• #1

Wenn die großen Momente im Leben des Partners schon stattgefunden haben...

...und zwar mit einer anderen Person

Ich meine konkret:

Wenn der neue Partner lange verheiratet war und mit seiner Partnerin quasi schon das"volle Programm" erlebt hat, also Hochzeit, Hausbau, Kinder kriegen kann und diese Person die große Liebe war, meint ihr, dass es dann überhaupt möglich ist, dass diese Person seinen neuen Partner jemals so lieben kann wie er diese Person geliebt hat?

Vor allem wenn er dann auch von Anfang an klarstellt, dass all diese Dinge wie Hochzeit, Kinder etc für ihn nicht nochmals in Betracht kommen. Das bedeutet ja, dass all diese Erlebnisse, die er mit der Person davor hatte ihn ewig mit ihr verbinden werden, vor allem natürlich, wenn die beiden auch Kinder zusammen haben.

Also all diese großen Momente im Leben hat er schon hinter sich und man weiß genau, man wird sie mit ihm nicht erleben. Wäre das für euch schwierig oder würdet ihr eher sagen, was Mal war ist Vergangenheit und man soll sich lieber auf das hier und jetzt konzentrieren und nicht so viel darüber nachdenken, was er mit seiner großen Liebe erlebt hat?
 
  • #2
Ich glaube, das ist auch eine Altersfrage, denn ab einem gewissen Alter ist es normal und vielleicht auch gut, gewisse Dinge schon erlebt zu haben. Fragst du übrigens allgemein oder hast du gerade so jemanden kennengelernt?

Mich als jungen Menschen würde das in der Tat stören, also wenn ich die Wahl habe, finde ich den Mann attraktiver, mit dem ich mir noch "was aufbauen" kann. Das ist auch ein Grund, warum ich an sehr viel älteren Männern nicht interessiert bin, denn manche Dinge möchte ich gerne gemeinsam erleben und ausprobieren.

Außerdem glaube ich -- aber das ist nur meine persönliche Sichtweise und Erfahrung und mag bei anderen anders sein --, dass ich allgemein im Leben nur eine sehr geringe Anzahl an Menschen so richtig voll und ganz lieben kann, für mehr würde meine Kraft nicht reichen. Und mit "Kraft" meine ich dieses, dass man sich wirklich ganz auf einen Menschen einlässt und sein Leben mit ihm teilt und eben so richtig dabei ist. Denn irgendwann wiederholen sich manche Sachen ja nur noch, es kann dann trotzdem was sehr Schönes und Angenehmes sein, aber ich glaube doch, dass viele Menschen im Leben eine Beziehung erleben, welche DIE Beziehung ist/war (vielleicht auch zwei). Dass man davon zehn haben kann, bezweifle ich, manche haben vielleicht viele nette Beziehungen und niemals DIE Beziehung, das ist auch in Ordnung, aber es ist eben ein qualitativer Unterschied. Trotzdem kann man aber ja in jedem Fall eine schöne, nette Zeit zusammen haben. Es ist auch keine böse Absicht, nur der Mann hat eben nicht mehr die Kraft, sich nochmal so komplett einzulassen, außerdem fehlt bei der Wiederholung eben oft die Aufregung des ersten oder bedeutendsten Mals, abgesehen davon, dass manche Sachen sich gar nicht einfach wiederholen lassen (Hausbau, Kinder). Es ist dann eine andere Art von Beziehung, nicht unbedingt schlechter (die andere ist ja offenbar zerbrochen), sondern zu einer anderen Lebensphase gehörig, sozusagen nicht mehr Sturm-und-Drang-Zeit, sondern ruhiger, etwas abgeklärter, ja, aber vielleicht genau altersgerecht und angemessen. Es gibt für alles im Leben seine Zeit.
w27
 
  • #3
Es kommt doch darauf an was du dir wünschst, wenn du gern noch Ehe, Kinder und Hausbau mit deinem Partner erleben willst dann musst du dir einen suchen, der das noch will. Wenn er es schon mal hatte, dann kann das auch von Vorteil sein, Anfängerfehler hat er dann schon hinter sich und alles läuft leichter.

Er wird die neue Partnerin nicht genauso lieben sondern anders, er hat ja schon Erfahrungen gemacht. Diese Liebe gilt dann dir, oder willst du die Liebe haben, die der Ex gegolten hat, also Recycling von Liebe?

Die Kinder werden den Mann mit seiner Ex verbinden, ob positiv ist eine andere Frage.

Er hat wohl nicht nur positives mit seiner grossen Liebe erlebt sonst wären sie noch zusammen.

Konzentrier dich auf das hier und jetzt, der Mann will bestimmt keinen Klon seiner Ex sondern Dich. Vielleicht wirst du ja im laufe der Zeit sogar seine größere Liebe, wirst du aber nur erfahren wenn du dich darauf einlässt.
 
  • #4
Nein.
Ist es denn für dich schwierig?
sich lieber auf das hier und jetzt konzentrieren und nicht so viel darüber nachdenken, was er mit seiner großen Liebe erlebt hat?
Ja.
Was anderes bleibt dir eh nicht übrig, und wenn du das nicht kannst, suche dir einen Partner ohne Vergangenheit.
 
  • #5
Wenn der neue Partner lange verheiratet war und mit seiner Partnerin quasi schon das"volle Programm" erlebt hat, also Hochzeit, Hausbau, Kinder kriegen kann und diese Person die große Liebe war, meint ihr, dass es dann überhaupt möglich ist, dass diese Person seinen neuen Partner jemals so lieben kann wie er diese Person geliebt hat?
Nein! Würde ich nicht wollen. Ich würde erwarten, dass er mit mir ein eigenes, neues und unabhängiges Buch schreiben wollen würde. Keinen Abklatsch des alten, sondern ein eigenes, ein neues, ein anderes.
Vor allem wenn er dann auch von Anfang an klarstellt, dass all diese Dinge wie Hochzeit, Kinder etc für ihn nicht nochmals in Betracht kommen. Das bedeutet ja, dass all diese Erlebnisse, die er mit der Person davor hatte ihn ewig mit ihr verbinden werden, vor allem natürlich, wenn die beiden auch Kinder zusammen haben.
Das ist zwangsläufig so. Würde ich das alles wollen, wäre es mir wichtig, wäre er kein Partner für mich. Dann müsste ich mich trennen oder meinen Wunsch nach Hochzeit und Co mit Akzeptanz und in Liebe verabschieden. Ich will mein eigenes Leben mit diesem Menschen. Ich würde nicht vergleichen und mich auch nicht vergleichen lassen.
Also all diese großen Momente im Leben hat er schon hinter sich und man weiß genau, man wird sie mit ihm nicht erleben. Wäre das für euch schwierig oder würdet ihr eher sagen, was Mal war ist Vergangenheit und man soll sich lieber auf das hier und jetzt konzentrieren und nicht so viel darüber nachdenken, was er mit seiner großen Liebe erlebt hat?
Es führt zwangsläufig ins Leiden, wenn du dich vergleichst. Es führt ins Leiden wenn du die Nummer 1 sein willst. Es führt ins Leiden, wenn du die Kinder ablehnst. Er hatte ein Leben vor dir. Ein Mann der mich immer wieder vergleicht und mir immer wieder aufs Brot schmiert, dass ich nicht sie bin, wäre ein no-go. Ich selber würde mich hüten das zu konstruieren und wenn ich das nicht los lassen kann, müsste ich mich therapieren oder trennen.
 
  • #6
Wenn der neue Partner lange verheiratet war und mit seiner Partnerin quasi schon das"volle Programm" erlebt hat, also Hochzeit, Hausbau, Kinder kriegen kann und diese Person die große Liebe war, meint ihr, dass es dann überhaupt möglich ist, dass diese Person seinen neuen Partner jemals so lieben kann wie er diese Person geliebt hat?
Das Problem ist eher der Film im Kopf der neuen Partnerin. Und wenn die unbedingt heiraten und Kinder möchte, dann wird es schwierig.
Das bedeutet ja, dass all diese Erlebnisse, die er mit der Person davor hatte ihn ewig mit ihr verbinden werden, vor allem natürlich, wenn die beiden auch Kinder zusammen haben.
Ja, dann einen Partner suchen, mit dem man von vorne anfangen kann.
Wäre das für euch schwierig oder würdet ihr eher sagen, was Mal war ist Vergangenheit und man soll sich lieber auf das hier und jetzt konzentrieren und nicht so viel darüber nachdenken, was er mit seiner großen Liebe erlebt hat?
Ich für mich sehe das so. Wir haben unsere eigenen Erlebnisse.
 
  • #7
Möglichkeiten für Dich wären:

- selbst genug Erfahrungen gesammelt haben, damit Du Dich nicht "minderwertig" fühlst oder meinst, was verpasst zu haben. Hast Du nie geliebt und einem Mann alles versprochen?

- sich trennen und einen Partner auf eigener Ebene suchen und mal paar Erfahrungen mehr sammeln

- selbst älter werden und merken, wenn man das alles einmal durch hat, dann hat Heirat, Familie, Hausbau und große Liebe wenig mit Romantik zu tun, sondern mit knallharter Arbeit. Das will man kein zweites Mal, weil es nur Arbeit ist und man sein Selbst völlig aufgibt. Wer das aber noch nicht hatte, für den ist das alles eine sehr verträumte Vorstellung.

Mein Vorschlag wäre: Es trotzdem versuchen und schauen, was diese Beziehung mit Dir anstellt, wie sie Dich reifen lässt. Lerne Akzeptanz, lebe sowieso im Hier und Jetzt und wenn Du merkst, Du verpasst was, dann lass es.

Übrigens: Du willst Heirat und Kinder, dann suche Dir einen Mann, der das auch will und keinen, der von Anfang an sagt, er braucht das nicht mehr.
 
  • #8
Ab einem gewissen Alter ist das doch immer so. Finde ich nicht schlimm, vorbei ist vorbei und man muss nach vorne schauen!

Und wenn es sooooo toll gewesen wäre, dann hätte man sich ja nicht getrennt, oder? Dann kanns ja nicht so toll gewesen sein.

Bedenklich finde ich nur, wenn einer unbedingt noch Kinder will und der andere nicht. LG w32
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

Laleila

Cilia
  • #9
Auch ich denke, dass dies auch von den individuellen Zukunftswünschen und dem eigen Alter abhängig ist.
Als ich meinem Mann begegnete, war eine, der vielen Punkten, die für ihn sprachen, dass er keinerlei Altlasten hatte. Heisst, keine Exfrau, keine Kinder, keine verlorene große Liebe.
Er hatte ein paar sexuelle Erfahrungen, hatte auch Freundinnen, weil man sie eben hat, hielt Liebe aber für eine Erfindung Hollywoods.
Heisst, ich war und bin seine erste große Liebe.
Dafür und noch ein paar weitere Vorzüge, welche er aufzuweisen hatte, hätte ich so einige andere Männer in den Wind geschossen, was ich mit einem, meinen damaligen Freund, er hatte einen Sohn, schon ein Haus gekauft und eine Exverlobte, dann auch tat.

Heute, würde ich nochmal von vorne anfangen wollen, wäre mir das nicht mehr so wichtig. Wahrscheinlich wäre mir ein Witwer, der vorher 30 Jahre mit einer Frau glücklich war, sogar deutlich lieber als ein ewiger Junggeselle.
 
  • #10
Vor allem wenn er dann auch von Anfang an klarstellt, dass all diese Dinge wie Hochzeit, Kinder etc für ihn nicht nochmals in Betracht kommen. Das bedeutet ja, dass all diese Erlebnisse, die er mit der Person davor hatte ihn ewig mit ihr verbinden werden, vor allem natürlich, wenn die beiden auch Kinder zusammen haben.
Nun ich hätte das auch immer so gesagt aber einfach aus dem Grund, weil diese Dinge eben nicht die große Erfüllung gebracht haben.

Weitere Kinder hätte ich nie gewollt, weil ich noch nie ein großer Fan von Kindern war, gleiches gilt fürs Heiraten was ich damals nur des Kindes wegen tat.

Und mein Haus habe ich und es ist mir nun mal sicher, also würde ich nicht noch mal das Risiko einer jahrelangen Hypothek eingehen.

Das hat alles nichts mit der Liebe zu meinem damaligen Partner zu tun. Die ist vorbei und vergangen.

Das hat einfach was mit eigenen Lebenszielen und Vorstellungen zu tun, da muss der neue Partner dazu passen.

Und wenn einer heiraten, Kinder kriegen und Haus bauen als Lebenstraum hat, dann passt es eben nicht zu meinem Lebenstraum. Ich bin halt schon in der Phase, wo die Kinder groß sind und das Haus abbezahlt ist und man das Leben wieder zu zweit genießt, Reisen machen möchte, etc.
 
  • #11
Wenn der neue Partner lange verheiratet war und mit seiner Partnerin quasi schon das"volle Programm" erlebt hat, also Hochzeit, Hausbau, Kinder kriegen kann und diese Person die große Liebe war, meint ihr, dass es dann überhaupt möglich ist, dass diese Person seinen neuen Partner jemals so lieben kann wie er diese Person geliebt hat?
Theoretisch ja, aber
Vor allem wenn er dann auch von Anfang an klarstellt, dass all diese Dinge wie Hochzeit, Kinder etc für ihn nicht nochmals in Betracht kommen.
dann natürlich weniger. Hier ist das Risiko, dass er bei seiner Meinung bleibt. Die Frau muss nur für sich entscheiden, dass wenn sie sich darauf einlässt, er seine Meinung wohlmöglich nicht mehr ändert und sie unverheiratet und ohne eigene Kinder sein wird; oder wenn sie sich dennoch Kind und Heirat wünscht, es mit ihm Schwierigkeiten in der Beziehung geben wird oder geben könnte.
Das bedeutet ja, dass all diese Erlebnisse, die er mit der Person davor hatte ihn ewig mit ihr verbinden werden, vor allem natürlich, wenn die beiden auch Kinder zusammen haben.
Klar Kinder verbinden, aber nicht die Erlebnisse, eher die gemachten Erlebnisse verblassen emotional, wenn man weniger mit der Person zu tun hat und nicht mehr verliebt an dieser hängt. Da die Heirat jedesmal anders gestaltet ist und schön, wenn beide es gemeinsam wollen, ebenso bei Kinder. Es sind dann neue Erlebnisse, die dann Dich nur mit dieser neuen Person binden.
würdet ihr eher sagen, was Mal war ist Vergangenheit und man soll sich lieber auf das hier und jetzt konzentrieren und nicht so viel darüber nachdenken, was er mit seiner großen Liebe erlebt hat?
Ja. Wenn Vergangenes abgeschlossen und verarbeitet ist, ist Neues möglich mit neuen Gefühlen und Höhenflügen.
 
  • #12
oder würdet ihr eher sagen, was Mal war ist Vergangenheit und man soll sich lieber auf das hier und jetzt konzentrieren und nicht so viel darüber nachdenken, was er mit seiner großen Liebe erlebt hat?
In erster Linie sollte man sich vom Partner nicht limitieren lassen, wie man mit ihm zu leben hat, weil er anders nicht mehr will/es schon durch hat, sondern man sollte sich einen Partner suchen, der zu den eigenen Lebenswünschen passt.

Der Mann kann ja nur deutlich älter sein als Du, wenn er das alles schon erlebt hat, d.h. ist in einer ganz anderen Lebensphase als Du.
Er wird Dich durch seine Vorgaben zwingen, das Leben einer Frau zu führen die mehr als 10 Jahre älter ist als Du. Das musst Du wollen.

Ansonsten kann ich nur sagen, dass Deine Vergleicherei, was er mit der Ex alles hatte und mit Dir nicht mehr erleben will bereits das Gift in eurer Beziehung ist. Du hattest vor ihm doch auch andere Männer mit denen Du was erlebt hast, was Du mit ihm nicht mehr erleben kannst.

Ich kann mit meinem zweiten Mann auch nicht die schönen Dinge der jungen Jahr erleben - die hatte er mit anderen Frauen und ich hatte in der Zeit einen anderen Mann.
So what, erleben wir eben die schönen Dinge des gemeinsamen Alters.
Wichtig ist nur die Übereinstimmung dessen wie beide leben wollen, welche gemeinsamen Vorstellungen wir von Beziehungen haben, welche beziehungsrelevanten Werte wir teilen.
 
  • #13
Guter Freund von mir fragte mich letztens: warum gehen Frauen immer in die Konkurrenz mit der Ex?
Weil wir es unter: die größte Liebe sein zu wollen...nicht machen;-)
Immerhin enden so doch die Liebesromane und, -filme.

Und was bringt es? Nur Stress und sich schlecht fühlen!

Deshalb fragst Du für mich falsch...nicht kann er jemals für mich so fühlen? Sondern: kann ich mir abtrainieren in eine solche Eifersucht zu gehen?

Ich zumindest glaube, mir das selbst vor langer Zeit abtrainiert zu haben.
Schon alleine, weil mir Männer mehr zusagen die gut von ihren Exfrauen reden.
Es hilft natürlich, dass ich selbst das Alles schon hatte.
Ich will keine Kinder mehr
Ich habe ein Haus etc etc
Und ich habe nach meinem Ehemann nochmal sehr geliebt.
Und da war auch klar: insgesamt 5 Kinder reichen;-)

Also kann man danach noch mal lieben: ja

Alles Andere sind Fragen an Dich selbst...
willst Du noch Kinder?heiraten?
Wenn Du das klar bejahen kannst, kann er nie Deine größte Liebe werden.
 
  • #14
So zu denken führt meiner Meinung nach direkt in die Hölle... Es macht keinen Sinn, mit der Vergangenheit und ganz anderen Lebensphasen des Partners zu konkurrieren. Egal ob es dabei um das Gründen einer Familie geht oder unbeschwerte Jugendjahre, die man mit ihm nicht mehr erleben kann. Ist alles vorbei und nichts davon war dauerhaft.

Wenn du selber noch Kinder, Haus, etc. willst, brauchst du jemanden, der das auch will. Wenn du es nur willst, damit du es mit ihm auch gehabt hast, geht der Schuss nach hinten los.
 
  • #15
Die Art große Momente haben ab einem gewissen Alter entweder stattgefunden, oder es ist durch, ich werde sicher keine Kinder mehr bekommen 😉.
Es gibt andere Momente, muss man sich schaffen, es wäre schade, wenn Ehe, Kind, Haus die einzigen Momente wären, und nicht für jeden sind das DIE GROßEN MOMENTE.
So zu denken führt meiner Meinung nach direkt in die Hölle... Es macht keinen Sinn, mit der Vergangenheit und ganz anderen Lebensphasen des Partners zu konkurrieren
Überflüssige Energieverschwendung, das Heute zählt, Gestern ist vorbei.
Liebe ist Liebe, Adjektive wie groß oder wahr, einzig wahre Liebe, die große Liebe seines/ihres Lebens bringen nur Unnötiges mit sich, Druck, man muss das haben, sein oder Konkurrenzdenken. Ich liebe, Punkt.
 
  • #16
Hier ist das Risiko, dass er bei seiner Meinung bleibt.
Ein falscher Ansatz und wir lesen ja hier immer wieder von Frauen, die jahrelang Zeit mit Änderungsversuchen verschwenden.
Die Frau muss nur für sich entscheiden, dass wenn sie sich darauf einlässt, er seine Meinung wohlmöglich nicht mehr ändert und sie unverheiratet und ohne eigene Kinder sein wird; oder wenn sie sich dennoch Kind und Heirat wünscht, es mit ihm Schwierigkeiten in der Beziehung geben wird oder geben könnte.
Sie muss sich schlicht entscheiden, ob für sie diese Aussicht so in Ordnung ist.
 
  • #17
Also all diese großen Momente im Leben hat er schon hinter sich und man weiß genau, man wird sie mit ihm nicht erleben.
Liebe FS, hättest du (falls du von dir schreibst) etwas mehr Selbstbewusstsein, wüsstest du, dass dieser neue Partner zwar schon einmal »alles« erlebt hat - aber eben NICHT MIT DIR. Denn damit wird »alles« anders sein für ihn: neue Beziehung, neues »JA«, neues/anderes Haus; von den »neuen« Kindern ganz zu schweigen.
Sogar er selbst wird »anders« sein mit dir, als mit der Vorherigen. Denn seine Gefühle für dich (und deine für ihn) werden ihn neu prägen, neu denken und handeln lassen.

Hab' Vertrauen und erinnere mal: War Liebe/Sex, waren die Zärtlichkeiten und Gespräche mit jedem deiner Partner gleich?

Ich habe deine Eingangssorge (d.h. das meiste davon) dreimal erlebt. Und dreimal genossen - bzw. genieße noch. Es war/ist immer anders ... und besonders!
 
  • #18
Denn damit wird »alles« anders sein für ihn: neue Beziehung, neues »JA«, neues/anderes Haus; von den »neuen« Kindern ganz zu schweigen.
Grds ja, aber unzutreffend auf den Eingangspost der FSin, denn
Vor allem wenn er dann auch von Anfang an klarstellt, dass all diese Dinge wie Hochzeit, Kinder etc für ihn nicht nochmals in Betracht kommen.
Damit gäbe es für die FSin eben kein neues Haus und keine neuen Kinder. Vielleicht nur ein neuer gemeinsamer Urlaub oder eines neues zusammenwohnen in einer Mietwohnung.
 
  • #19
Nein, würde ich nicht wollen und käme damit absolut nicht für mich infrage.
Ich bin nicht bereit, für fremde Kinder und deren Unterhaltszahlungen zurückzustecken.

Wäre ich 50, und die Kinder vom Partner schon erwachsen, sähe das wieder anders aus.
Aber jetzt mit mitte 30 würde ich keinen Mann wollen der alles schon hatte und damit eine Bauchlandung gemacht hat.
 
  • #20
Hallo,

ich denke es hat Vor- und Nachteile. Und kommt auch drauf an, was Du Dir wünschst!

Meiner Meinung nach zeigt die Tatsache, dass ein Mann sich über viele Jahre ..und mit Kind und Heirat..gebunden hat auf jeden Fall an, dass er bindungsfähig und -willig ist. Damit habe ich besser Erfahrungen gemacht als mit Männern, die ab einem gewissen Alter nur kurze Geschichten hinter sich hatten oder ewig Single waren.
das ist dann die Sorte, die schnell mal untertaucht, wenns Probleme gibt, ober hinwirft, wenn jemand anderes auftaucht.

Wenn Du jedoch einen starken Kinderwunsch hast, würde ich Dir unbedingt davon abraten, Dich in sowas hineinzubegeben. Da sind Opfer und Leiden vorprogrammiert.

Wenn Du jedoch einfach nur eine schöne Beziehung willst, es gut passt, und Haus und Familiengründung Dir nicht wichtig sind,warum nicht??
 
  • #21
Erinnert mich an das Rebecca-Syndrom, Eifersucht auf die Vergangenheit des Partners.

Hat der Partner eine Vergangenheit oder hat er keine. Beides kann ihm problematisch ausgelegt werden. Aber so ist es nunmal im Leben. Ab einem gewissen Alter sind wir alle second Hand. Und wenn nicht, dann ist es auch verdächtig.
 
  • #22
Erinnert mich an das Rebecca-Syndrom, Eifersucht auf die Vergangenheit des Partners.

Hat der Partner eine Vergangenheit oder hat er keine. Beides kann ihm problematisch ausgelegt werden. Aber so ist es nunmal im Leben. Ab einem gewissen Alter sind wir alle second Hand. Und wenn nicht, dann ist es auch verdächtig.
Die Ehefrau meines besten Freundes ist so eine. Eifersüchtig auf alles und jeden, der die das den Gatten länger kennt als sie. Sie ist wahrscheinlich auch auf sein Schaukelpferd eifersüchtig. Wir ignorieren sie, sie ignoriert die alten Freunde. Und wir machen uns auch drüber lustig, oh ja. Er muss damit leben, tut er auch, er weiß ja, wen er geheiratet hat.
 
  • #23
Also es geht um einen Mann der ein bisschen älter ist als ich , ich bin ab Anfang dreißig, er Mitte dreißig. Aber hat halt jung geheiratet damals, die Kinder sind aber noch klein.

Und er ist nicht mit mir zusammen, wer meine älteren Threads kennt der weiß wahrscheinlich um wen es geht. Es geht mir bei der Frage eher um eure allgemeine Meinung, ob es überhaupt möglich ist, dass jemand der schon mit nem Partner bzw Partnerin Heirat, Familie etc erlebt hat eine neue Beziehung dann als gleichwertig empfindet. Ich bin ehrlich gesagt der Meinung, dass es nicht möglich ist, ich denke man hat ja meistens im Leben eine Person mit der man diese Dinge verwirklicht und diese Person wird immer eine andere Position einnehmen als die, die davor oder danach kamen. Und ja, es wäre natürlich schön, wenn man die eine im Leben des Partners sein könnte, aber den Gedanken hab ich eh mittlerweile aufgegeben. Wenn man über dreißig ist und es sich noch nicht ergeben hat wie groß ist dann noch die Chance jemand passenden zu finden. Ich würde nach meinen Erfahrungen zum Beispiel keinen Mann mit Kindern mehr in Betracht ziehen, zumindest keine jüngeren, erst ab Teenager alter, aber die wollen dann meistens auch nach ihren negativen Erfahrungen nicht mehr heiraten und sicg das nochmal "antun", habe ich selbst im Bekanntenkreis von drei Männern gehört. Und alle reden generell schlecht von ihren exfrauen, das nur Mal am Rande
 
  • #24
Ich hatte einen Partner, der geschieden war und bereits zwei kleine Kinder hatte. Häuschen hatten sie gekauft, usw. Die beiden Mädchen waren allerdings wirklich Engel auf Erden und auch die Ex-Frau superlieb - hatten mich alle superlieb behandelt und hatte mich auch im Beisein der Kids wohl gefühlt.

Der Gedanke, dass er das alles schon erlebt hatte, kam ab und in mir auf. Es hatte mich in den Momenten allerdings nicht beunruhigt, der Gedanke war genauso schnell weg, wie er gekommen war.

Als ich mich dann wegen seiner Unehrlichkeit bzgl. anderer Dinge getrennt hatte, da dachte ich mir dann wohl: "Das muss ich mir nicht geben, besonders dann nicht, wenn ich all diese Altlasten (gerne) auf mich nehme."

Und da hatte ich zum ersten Mal bewusst bemerkt, dass mich diese Konstellation wohl unterbewusst doch irgendwie belastet hatte.

Habe dann jemand kennengelernt, der all das noch nicht erlebt hatte. Und das fühlte sich als "Rahmen" irgendwie besser an. Nicht alle zwei Wochenenden nach Kinderwünschen planen müssen, richtig intensives Kennenlernen erleben, einfach tun und lassen, worauf man Lust hatte.

Würde ich erneut wählen können, würde ich mich tatsächlich für Letzteres entscheiden. Mit 27 ist das auch noch leichter, als mit Mitte/Ende 30. Später muss man sich einfach mit solchen Konstellationen abfinden, denke ich.
 
  • #25
t. Ich bin ehrlich gesagt der Meinung, dass es nicht möglich ist, ich denke man hat ja meistens im Leben eine Person mit der man diese Dinge verwirklicht und diese Person wird immer eine andere Position einnehmen als die, die davor oder danach kamen.
Dann lass es mit ihm, Du empfindest so, er kann seine Vergangenheit nicht auslöschen, es wird nur mit zunehmenden Alter schwierig jemanden zu finden, der keine "Vergangenheit" hat.
 
  • #26
Theorie - das ist das, was meist nicht so kommt.

Klar ist, dass der Mensch mit zunehmendem Alter mehr Erfahrungen gesammelt hat.
Hausbau - es gibt Menschen die das zusammen durchgezogen haben und dennoch unglücklich sind. Andere haben ein Haus gekauft und sind happy. Wieder andere sind auf der Suche nach Frau mit Haus und freier Garage ......

Lerne einen Menschen kennen - solche Entscheidung, die du ansprichst, werden nicht nach 2 Dates getroffen. Warum eigentlich nicht gemeinsam das leben leben anstatt für sich planen und dann passend machen ?
 
  • #27
Also es geht um einen Mann der ein bisschen älter ist als ich , ich bin ab Anfang dreißig, er Mitte dreißig. Aber hat halt jung geheiratet damals, die Kinder sind aber noch klein.

Und er ist nicht mit mir zusammen, wer meine älteren Threads kennt der weiß wahrscheinlich um wen es geht. Es geht mir bei der Frage eher um eure allgemeine Meinung, ob es überhaupt möglich ist, dass jemand der schon mit nem Partner bzw Partnerin Heirat, Familie etc erlebt hat eine neue Beziehung dann als gleichwertig empfindet.
Das kann man doch nicht pauschalisieren. Es liegt sicher auch an der Passung der jeweiligen Partner. Der, den ich mal geheiratet hatte und mit dem ich auch ein Kind zusammen habe, den würde ich gegen keinen der nachfolgenden Partner eintauschen. Das lag aber eher an meiner mangelnden Einschätzungsfähigkeit mit Anfang 20.
Ich bin ehrlich gesagt der Meinung, dass es nicht möglich ist, ich denke man hat ja meistens im Leben eine Person mit der man diese Dinge verwirklicht und diese Person wird immer eine andere Position einnehmen als die
Nein, ist definitiv nicht immer so. Eigene und Erfahrung von Freundinnen. Wir sind aber auch nicht der Typ, dass Haus, Heirat und Kinder DIE großen Lebensthemen sind und damit das Leben dann mehr oder weniger vorbei.
, die davor oder danach kamen. Und ja, es wäre natürlich schön, wenn man die eine im Leben des Partners sein könnte, aber den Gedanken hab ich eh mittlerweile aufgegeben. Wenn man über dreißig ist und es sich noch nicht ergeben hat wie groß ist dann noch die Chance jemand passenden zu finden. Ich würde nach meinen Erfahrungen zum Beispiel keinen Mann mit Kindern mehr in Betracht ziehen, zumindest keine jüngeren, erst ab Teenager alter, aber die wollen dann meistens auch nach ihren negativen Erfahrungen nicht mehr heiraten und sicg das nochmal "antun", habe ich selbst im Bekanntenkreis von drei Männern gehört. Und alle reden generell schlecht von ihren exfrauen, das nur Mal am Rande
Wie schon wer vor mir schrieb, ich glaube, du hängst da in einer rosaroten Romatikvorstellung fest. Das ist doch nicht alles im Leben, meine Kinder sind wichtig, aber der Rest = große Themen? Wäre traurig für mich, wenn es so wäre.
 
  • #29
Ich kann deine Gedanken durchaus verstehen, wobei es nicht das bereits Erlebte ist, was mich abschrecken würde. Das jemand eine Vergangenheit hat, ist normal, aber du hast signifikant härtere Nachteile durch seine Vergangenheit, als er durch deine.

Jedes 2. Wochenende wird nicht nach deinen Vorstellungen verlaufen, sondern du hast fremde Kinder im Haus, die vermutlich auch anders erzogen werden, als du eigene Kinder erziehen würdest. Dazu kommt meist noch ein Tag unter der Woche und die Ferien hälftig. Das ist verdammt viel Zeit. Trennungsväter in Festanstellung müssen oft ihren kompletten Urlaub für die Kinder verplanen, so dass Paarurlaube nicht stattfinden, maximal mal ein verlängertes Wochenende. Dazu ist häufig Querfinanzierung nötig, weil sein Einkommen für Unterhalt und Mehrkosten für den Umgang mit den Kindern draufgeht.

Wenn dann noch der eigene Lebensentwurf von eigenen Kindern aufgegeben werden soll, ist Scheitern vorprogrammiert. DAS würde mich abschrecken und nicht die Tatsache, dass er schon mal geliebt hat.
 
  • #30
ob es überhaupt möglich ist, dass jemand der schon mit nem Partner bzw Partnerin Heirat, Familie etc erlebt hat eine neue Beziehung dann als gleichwertig empfindet. Ich bin ehrlich gesagt der Meinung, dass es nicht möglich ist
Nun wird es klar.
Ich war über 20 Jahre verheiratet, zusammen ein eigenes Haus gebaut, viel daran selber gestaltet, die ganze berufliche Laufbahn aufbauen hat in der Zeit stattgefunden etc. - immer Action, nie innehalten und nachdenken. Ja, war so und ist vorbei. Danach kommt eine neue Lebensphase. Die ist anders, hat andere Themen, andere Menschen.

Jetzt bin ich zum zweiten Mal verheiratet, noch nicht so lange, aber zumindest so viel glücklicher von Anfang an als in der ersten Ehe, weil ich meine Lebenserfahrung für die Partnerwahl nutzen konnte. Man kann immer nur in der jeweiligen Lebensphase leben und irgendwann hat man nunmal ein Vorleben.

Und alle reden generell schlecht von ihren exfrauen, das nur Mal am Rande
Dann sei schlau und meide sie, weil sie wegen unverarbeiteter alter Beziehung eh nicht als Partner taugen - uneinsichtig, den Eigenanteil am scheitern zu erkennen.
 
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