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Gast

  • #1

Wer ist Durchschnitt? Normal? Wer macht sich wirklich was vor?

Ich hatte mein erstes Date, seit Jahren. Eigentlich wollte ich gar nicht, weil er Akademiker und ich nur "Normalo" bin. Ich dachte mir, dass das wohl eine Nummer zu groß für mich wäre, da ich beim Dating auch keinerlei Erfahrungen mehr habe. Aber, so what. Vielleicht war ich auch nur mal wieder zu unsicher.
Ich bin ein absoluter Durchschnittsmensch. Bin kein Model, keine typische Tussi-Tante, aber auch nicht häßlich oder fett. Erste Gespärchsthemen fallen mit mir schwer, da ich nicht wirklich ein Hobby habe, auch eher introvertiert bin und auch noch nicht wirklich etwas interessantes erlebt habe. Also durchaus auf den ersten Blick langweilig.
Mein Datingpartner ist beruflich erfolgreich, sportlich, unternehmungslustig. Er meinte, dass wir wohl zu unterschiedliche Lebenseinstellungen haben. Alles cool, das hat mich jetzt nicht verletzt und auch nicht wirklich gewundert. Aber eine Frage hat es bei mir doch ausgelöst:
Auch wenn ich mich eben als absoluten Durchschnitt beschrieben habe, bin ich das wirklich?
Meine Leute, also die Menschen um mich herum, schätzen meine Authentizität, Loyalität, Bodenständigkeit. Alles was ich habe und was ich bin habe ich mir erarbeitet. Alles im Rahmen meiner Möglichkeiten. Mir ist kein Wissen zugefolgen, dann wäre ich auch Akademikerin und mir hat keiner etwas geschenkt. Meine Unabhängigkeit ist mir wichtig.
Sind nicht die Menschen, die all das wollen, was andere wollen, gutes Aussehen (relativ), tollen Job, viel Geld und somit viele Möglichkeiten sich etwas zu leisten etc., (für sich selbst und bei dem potenziellen Partner) diejenigen, die Durchschnitt sind ? weil sie auch nur Durchschnitt suchen ? Bzw. weil das alles als die einzige richtige Lebensform akzeptiert wird ? Versteht Ihr was ich meine?
Zum Beispiel sagte mein Date mir (will ich auf keinen Fall überbewerten), dass er schon lange keinen Kontakt mehr zu seinen Eltern hat. Das ist doch traurig ? Arm ? Oberflächlich ?
Ich weiß nicht, ich habe und ich finde auch, dass ein gutes Verhätnis zur Familie, insbesondere Eltern, sehr wichtig sind.
Ich weiß, dass ich ein "besonderes Exemplar" bin. Aber lebe ich mein Leben deshalb völlig falsch? Muss ich mich ändern? Mir ist völlig klar, dass ein passender Deckel auch nur "ein besonderes" Exemplar sein kann. Indem er entweder ähnlich ist wie ich bzw. bereit dazu ist, dass wir beide jeweils mind. ein Schritt aufeinander zugehen müssen. Aber welcher Mann würde freiwillig solche Mühen auf sich nehmen, weil es ja wohl genug "normale" Frauen gibt ?
 
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Gast

  • #2
Interessantes, komplexes Thema! Es umfasst z.B. Schlagworte wie "Neid" und "Mainstream". Dazu kann ich nicht viel sagen. Wohl aber, dass Du Dich keinesfalls verbiegen sollst und auch Du - wie jeder Mensch - einzigartig bist. Du lebst Dein Leben richtig, fühlst Dich gut damit. Es paßt für Dich so, wie es ist! Ein kleines Jedoch: Wie schaut es mit Deiner Toleranz und Anpassungsfähigkeit aus? Sich anzupassen hat noch nichts mir verbiegen zu tun, sondern damit, sich in Gegebenheiten einzufügen, die sich nun mal nicht ändern lassen. Alles Gute für Dich! m43.
 
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Gast

  • #3
Durchschnitt ist Langeweile pur. Jeder Mensch hat besondere Fähigkeiten, besondere Neigungen, Du zum Beispiel bist loyal, treu und introvertiert. Der eine weiß das zu schätzen, der andere hält sich für was besseres, ist es aber nicht. Nicht einzelne Eigenschaften zählen, sondern das Ganze.
 
  • #4
Nun, in der Psychologie heisst es, das sich jeder Mensch, egal wie minderwertig, normal, oder toll er ist, für etwas besonderes, einzigartiges hält. Ist wohl einfach so verankert in unseren kleinen Hirnen.
"Eigentlich bin ich ja die/der beste, wenn die anderen nur wüssten."

Es ist schön für Dich, das Du Dich für ein besonderes Exemplar hältst, aber so wie Du Dich beschreibst, bist Du absolut "Normal".
Dich treibt nichts besonderes an, Du hast keine besonderen Lebensvorstellungen, Du hast ganz normale Verbindungen zu Deinen Eltern, Du siehst nicht besonders aus.
Das einzig besondere ist Dein wirrer Schreibstil. Aber auch das ist eher Normal für Nicht Akademiker.

Schönen Weltuntergangstag noch.
 
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Gast

  • #5
Hallo,FS
Ähnliche Historie wie Du,aber JEDER MENSCH HAT ETWAS BESONDERES was Ihn
ausmacht.Auch ich wirke sehr unscheinbar optisch,hm ne gute 4 aber ein bewegtes Leben
was mich andererseits auch wieder zum "Leckerbissen" macht.
Hin und wieder habe ich beruflich mit ähm sorry "Bessergestellten" Umgang die wenn man
hinter die Fassade schaut auch nur Menschen sind mit anderen hm,Problemen.
Was ich Dir damit sagen will ist wir kochen alle nur mit Wasser,arbeite an Deinem Selbstwert
so kannst Du auch manchen "Selbstdarstellern" mit einer gewissen Lockerheit gegenüber treten.


(M47) aber stolzer "Normalo"
 
  • #6
Huh? am Anfang sagt du das du der typische Durchschnitt bist dann wieder das du ein "besonderes Exemplar" bist und sich folglich nur "besondere" Exemplare für dich interessieren könnten.. was den nun?

Prinzipiell ist, je nach Definition von "normal", fast jeder normal.. weil das ja die "Normalität" kennzeichnet.. natürlich will niemand zugeben das er "wie alle anderen" ist .. deswegen sind auch 2 millionen menschen auf der Loveparade immer "totale Individualisten" .. Fakt ist aber das Individualisten meistens Einzelgänger sind oder nur kleine Gesellschaften haben.. (ugs.: "Szene") .. wenn du also zu keiner "Szene" angehörst, wirst du mit recht hoher Wahrscheinlichkeit wohl, "normal" sein..
 
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Gast

  • #7
m37, Akademiker

Ich hätte dich gefragt, wie du in Zukunft leben willst,, was du für Träume und Wünsche hast. Manche Frauen blühen ja mit dem richtigen Partner erst richtig auf. Die Vergangenheit ist nicht so wichtig, wenn man klare Ziele für die Zukunft hat.
Ob jemand normal ist, hängt sowieso immer vom Blickwinkel ab. Die Mehrzahl der Leute ist normal, ich würde mir da nicht soviel Gedanken machen.
 
  • #8
Ich verstehe die Frage irgendwie nicht: Einerseits bist du "Durchschnitt", dann wieder ein "besonderes Exemplar" ... was denn nun?

Im Grunde spielt das übrigens keine Rolle, weil es m.E. keinen Sinn macht, in solchen Kategorien zu denken. Es gibt Menschen, bei denen kommst du gut an, und welche, bei denen kommst du nicht gut an.

Und verwechsel "Bodenständigkeit" und "Durchschnitt" nicht mit "Langweilig", das ist immer eine Frage des Standpunkts. Frauen, die auf andere Mäner vielleicht langweilig wirken, kommen zum Beispiel bei mir gerade aufgrund Ihrer Bodenständigkeit gut an ...

m/34
 
G

Gast

  • #9
Liebe FS,

was definierst Du den unter „normal“ und „durchschnitt“?
Ist das normal, was die meisten tun bzw. sind?
Zumindest, was die Schulbildung angeht, entsprichst Du sicherlich der „Normalität“. Nur 22% der Deutschen haben eine Fachhochschulabschluss oder eine höherwertigere Bildung.
Quelle: https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/BildungForschungKultur/Bildungsstand/Tabellen/Bildungsabschluss.html.
Statistiken zur durchschnittlichen Hobbyanzahl habe ich auf die schnelle nicht gefunden. Aber gar keine Interessen zu haben, finde ich persönlich doch etwas ungewöhnlich. Irgendwas fasziniert einen doch schon mehr als alles andere: Fußball gucken, lesen, Basteln, Wandern oder jeden Tag die Simpsons gucken. Auch Du hast da bestimmt etwas, was Du gerne machst und wo Du dran Spass hast.
Auch die Statistik zur Anzahl der intro- bzw. extrovertierten Deutschen habe ich nicht gefunden. Ich würde sagen, hier hält sich die Waage. Also bist Du auch hier „Normal“, zumindest innerhalb der Introvertierten.
Ob Du, als ein introvertierter Typus, mit extrovertiertem Typen klar kommst, können wir hier per Ferndiagnose nicht feststellen. Es hängt sehr davon ab wie stark dieser Persönlichkeitseigenschaft bei Dir ausgeprägt ist.

Vielleicht hilft es Dir, wenn Du die Gesprächsthemen bei einem ersten Date eher allgemein hälst. Wenn Du Zeitungen ließt o. Dich anderweitig über tägliche Nachrichten informierst, kann man diese gut als Themen ansprechen. Aktuell Weltuntergang-> wo warst Du beim letzten Weltuntergang (Silvester 2000)?-> Silvesterböller (Pro/Contra) usw. Damit zeigst Du schon mal Dein Allgemeinwissen und Interesse an Weltgeschehen. Im neuem Jahr kannst Du dann z.B. die Einführung von GEZ Steuer ansprechen -> guckst Du fern, welche Sendungen? Über den aktuellen Themen kann man leicht einen Zugang zur persönliche Seiten/Interessen/Meinungen des Gegenübers finden. Und lenkst gekonnt von fehlendem Hobby ab 

Thema kein Kontakt zur Familie: Anders als sein Freundeskreis, kann man die Familie nicht aussuchen. Sicher ist es traurig und arm keine Familie zu haben, der diesen Namen verdient. Aber es wäre noch trauriger und armseliger sich als Erwachsener zu zwingen mit Menschen Kontakt zu halten, die einem nicht gut tun. Als Kind muss man da durch, weil man keine Wahl hat. Als Erwachsener ist es (für mich) ein Zeichen der Stärke, sich aus einem schlechten (Familiären)Umgebung rauszuboxen und die Brücken dahinter zu verbrennen. Bei Deinem Date wissen wir nicht, was zur dem Kontaktabbruch zur Familie geführt hat. Trotzdem würde ich Dich gerne bitten, in Zukunft erst zu urteilen, wenn die Hintergründe für so eine Entscheidung bekannt sind.

Alles Gute!
 
G

Griet

  • #10
Ist es wert darüber nachzudenken?
Du bist, liebe FS, einfach so wie du bist.

Und jeder Mensch ist in gewisser Hinsicht
- wie alle anderen Menschen
- wie einige andere Menschen
- wie kein anderer Mensch. Das "Gewisse" variiert hierbei quantitativ.
Ich zB bin "ziemlich anders", so ich vielen Menschen (Freunde, Familie, Kollegen), die sich über mich ein Urteil erlauben können, Glauben schenken darf. Meine Art hat mitunter schöne, sehr lustige und warmherzige, "süss-niedliche" Wesenszüge.. aber ich polarisiere wohl auch sehr stark. Das ist wohl so, je mehr man von der/einer Norm abweicht, und trifft so in Teilbereichen auch die "ganz Normalen".
Wichtig, im Bezug auf soziale Beziehungen, ist doch Wohlfühlen, sich verstanden fühlen und auch im Gegenüber diese Gefühl auslösen zu können. Dann, und nur dann passt es! Für den Moment - und für die Zukunft kann man daran arbeiten.
Alles Gute für dich!

Liebe FS,
Thema kein Kontakt zur Familie: Anders als sein Freundeskreis, kann man die Familie nicht aussuchen. Sicher ist es traurig und arm keine Familie zu haben, der diesen Namen verdient. Aber es wäre noch trauriger und armseliger sich als Erwachsener zu zwingen mit Menschen Kontakt zu halten, die einem nicht gut tun. Als Kind muss man da durch, weil man keine Wahl hat. Als Erwachsener ist es (für mich) ein Zeichen der Stärke, sich aus einem schlechten (Familiären)Umgebung rauszuboxen und die Brücken dahinter zu verbrennen. Bei Deinem Date wissen wir nicht, was zur dem Kontaktabbruch zur Familie geführt hat. Trotzdem würde ich Dich gerne bitten, in Zukunft erst zu urteilen, wenn die Hintergründe für so eine Entscheidung bekannt sind.
Ich gebe dir Recht. Selbst hatten meine Brüder und ich eine recht schwierige Kindheit. Ich habe mich angepasst und gefügt, mit dem unbeirrbaren Ziel vor Augen, dieses/mein Elternhaus frühstmöglich zu verlassen. Hätte ich es nicht so früh geschafft, diese frühe Unabhängigkeit zu erreichen, wäre es mir womöglich so gegangen, wie einem meiner Brüder:
ich verurteile ihn nicht dafür, dass er zu unseren Eltern keinen Kontakt mehr haben möchte. Jeder empfindet nunmal anders, und verfügt nicht über die selbe emotionale Stabilität. Ich verstehe beide Seiten, was widerrum viele nicht nachvollziehen können, die unsere Situation von früher kennen.
 
G

Gast

  • #11
Was Du nun wirklich bist, geht es dem, was Du schreibst nicht hervor - Durchschnitt und auch wieder ganz besonders?
Du bist, wie jeder Mensch, eine individuelle Mischung.

Es gibt viele Menschen, die loyal, treu und introvertiert sind, hart gearbeitet haben, für das was sie erreichten, weil ihnen nichts zugeflogen ist (Akademiker und Nichtakademiker). Ja, FS, auch die meisten Akademiker haben hart für das, was sie sind, gearbeitet.

Du scheinst wenig tolerant zu sein, Stichwort: Verhältnis zu den Eltern. Nicht überall ist heile Welt und nicht jeder macht auf heile Welt, um des lieben Friedens willen. Daran ist nichts schlecht, das ist einfach nur Leben.

(Das läßt sich auch auf andere Lebensbereiche übertragen und wer sich anmaßt, das zu beurteilen, ohne genaue Kenntnis der Umstände ist geistig eher etwas unter Durchschnitt, daher sei vorsichtig mit Urteilen.)
 
G

Gast

  • #12
Ob einer Person normal / durchschnitt ist hängt nicht oder sagen wir nicht nur von der Ausbildung ab.

"Eigenschaften" wie hohe Intelligenz, "Schönheit", Sensibiltät, Empahtie und Talent sind angeboren oder eben nicht.

Weitere Dinge wie Humor, schematisches und abstraktes Denken etc. kann man lernen resp. fördern. Vieles hängt vom Umfeld, Ausbildung sowie von persönlichen Erfahrungen ab.

Du wirst niemals Fusballprofi werden, sind die körperlichen Voraussetzungen nicht gegeben, noch wirst du einen Nobelpreis in Physik erhalten wenn dir die dafür notwendige Intelligenz fehlt.

Aus rein natürlicher Sicht ist jedes Lebewesen einzigartig: Die Fähigkeit der Selbstheilung, die Sinne, Kommunikation etc..

Von Mensch zu Mensch aber gibt es grosse Unterschiede.

Jeder lebt in seiner Welt und passt sich dementsprechend seinem Umfeld an; Menschen die z.B. der sozialen und/oder geistigen Unterschicht angehören werden Erfahrungsgemäss in diesem Umfeld bleiben - gleich und gleich gesellt sich nunmal.

Ich behaupte, dass die grosse Mehrheit "normal" ist. Sei es aufgrund fehlender Möglichkeiten - z.B. sozialer Aufstieg / mangelhafte Ausbildung - oder schlichtweg den fehlenden körperlichen sowie geistigen Fähigkeiten. Dies ist nicht wertend sondern pure Realität.

Für mich persönlich z.B. ist schwazer Humor sowie schnelles Denken ein MUST. Ist dies bei meinem Gegenüber nicht vorhanden so wird eine langjährige, tiefe Freundschaft quasi ein Ding der Unmöglichkeit sein.

Handkerum werde ich nie in den Kreisen der "geistigen Elite" aufzufinden sein.

so ist das nun mal :)

m, 36
 
G

Gast

  • #13
Mir ist das, ehrlich gesagt, etwas zuviel Information. Kaum ein Mann mit hohem Status, würde eine hübsche, weniger erfolgreiche Frau abservieren. Es sind doch vor allem gerade die angesehenen Männer, die sich mit "niedrigeren" Frauen einlassen, nicht selten einfachere Stripperinnen, Tänzerinnen, Hausfrauen, jungen Mädchen ohne Berufsausbildung, ect. Daran kann es wohl nicht liegen! Männer spielen gerne ihre Machtposition aus und haben gerne eine unterlegene Frau.

Wenn ein Mann allerdings sagt, ihr seid viel zu unterschiedlich, kann das viel bedeuten. Entweder hat er schlichtweg nur gelogen (das machen viele) und du bist gar nicht sein Typ oder er sucht schlichtweg nur was fürs Bett und du hast ihm klar gemacht, dass du eine feste Beziehung willst (was meist der Hauptgrund ist).

"Normal" ist für mich 97% der deutschen Bevölkerung, jeder strebt irgendwo einen normal konservativen Weg an, von der untersten Putzfrau, bis zum Akademiker, da ist nichts außergewöhnliches dran. Lediglich ein paar Prozent sind Außnahmefälle, die fallen auch in allen anderen Lebensbereichen aus dem Rahmen. Deswegen würde ich mich an deiner Stelle nicht kleiner machen, als ich in Wirklichkeit bin. Du bist ganz ok so wie du bist.

Wenn du meist, berufliche Defizite zu haben, dann kannst du schulische Dinge nachholen. Mal ganz ehrlich, ich war auch auf der Akademie (ohne Abitur). Jeder kann schulisch was erreichen, man muss in Deutschland nichtmal besonders klug dafür sein, deswegen finde ich deine Ausrede ziemlich lahm oder allgemein Ausreden wie: "Nicht jeder hat reiche Eltern, um studieren zu können!" Das ist quatsch! Man muss nur fleißig sein. Und nebenbei würde ich einen Menschen niemals aufgrund seiner Bildung oder seines Jobs ablehnen oder ausselektieren! Wer das macht, ist für mich ein Beziehungsidiot!

Für mich hast du irgendwo ein seelisches Problem. Magst du mal in die Therapie gehen um dein Selbstbewußtsein zu stärken? Du stellst dich viel zu schlecht in die Öffentlichkeit (das kann unter Umständen auch unattraktiv machen!)
 
  • #14
@FS: Suche und finde einen Mann, der dich zu schätzen weiss - so wie du bist.

Sich gar keine so großen Gedanken darum machen. Einfach raus in die Welt, und auf die Leute zugehen.
Alles Weitere ergibt sich dann, wenn es passt.

In der Gesellschaft gibt es schon Unterschiede. Dann orientiert man sich dorthin, was Einem persönlich am meisten zusagt.
 
  • #15
Ich kann dem geschriebenem sehr schlecht folgen. Wie bist du zu dem Date gekommen? Hat es dir jemand eingefädelt oder hat er dich direkt angesprochen?

Weil so wie du die Situation oder dich und ihn beschreibst, dann hat er jemandem mit diesem Treffen einen Gefallen getan. Weil du kommst wohl nicht wirklich aus dir raus oder unter Leute, die du nicht gut kennst.

Durch meine Arbeit, kenne ich soviel Akademiker und das sind keine besonderen Menschen, ich bin mit sehr vielen per DU. Ich denke, die Zusammenarbeit wäre auch fast unmöglich, wenn ich sie mit glasigen Augen anschauen würde und sie von der Seite anhimmeln würde.

Du schreibst von dir, du bist introvertiert, hast nicht viel erlebt und sagst selber, bist eher (auf den ersten Blick) langweilig.

Ich habe bei dir die Vorstellung, ohne dass es jetzt herablassend klingt, aber ich muss an so einen Menschen denken wie, Bauer sucht Frau. Ich denke, die Sorte Mann würde auch zu dir passen. Ich würde auch nicht sagen, dass diese Sorte Menschen ein besondere Exemplare ist. Sie sind nichts besonderes, nicht mehr als die meisten Akademiker ABER die zwei Sorten Mensch können nicht viel miteinander anfangen und wissen sich auch nicht sosehr zuschätzen.

Ich bin mir auch nicht sicher, ob die Sorte Mensch, wie du einer bist, so einen Menschen, wie sich selber zuschätzen weiß, weil der erste Eindruck, ist halt, einfach gestrickt und eher langweilig. Wie wollt ihr ins Gespräch kommen, wenn keiner von euch beiden redet oder über was wollt ihr reden? Ihr habt nichts erlebt, habt keine wirklichen Hobbys, seid nicht von eurem Job angetan...

Ich habe jetzt noch nicht ganz verstanden, was an dir besonders sein soll. Weil wie hier schon gesagt wurde, jeder Mensch für sich genommen, ist was Besonderes und du bist da keine Ausnahme.

So wie du dich beschreibst, da hätte ich persönlich kein großes Interesse dich besser kennen zulernen. Die Bekanntschaft oder Freundschaft mit dir, würde mir wahrscheinlich nichts bringen und es wäre mir zu mühselig da was aufzubauen, denn ich würde befürchten, ich muss den Löwenanteil an dem Aufbau tragen. Das ist wahrscheinlich, auch das Hauptproblem mit dem die meisten Männern ein Problem haben, sie sehen nichts ihn dir, was ihnen was bringen würde und gehen zu den nähsten Dame. Beziehungen sind auch immer ein geben und nähmen, Spaß miteinander haben, sich etwas bedeuten und damit es soweit kommt, da muss man die andere Person interessant finden, sie für sich selber als was besonderes empfinden. UND da musst du an dir arbeiten und nicht von anderen erwarten, dass sie sich diese Mühe und Arbeit mit dir machen. Das hat nichts mit Durchschnitt zutun oder mit was ganz Besonderem. Du buddelst doch auch in keinem Loch nach Gold, nur weil dir ein Hans oder Kunz gesagt hat, wenn du tief und lang genug buddelst, dann wirst du reich. So sind auch die Menschen, sie suchen nicht nach was Besonderem, bei dem anderem Menschen, wenn da nichts zu erahnen ist.
 
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Gast

  • #16
Alles Gut, liebe FS. Als ebenfalls introvertierter Mann kann ich Dir nur empfehlen, verbieg Dich nicht. Es ist uns nicht gegeben offen auf fremde Menschen zu zugehen. Das Streben nach Unabhängigkeit vom allgemeinen Mainstream haben wohl die meisten Introvertierten gemeinsam. Ich würde auch behaupten, neben der Tatsache, dass wir zum Energietanken uns auf uns selbst zurückziehen müssen, ein eher zurückgezogenes Leben führen. Was jetzt nicht heißt, das wir kein buntes Leben führen. Damit muss man aber nicht unbedingt Hausieren gehen, da es einem eher unangenehm ist im Mittelpunkt zu stehen. Beschäftige Dich mal mit Deinen Stärken und Schwächen. Im Internet gibt es viele Hinweise zu den Unterschieden zwischen Intros und Extrovertierten.

Für mich ist allerdings die Kommunikation mit extrovertierten auch einfacher. Dabei muss ich allerdings Aufpassen, dass ich ihr Selbstbild nicht erschüttere wie toll und einzigartig sie.

M 44 (Einzelgänger)
 
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  • #17
Alles was ich habe und was ich bin habe ich mir erarbeitet. Alles im Rahmen meiner Möglichkeiten. Mir ist kein Wissen zugefolgen, dann wäre ich auch Akademikerin und mir hat keiner etwas geschenkt. Meine Unabhängigkeit ist mir wichtig.
Liebe FS,

wie soll es denn ein Akademiker mit Dir ertragen, wenn Du solch eine Ansicht hast? Du wertest das Akademiker sein ab und unterstellst allen Akademikern, dass ihnen das Wissen zugeflogen ist. Mit Wissen wird man nicht geeignet, sondern das muss sich jeder Mensch aneignen. Sicherlich mag es dem einen leichter fallen, als einem anderen, aber geschenk bekommt keiner was.

Deine Aussage ist eine Mischung aus Neid und Abwertung, solch eine haltung macht definitiv nicht attraktiv. An Deiner Stelle würde ich das "Akademikersein" nicht überbewerten, denn daran hängt sicherlich nicht der Erfolg oder Misserfolg beim Kennenlernen.

"Normal" sind - wie einige Vorredner auch schon geschrieben haben - so ziemlich alle Menschen, nur wenige haben Dinge geleistet, die elementar sind. Sicherlich gibt es verschiedenste Lebensweisen, aber normal sind doch fast alle.

Allerdings klingen Deine Aussagen sonst recht stumpf, es muss doch Dinge in Deinem Leben geben, die Dir Spaß machen und Erlebnisse geben, die Dein Leben für Dich besonders machen. Ausserdem hast Du doch sicherlich aus Visionen, wie Dein weiteres Leben verlaufen soll, Pläne, Träume etc...

Viel Erfolg bei der Suche!