• #31
Ich denke immer noch an meinen verstorbenen Ex. Er war mein Lebensmensch, Vater meiner Kinder und unglaublich liebenswert.
Wir waren 25 Jahre verbunden.
Meinem neuen Glück steht er nicht im Wege.
Er bleibt Teil meines Lebens.

w, 52
 
  • #32
Wie gut ich diese Gefühle kenne! Ich bin mit meiner großen Liebe (von 22 bis 27) und Ex inzwischen verheiratet und wir haben ein Kind. Fast zehn Jahre waren wir getrennt, in denen ich absolut unfrei für andere Beziehungen war. Irgendwer hier hatte kommentiert, dass andere dass spüren. So war es tatsächlich. Und ich konnte mich ja selbst auch auf niemanden einlassen! Habe es aber immer wieder versucht, aber bis auf eine längere Beziehung und viele Dates und Versuche passierte nichts, was annähernd diese Tiefe gehabt hätte. Wir hatten damals gar keinen Kontakt mehr, außer zu Geburtstagen. An meinem 37. war es so weit, er rief an, da war er frisch getrennt. Ich hatte auch gerade wieder komische Männergeschichten hinter mir. Ich wusste sofort, okay, wir werden uns jetzt wiedersehen, wir werden wieder zusammenkommen und ich werde ihn heiraten. So war es auch, zehn Monate später. Ein weiteres Jahr später war ich schwanger. Ich empfinde ihn immer noch als meinen Schicksalsmenschen. Kein einfacher Mensch, wir haben unsere Punkte, aber wir haben uns auch entwickelt. Das große Ganze stellen wir nicht mehr in Frage. Der andere Weg wäre gewesen, die Beziehung zu betrauern und dann wirklich abzuschließen. Ich hatte nie wirklich losgelassen. Jetzt sind wir fast fünf Jahre verheiratet. Auch er hatte immer mich im Hinterkopf... Aber ich war damals diejenige, die Schluss gemacht hatte, also ging er nicht davon aus, dass ich so unter der Trennung leide.
 
  • #33
Ja, das kenne ich. Die Lösung ist ganz einfach: Die Beziehung lief nicht, er hat dich schäbig behandelt und du hast noch an der Partnerschaft festgehalten. Obwohl DU den Grund hattest, hat ER Schluss gemacht. Das war das "falsche" Ende. Obwohl man weiß, dass diese Beziehung nicht funktioniert hat/ nicht funktionieren würde, sogar schädlich für einen war, will man ... GENAU DIESE.
Es hat zum großen Teil etwas mit verletztem Stolz zu tun. Man will diesen Mann zurück, verklärt ihn erst einmal, um sich diesen Wunsch zu erklären, und wenn er sich dann wieder schäbig verhält, will man selbst diejenige sein, die die Beziehung beendet. Und schon sind Liebeskummer und Mann aus Hirn und Herz verschwunden.
... es wird nicht funktionieren, da der Mann weg ist. Aber diese Klarheit hilft schon einmal ein Stück weiter.
 
  • #34
Ich kenne dieses Gefühl
Ich bin nach fast 10 Jahren nach wie vor über alles verliebt in meinen Ex Mann.
Ich kann machen was ich will Beziehungen eingehen neue Freundschaften suchen neue Hobbys Therapie hinter mir nichts hilft.
Wir waren über 13 Jahre zusammen und er hat mich für ne andere verlassen und ich müsste doch sooo verdammt wütend auf ihn sein und ihn hassen aber ich liebe ihn immernoch soo sehr und träume ständig von ihm.
Dabei fühl ich mich so verarscht ausgenutzt als ob ich ein scheis versuchskaninnchen war bis er die richtige findet!
Er hat mir jahrelang Die Welt zu Füßen gelegt jeden Wunsch von den Augen abgelesen mir gesagt und gezeigt wie sehr er mich liebt
Man kann und will einfach nicht glauben das alles gelogen war nur vorgemacht wurde. Es tut so weh!!!
Was habt ihr noch für Tipps wie man do jemand endlich aus seinem Leben zu streichen!???
 
  • #35
Hallo, ich möchte Dir antworten, da ich seid genau genommen fast 10 Jahren einen Menschen liebe. Seid glaube ich 4,5 Jahren haben wir uns nicht mehr gesehen... und ich liebe diesen Menschen noch immer und werde ihn auch immer lieben.

Es hat lange gedauert bis ich verstanden habe, wieso ich ihn liebe und dass ich großes Glück mit dieser Erfahrung habe...denn nicht jeder Mensch begegnet seiner Dualseele im Leben.

Ich habe diese Liebe meines Lebens getroffen, weil ich mich weiterentwickeln sollte, weil ich mich lieben lernen sollte, weil ich die wahre Liebe in mir selbst kennenlernen sollte. Weil ich ein besserer Mensch werden sollte...

Und diese Erkenntnis ist wahrer Reichtum für meine Seele.

Seiner Dualseele zu begegnen ist nicht immer schmerzlos... und sie wird fort sein und sich ebenso weiter entwickeln wie du selbst...

und eines Tages wird der Tag kommen, an dem Du gewachsen bist und vollkommen von Liebe erfüllt sein wirst. Es wird eine neue Dualseele die auf Deinem Stand ist in dein Leben treten... und die Liebe von der Du sprichst wird sich Deiner erinnern und Dich vielleicht aufsuchen. Aber dies geschieht nur, wenn du unabhängig bist ihn nicht mehr brauchst und ihn bedingungslos liebst.

Er wird dir begegnen wollen wenn auch er gewachsen ist, weil er als Dualseele ebenso liebt.

Du wirst dann eine Entscheidung treffen...

Ob die neue Dualseele, die Dir ebenbürtig scheint Dein Herz bekommt oder er....

Sei nicht traurig... freue Dich, dass Du wächst und lernst Dich selbst zu lieben
 
  • #36
Ich hatte mich fremdverliebt und nach langem Kampf für meine Ehe entschieden. Hat einige Jahre gedauert, bis ich darüber hin weg kam.
Ich habe diese Frau durch die rosarote Brille der Verliebtheit gesehen und mir auch eingebildet, sie sei die Liebe meines Lebens ohne der ich nicht Leben kann.
Irgendwann fiel es mir wie Schuppen von den Augen, dass ich mich in diese Liebe regelrecht hinein gesteigert hatte und ich ihre Körpersprache, ihre Signale und Gesten wie sie für tiefe Sympathie und Freundschaft üblich sind, einfach als Zeichen ihrer Liebe mir gegenüber ansah. Ich habe ihr meine Liebe gestanden, aber von ihr kam nichts eindeutiges zurück.
Passiert leider sehr häufig, dass in Beziehungen die Gefühle füreinander unterschiedliche Intensität haben. Es fällt schwer zu akzeptieren, dass der trennende Teil doch nicht die gleichen tiefe Gefühle hatte.
Ich hatte das Glück, dass meine Frau sich einfach toll verhielt, keine Vorwürfe machte, im Gegenteil auch irgendwie Verständnis aufbrachte, dass ich mich in die gemeinsame Freundin verliebte und war in dieser Zeit sexuell über aktiv.
Wie gesagt, hat ca 3 Jahre gedauert, bis die andere aus meinen Gedanken war.
 
  • #37
Dann schließ ich mich auch mal an. Ich war von 20-25 mit meiner ersten großen Liebe zusammen (erste Beziehung überhaupt). In dieser Zeit war ich der glücklichste Mensch überhaupt und das obwohl es viele Gründe dagegen gab und nur wenige wirklich glückliche. Ich habe in den 5 Jahren viele tolle Erlebnisse gehabt und bin ihr dafür dankbar.
Ich war ihr aber nie gut genug, aber sie blieb bei mir, weil ich mir immer mehr Mühe gab selbst ihren kleinsten Wunsch zu erfüllen und mich ihr anzupassen. Ich habe mich verbogen bis ich einfach nicht mehr ich war. Sie hat Schluss gemacht, weil es halt einfach (für sie) nicht gepasst/gereicht hat.

Das Ende kam für mich unerwartet, obwohl es vorhersehbar hätte sein müssen und war extrem schmerzhaft. Mit einem mal war alles weg, sie, meine Wünsche/Erwartungen an eine gemeinsame Zukunft uvm.. Mit der Zeit kam die Erkenntnis, dass ich eigentlich auch nicht glücklich war. Ich war ziemlich schwach, da ich nie meine Bedürfnisse angemeldet habe.

Mittlerweile, ein Jahr und ein bisschen nach der Trennung, hat sich vieles geändert. Im Job angekommen, 27kg abgenommen, endlich sportlich geworden, eigene Wohnung usw. Sie ist nach meinen Informationen seit ein paar Monaten wieder mit jemanden zusammen.

Ich habe es bisher kein einzigen Tag geschafft nicht an sie zu denken. Es sind mittlerweile keine sonderlich emotional aufwühlende Gefühle, weder wehleidige Gedanken noch wütend oder sonst wie, aber sie ist quasi omnipräsent in meinem Kopf. Meistens sind es nur Gedanken, wie gut es ist, dass die Beziehung vorbei ist... Ich glaube ich will es mir einreden, da ich nie in meinen innersten abschließen konnte. Ich will nicht mit ihr reden, sie nicht sehen oder noch irgedwas klären. Viel zu schmerzhaft waren alle Versuche/Kontakte nach der Trennung, in der sie mir die ganze Schuld gab. Ich will sie einfach nur aus meinem Kopf bekommen, zumindest aus den täglichen Gedanken.

Neue Dates gab es in letzter Zeit genau eins und morgen das zweite (gleiche Person). Während des ersten musste ich mich zwingen sie aus meinen Gedanken herauszuhalten. Ich finde das Date mit der Person toll, habe aber Angst wie ich falls es was wird die Situation mit meiner Ex einarbeiten kann, ohne blokiert oder hinterhertrauernd zu wirken. Sie ist nun mal eine Person die mich bis dato knapp 20% meines Lebens begleitet hat. Es gab viele tolle Erfahrungen und viele Leidvolle. Wir haben uns leider im Streit getrennt (völliges Unverständnis meinerseits hat zu eckelhaften Reaktionen ihrerseits geführt). Ich möchte sie in meinem Leben nie wieder sehen oder mit ihr in irgendeiner Wise kommunizieren, sie empfindet glaube ich genauso. Das muss man nun irgendwie nach außen gut verkaufen.
 
  • #38
Wenn man immer noch an den EX denkt, dann hat man nicht mit den EX abgeschlossen. Würde ein Mann bei mir noch an die EX denken, dann war es für mich. Ich komme mir dann so vor, als wäre ich nur die Notlösung.

Vielleicht kommt dies auch bei den Dates nach 1.5 Jahren so raus. Ganz nett ist ja die FS, aber man ist bei ihr nur die Notlösung. Wer die Notlösung will, nimmt die FS und wer es nicht will, der lässt es.
 
  • #39
Wenn man so eine dramatische Erfahrung gemacht hat, findet man nicht mehr so einfach eine neue Beziehung. Das Thema "Vertrauen" und "sich fallen lassen" wird wirklich sehr schwierig und es hilft auch gar nichts. Wenn man sich einmal so getäuscht hat, vertraut man niemanden mehr und muss sehr wahrscheinlich das Ganze Leben alleine bleiben. Was ist auch die Alternative? Noch eine Beziehung, die irgendwann scheitert, weil eine andere hübscher, größer, intelligenter, reicher, jünger ist? Ich bin der Meinung, dass solche Erlebnisse irreversible Schäden verursachen. Am Ende bleibt nur noch die Alte Beziehung. Die einzige, die man noch als jemand mit einer gesunden Seele erlebt hat und deshalb schaut man immer zurück. Zurück in die Vergangenheit, wo alles gut war. Wenn jemand eine Lösung für solche posttraumatische Erlebnisse hat, bitte melden. Ich denke, dass viele Menschen sich in Vergangenheit aufhalten. Es hat m. E. wenig mit der Ex-Partner an sich zu tun, sondern man vermisst das alte Leben und das Glück, was man dabei empfunden hat.
 
  • #40
Fast zehn Jahre waren wir getrennt, in denen ich absolut unfrei für andere Beziehungen war. Irgendwer hier hatte kommentiert, dass andere dass spüren.
Genau so ist es. Vor allem als potentieller neuer Partner spürt man das genau. Eine Trauerzeit finde ich zwar essentiell für die Verarbeitung, aber dann sollte man m.E. bitte so fair sein und in dieser Phase keine neue Beziehung eingehen. Für den potentiellen neuen Partner ist das schlicht eine Zumutung. Eine Notlösung mag niemand sein und Drama ist nicht jedermann's Sache.

Insofern bin ich auch strikt gegen "freundschaftlichen Kontakt" zum/zur Ex, sofern keine Kinder im Spiel sind. Frei nach dem Motto "den Spatz in der Hand, aber die Taube im Blick behalten." Beim Lesen dieses Threads sehe ich mich mit dieser Haltung noch mehr bestätigt. Zwar sind solche Neuauflagen m.E. eher selten, aber die Hoffnung darauf schwingt bei solchen Warmhalteaktionen m.E. schon mit. Auch hierzu gibt's genügend Theads ("Wie bekomme ich ihn zurück", "haben wir doch noch eine Chance", "er ist mir mit seiner aktuellen Freundin fremdgegangen" usw.)

Wir hatten damals gar keinen Kontakt mehr, außer zu Geburtstagen. An meinem 37. war es so weit, er rief an, da war er frisch getrennt.
Selbstverständlich sollte sich der Neue bitte nicht so eifersüchtig anstellen, nur weil der Ex sich meldet, stimmt's? Ist ja immerhin Teil der Vergangenheit, den man nicht so einfach abschneiden kann. Außerdem wird man ja wohl noch zum Geburtstag gratulieren dürfen...

Das durfte ich mir damals in der Anbahnung auch anhören. Woraufhin ich ihm genau zwei Optionen anbot:
entweder ordentlich mit der Vergangenheit abschließen und gemeinsamer Blick nach vorn - ganz ohne Drama
oder totale Freiheit mit Rückkehroption zur Ex - ggf. mit Drama

Wenn schon ein Verhältnis, dann bitte ein Klares! :)
 
  • #41
Meine große "Liebe" hatte nur Verachtung für mich übrig, er war 63, Sexsüchtig und ohne Emphtie für alle und alles, und trotzdem komme ich kaum darüber hinweg. Schwanke zwischen Sehnsucht und abgrudtiefem Haß. Haß überwiegt, ich werde ihm schaden. Und wenn es Jahre dauert. Ich weiß, es klingt verbittert, aber er hat in mir etwas zerstört. Das Gute, das Vertrauensvolle. D.W., Du wirst bezahlen mit Zinseszins.
 
  • #42
Also an den Ex denke ich nie.

Eventuell liegt es auch daran, dass so viele an den Ex denken, dass die Beziehung nicht so schlecht war.

Wenn jetzt der EX Morgen stirbt, dann feiere ich, was für manchen hier sehr negativ ist.

Tja jeder macht halt die Vergangenheitsarbeit anders. Tja aus den Augen aus dem Sinn.
 
  • #43
In meinem Leben (w33) gab es eine ganz grosse Liebe. Er war der Mann mit dem ich mir alles hätte vorstellen können. In der Beziehung war ich einfach nur glücklich. Jede Faser meines Körpers war glücklich. Er hat sich dann in eine andere Frau verliebt und mir das auch gestanden. Mit der Frau wurde es nichts, aber bei mir ging etwas kaputt. Ich konnte nicht mehr vertrauen. Die Beziehung zerbrach und er zog in eine andere Stadt und wir haben uns nie wieder gehört oder gesehen. Das ist jetzt 1.5 Jahre her. Ich hatte in den letzten Monaten Dates, aber das bringt alles nichts. Mir ist bewusst dass ich ihn nicht mehr zurück haben kann und will, aber mir ist auch klar, dass ich nie wieder so unbeschwert glücklich und verliebt sein kann. Ausserdem tut mir weh, dass man vorher über Jahre zusammen war, und dann plötzlich komplett aus dem Leben des anderen gestrichen wird. Was war die längste Zeit in der ihr an den Ex denken musstet? Und auch geglaubt habt, dass es keinen besseren als ihn gibt?
Wenn der Ex sich in eine andere Frau veiebt hat, hat was in euer Beziehung nicht gepasst, sonst wäre er bei dir geblieben. Die grosse Liebe war es kaum von seiner Seite. Von deiner Seite ja, aber es braucht immer zwei dazu. Du solltest loslassen, damit du dich für einen neuen Partner öffnen kannst.