• #1

Wenn man ersetzt wird

Hallo !
Seit drei Jahren lebe ich in einer Beziehung mit einer Frau. Sie hat zwei Kinder (10,7).
Ich habe eines mit gebracht (7)
Am Anfang war es eher schwierig mit den Kindern, da sie eine zeitlang als Partnerersatz dienten. Das heisst, sie schliefen bei Mama, hatten überall Mitspracherecht (auch bei Erwachsenenthemen) und grundsätzlich hatten die Kinder die Hosen an. Also es war schwer sich in diese Welt zu integrieren . Aber Liebe schafft viel und ich habe alle mit all ihren Ecken und Kanten genommen wie sie sind.
Habe als Stiefelternteil alles übernommen, von all dem was man als Vater so macht bis nächtliche Putzaktionen wenn jemand krank war. Auch habe ich nie Unterschiede zwischen meinem und ihren Kindern gemacht. Die Kinder wuchsen mir ans Herz .
Jetzt das Problem: Die beiden Kids spielen nur dann mit meiner Tochter wenn kein anderes Kind Zeit hat. Kommt ein anderes Kind auf Besuch, bleibt meine links liegen, sie sind gemein und unfair .
Ich habe mich nicht immer eingemischt .
Ich habe sehr lange gute Miene gemacht . Bis ich bemerkte, dass mein Kind darunter leidet. Ich habe dann das Gespräch zu meiner Freundin gesucht. Ihr klar gemacht, dass dieses Verhalten nicht ok ist und meine Tochter sehr darunter leidet. Ich vertraute darauf, dass sie mich versteht. Das Ganze ging so weit, dass mein Kind begonnen hat ins Bett zu machen und ihre Neurodermitis immer öfter kam.
Ich trat wieder an meine Freundin heran und erklärte ihr, dass es so nicht geht, dass das Nachbarskind Tagtäglich kommt. Egal welcher Tag. Auch Sonntag und an Feiertagen. Wir hatten kein Familienleben mehr.
Sie bebte, es wäre nun mal der Wunsch ihrer Tochter und das hätte ich zu akzeptieren.
Im Allgemeinen ist es immer so, dass die Zehnjährige den Ton angibt. Wie schon vorher erwähnt, ich habe alle Pflichten als Patchwork-Vater immer übernommen . Rechte jedoch habe ich keine. Es ist so, dass sich alles nach ihren Kindern richtet.
Im Moment habe ich das Gefühl, dass wir (so dumm das kling).durch die Freundin einer Zehnjährigen ersetzt werden. Es ist ihr völlig egal, dass meine Tochter unter der Gehässigkeit dieses Kindes leidet .
Auf die Aussage, dass ich auch was zu sagen haben möchte kam nur: Sorry, ich kann es nicht ändern.
Was nun? Es ist so weit gekommen, dass wir jetzt täglich getrennte Wege gehen, weil ihre Kinder das so bestimmen .
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #2
Schwierig, da ihr als Eltern nichts im Griff habt.

Ihr könnt niemanden zwingen, zusammen zu spielen. Erwachsene entscheiden auch für sich selber, mit wem sie zu tun haben wollen und mit wem nicht.

Ich finde es in der Tat ungewöhnlich, dass 7 jährige und fast 11 Jährige Mädchen miteinander spielen sollen.
Selbst im Pausenhof gibt es häufig imaginäre Absperrungen, dass Grundschulkinder (7-10) und Jugendliche/höhere Stufen (10-16) auf ihrer Seite zu bleiben haben.

Mädchen mit 11/12 kommen heutzutage in die Pubertät, bekommen ihre Periode und schwärmen für die ersten Jungs, sie lesen Bravo mit sexuellen Inhalten/Ratgebern. Deine Tochter wird da gerade erst eingeschult und befasst sich mit Ballspielen und Puppen.

Ansonsten, Kinder benehmen sich nie verkehrt, sondern instinktiv natürlich richtig und immer nur so, wie sie erzogen werden von zwei meist unterschiedlichen Parteien, die Doppelbotschaften walten lassen.
Ihr seid euch als Eltern nicht einig, wie sollen sich da erst die Kinder einig sein? Ihr macht es schließlich vor. Die Mutter richtet sich nach den Töchtern. Sie ist der Schlüssel zum Erfolg oder Misserfolg.

Was ihr daheim erlebt, ist übrigens ganz normaler Mobbing-Alltag in Schulen, fernab der Elternaugen. Die einen Kinder werden ausgeschlossen oder beeinflusst, die anderen machen sich in die Hose.

Nochmal: Die Kinder machen keine Fehler, sie handeln, wie es ihrer Natur und ihrem Selbstschutz entspricht. Du bist ratlos, deine Partnerin ist ratlos. Ihr als Paar seid das massive Problem, weil ihr nicht zusammenarbeiten wollt oder könnt.
 
  • #3
Ein 10 jähriges Kind will jeden Tag mit ihrer besten Freundin spielen und will nicht, dass eines ihrer beiden 7 Jährigen Geschwistern auch mitspielt? Das ist doch ganz normal.

Die 7 Jährige muss lernen, dass ihre neue große Schwester nicht für ihr Bespaßungsprogramm zuständig ist. Warum spielt sie nicht mit dem gleichaltrigen Geschwist oder lädt sich ebenfalls eine Freundin ein?


Ich bin mal gespannt, wie viele Foristen jetzt schreiben "Als ich früher Spielkameraden zu Besuch hatte, habe ich meine kleinen Geschwister immer mitspielen lassen"

Und noch was zum Titel" wenn man ersetzt wird": es ist ein normales und gesundes Verhalten, wenn in der Pubertät die Freude wichtiger werden, als die Herkunftsfamilie.
 
P

proudwoman

  • #4
Ganz ehrlich? Du hast Dich viel zu lange von der ganzen Familie, insbesondere von der Frau zum Hampelmann machen lassen.
Ihre Kinder sollen instinktiv richtig gehandelt haben? Ich lache mich tot! Es sind verwöhnte, schlecht erzogene Kinder einer schwachen Mutter. Sie können im Prinzip nichts dafür, schon richtig, aber siehe zu, dass Du mit Deiner Tochter aus diesem unguten Umfeld raus kommst. Schon im Interesse Deiner Tochter! Alles Gute.
 
  • #5
Hallo KennyRogers,

Das sind unterschiedliche Themen.
Deine Partnerin und Du - da funktioniert die Kommunikation nicht mehr, die Beziehung befindet sich in Schieflage.
Dann die Beziehung zwischen den Kindern - spiegelt Euch ziemlich.
Deine Tochter, die leidet.

Die einfachste Frage, wenn die Tochter Deiner Partnerin die Freundin täglich sehen möchte, ist das ok. Aber es muss nicht bei Euch sein, ginge ja auch bei der Freundin?
Familienaktivitäten können auch ohne sie stattfinden.

Das Wichtigste und ganz dringend - Deine Tochter. Dass beide Mädchen nicht miteinander spielen wollen ist nachvollziehbar.
Aber Mobbing geht nicht, es ist Deine Aufgabe, sie zu schützen. Jetzt ein klares Stopp an die Große, und ein Prüfen der Situation, Klärung. Sofortiges Handeln, wenn es sich körperlich, psychosomatisch und psychisch auswirkt.
Ggf. über Vermittlung und Moderation einer Erziehungsberatungsstelle (SOS, Caritas...).
Wobei der gesamte Themenkreis Eurer familiären Beziehungen geklärt werden müsste, nicht "nur" die Töchterbeziehung.

Wie sieht es mit Dir aus? Du beschreibst Dich als Vater, wie geht es Dir als Partner? Anerkannt, wertgeschätzt fühlst Du Dich nicht, fühlst Du Dich geliebt? Liebst Du Deine Partnerin?
Willst Du eine Fortführung der Beziehung?

Wenn nicht, sollte die Priorität bei Deiner Tochter liegen - ihr ginge es deutlich besser, wenn Du diesen Konstrukt beendest. Sie braucht ihren Vater.

Am Rand - ich mache mir heute immer noch Vorwürfe, dass ich das Mobbing zwischen meinen Söhnen nicht realisiert habe, bagatellisiert als "normale" Geschwisterstreitigkeiten. Er wartete immer darauf, dass ich es merken müsste, reden traute er sich nicht. Er hatte nicht die Möglichkeit, sich gegen die sehr vielseitigen Mobbingmethoden seines Bruders, und dessen Freunde, zu wehren. Für ihn war es, dadurch, dass ich nicht eingriff und ihm nicht half, in Ordnung. (Dass ich nicht wusste, wissen konnte, weil vieles im Verborgenen lief - hilft in der Aufarbeitung, aber nicht real. Für mich ein nicht entschuldbares Versagen als Mutter) .
Auch wenn heute die Geschwisterbeziehung geklärt und gut ist, es hatte ernste Folgen für den Jüngeren (massivste Selbstwertprobleme, soziale Ängste, Panik, absoluter sozialer Rückzug). An diesem Themenkreis arbeitet er jetzt mit 18, das wird dauern.

Sorge bitte gut für Deine Tochter, ihre Hilferufe sind deutlich.
 
  • #6
Ich finde es sehr schwierig, wenn man so unterschiedliche Vorstellungen von der Erziehung und vom Leben mit Kindern hat, diese in Einklang zu bringen. Erst recht ist es kompliziert, wenn deine Partnerin da nicht mit sich reden lässt. Ich finde, ihr solltet euch dringend ohne die Kinder mal an einen Tisch setzen und dann überlegen, wie ihr zu Liebe der Kinder eine einheitliche Linie fahrt. Danach dann die Kinder hinzuholen.
 
  • #7
Alles ganz normal. Natürlich spielt ein Mädchen lieber mit der besten Freundin als einem Geschwister, das ist auch ein wichtiger Entwicklungsschritt, willst den den vielleicht unterbinden?
Es klingt für mich so, als ob du einen Zusammenhang machst zwischen all den Dingen, die du tust (das nennt man aber normales Familienleben) und dem Verhalten der Kinder. Da ist aber keiner.
Wenn ihr zusammenlebt, und du verhältst dich wie ein Vater: gut! Aber auch selbstverständlich. Was wäre denn die Alternative? Daß du ihre Kinder ignorierst? Na eben.
Jetzt bist du frustriert, weil nicht alles so läuft wie du willst.
Das ist so, wenn man Kinder hat.
Das Problem ist eher, daß zwischen dir und deiner Partnerin die Kommunikation nicht funktioniert.
 
  • #8
Beziehungen, in denen der Partner hinter dem Kind zurück zu stehen hat, sind natürlich schlecht. Auch das Kind im eigenen Bett schlafen zu lassen und überall mitsprechen zu lassen, finde ich übel. Wenn Du Deiner Lebensgefährtin so wenig bedeutest, dass sie sich mit Deinen Bedenken gar nicht auseinander setzen will, würde ich die Beziehung mal überdenken. Dass Deine Stieftochter mit Deiner viel jüngeren Tochter eigentlich nicht spielen will, verstehe ich aber gut. Der Altersunterschied ist zu groß und in dem Alter Deiner Stieftochter hat man ganz enge Freundschaften und Geheimnisse. Ich war zuhause auch das jüngste Kind - mit Abstand. Ich war auch höchstens ein unerwünschter Begleiter. Besser wäre, wenn Deine Tochter sich eigene Freunde im gleichen Alter suchen würde.
 
  • #9
Ich bin immer ein wenig skeptisch, wenn sich ein Teil - hier du - als heldenhafter Märtyrer darstellt... Würde deine Freundin das auch so sehen und darstellen? Ich wette, die findet in euren Diskussionen auch Kritikpunkte an dir...
Magst du uns ihre Sicht mal mitteilen? Wo liegen deine Fehler?
Ein Partner, der sich selbst als Übervater sieht, der alles richtig macht, kann ganz schnell auch gaaaanz nervig sein.

Und sorry - Freunde suchen sich auch Kinder selbst aus.
Was ist denn das Problem mit deiner Tochter? Kann es sein, dass da was schief läuft? Sie ist sehr sensibel (Neurodermitis, Bettnässen usw): heult sie gleich immer und läuft zu Papi und holt ihn zu Hilfe, wenn ihr was nicht passt? Dann wäre es kein Wunder, wenn Kinder (!) nicht mit ihr spielen wollen... Bist du übervorsichtig? Bevorzugst du vielleicht doch deine Tochter und die anderen haben da keinen Nerv drauf? Ist deine Tochter vielleicht sehr auf dich fixiert und die anderen sind nur Notnagel, wenn du nicht da bist? Da gibt es viele Möglichkeiten.
Hinterfrage mal eine Erziehung und die Beziehung zu deiner Tochter kritisch! Aber bitte nicht a la gerechter Cowboy, wie du dich hier darstellst sondern ehrlich.
 
  • #10
Irgendwie stehe ich auf der Leitung, ob nun 2 oder 3 Kinder im Haushalt leben. Wenn nun deine Freundin 2 (10 + 7) hat und du eine 7jährige mitbringst. dann sind doch zwei 7jährige da? Über nächtliche Putzaktionen etc. musst du nicht reden, das ist selbstverständlich. Ebenso selbstverständlich wie du ihre Kinder als deine vollwertig behandelst sollte es allerdings im Gegenzug sein, dass sie es mit deiner Tochter ebenso hält. Ich glaube eher du solltest da mal nachhaken und das einfordern. Wie man das rückgängig macht den Kindern einen falschen Platz einzuräumen der ihnen weder zusteht noch gut für sie ist, ist eine schwierigere Aufgabe, die du so flott nicht lösen können wirst. Und sie nun auch nicht mehr. Besonders der Missbrauch als "Partnerersatz" und das Kinder sich nicht mehr aus dem Bett schicken lassen, ist schwer zu revidieren und hinterlässt Schäden. So gesehen hättest du vor dem Zusammenzug gewarnt sein können. Kinder haben ein eigenes Leben und brauchen altersgemäße Aufgaben und brauchen nicht bei Erwachsenen was entscheiden was 5 Nummern zu groß ist ode ihnen suggeriert sie können dann auch alles bestimmen. Höchstens sollen sie lernen wie man richtig entscheidet und was dann die positive Konsequenz fürs Leben ist oder selbständig und fähig durch dein Beispiel werden. Das sehe ich bei deiner Tochter im Moment auch nicht. Die Frage stellt sich, ob die Kinder "zusammengestopft" wurden, obwohl sie sich nicht brauchen oder wollten, die ältere hat wohl auch schon ein Geschwister und will sich mit ihrer Freundin treffen. Passen zwei siebenjährigen nicht zusammen? Dann schau, das du für deine Tochter neue Freunde findest. Wo sind den die alten hin, hast du die aus ihrer Umgebung geholt? Oder hat sie eh nie welche gefunden, dann ist das Problem ohnehin noch ein ganz anderes. Die Neurodermitis dürfte für die anderen wohl eher die Sache noch schwerer machen. Die hat durchaus auch Konsequenzen und läuft nicht nur nebenher. Auch ins Bett machen sorgt sicher nicht für mehr Anerkennung in der "Kinderhackordnung". Zur Not führe eben wieder deinen eigenen Haushalt und zieh aus. Deine Freundin sollte schon deutlich mehr auf alles eingehen, sonst fahre deine Aktivitäten für ihre Kinder zugunsten deines Kindes runter. Wo ist denn die Mutter deiner Tochter? Ist sie noch erreichbar? Der Vater der anderen Kinder? Die haben auch Erziehungspflichten und werden gebraucht.
 
  • #11
Guten Morgen mein Lieber,

Deine Tochter muss als schwächstes Glied das ausbaden was Du nicht hinbekommst. Du bist erwachsen und könntest für ein familiäres Gleichgewicht sorgen. Vor allen Dingen mal prüfen, ob da (noch) Liebe im Spiel ist.
Das die (Stief)Geschwister mit diesem Altersunterschied unterschiedliche Interessen haben ist nachvollziehbar, aber nicht der mangelnde Respekt und Achtung sowie fehlende Wohlwollen. Erst recht zwischen Euch. Mich würde bei Deiner/Eurer Konstellation der Kragen platzen und ich würde den Laden aufräumen. Aber nein, Du machst es (allen) recht (wofür?). Die schlechste Idee und Alternative.
 
F

Frischkäse

  • #12
Ich finde, du solltest die Gelegenheit nutzen und deine Tochter in der Entwicklung ihrer Sozialkompetenz und ihres Selbstbewusstseins unterstützen. Sie sollte eigene gute Freundinnen haben und nicht darauf angewiesen sein, dass sich die anderen beiden mit ihr beschäftigen.
Vielleicht kannst du sie im Kinderchor, Sportverein oder Reitverein anmelden und ihr erklären, wie sie auf andere Mädchen zugehen kann.
Deine Tochter solltest du so stärken, dass sie nicht mehr Bittstellerin bei den anderen Mädchen bleibt, sondern selbst zu einer begehrten Spielpartnerin wird.
 
  • #13
Auf die Aussage, dass ich auch was zu sagen haben möchte kam nur: Sorry, ich kann es nicht ändern.
Was nun? Es ist so weit gekommen, dass wir jetzt täglich getrennte Wege gehen, weil ihre Kinder das so bestimmen .
Man kann nur deshalb ersetzt werden, weil man es gleich zu Beginn und immer wieder es zugelassen hat! Mein Ichselbstwert würde das und einiges mehr schon sehr früh nicht zulassen! Ich sehe genau darin das Problem in der Ursache, immer wieder sich selber schön reden, nicht konsequent sein und glauben, es wird von selber schon werden!
 
  • #14
So weh es tut: Zuneigung und Akzeptanz lassen sich leider nicht erzwingen. Auch nicht, dass die 10Jährige mit Deiner Tochter spielt.

Gegen Mobbing würde ich versuchen sie zu schützen. Ansonsten: hat Deine Tochter nicht auch eigene Freundinnen? Könnten da nicht Kontakte zu Gleichaltrigen forciert und gepflegt werden? Könntest Du Deine Tochter dabei unterstützen, sich einen eigenen Freundinnenkreis aufzubauen?
 
W

wahlmünchner

  • #15
Die beiden Kids spielen nur dann mit meiner Tochter wenn kein anderes Kind Zeit hat. Kommt ein anderes Kind auf Besuch, bleibt meine links liegen, sie sind gemein und unfair .
heisst das es sind 3 Mädchen und davon ist eine 7, so wie deine Tochter?
JA es ist gemein und unfair von den Mädchen.
Kinder können grausam sein, wo Schwäche erkannt wird reagieren sich die stärkeren Kinder, die selbst Probleme haben gerne mal ab. Vermutlich machst es ihnen gute Gefühle, die Kleine auszuschliessen.
Ansonsten, Kinder benehmen sich nie verkehrt, sondern instinktiv natürlich richtig und immer nur so, wie sie erzogen werden von zwei meist unterschiedlichen Parteien, die Doppelbotschaften walten lassen.
ich denke mit Kindern hast du wenig zu tun ( also ich hoffe es fast), denn das ist eine völlig haltlose Aussage. Kinder sind wesentlich grausamer und unberechenbarer als du nur ahnst und erziehen kann man da auch nicht viel. Welche Doppelbotschaft sollte denn zum Ausschluss eines vorher akzeptieren Kindes führen?
Noch nie gesehen, wie sich ältere Geschwister, wenn die Eltern sich abwenden mit Genuss an das Ärgern und Quälen des jüngeren Kindes machen. Nein? Dann setz dich mal aufmerksam und still zu einem Spielplatz. Natürlich ist das Große vielleicht ( unbewusst sogar?) eifersüchtig, aber es lebt auch seine Macht aus. Macht haben ist ein tolles Gefühl und wenn ein anderes Kind traurig ist oder bettelt, weint, dann kann das für die Machtausübenden schon sehr befriedigend sein. Natürlich wollen Eltern da oft nicht hinschauen. Wer will schon gerne so garstige Charakterzüge beim eigenen Kind wahrnehmen.
Deshalb will deine Partnerin da vermutlich auch nicht hinsehen.
Was ich mich frage:
- warum ist deiner Partnerin das Leid deines Kindes egal?
- Warum redest du nicht selbst mit den Kindern, wenn du das mitbekommst ohne dir grünes Licht von deiner Partnerin zu holen
- Warum können sich die Kinder nicht woanders treffen, denn deine braucht auch einen Schutzraum und der ist auch mal bei euch zu Hause.
- Hat deine Tochter wenigstens ein eigenes Zimmer?
- Sie sollte dringend auch selber Mädchen einladen dürfen.
Wenn sich das nicht regeln lässt, ziehe mit deiner Tochter aus.
Man kann sich kaum eine Vorstellung machen wie schrecklich es ist als Kind ohne Hilfe solchem Mobbing ausgesetzt zu sein.
Da muss was passieren
 
  • #16
Lieber FS,

@Lionne69 hat alles in 2500 Zeichen untergebracht, was ich dir auch sagen würde. Ich setze jetzt einfach noch mal andere Akzente.

Deine Tochter braucht dringend Hilfe, und deswegen ist es absolut richtig, dass du über das Forum anfängst, ihr welche zu suchen. Ihre Symptome sind NICHT normal. Wenn seelische Probleme bei ansonsten gesunden Kindern auftreten, dann ist es in der Tat ein Zeichen für eine kranke Beziehungsstruktur innerhalb der Familie und ganz besonders zwischen den Eltern. Ich kann das im Brustton der Überzeugung schreiben, weil mein Sohn Probleme bekam (allerdings nicht im Patchwork) und ich mich dann in die Beratung begab (zunächst tiefenpsychologisch orientierte Therapie für ihn, die immer auch Elternarbeit enthält, dann Psychoanalyse für mich). Die Probleme meines Sohnes wurden DRASTISCH besser durch die Aufarbeitung bis dahin gedeckelter Ehekonflikte. Bei uns führten sie zur Scheidung - weil ich feststellen musste, dass mein Partner nicht gewillt war, ans Eingemachte zu gehen, um unsere Familie gesunden zu lassen.

Auch bei meinem Sohn(18) ist es so, dass das Selbstwertthema noch aktuell ist. Ich habe zwei Kinder - und auch bei uns hat es Geschwistermobbing gegeben, das ich damals nicht Ernst bzw. wahrgenommen habe. Ich hätte ohne Beratung nicht gewusst, wie handeln. Eine Familie ist ein extrem komplexes Unternehmen. Wenn Firmen Schwierigkeiten haben, holen sie sich Consultants. Aus gutem Grund. Erlaube dir die Hilfe von jemandem, der professionell auf eure Familie sieht. Alles Gute euch.
 
  • #17
Ich würde an Deiner Stelle schauen, dass meine Tochter ihre beste Freundin regelmässig nach Hause einladen kann oder eben dann dort bei der besten Freundin spielen geht.

Unterstütze Dein Kind darin, dass es sich dann eben vermehrt bemüht, mit gleichaltrigen Freundinnen sich zum Spielen zu verabreden.

Die Freundinnen werden das Gefühl des Ausgegrenztsseins sicherlich schnell beenden.

LG
 
  • #18
Die Zustände die du beschreibst klingen einfach nur furchtbar.
1. Bist du deiner Tochter zur Hilfe und Unterstützung verpflichtet und solltest gegenüber den Kindern und der Frau mit der Faust auf den Tisch hauen und dann mit erhobenem Kopf die Sachen packen und ausziehen.
2. Wieso tust du dir so eine "schwierige" mit anderen Worten von vorne bis hinten vorkorkste Familienkonstellation überhaupt an?
Die Kinder deiner Partnerin behnehmen sich asozial, so wie du die Frau beschreibst, (deine Tochter missachten, dich als Putzsklave ausnutzen, ihren eigenen Kindern keine Grenzen ziehen und sie sie als erwachsenen Patnerersatz missbrauchen) hat sie auch nicht wenig einen an der Waffel.
Du findest doch locker eine bessere und weniger verkorkste Partnerin. Als AE mit einem 7 jährigen, weiblichen Kind hast du doch sowohl bei den Kinderlosen als auch bei den AES gute Chancen, im Gegensatz zu Leuten mit mehreren und "aufgeweckten" und "quirligen" Kindern.

Und wo ist eigentlich die Mutter der Kleinen? Wenn jemand meine Kinder schlecht behandeln würde- ich glaube, ich würde denjenigen zu Hackfleisch verarbeiten! Wieso du dich überhaupt auf diese von Anfang an als problematisch zu erkennende Situation eingelassen hast- das bitte erkläre doch mal.
 
  • #19
Ihr habt das häufige Problem einer Patchwork-Familie. Eifersüchteleien untereinander, jeder beobachtet wo ihm etwas genommen werden könnte oder was er verteidigen muss. 3 Jahre warten sind viel zu lange. Im Interesse der Kinder hätte im ersten Jahr jeder seinen Platz finden müssen.

Deine Stieftochter: Verhätschelt, die keine Grenzen kennt. Die sich in der Pflicht sieht, der Mutter überlegen glaubt und meint, im Sinne aller bestimmen zu müssen. Im Elternbett schlafen = Vaterersatz und Verantwortung tragen für eine offensichtlich hilflose Mutter (die alles durchgehen lässt, bevor sie wieder gravierende Fehler macht?). Mir scheint ein nicht verarbeiteter Konflikt mit sich selbst der Grund zu sein. Schlechtes Gewissen, Mangel an Selbstvertrauen, Schuldgefühle gegenüber der Kinder? Wenn Kinder zu Monstern werden, fehlt das Vorbild es besser zu machen. Dass die Tochter täglich Kontakt mit der Freundin will, kann ich gut verstehen. Muss das immer bei euch sein? Die Freundin hat auch ein Elternhaus. Was sollte das Mädchen motivieren, das Wochenende mit euch zu verbringen? Wo jeder das Gefühl hat, zu kurz zu kommen.

Deine Tochter: Vermisst sie die Mutter? Wo ist der Vater, der ihr ein Nest der Geborgenheit bietet, wenn er sich selbst ersetzt fühlt? Trauert sie um beide und findet deshalb keinen gleichaltrigen Anschluss? Eine 7-Jährige die wieder einnässt, ruft nach Hilfe.

Wärt ihr in der Lage, euch erst mal als Paar zu definieren? Unter Berücksichtigung der Bedürfnisse aller einen Plan zu entwerfen, bei dem keiner zu kurz kommt? Mein Vorschlag wäre eine Erziehungsberatung mit besonderem Augenmerk auf deine Tochter und deine Freundin. Zuvor solltet ihr klären ob der Aufwand noch lohnt. Was ihr füreinander empfindet und wie es mit dem Respekt dir gegenüber aussieht. Solange deine Freundin konzeptlos ist, überlastet sie ihre Tochter. Die genau merkt, dass die Mutter kein Fels in der Brandung ist. Dieselbe Rolle spielt übrigens auch der Vater, der alle Pflichten übernimmt und sich nach den Kindern der Freundin richtet, während seine Tochter daneben leidet. Das solltest Du dringend ändern.
 
W

wahlmünchner

  • #20
Im Moment habe ich das Gefühl, dass wir (so dumm das kling).durch die Freundin einer Zehnjährigen ersetzt werden. Es ist ihr völlig egal, dass meine Tochter unter der Gehässigkeit dieses Kindes leidet .
Das sollte Dir zu denken geben. Du bist nicht deine Tochter. Wieso wirst DU ersetzt ?
Allerdings finde ich es auch seltsam, das in DEINEM Haushalt ( denn du wohnst da je auch) ein fremdes Mädchen GEGEN DEINEN WILLEN jeden Tag auftauchen kann. Ich würde es ihr einfach verbieten. Punkt
Du findest doch locker eine bessere und weniger verkorkste Partnerin.
Ja, ich denke auch. Denn Mediation und hin und her braucht Kraft und Willen von beiden Partnern. Deine Partnerin klingt nicht sehr bereit dazu. Ich würde an deiner Stelle wirklich lieber einen Neuanfang starten und dabei auch gut auf mich schauen. Denn wieso lässt DU DICH von einer 10 Jährigen terrorisieren?
Probeweise könntest du die Wochenenden mit deinem Mädchen alleine verbringen. Fahre doch mal mit ihr weg und schaue wie es euch geht. Vielleicht erzählt sie dir dann auch auf Nachfragen was eigentlich alles schon schreckliches passiert ist. Ich bin sicher du kennst nur den Gipfel des Eisberges. Denn wenn sie derart körperlich reagiert ist das ganze Ausmaß vermutlich so verheerend das es ihre komplette Entwicklung negativ beeinträchtigt
 
  • #21
Du beschreibst Dich als fehlerfreien Übervater und machst die Frau und ihre Kinder madig. Ihre Kinder mobben deines, ihre Mutter benutzt sie als Partnerersatz usw., usf. Fange doch erst mal bei Dir an: Deine Tochter hatte schon vorher Neurodermitis und Probleme mit dem Bettnässen. Woher kommt das? Die psychische Stabilität Deines Kindes scheint schon länger angeschlagen zu sein.
Die Kinder haben Dich nicht ausgesucht. Du und Dein Kind sind zu ihnen gezogen. Das war auch für sie eine immense Umstellung. Nun erwartest Du, dass sie nur mit Deiner Tochter spielen. Das wird nicht funktionieren. Kinder suchen sich ihre Spielkameraden selbst aus. Das sind selten die eigenen und sogar leiblichen Geschwister. Je mehr druck Du machst, um so mehr weigern sich die Kinder. Die Mutter merkt diese Spannungen und ist von Dir genervt. Für mich nachvollziehbar. Mir scheint, Du bist schnell mit der Frau zusammen gezogen, um einen Mutterersatz und Spielkameraden für Deine Tochter zu haben. Der falsche Ansatz.
Nimm den Druck auf Mutter und ihre Kinder raus und stelle Dich nicht immer schützend vor Dein Kind. Nicht alles, was gut gemeint ist, tut auch gut. Versuche mal, Dich in die Situation der Frau UND ihrer Kinder zu versetzen.
 
  • #22
#4 und 11 haben schon das Wichtigste geschrieben. Auch in den anderen Beiträgen gibt es wichtige Hinweise, z. B. die Fragen in #7

Deine Tochter braucht Unterstützung. Aber nicht, indem die Stiefgeschwister bedrängt werden, mit ihr zu spielen. Schuld ist schon gar nicht das Nachbarkind.

Wenn deine Lebensgefährtin die Not deiner Tochter ignoriert, deine Tochter und dich mit den Sorgen allein lässt, stimmt etwas in eurer Beziehung nicht. Das ist aber eine ganz andere Thematik.

Stärkt beide euer Selbstbewusstsein, rennt keinem hinterher oder fordert Gefühle für erbrachte Leistungen ein, sei deiner Tochter in Sachen Lebensfreude und Unabhängigkeit ein gutes Vorbild, unternehmt auch außerhalb der Partnerschaft/ Patchworkfamilie etwas, sowohl du mit deiner Tochter, als auch jeder für sich mit seinen Freunden.
 
  • #23
Lieber Kennyrogers,
an Deiner Stelle würden bei mir sämtliche Alarmglocken schrillen!
Kein Kind im Alter von sieben Jahren wird grundlos zum Bettnässer.
Da muß definitiv schwerwiegenderes als "normale" Geschwisterstreitigkeiten vorliegen. Dies wird noch dadurch unterstrichen, daß ihre Neurodermitis immer öfter zum Vorschein kommt.
Die arme Kleine ist sieben Jahre alt - also völlig den Entscheidungen Erwachsener ausgeliefert.
An Deiner Stelle würde ich sofort mit meiner Tochter ausziehen.
Sie ist diejenige, die Dich jetzt am meisten braucht.
Die Frau samt ihren beiden Töchtern scheinen ohnehin auch gut alleine klarzukommen und auch Du scheinst nicht mehr glücklich zu sein mit Eurer Patchworkfamilie.
Nimm Dir Zeit für einen Tagesausflug nur mit Deiner Tochter, rede mit ihr und finde heraus, was das Beste für sie wäre.
Du bist für sie verantwortlich und solltest alles dafür tun, damit sie glücklich und unbeschwert aufwachsen kann was derzeit wohl nicht der Fall ist.
Vermutlich arbeitest Du Vollzeit - denke, es wäre für das Kind besser, sich in einer Nachmittagsbetreuung (in der sie gleichaltrige Freundschaften schließen könnte) zu befinden als in einer "Patchwork-WG" mit Leuten, mit denen sie sich ganz offensichtlich alles andere als wohl fühlt.
Besonders für Deine Tochter hoffe ich, daß Du rechtzeitig die "Reißleine" ziehst!
Alles Gute wünscht Euch
Dohle
 
  • #24
Ich frag mich ja, ob du mit deiner Beurteilung des Verhältnisses zwischen deiner Freundin und ihren Kindern als "Partnerersatz" richtig liegst. Wenn Schulkinder noch bei der Mutter im Bett schlafen, dann werden sie nicht wie Erwachsene, sondern wie kleine Babys behandelt (oder wollen einfach gerne kuscheln). Dass deine Freundin ihrer drei Jahre älteren Tochter mehr Mitspracherecht einräumt, wie du deiner drei Jahre jüngeren Tochter erscheint mir ein altersangemessenes Verhalten. Das kommt dir im ersten Moment ungewohnt vor, weil du nur kleine Kinder kennst, aber für ältere Kinder kann es passen.
 
  • #25
Lieber Kennyrogers,

du fragst was nun. Die Antwort ist relativ einfach, du musst entscheiden was bzw. wer dir wichtiger ist das Wohl und der Wille deiner Partnerin und deren Kinder oder dein EIGENES Kind.

Du schreibst du/ihr seit ersetzt worden. Das ist Quatsch. Faktisch hattet ihr nie einen eigenen Platz in der Familie. Ihr seid geduldet so lange ihr euch einfügt. Wertschätzung wird weder deiner Tochter noch dir entgegen gebracht.
Deine Freundin sagt doch ganz klar
Sie bebte, es wäre nun mal der Wunsch ihrer Tochter und das hätte ich zu akzeptieren.
und
Was gibt es daran denn nicht zu verstehen? Das Wohl deiner Tochter und deine Bitte um Fürsorge auch für sie sind deiner Partnerin völlig egal.

Du schreibst
Im Moment schafft deine sog. Liebe es hauptsächlich dein Kind krank zu machen. Ist dir das eigentlich klar?
Primär trägst du die Verantwortung für dein Kind! Also handele auch so.

Ich bin selbst in einem Patchwork-Konstrukt vergleichbarer Art aufgewachsen und kann dir daher aus der Perspektive des Kindes sagen, es ist ein Wunder, dass deine Tochter das drei Jahre lang durchgestanden hat.
Wenn du jetzt nicht endlich deinem Job als Vater nachkommst, sie schützt und auch emotional für sie sorgst, wird zweierlei passieren: Zum einen wird deine Tochter massive psychische Probleme bekommen und zum anderen wirst du sie langfristig als Tochter verlieren. Mit jedem Tag, an dem sie dieser Situation weiter ausgesetzt ist verliert sie ihr (Ur-)Vertrauen in dich als Vater und nach einer gewissen Zeit, lässt sich so etwas nicht mehr reparieren.

Werd dir darüber klar was DU willst und was das Beste für DEINE Tochter ist und dann handele danach!
 
  • #26
Ihr überlest, dass die Mutter auch ein 7 Jähriges Kind hat. Da von Altersunterschied zu sprechen ist Unsinn. Aber natürlich hängt die 7 Jährige am Rockzipfel der 10 Jährigen.

Wie wäre es wenn du mit den beiden 7 Jährigen mehr seperat unternimmst und die 10 Jährige dann mit ihrer Freundin machen lässt? Und dann drehst du es mal um und unternimmst nur etwas mit der 10 Jährigen. Ich denke so könntest du die Situation in den Griff kriegen. ( Der 7 Jährigen etwas die Nähe zu deiner Tochter vermitteln / Und der 10 Jährigen auf kindlichen Level klar machen was sie da anrichtet.)

Und zu der Aussage, Mobbing ist heutzutag normal. Ja das stimmt leider schon, aber gerade deshalb ist es wichtig das die Kinder ein gesundes Selbstvertrauen von Zuhause mitbekommen und Zuhause auch der Rückzugsort bleibt wo man sich entspannen kann. ( Und nicht da wo dann Mobbing Stufe 2 losgeht )
 
  • #27
Kann es sein, dass deine Tochter nur dich spiegelt? Und dass du sie hier nur vorschiebst?
DU bist es doch, der sich ersetzt fühlt, der zu wenig Zeit bekommt, der mehr möchte - und das überträgt sich auf deine Tochter.
Hatte sie vorher schon Probleme? Neurodermitis usw. sind ja oft psychisch bedingt - oder ist das neu? Wo ist ihre Mutter? Leben alle Kinder bei euch oder ist deine Tochter nur am Wochenende da?
Ich finde ein herzliches Verhältnis mit den Nchbarn eher normal - meine zwei besten Kindheitsfreundinnen und ich sind beieinander ein- und ausgegangen.
Warum hat deine Tochter keine eigenen Freunde?
Mich beschleicht das Gefühle, du lässt hier einen großen Teil der Geschichte weg.
 
  • #28
Was nun? Es ist so weit gekommen, dass wir jetzt täglich getrennte Wege gehen, weil ihre Kinder das so bestimmen .
Bei Patchwork müssen 2+n Personen zusammenpassen. Wenn das nicht funktioniert und Deiner Partnerin auch die Prioritäten klar setzt, dann kannnst Du letzenendes nur überlegen, wie Du Deine Prioritäten setzt. Mobbing Deines Kindes solltest Du sicher nicht akzeptieren, mir scheint aber die Kommunikation mit Deiner Partnerin auch nicht zu funktionieren...
 
  • #29
Auch habe ich nie Unterschiede zwischen meinem und ihren Kindern gemacht. Die Kinder wuchsen mir ans Herz .
Jetzt das Problem: Die beiden Kids spielen nur dann mit meiner Tochter wenn kein anderes Kind Zeit hat. Kommt ein anderes Kind auf Besuch, bleibt meine links liegen, sie sind gemein und unfair .
Ich finde das eine falsche Wertevermittlung: "Ich tue alles für die Kinder und bekomme im Gegenzug nichts zurück, und sie sind sogar unfair ..."

1. Stimmt. In dieser Welt draußen bekommt man selten das zurück, was man selber investiert. Besser man lernt das zügig in jungen Jahren. Wenn du so etwas tust und dir die Kinder so sehr ans Herz wachsen, erwarte keine Gegenleistung. Andere Kinder entscheiden für sich selber, mit wem sie spielen wollen und mit wem nicht. Du entscheidest genauso für dich, mit welchen Leuten du als erwachsener zu tun haben willst und mit welchen nicht. Und man meidet meistens jene, die einem am Rockzipfel hängen und bedrängen.

2. Selbstverständlich spielen die Kinder mit einer außenstehenden Person viel lieber, die seltener da ist und neues zu erzählen hat. Das ist doch schon allein ein natürlicher Instinkt, um Geschwister vor Inzest zu schützen.
Außerdem sollten Kinder Spielgefährten außerhalb der Familie haben, um überhaupt soziale Kompetenzen aufbauen zu können. Erst wenn das gut klappt, klappt es meist auch in der Familie flüssig.

3. Nein, gemein und unfair ist das nicht. Du erzwingst Freundschaft, bzw. Liebe und Kontakt im engen Kreis, wie Eltern das meist tun. Warum, weiß ich nicht. Ich denke, aus Angst, weil Eltern es selber nicht raffen, für ihren Zusammenhalt der Familie zu sorgen, müssen die Kinder her halten. Reflektiere besser du: Warum hast du so ein schlechtes Kommunikationsverhältnis zu der Mutter? Wie kommt es, dass die Kinder im Bett schlafen und du nicht fähig bist, dort deinen Platz einzunehmen bzw. nur zuzugucken?

Wie immer sind die Kinder das Opfer ihrer Eltern. An Kindern muss man wenig herumbasteln. Wäre nur ein Elternteil fähig, zu reflektieren, gäbe es solche Probleme gar nicht, aber Eltern sind sie dafür meist zu fein und meinen, alles richtig zu machen.
 
  • #30
Tolle Ratschläge, lieber FS.
Vielleicht solltest Du Dir mal die eine Frage stellen, die (mindestens hier) viele Frauen (einer vergleichbar betroffenen Frau) mitgeben würden:
Was hast DU eigentlich von dieser Frau?
Primär bist Du für Deine Tochter und Dich selbst verantwortlich. Händle (endlich) danach.