• #1

Weltmännertag: Lebenserwartung der Männer muss gesteigert werden?

Anlässlich des Weltmännertages, der von Michail Gorbatschow ins Leben gerufen wurde, interessiert mich natürlich: Achtet der moderne Mann weniger auf einen gesunden Lebensstil, trinkt mehr Alkohol, raucht und geht seltener zum Sport? Und was machen die Frauen um da gegenzusteuern?
 
G

Gast

Gast
  • #2
Und was machen die Frauen um da gegenzusteuern?

Jeder Mensch, jeder Mann ist für sich selbst verantwortlich!

Warum sollte Frau was tun, um dem sich selbst schadenen Verhalten eines Mannes was gegenzusteuern?

Frau könnte höchstens durch gesundes Vorleben ein "Vorbild" sein, aber wenn Mann von alleine nicht auf sich selber achtet, wird eine Frau ihn auch nicht dazu bewegen können. Ist ja auch nicht ihre Aufgabe.

Ein Mann, der mit sich selbst so schädlich umgeht, wäre für mich auch kein passender zukünftiger Partner.

w 48
 
  • #3
Was für beknackte Studien es aber auch gibt! Denken die denn alle nicht mit oder lesen mal bekannte, seriöse Studien dazu nach? Man kann es wirklich kaum fassen!

Es ist allgemein bekannt und akzeptiert, dass die statistisch geringere Lebenserwartung von Männern in Deutschland vorallem auf unterschiedliche berufliche Gefahren und Belastungen zurückzuführen ist.

Fakt ist, dass eine statistisch vergleichbare Gruppe von 50-jährigen Akademikern und Akademikerinnen in gleichen Berufen, Gefahren und Stresslage auch eine vergleichbare Lebenserwartung hat. Männer sind nicht benachteiligt, wenn man die Basisfaktoren gleichzieht.

Lebenserwartung ist ein schwieriger statistischer Begriff. Wenn man Lebenserwartung auf Neugeborene anwendet, so kann z.B. eine geschlechtsspezifische Kindersterblichkeit oder kriegsassoziierte Sterblichkeit in jungen Jahren die statistische duchschnittliche Altes-Lebenserwartung stark senken, obwohl 50-jährige Männer und Frauen, die älter sind als diese Gefahren, eine völlig identische Lebenserwartung haben. Man merkt, wie falsche Statistik das Realbild verzerren kann.

Fakt ist aber natürlich, dass es derzeit einen großen Überschuss alter Frauen gibt. Dies liegt an typische geschlechtsspezifischen Faktoren, die die Lebenserwartung senken:

+ körperlich harte Arbeit, die typischerweise von Männern verrichtet wird (Stahl, Bau, Bergbau)
+ gefährliche oder unfallträchtige Arbeiten, die typischerweise von Männern verrichtet wird/wurde (Soldat, Polizei)
+ gesundheitsgefährdende Arbeiten (Glasbläser, Bergbau)
+ Stress und psychische Belastung im Beruf gepaart
+ längerer Lebensarbeitszeit ausgerechnet für das statistisch benachteiligte Geschlecht
+ Rauchen und Alkoholkonsum (früher signifikant männerdominiert, heute zunehmend angeglichen)
+ gefährliche Hobbys wie Motorradfahren (typisch männlich, beeinflusst aber nicht die Lebenserwartung von Nicht-Motorradfahren, sondern nur den statistischen Durchschnitt)

Beispiel: Während früher der Herzinfarkt eine typische Männerkrankheit war, haben die Frauen inzwischen fast gleichgezogen, gerade auch weil die beiden Hauptfaktoren Stress und Rauchen sich angeglichen haben. Männer kriegen also nicht öfter Herzinfarkte, weil sie Männer sind, sondern weil sie mehr Stress haben oder öfter Rauchen. Nichtrauchende, nichtgestresste Männer haben daher auch keine niedrigere Lebenserwartung.

Dass Männer seltener zum Sport gehen halte ich für fragwürdig, habe dazu aber keine Statistik zu Hand, dass sie sich ungesünder ernähren, ist wohl im Schnitt so, aber erstaunlicherweise beeinflusst das die Statistik längst nicht so stark wie die vorgenannten, viel entscheidenderen Faktoren.
 
  • #4
Es ist allgemein bekannt und akzeptiert, dass die statistisch geringere Lebenserwartung von Männern in Deutschland vorallem auf unterschiedliche berufliche Gefahren und Belastungen zurückzuführen ist.

Es gab kürzlich eine einigermaßen sinnvolle Studie zu dem Thema Lebenserwartung von Männern und Frauen. Die Fragestellung war, ob Männer von Natur aus eine geringere Lebenserwartung haben. Es ist extrem schwierig, passende Vergleichsgruppen mit nahezu identischem Lebensumständen zu finden. Also hat man Männer und Frauen in Klöstern verglichen. Da dürften die Lebensumstände tatsächlich weitgehend vergleichbar sein. Das Ergebnis: Frauen in Klöstern leben im Durchschnitt nur ein Jahr länger. Das heißt die Lebenserwartung beider Geschlechter gleicht sich bei gleichen weitgehend Lebensbedingungen an. Ob der Unterschied von einem Jahr nun daran liegt, daß die Lebensverhältnisse in der Jugend vor dem Klostereintritt sich noch auswirken, Mönche und Nonnen vielleicht doch im Alltag Unterschiede haben (z. B. Alkoholkonsum) oder Männer eine von Natur aus geringfügig geringere Lebenserwartung haben, ist damit noch nicht beantwortet.

Ansonsten interessiert mich nicht meine statistische Lebenserwartung, sondern meine individuelle. Und die kann im wesentlichen nur ich selbst beeinflussen. Ich wüßte auch nicht, was Frauen an der unterschiedlichen Lebenserwartung ändern könnten, außer vielleicht mehr Motorrad fahren und mehr rauchen.
 
G

Gast

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  • #5
Ich finde es sehr gut, dass es eine Weltmännertag. Ich finde es auch sehr gut, dass es einen Weltfrauentag gibt.

Es ist sehr wichtig, dass auch mal Probleme oder Benachteiligungen der Männer öffentlich angesprochen werden.

Wie z.b.
-Männer sterben 7 Jahre früher
-Männer sind (auch) Opfer
-Männer sind häufiger "ganz unten": Arbeitslos etc.
-Väter stehen auf der Verliererseite
-Männer leisten Zwangsdienste
-Gesundheitspolitik ignoriert Männer
-Gleichstellungspolitik ist leider noch Frauenpolitik
-Bei einer Scheidung sieht es für einen Mann nicht gut aus.
-Jungs werden in den Schulen benachteiligt.
usw..

Ich bin für die Gleichberechtigung nur hat mann die Probleme der Männer bis jetzt weitestgehend ignoriert.


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