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  • #1

Wer hat Erfahrungen als AE mit einem AE-Partner ?

Meine Situation: bin ae mit einer fast 16-jährigen Tochter. Mein Partner ist auch ae mit zwei Kindern, 14 u 15. Uns trennen 35km. Mein Partner arbeitet bis abends ca. 18-19Uhr. Er muss seinen Job meistern und ganz nebenbei auch Kinder und Haushalt abdecken. Ich meister auch meinen Job und meine Tochter ist schon relativ selbständig. Fakt ist, dass wir uns unter der Woche eigentlich nie sehen, wir tel tägl abends. Am WE sehen wir uns ab Sa.Ab. u sonnt. nach gemeins.Frühst. fahr ich wieder nach Hause. Nach 2 J.Bez. dieses Jahr erstmals 7T. Urlaub nur er und ich. Er super gestresst.Fulltimejob u. deckt sonst noch alles ab, was die typische Hausfrau und Mutter so macht. Problem: Ich kann nicht mehr. Ich liebe ihn so sehr, aber ich halte die Situation des immer Wartens aufs WE für einen Abend u eine Nacht nicht mehr aus.Er hat keine andere oder irgendwas, das ist alles Quatsch. Zusammenziehen, darüber haben wir mal nachgedacht, bzw. auch gesprochen, aber bei ihm habe ich den Eindruck, dass er da mehr Schwierigkeiten sieht.. ihn stresst schon der Gedanke, dass er dann sein Haus leer räumen muss und ein anderes Haus wieder ein und man müsse dann natürlich Abstriche machen und hätte nicht mehr die tolle Aussichtslage am Hang, die wir zufällig beide haben. Er will keine Schulden mehr machen (ich auch nicht unbedingt), wenn wir uns was neues suchen würden, wo wir alle gemeinsam Platz hätten... In seinem Haus wohnen ginge nicht, da zu wenig Zimmer und da geht auch nichts mit abteilen o.ä. Bei mir im Haus ginge platzmäßig, aber seine Kinder würden nie in die kleine Ministadt ziehen wo ich wohne... sie wohnen in einer großen bzw. größeren Stadt und sind halt Stadtkinder. Also, was bleibt uns? Ich bin so runtergeholt, so traurig und frustriert, zu dem ich immer mehr das Gefühl habe, dass er mit unserer Situation viel viel besser zurecht kommt wie ich. Ich bin diejenige, die ständig Stress macht, unzufrieden ist. Ja ich bin schon fast neidisch darauf, dass er sich so arg freut, wenn er mich sehen kann, er genießt das und sagt mir immer wie sehr er mich liebt und ich ? Ich liebe ihn doch auch, aber mir fehlt ne Perspektive. DAs hab ich ihm auch schon gesagt, aber irgendwie wird zwar drüber geredet, aber danach passiert nichts, es wurde halt darüber gesprochen und fertig.
Wie geht Ihr, die dieses Problem kennen, damit um, dass zwei AEs sich so wenig sehen, quasi gut drauf sein, weil grade der Termin ist, wo man sich endlich mal wiedersieht? Ich bin wirklich sehr unglücklich und wir streiten uns nur noch. Wir harmonieren so super gut zusammen, aber unsere Situation macht es uns immer schwerer. Ich weiß nicht mehr weiter. Kann mir jemand Rat geben, Input oder verlange ich zu viel von ihm, von unserer Beziehung, ich blick es selbst nicht mehr ... 44/w
 
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  • #2
Ich erlaube mir zu antworten, obwohl ich weder AE bin noch einen AE-Partner habe: Mir scheinen die Kinder sind schon so alt, dass sie in maximal 3 Jahren alle ihr Abitur gemacht haben und (hoffentlich) in anderen Städten studieren werden, sofern es in Eurer Stadt keine ausgezeichnete Universität gibt, die das gewünschte Studienfach anbietet. Aus meiner Sicht ist das ein Zeitraum, der sich überbrücken lässt, zumal Ihr beide mit Haus, Kindern und Beruf ziemlich ausgelastet seid. Ihr könnt, wenn die Kinder in einer anderen Stadt studieren, dann immer noch ca. 40 Jahre miteinander verbringen.

Alles Gute.

w/50
 
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  • #3
Liebe Fs,

es gibt m.E. nur 2 Möglichkeiten:

1. Du wartest, bis die Kinder des Mannes aus dem Haus sind und dann fangt ihr gemeinsam an.

Hier sehe ich aber einige Gefahren: Ihr kennt euch so wenig, eigentlich nur Wochenendbeziehungen, wo jeder sich Müher gibt, aber den rauen Alltag habt ihr noch nicht miteinander erlebt. Von daher kann es passieren, dass später das große böse Erwachen kommt.

2. Du trennst dich und kümmerst dich die letzten Jahre um dein Kind und schaust, was in deiner Stadt an netten Männern rumläuft. Das Leben ist zu kurz, denke daran. Mit einem Mann an unserer Seite soll es uns genauso gehen, wie bisher, oder sogar noch besser. Alles andere ist kein guter Weg, der sich langfristig nicht auszahlt.

Ich würde zu Punkt 2 tendieren, weil ich Punkt 1 erlebt habe und der Preis mir heute zu hoch wäre, wertvolle Lebensjahre an einen Mann zu verschwenden, der aufgrund seiner persönlichen Umstände eigentlich gar nicht beziehungsfähig ist.

w 48
 
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  • #4
Durchhalten! Und die Kinder sind schneller aus dem Haus als Du glaubst. Dann habt ihr beide unglaublich viel Platz füreinander... Im Haus, im Leben, und im Herzen doch sowieso!!
Es liegt nicht an diesem speziellen Partner, dass Du mit einem Haus in der Kleinstadt sehr gebunden bist. Oder wartet ein Mann, den Du wirklich als Mensch mehr oder genauso lieben könntest an der nächsten Ecke?
 
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  • #5
Du könntest während der Woche mal eine Nacht zu ihm fahren und bei ihm bleiben - morgens dann von ihm aus zur Arbeit. Vorausgesetzt, deine Tochter bleibt für eine Nacht alleine und geht morgens ordentlich in die Schule. Wo verbringt ihr die gemeinsamen Samstage? Bei ihm - bei dir? Mit den Kindern?!? Warum hat er nur eine Woche Urlaub im Jahr? Fahrt ihr wenigstens gemeinsam mit den Kindern in Urlaub? Es gäbe so viele Möglichkeiten, die Beziehung ganz langsam aufzubauen und zu pflegen - es müssen nur beide WOLLEN!!! Ich weiß von was ich rede - wir haben es geschafft, dies hier auszuführen, wäre jedoch zu lang. Eure Kinder sind in ähnlichem Alter und wie #1 schon sagt, bald flügge. Ihr müsst beide Freiräume freischaufeln wollen, dann klappt es auch. Wenn du jedoch nur noch frustriert und motzig bist, ist dies keine Basis für das Fortführen der Beziehung. Jeder von Euch sollte sich in einer ruhigen Minute hinsetzen und aufschreiben, welche Erwartungen und Wünsche er an die Beziehung in der Zukunft hat. Dann vergleicht ihr und prüft, was bereits jetzt mit wenigen Mitteln umgesetzt werden kann. Man kann viel mehr als man denkt! w/42
 
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  • #6
Mir scheint, dass du mir der Situation, wie sie ist, nicht mehr glücklich werden wirst, und 3 Jahre zu warten, bis die Kinder größer sind, sehe ich auch nicht als Option.
Bleibt noch der Schritt nach vorn: Zusammenziehen! Sicher macht ein Umzug keinen Spaß und ist mühsam. Aber davon könnt ihr euch doch nicht an eurem Glück hindern lassen. Genausowenig von der Tatsache, dass ihr vielleicht beide euer Domizil mit der schönen Aussicht aufgeben müsst. Es wird sicher andere attraktive Wohnmöglichkeiten geben, wenn man sich erst einmal dazu aufrafft, sich auf etwas Neues einzulassen. Dass ihr euch dafür stark verschulden müsstet, glaube ich auch nicht so recht. Aber ihr müsstet ja auch überhaupt erst mal die Suche starten und dann die Optionen sorgfältig prüfen.
Und ihr hättet soviel dabei zu gewinnen: viel mehr gemeinsame Zeit, und ihr könntet einander hervorragend ergänzen und unterstützen, wenn nicht bei jeder jeweils einen ganzen Haushalt mit Kind(ern) führen muss.
Kurz gesagt: Wenn ihr beide wirklich gern zusammenleben möchtet, scheint es dafür keinen trifftigen Hinderungsgrund zu geben. Es fehlt nur, dass ihr euch gemeinsam aufrafft, aus der aktuellen Situation auszubrechen.
 
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