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  • #31
Was hilft es hier zu jammern? Du hast ihn dir so ausgesucht, wie er ist. Umerziehungsversuche führen zwangsläufig zu Konflikten und werden nicht das Gewünschte bewirken. Bleibt nur die Trennung und die Suche nach jemandem, der besser zu dir passt.
 
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  • #32
Liebe FS

Es wurde hier zwar schon erwähnt, ich möchte dich aber noch einmal darin bestärken, dass du deine Wünsche deinem Freund gegenüber äusserst. Wahrscheinlich wirkst du tatsächlich sehr selbständig und dein Freund möchte dir nicht das Gefühl geben, dass du 'schwächer' bist und seine Hilfe brauchst?
Dass dein Wunsch nichts mit Schwäche oder Hilfsbedürftigkeit zu tun hat, ist deinem Freund vielleicht gar nicht bewusst.
Darum: Rede mit ihm. Frag ihn zum Beispiel, ob er dir in den Mantel helfen könnte. Sag ihm, wenn du ihm die Tür aufhältst, dass das vertauschte Rollen sind ("Eigentlich solltest doch du mir …) Kauf dir selber einen wunderschönen Blumenstrauss und zeige ihm deine Freude daran. Du kannst auch sagen, dass du den Blumenstrauss von deiner Mutter, Schwester oder einer Freundin erhalten hast und dir diese Geste gefällt. Nimm im Gedränge seine Hand, damit ihr euch nicht verliert und er sich deinem Tempo anpassen muss. Sag ihm, dass du nicht gerne mit dem Rücken zum Raum sitzt. Husche nach der Dusche nackt zum Kleiderschrank oder creme dich vor seinen Augen genüsslich ein. Ist gut für deine Haut und seine (bzw. eure) Stimmung! Lass dir dabei nicht anmerken, was du eigentlich vor hast… ;-)

Mein Freund findet es toll, dass ich so stark und selbständig bin. Sich weiblich und beschützt zu fühlen, fehlte mir auch. Erst mit der Zeit habe ich herausgefunden, dass ich einfach zwischendurch fragen muss, ob er mir kurz helfen kann. Das machte er dann ohne zu zögern. Er wurde viel aufmerksamer und heute brauche ich in den selben Situationen nichts mehr zu sagen.
So wie du deinen Freund und eure Beziehung beschreibst, denke ich, dass er deine Wünsche schon erfüllen kann/will, wenn er sie kennt!

Viel Glück
w
 
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  • #33
Hmm hallo FS,

Dein Freund ist ein Bauerntrampel, sprich er hat keine Manieren.

Ändern wird er sich nicht, zumindest nicht Alleine.

Aber wenn Du ihn sonst gern hast und Dich nicht trennen möchtest, versuch es doch irgendwelchen Knigge-Kursen ;-) Es gibt doch genug Seminare.
 
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  • #34
Nach meiner Erfahrung: wenn Dich das wirklich so stört, wird die Beziehung sang- und klanglos ohne Streit irgendwann eingehen. Bei mir war es so. Ich konnte da aus Selbstachtung keine Gefühle mehr reinbuttern. Die schlichen sich einfach weg und am Ende war es Kumpelniveau.
Einen Kumpel und Stoffel als Partner - wer's aushält....
 
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  • #35
Liebe FS,

ich verstehe Dich sehr gut. War selber mal in so einer Beziehung. Er reingestürmt ins Restaurant, davor mir die Türe fast vor den Kopf geschlagen, bester Platz für ihn (er wollte die Übersicht behalten) usw.
Irgendwanneinmal hat er mich durch sein Vorausstürmen in einer fremden Stadt verloren und ging dann verzweifelt auf die Suche, was zwecklos war, da der Akku von seinem Handy auch permanent leer war.

Wir trafen uns dann abends wieder in einem Kino, für das wir zuvor Karten gekauft hatten.
Ich habe mir das jedesmal nicht gefallen lassen, ihn darauf aufmerksam gemacht, ihm zugerufen, ihm versucht zu erklären, ihn auch einmal angeschrieen, bis dann herauskam, dass er öffentliche Situationen als puren Stress erlebt, nicht anders kann, als diese so schnell wie möglich hinter sich zu bringen. Und nur mir zuliebe mal unterwegs ist. Am liebsten zu Hause wäre in der sicheren Umgebung, seine außerhäussige Arbeit belaste ihn schon genug.

Der hatte halt puren Stress mit sich selber. Wie ist das denn bei Euch? Ist er nur ein Stoffel oder kriegt er die Situationen durch Überforderung einfach nicht hin?

Rede mit ihm offen darüber, was Dich verletzt.

Alles Gute
 
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  • #36
Hahaha... Kavaliere sind beinahe ausgestorben.
(Ich selbst mache das schon seit 10 Jahren nicht mehr)

Die Gleichberechtigung und das Kavaliertum passen nicht zusammen.

"Entweder der Fünfer oder das Brötchen." Beides kriegst man nicht.

Sei froh, dein Freund ist ein emanzipierter moderner Mann und macht das schon richtig so.
Schliesslich ist er ja kein Schosshund mit einer sich selbst füllenden Brieftasche.

Trotzdem verstehe ich deine Gefühlslage, auch als Mann, sehr gut und weiss aus welcher Ecke sie kommt. So wie du dieses gefühl von sicherheit vermisst, wenn der mann dir den Kavalier macht. Verliere ich den halt, oder eine Art von sicherheit (nicht zu verwechseln mit Dominanz. das machen die feministinnen gern) wenn ich nicht Kavalier sein kann.

Aber damit müssen in der heutigen Zeit beide Geschlechter fertig werden und einen neuen Umgang finden.

m30
 
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  • #37
Diese Verhaltensweisen haben noch eine andere Seite:

Kommen wir in ein Restaurant, nimmt er sich selbstverständlich den besseren Platz (auf dem Sofa mit dem Rücken zur Wand), wohingegen ich dann auf dem Stuhl mit dem Rücken zum Raum sitze. Er fragt mich nie, wo ich sitzen möchte.

Wenn wir bestellen mache ich es meistens und kümmere mich darum, dass wir alles bekommen.

Gemessen an der Zeitdauer der Menschheitsgeschichte ist Knigge nur ein Wimpernschlag!

Viel verankerter in der Urnatur ist:

Der Mann sucht sich am Lagerort einen Platz mit dem Rücken zu einem Felsen, etc. von wo aus er nicht von hinten angegriffen werden kann und mit dem Blick zum Eingang der Schlucht, oder der Höhle. Für die Frau ist diese Position nicht so relevant, denn sie wird ja von dem Mann beschützt.

Die Frau ist für Essen und Kommunikation, auch mit anderen Mitgliedern der Gruppe, die Teile zum Essen beisteuern, zuständig.

Wenn ein Mann nicht bewußt sein Verhalten durch dekadente Verhaltensweisen übersteuert, fällt er schnell in solch urnatürlichen Schemata zurück!

Ich selber mag das dekadente Spiel nach Knigge, aber es ist eine bewußte Entscheidung und ich erwarte dieses Bewußtsein für das Spiel zwischen Urnatur und Dekadenz auch bei einer Frau!

Ein Dialog kann so aussehen:

- "Wo würdest Du gerne sitzen?"
- "Ich würde das Sofa bevorzugen, aber wenn Du mir dann gegenüber sitzt, hast Du keinen Blick zur Tür"
- "Du kannst das Sofa haben, denn der Kellern ist ein guter Indianer, der diesen Job mit erledigen wird ;)"

Natürlich redet man nicht in jedem Dialog über so was, aber wenn ich erkennen würde, dass sich die Frau nicht darüber bewußt ist, dass 99,9% der Geschichte des menschlichen Verhaltens anders abliefen, wäre sie mir zu unintelligent für eine Beziehung ...und auch für das nette dekadente Spiel nach Knigge!

m44

PS: Es wurde übrigens von keiner der Damen in einem Posting dieses Threads reflektiert...
 
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  • #38
Liebe FS,

ich kann verstehen, dass du gerne möchtest, dass er dir gegenüber aufmerksamer ist u. mehr an dich denken soll. Um dies zu erreichen, muss du mit ihm reden u. ihm klar sagen, was du gerne möchtest. Denn was für viele Frauen selbstverständlich ist, wissen Männer nicht. :)

Mein Mann u. ich haben uns damals im Studium kennengelernt. Ich habe mich in ihm verliebt, weil er ein aufrichtiger u. zuverlässiger Mann ist. Zudem sehr lieb, trotzdem gab es an meinen Geburtstag keine Blumen u. auch keine selbstgebastelte Karte, wie ich es mir eigentlich gewünscht hatte. Stattdessen ein BGB (ich muss jetzt noch lachen), ein HGB, ein Lexikon u. eine Teddy-Tasse. Du kannst dir bestimmt vorstellen, dass ich schon etw. enttäuscht war, da er von mir zu seinem Geburtstag einen Kuchen + selbstgebastelten Fotokalender bekam. Ich fand es sehr unromantisch von ihm, dass er "nur" in ein Geschäft ging u. mir schnell irgendetw. gekauft hatte.

So konnte man es auch sehen. Was ich jedoch nicht sah - weil ich einfach andere Vorstellungen hatte als Frau - er hatte mir aufmerksam zugehört als ich ihm einige Wochen vorher erzählte, dass ich bald ein BGB u. HGB für mein Studium kaufen müsste. Ich ein bestimmtes Lexikon kaufen wollte, aber es mir zu teuer war. Ich Teddys liebe (aber nur als Kuscheltiere) u. er mir daher eine Teddy-Tasse kaufte, da ich sie auch im Alltag nutzen konnte u. er mir nicht etwas kaufen wollte, vondem ich schon 5 besaß. Er hatte als Mann also einfach nur praktisch gedacht. :) Dies waren alles Dinge, die ich brauchte und er merkte sich das. Warum ging ich eigentlich selbstständlich davon aus, dass ER wissen müsste, dass ich mir als Frau lieber Blumen wünsche, weil es halt so schön romantisch ist? Warum habe ich ihm vorher nicht einfach gesagt, was ich mir gewünscht hätte?

Von da an wurde mir klar, dass was in meinen Vorstellungen selbstverständlich war, muss es in seinen nicht sein. Ich sagte ihm dann nur, dass ich mich über Blumen zum Geburtstag freuen würde u. ich es lieber mag, wenn er etwas für mich bastelt. Und siehe da: Zum nächsten Geburstag bekam ich alles, was ich mir wünschte.
Statt wie früher: ,,Liebling, in unserer Nähe hat ein neues Restaurant eröffnet." Er: ,,Achso, wusste ich nicht" und enttäuscht u. traurig zu sein, weil er den Wink nicht verstanden hatte, dass ich gerne da mal hingehen möchte, sagte ich ihm einfach: ,,Liebling ich möchte gerne das neue Restaurant mit dir ausprobieren." Er: ,,Gerne Liebling." Es kann ganz einfach sein. :)

Männer denken u. fühlen nicht wie Frauen. Wenn du Wünsche o. Erwartungen an deinem Freund hast, dann sage es ihm einfach. Nicht durch die Blume. Hier u. da mal eine versteckte Botschaft. Männer bemerken sowas nicht. Erzeugt nur Frust.
Erst wenn ein Mann nicht auf dich eingeht und alles wie immer bleibt, nachdem! du mit ihm geredet hast, dann -ja erst dann- ist er ein unaufmerksamer u. egoistischer Mann.
 
  • #39
ich möchte, dass meine Freundin jederzeit sexuell bereit ist, dass sie abends mit einem Braten im Ofen
auf mich wartet, wenn ich von der Arbeit komme, mir die lästigen Pflichten des Haushalts vom Leibe
hält und sich mir fügt, da ich der Herr im Haus bin.

Ach ne, das waren ja die 50er.

Das Männerbild von früher gibt es nicht mehr, weil es das Frauenbild von früher nicht mehr gibt.

Da ist es müssig für Frauen die alten Zeiten heraufzubeschwören.

Ihr habt die Rechte und die Stellung der Männer bekommen. Also werdet ihr auch so behandelt.
 
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  • #40
Liebe FS,
Sehr häufig ist es so, dass wir irgendwo sind, in einer Pause bei irgendeiner Konzertveranstaltung, und ich sehe andere Leute etwas Schönes essen oder trinken und sage dann zu ihm: O, dahinten gibt es Wein oder Bier oder Brezel, was auch immer.
Und dann kommt fast immer: "Nö, möchte ich jetzt gar nicht"..
Nie kommt dann: Möchtest du? Wollen wir hingehen?

Hallo FS,

an dem obrigen Dialog von Gast 25 ist gut erkennbar, warum Frauen oftmals von ihren Partnern entäuscht sind.

Die Frau in diesem Fall würde sich wünschen, dass er durch ihre Äußerung auf die Idee gebracht wird, dass sie, seine geliebte Partnerin, vielleicht etwas Trinken oder Essen möchte statt es einfach so zu sagen (,,Schatz, kannst du mir bitte eine Brezel holen. Ich habe gerade Hunger und möchte gerne etwas essen."). Männer nehmen es meist nur als einen Hinweis ihrer Partnerin wahr, dass da es da hinten Bier und Brezeln gibt und denken sich nichts weiter dabei. Und genau das nehmen ihnen viele Frauen dann übel.

Ich war auch eine lange Zeit immer etwas enttäuscht von meinem Freund, wenn er meine verstreuten Hinweise nicht richtig gedeutet hatte oder besser gesagt nicht so gedeutet hat, wie ich es wollte. Passierte mir auch bei meinen Ex-Freunden. Bis zum folgenden Vorfall:

Ich telefonierte mit meiner besten Freundin, die traurig war, dass ihr Freund sie nicht mehr so oft im Arm nahm und zärtlich war, wie zu Beginn ihrer Beziehung. Sie teilte mir mit, dass sie mit ihm darüber geredet hatte und er sich bei ihr dafür entschuldigt habe und es ihm wirklich leid tue. Ihm sei es gar nicht so im Alltag aufgefallen. Seitdem bemühte er sich wieder mehr um sie und sie hätte glücklich sein können, doch als wir wieder telefonierten, meinte sie:
,,Anna, ich müsste jetzt eigentlich glücklich sein, da er sich in der letzten Zeit wirklich um mich bemüht, aber es macht mich traurig, dass er nicht von allein darauf gekommen ist und ich es ihm sage musste. Das trübt meine Freude irgendwie."

Erst da fiel mir auf, wie kompliziert wir Frauen manchmal sein können und ihr Freund tat mir leid, dass er, wie er es auch machte, meiner Freundin es nicht recht machen konnte. Seitdem gehe ich gelassener mit meinem Freund um und so bin ich auch viel glücklicher geworden.

w (33)
 
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  • #41
Vielleicht ist er durch das ganze Emanzengehabe mittlerweile gewohnt, so zu agieren.
Hast du es ihm schon mal gesagt? Es ist ihm wahrscheinlich nicht bewusst.
Nicht denken: „er wird schon sehen...er muss doch wissen...“ sondern ein Gespräch, kurz und klar.
Ich denke, das es danach besser ist.
w, 42
 
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  • #42
Erstaunlich finde ich, dass Dir das jetzt erst auffällt. Bei mir wäre da kaum Verliebtheit entstanden (was ja auch schade ist, manche Männer brauchen vielleicht nur mal einen Hinweis). Ich achte sehr auf kleine Signale der Fürsorglichkeit, großes Kino ist mir eher suspekt.
Zeige ihm, was Dir fehlt. Die allermeisten Männer sind froh, wenn sie nicht Rätselraten müssen, und so wie Du ihn beschreibst, stehen die Chancen gut, dass er Dir gerne gibt, wonach Du Dich sehnst.
In diesem Sinne "weiblicher" zu sein bedeutet aber auch, richtige Signale zu geben. Muss hier leider sein;)
w.
 
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  • #43
Ich weiß genau, was DU meinst und ich muss sagen: Dein Liebster kommt eben nicht so ganz aus nem guten Stall.
Keine Erziehung!
Natürlich kannst Du alles selber, aber ein toller Mann, ein Gentleman hilft Dir in den Mantel, macht Dir die Tür auf, holt Dich ab, wählt den Wein aus, rückt auch mal den Stuhl zurecht und lädt Dich ein.
Nicht, weil Du so ein dummes Ding bist oder ein armes hascherl, sondern weil er Dir zeigen will, dass Du es WERT bist, dass er Dich respektiert und auch verehrt.
Als Frau!

Das erhöht die sexuelle Spannung ungemein!
Wenn in einer Beziehung ein kumpelhaftes 50:50 herrscht, jeder trägt seinen Koffer und macht sein Ding, dann herrscht auch irgendwann im Bett Routine bis Flaute, denn:

Wer will schon seinen Kumpel vögeln?

Männer, die das nicht kapieren, sind eben leider auch keine guten Liebhaber, man langweil sich mit ihnen. Eine Frau muss eine Frau sein dürfen.
Für einen Kumpel zieh ich auch keine halterlosen Strümpfe an, den besuch ich auch nicht nackt mit Trench und High Heels und den begehre ich auch nicht.
Den finde ich allenfalls süß und lieb.

w,41
 
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  • #44
Ih würde sagen er ist alt mehr der Spröde Typ.....und der wir auch nicht mehr anders...nimm ihn so, wenn Du ihn willst und wenn Dr das als-Frau-behandelt-werden, wie Du nennst , wichtig ist, dann such Dir einen Anderen.....der hat dann Andere Macken......;-))
 
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  • #45
Aber wenn Du ihn sonst gern hast und Dich nicht trennen möchtest, versuch es doch irgendwelchen Knigge-Kursen ;-) Es gibt doch genug Seminare.

Oh, da wäre ich gespannt. Denn beispielsweise hält schon längst nicht mehr der Mann der Frau die Autotür auf, sondern der Fahrer dem Beifahrer. Mir (m) hat noch keine Frau, insofern sie Fahrer war, die Autotür aufgehalten.
 
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  • #46
Liebe FS,

wenn ich ganz tief über deinen Beitrag nachdenke frage ich mich, ob er davon ausgeht, dass du wenig Selbstwert bestitzt und dich daher so behandelt? Hat er in der Vergangenheit die Erfahrung mit anderen Frauen (auch Mutter/Schwestern) gemacht, dass mann sich null bemühen muss? Oder sieht er so gut aus, dass die Frauen sich das bieten lassen?

Auf einen Punkt möchte ich noch ganz speziell eingehen, nämlich, dass du immer den Anfang beim Sex machst. So einen Mann hatte ich auch einmal. Dieser war sehr geizig (hat dies so gut es geht anfangs versteckt und auf große Hose gemacht, mich also direkt manipuliert). Denn wenn er den Anfang machen würde, wäre er ja der *Bittsteller*. Das schmeckt solchem Typ Mensch meist nicht. Warum es mit diesem Mann letztendlich scheiterte war, dass er mich beim Sex als Bittstellerin hinstellte. Irgendwo war dann in meiner ganzen Verblendung Schicht im Schacht!

Das ganze Verhalten dieses Mannes wirkt auf mich irgendwie geizig! Geizig mit aufmerksamkeiten, geizig mit Höflichkeiten . Wäre ein No-Go für mich. Könnte diesen Mann nicht mehr für voll nehmen.

w, Mitte 40
 
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  • #47
Ich merke nur, dass mir ein Gefühl fehlt, welches ich vielleicht auf Dauer immer mehr vermissen werde.

Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Ich habe eine knapp 2-jährige Beziehung geführt, in der ich dieses Gefühl von Beginn an hatte. Am Anfang habe ich mich zunächst nur gewundert, im weiteren Verlauf hat mich sein Verhalten mehr und mehr gestört, zum Ende hin fand ich es unerträglich.

Für mich spricht daraus ein grundlegender Mangel an Empathie. Es ist für mich auch sehr viel mehr als nur "schlecht erzogen" etc. und gehört für mich zu den grundlegenden basics, um eine liebevolle und innige Beziehung führen zu können. Da sich Letzteres genau aus diesem Grund bei uns nicht entwickeln konnte, habe ich mich getrennt. Ich hätte sonst immer etwas elementares vermisst. Lieber solo, als eine Sparvariante von Beziehung.

Es war eine goldrichtige Entscheidung. Denn mein heutiger Partner besitzt sehr viel von dieser Empathie und unsere Beziehung läuft auf einem ganz anderen level. Ich würde sogar sagen, diesmal ist es beidseitig aufrichtige, tiefe Liebe, während die letzte Beziehung gefühlsmäßig verflacht und auf Sparflamme lief. Und das zum Schluss beidseitig, denn für einen Partner, der in erster Linie nur an sich denkt, kann ich langfristig auch keine tiefen Gefühle aufbringen.

w, 53
 
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  • #48
Genau diese Eigenschaft fehlt aber den Männern, die in erster Linie fürsorglich darauf achten, dass es den Menschen in ihrer Umgebung gut geht.

Nein, das stimmt zum Glück nicht.

Es gibt selbstverständlich auch Männer, die ihre fürsorgliche Eigenschaften in eine Beziehung einbringen und gleichzeitig selbstbewusst / zielstrebig sind. Wäre auch schlimm, wenn es nicht so wäre.

Solche Pauschalisierungen helfen nicht weiter. Im Gegenteil: Sie untermauern fälschlicherweise die merkwürdige Annahme, dass man eben nicht alles haben kann und sich folglich dann mit schlechten Kompromissen zufrieden gibt, à la: Mein Partner ist leider nicht fürsorglich, aber dafür eben selbstbewusst.

Letztlich geht es bei der Frage der FS doch darum, ob ihre Liebe ausreicht, um so einen Kompromiss auf Dauer leben zu wollen.

w
 
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  • #49
#39

Das stimmt so nicht, wenn ich mir dir 50´er Baujahre anschaue, sind unter ihnen
auch ganz viele, die keine Manieren haben. Obwohl die Frauen tun und machen.

Ich finde, entweder hatte der Mann keine Beziehung zu Frauen gehabt bis Heute,
oder er ist anstandslos.

Mal ehrlich, einer Frau die Tür aufhalten, hat doch nichts mit Emanzipation zu tun.
Wenn Frauen heute gleichberechtigt sind, sollten Männer aber trotzdem noch
die starken Arme haben.
 
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  • #50
Schau mal auf sein Leben. Diese mangelnde Rücksicht Dir gegenüber kann auch gepaart mit allgemein fehlender Umsicht daherkommen. Dann schnell weg.
Das sind die Leute, die sich mal eben den Rückspiegel abfahren, 3 x die Woche in Hundesch....
treten und ab und zu fällt was aus der Hand. Das wäre dann der stoffelige Schussel. Mit dem lebt es sich nicht ungefährlich. Wenn der Ölstand auf dem Paß oben tief unten ist oder der Waldweg in der Dämmerung im Nirwana endet und der schöne Sonnenuntergang im stadtbekannten Drogenpark
genossen wird. Du siehst, es gibt noch Steigerungen zum gemeinen Wald- und Wiesenstoffel.
w
 
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  • #51
ich möchte, dass meine Freundin jederzeit sexuell bereit ist, dass sie abends mit einem Braten im Ofen
auf mich wartet, wenn ich von der Arbeit komme, mir die lästigen Pflichten des Haushalts vom Leibe
hält und sich mir fügt, da ich der Herr im Haus bin.

Das Männerbild von früher gibt es nicht mehr, weil es das Frauenbild von früher nicht mehr gibt.

Das ist der Knackpunkt, den die meisten Frauen entweder nicht sehen wollen oder bewusst verschweigen: den Gentleman gab's nicht umsonst, der war an eine Gegenleistung geknüpft.

Ich weiß nicht wie der Freund der FS tickt, aber müsste ich ständig und überall den Casanova machen, würde ich im Gegenzug die Gina Wild in der Kiste erwarten - und zwar das Komplettprogramm der Leidenschaft nach meinem (männlichen) Verständnis, nicht nach dem der Damenwelt. Quid pro quo, das ist ziemlich fair.
 
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  • #52
Gewisse Spielregeln spielen sich einfach ein, sowohl gesellschaftlich als auch individuell in einer Beziehung.
Wenn der Mann den Part des "jeden Wunsch von den Lippen ablesenden bzw. die Frau auf Händen tragenden übernehmen soll", dann muss die Frau dem im Gegenzug gerecht werden. Da Männer direkte Kommunikation pflegen und für zwei mitdenken, bedeutet das, dass die Frau auch hin und wieder die Anweisung des Mannes umsetzen muss. Der Mann sagt bspw.: Du musst übermorgen um 17 Uhr das Auto von der Werkstatt abholen, ich habe da einen Termin und kann nicht, mach du das und bring mir mal bitte ein Bier...
Da gibt es ganz viele Frauen die sagen Pöööh, bin doch nicht die Dienerin des Mannes, übermorgen habe ich eine Verabredung mit einer Freundin und dein Bier kannst du dir gefälligst selbst holen. Die Frauen sind so gepolt, dass sie sich auf keinen Fall unterbuttern lassen wollen und auf Anweisung schonmal gar nichts machen. Das ist ein Ergebnis der Emanzipation und der Erziehung.
 
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  • #53
Ich kann dich da sehr gut verstehen und habe festgestellt, das fast alle Männer in der Generation der unter 40-jährigen so ein plumpes Verhalten an den Tag legen.

Nee, also ich selbst als Frau Ü40 kann nicht sagen, dass ALLE Männer so plump und schlecht erzogen sind. Der Freund (18) meiner Tochter ist es nicht und ein Hausbewohner, der in guter Beziehung lebt, ist es mir gegenüber auch nicht. Er ist aber auch in einem Dienstleistungsberuf seit zig Jahren tätig und das prägt auch im privatem Bereich bzw. er ist wahrscheinlich nur dort so erfolgreich, weil er auf eine angenehme Art die Frau hofierend bzw. männlich höflich ist. Er ist auch ansonsten ein sexy Typ, mit einer guten Portion männlichen Witz und viel Charme.

w
 
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  • #54
Das ist der Knackpunkt, den die meisten Frauen entweder nicht sehen wollen oder bewusst verschweigen: den Gentleman gab's nicht umsonst, der war an eine Gegenleistung geknüpft.

Ich weiß nicht wie der Freund der FS tickt, aber müsste ich ständig und überall den Casanova machen, würde ich im Gegenzug die Gina Wild in der Kiste erwarten - und zwar das Komplettprogramm der Leidenschaft nach meinem (männlichen) Verständnis, nicht nach dem der Damenwelt. Quid pro quo, das ist ziemlich fair.


Das stimmt nicht!
Ich habe und hatte meistens Freunde, die Gentleman waren. das ist eine Grundhaltung und eine Erziehungssache, wie man es selber aus dem Freundes- und Familienkreis kennt.
Und keiner dieser Herren hat erwartet, dass ich mich benehme, wie die Frauen von Stepford (bitte googeln, wers nicht kennt). Die Männer konnten auch kochen und haben mich bekocht. Und trotzdem haben sie mir die Tür aufgehalten.
Der Unterschied ist eben:
Ein toller Mann behandelt eine Frau respektvoll, weil er es MÖCHTE und nicht, weil er eine Gegenleistung dafür will. Mal abgesehen davon, dass, sobald Kinder ins Spiel kommen, es sowieso so läuft, dass die Frau Kinder und Haushalt machen muss - auch promoviert und studiert so wie ich der Braten stand auch auf dem Tisch.
Aber Lust auf Sex habe ich eher, wenn ich mich stylen kann und ausgeführt werde und ich mich ganz als Frau fühlen kann - sexy, schön, perfekt gestylt und nicht, wenn ich Putzfrau, Köchin und Kindermädchen in einer Person bin.

Männer, die eine Frau nicht verwöhnen können, beherrschen eben auch nicht die Kunst der Verführung. Und dann beklagen sie sich, dass sexuell nichts läuft!
Behandle deine Frau wie eine FRAU und es läuft auch sexuell.
Behandle sie wie einen Kumpel oder wie deine Putzfrau und es herrscht Flaute im Bett.

Ich habe nur noch Männer, die sich bemühen und das gerne.

Zur FS: Der Typ ist ungehobelt und ohne Erziehung. Ich würde ebenso agieren: Also mich an den besseren Platz setzen, ihm sagen, dass er mal den Kellner rufen soll und bestellen kann... sag einfach "Ich nehme dies und das" zu ihm und lehne Dich dann zurück, wenn der Kellner kommt.
Danach dann ganz wichtig: Mann loben, wie toll er das gemacht hat und dass Dir das gefällt ;-)
Genauso beim Tür aufhalten. Bleib doch einfach mal vor der Tür stehen, wenn ihr ausgeht, bis er sie aufmacht. Und bitte ihn, Dir deinen Mantel zu holen. Danach wieder loben, dass Dir das gefällt.
Die meisten Männer sind eigentlich ganz gerne Gentleman und vor allem wollen sie gerne bewundert werden und gelobt.
Vielleicht klappt das ja bei Deinem Exemplar!?

w,41
 
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  • #55
Ihr habt die Rechte und die Stellung der Männer bekommen. Also werdet ihr auch so behandelt.

Frauen wurden auch in den 50ern so behandelt. Das ist keine Frage der Emanzipation, und was Du aufgezählt hast als Wünsche vom Mann, hat eher mit der gesellschaftlichen Stellung der Frau damals zu tun, als mit höflichem und irgendwie verführerisch-erotischem Umgang, bei dem Mann sich als Mann und Frau sich als Frau fühlt.

Wenn ein Mann nicht genug verdient, kann er sich ne Frau, die mit dem Essen auf ihn wartet, nicht leisten, und er hat auch nicht mehr die Macht, allein zu Hause zu regieren.
Das hat doch aber nichts damit zu tun, dass sich Frauen was Schönes anziehen, damit der Mann sie aufregend findet, oder der Mann die Tür aufhält. (im Übrigen ist das wohl ein Irrtum, dass das Höflichkeit ist, weil man der Frau angeblich den Vortritt ließ, um nicht einem möglichen Feind in die Arme zu laufen. Also von wegen Beschützer ...)

Vieles liegt an der Trampeligkeit beider Geschlechter und an Erwartungen, die man nicht kommuniziert.
Und an sich bin ich nicht der Meinung, dass ein Mann automatisch den schlechteren Platz einzunehmen hat oder frieren sollte, während er ihr sein Jackett um die Schultern legt, weil sie sich ein unpassendes Kleid angezogen hat. Ich halte auch Männern die Tür auf, aber sie mir eben auch.

So ein bisschen Schliff ist unglaublich sexy und wer das trotzig über Bord wirft, weil er den Frauen vorwirft, dass sie auch Geld verdienen wollen oder sich nicht als dritten Arm eines Mannes sehen möchten als Lebensziel, der tut sich keinen Gefallen. Genauso wenig wie die Frauen, die "ich kann das allein!" giften, wenn ein Mann ihnen in den Mantel helfen will.

Gute Manieren kosten nichts, sagte John Steed einmal, wenn ich mich richtig erinnere. :D
 
  • #56
Haha....ich bin immer noch nicht fertig mit dem Schmunzeln. das könnte von mir geschrieben worden sein.
Anfangs habe ich gedacht, da fehlte in Kindheit und Jugend das gute Beispiel, aber so ist es nicht! Sein Vater "verwöhnt" die Mutter immernoch mit Höflichkeit und so weiter.
Er ist eben so, wie er ist und gelegentlich geht mir das auch auf den Geist! Dann mache ich ihm eine scherzhafte Ansage und wir vertragen uns wieder.
Es ist jedoch ein sehr schönes Gefühl, immer mal wieder positiv überrascht zu werden, wenn er einfach Dinge selbstverständlich tut, die der Herr von Welt intus haben sollte zum Beispiel Sakko schließen, wenn er aufsteht, Kravatte binden, Kravatte ab bei kurzärmeligem Hemd und so weiter. Kleinigkeiten, die ich eben wahrnehme und die mich mit einer direkt vor mir zugeklatschten Tür versöhnen.
 
  • #57
hier werden mal munter wieder die Dinge zusammengewürfelt.

Respekt und höfliche Behandlung kriegen alle Menschen, wenn sie sich selbst adäquat benehmen.
Das hat nichts mit in den Mantel helfen oder liebevoll oder "Empathie" zu tun. Die meisten Wissen
gar nicht was das Wort bedeutet und benutzen es munter als Synonym.

Wenn der Mann in den Mantel hilft, Geschenke macht o.ä. was hier so als charmante Geste
gedeutet wird, bringt sich der Mann kurz in eine unterlegene Position (Bittsteller oder Diener)
das erhöht den Status der Frau kurzzeitig. Das hat nichts mit charmant oder so zu tun.
Er macht sich sprichwörtlich selbst zum Unterlegenen. Warum sollte der man das machen
und wie soll bei solchen geforderten Gesten die Liebe wachsen? Wenn der Mann ständig
den Diener machen soll?

Die Frauen, die das fordern, wollen Unterwerfungsgesten, um sich dann weiblich zu fühlen. (!)
Das lässt tiefenpsychologisch tief blicken, welche Weiblichkeit aus ihrem Selbstverständnis entspringt.

(vor 50 Jahren konnte der Mann mal für ein paar Sekunden den Bückling machen, weil er für den Rest des Tages
der Chef im Haus war)

Was eine Frau sich wirklich weiblich fühlen lässt, ist charmante Kommunikation. Das lässt
psychisch gesunde Frauen sich weiblich fühlen. So ganz ohne Geschenke und Gesten.
Das ist wirklich Beziehung auf Augenhöhe. Die ist aber in Wirklichkeit nie von Frauenseite gewünscht.
 
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  • #58
Der Mann hat schlicht und ergreifend keinen Anstand. Da ist in der Erziehung etwas gründlich schief gelaufen. Schiess ihn ab. Keine Frau hat es nötig, sich mit so einem Stoffel abzugeben.
Unglaublich, was es für Typen gibt. Null Manieren.

w 49
 
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  • #59
Zu 56
Frauen wünschen keine Unterwerfungsgesten - um himmelswillen
Du verwechselst das mit dem Wunsch nach Fürsorglichkeit.
Weg bahnen, Tür aufhalten, Schirm auch über meinem Kopf - das
ist Fürsorge und Schutz - seeehr männlich.
Ein beschützender Mann unterwirft sich doch nicht. Und dieser beispielhaft
genannte Bruder Lustig mit seiner Kommunikation und Witzigkeit - so jemand
Ist mal mit mir an die See gefahren, Ferienwohnung, Kurzwochenende und
die Fahrt war ja so unterhaltsam, seine Augen und Zähne blitzten - nur leider
hatte er irgendwie vergessen, meine Reisetasche einzupacken - die war dann
nicht weg, die hatte nur jemand anders.
Fürsorge, Verantwortung und Schutz - männlich - erregend.
Witzig aber gedankenlos rumstolpern - kleiner Junge - liebenswert.
Je mehr Mann, desto mehr Frau.
w
 
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  • #60
Zitat von bigger:
Wenn der Mann in den Mantel hilft, Geschenke macht

Ich finde, es ist einen Riesenunterschied, ob man in den Mantel hilft oder ein Geschenk macht. In den Mantel helfen kann mir auch irgendein Gentleman, aber greifbare Geschenke, also Geldausgabe? Das ist für mich was viel Intimeres. Sowas zu erwarten, ist für mich albern.

Kann sein, dass für einen Mann sich den Mantel greifen und ihn hinhalten, eine Dienerposition ist. Aber ich empfinde den Mann nicht als unterlegen deswegen. Für mich sind das "Verhaltens-Geschenke" ans andere Geschlecht, zumal ich keine Probleme habe, selber die Tür aufzuhalten für einen Mann.

Aber ich habe in der Tat schon mal mit ner Freundin diskutiert, was das weibliche Gegenstück ist zum Gentleman. Was kann man als Frau tun, wenn ein Mann Tür aufhält und dergleichen. Uns ist wirklich nichts eingefallen. Insofern scheint da tatsächlich ein Ungleichgewicht zu bestehen.

Würde man es als Beschützergesten deuten wollen (Mann ist stärker und fühlt sich "heldenhaft", wenn er behilflich ist), dann wäre es ja die Rolle der Frau, die Hilflosgesten zu beherrschen, Augenaufschlag, Lächeln usw., um ihm das Gefühl zu geben, das frau denkt, das hinter seinen Gesten steckt.

Abgesehen davon wäre es für mich ein Zeichen der Emanzipation, wenn man nicht erwartet, dass der Mann die Rechnung übernimmt. Denn da Frauen auch Geld verdienen, seh ich auch nicht, warum ein Mann so tun sollte, als sei die Dame wirklich eine Hausfrau aus den Fünfzigern.

Die Frauen, die das fordern, wollen Unterwerfungsgesten, um sich dann weiblich zu fühlen. (!)
Das lässt tiefenpsychologisch tief blicken, welche Weiblichkeit aus ihrem Selbstverständnis entspringt.

Analyze this :D Aber ich empfinde das als Umsorge- bzw. Beschützergeste, nicht als Dienergeste, obwohl Mantelhalten wie Dienergeste ist. Ich hab allerdings auch nie drüber nachgedacht, ob ich nun emanzipiert bin oder nicht, wenn ich Leibgerichte gekocht habe oder Knöpfe angenäht. Ich finds schön, wenn ich sowas für den anderen tun kann.

Ich glaube, man kommt nicht weiter, wenn man alles aufwiegen will.
Fakt ist, dass die Gleichmacherei in Verhalten und Kleidung aus allen Kumpels macht, was ich nicht erotisch finde. Allerdings ist eine abhängige Frau, die nur dableibt, weil sie nicht auf eigenen Füßen stehen kann, auch keine erotische Partnerin.

vor 50 Jahren konnte der Mann mal für ein paar Sekunden den Bückling machen, weil er für den Rest des Tages der Chef im Haus war

Aber auch ungerecht, oder?

Was eine Frau sich wirklich weiblich fühlen lässt, ist charmante Kommunikation

Nicht unbedingt und nicht jede Frau sieht das so. Klar, wenn das Gespräch charmant ist, ist das schön, es sei denn, es ist offensichtliches Süßholzraspeln, das nur auf eins abzielt.
Aber wenn ich dann vom Charme-Redner die Tür vorn Kopf kriege, ist das für mich nur Blabla ohne dass ich dem Mann den Charme noch glauben kann.
 
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