhängig gemacht wird bzw. abhängig zu sein scheint. Das meine ich vollkommen wertneutral, es wundert mich, weil ich es so absolut nicht kenne. Wenn ich mit einem Menschen Sex habe, dann mag ich ihn und finde ihn anziehend und (in Folge dessen?) der Sex ist immer gut.

Ich kann mich nicht an schlechten Sex in meinem Leben erinnern, eher, dass ich vielleicht einmal nicht so gut drauf war, aber das hatte nichts mit dem Gegenüber zu tun. Mein Eindruck ist, dass guter Sex ausschließlich von einem selbst abhängt, nicht vom Partner. Aber vielleicht täusche ich mich auch.

w/50
Dem kann ich M,48 nur zustimmen. Schlechten Sex hatte ich nur mit Zufallsbekanntschaften in der Studentenzeit. Für mich ist Sex die Krönung einer Partnerschaft und es geht weit über die rein körperliche Anziehung hinaus. Und auch nur dann ist man empfänglich für Streicheleinheiten, spürt auch was der Andere gern hat. Es gibt doch nichts schöneres als sich gegenseitig richtig zu verwöhnen. Dazu gehört aber auch sich verwöhnen lassen zu können.
 
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  • #45
Wir sind dabei offensichtlich auf komplett unterschiedlichen Wellenlängen.
Woher willst Du das denn wissen, nach einer einzigen Nacht, von der Du noch nicht einmal weißt, ob er den Sex überhaupt wollte? Viele Männer - unter anderem auch ich - denken, sie würden die Frau verletzen, wenn sie auf den angebotenen Sex nicht eingehen, obwohl sie es selber gerne anders hätten, spontaner etwa. Ich selbst hätte unter den geschilderten Umständen ganz sicher ebenfalls einen Fehlstart hingelegt, weil mir geplanter Sex einfach zuwider ist.
 
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  • #46
Guten leidenschaftlichen Sex habe ich beim ersten Mal nur mit sexuell ziemlich erfahrenen Männern erlebt.
Das erklärt auch, warum Frauen sich unbewußt immer wieder jene Männer aussuchen, die schon bald zur nächsten Blüte fliegen, während die Beständigen und Treuen mangels "gutem Sex von der allerersten Nacht an" durchfallen. Wie wäre es, liebe FS, mit einem Versuch, sich erst einmal in die Erfahrungswelt des Gegenübers zu versetzen?
 
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  • #47
Tut mir leid, ich habe ganz genau das Gegenteil erlebt: Mit sexuell ziemlich erfahrenen Männern das erste Mal nicht ein einziges Mal guten Sex gehabt! Wirklich nicht ein einziges Mal!!!
 
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  • #48
Meiner Erfahrung nach (w, 49) ist es eher unwahrscheinlich, dass du aus einem zahmen Reh einen wilden Löwen machen kannst. Wenn es das ist, was du dir wünschst; verstehen könnte ich das. Ich kann (auch) nichts mit Männern anfangen, die nicht wissen, wo sie mich wie fest anfassen dürfensollenkönnen. Bei meinem jetzigen Freund hat es vor dem ersten gemeinsamen Mal, dabei und nachher gekribbelt und das nun schon seit vielen Jahren. Etwas anderes kann ich mir nicht mehr vorstellen, da wäre ich zu keinerlei Kompromissen mehr bereit. Überleg es dir ... Für Kompromisse bist du, meine ich, auch noch zu jung.
 
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  • #49
Hallo an die Gemeinde und Fragestellerin,

auch meine Empfehlung, erstmal abwarten, nicht gleich beim ersten mal ein Urteil bilden. Die Unsicherheit/Schüchternheit bei ihm wird erst mal groß sein. Sollte man erst nach dem 3 oder 4 mal beurteilen ob man sexuell auch zusammen kann.
Und es ist keines wegs unreif zu sagen, das es in einer Beziehung auch sehr wichtig ist, sexuell auf einen nenner zu kommen. Wenn es da nicht passt, ist man selber diesbezüglich gefrustet und die gefahr ist groß, die sexuelle Erfüllung woanders zu suchen. Es gibt viele Dinge, die in einer Beziehung einfach passen müssen, sonst hat es keinen sinn.
 
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  • #50
Die Unsicherheit/Schüchternheit bei ihm wird erst mal groß sein.
Warum gleich wieder Unsicherheit und Schüchternheit vermuten? Es soll ja auch Menschen geben, die Antennen dafür haben, daß der rasche Sex kein echtes Begehren widerspiegelt, sondern irgend etwas anderes, die Bestätigung erotisch attraktiv zu sein etwa. Hier muß der Betroffene vorgeben, den Sex tatsächlich zu wollen, obwohl er ihm vielleicht total gegen den Strich geht. Kann kein "guter Sex" werden, jedoch mit klarer Perspektive auf Änderung, wenn beide voll dahinter stehen.
 
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  • #51
Meine Erfahrung:

Der Sex ist im Laufe eine Beziehung stets besser geworden. Den mit Abstand besten (...) Sex meines Lebens habe ich mit meiner heutigen Frau - und das erste Mal mit ihr war einfach nur grauenhaft. (Wenn wir uns heute daran erinnern, müssen wir immer lachen.) Also?

M50
 
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  • #52
Ob ein Mann schon mit X Frauen Sex hatte, sagt gar nichts über dessen Liebhaberqualitäten aus.Entscheidend ist die Fähigkeit, empfänglich für das zu sein, was der Frau gefällt. Während meinen Singlezeiten hatte ich einen Liebhaber, der extrem attraktiv war und viele Frauen "hatte", der Sex mit ihm war grottenschlecht, und ich kannte einen anderen, der lange mit EINER Freundin liiert war, die ihm sehr, sehr genau sagte, wie ihr was gefällt, und der es dadurch entdeckt hatte, wie schön es ist die Lust einer Frau ganz individuell zu entdecken. (Ich dankte dieser Frau innerlich bestimmt dutzende Male, denn so schönen Sex erlebte ich selten!)
w.
 
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  • #53
Ich würde mir da keine Sorgen machen, dass es beim ersten Mal direkt super klappt, dürfte eh die Ausnahme sein. Ob man über seine Vorlieben spricht, ist Geschmackssache, ich selbst bevorzuge es, wenn man einfach tut, was einem gefällt, man merkt dann ja an der Reaktion, ob es dem anderen passt. Es kommt sehr oft vor, dass sich der Partner/Partnerin über sich selbst wundert und an Praktiken Freude bekommt, die für ihn/sie vorher tabu waren. (M 53)
 
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Gast

  • #54
Nachtrag zu #52

Man sollte den Partner auch ermutigen, seine geheimen Wünsche zu offenbaren: Die hat jeder und viele trauen sich nicht, das anzusprechen, weil sie meinen, das sei zu verrucht. Sex ist niemals schlecht, weil er zu aufregend, sondern immer, weil er zu langweilig ist. Licht aus, Bettdecke drüber und er/sie liegt dann da wie ein Brett, dann lese ich lieber ein gutes Buch.
 
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  • #55
Ich kann mich vielen VorschreiberInnen nur anschliessen. Das erste mal hat nicht soooviel Bedeutung. Bei meinem jetzigen Partner dachte ich, das geht nicht. Aber er war wohl einfach nur nervös. Danach ist es immer besser geworden... Ich habe das nach wenigen Wochen bereits gemerkt.
W48
 
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Gast

  • #56
Guter Sex stellt sich automatisch ein, wenn man sich liebt, sich auf die Partnerin einstellt, und dazu braucht es Vertrauen; für mich ist Sex nur dann gut, wenn meine Partnerin sich wohlfühlt.

Guter Sex ist immens wichtig für eine gute Partnerschaft.
 
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  • #57
Guter Sex ist immens wichtig für eine gute Partnerschaft.
Das ist der Punkt: Partnerschaft. Sex-Probefahrten schon vor Beginn der Beziehung sind nicht jedermanns Sache, daraus kann und darf man aber nicht schließen, daß derjenige generell erotisch schwächelt. Ich zum Beispiel brauche die Gewißheit, daß ich mich in die Frau auch verlieben darf, denn an einer rein sexuellen Geschichte habe ich kein Interesse, und wenn von ihr keine klaren Signale in Richtung Partnerschaft kommen, wird außer Küssen und Streicheln nichts passieren.
 
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  • #58
Ich habe einen Liebhaber, mit dem Sex von Anfang an gigantisch gut war. Unsere Leidenschaft läuft wellenförmig seit wir uns kennen. Insgesamt wird der Sex eher immer besser. Das Problem für mich ist, dass kein anderer Mann mehr bei mir eine Chance haben wird, wenn das sexuelle nicht vergleichbar gut sein wird. Hatte man sehr guten Sex, geht es drunter nicht mehr.
 
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  • #59
Sex wird in ziemlich vergötzt. Paare verbringen aber eben nicht ihr ganzes Leben miteinander in sexuellen Handlungen. Das wäre auch praktisch unmöglich und zugleich auch nicht gesund. Sex soll Bindung herstellen und aus zwei Atomen eine Einheit machen, die dann 2. u.a. Nachwuchs gemeinsam gross zieht. Deshalb sollte er qualitativ gut sein, denn was gut ist will man immer wieder haben.
Marilyn Monroe, die "Sexikone" der amerikanischen 50er, fand "real sex" so aufregend wie Schuhe putzen. Andy Warhol fand nur Sex im Kopf (Kopfkino) wirklich erregend. Das hat ihm wahrscheinlich AIDS erspart, denn er unterschied zwischen "erotischer Phantasie" und wirklichem Handeln.
Unsere Vorstellungen wie wichtig Sex in unseren Partnerschaften sein sollten hängen von Trends ab. Wir sollten erstmal unsere sich ändernden Bedürfnisse ernst nehmen anstatt vorgesetzte normierte Leitbilder was "guter Sex" denn "bringen müsse" nachzumachen. Sex ist horizontale Kommunikation zwischen zwei unverwechselbaren Individuen, daher ist die erste Nacht meistens eher enttäuschend. Wirklich guter Sex meint für mich: Sex der froh und zufrieden macht, die Lebenslust steigert und sowohl seelisches wie körperliches Wohlbehagen erzeugt. Wer sich nach dem Sex nicht fühlt wie ein beschmuster, gefütterter, zufriedener Säugling der hat den falschen erwischt.
 
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Gast

  • #60
Nein, wahrscheinlich nicht. Denn Sex scheint dir ein wichtiges Thema und sonst scheint ihr nicht viel Gemeinsamkeiten zu haben.