G

Gast

  • #1

Wenn Stress und Diskussionen, dann nur wegen der Patchworkkinder!

Wem geht es auch so? Wir haben uns viel Zeit gelassen, unsere Beziehung für beide Seiten auf eine solide Basis zu stellen. Auch die beidseitig vorhandenen Kinder wurden mit einbezogen. Seitdem diese jedoch massiv in der Pubertät sind, gibt es bei uns Diskussionen und dadurch Stress in der Beziehung. Wie agieren? Ausblenden, links liegen lassen, Meinung massiv vertreten, Ärger auf sich nehmen? Wer hat Erfahrungswerte? (Kids kommen nur noch sporadisch, normalerweise 14tägig)
 
  • #2
Wieso Ärger, wenn die Kinder eh nicht da sind, warum mit Gewalt versuchen die eigene Meinung durch zu bringen? Vor allem da die Konsequenzen eh nicht überprüfbar sind. Du müsstest schon genauer schreiben worum es geht. Kompromisse und das Zurüpcknehmen der eigenen Meinung ist in Patchworkfamilien das Wichtigste,gerade bei Kriesen.
 
G

Gast

  • #3
Naja Kappt doch, die Kinder spielen euch Gegeneinander aus, das hat auch meine Ehe in die Knie gezwungen.

Ihr solltet euch einigen, das ihr eine Front gegen die Kinder bildet, sonst steht ihr bald wieder alleine da.
In der Pupertät ist dieses Verhalten leider heutzutage normal, wenn ich mir sowas an Pupertärer Jugendlicher erlaut hätte, hätte ich den Hosenboden voll bekommen.

Und bevor jetzt wieder alle Sagen " Sowas hängt nur von der Erziehung ab", Es gibt auch Kinder mit nem Miesen Charakter !.
 
G

Gast

  • #4
Wir haben 2+1. Die 1 ist pubertierend. Keine Probleme, seit 1,5 Jahren, dafür aber die Erwachsenen miteinander, die auch nicht verschwinden, wenn wir die Kinder explizit und lange raushalten.

Ist bei uns also deutlich anders. Aber ich könnte vermuten, dass bei Euch jeder nur sein Kind gut versteht und ihm nichts Böses unterstellt, aber nicht umgekehrt. Falls ja, könnte es helfen, wenn beide Erwachsenen diesbzgl. einander ernster nehmen, dass eigene Kind auch mal mit der Brille des Anderen betrachten und dafür dem anderen Kind mehr guten Willen bei noch nicht voll ausgereiften Fähigkeiten unterstellen.

Übrigens, die Pubertät ist wissenschaftlich nachgewiesen eine der größten Baustellen des Gehirns. Da gehen also mitunter alte/frühere Fähigkeiten kaputt und müssen erneut gelernt werden.
 
G

Gast

  • #5
Literatur zu dem Thema recherchieren. Die Pubertät stellt schon extreme Anforderungen.

Leider habe ich das seinerzeit verpasst, was ich nun empfehle.
 
G

Gast

  • #6
Hallo FS,

ich habe zwar Kinder und keine "Kids", so wie Du, hoffe aber, dass ich weiterhelfen kann.
Meine Freundin und ich leben gemeinsam mit ihren Kindern zusammen. Zweiwöchentlich und während der Ferien wohnen zusätzlich meine Kinder bei uns. Ich habe also wohl auch eine "Patchwork-Familie". Besonder zu Anfang unseres Zusammenlebens gab es mit einem ihrer Kinder laufend Spannungen. Wir überlegten schon, ob dieses Kind nicht doch besser zum Vater ziehen könnte. Alles in Allem haben wir uns aber zusammengefunden. Dies war nur möglich, weil wir eine Politik der klaren Sprache gepflegt und auch zuvor Konflikte ausgetragen haben.

Ich würde also empfehlen, dass Ihr mit den Kindern offen darüber redet, wenn sich Probleme ergeben. Dies muss letztlich in einer Weise geschehen, als würde es sich um eine "leibliche" Familie handeln. In solchen zusammengewürfelten Familien müssen sich deren Mitglieder auf einander einlassen, sonst geht es nicht. Wenn das der Fall ist, kann man auch offen alles ansprechen und klären und muss dies auch.

Viel Erfolg.

m/43
 
G

Gast

  • #7
Wenn die Kinder nur 14tägig bei euch sind, lasst euch nicht davon auffressen, ihr wisst doch, dass die Phase wieder aufhört.
Ich würde soviel Verantwortung übernehmen wie nötig, aber dann auch wieder loslassen und ein eigenes Leben leben. Ich denke, dass Kinder es merken, wenn sie im Mittelpunkt stehen und manipulieren können, das passiert, wenn du kein eigenes Leben hast.
 
G

Gast

  • #8
Danke für die Antworten. Wir haben sehr wohl ein eigenes Leben, dass wir auch sehr genießen. Dennoch habe ich / haben wir einfach andere Vorstellungen vom Zusammenleben mit Kindern. Leider sieht seine Ex es anders und unsere Versuche, den Kindern Werte beizubringen scheitern daran, dass der Großteil der Zeit eben bei der Mutter verbracht wird, der so ziemlich alles egal ist. Die "Politik" der klaren Sprache haben wir angewandt, doch sie war nur im Urlaub von Erfolg gekrönt, wenn wir die Kinder längere Zeit bei uns hatten. Um mich selbst zu schützen, werde ich mich in den Patchworkzeiten zukünftig mehr zurückziehen und mein Ding machen, denn meine Bemühungen werden nicht respektiert. Meine traurige Erkenntnis daraus: Schade, dass auch langjährige, ehrlich gemeinte Investitionen in die Kinder des Partners so mit Füßen getreten werden.