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  • #1

Welchen Stellenwert hat Tierliebe für Euch

Ich liebe Tiere - sie mich auch. Trotzdem möcht ich keinen eigenen Hund haben oder meine Zeit im Pferdestall verbringen. Höchstens eine recht eigenständige Katze würde zu mir passen. Ich nehme jede Rücksicht auf ihre Kinder als Partner, so wie auch umgekehrt, das ist normal. Lass meine kommenden Jahre aber nicht von einem Tier massgeblich bestimmen. Ich glaube daran scheitert manche Beziehung. Wie denkt ihr drüber ?
 
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  • #2
Ich liebe meine Tiere und würde mich nicht von ihnen trennen, da ich für sie verantwortlich bin. Eventuell würde ich keine neuen nach Todesfall nehmen.
Katzen haben Klappe zum Rausgehen, werden im Urlaub daheim betreut, Hunde kommen in Tierpension oder zu Freundin.
 
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  • #3
Menschen kommen und gehen.

Mit einem Tier lässt sich das Versprechen "bis das der Tod euch scheidet" tatsächlich leben!

In der Summe der Glücksmomente hat mir mein Hund, mit dem ich in wenigen bei Sekt und Röhrenknochen unseren 13. Kennenlerntag feiern werde, mehr gegeben als alle Partnerinnen zusammen.

Während ich seinerzeit noch das Tier hinten an stellte, würde ich es heute in Würdigung der gelebten tollen Zeit genau anders herum machen.
 
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  • #4
siri
ich denke, daß ein neuer partner, der wegen dir sein(e) tier(e) abgibt auch dich abgeben wird, wenn etwas neues und womöglich besseres kommt.
 
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  • #5
Tiere haben zwei tolle Eigenschaften:


1. Sie sind einfach DA (kein vollgestopfter Terminkalender...).

2. Sie sind zufrieden zu stellen (haben keine exponentiell anschwellenden Anforderungslisten. Genau das macht 1. möglich).


Ich finde, Menschen könnten von ihnen viel lernen, anstatt sie einzupferchen und aufzuessen.



@1 Mein Hund wird nicht in eine Pension abgeschoben. Ich will natürlich gerade im Urlaub Zeit mit ihm verbringen. Also kommt er mit. Wo das nicht geht, fahre ich nicht hin. Auf Flugreisen kann ich gerne und leichten Herzens zu seinen Gunsten verzichten.
 
  • #6
Ja, ich glaube, dass Haustiere eine ganz wesentliche Komponente für Partnerschaften darstellen: Entweder man mag welche oder nicht. Wenn da Uneinigkeit herrscht, dann entstehen oft unüberbrückbare differenzen. Deswegen fallen auch Antworten auf solche Fragen meist sehr extrem aus und greifen unter die Gürtellinie (z.B. #3).

Ich mag Tiere geren, möchte aber kein Haustier haben. Ich möchte Urlaub und Freizeit wesentlich vielfältiger gestalten, als es mit Haustier möglich ist. Ich mag nicht den Geruch und die Haare von Tieren in der Wohnung. Ich möchte keinen Partner mit Tier.

Wer seinen Hund liebt, für den ist er quasi Familienmitglied, auch wenn der Ausdruck absurd erscheint. Manche richten ihr ganzes Leben nach dem Hund: Wann und wie oft er Gassi gehen muss, wohin man im Urlaub fahren kann, wielange man höchstens wegbleibt, manchmal groteskerweise sogar, welche Freunde man besucht. Mit so einer Einstellung bin ich persönlich nicht kompatibel.

Ich glaube durchaus, dass ein Hund viel Freude bereiten kann. Aber eben auch viel Arbeit und Einschränkung. Da hat jeder Mensch die freie Wahl und die lasse ich mir auch nicht durch einen Partner nehmen.

Also: Jeder suche sich einen Partner mit identischer Einstellung zur Haustierhaltung und schon passt es. das ist ein wirklich wichtiger Punkt.
 
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  • #7
Außer Hunden und Spinnen mag ich alle Tiere, habe mein ganzes Leben lang welche gehabt und würde niemals ein Tier wegen eines Partners abschaffen.
Hatte aber immer Glück und bin noch nie, wirklich noch nie, an einen Mann geraten, der Tiere grundsätzlich nicht mochte und/oder nicht haben wollte. Alle Partner in meinem Leben, so wie jetzt mein Mann, haben sich mit meinem Haustier schnell angefreundet und es gewissermaßen adoptiert.
 
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  • #8
In der Einstellung zu Tieren zeigt sich viel vom Charakter eines Menschen, ist meine Erfahrung.
Wer Tiere nicht ausstehen kann, hat auch Probleme mit anderen Menschen bzw. mit der Wertschätzung.
Das ist mir aber erst bewusst geworden, als ich selbst auf die Katze kam.

Ich stelle die Katze sicher nicht "über" ei´nen Menschen. Doch wer mit mir zusammen sein will, muss die Katze (wenigstens) akzeptieren. Wer nach ihr "tritt", hat in meinem Haus nichts zu suchen.
 
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  • #9
Lieber Fragesteller, ich halte es ähnlich wie Du und finde, daß das eine angenehme Einstellung ist. Kann mir nicht vorstellen, daß es ausgerechnet daran scheitern sollte.

meint Constanze
 
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  • #10
habe heute einem mann abgesagtm der ganz nett schien und auch gut ausah, aber unter hobbier war JAGEN angegeben - das geht für mich gar nicht! ich mag tiere, hab einen hund. bin aber keine vegetarierin und checke artikel auch nicht nach tierversuchen ab bevor ich sie kaufen. aber einen, der zum spaß tiere abballert, den könnte ich nicht lieben. ist das albern???
p.s. : war kein förster, sondern ein hobby-jäger...
 
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  • #11
@9: Jäger dürfen nicht einfach Tiere "abballern", sie sind Auflagen unterlegen und tragen zum Gleichgewicht in Wald & Co bei, ich würde sie deshalb nicht pauschalisieren.
Ich kenne 2 sehr nette und tierliebe Jäger, einer davon ist sogar mit einer Tierärztin verheiratet (sie würde ihn sicher nicht genommen haben, wenn er keine Tiere möge!)

Mag sein,dass auch Menschen (nicht nur Männer) darunter sind, die "Spaß am Töten" haben, ich persönlich kenne keine - aber wenn ich das mitbekommen würde, dann gebe ich dir Recht, würde ich die Verbindung auch sofort beenden.
 
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  • #12
Bravo zu Beitrag Nr. 7!!! Empfinde ich ebenso.

Man kann die Menschen m.E. sogar in "Katzen- und Hundemenschen" einteilen, d.h. derjenige, der ne Katze mag, verhält sich charakterlich eher wie ne Katze bzw. kann solche Charaktereigenschaften bei anderen eher tolerieren als jemand, der Hunde mag. Mit einem ausgewiesenen Hundefan könnte ich als Katzenfan jedenfalls nicht klarkommen, der würde dann weder meine beiden Miezen noch mich verstehen. Interessanter Weise treffe ich aber auch auf viele männliche Katzenfans:). Welch ein Glück...
 
  • #13
Ich würde allgemeine Tierliebe vom Halten eigener Tiere trennen. Grundsätzlich ist Tierliebe bei mir schon sehr ausgeprägt - ich töte nicht einmal Spinnen, die sich in meiner Wohnung so aufhalten, sondern setze sie "heil" über das Fenster aus.

Andererseits habe ich kein Haustier und könnte es auch nicht artgerecht halten. Ich vermisse es auch nicht wirklich. Wenn ich mal Kinder haben sollte, dann wäre ein Haustier aus zwei Gründen überlegenswert: Es dient als Spielkameraden für die Kinder und die Kinder werden in seine Pflege intensiv eingebunden, so dass dadurch (hoffentlich) ihr Verantwortungsbewusstsein geschult wird.
 
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  • #14
siri
#12
und welchen charakter hat ein hunde- und katzenmensch?
die idee mit der charaktereinteilung ist nett, aber fragwürdig. jeder hund, jede katze hat einen eigenen charakter. es gibt nicht "den" hunde- oder "den" katzencharakter!

in einer hinsicht hast du 100%ig recht - wenn man darauf achtet, wie hund, bzw. katze und mensch miteinander umgehen, kann man viel über den charakter eines menschen erfahren.

bei jägern kann man einfach darauf achten, ob es sich dabei um naturfreundliche, waidgerechte jäger oder um trophäenjäger handelt.
zweitere sind indiskutabel, mit den ersteren habe ich kein problem. gäbe es sie nicht, gäbe es noch mehr wildunfälle (z.Zt. über 250 000 jährlich!), der wald wäre noch mehr gefährdet und das wild würde im winter verhungern - auch keine schöne todesart.
 
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  • #15
Hunde sind natürlich praktischer als Männer. Man kann sie angeleint Gassi führen. Lästige Diskussionen um Sitz-oder Stehpinkelei entfallen. Sie wedeln mit dem Schwanz wenn Frauchen nach hause kommt. UND SIE WIDERSPRECHEN NICHT! Frauen sind eben ungeheuer kommunikativ.Vor allem Lebewesen gegenüber, die ihre Ansichten teilen und mit interessiertem Blick gut zuhören können. All das haben Hunde uns Männern voraus. Nur eine Beziehung auf Augenhöhe ist wohl nicht gegeben ;-)

Einstein
 
  • #16
@#7: Durch Tierliebe zeigt sich der Charakter? Glaube ich eher nicht. Solche Sprüche kommen nur von Tierhaltern, denen keine substantiellen Argumente einfallen. Tierhalten können genauso gefährlich, kaltherzig oder sonstwie negativ sein wie Nichttierhalter. Der "Führer" war auch hundelieb und nicht gerade von bestem Charakter. Wieviele Zuhälter haben Hunde und sind trotzdem Abschaum? Wieviele Spinner halten Tiere nur als Schmuck, aus Angeberei oder aus Eigennutz? Wieviele alte Damen lassen einen Köter nach dem anderen durch unsachgemäße Haltung verrecken, aber sehen sich selbst als ach-so-tierlieb? Wie tierlieb ist es, Vögel in viel zu kleinen Käfigen zu halten? Wie artgerecht ist die Haltung von Katzen in einer Wohnung? Das ist geradezu grotesk. Wer wirklich Tiere liebt, der hält sie nicht gefangen und das auch noch unter solch morbiden Bedingungen.

Soll heißen: Wer solchen pauschalen, falschen Zusammenhänge verbreitet, der schafft nur Gräben, anstatt sie zu überwinden. Tierhaltung hat nichts mit Charakter zu tun. Punkt.

@#13: Hunde- versa Katzentypen sind nun ein wirklch anerkanntes psychologisches Muster. Hunde brauchen Familie und Rudel, passen sich an, ordnen sich unter, sind dankbar und spielen mit Dir, wenn Du willst. Katzen sind eigensinnig und schmusen, wenn sie wollen. Der Charakter dieser beiden Gattungen unterscheidet sich grundlegend. -- Das soll nicht bedeuten, dass nicht jeder einzelne Hund einen individuellen Charakter haben kann, aber ihn eint mit allen anderen Hunden sehr viel mehr als mit jeder Katze. Ich dachte, Du kennst Dich aus?
 
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  • #17
MadMax

ich finde auch, dass man über die tierhaltung auch rückschlüsse auf den charakter ziehen kann.
natürlich gibt es den typischen hunde typ und auch den typischen katzentyp.
ich kann z.b. mit dem unterwürfigen verhalten des hundes nicht viel anfangen.
katzen liegen mir da viel mehr!

vor allem lassen sich rückschlüsse aus dem verhalten des halters auf das tier ableiten.
jemand der herrisch mit seinem hund umspringt, wird es auch mit seinen mitmenschen machen/versuchen...

der von frederika angesprochene lude mit pitbull, sprich für sich...oder könnt ihr euch so einen typen mit einem hund der marke "fußhupe" vorstellen...:))
 
  • #18
@#16: Ja, MadMax, da stimme ich Dir zu.

Wie man sich seinen Mitmenschen gegenüber verhält, wie man siche inem Tier gegenüber verhält, was für Rassen man hält, unter welchen Bedinungen sie hausen müssen, all das verrät durchaus etwas über den Charakter eines Menschen. Aber eben nicht die Tatsache, ob er gerade tatsächlich ein Tier hält oder mit einem Tier unter einem Dach leben möchte -- letzteres kann man nämlich aus den vielfältigsten Gründen ablehnen. Zum Beispiel aus Tierliebe.
 
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  • #19
siri
#14 frederika
wer einerseits main-coon-katzen, und andererseits selbständig arbeitende herdenschutzhunde kennt, hat solche pauschalen beurteilungen schon lange ad acta gelegt.

ich vermute, daß du dich in diesem bereich nicht so gut auskennst, wie in manchem anderen. das ist nicht schlim, unterschiedliche menschen interessieren sich für unterschiedliche dinge.
 
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  • #20
#16 Das mit dem Hunde- bzw. Katzentyp glaube ich nicht. Ich kenne viele Menschen (mich eingeschlossen), die ohne Probleme beides zu Hause haben. Bin ich jetzt der dominate Rudeltyp, weil ich ja einen Hund habe, der in der Rangordnung an unterster Stellle steht oder bin ich der unabhängige Katzentyp?????
 
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  • #21
MadMax

klar gibt es genügend leute, die hunde und katzen haben, aber meistens ist es so, das man sich entweder zum hund , oder zur katze hingezogen fühlt.

ich sehe es im übrigen auch wie frederika, dass man auch aus tierliebe sich gegen tiere im haus entscheiden kann.
kein haustier zu haben, bedeutet nicht zwangsläufig, nicht tierlieb zu sein.

ich habe z.b. momentan keine katze, weil ich mich eben nicht entsprechend der bedürfnisse des tiere, um diese kümmern kann. dazu bin ich zu oft unterwegs...selbst für eine katze.
ich musste mich neulich richtig dazu zwingen nein zu sagen...eine freundin wollte mir eine zugelaufene katze schmackhaft machen.

probleme hätte ich eher mit hunden. ich hätte einfach keine lust dazu, dauernd mit dem hund auf häufchenpatrouille zu gehen.
 
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