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  • #1

Wenn die verlassene Ex-Partnerin keinen neuen Partner findet...

...wie denken die gegangenen Ex-Partner über diese Situation?

Ist es für sie Bestätigung, dass die Frau "beziehungsunfähig" ist?

Situation:
Ehefrau wurde wegen einer anderen Frau verlassen.
Beide Ex-Partner sind voll berufstätig. Auf Ehegattenunterhalt wurde verzichtet, die Frau hätte wahrscheinlich an den Mann zahlen müssen.
Der Mann wohnt bei seiner Freundin.

Die Kinder (Grundschulalter) wohnen bei der Ehefrau, der Ehemann sieht sie aus wichtigen Gründen seit über einem Jahr leider nur sporadisch, was beide Elternteile und natürlich auch die Kinder sehr bedauern.

Die Trennung ist über zwei Jahre her.
Im Trennungsjahr hatte die Ehefrau eine kurze halbjährige Beziehung.
Die Ehefrau ist zeitlich in Beruf und Familie/Haushalt komplett eingebunden.
Hobbies sind vorhanden, werden aber nur noch sporadisch gepflegt, da zeitintensiv.
Das soziale Netzwerk ist nur weitmaschig, da die Freunde ebenfalls mit ihren eigenen familiären Belangen ausgelastet sind. Die Großeltern der Kinder wohnen weit weg.

Die Ehefrau macht regelrechte Kopfstände, um sich Zeit freizuschaufeln, damit sie mal unter Leute kommt oder sowas wie ein seltenes Date zustande kriegt.
Sie ist quasi gefangen in der Situation, weil sie ziemlich alleine da steht und eben nicht auf die anderenorts regelmäßige "freie Zeit" zurückgreifen kann, wenn die Kinder beim Vater sind - das passiert i.d.R. sehr spontan mit maximal 2 Tagen Vorlauf.

Sie kommt also gar nicht dazu, sowas wie ein Privatleben zu haben.
Versuche der Partnersuche, also Dates, sind mehrfach daneben gegangen, weil die Betreuung der Kinder kurzfristig abgesagt wurde oder die Kinder krank wurden.

Was denken also Männer, die logischerweise mit ansehen, wie sich die Ex-Partnerin abstrampelt, um alles unter einen Hut zu kriegen?
Was denken die Männer, wenn sie mitbekommen, dass jegliche Versuche der Ex-Partnerin, einen anderen Mann kennenzulernen, schief gehen?
Ist ihnen das komplett gleichgültig?
Oder ist es Schadenfreude?

Die Ehefrau ist das, was man bodenständig und eine Macherin nennt. Letztendlich bleibt ihr auch nichts anderes übrig, wenn "der Laden namens Familie" laufen soll.

Ja, ich bin diese Frau und ich habe mit dem Alleinsein an sich kein Problem.
Allerdings habe ich das Gefühl, mich abzustrampeln und keinen Schritt vorwärts zu kommen - und das schon längere Zeit.
Das zerrt sehr am Selbstwertgefühl, auch wenn man selbst jedem neuen Tag die Chance gibt, ein richtig guter zu werden.

Mich interessieren die Meinungen der gegangenen Partner und auch die von Frauen, die in einer ähnlichen Situation stecken.

w, 44
 
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  • #2
Hallo,

ich bin auch in so einer Situation. Ich bin allein erziehend mit einer 11 jährigen Tochter.
Mein Teilzeitjob ist eigentlich eine 3/4 Stelle, also habe ich auch wenig Zeit, um meinen Hobbies nachzugehen, Freunde? Bekannte? Sind eher wenige da. Zu dem sind die alle liiert, heißt in einer Partnerschaft oder verheiratet. Möchte man mit denen weggehen, wird herumgedruckst, dass man ja mit anderen Pärchen weggeht oder ähnliche Sachen. Tut schon weh. Ich verbringe die meiste Zeit auch alleine. Nun seit knapp 2 Jahren. Ich sehe auch keine große Möglichkeit für mich einen neuen, ehrlichen. aufrichtigen Partner zu finden.
Mein Ex wird irgendwo, irgendwie Schadenfreude haben, denn ich wollte ja nicht wie er wollte und nun hat er eine andere. Ich fühle mich ab und an auch beziehungsunfähig, leider. Denn die Männer die ich kennen gelernt habe, wurden stiller als sie erfuhren, dass da ein 11 jähriges Kind ist und nachdem ich meinen Job genannt hatte, gingen sie.

Was soll da noch für die Zukunft übrig bleiben.

Deshalb verstehe ich Dich sehr, sehr gut.

Alles Liebe.

w/41
 
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  • #3
Ich habe einen festen Job, bin nebenbei Selbstständig und habe, seit ich so eine verlassene Ex bin, noch ein Studium begonnen. Dennoch nehme ich mir Zeit für die angenehmen Seiten des Lebens, doch ich bin definitiv nicht auf der Suche nach einem neuen "festen" Partner. Nicht nur mein Ex fragt mich oft, warum ich noch keinen Neuen habe. In vielen Köpfen steckt wohl noch fest, dass Frau nicht ohne Mann leben kann? Wenn ich Spaß haben will, kann ich das auch so ... ohne Verpflichtungen. Irgendwann läuft mir vielleicht jemand über den Weg, für den ich meine Meinung wieder ändere. Aber derzeit liebe ich es, auf niemand Rücksicht zu nehmen.

Sollte mein Ex oder sonst wer mich dafür bemitleiden oder es ihm Schadenfreude bereiten ... dann geht mir das sonstwo vorbei.

w, 45
 
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  • #4
Liebe FS,

ich bin w, wurde verlassen, habe keine Kinder und bin im besten Alter, wo man siche igentlich jemand zur Familiengründung sichern sollte und habe sogar schon länger als 2 Jahre keinen neuen Partner, und mir ist es schnuppe.
Beziehungsunfähig bin ich definitiv nicht - beziehungsunwillig würde ich das eher bezeichnen.

Mein Ex scheint etwas schadenfreudig zu sein, aber ich habe ihm dann auch gesagt "Bevor mir nochmal sowas wie du unterkommt, will ich lieber keinen. Dafür gehts mir jetzt einfach zu gut."

Ich finde es auch etwas weit hergeholt, dass man bereits nach 2 Jahren schon wieder einen Neuen haben müsste, vor allem dann, wenn man auch noch Hindernisse hat.

Richtig abstoßend fände ich eher Leute, die sich sofort wieder an jemanden drangehängt haben.
Hat für mich weniger was mit Potenz und besonders hohem Ansehen zu tun, sondern eher mit Notgeilheit und nicht mit sich allein sein zu können.

PS: Alleinsein kann man bestens nutzen um neue Kräfte und Inspirationen zu sammeln für neue Projekte, die dem Leben wieder viel Sinn und neue Richtungen geben.
Das geht aber ein bisserl schwer, wenn man sofort wieder jemand neuen am Arsch hat. Da muss man wohl oder übel auf seinem alten Level stehenbleiben, verkümmern oder hoffen, dass die persönliche Weiterentwicklung von außen an einen herantritt.
 
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  • #5
Die FS hier.

Mit dem Alleinsein habe ich - wie gesagt - keine Probleme. Ich gehe im Gegensatz zu vielen anderen Menschen inzwischen lieber alleine ins Kino oder zu einem Event, weil ich dann eben auf niemanden Rücksicht nehmen muss, wenn ich früher oder später dort weg gehe.

Was mich wahrscheinlich so... bedrückt, neee... eigentlich anstinkt ohne Ende, ist die Tatsache, dass ich über die Trennung hinaus derzeit noch an das Zeitmanagement meines zukünftigen Ex-Mannes gebunden bin. Er leidet an einer schweren Krankheit und die Genesung zieht sich hin. Natürlich möchte ich den Kindern und ihm Zeit miteinander ermöglichen, weil sie sehr aneinander hängen. Aber das greift dann eben auch ziemlich in meine Zeitplanung ein. Ich plane inzwischen nie weiter als 2 Wochen im Voraus. Alles andere hat sich als kontraproduktiv erwiesen.

Mein Noch-Mann sagt immer mal, dass ich doch Zeit hätte, loszugehen, wenn er die Kinder hat.
Tja, ganz großes Kino, wenn man das 24 Stunden vorher erfährt, dass man in den nächsten 24 oder 48 Stunden "frei" hat.
Es geht mir auch gar nicht in erster Linie um die Partnersuche, sondern um die sehr begrenzte Möglichkeit, andere Menschen, neue Freunde kennen zu lernen. Ich bin ein sehr offener Mensch und knüpfe relativ leicht Kontakte. Aber wenn selbst das immer wieder durch "Zeitverschiebungen" über den Haufen geworfen wird, dann ... ja dann....
Ich bin keine Jammertante.
Und was #1 bezüglich des Weggehens mit anderen Paaren geschrieben hat, das kenne ich auch.
Allerdings bin auch froh, dass ich alleine ausgehe, wenn ich sehe, was zwischen den Paaren stressmäßig so abgeht, sobald sie außer Haus sind.

Ein Fernstudium hatte ich vor über zwei Jahren (vor der Trennung) auch in Betracht gezogen, mich dann von diesem Vorhaben inzwischen verabschiedet, weil ich das alles in den nächsten Jahren als Alleinerziehende einfach nicht schaffen kann. Ein Lebenstraum weniger, aber so ist das eben manchmal.
 
  • #6
Hallo,

ich bin auch in so einer Situation. Tut schon weh. Ich verbringe die meiste Zeit auch alleine. Nun seit knapp 2 Jahren. Ich sehe auch keine große Möglichkeit für mich einen neuen, ehrlichen. aufrichtigen Partner zu finden.
Mein Ex wird irgendwo, irgendwie Schadenfreude haben, denn ich wollte ja nicht wie er wollte und nun hat er eine andere.
ich habe es gleich, wir trennten uns als unser Kind 9 Monaten war, jetzt ist er 8. Mein Ex hatte nach 4-5 Monaten eine neue Freundin/Lebensgefährte. Mit Lächeln im Gesicht sagte er: Du bist gegangen und einer muss ja auf die Strecke bleiben und leiden

Und was soll man tun, wenn man in dem Fall ich keinen neuen Partner gefunden habe? Alle Dates und Beziehungsanbahnung sind von Seite des Männer gescheitet. Ich hatte in all die Jahren genau 1 Mal einen Korb sozusagen gegeben.

Nix kann man machen - einfach weiter leben, soll ich jetzt meinen Ex hassen, dass er solche Schadenfreude verspürt? Nein. ES ist mir persönlich mit der Zeit egal geworden, was der über mich denkt.
Und ansonsten denke ich, man kann sein Schicksal nicht ändern oder vorhersagen. Wie es kommt, so kommt es.
Ich freue mich für das, was ich habe und wenn es noch mehr sein wird, freue mich noch mehr. w,39
 
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  • #7
Warum sollte das den Ex interessieren?? Der macht sich da doch keine Gedanken drüber... Er hat ein neues Leben. Und warum interessiert dich das überhaupt?? Stell dir mal die Frage! Ist doch egal, was er denkt! Und wieso solltest du beziehungsunfähig sein? Ich denke das Gegenteil ist der Fall! Der richtige Mann kommt schon noch, keine Bange!
 
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  • #8
Na ja, für mich hörst Du Dich schon ziemlich nach Jammertante an. Du stellst Fragen bezüglich Deines Ex-Mannes, die Dich noch weiter runterziehen und hörst Dich insgesamt nicht sehr konstruktiv an. Dann betonst Du wieder wie gerne Du alleine weg gehst weil ja die meisten Paare eh nur Stress haben. Du pickst Dir bei allem das Negative heraus. Wir alle können nur das verändern, was wir selbst beeinflussen können. Also rechne nicht mit anderen sondern mache Deine eigenen Pläne. Erziehe die Kinder zu mehr Selbständigkeit, lass sie bei ihren Freunden übernachten und gehe dann weg usw. Habe ich jahrelang auch so gemacht. Am meisten Schwung gibt einem das Gefühl, alles sehr gut alleine hinzubekommen. Und mit diesem Schwung lernt man irgendwann auch wieder einen neuen netten Partner kennen.
 
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  • #9
Mein Ex ist auch gegangen. Seine letzten Worte an mich waren "Du wirst sehen, dass Du einsam und verlassen enden wirst, mit Dir kann kein Mensch zufrieden und glücklich sein. Selbst unser Kind wird Dich verlassen."
Nun gut, dann hatte er binnen weniger Wochen eine neue Freundin, mit der er binnen 10 Monaten ein Haus gekauft hat und kurz danach geheiratet hat.
Ich lebe mit meinem Sohn (10) allein (bisher hat der Kleine glücklicherweise noch keine Trennungsabsichten bekundet :) ), habe keine neue Beziehung, und höre ab und an von meinem Sohn, dass sein Vater fragt, ob ich denn immer noch niemanden hätte. Wahrscheinlich freut er sich einen Keks, dass er es geschafft hat, sofort eine Neufamilie zu installieren und den Beweis hat, dass ich mangels offiziellem Lebenspartner 15 Monate nach der Trennung wahrscheinlich wirklich einsam und verlassen enden werde. Nun, sei es drum. Mich juckt das ganze mittlerweile peripher, weil ich meine Lebenszufriedenheit aus völlig anderen Dingen ziehe. Zum Beispiel aus der Tatsache niemanden mehr neben mir zu haben, der so liebevolle Sachen wie oben beschrieben zu mir sagt... Und ein neuer netter Mann wird schon irgendwann kommen!!!
 
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  • #10
Da ist keine Häme, wenn die Exfrau keinen neuen Partner findet, sondern entweder Verständnis dafür - wie bei meiner Exfrau, sonst hätte ich sie auch nicht für eine andere Frau verlassen - oder Bedauern, wenn man sich einfach auseinandergelebt hat und die Exfrau noch schätzt. Dass eine beruflich ausgelastete Frau erst mal weniger leicht einen Partner findet, weil sie kaum Zeit für Dates hat, ist nachvollziehbar. Du wirst aber auf Dauer feststellen, dass Du für Männer in Deinem Alter wesentlich attraktiver bist als Exhausfrauen. Man lernt starke - nicht kühle - Frauen mit den Jahren immer mehr zu schätzen.
 
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  • #11
Na ja, für mich hörst Du Dich schon ziemlich nach Jammertante an. Du stellst Fragen bezüglich Deines Ex-Mannes, die Dich noch weiter runterziehen und hörst Dich insgesamt nicht sehr konstruktiv an. Dann betonst Du wieder wie gerne Du alleine weg gehst weil ja die meisten Paare eh nur Stress haben. Du pickst Dir bei allem das Negative heraus. Wir alle können nur das verändern, was wir selbst beeinflussen können. Also rechne nicht mit anderen sondern mache Deine eigenen Pläne. Erziehe die Kinder zu mehr Selbständigkeit, lass sie bei ihren Freunden übernachten und gehe dann weg usw. Habe ich jahrelang auch so gemacht. Am meisten Schwung gibt einem das Gefühl, alles sehr gut alleine hinzubekommen. Und mit diesem Schwung lernt man irgendwann auch wieder einen neuen netten Partner kennen.
Mich interessiert es einfach, wie ANDERE Männer über die Situation als solche denken.
Es sei mir gestattet.
Mir erschließt es sich nicht, weshalb mich das runterziehen sollte.
Aber Deine Meinung sei Dir unbenommen, kein Problem.

Meine Kinder sind für ihr Alter sehr selbständig, übernachten bei Freunden, wenn deren Eltern damit einverstanden sind. Aber eben das muss immer geplant sein, weil nicht immer im gleichen Ort und es ist nicht nur einmal passiert, dass fest zugesagte Übernachtungen oder Verabredungen abgesagt wurden. Die Gründe waren immer wichtig, keine Frage. Aber ich war dann eben wieder auf mich zurück geworfen und musste meine "Minimalplanung" über den Haufen werfen. Und wer das mehrmals durch hat, überlegt sich genau, was Sache ist.
So locker flockig ist es nicht, wie Du das darstellst.

Ich weiß, dass ich alles alleine hinbekomme. Mache ich doch längst seit Jahren.
Und deshalb rechne ich auch nicht mehr wirklich mit anderen. Aber den Vater meiner Kinder muss ich in meinem Zeitkalkül berücksichtigen - kann den Kids ja nicht den Vater vorenthalten.

Und ja, die Paare, mit denen ich bei Unternehmungen zu tun hatte, hatten regelmäßig Stress miteinander. Wirkliche Harmonie habe ich nur sehr selten erlebt - und diese Parties haben dann aber auch allen Beteiligten Spaß gemacht.
 
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  • #12
Die FS schrieb: "Mich interessiert es einfach, wie ANDERE Männer über die Situation als solche denken."

Ja aber wieso?? Was bringt dir das dann für eine Erkenntnis?? Versteh ich nicht! Ist doch total egal!

Und höre doch mal auf, alles planen und managen zu wollen. Lebe einfach
 
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  • #13
Liebe FS,
Du schreibst, dass Dein Mann wegen schwerer Krankheit, die sich noch länger hinziehen wird, keinen größeren Anteil an der Kinderbetreuung leisten kann. Das hat nun mal zur Folge, dass die Kinderbetreuung allein auf Deinen Schultern lastet, denn seine neue Partnerin ist dafür nicht in der Pflicht.
Angesichts der Tatsache, dass Dein Mann mit den Kindern aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr leisten kann, finde ich schon, dass Du sehr heftig jammerst und mit Abwertung agierst - das macht es Dir schwer/macht Dich unattraktiv für andere, gerade auch, weil Du auf diesem Auge blind bist. Du hast zwar mit allem Recht, was Du schreibst, über die Einschränkung Deiner Lebensgestaltung, aber das ist nun mal so, wenn man Kinder hat und sich trennt. Solange die Kinder klein sind, hat derjenige, bei dem sie leben sehr wenig Spielraum für sich selber. Wenn Dein Ex wieder gesund ist, musst Du ihn eben anders in die Pflicht nehmen, jetzt geht das nicht.

Ich habe mich vor 7 Jahren von meinem Mann getrennt. Er hatte schon nach wenigen Wochen eine on-off-Affäre mit einer geschiedenen Nachbarin, aus der aber nichts wurde, weil die Frau Kinder hatte und er nie welche wollte. Danach hatte er noch einige Affärenversuche. Meine Schwägerinnen und einige Bekannte hielten mich über lange Zeit auf dem Laufenden, bis sie endlich verstanden: es interessiert mich überhaupt nicht. Ich habe mein Leben, er seines.

Ich habe in der Zeit keinen neuen Mann gefunden, obwohl ich mir so sehr einen gewünscht hätte, um auch mal eine schöne Beziehung zu erleben. Ob ihn interessiert, was partnerschaftstechnisch bei mir los ist? Keine Ahnung und es geht ihn nichts an - wir leben jeder unser eigenes Leben. Zu Anfang hat es ihn sicherlich interessiert, weil er wohl nicht glauben konnte, dass ich ihn verlasse, ohne einen anderen Mann in petto zu haben. Ich habe seine Kontaktversuche konsequent abgelehnt und denke, mittlerweile interessiert es ihn auch nicht mehr.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass er jemals Häme oder Mitleid wegen meiner Situation gehabt hätte.
Er hat mein Verhalten nicht verstanden, aber das ist ein anderer Schnack, das sind andere Gefühle.
w, 55
 
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  • #14
liebe fs,

was du leistest ist hat meine volle hochachtung.
mir scheint das problem zu sein, dass du parat stehst, wenn dein ex die kinder kurzfristig nehmen will. ich finde das sehr respektabel, dass du das wegen deiner kinder tust, aber es bekommt dir offensichtlich nicht. du schreibst nicht, welche erkrankung dein ex hat, und es ist nicht so recht klar, warum er nicht zuverlässig planen kann, es klingt so, als ob ihm das ganz recht so ist, er kann dich damit noch bestimmen und nutzt das und missachtet deine bedürfnisse - er stellt sich doof, wenn du etwas sagst, nichts anderes ist das. und er zieht den joker "ich bin krank", d.h. er scheint seine krankheit zu instrumentalisieren. das würde ich nicht zulassen. sage ihm deine bedingungen, plane und führe die dinge durch, auch wenn der dann auf einmal zeit hat. er wird nur so lernen, dich zu respektieren.

du brauchst dringend mehr erholung, deine kinder brauchen dich noch jahrelang und zwar ausgelichen und fröhlich. das kommt einem leicht im lauf der jahre abhanden.
ich würde dir empfehlen, dir ein gutes au-pair zu organisieren, am besten nimmst du eine, die bereits im land ist und die familie wechseln will. die kannst du nämlich vorher anschauen, alles andere ist lotterie - naja, vielleich heutzutage mit skyp nicht ganz so. dann kannst du auch regelmäßig weg. die investition zahlt sich für dich aus, mehr ruhe und die möglichkeit abends auch etwas für dich zu tun, freundschaften zu pflegen und auch zu daten...

dir alles liebe

w
 
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  • #15
Die FS

Wie immer gibt es eine ungute Vorgeschichte, die mein Agieren und Reagieren in dieser Situation begründet.
Und ja, ich weiß, dass kleinere Kinder Einschränkungen bedeuten. Schließlich bin ich diejenige, die diese Einschränkungen seit Jahren lebt, nicht der Vater der Kinder.
Wenn ich bedenke, dass er vorher meine Mutterqualitäten in Frage gestellt hat, bin ich nun um so verwunderter, wie wenig Zeit er nun für die Kids übrig hat, wenn er denn mal Zeit hat.

Ich sorge für mich, keine Frage.
Aber es ist sehr nervend, wenn man so gar keine Zeit mehr für sich hat oder stets und ständig damit rechnen muss, dass diese minimale Freizeit doch wieder weg ist.

Ich jammere definitiv nicht, ich traue mich endlich, auch mal MEINE Befindlichkeit zu sagen.
Es sei mir gestattet.

Aber meine Fragestellung bezog sich auch nicht auf MEINE Befindlichkeit, sondern wie gegangene Ex-Partner das Alleinsein ihres Ex-Partners sehen als Situation an sich.

Danke, dass wir nun wieder zur Ausgangsfrage zurückkehren können.

Die FS
 
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  • #16
@FS,

Du betonst in Deinen Beiträgen immer wieder: " es sei Dir das gestattet, es sei Dir jenes gestattet". Freilich ist Dir nichts verboten. Aber: würdest Du mir so bei einem Date rüberkommen, würde ich so schnell wie möglich das Weite suchen. Denn Deinen Schilderungen zur Folge ist in Deinem Leben gar kein Platz für einen Partner und sollte sich doch einer finden, so müsste er sich voll Deinem Zeitmanagement und auch noch dem Deines Ex unterordnen. Dazu noch das Zurschaustellen was Du alles schaffst, und alles alleine machst, der Böse Ex macht nichts. Wer braucht das? Vergiss nicht, du bist nicht die einzige Alleinerziehende. Statt Dir Gedanken darüber zu machen, was der EX denkt, solltest Du besser über meine Worte nachdenken, hast garantiert mehr davon. (Witwer, mit 3 Kinder und voll berufstätig, der nicht jammert und auch Zeit für sich hat)
 
  • #17
Die FS
wie gegangene Ex-Partner das Alleinsein ihres Ex-Partners sehen.
Der Satz sagt eigentlich schon, wo Du FS anfangen solltest. Der gegangene Ex wird sich nicht für deine Zukunft interessieren und Du solltest dich nicht dafür interessieren, was der gegangene Ex tut oder denkt, was auch immer. Kümmere dich um deine Zukunft, schau nach vorn und nicht zurück.
Als Frage: "habe ich das Gefühl, mich abzustrampeln und keinen Schritt vorwärts zu kommen" hätte dir der Satz weit mehr gebracht.
 
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  • #18
Ich stimme #15 voll zu.
Du bauschst hier völlig normale Pflichten und Zwänge einer alleinerziehenden berufstätigen Mutter auf. Warum machst Du das? Hast Du den Eindruck Deine Leistung wird nicht genug anerkannt? Es ist auch nicht nur eine Aufzählung Deiner Befindlichkeiten sondern ein Jammern darüber.
Die meisten hier sagen Dir, dass Deine Ausgangsfrage an Deinem Problem vorbeizielt und gehen deshalb nicht weiter darauf ein. Wie der Expartner unsere Lebenssituation beurteilt - das ist den meisten von uns ziemlich egal. Dass Du aber soviel Wert darauf legst, das legt den Finger in die Wunde. Er hat Dich damals als schlechte Mutter bezeichnet? Warum denkst Du, Du müsstest ihm nun das Gegenteil vorleben?
Und ja: Jeder Mann nimmt Reißaus bei dieser Kombination aus Selbstüberhöhung und Weinerlichkeit. Warum probierst Du nicht eine neue Taktik: Überlege jeden Abend, was Du gut hinbekommen hast, wo Du neben den ganzen Aufgaben Dir und/oder den Kindern etwas Schönes, Ruhiges gegeben hast. Äußere Zufriedenheit auszustrahlen, das schafft auf Dauer auch mehr innere Zufriedenheit.
 
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  • #19
Es wird deinen Ex nicht interessieren. Warum auch? Er ist gegangen.

Solange du dich aus seinem Leben heraus hälst und ihn nicht nervst, wird es ihn nicht tangieren, was du tust oder wie du lebst. Und wenn du ständig nörgelst, wird er erst Recht nicht besser über dich denken. Es ist vorbei - akzeptiere es. Du bist für ihn nicht mehr wichtig! w/43
 
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  • #20
Liebe FS,

irgendwie kann ich dich ja verstehen, aber wenn du noch genug Zeit hast, hier im Forum zu fragen und dann solche wenig nachvollziehbare Antworten zu geben, dann hast du anscheinend noch genug Zeit und Freiraum.

Konzentriere doch besser dein Augenmerk auf Dinge die du schaffst+hast und nicht das, was du angeblich nicht hast.

Ich bin seid fast 16 Jahre Single-Mutter und war früher auch sehr unglücklich. Aber ich habe mich auf mich und mein Kind konzentriert und das genug Geld ins Haus kommt.

Männer habe ich dann, als mein Kind älter war und ich mehr raus konnte, genug kennengelernt, aber es war bisher keiner dabei, der genauso geklärt von negativen Altlasten war wie ich.

Inzwischen habe ich auch im schulischen Umfeld meines Kindes immer mehr böse Trennungen erlebt, gehört, gesehen und sehe jetzt mein Single-Leben als sehr entspannt.

Aber... man muss erstmal durch das dunkle Tal durch, um auf die Sonnenseite des Single-Lebens zu kommen. Das braucht auch Zeit und Verzicht. Ich habe gerne im Interesse meines Kindes verzichtet und bis heute nicht bereut. So hatte ich damals genug Zeit für mich, um das Verlassenwerden vom Kindesvater zu verarbeiten, der sich danach eine über 20zig jährige Freundin genommen hat, die ihn aber inzwischen verlassen hat, hihi, ich gönne es ihm.

Ich hatte genug Zeit, um mich vom stressigen Alltag einer Single-Mama zu erholen, dank Internet ist man ja nicht so von der Welt abgeschnitten, wie es früher war, ich habe viel an meiner Persönlichkeit gearbeitet und jetzt fühle ich mich wirklich reif für was ganz Gutes, Verbindliches mit einem tollen beziehungsfähigen Mann. Aber die sind, sehr rar und wenn oft vergeben.

Also, lebe dein Leben mit den Kindern und mache dein Lebensglück nicht von einem Mann abhängig. Je eher du losslässt, einen Mann an deiner Seite haben zu müssen, um so eher kommt er.

Was dein Ex oder andere Männer über ihre Ex denke, sollte dir wurscht sein. Es ist für dich nicht relevant und lenkt dich von wirklich wichtigem nur ab.

w 50
 
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  • #21
Ich bin w41 und getrennt nach 10jähriger Beziehung, die leider nicht zu der von mir sehnlich gewünschten Familiengründung geführt hat.
Ich möchte dir einfach mal mitteilen dass ich auch sehr viel Zeit alleine verbringe und keineswegs immer die Wahnsinns-Gelegenheiten habe "loszuziehen" an Orte wo ich einen Mann kennenlernen könnte.

Ich stelle mir vor dass ich wohl wirklich sehr viel mehr Zeit habe für meine Hobbies als du, ja. Die Menschen mit denen ich in der Freizeit meine Hobbies teile, betrachte ich auch als Freunde. Du kannst dir vielleicht ausrechnen dass kaum single Männer darunter sind (mein Hobby ist Musik machen, weder Motorrad fahren noch Fussballspiel besuchen....). Ich habe in den 2,5 Jahren seit der Trennung durch meine Hobbies unzählige tolle neue Menschen kennengelernt - es war KEIN EINZIGER "Kandidat" darunter. Das Klischee, sie sind vergeben oder schwul, hat sich volle Kanne bestätigt (ok - mit Ausnahme eines wirklich gestörten und einigen Männern, die einfach 15 Jahre jünger waren - da lief auch nichts, was du wahrscheinlich auch nachvollziehen kannst). In Klubs/Discos gehe ich nicht, einerseits ist das nicht mein Ding a) von der Musik her und b) möchte ich auch nicht auf die Art die mich dort erwartet "aufgerissen werden". und c) habe ich natürlich keine einzige Freundin, die zu sowas mitkommen würde. Denn meine Freunde und Freundinnen, die sitzen am Abend und am Wochenende mit PartnerIn und Kindern zu Hause. Ich schätze und pflege meinen (kleinen) Freundeskreis ausserhalb der Hobbies, das sind Menschen die ich schon sehr lange kenne, und die ausnahmslos Familie haben. Es ist schön, mit ihnen Zeit zu verbringen, aber das bedeutet Kafeetrinken am Nachmittag im Park mit dem 2jährigen Patenkind und dessen Mutter - da lerne ich auch keine Männer kennen. Ich habe 3 Freundinnen ohne Familie, die eine arbeitet unregelmässig auch am WE und hat eben erst endlich einen Mann kennengelernt, die andere arbeitet unregelmässig am WE und hat eine Fernbeziehung (dh. wenn möglich verbringt sie Zeit weit weg mit ihrem Freund), die Dritte.... macht es wie ich, füllt ihre Freizeit mit Hobbies aus - die nun mal nicht die meinen sind (Bergsteigen).
Fazit: Ich verbringe viel Zeit alleine zu Hause, Kino und kulturelle Veranstaltungen besuche ich häufiger auch einfach mal allein, weil ich mal wieder niemanden auftreiben konnte, der mitkommt.
Dazu kommt: Mit 40 habe ich einen anstrengenden verantwortungsvollen Job und brauche auch mehr Schlaf als früher. Es fehlt z.T. auch an der Energie, "um die Häuser" zu ziehen.

Ich denke dass es nur bedingt mit deiner Situation als alleinerziehende Mutter und deinem Ex-Mann zu tun hat, dass du den Eindruck hast, du kämst "nicht raus". Es liegt vielmehr an der Altersphase, in der wir und unser Freundeskreis sich befinden.
 
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  • #22
Ich bin entsetzt, welche Bewertungen hier über mich und mein Leben abgegeben werden.

Meine Fragestellung wird zum Anlass genommen, mich als weinerliche lebensuntüchtige Frau hin zustellen.

Bevor es hier nochmehr eskaliert:

1. Ich habe es in diesem Forum gewagt, mal meine Situation darzustellen, die den Hintergrund meiner Fragestellung nur illustrieren sollte. Dafür habe ich Angriffe auf meine Person lesen müssen, die ich sehr grenzwertig finde.

2. Mein Noch-Mann hat sich nicht von mir getrennt, weil ich weinerlich und lebensuntüchtig bin, sondern weil ich nicht das konservative Mutterbild gelebt habe und lebe, was er gerne hätte.

3. Ich überhöhe mich keinesfalls. Im Gegenteil. Mir wird im realen Leben immer wieder regelrecht vorgeworfen, ich würde mein Licht zu sehr unter den Scheffel stellen und das, was ich bereits geleistet habe und noch leiste, als normal abtun, was es eben nicht sei.

4. Ja, ich habe noch ein paar Minuten Zeit, hier im Forum zu schreiben, aber darüber muss ich niemandem Rechenschaft ablegen.

5. Ich habe nicht um die Bewertung meiner Situation und Kopftätscheln gebeten, sondern gefragt, wie der Verlassende über das Alleinsein des Verlassenen denkt. Statt dessen lese ich hier verbitterte und teilweise aggressive "Meinungen" von Menschen, die sich nicht auf meine Fragestellung als solche beziehen.

6. In diesem Forum werden die banalsten Fragen gestellt und es mokiert sich niemand darüber.
Aber an meiner Frage reibt man sich wortreich und möchte mir weismachen, dass ich diese Frage nicht zu stellen hätte. Sehr seltsam.

Ich danke allen Schreibern und bitte darum, diesen Thread zu schließen, bevor es ausartet.

Danke.

Die FS
 
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