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  • #1

Wenn die Mutter der Tochter die Jugend neidet

Ich wollte euch mal fragen, ob ihr das kennt? Hatte jemand von euch eine Mutter, die euch in jungen Jahren sabotiert hat? Die nicht zu euch gestanden ist, keinen Rückhalt geboten hat?
In meinem Bekanntenkreis bin ich (vermutlich) die einzige, die so etwas mit der leiblichen Mutter erlebt hat - eine Frau berichtete mir ähnliche Erlebnisse mit ihrer Stiefmutter.

Sie sagte mir immer, ich wäre hässlich, schnitt mir auch mal Nachts die Haare ab. Ich sollte ihre alten Kleider tragen, die ihr nicht mehr passten (die waren mir viel zu groß) - ich habe dann andere Kleidung von Schulkolleginnen bekommen und mich täglich am Schulweg umgezogen - wenn sie die Sachen erwischt hat, waren sie weg.
Besonders arge Eingriffe hat sie in mein Sozialleben gemacht - z.B. durfte ich keine Freunde einladen und musste nach der Schule gleich nach hause kommen. Habe ich das nicht gemacht, gab es massive Konsequenzen.
Als ich mit 19 meinen ersten Freund hatte, redete sie kein Wort mehr mit mir. Manchmal lies sie mich nicht aus der Wohnung (Tür versperrt, Schlüssel weg), manchmal lies sie mich nicht hinein. (Schlüssel innen verdreht, anläuten sinnlos) Ich bin dann ausgezogen.
Die Beziehung war alles andere als ok - er war gewalttätig - schließlich trennte ich mich von ihm. Sie hat mir nicht geholfen, mir nur gesagt, es geschieht mir recht, weil ich so ein undankbares Kind bin.

Ich weiß, dass sie selbst eine schwierige Jugend hatte. Ich vermute, dass sie mir mein Leben neidete, denn ich war noch jung und hatte alles noch vor mir, und sie konnte für sich die Zeit nicht zurückdrehen.

Ich bin heute erwachsen, aber es hat bei mir bis heute Spuren hinterlassen. Manches wurde mir auch erst viel später bewusst.

Hat jemand von euch ähnliches erlebt? Und wie seid ihr damit umgegangen?
 
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  • #2
Liebe Fs,

Schau Dir doch die Webseite :" Töchter narzisstischer Mütter" an.

Da ich ähnliches erlebt habe und dieses Verhalten meiner Mutter nicht einordnen konnte, hat mir das
Lesen die Augen geöffnet.
So konnte ich für mich meine Vergangenheit aufarbeiten und zum grössten Teil loslassen.

Meine Mutter hat sich leider nicht verändert und wird es auch nie, aber ich kann mit ihren
"Gemeinheiten" besser umgehen wenn ich weiss dass sie unter einer starken Persönlichkeitsstörung leidet

Liebe Grüsse w,50
 
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  • #3
So etwas kenne ich von der Mutter einer Freundin meiner Tochter. Die Mutter war extrem flachbrüstig, hatte aber immer Pushups an und versucht, durch Kleidung mit Ausschnitt etwas zu zeigen, was nicht da ist. Als die Tochter mit 14 schon mehr Busen hatte als die Mutter, hat sie immer darüber gelästert. Mit 16 hat sie dann immer solche Bemerkungen gemacht wie "jetzt wird es Zeit, dass dein Busen aufhört zu wachsen" oder "tu tust mir ja so leid, dass du keinen so schönen, kleinen Busen hast wie ich". Mit 18 hatte die Tochter 70 D und eine wirklich gute Figur, die Mutter hat aber immer wieder versucht, sie zu einer Brustverkleinerung zu überreden. Sie meinte, alles, was über B hinausgeht, wäre ekelhaft.
Die Tochter hatte zum Glück gute Freunde und ein ausreichendes Selsbtbewusstsein um sich von ihrer Mutter zu lösen. Sie ist heute Ende 20, hat immer noch eine gute Figur mit großer Oberweite und ist glücklich verheiratet.
 
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  • #4
Manche Mütter sind so absurd und abstoßend widerlich, dass man sich nur noch an den Kopf greifen kann...

Ich hatte ebenfalls eine entsetzliche Kindheit mit Herabwürdigung und regelrechter Folter als Kleinkind, wollte und will aber immer und jederzeit, dass es meine Kinder besser haben. Ich freue mich über alle Maßen, dass sie die Kindheit, die ich ihnen geboten habe, als sehr schön und harmonisch empfinden und ich freue mich so sehr darüber, dass meine Tochter eine so schöne und hübsche junge Frau ist. Meine zwei Söhne und meine Tochter habe ich gefördert, wie und wo es nur ging - meinen finanziellen Möglichkeiten entsprechend. Alle haben Abitur gemacht und sind mit ihren eigenen Familien glücklich. Wäre es nach meiner Kindheit gegangen, so hätte ich eigentlich völlig geistesgestört sein müssen... Die Sache mit der Kindheit halte ich für eine Ausrede, denn man hat immer eine Wahl - ob man selbst erlebtes weitergibt, oder sich sagt: Moment, das ist nicht richtig so!

Auch in den ersten drei Jahren war meine Kindheit grausig - also auch in der prägenden Zeit. Trotzdem ist es mir gelungen, aus dem Sumpf herauszukommen und mit viel Lektüre, Bauchgefühl und einer Therapie eine gesunde Familie zu gründen. Es tut mir unglaublich leid, was manche Kinder erleiden müssen. Menschen sind keine Tiere und haben immer eine freie Wahl, aber sich hemmungslos auszuleben scheint leichter und bequemer zu sein, sonst würden manche Eltern sich zusammenreißen, reflektieren und ihren Kindern SO EINE HERABWÜRDIGUNG nicht bieten.

Ich bin für einen Elternführerschein, oder für Pflichtkurse während der Schwangerschaft - wie man mit seinem Kind NICHT umgehen darf. Liebe FS, löse Dich von diesem blöden Biest, was sich Deine "Mutter" nennt und versuche mit Hilfe von Therapie und Büchern zu dem Thema, Dein Leben auf die Reihe zu bekommen. Und ganz wichtig: Bitte geh nicht diesem neuen "Verständniswahn" auf den Leim, sondern nimm Dir Dein Recht auf Zorn auf diese Person heraus. Dich trifft nicht auch nur ein bisschen Schuld an dem allen, sondern nur und einzig Deine Mutter, der Du ausgeliefert gewesen bist. Es gibt auch sehr böse und destruktive Menschen auf dieser Welt, und man kann nicht alles mit "Krankheit" erklären, manche Menschen sind einfach nur böse, abgrundtief böse und dürften in meinen Augen weder Kinder aufziehen, noch sich ein Haustier halten...
 
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  • #5
Ich habe das mit meiner Mutter auch erlebt, allerdings nicht so krass wie Du. Damals konnte ich vieles gar nicht einordnen, ich konnte ja nicht ahnen, was dahinter stand. Ich hätte an alles gedacht, aber nie an Neid.Dann habe ich als 17 jährige mal an ein Jugendmagazin geschrieben, weil ich mit meiner Mutter Probleme hatte, ihre Söhne waren ihr Heiligtum, wir Mädels die letzten Hullies.
Damals schrieb mir die Psychologin sehr ausführlich und einfühlsam, das meine Mutter neidisch auf meine Jugend sein könnte, zuviele Kinder,zuviel Verantwortung, zuwenig Leben.
Mir ist es auf deutsch: wie Schuppen von den Augen gefallen. DAS war die Erklärung. Darüber habe ich dann so einiges gelesen und als ich es im Laufe der Jahre mit allen Facetten verstanden hatte, konnte ich auch damit umgehen. Heute mit fast 50 fällt es mir nicht längst mehr so schwer, das zu händeln, es nervt gelegentlich, aber es ist aushaltbar. Mit meinen beiden mittlerweile erwachsenen Mädels gehe ich anders um, ich gönne ihnen ihre Jugend und Schönheit und bin mächtig stolz auf sie.
 
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  • #6
Ich bin immer sprachlos, wenn ich sowas mitbekomme, dabei sollte gerade die Liebe der Mutter oder der Eltern zum Kind bedingungslos sein.

Ich gehe ab und zu in die Sauna und da kenne ich eine Frau. Ihre Mutter hat ihr den Namen der Frau gegen, mit der der Vater sie betrogen hat. Eine Freundin von der Mutter hat nach dem Tod der Mutter, der Frau erzählt; die Mutter hat vor Frust geheult, weil sie die Tochter nicht brechen konnte. Die Mutter hat diese Frau geprügelt, ob sie ihr die Jugend neidete, weiß ich nicht. Ich denke, es ist oft kein Neid auf die Jugend selber, es ist Hilflosigkeit, Haß auf das Kind, Haß auf das für was das Kind steht. Ich bin meiner Mutter deswegen nicht böse, ihre Reaktion war ein Reflex.

Wenn die Schwangerschaft und das Kind nicht geplant war und für Abtreibung zu spät - Wird das Kind für das gehasst, was durch die Schwangerschaft kaputt ging. Für den Körper, der jetzt ein paar Macken mehr hat.

Ich denke, solcher Haß richtet sich nicht nur gegen die Töchter, er kann sich auch gegen Söhne richten. Mein Vater wurde z.B. von seiner Mutter schlecht behandelt, die Tochter wurde von der Mutter auf Händen getragen. Meine Vater hat sie wahrscheinlich an seinen Vater erinnert, der meine Oma verlassen hat.

Meine beiden Eltern lieben mich und meinen Bruder wirklich über alles und würden wirklich alles für uns machen. Es gab eine Situation, wo meine Mutter für ein paar Sekunden neidisch auf mich war und sie hat sich dann sofort selber über das Gefühl erschrocken. Meine Cousine wollte heiraten und wir wollten ein Kleid für mich kaufen. Es sollte ein Ballkleid sein, das ist bei uns so übel. Wir waren im Geschäft, die Verkäuferin zeigte wo meine Größe hengt. Ich sah ein Kleid, was eigentlich zu groß ist aber es war hinten zum schnüren. Ich habe das Kleid angezogen und es sah traumhaft schön an mir aus. Als ich aus der Kabine kam, hat meine Mutter mit so einem Blick angeschaut, wie ich ihn von anderen Frauen kenne. Ich habe sie entsetzt angeschaut und sie hat sich dann erschrocken. Ich habe sie später gefragt, ob sie es mir nicht gönnt, wie ich in dem Kleid aussehe? Sie; doch schon, sie war nur so überraschen, weil es das erste Kleid war, was ich angezogen habe und es ohne Änderung so schön an mir war und ich in dem Kleid. Das Kleid wurde auch gekauft und sie hat damals die Hälfte bezahlt. Aber das war soweit ich mich erinnern kann die einzige Situation, wo meine Mutter neidisch auf mich war. Auch wenn es sehr kurz war, hat es mich sehr verletzt.
 
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  • #7
Ja habe ich, aber ich habe es im späteren Alter geschafft, mich daraus zu lösen und zwar mit sehr viel eigener Kraft und Initative! Lies eine ganze Reihe Bücher darüber! Wäre sehr wichtig! Ohne Wegweiser schaffst du es nämlich nicht. Eventuell musst du eine Traumatherapie machen, defintiv aber lernen, damit abzuschließen und dein Selbstbewusstsein steigern.
 
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  • #8
Neidisch war meine Mutter nicht. Es gab Komplikationen bei der Geburt. Sie hat wohl nie eine richtige Bindung zu mir aufgebaut.

Wir wurden schon als Kleinkinder allein zu Hause gelassen, auch nachts. Wenn sie da waren, wurden wir ins Bett gesteckt. Wir haben Märchenkassetten gehört.

Da ich viele Lebensmittel als Kind ablehnte (heute weiß ich, dass ich Allergien habe) war ich stark untergewichtig. Ich musste die Sachen nicht essen. Etwas anderes gab es aber auch nicht.

Wenn ich krank war, ist meine Mutter nicht mit mir zum Arzt. Ich bin dann seit der Grundschule alleine hin, nach dem Umzug war der Weg weit, aber meine Hausärztin war klasse, bis zu ihrer Rente war ich ihre Kleine. Wenn meine Omi mitbekam, dass ich krank war, hat sie mich versorgt. Wir waren oft bei den Großeltern, damit wir nachts nicht so oft alleine sind.

Meine Mutter sagte mir nie, dass sie mich liebe. Mit 13 warf ich ihr in einem Streit an den Kopf, sie würde mich nicht lieben. Sie hat mich mit hassverzerrten Gesicht angeschrien, sie müsse mich lieben, weil ich ihre Tochter wäre.

Meine Mutter war immer die Beste, Hübscheste, Intelligenteste, der Nabel der Welt. Mir hat sie beigebracht, zur Not mit der Hand oder dem Kochlöffel, dass ich dumm, faul usw wäre. Meine Schwester und ich hätten sie daran gehindert, sich scheiden zu lassen. Ich dachte mir immer, soll sie doch gehen, und Papa, meine Schwester und ich hätten endlich unsere Ruhe.
Vormittags war sie arbeiten, nachmittags hat sie Papiere gewälzt und mit Parteikollegen telefoniert, abends war sie auf Sitzung.
Hausaufgaben habe ich alleine gemacht. Schlechte Noten hat sie nicht unterschrieben. Ich habe versucht, ihr zu erklären, dass das nur eine Kenntnisnahme und kein Lob wäre, nein, sie hat es nicht unterschrieben. Wenn die 1 ein Minus hatte, hat sie Witze gerissen. Lob gab es nie.

Das könnte ich noch lange fortführen. Meine Schwester zog aus, als ich 16 war. Das war für mich hart. Wir haben viel telefoniert. Zu dieser Zeit habe ich angefangen zu verarbeiten. Ich habe sehr gelitten, und auch heute trage ich noch Narben. Aber ich weiß, dass ich hart an mir gearbeitet habe, zu lieben fähig bin, zu selbstreflektiertem Handeln, dass ich empathisch bin usw. Es war ein steiniger Weg, und ich habe mir wohl nicht umsonst einen Beruf ausgesucht, der mich zwang, mich weiter zu entwickeln auf zwischenmenschlicher Ebene.

Meine Mutter weiß, dass ich alles für sie "regele". Sie weiß auch, dass ich sie bei Pflegebürftigkeit in ein Pflegeheim bringen würde. Ich bin Altenpflegerin. Sie muss sich harte Kritik anhören. Ich bin zu ihr offen, ehrlich und distanziert. Jetzt ist sie alt, krank und ausgebrannt. Nie habe ich eine Entschuldigung gehört, immer nur, ich müsse sie doch verstehen. Damit muss ich leben. Ich verschliesse aber nicht die Augen davor. Meine Schwester und ich werden keine Kinder bekommen. Ganz bewußt. Wir sind die Töchter unserer Mutter. Aber wir werden niemals solche Monster.

w37
 
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  • #9
Meine Mutter hatte viele Fehler, einer davon war, dass sie einem Kinderschänder (dessen Opfer ich wurde) auf den Leim gegangen ist und das wohl auch irgendwann geahnt hat. Dennoch habe ich nie solche Dinge erlebt, wie sie hier erzählt werden. Unvorstellbar.
 
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  • #10
#7
Dein Beitrag erinnert mich leider auch an meine schwere Vergangenheit.

Meine Mutter ist tiefgestört und selber schwer traumatisiert.

Wir waren selber ungeplant und das haben wir auch gespürt. Ich habe selber 2 ungeplante Kinder und viele negative Muster ziehen sich auch durch mein Leben. Meine Mutter hat früher oft von Generationsflüchen etc. gesprochen. Ich weigere mich daran zu glauben, auch wenn es in ihrer Verwandschaft keine intakte Ehe gegeben hat.

Sie ist neidisch auf mich. Das sagt mir mein Mann, der sich von ihr fernhält! Alles was ich mache, wird madig gemacht. Dazu lobt sie andere Leute in den Himmel hinauf und zu Hause terrorisiert sie Mann und Kinder. Mein Vater ist co-abhängig und depressiv. Er konnte mir nie helfen, weil er Alki war und ist. SIe neidet nicht nur meine Jugend sondern meine Existenz.

Egal was ich anziehe oder was ich sage, meine Anwesendheit ist ihr zuviel und sie projiziert all ihren Hass auf mich. Aber an meine Kinder will sie doch ran und pocht auf ihr Besuchsrecht. Nachdem sie ihre Aufsichtspflicht sträflich verletzt hat, hab ich den Kontakt zu ihr minimiert. Mit meinem Sohn ist sie mal im Winter spazieren gegangen und hat ihn schlafend im Buggy an einer Bushaltestelle senkrecht an einem Sitz abgestellt und ist einfach weiter gegangen. Vorher hat sie noch ihre Handy abgestellt und ich wollte die Polizei rufen. Nie wieder! Ich konnte sie nicht zur Rede stellen, da sie sich nicht mehr daran erinnern konnte bzw. auf taub stellte.

Egal ob Abitur oder Studium, alles war schlecht und die anderen Kinder waren immer besser als ich. Meine Noten waren nichts wert und ich musste Unterschriften fälschen, da sie nur Einsen unterschreiben wollte. Schlechte Noten waren bei mir ein Drama, da gab es emotionalen Mord. Auf meine Schwangerschaft war sie neidisch (wie dick ich doch bin) und dass ich einen Mann gefunden habe, der nicht gestört ist. Meine Erziehung ist eh Mist und aus uns wird eh nix. Ach und seit Kindheitstagen schreit sie mich regelmässig an, ich soll verrecken (O-Ton). Nicht nur ich sondern auch mein Vater. Eine Umarmung gabs glaube ich mal zur Geburt meiner Kinder.

Leider verfolgt sie mich in meinen Alpträumen und mir geht es nur gut, wenn ich keinen telef. Kontakt zu ihr halte. Es gibt leider Monsters auf dieser Welt. Meine Mutter ist so ein Medea-Monster. Ich bin stolz darüber, dass ich meine Kindheit überlebt habe.
 
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  • #11
Mir fällt wieder einmal auf, dass die Väter in nahezu all diesen Beiträgen glänzen durch Abwesenheit. Außer bei Gast #9, die wenigstens einräumt, dass ihr Vater Alkoholiker und unfähig gewesen sei, ihr zu helfen.

Und genau da liegt meines Erachtens das ganze Problem.

Ja, Mütter sind keine Heilige. Wir bauen ganz, ganz oft Mist und meistens verzeihen es unsere Kinder uns dennoch. Am allerschlimmsten ist es dann, wenn wir von unseren Männern mit allem alleine gelassen werden. Wenn wir am ausgestreckten Arm verhungern. Nur die Kinder/Nachbarn/Freundinnen zum Reden haben. Wenn er uns nicht einmal mehr anguckt (aber anderen umso lieber hinterhergafft).

Die meisten Menschen sind wirklich, wirklich nicht zur Selbstreflexion fähig. Davon sind Mütter nicht auszunehmen. Aber ein kleines, kleines bisschen mehr Verständnis für die Frau, die in vielen Fällen ihren ganzen Lebensweg nach uns ausgerichtet und echt fast alles für uns getan hat... das wäre doch eine feine Sache. Zumal die meisten von uns selbst irgendwann Mutter werden (und meist auch ein wenig Dreck am Stecken haben).

Ich bin übrigens diejenige, die missbraucht wurde. Schaut euch eure Väter und ihr Verhältnis zur eigenen Frau doch bitte mal näher an.
 
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  • #12
Ich habe selber 2 ungeplante Kinder und viele negative Muster ziehen sich auch durch mein Leben. Meine Mutter hat früher oft von Generationsflüchen etc. gesprochen. Ich weigere mich daran zu glauben, auch wenn es in ihrer Verwandschaft keine intakte Ehe gegeben hat.

Nein das ist kein Fluch!

Bitte sich hierüber informieren Die Entdeckung der Mutterliebe: Die legendären Affenexperimente des Harry Harlow

Ich habe einen Film über die Versuche/Studie gesehen, es erklärt vieles was hier geschrieben wird.
 
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  • #13
Ich bin übrigens diejenige, die missbraucht wurde. Schaut euch eure Väter und ihr Verhältnis zur eigenen Frau doch bitte mal näher an.

Also die Frage war hier, weit gefasst, Beziehung zwischen Mutter und Tochter, genauer, wenn die Mutter auf die Tochter neidisch ist. Was hat es mit dem Vater zu tun? Natürlich ist ein Vater für die Entwicklung wichtig und die Beziehung zwischen den Eltern sollte gesund sein.

Ich bin mir nicht sicher auf welchen Vater Du bei Dir anspielst! Den Stiefvater oder Leiblichen.

Ich persönlich würde meine Mutter mit dem A nicht mehr anschauen, wenn sie es toleriert hätte, dass ihr neuer Freund mich anfasst. Da wäre es mir auch egal, wie der Mann meine Mutter behandelt, ob er sie nun ignoriert und nach anderen Frauen oder nach mir schielt.

Eine erwachsen Frau sollte selber darauf achten, wie der Mann sie behandelt, es sollte nicht die Aufgabe der Kinder sein.
 
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  • #14
Gast #12: Das Argument, die Mutter sei auf ihre Tochter neidisch, ist eine Interpretation - sie mag richtig sein, oder auch nicht. Es gäbe sicherlich auch andere mögliche Erklärungen (sollten dann diese Ereignisse tatsächlich objektiv so stattgefunden haben).

Jedenfalls sind sie alle Momentaufnahmen aus einer Sicht. Auch wie sie interpretiert werden, ist nicht einmal ausschließlich davon abhängig, wer sie interpretiert, sondern auch wann sie interpretiert werden - unsere Sicht auf Kindheitsereignisse wandelt sich nachweislich.
Natürlich ist ein Vater für die Entwicklung wichtig und die Beziehung zwischen den Eltern sollte gesund sein.
Ja, das sollte sie, ist sie aber garantiert nicht in einer Familie, in der regelmäßig Übergriffe stattfinden, egal wer diese begeht. Und im Übrigen hab' ich öfters gelesen, es sei der Vater, der in der Familie die Weichen stellt und die Stimmung macht (was ich persönlich bestätigen kann).

Mir kommt so langsam der Verdacht, dass männerkritische Beiträge hier oft zurückgehalten werden, um die zahlenden männlichen Mitglieder nicht zu vergraulen.
 
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  • #15
Mir kommt so langsam der Verdacht, dass männerkritische Beiträge hier oft zurückgehalten werden, um die zahlenden männlichen Mitglieder nicht zu vergraulen.

Also das ist mehr als albern! Hier gibt es genug Beiträge die sich gegen Männer richten. Es richten sich wenig Beiträge gegen Väter.

Wer in der Familie die Weichen stellt, weiß ich nicht, kann es gerade auch nicht von meinen Eltern ableiten und dabei bin ich ein Papakind. Bei mir haben beide Eltern gearbeitet, das könnte die Ursache dafür sein ;-), dass keiner den anderen mehr dominiert hat.

Natürlich verändert sich die Erinnerung mit dem Alter. Man kann auch nicht die ganze Schuld, für das was man ist, den Eltern geben - egal ob Mutter oder Vater!

Bei den meisten Menschen ist die erste Bezugsperson die eigene Mutter. Darum kann gerade durch diese Beziehung viel Schade angerichtet werden, wenn sie nicht stimmt.

Man muss doch hier nicht von dem eigentlichen Thema ablenken, nur weil man jetzt einen Haß auf den eigenen Vater hat - und für mich ist da auch ein Unterschied, ob der Vater leiblich ist oder nicht.

Und ich liebe meine Mutter. Ich liebe sie auch nicht weniger als meinen Vater. Mein Bruder ist eher ein Mamakind. Ich bin eher ein Papakind, weil wir uns von der Persönlichkeit ähneln.

Unsere Eltern haben definitiv nicht alles richtig in der Erziehung gemacht, sie haben und lieben uns und haben versucht das Beste für uns zu machen. Mehr kann man von Eltern nicht erwarten. Denn Menschen, Eltern können nicht alles richtig machen. Was Eltern definitiv falsch machen können und was man ihnen auch vorwerfen kann, ist, wenn sie bewusst wegschau und ihr Kind leiden lassen, weil sie selber aus einer kaputten Beziehung nicht raus kommen.
 
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  • #16
Ja, Mütter sind keine Heilige.. [...] ..Aber ein kleines, kleines bisschen mehr Verständnis für die Frau, die in vielen Fällen ihren ganzen Lebensweg nach uns ausgerichtet und echt fast alles für uns getan hat... das wäre doch eine feine Sache.. [...] Ich bin übrigens diejenige, die missbraucht wurde.

Wer auch immer diesen Beitrag verfasst hat, sollte sich vielleicht mal mit dem Thema Stockholm-Syndrom auseinander setzen.
Hier beschreiben einige Menschen psychische und physische Gewalt, die ihnen von ihren Müttern angetan wurde. Ich kann nur alle dazu ermutigen, über das, was ihnen widerfahren ist zu sprechen und nicht aus falscher Rücksicht auf die Täterin zu schweigen. Sie hat uns klein gemacht, sie hat uns gesagt, dass wir schuld sind. Immer wieder, aber das heißt noch lange nicht, dass wir schuld sind! Wir waren Kinder, aber die Mutter war erwachsen.
 
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