T

Toi et moi

Gast
  • #61
@lena,
Liebe kann eine Abstraktion sein. Wie ein abstraktes Bild. Jeder hat seine eigene Vorstellung darüber und wie gesagt Männer können Liebe und Sex auseinander halten. Und es ist naiv zu glauben, für die Öffnung der Beziehung die Zusage von Frau und Kindern notwendig ist. Nein, er will nicht. Wenn er wollte, wäre es schon längst passiert und so wie ich dich verstanden habe, wärst du mit einer Affäre auch zufrieden gewesen. Ich denke eher, dass er dich beschützen wollte, Du bist noch sehr jung und hast vielleicht eine richtige Beziehung verdient.
 
L

Lena_34

Gast
  • #62
@lena,
Liebe kann eine Abstraktion sein. Wie ein abstraktes Bild. Jeder hat seine eigene Vorstellung darüber und wie gesagt Männer können Liebe und Sex auseinander halten. Und es ist naiv zu glauben, für die Öffnung der Beziehung die Zusage von Frau und Kindern notwendig ist. Nein, er will nicht. Wenn er wollte, wäre es schon längst passiert und so wie ich dich verstanden habe, wärst du mit einer Affäre auch zufrieden gewesen. Ich denke eher, dass er dich beschützen wollte, Du bist noch sehr jung und hast vielleicht eine richtige Beziehung verdient.

Naja, eine Öffnung der Beziehung ohne Zustimmung der Frau (oder eben des Mannes) wird landläufig als Fremdgehen bezeichnet und ist nicht selten Ursache ziemlich feindseliger Scheidungen.

Dass er mich beschützen wollte, glaube ich nicht. Ja, in seinen Augen bin ich jung (immerhin ein Unterschied von fast 16 Jahren), mir stünde alles offen... Das sehe ich anders. Ich habe ein Kind und eine lange, gescheiterte Ehe hinter mir, die Spuren hinterlassen hat. Dennoch, hätte er mich schützen wollen, hätte er mit mir Klartext gesprochen und mich nicht ewig hingehalten. Es ging schon um ihn selber. Ich habe ihm - nachdem es eine längere Funkstille gab und er mir anschließend mitteilte, dass er nun ohne "Schmetterlinge" leben will, weil das auch Stress bedeutet - klipp und klar mitgeteilt, was unsere Geschichte mir bedeutet hat und was sie mir bedeutet. An Feedback habe ich vernommen, dass er geschmeichelter gar nicht sein könnte...

Was mich eben interessiert ist, wie man sich da fühlt. Man lebt in einer Beziehung, ohne Schmetterlinge und beschließt nach viel hin und her sie auch nicht mehr zu wollen, weil das so oder so in Stress ausartet. Gleichzeitig ist da eine Frau, die man selber mal sehr anziehend fand, um die man über Monate geworben hat, und der man den Gedanken einer Affäre selber in den Kopf gesetzt hat. Und sie will einen. Einfach als Mann, als Liebhaber. Genau das, was die eigene Frau nicht (mehr) will und das, was man für Geld nicht kaufen kann.
 
T

Toi et moi

Gast
  • #63
Er wollte dich nicht verletzen, manchmal sind Männer sehr verschlossen und bis auf eine "im Moment leider keine Zeit" oder "Bin im Stress" und ähnliches kannst Du nichts bekommen. Sie denken selbst, sie hätten Klartext geredet aber es kommt bei der anderen Seite nicht an. Am Ende schreiben sie vielleicht ich habe dich lieb oder ich denke an dich und du vergisst alles andere was gesagt und geschrieben wurde und hängst dich nur an eine "Ich habe dich lieb" fest.
Aber generell wundere ich mich über dich. Bist du dir sicher, dass Du einen verheirateten in die Jahre gekommenen alten Mann willst, der es nötig hat die Haare zu färben? Warum machst Du dir so viel Gedanken über ihn? Es ist fast wie eine Obsession.
Ich erinnere mich an eine Geschichte. Eine Freundin von mir hat mir erzählt, dass sie vor zwanzig Jahren einen Mann flüchtig kannte, er mochte sie und sie ihn auch allerdings nicht so sehr wie umgekehrt. Eines Tages kam meine Freundin zu mir und erzählte, dass der Typ von damals plötzlich vor ihrer Haustür aufgetaucht sei und ihr seine Liebe gestanden habe. Angeblich hat sein Therapeut ihm das empfohlen.
Meine Freundin musste dann diesem Mann sagen: "Du, ich fühle mich zwar geschmeichelt aber ich liebe dich nicht und aus uns wird nichts".....
Bitte vergiss den Typen und suche dir einen Mann aus, der dich will.
Ich wünsche dir Alles Beste und fühle dich umarmt.
 
L

Lena_34

Gast
  • #64
@Toi et moi

Warum ich mir Gedanken mache? Dafür gibt es zwei Gründe. Zunächst ist es das erste und einzige Mal für mich, dass ich sowas wie beiderseitige Schmetteringe erlebt habe. Ansonsten kenne ich es leider nur so, dass entweder ich Schmetterlinge habe (die dann ziemlich schnell verfliegen) oder dass der Mann Schmetterlinge hat, ich habe nicht. Deswegen bringt mir ein "Mann, der mich will" relativ wenig. Ich muss ihn ja auch wollen.

Und der andere Grund ist, dass es mir natürlich schwer fällt, da eine Endgültigkeit zu sehen, weil es davor so viel hin und her gab. Deswegen frage ich ja - ob es möglich ist, sich - selbst mit Ü50 - von dem Wunsch nach Schmetterlingen oder dem Angenommenwerden als Mann/Frau zu verabschieren.
 
T

Toi et moi

Gast
  • #65
Schaue dir den Film Camille Claudel an. Der Rodin bleibt am Ende auch doch bei seiner Frau. Ich kann dir die Gefühle, die in diesem Mann vorgehen nicht sprachlich wiedergeben aber ich vermute, dass die andere Seite doch mehr Kraft und Gewicht hat. Das ist ein sehr schöner Film, Er ist zwar nicht Rodin und Du bist auch wahrscheinlich nicht Camile Claudel ;-) aber die Gefühle sind wahrscheinlich ähnlich.
Ich wünsche dir einen schönen Abend...
 
L

Lena_34

Gast
  • #66
Danke für den Tipp. Sehe ich mir unbedingt an!

Was meinst du mit "die andere Seite" - seine Frau? Also letztendlich Entscheidung gegen "Schmetterlinge"/Angenommensein als Mann aus Vernunftsgründen?

Interessanterweise hat hier niemand geschrieben, dass er/sie das könnte bzw. für sich so vorstellt. Ich finde diese Frage sehr spannend, nicht nur auf den Mann bezogen, der mir ständig durch den Kopf schwirrt. Ich könnte es übrigens nicht.
 
Top