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  • #1

welchen unterschied macht es für frau, seinen rolli gleich im profil oder erst später zu erwähnen?

partnersuchende haben oft (zu) konkrete vorstellungen vom traumpartner - inklusive aussehen. ein rollifahrer steht nicht notwendigerweise ganz oben auf ihrem wunschzettel. sind die chancen hier eine partnerin zu finden größer, wenn mann gleich im profil seinen rollstuhl erwähnt, oder wenn er zuerst seinen unwiderstehlichen charm und humor spielen lässt und dann kurz vor dem ersten date so beiläufig erwähnt, dass der ort barrierefrei sein muss. ;-)
 
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  • #2
Auch wenn es hart klingt, es ist eine Ausnahmesituation auf einen Rollstuhl angewiesen zu sein. Und diese Situation bedarf auch ein beiderseitiges Fingerspitzengefühl. Es bedeutet auch für eine Partnerin Kraft. Ich würde hier an der Stelle des Rollstuhlfahrers keine Frau damit überfahren! Er wird nur genau das ernten, was er nicht will. Und wenn er von Anfang an mit offenen Karten spielt, erwischt er vielleicht noch viel eher die, die seinen "unwiderstehlichen Charme und Humor" zu schätzen weiß und alles andere mitträgt.
 
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  • #3
Wenn Du mit den Absagen, die auf Grund Deiner Behinderung kommen, gut umgehen kannst, dann lass´ erst Deinen Charme und Witz in den emails spielen. Wenn beidseitig Sympathie vorhanden ist, solltest Du Dich outen. Klugerweise aber bevor das 1. Date thematisiert wird. Da 99,9 % der Frauen wahrscheinlich keine Erfahrung mit Rollstuhlfahrern haben, wirft dies eine Menge Fragen auf, die sich nicht Jede traut zu stellen, statt dessen fällt es leichter, eine Absage zu formulieren. Wie sieht es z. B. mit Sex aus? Kannst Du Auto fahren? Inwieweit bist Du auf Hilfe angewiesen? Wieso sitzt Du im Rollstuhl? Diese und andere Fragen solltest Du möglichst beantworten, bevor sie nicht mehr gestellt werden, weil die Frau aus Angst und Unwissenheit die Flucht ergriffen hat. Ansonsten gibt es auch Handicap-Partnerschaftsbörsen. Wenn Du wirklich witzig und charmant bist, sei aktiv im Forum und setze Deine Chiffre unter die Beiträge, dann melden sich die Mädels aus Interesse selbst. w/46*
 
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  • #4
Hallo
Ein Möglichkeit wäre, dass du zB. ins Profil eine Frage stellst, die auf die Behinderung oder das Thema Rollstuhl hinweist, ohne es jedoch schon zu benennen, um es einfacher thematisieren zu können.
Wenn du dann merkst, dass die Person die Frage in die entgegengesetzte Richtung beantwortet, dann kannst du ihr eine Absage senden, bevor sie dich verletzt.

Suchst du eine Kollegin oder wirklich eine Frau?

Ich verstehe das Bedürfnis nach körperlicher Nähe und einer Partnerschaft, weil es ein menschliches ist.
Ueberlege dir mal, was du genau wegen deiner Behinderung speziell gut kannst.
Vielleicht kannst du besonders gut Kochen oder nimmst gar an den Paralympics teil oder hast sonst eine speziell entwickelte Begabung.

Hoffe, ich konnte dir weiterhelfen

Lg
 
  • #5
Liebe Fragesteller, ich würde das auf jeden Fall sehr frühzeitig erwähnen, da ein Rollstuhl schon eine ganz erhebliche Einschränkung ist und selbst bei eigentlicher Azzeptanz viele denken werden, "na, das hätte er anständigerweise auch gleich sagen können". Niemand wird gerne negativ überrascht, schon gar nicht mit so wichtigen Dingen.

Ein ganz konkreter Tipp noch: Es mag bei Rollstuhlfahrern so üblich sein, aber ich finde den verniedlichenden Ausdruck "Rolli" grässlich und nicht unmittelbar verständlich -- außer im passenden Kontext. Ich würde empfehlen, einfach Rollstuhl zu schreiben.

Die Tipps von #2 finde ich sehr gut.
 
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  • #6
Ich verstehe es schon, dass das Objekt, was hier Diskussionsgegenstand ist, von dem Fragesteller verniedlicht wird. Aber ich finde es auch nicht gut. Es mag für Betroffene eine Hilfe sein, leichter mit etwas umzugehen, was sehr schwerwiegend ist. Und genauso wird es jede gesunde Angeschriebene/Datingpartnerin auch empfinden. Denn das ist in uns Menschen verankert. Es ist nicht "normal" und Krankheit und/oder Behinderung machen einem Gesunden primär Angst. Und Angst ist nicht der beste Begleiter bei der Partnersuche. Dessen muss man sich bewusst sein. Also, nichts verheimlichen und alle Zeit nutzen um die Angst zu nehmen!
 
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  • #7
Da es ja nicht gerade alltäglich ist, gehört es aus meiner Sicht unbedingt ins Profil hinein. Du ersparst dir und anderen damit unter Umständen einiges an Enttäuschung.
 
  • #8
Eine Querschnittslähmung muss IMHO auf jeden Fall schon im Profil erwähnt werden, denn ein solch gravierendes Handycap ist auf jeden Fall absolut beziehungsrelevant.

Es geht ja nicht darum, um jeden Preis seine Chancen auf einen Kontakt oder ein Treffen zu erhöhen. Es geht darum, seine Chancen auf eine Partnerschaft zu erhöhen, und das mit möglichst wenigen Enttäuschungen auf Seiten der anderen Mitglieder. Das ist eine Erwartung, die man an andere stellt, und diese Erwartung anderer muss man auch selbst erfüllen.

Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass jede gesundheitliche Einschränkung im Profil erwähnt werden sollte, wenn sie so deutlich ausfällt, dass sie ohnehin beim ersten Date auffallen würde. Alle anderen Probleme gesundheitlicher Art können solange verschwiegen werden, bis sich auf einer Seite Verliebtheitssignale zeigen.
 
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excuse-me

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  • #9
Das solltest du ganz allein für dich entscheiden, ob du es in dein Profil schreibst. Ich wäre mir da genauso unsicher wie du, welcher der bessere Weg ist.
Gefiele mir dein Profil, du hättest ein nettes, sympathisches Gesicht und lächeltest mich auf deinen Bildern offen und freundlich an, der mail-Kontakt wäre geistreich, humorvoll und unterhaltsam, träfe ich mich auf jeden Fall mit dir, auch wenn du mir erst im letzten Moment sagen würdest, dass du auf einen Rollstuhl angewiesen bist.

Ich wäre neugierig auf dich, trotz meiner Berührungsängste, die du mir hoffentlich nehmen würdest, wenn du offen mit deiner Behinderung umgehst. Ich würde dich vieles fragen - wenn das für dich dann okay ist?
Tja, und dann muss man halt schauen ... vielleicht bist du von mir enttäuscht oder ich von dir - aber das hätte nichts mit deinem Rollstuhl zu tun.
 
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