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  • #1

Wenn Freundinnen einem die Ohren volljammern ...

Hallo in die Runde - eine Frage: Kennt das noch jemand? Jammernde Freundinnen, die einen ständig anrufen und mit ihren selbstgemachten Problemen die Laune verderben, Zuhörer und Seelenklempner brauchen? Keine weitere Meinung gelten lassen und überhaupt keine Lösungen hören möchten? Ich habe das leider häufig und lasse viele Kontakte derzeit einschlafen, weil ich's einfach nicht mehr aushalte, ständig am Telefon festgehalten zu werden. Meine Frage: Wenn versehentlich meine Kinder ans Telefon gehen, dann bekommen es einige meiner BekannInnen (Freundin kann man es nicht mehr nennen) es tatsächlich fertig. ihre Miseren meinen Kindern (21 und 14) zu schildern, was soll denn das? Mein Sohn - herzensgut wie er ist - hat sich das dann eine halbe Stunde lang angehört und mitgefühlt - ich habe ihm später gesagt, er hätte ruhig auflegen können, weil: Wie soll er bitte schön bei Beziehungs- oder Ämterproblemen helfen? Ich werde da heute anrufen und Bescheid geben, dass meine Kinder bitte aus Problemen herausgehalten werden sollen. Kennt noch jemand so eine Situation, und wenn ja, wie wurde das Problem gelöst? Mit dem verbalen Vorschlaghammer oder mit vermeiden des Telefonates, wenn die Nummer erscheint? Neuerdings ruft man mit unterdrückter Nummer an, da gehe ich dann gleich gar nicht mehr dran. Wenn ich sage, dass ich meine eigenen Sorgen habe und jetzt keine Zeit habe, heißt es immer: "Nur ganz schnell..." und dann ist wieder eine halbe Stunde vorbei. Wie habt Ihr das gelöst, würde mich wirklich interessieren...
 
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  • #2
Wieso? Lass doch deine Kinder rangehen. Die sind alt genug, um entscheiden zu können, mit wem sie reden.
Ansonsten musst du dich halt mal klar ausdrücken und sagen, dass du dir das nicht mehr anhören willst, weil aus deiner Sicht dazu alles gesagt ist. Dann Nummer sperren und fertig.
Scheinst dir deine Probleme auch selbst zu machen.
 
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  • #3
Ich hatte auch solche Freundinnen, die ständig und immer irgendwelche Probleme hatten, die irgenwie an den Haaren herbeigezogen waren. Nicht mal "richtige" Probleme, eigentlich nur Befindlichkeiten.

Wie ich das gelöst habe? Ganz einfach! Ich hab meine Freundinnen einfach nicht ausreden lassen am Telefon. Hab ihnen mit kleinen Wehwehchen das Ohr abgekaut. Es dauerte nicht lange, und es war Ruhe. Himmliche Ruhe!

Die Mädels (eigentlich gestandene Frauen, die ihre Probleme auch alleine lösen könnten) rufen zwar manchmal noch an, aber nur um ganz entspannt zu plauden.

w/55
 
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  • #4
@Gast 1: Geht's noch 'nen Zacken pampiger?
 
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  • #5
Das kenne ich leider nur zu gut.

Mein Erfolgsrezept:

Klipp und klar sagen, was man denkt. Nicht ewig zuhören, nicht bejahend nicken und nicht zustimmen. Einmal ganz im Ernst fragen, was das eigentlich soll und ob sie TATSÄCHLICH nicht in der Lage ist, das selbst in den Griff zu kriegen.

Hat bei mir gut funktioniert und erstaunlicherweise noch nicht einmal die Freundschaft beeinträchtigt, die danach tatsächlich wieder eine wurde.

Meine Freundin hatte sich damals derart in ihre Probleme verrannt, dass sie den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sah und aus jeder Mücke in Elefanten machte. ..und danach jeden totquatschen wollte.

Ein paar harte Worte wirkten da wie eine kalte Dusche. Im ersten Moment ein Schock, aber dennoch ganz erfrischen.
 
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  • #6
Hallo, was hast Du denn für einen Freundschaftsbegriff? Ich glaube, ich werde mal aufhören mir hier eure Stories reinzuziehen, denn was so manche unter Freundschaft oder Liebe verstehen, deckt sich nun wirklich überhaupt nicht mit meinen Vorstellungen. Und ja, ich kenne das und halte es aus, höre zu und stelle mich auch mal hinten an. Wenn es meinen Freunden schlecht geht, dann bin ich für sie da, auch wenn ich mir hundertmal die gleiche Geschichte anhöre. Für mich ist das normal. Meine Freunde sind auch immer für mich da und tun genau das gleiche für mich. So, das wars jetzt von mir. Ich brauche mal eine Pause von diesen Geschichten hier. w37
 
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  • #7
Bei mir ist gerade soll ein Fall akut. Ich lernte vor 1,5 Jahren eine junge Mutter mit 2 Kids kennen. Ich bin 11 Jahre älter, und habe mein Leben ganz gut in den Griff.
Sie hat nur Probleme, mit dem Freund, mit den Kindern, mit dem Amt, mit den Nachbarn.
Anfangs war es noch ganz lustig mit ihr....aber dann gings los.
Kannste mal machen, holste mal, bringste mal mit, wie geht das, das kann ich nicht...dann der andauernde Zoff mit allen, wo ich immer sagte: "Dann ändere doch was!"
Statt dessen ritt sie sich immer mehr rein, hat sich oft besoffen...und danach war die Welt wieder O.K..
Ich komme damit nicht klar, dass jemand etwas vor hat, aber genau das Gegenteil davon tut und mir dann wieder die Ohren voll jammert.

Stopp, aus, vorbei. Ich schickte ihr eine sms, dass ich aus ihrem Leben verschwinde. Ihre Antwort: Mach doch was du willst, keine Ahnung was du für ein Problem hast.
Meine Antwort: ICH habe kein Problem, das ist es ja!
Sie hat es nicht verstanden, und tat es als "Psychokacke" ab.
Das habe ich irgendwie erwartet, kratzt mich aber nicht.
Seitdem habe ich nichts mehr von ihr gehört. Geht doch!
 
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  • #8
w37, da hast Du Glück! Ich kann die FS bestens verstehen. Bei mir ist es leider so, dass mir die Ohren vollgejammert werden, wenn ICH aber mal mit etwas auf der Seele komme, wird das dann sofort wieder umgebogen und benutzt in die Richtung, dass die Freundin sofort wieder mit ihrem Seelenkäse losflennt, meine Sachen nach 5 Minuten total unter den Teppich gekehrt werden. Wenn dann aber noch meine Kinder mit dem Seelenmüll einbezogen werden würden, weil "jeder Zuhörer recht ist", würde mir die Mütze platzen! Auch andere Menschen haben noch ein Leben - wenn man nur jammern will, soll man sich eine Parkuhr oder einen Therapeuten suchen und dafür bezahlen, dass man ihm die Ohren vollheult.
 
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  • #9
Lieber FS, ich hatte auch mal so eine "Freundin" - wenn sie am Telefon war hat sie geredet und geredet und geredet. Sätze wie " Sorry - ich muss mich für einen Arzttermin fertigmachen usw " gingen an ihr vorbei. Ich hab dann den Hörer aufgelegt und das Telefon auf AB geschaltet. Allerdings - ich musste dies ein halbes Jahr lang machen, bis sie dann unter wüstesten Beschimpfungen - ich sein freundschaftsunfähig, ich würde es noch sehr bedauern, wie ich sie behandelt hätte - war noch das mildeste - aus meinem Bekanntenkreis verschwunden ist. Mit ihr sind meine psychosomatischen Rückenschmerzen verschwunden. Was in Deinem Fall eine besondere Frechheit ist ist sich bei Kindern ausjammern. Kinder hben nicht die Lebenserfahrung so etwas
zügig abzuwürden. Es geht hier ja um eine Freundin des Vaters die jammern will, niemand von der Peergruppe der Kinder. Das würde ich ihr als erstes schreiben. Und dann schreiben, dass sie ihre Probleme lösen soll - gerne mit Therapeut oder Selbsthilfegruppe - aber ohne deine Kinder noch einmal anzusprechen. Und auch du darfst sagen "never ever".
 
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  • #10
Ähnliches habe ich neulich in meinem Freundeskreis beobachtet. Ich habe extra nur mal beobachtet. Jeder hat von seinen Problemen irgendetwas erzählt, aber keine hat der Anderen auch nur einen Ratschlag oder Zuspruch gegeben. Ich bin bei meinen Ratschlägen oft sehr direkt und sage auch mal etwas was diejenige nicht unbedingt hören wollte. Aber, wenn ich gefragt werde, gibt es von mir auch die ungeschminkte Wahrheit, nur nach dem Mund reden ist nicht drin.
Von meiner eigentlich besten Freundin habe ich mich jetzt etwas distanziert. Sie kann 3 Stunden am Stück von sich und ihren Problemen sprechen. Ich als Mensch bin da völlig egal. Und sie hat immer die gleichen finanziellen Probleme, weil sie trotzdem immer wieder die selben Fehler macht. Bei ihr sind diesbezügl. Hopfen u. Malz verloren.
Mit gewissen Oberflächlichkeiten der Menschheit habe ich mich in letzter Zeit öfter beschäftigt. Ich für mich habe mich entschieden meine Kontakte noch mehr zu differenzieren. Familie, Freunde und viele Bekannte
 
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  • #11
Hallo, was hast Du denn für einen Freundschaftsbegriff? Ich glaube, ich werde mal aufhören mir hier eure Stories reinzuziehen, denn was so manche unter Freundschaft oder Liebe verstehen, deckt sich nun wirklich überhaupt nicht mit meinen Vorstellungen. Und ja, ich kenne das und halte es aus, höre zu und stelle mich auch mal hinten an. Wenn es meinen Freunden schlecht geht, dann bin ich für sie da, auch wenn ich mir hundertmal die gleiche Geschichte anhöre. Für mich ist das normal. Meine Freunde sind auch immer für mich da und tun genau das gleiche für mich. So, das wars jetzt von mir. Ich brauche mal eine Pause von diesen Geschichten hier. w37
Ja, sehe ich absolut genauso. Schon beim Lesen der Eingangsfrage habe ich mir gedacht, was ist denn das für eine Definition von Freundschaft? Hört sich nach einer ziemlich egoistischen Einstellung der FS an. Aber so geht es leider heutzutage in unserer Wohlfühlgesellschaft zu. Keiner hat mehr ein Ohr und Zeit für seinen Nächsten.

m.
 
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  • #12
Oooooooooh ja! Ausdauernde Schilderung der Rolle als Opfer in jeder nur erdenklichen Lebenssituation wo die Frage aufkommt, was zum Teufel bekommt die "Freundin" denn eigentlich (und uneigentlich) wirklich in ihrem Leben gebacken? Nix, oder nicht viel, weil "Freundin" damit beschäftigt ist, ihre Opferrolle zu formulieren, um sie dir dann, in allen schillernden Farben gut ausgemalt, weiterzureichen. Mein Sohn nennt diese Leute Nervenvampire, was einfach nur bedeutet, Hörer auflegen oder aber nur die einfache Frage stellen, welchen Teil die "Freundin" darstellt, Teil des Problems oder Teil der Lösung... ;-)
 
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  • #13
Sag' ihr doch einfach Du hast jetzt gerade was ganz dringendes zu tun, wie z.B.:

- Die Aufzeichnung des letzten "Wort zum Sontag" ansehen.
oder
- Das Karnevalskostüm für nächstes Jahr nochmal anprobieren.
 
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  • #14
Liebes Forum, die Beiträge "keiner hat mehr Zeit für seinen Nächsten" einiger Teilnehmer beschreiben nach meiner Meinung die Haltung der "Jammerfreundinnen" . Die nutzen Menschen aus
- es gibt kein Menschenrecht anderen Personen Wochenlang. Monatelang Jahrelang die Ohren vollzujammern. Und es ist eine Frechheit dann auch noch sehr junge Menschen / Kinder reinzuziehen nur wie die zufüllig die Kinder des seelischen Mülleimers sind. Ich war auch jahrelang in der Situation einer "Kummerkastentante" Mir gings daduch schlecht. Ich habe aufgehört die Kummerkastentante zu sein und mir gehts gut. Wer sich bei mir ausheulen darf, wem ich zuhöre das entscheide ICH. W
 
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  • #15
Also ich kenne diese weibliche Probleme-diskutiererei auch und differenziere da ganz stark:
Wenn eine Freundin mir am Herzen liegt und mich in ernsthaft schwierigen Situationen - sprich Trennung, Trauerfall, Wechsel des Arbeitsplatzes - unterstützt und mir auch mal zuhört dann lasse ich mich gerne auch mal stundenlang mit Nichtigkeiten vollquatschen. Meine beste Freundin darf dann auch gerne fünfmal die Gesundheitsgeschichten von ihrer Tante erzählen auch wenn mich das nicht wirklich fesselt, einfach weil ihr das halt wichtig ist und sie beschäftigt.
Anders ist es bei Bekannten die eine Einbahnstrasse sind. Davon habe ich zwei und ich habe zu ihnen nach einiger Zeit nicht mehr ein so enges Verhältnis weil: als bei mir eine schlimme Trennung war wurde das jeweils mit einem Satz: "ihr habe eh nicht zusammen gepasst!" und "so, so hat er sich doch tatsächlich ne andere gesucht" abgetan. Die eine rief immer gerne an um sich stundenlang über die Verhältnisse irgendwelcher Leute zu empören, obwohl sie das gar nichts anging. Da sage ich bei solchen Tiraden jetzt ganz schnell: "das hat doch nichts mit Dir zu tun, also hör auf dich damit zu beschäftigen". Die andere rief mich immer wegen Nichtigkeiten an (eingebildete Probleme in der Arbeit oder beim Kindermädchen sitzt der Furz quer, etc.). So rief sie zB an einem Abend als sie wusste dass ich eine megawichtigte berufliche Veranstaltung hatte alles zwei Minuten an und schickte Dringlichkeits-SMS. Ich machte mir ernsthaft Sorgen ob ihr was fehle (sie hat eine kleine Tochter), entschuldigte mich unter einem Vorwand, ging raus und rief sie zurück. Da wollte sie mir dann eine lange Geschichte über irgendwelche total aufgebauschten Nichtigkeiten in der Arbeit (mein Kollege hat ein grösseres Büro bekommen und ich nicht!) erzählen. Das war's für mich. Seitdem gehe ich nur noch ran wenn ich grade nichts besseres zu tun habe und sage auch einfach mal "du steigerst Dich da in einen totalen Käse rein." Wenn's ihr nicht passt soll sie jemand anderen volllabern.
Aber für echte Freundinnen habe ich immer Zeit, egal worum's geht....
 
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Gast

  • #16
Problem ist bekannt - hatte eine Bekannte die ununterbrochen quatschte und jammerte - ohne Punkt und Komma, von sich, ihren männlichen Internet Bekannten, ihrem Sohn, Ihrer Tochter und wieder von sich. Nach 10 Jahren Bekanntschaft und ertragen ihres Redeschwalls, stundenlangen Telefonmonologen sowie endlosen MOnologen bei Treffen bei denen man nicht ein einziges Mal zu Wort kam habe ich von heute auf morgen die Reissleine gezogen und den Kontakt abgebrochen. Da ich ihre einzige Freundin/Bekannte war kann sie sich heutzutage mit der Parkuhr unterhalten......
W47
 
  • #17
Gerade als ich auch mal eine schwierige Zeit hatte, nervte mich eine Freundin ständig mit ihren Problemen und zog mich zusätzlich zu meinen Problemen mit ihren runter. Irgendwann hab ich gesagt, ich kann nicht mehr, ruf erst wieder an, wenn Du Positives berichten kannst. w52
 
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  • #18
Natürlich kann es nervig sein, wenn Leute einen wegen Nichtigkeiten nerven. Anders liegt der Fall, wenn Freunde wirklich akute Probleme haben. Dann bin ich definitiv für sie da. Aber wenn schon alles 100 mal durch diskutiert wurde, ohne dass die andere Seite die Bereitschaft zeigt ihr Problem in den Griff z bekommen oder sich helfen zu lassen...; dann ist irgendwann Schicht im Schacht.

Das deine Bekannte(n) deine Kinder mit ihren, wohlgemerkt erwachsenen Problemen, zu labern geht wirklich zu weit! Zeige da deutliche Grenzen auf-was DEINE Aufgabe ist!
 
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Gast

  • #19
Ich habe ab 30 keine Freunde und Freundinnen mehr gehabt. Das Verhältnis zu den Eltern wurde auch abgeschwächt und Partner habe ich auch verabschiedet. Die Leute waren mir alle keinerlei Hilfe in meinem Vorankommen.
Jeder wollte irgendwas von mir. Hätte ich auf jeden gehört, wäre ich heute der Vollclown für jeden und hätte vieles nicht erreicht im Leben.
 
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  • #20
Kenne ich und kann nachvollziehen wie es dir damit geht.

Eine meiner neueren Freundinnen klagt beinah täglich immer wieder, wie dick ihr Bauch ist, dass sie so viel zugenommen habe, keine Klamotten passen usw. Anfangs war ich verständnisvoll, habe zugehört, getröstet, Tipps gegeben - bis mir dann auffiel ... hä... irgendwie ist sie doch total schlank und sieht nicht aus als habe sie zugenommen. Kleidergröße 38 bei 178 cm Körpergröße ist doch super.

Bis ich durch aktives Fragen dahinter kam, dass sie ihrer 36 hinterher trauert und die Gewichtszunahme innerhalb der letzten 5 Jahre erfolgte. Bei immerhin 3 Schwangerschaften finde ich das sehr respektabel, wenn man bedenkt was das für den Körper bedeutet.

Neuerdings bekomme ich von meiner Freundin ständig erzählt, dass es ihr schlecht gehe, weil sie heute schon 6 Stück Kuchen gegessen habe. (Sie backt jeden Tag!)

Inzwischen lächle ich sie in diesen Momenten an und sage ihr, das ihr das wohl gut tut und sie sich freuen könne, auf sowas leckeres Appetit zu haben. Denn ich sehe das so: sie ist alt genug und weiß wie man sich gesund ernährt. Wenn sie Kuchen essen will, soll sie Kuchen essen. Aber dieses Pseudo-Figur-Gequatsche geht mir auf den Keks. Upps ;-)

Ist vielleicht ein Tipp für dich. Ernst, freundlich und lächelnd zum Problem gratulieren, wenn es selbst verursacht wurde und somit offensichtlich (unbewusst) gern angeschafft wurde.
 
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  • #21
Also ich finde, dass Freunde das auch mal aushalten müssen.
Ich bin für meine Freundinnen da und wenn sie jemanden zum Reden brauchen, dann höre ich mir ihre Liebeskummergeschichte, eine aussichtslose Liebe oder den Stress mit dem Exmann auch zum 1000. Mal an. Ich habe ja trotzdem auch was von ihnen.
Wenn ich gerade keinen Nerv darauf habe, gehe ich eben nicht ran oder sage, dass es mir gerade nicht so passt, aber dass wir uns abends gerne auf nen Wein treffen können oder später telefonieren.
Ich finde, das gehört zu echten Freundschaften dazu.
Dass sie es dem 14jährigen nicht erzählen müssen, kannst du ja mal sagen.
Ansonsten finde ich, musst Du Dich nicht wundern, wenn Du irgendwann alleine dastehst, wenn du mal jemanden zum Reden brauchst.

w,40
 
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Gast

  • #22
Niemand muss es aushalten von Freunden als Zuhörer mißbraucht zu werden. Wer einen seelischen Mülleimer will soll dafür bezahlen - dafür gibts Profis. Der Mensch, der diese Nicht-Freund nicht mit einem kräftigen Fußtritt entsorgt steht irgendwann alleine da. Das ist kein Gespräch - das ist eine hörmäßige Vergewaltigung. Leg den Hörer auf. Mach das gerne auch fünfmal an einem Abend. Ich höre niemand 100 mal zu, wenn sie wieder vom Ehepartner und von den Arbeitskollegen und vom Gewicht jammert - die wollen nämlich gar keine Hilfe, die wollen Jammern. Und das Belastet mich. Und weil ich Verantwortung für mich habe tue ich mir das nicht an. Merke- wer zu lange in den Abgrund blickt (Jammerei ist ein Abgrund), aus dem blickt irgendwann der Abgrund. Zitat Ende. W
 
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  • #23
Hier FS!
Ihr Lieben, vielen herzlichen Dank für die Rückmeldungen. Sehr viele interessante Meinungen habe ich erhalten und habe einiges bereits in die Tat umgesetzt, was mit Schnippigkeiten und Beschimpfungen quittiert wurde. Da weiß ich also nun, woran ich bin...

Dass man einen wahren Freund wirklich zuhört und weiterhilft, das versteht sich von selbst - aber wahre Freunde werden bestimmt nicht ohne Punkt und Komma und Pause jammern und jeden wirklich brauchbaren Rat mit einem "Ja, aber..." als nicht durchführbar deklarieren und weitermachen, wie bisher, um sich permanent über die eigenen hausgemachten Probleme beschweren.

Beispiel: Eine "Freundin" hat ein Verhältnis mit einem viel älteren (sehr wohlhabenden) Mann und will, dass sie mit ihm endlich wirklich zusammenkommt, bleibt aber aus Bequemlichkeit noch bei ihrem eigenen (ahnungslosen) Ehemann, solange ihr älterer Lover sich von seiner Frau nicht trennt. Ich glaube kaum, dass man mit so einem Problem meine Kinder konfrontieren kann und habe dies klargemacht, worauf sie dann woanders angerufen hat, um sich bei der anderen Person wüst über mich zu beschweren.

Eine andere "Freundin" hat 6 Kinder von 6 verschiedenen Männern, ist permanent auf der Suche nach einem neuen "Partner" und zieht sich immer wieder die letzten Typen an Land - um sich hinterher bei mir zu beschweren. Chatten bis in die Nacht - Essen kochen für die Kinder ist zu anstrengend - und dann darf ich mir anhören, wie böse die Welt doch ist und dass das ALG II nicht reicht, wenn man am Tag zwei Schachteln Zigaretten braucht. Solche Probleme sind das, und das immer wieder. Was ändern? Erst einmal um die Kinder kümmern und die Familie in Ordnung bringen? Fehlanzeige! Dafür ewiges Gejammer - aber keine sinnvolle Aktion! Tipps wie: Telefonier nicht mit dem Handy, wenn Du das Festnetz-Telefon nebendran hast. Oder: Geh sorgfältiger mit seinen Sachen um, dann brauchst Du weniger Geld für Neues - Blusen werden dreimal getragen und dann in die Mülltonne geschmissen - nicht mal auf den Flohmarkt getragen, es wird alles weggehauen, als ob es nichts gekostet hätte...

Ich habe den Rat befolgt und die Reißleine gezogen und habe mich aus diesen Freundschaften nun verabschiedet, worauf ich mir Beschimpfungen ohne Punkt und Komma anhören durfte. Ich werde mir eine neue Telefonnummer besorgen, das scheint mir das Beste zu sein. Vielen Dank für Eure Zeilen, ich habe mich sehr gefreut. Ich selbst brauche übrigens niemanden zum Reden, weil Probleme für mich immer Dinge sind, die man praktisch lösen kann und mache alles sehr gut mit mir selber aus. Sollte ich wirklich mal einen Rat brauchen, so denke ich viel nach und meditiere, schlafe viel. Damit fahre ich am besten, und so werde ich es auch weiterhin halten. Meine Zeit lasse ich mir nicht mehr stehlen. Danke Euch :)
 
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Gast

  • #24
Finde nicht, dass man immer aktiv helfen muss. Zuhören alleine hilft manchmal auch!
Deswegen jemandem, dem es nicht so gut geht vor den Kopf stoßen würde ich niemals tun.
 
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Gast

  • #25
Ja, man sollte sich nicht ausnutzen lassen und auch mal "nein" sagen, wenn es ohnehin keine echte gegenseitige Freundschaft ist. Dann doch lieber ein paar Bekannte weniger, die im Notfall eh nicht für eine da sind und auch sonst wenig Freude bringen.

Allerdings kenne ich persönlich das in dieser Form nicht. Bei mir ist es so, dass ich dann eher mit alltäglichen banalen Dingen ohne Punkt und Komma zugetextet werde. Auch nicht besser. Wahrscheinlich sogar schlimmer, weil langweiliger.
 
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  • #26
Gast 23, was wurdest Du tun, wenn Dich jemand stundenlang festhält, Dir haarklein die Eheprobleme erzählt und Du selbst was vor hast, z.B. saubermachen und einkaufen, weil Du morgen wieder ganz früh zum Dienst musst? Du möchtest mit Deinen Kindern spielen und erzählen, und dann ruft jemand an, dem Du einfach zuhören sollst? Was würdest Du machen? Dich selbst, Deine Familie und Deine Vorhaben gleich ganz aufgeben? Selbstaufgabe? Wäre das in Deinen Augen der richtige Weg?
 
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Gast

  • #27
Liebe FS,

ich glaube du hast den richtigen Weg gefunden. Manchmal muss man sich halt die Frage stellen, zieht mich das ewige Gejammer mit runter? Brauche ich das in meinem Leben? Oder sollte ich mal versuchen ohne diese "Freunde" auszukommen?

Ich habe etwas ganz ähnliches erlebt mit einer Freundin, die ebenfalls hoffte offiziell ihrem älteren Lover zusammenzukommen, um ihren Partner dann abzuschießen. Drama-Queen deluxe! Ich fand die ganze Situation, den Betrug, die Lügerei völlig unmöglich und wurde dennoch von meiner Freundin täglich angerufen und vollgejammert. Sie tat mir in ihrem Unglück ja auch leid. Als ich merkte es ändert sich nichts, die ständigen Anrufe nehmen mir meine positive Lebenseinstellung - da habe ich es beendet. Ich habe ich ihr klar gesagt, was ich von der ganzen Angelegenheit halte: Dass ihr Unglück hausgemacht sei, sie berechnend & verlogen und dass ich den Kontakt zu ihr endgültig einstelle.

Das ist drei Jahre her. Mir geht es prächtig. Ich habe den Kopf frei um mein Leben zu genießen. Und ich habe neue Freundinnen gefunden.

Wie ich hörte, hat sich der Partner meiner (ehem.) Freundin von ihr getrennt. Sie hofft immer noch darauf, dass der ältere Geliebte sie zu seiner Frau macht (obwohl er noch verheiratet ist, ts).

Ich habe daraus gelernt, dass es im Leben notwendig ist auch mal loszulassen und Dinge die einem nicht gut tun, aus dem eigenen Leben rauszuhalten. Du scheinst energisch genug zu sein, das ebenfalls durchziehen zu können.

Alles Gute!
 
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Gast

  • #28
Oftmals sind, die, die sich bei mir ausheulen und über andere lästern, die, die über mich lästern, wenn ich ihnen den Rücken zu drehe.
Das war dann der Dank für stundenlanges Zuhören und Tipps geben.
Ich gab auch gerne mal was ab, wenn andere in "Not" waren.
Nicht mehr!
Ich habe gerade Handtaschen bekommen, die nicht zu meinem Stil passen, aber so einer Läster-Problem-Freundin gut in den Kram passen würden.
Eher schmeisse ich sie dieses Mal weg, als dass ich sie ihr gebe um hinterher wieder blöde Sprüche über mich und andere zu hören.
 
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Gast

  • #29
[mod]
Zur Frage: natürlich gibt es Grenzen die man ziehen soll/muss wenn das Jammern von Freunden einen Großteil der Freizeit einnimmt und vor allem auch noch die Kinder mit einbezogen werden. Das geht natürlich nicht. Dennoch bin ich schon der Meinung, dass das nunmal auch zu einer Freundschaft - natürlich immer Gegenseitigkeit vorausgesetzt - dazugehört. Ich finde es zT. oft ziemlich traurig und erbärmlich, wenn gar nicht wenige Frauen sobald sie Mann und Kind haben ihre eigenen langjährigen Freundinnen oft in rüdester Art und Weise vor den Kopf stossen um sie dann nach Jahren wenn sie dann gescheiden und AE sind wieder hervorkramen. Solche Leute lässt man dann in ihrer Misere am besten auch hängen und auflaufen.
 
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Gast

  • #30
Das sind Energievampire , es gibt auch einige Buchtitel dazu.
Einfach am Telefon abwürgen/auflegen/wegdrücken und neue Freundinen suchen,
nach einigen Wochen geht es Dir und deinen Kindern besser.
Energievampire verstehen nur die "Sprache der eisnernen Faust"

W, 28

Jetzt frei von Energievampiren