G

Gast

  • #1

Wer hat Erfahrung mit gleichberechtigter Partnerschaft?

Hallo Gemeinde,

gleichberechtigt meint hier nicht gleichgeschaltet oder feministisch angehauchte Lebensmodelle.
Wer von euch hat schon mal eine 50/50 gleichberechtigte Partnerschaft gelebt ?
Mit oder ohne Trauschein, mindestens 3 Jahre Dauer.

Freue mich über alle hilfreichen Hinweise !
 
G

Gast

  • #2
Verstehe die Frage ehrlich gesagt nicht.
Eine Partnerschaft ist doch stehts gleichberechtigt. Jedenfalls was mein Verständnis von einer Partnerschaft anbelangt.
Habe bisher nur solche geführt. Und das werde ich auch in Zukunft zu bei behalten. Was soll das andere Modell bringen?
Und was verstehst du genau unter nicht-gleichberechtigter Partnerschaft?
MfG,
w,26
 
G

Gast

  • #3
Ich verstehe die Frage zwar nicht ganz, aber trotzdem ein Versuch:

Ich habe drei Beziehungen geführt, die länger als drei Jahre dauerten. 4, 14, 4 Jahre. Ohne Trauschein.
War gleichberechtigt, wobei ich darunter verstehe: beide gehen arbeiten, sind finanziell unabhängig, gemeinsame Anschaffungen werden fair aufgeteilt und die Trennung hatte andere Gründe.
Jedoch eine Beziehung, die aber "nur" knapp Jahre dauerte, ging deshalb auseinander, weil dieser Mann mit mir als Frau, die gerne auf gleicher Augenhöhe lebt und liebt nichts anfangen konnte
Er hat von Anfang an systematisch daran gearbeitet, dass ich meinen Job aufgebe (hatte zu lange die rosarote Brille auf)
Er verstand nie, dass ich nach einem Arbeitstag eine kleine Auszeit von 10 Minuten brauchte, es war ihm eine Freude, mich zu Hause sitzen zu sehen, kochen, Haushalt, das war sein Frauenbild. Er pflegte während dieser Jahre glücklichst seine Frauenfreundschaften, bei denen er seinen Selbstwert aufpolierte. Je mehr weibliche Kontakte, desto fröhlicher wurde er.
Am Ende (wo ich dann gottseidank meinen Überlebensinstinkt eingesetzt habe :) stand ich dann eben ohne allem da.
Fazit: sowas mit mir nie wieder

Nun, vielleicht ist meine Antwort eine Themenverfehlung, aber vielleicht gibst Du uns genauere Angaben?
w/50
 
G

Gast

  • #4
Habe ich noch nicht erlebt und ich glaube auch nicht, dass es soetwas gibt. Einer von zwei Partner hat immer etwas mehr das Ruder in der Hand. Es gibt sicherlich auch Phasen, in denen sich das Verhältnis auch ändert. Beziehungen sind nicht statisch!
Völlig gleichberechtigung in allen Bereichen, stelle ich mir auch nicht so toll vor. Es hat das Potential für viel Zank. Ich finds gut, wenn jeder sein Bereich hat in dem er/sie den Ton angibt.
Ich lasse mich gern von meiner Freundin in Sachen Mode beraten und lasse ihr das letzte Wort. Auf der anderen Seite bestimme ich wo die Ausflüge hingehen. Hat sich einfach so entwickelt.
 
G

Gast

  • #5
Sorry, verstehe ich auch nicht. Eine Beziehung sollte doch stets gleichberechtigt sein, ansonsten trennt man sich sofort wieder. Und ja davon habe ich 3 Stück über 10 Jahre geführt. Wo "reißst" du deine Männer/Frauen auf? Vielleicht arbeitest du erst mal an deinem Dominanz/Devot-Verhältnis. Klingt sehr ungesund. Wenn du dich in unfairen Beziehungen siehst, dann beende diese - kompromisslos - ohne Wenn und Aber! Ob Freundschaft oder Partnerschaft! Wenn du Dates kennenlernst, dann achte darauf, wie der Mensch sich dir gegenüber verhält und welche Sprüche er reißt! Es gibt nur wenig faire Menschen auf dieser Welt, wenige sind kollegial und so freundlich und unvoreingenommen, wie sie tun! Filtere solche heraus. Dafür muss man Feingespür entwickeln. Nicht jeder, der sich als was tolles hinstellt, ist es auch!
 
  • #6
Hm... was genau meinst Du mit "gleichberechtigt", eher die emotionalen Aspekte, die Finanzen oder die Organisation des gemeinsamen Lebens?

Meine Beziehung betrachte ich als gleichberechtigt und die drei Jahre haben wir auch bald voll.
Wir leben in getrennten, jedoch nur wenige Minuten voneinander entfernten Wohnungen, sind unter der Woche häufig beruflich unterwegs, so dass uns ohnehin nur die Wochenenden und ggf. ein weiterer Abend in der Woche bleiben. Seinen Haushalt organisiert jeder allein, aber wir helfen uns gern und ohne Gemecker bei Bedarf.

Was wir unternehmen, was gekocht wird und wen wir einladen etc. hängt vor allem davon ab, wer zuerst eine Idee äußert. Das ist aber sehr ausgeglichen und wir versuchen auch, uns gegenseitig eine Freude zu machen. Familienbesuche muten wir uns gegenseitig in einem überschaubaren Rahmen zu, da gab es auch noch keine Probleme. Die Finanzen bezüglich Urlaub, Ausgehen, Essen etc. sind ebenfalls ausgeglichen - wir zahlen abwechselnd und größere Posten (Urlaub) werden 50/50 aufgeteilt.
 
G

Gast

  • #7
Die Frage klingt so als sei das etwas ganz Neues, was gerade "auf den Markt" gekommen ist und man dementsprechend noch sehr skeptisch sein muss ob dieses neuen Modells. Das befremdet ein klein wenig. Ich jedenfalls konnte mir seit frühester Jugend kein anderes Beziehungsmodell vorstellen, welches ich als dauerhaft sinnvoll erachte. Klar, der eine hat dort Stärken, der andere woanders, aber da ergänzt man sich eben prima im Idealfall. Ich gehe mal davon aus, dass du gleichberechtigt nicht mit Gleichmacherei verwechselt hast. Es ist auch seltenst genau 50/50, sondern meistens mal 45/55 und dann wieder 51/49 - mal so, mal andersrum, du fährst mit dem Auto vermutlich auch nicht immer nur stur 50. Diese Erbsenzählerei sollte man im Alltag nicht betreiben, das ist einfach nur anstrengend und beziehungsabträglich. Kommt es dir auf das genaue Einhalten von Vorgaben an, dann ist das nicht wirklich lebensnah, da Arbeitsbelastung, Urlaub, Krankheit und sehr vieles ganz einfach beiderseitige Flexibilität verlangen. Dein 50/50 Modell scheitert schon, wenn einer der beiden netto zehn Euro mehr im Monat verdient.
 
G

Gast

  • #8
Liebe FS (du bist wohl weiblich ?)

1. Langes Kennenlernen: Gönn es dir und ihm. Es tut euch besser. Du findest soviel heraus, über dich und ihn. Es wäre selbstvernichtend ohne Basis in eine BZ zu rauschen.
2. Ähnliche Ausbildung und ähnliche Erwartung an die eigene berufliche Entwicklung hilft enorm das leidige Thema "Wer bliebe denn dann zu Hause und kocht ?" gar nicht erst aufkommen zu lassen. Hierbei geht es auch um Respekt. Der sollte gleich gross sein und auch bleiben.
3. Nimm nur gutverdienende Männer die auch grosszügig und lösungsorientiert denken. Keiner putzt gern: Putzfrau, keiner bügelt abends gern noch 20 Hemden- Hemdenbügelei- und so weiter.
4. Präsenzzeiten: Ein Schatz sind Männer die von zu Hause aus auch was arbeiten dürfen/können oder aus praktischen Gründen auch müssen (Freiberufler, Home Office). Weniger Präsenzkultur in der Firma hilft jedem Paar.
5. Bei Finanzen immer 50:50 oder verhandeln was gerade geht (wenn einer von euch weniger verdient).
6. Niemals Aufhören um den anderen zu werben. Das meiste Unglück kommt daher dass wir denken wir hätten den anderen ganz sicher und alles sei selbstverständlich. Ist es aber nicht.
 
G

Gast

  • #9
Ich habe ausschließlich (lange) Beziehungserfahrungen, die auf gleichberechtigter Partnerschaft basierten. Was andereres kann ich mir auch gar nicht vorstellen. Jeder Mensch hat aber Stärken und Schwächen. Die Akzeptanz macht´s, das eine Beziehung hält, nicht der ständige Kampf und Vormacht oder völlige Parität.
Eine von vornherein umfassend geführte Diskussion über 50:50 würde mich aber waren und abschrecken, denn das ist der Vorgeschmack einer ewigen Diskussion und solche Frauen sind mir zu anstrengend.
 
G

Gast

  • #10
Ich weiß nicht genau, was die Frage für Dich bedeutet. Für mich bedeutet gleichberechtigt auch gleichverpflichtet und ja, in zweiter Ehe lebe ich dieses Modell sehr glücklich und mit Erfolg. Ich habe eine attraktive Frau, die eine gute Mutter, erfolgreiche Freiberuflerin, gebildet und eine liebevolle solidarische Gefährtin ist. Alles, was neben unseren Berufen anfällt, erledigen wir gemeinsam, je nach dem, wer mehr Zeit hat, und tauschen uns über alles wichtige aus. In erster Ehe hatte ich eine Frau mit Versorgungswahn, die in Regenzeiten nur lamentiert und genervt hat, bei Sonnenschein aber das Geld herausgeworfen hat. An Verpflichtungen war sie nicht interessiert - sie war schließlich "Hausfrau". Nein danke.
 
G

Gast

  • #11
Ein Schatz sind Männer die von zu Hause aus auch was arbeiten dürfen/können oder aus praktischen Gründen auch müssen (Freiberufler, Home Office). Weniger Präsenzkultur in der Firma hilft jedem Paar.
Mit Verlaub, das sehe ich vollkommen anders. Ein Mann, der zuhause arbeitet, hat aus Sicht der Frau praktisch immer frei. Es kann dann durchaus passieren, daß die Frau sich mit ihrem Halbtagsjob als die Übervorteilte fühlt. Eine Partnerschaft zu leben, die von beiden Seiten als gleichberechtigt angesehen wird, ist gerade unter solchen Umständen sehr viel schwieriger und konfliktträchtiger.
 
G

Gast

  • #12
Es ist schwierig von gleichberechtigter Lebensweise zu sprechen, da Männer und Frauen doch anders ticken. Bei uns ist es so, dass beide berufstätig sind und in ihren Jobs erfolgreich sind. Im Zusammenleben ergänzt man sich durch seine verschiedenen Ansichten und Interessen.
 
G

Gast

  • #13
Diese blöden Gleichberechtigungen und Augenhöhe Mist gehen mir sowas auf den Sender..

Wie soll man denn Gleichberechtigungen messen? Gibt es da eine Maßeinheit? In Zeit? In Liebesbezeugungen? Streichelst Du mich ne halbe Stunde , streichle ich dich ne halbe Stunde..

ansonsten ist das doch keine Gleichberechtigung....Wann ist recht wann ist unrecht??

Eine Erfindung die uns dauernd Kirre macht und Konflikte bereitet.

FS: Wenn Du dein Wort Gleichberechtigung durch Glücklich ersetzt ergibt es denselben Sachverhalt wird aber als Gesamtpaket nachvollziehbarer.

m47
 
G

Gast

  • #14
Liebe Foristen,

merkt ihr was? Bis her so wenige Beiträge und dazu noch komische, wo man lesen kann, dass gar nicht verstanden wird, was eine gleichberechtige Partnerschaft wirklich ist.

Ist das nicht traurig? Mich wundert es nicht, warum es so viele Single gibt.

Auf keinen Fall jeder den Anderen eine halbe Stunden streicheln.

w