• #31
@#28: Ja, natürlich kann es immer zu einer Trennung mit solchen Folgen kommen, aber Fremdgehen ist nun mal eine der Hauptursachen dafür, deshalb habe ich es in diesem Kontext erwähnt. Wer fremdgeht, setzt alles aufs Spiel. Dass es auch andere Gefahren gibt, macht doch diese eine Gefahr nicht weniger wichtig? Also Logik ist was anderes...

Zu Deiner Frage:

Wenn mein Partner fremdginge, würde ich ihn mit absoluter Sicherheit noch am selben Tag vor die Tür setzen und alles einleiten, was für eine Trennung nötig ist -- ohne jeden Zweifel, ohne jede Gnade, ohne jede Chance. Das habe ich schon oft gedanklich durchgespielt und komme nie zu einem anderen Schluss. Fremdgehen führt zu Trennung -- alles andere wäre würdeloser Selbstbetrug. Ich könnte mir nicht einmal selbst mehr in den Spiegel schauen, wenn ich das durchgehen ließe. Das ist einfach mit meiner Würde nicht vereinbar.

Und nein, ich würde ihn nicht vor die Tür setzen "nur weil ich es verwerflich finde". Das ist doch gar nicht der entscheidende Punkt. Moral ist doch kein Selbstzweck. Ich würde mich trennen, weil Vertrauen und Liebe die beiden unveräußerlichen Basiswerte für eine Partnerschaft sind und weil durch Fremdgehen das Vertrauen endgültig und unwiderbringlich zerstört wäre. Ich lasse weder mein Leben, meine Gesundheit noch meine Gefühle derart verletzen -- und das sollte auch niemand anderes tun.

Du siehst also Es geht nicht primär um Moral und Verurteilen, sondern ganz grundlegend um das Fundament, auf dem eine Partnerschaft beruht. Ohne Vertrauen keine Partnerschaft. Punkt.

"Alles hinschmeißen" tut derjenige, der fremdgeht, aber niemals der, der die Konsequenzen aus verlorenem Vertrauen und gefährderter Gesundheit zieht. Selbstverständlich ist es erwachsen und reif, sich unverzüglich zu trennen, wenn das Fundament einer Partnerschaft nicht mehr gegeben ist. Und wohlüberlegt ist es ohnehin -- da sind wir ja unter anderem auch jetzt wieder bei.
 
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  • #32
Komisch, fühle mich irgendwie schlecht. War in den letzten 40 Jahren auch immer treu, wurde aber regelmäßig von den Partnerinnen verlassen (wegen einer neuen Flamme ?).
Mein Glück war das ich schon vorher ahnte wenn die Frau gehen wollte, so war jede Trennung nicht wirklich überraschend.
Ich glaube es ist besser nicht über Treue nachzudenken. Jeder bekommt das was er verdient hat und noch viel mehr..
 
  • #33
Ich war 2 x verheiratet. Dazwischen hatte ich 3 ernstere Beziehungen und ich war immer treu.

Meine 1. Mann hat mich wegen einer 10 J. jüngeren Frau verlassen (ich war damals erst 32), mein 2. Mann ist gestorben. 2 Beziehungen wurden aus verschiedenen Gründen beendet, es paßte einfach nicht. Wir haben es beendet, bevor wir uns gegenseitig nur schlecht behandelt hätten. 1 Beziehung endete auch wegen Untreue des Partners.

Es hat Jahre gedauert, bevor ich wieder vertrauen konnte und meinen 2. Mann geheiratet habe.

Jetzt bin ich schon seit vielen Jahren Witwe, lebe alleine und bin keine junge Frau mehr, an der Jahreszahl gemessen. Für meinen Teil kann ich sagen, dass gerade jetzt Treue für mich beidseitig sehr wichtig ist/wäre. Ohne Wenn und Aber.

Es kam/käme für mich einfach nicht in Frage Untreue zu akzeptieren, nur um evtl. nicht alleine zu sein. Das wäre ja keine echte Gemeinsamkeit.
 
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  • #34
m48
Also dann bin ich mal der erste der sich outet:
In meinen bisherigen vier langjährigen Beziehungen bin ich noch jedesmal fremdgegangen.
So nach zwei drei Jahren und wenn es sich ergibt, habe ich auch immer mal wieder andere Frauen in mein Bett gelassen oder bin bei Ihnen untergeschlüpft.
Ich habe dabei nie das Gefühl gehabt meine jeweilige Partnerin zu betrügen oder ihr etwas zu nehmen.
Mit keiner meiner Partnerinnen habe ich zusammen gewohnt (dreimal wollten die Frauen nicht mit mir zusammen ziehen und einmal ich).
Die andere Frauen kamen immer aus einer anderen Stadt, (ich war nunmal viel unterwegs - kein Handungsreisender) die Gefahr eines direkten Zusammentreffens war höchst unwahrscheinlich. Zu Teil waren die Geliebten verheiratet, so das sie am Wochenende wenn ich zu meiner jeweiligen Partnerin gefahren bin sowieso keine Zeit hatten.
Den Frauen habe ich natürlich nichts von meinem Lebenswandel in der anderen Stadt erzählt.
Seit zwei Jahren bin ich nun solo und zwar total solo.
Eine meiner ehemaligen Geliebten sagte mir neulich am Telefon, dass es mal Zeit wird für eine neue Frau bei mir, dann könnte ich auch mal wieder bei / in ihr vorbei schauen. Als Single will sie mich nicht.

Noch ein Buchtipp: Binnie Kirshenbaum - Kurzer Abriß meiner Karriere als Ehebrecherin
 
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  • #35
Ich bin absolut treu. Eine gute Beziehung mit einem Partner, der mir vertraut, der für mich da ist und ich für ihn genauso, würde ich niemals für eine "attraktive Nebenbeschäftigung" aufs Spiel setzen und mich nachher wundern, warum es mit der "neuen" Eroberung auch nicht gut läuft.
Ist ja meistens so. Viele wollen dann nach der Ernüchterung den oder die Alte wieder.
Das ist doch krank. Jemand der fremdgeht, wird es immer wieder tun.
Es gibt einen Spruch: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, auch wenn er danach die Wahrheit spricht. So ist es mit Fremdgängern, das Vertrauen ist weg, die Beziehung eigentlich gestorben.
 
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  • #36
Ich war immer treu und werde dies auch weiterhin sein. Auch lasse ich mich nicht mit Männern ein, die gebunden sind oder die die Untreue anderer Menschen, insbesondere von Freunden bagatellisieren und mittragen - weil ich mit starken Menschen, die in ihrem Leben keine Lügen brauchen, schönere und innigere freundschaftliche Beziehungen führen kann.
Und zum Glück kann ich mich in meinem Leben entscheiden, mit wem ich meine Zeit verbringen möchte!

Es passiert sicher, dass man sich in einer langjährigen Beziehung auch mal in einen anderen Menschen verlieben kann - aber bevor man die Hosen runterläßt, ist genug Zeit, mit dem Partner vorher darüber zu sprechen oder wenn es passiert ist, die Konsequenz zu ziehen und sich zum anderen, neuen Partner zu bekennen. Das wäre ehrlich und akzeptabel für mich, so dass ich auch einen freundschaftlichen Kontakt nach der Beziehung pflegen könnte.

Sex aus reiner Gier mit anschließenden Lügen, nur weil es ja so viele andere auch machen: keine Gnade.

Mir ist es egal, als Moralapostel verschrien zu werden. Ich lebe das, was mir gut tut.

w 41
 
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  • #37
<MOD: Chat entfernt.>

Ich habe zwei lange Beziehungen hinter mir, eine fast 20 Jahre und eine über 20 Jahre. In der ersten war ich jung, habe auch meinen Partner sehr jung kennen gelernt und war nicht immer treu. Aus der heutigen Sicht bin ich sogar froh darüber, weil ich meine sexuellen Erfahrungen durchaus gemacht habe und mich aber immer wieder für meine Ehe entschieden habe. In der zweiten Beziehung war ich immer treu - und wurde von meinem Mann verlassen, nachdem er eine Affäre begonnen hat. Obwohl das eine Geschichte wie in einem schlechten Roman war, habe ich eine Zeitlang um ihn gekämpft. Wirklich gekämpft. Und mir ist auch heute klar, dass ich ihm diese Affäre verziehen hätte, aber nicht seine langen (!) Lügereien. Warum? Weil ich fest davon überzeugt bin, und du kannst sicher sein, dass ich darüber viel nachgedacht habe, dass es möglich sein kann in einer langen Beziehung, dass einer der Partner mal kurzfristig eine Affäre hat. Ich würde es auch eigentlich gar nicht wissen wollen, solange die Partnerschaft dadurch nicht in Gefahr kommt. Oft ist es ja durchaus so, dass sich der "Fremdgeher" durchaus bewusst wird, was er oder sie an der festen Beziehung hat. Für mich ist das entscheidende, dass man in einer langen Beziehung schon viele Höhen und Tiefen gemeinsam (!) durchgestanden hat, und dieses auch - wenn es beide wollen.

w, 56
 
  • #38
@#33
Endlich mal eine ehrliche Antwort in die andere Richtung.
Du bist einer von vielen - die meisten trauen sich wohl nicht, sich hier zu outen.
[Mod.= Stichelei gelöscht]
Meinst du, du würdest es auch tun, wenn deine Partnerin deine "große Liebe" ist und du mit ihr zusammen wohnst?

[Mod.= Wir weisen Sie zum wiederholten Mal darauf hin, dass Moderationsentscheidungen grundsätzlich nicht zur Diskussion stehen.]
 
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  • #39
@9 - ich bin massive btrogen worden, ohne dass ich es WUßTE - nur ahnte und ja - ich bereue, dass ich treu war....
Mein Exmann hat gesagt, wenn ich untreu sei, würde er mich verlassen - hat aber selber immer alles krachen lassen. Mega dreckskerl!!

Deshalb bin ich jetzt auch nicht mehr treu - lohnt sich für mich nicht. Ich achte darauf, an keinen zu geraten, der Familie hat - mit ein paar gezielten fragen kann das ziemlich gut heraus finden....
w 44
 
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  • #40
Weshalb bin ich keine Produzentin von Heiligenscheinen- hier winkt das große Geschäft...

Bei mir kommt Treue quasi automatisch, wenn ich mich rundum wohl und aufgehoben fühle in einer Beziehung und überdauert auch jahrelange Phasen von Stress und Problemen.

War das nicht oder nicht mehr der Fall, konnte oder wollte ich die Beziehung aber nicht beenden, bin ich auch schon fremd gegegangen. Bei mir wirkt das wie ein Katalysator- ich sehe klarer, sortiere meine Gefühle besser und entscheide mich dann.
 
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  • #41
Wenn nach 28 Jahren Partnerschaft beide unabgesprochen fremd gehen, dann muss die Sehnsucht nach dem Neuen wohl groß gewesen sein. So war es jedenfalls bei uns. Der Rest ist Geschichte.
 
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  • #42
@#36:Ja, die Bewertung der sexuellen Treue ändert sich im Laufe einer langen Partnerschaft!

Wer eine solche erleben durfte (bei mir waren es 30 Jahre Ehe), hat diesbezüglich Lebenserfahrung und wird in der Bewertung anderer Ansichten gnädiger. (Habe ich auch bei #20 bereits so dargestellt). Ich finde diesen, so wie die anderen Threads zu diesem Thema sehr aufschlussreich! Ich denke, Alter der Poster und Dauer der Partnerschaften wären hier in allen Fällen eine wichtige Zusatzinformation.

Ich kann mir vorstellen, dass manche der Jüngeren hier im Forum gar nicht andere Meinungen überdenken WOLLEN! Große Ängste spielen da eine Rolle, die ich sogar nachvollziehen kann. Dabei könnten Erfahrungsberichte der Älteren die Panik vor einer solchen Situation nehmen. - In vielen Fällen wird diese auch eintreten.


Und, um ein (etwas krasses) Bild zu nehmen:
Auch "Ehrenmorde" stellen die "Ehre" (Würde) nicht wieder her...
 
  • #43
ich bin auch immer treu gewesen und bin meines Wissens nicht betrogen worden.
Für mich wäre auch die Beziehung vorbei sollte ich so einen Betrug herausfinden. Die Gründe die dazu geführt haben sind mir egal. Ich gehe davon aus,dass zuerst hätte geredet werden müssen und dann handeln. Wenn jemand das anders macht ist er eben nicht der Richtige für mich. Andere können sich ja gegenseitig betrügen wie sie wollen und sich das noch gegenseitig schön reden
 
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  • #44
Also hier tun manche so als ob Treue was völlig unnatürliches wäre, als ob die Welt nur voller Versuchungen ist denen keiner widerstehen kann- sorry, man muss der Typ dazu sein und es zumindest zulassen, wenn nicht sogar aktiv betreiben.

Ich sellbst war immer treu, meine langjährige Partnerin leider nicht. Ich bereue es überhaupt nicht mir selbst btreu gewesen zu sein und nicht fremdgepoppt zu haben. Hat was mit Selbstachtung zu tun.
 
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  • #45
Ich war immer treu, auch in meiner längsten Beziehung (14 Jahre). Damals war ich noch jung und trotzdem kam Untreue für mich nie infrage, obwohl mein Partner im Gegenzug mehrere Bettgeschichten hatte.
w54
 
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  • #46
Einmal drei Jahre sporadisch, einmal ein Jahr regelmäßig. Ob sie es wußte weiß ich nicht, vermutlich hat sie es geahnt.

Beide Male war der Grund die Einsamkeit verbunden mit der willfährigen Gelegenheit während der studiumsbedingten Trenung von der Ehefrau. Darüber hinaus aufgrund meiner sexuellen Unerfahrenheit die Neugier, wie es denn mit anderen Frauen sei? Immer nur onanieren ist ja auch doof. Beide Male waren es ebenfalls liierte Frauen, die das "Spiel" mitmachten, wohlwissend, dass ich verheiratet war!
Im Nachhinein muss ich eingestehen, meine Affairen haben mir mehr geschadet als genutzt.
Ansonsten war ich in meinen Beziehungen immer treu und hatte während meiner Affairen zudem ein für beide Seiten sehr befriedigendes Sexualleben in meiner Ehe.

Ist der Schwan etwa ein besserer Vogel, nur weil er monogam lebt? Ja die Welt ist voller Versuchungen und hier so zu tun, als ob Untreue etwas völlig unnatürliches wäre ist widernatürlich. Natürlich ist der Mensch, der als Säugetier seinen Trieben und dem Spiel seiner Hormone folgt. Der seinen bilogischen Auftrag erfüllt, seine Gene so viel wie möglich zu verbreiten. Frei nach dem Motto.. drum prüfe wer sich ewig bindet, ob sich nicht doch was Besseres findet.

Verstand, Regeln, Ettiquette, Moral, Religion, Konventionen und Gesetze, gerade in diesem Bereich oftmals basierend auf Neid, Missgunst und Eifersucht hingegen schränken die Natur lediglich in der Weise ein, die es beinahe 7 Milliarden Menschen auf diesem Planeten ermöglicht, einigermaßen miteinander auskommen.

Im Übrigen war meine Exfrau auch kein Kind von Traurigkeit.

M/46
 
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  • #47
Ich war sowohl in den 20 Jahren mit meinem Exmann immer treu (und er mir), als auch in den folgenden kürzeren Partnerschaften.

Das liegt meines Erachtens vor allem daran, dass ich nie eine Partnerschaft eingehen würde, wenn ich mit dem Mann sexuell nicht hundertprozentig harmonieren würde. Da kann alles andere noch so perfekt passen.

Und ich würde in einer Partnerschaft NIE den Sex vernachlässigen, auch nicht in beruflich oder privat belastenden Phasen.

So lang beide sexuell befriedigt sind, geht keiner fremd. Es sei denn, es handelt sich um eine gestörte Persönlichkeit

w54
 
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  • #48
Ich (w36) habe meinen Mann nach 7 Jahren Beziehung betrogen. Im verflixten 7. Jahr. Danach haben wir sogar geheiratet und es ging eine Weile gut. Zwei Jahre darauf habe ich leider mit dem Betrügen weiter gemacht. Weil mir meine letzte Nebenbeziehung 2007 so den Kopf verdreht hatte und ich an eine gemeinsame Zukunft glaubte, habe ich mich für diesen Kerl von meinem Mann getrennt. Hinterher wurde ich von dem Nebenmann verlassen (gerechte Strafe, er war verheiratet und hatte seine Familie nicht verlassen). Ich weiß, dass ich mich absolut fies und unfair benommen habe. Andererseits habe ich nicht den Mumm besessen, in meiner Ehe zu sagen, was ich fühle, benötige, wo ich mich missverstanden fühlte. Daher war die Nebenbeziehung ein Absprung aus der Ehe. Wir haben uns dann letztlich ausgesprochen und relativ einvernehmlich geschieden (nur einen Anwalt zusammen genommen). Ich bin froh, dass mein Ex mir heute nicht mehr böse ist. Ist eine reife Leistung von ihm, so jemandem wie mir zu verzeihen, denn er war mir immer treu.

War dann 3 Jahre Single und habe endlich zu mir selbst gefunden: Hab z.B. begriffen, dass man Dinge ansprechen muss, die einem in der Beziehung nicht passen, statt den Frust anderweitig zu kompensieren (das ist für mich der Grund meiner Fremdgeherei gewesen).

In meiner neuen Beziehung (seit 5 Monaten) möchte ich alles "richtig" machen, d.h. auch nie mehr fremd gehen. Es fühlt sich auch so gut an, nochmal von vorn zu beginnen, nochmal eine Chance zu bekommen vom Leben...

So, nu mal die anderen Mädels...

w36
 
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  • #49
W, Ende 40, 2. Ehe.

Nein, ich war in keiner Beziehung sexuell treu. Bestimmte Männer haben mir immer gefallen und mich angezogen. Ich mag das Spiel mit dem Feuer und hin und wieder einen anderen Körper spüren. Ich habe während meiner beiden Ehen und auch während der Beziehungen, die ich zwischendurch hatte, mit anderen Männern geschlafen. Und habe es genossen und nicht bereut. Habe aber meinen beiden Ehemännern niemals etwas davon erzählt. Würde ich auch nie tun.
Treu bin ich allerdings dennoch - mit meinem jetzigen Mann bin ich seit 14 Jahren verheiratet und ich liebe ihn, mag ihn, schätze ihn sehr. Ich würde ihn niemals verlassen. Ich lebe gern mit ihm. Allerdings ab und zu ein Abenteuer mit einem anderen Mann lässt mich immer wieder erkennen, was für ein liebenswerter Mann mein Mann ist und lässt mich bestimmte Facetten des Lebens genießen, die sonst für mich zu kurz kämen. (Damit hier keine Missverständnisse aufkommen: meine sexuellen Bedürfnisse bewegen sich in durchschnittlichem Rahmen... :)

Die moralische Empörung einiger Forumsteilnehmer ahne ich voraus, aber die Frage wurde gestellt und ich habe sie wahrheitsgemäß beantwortet. Über mein Verhalten diskutiere ich nicht.
 
  • #50
@48
Whow... Ich muss Dich aber enttäuschen. Moralische Empörung darüber bekommst Du von mir nicht. Absolution aber auch nicht. Du weisst schon wieso Du über Dein Verhalten nicht diskutieren willst. Dann müsstest Du nämlich darüber nachdenken was Du auch DIR damit antust, das Ergebnis wäre nicht schön, also fang das mit den denken erst gar nicht an.

Und Nein, Treu bist Du deinem Mann eben nicht. Da es Dir angeblich nichts ausmacht ihn in dieser Beziehung zu hintergehen und zu belügen (auch die halbe Wahrheit kann eine Lüge sein) musst Du Dir eine recht dicke Hornhaut auf der Seele geschaffen haben. Weisst Du, Ihn niemals verlassen zu wollen und Treue sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Gerade wenn Du dies einem so leibenswerten Mann antust- er hat was besseres verdient. Oder ist er ein Eunuche? Oder wieso genügt er Deinen durchschnittlichen Sexuellen Anforderungen nicht. Wieso redest Du nicht mit Ihm sondern gehst halt in fremde Betten? Ich nenne das nicht unmoralisch sondern feige und schwach

Ich finde ein toller Mensch mit dem man aber im Bett nicht so richtig klar kommt taugt als Bester Freund, aber doch nicht als Lebensgefährte.

Sorry, aber Du besch.. in erster Linie Dich selbst. Was Du machst ist nicht Fisch und Fleisch. Du bekommst in Deiner Ehe nicht alles was Du wohl brauchst, also nimmst Du Dir halt mehrere Männer.

Ich kann nur hoffen niemals auf eine wie dich reinzufallen.
 
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  • #51
Hier die #48
Ich finde schon, dass ich in meiner Ehe das bekomme und auch gebe, was mir und ihm gut tut. Nun kann aber ja nicht EIN Mensch alle Bedürfnisse abdecken - das von einem einzelnen Menschen auch nur zu erwarten, würde eine totale Überforderung sein.

Nein, ein Eunuche ist mein Mann auch nicht. :)

Und ob er das Gefühl hat, auf mich "reingefallen" zu sein - wenn man ihn fragt, sagt er was ganz anderes. Er ist sehr glücklich mit mir. Was wohl auch daran liegt, dass ich sehr ausgeglichen, fröhlich, neugierig, großzügig und liebevoll mit ihm umgehe. Mir fehlt an seiner Seite absolut nichts, eben weil ich von ihm nichts will, was er nicht geben kann oder mag.
 
  • #52
@50,
Aha, und wieso brauchst Du dann noch andere? Weiss er dass Du Ihn hintergehst?

Nur so zum Verständis: für Deine Bedürfnisse bist nur DU verantwortlich. In der Tat, von einemPartner zu verlangen dass er all Deine Bedürfnisse befriedigt (Du bist also Bedürftig) wird Ihn überfordern. Von anderen das zu erwarten, na ja-dann bräuchtest Du wohl 10-20 Männer
Also ich bin treu, und mir fällt absolut nichts ein was ich in einer Beziehung brauchen würde und von meiner Partnerin nicht bekomme.

Nach wie vor frag ich mich halt: Was bekommst Du von Ihm nicht, was musst Du Dir woanders holen?
 
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  • #53
@Kalle: Klar bin ich bedürftig: ich bedarf mancher Dinge - genau wie alle anderen Menschen auch.

Zum Beispiel hat er wenig bis kein Interesse über bestimmte Themen zu sprechen/reflektieren/nachzudenken. Bei mir sind das Philosophie und Naturwissenschaften. Zurzeit beschäftige ich mich mit Achenbach. Für ihn ist das mühsam, denn es interessiert ihn nicht so sehr. Er würde es mir zuliebe tun, fühlt sich dabei aber "intellektuell unterlegen" (was er nicht ist) und das belastet ihn dann. SEINE Themen liegen woanders und da kann ihm so schnell keiner was erzählen - ich auch nicht.
Also bin ich gerne mit Männern "intim" (ja, auch intellektuell!), die über diese Themen sprechen und nachdenken mögen.
Fazit für meine Ehe: Keiner von uns beiden ist frustriert.

Im Bett ist mein Mann für soliden, guten, liebevollen Sex ohne große Überraschungen. Er ist dabei als Liebhaber zärtlich und leidenschaftlich wie er es nur sein kann. Soll ich ihm wehtun, indem ich ihm vorjammere, was ich gerne noch anders hätte - obwohl er mir schon signalisiert, dass er als Liebhaber ohnehin verwundbar wäre, wäre ich nicht zufrieden mit ihm?
Nein, da liebe und genieße ich ihn so wie er ist, und das, was ich gerne noch hätte (leidenschafltiche LiebesNÄCHTE zum Beispiel) habe ich dann woanders.
Fazit für die Ehe: Jeder gibt, was er kann - und niemand fühlt sich ungenügend.

Mir ist nachvollziehbar, dass meine Haltung erstmal eine Zumutung für eingefahrene und einsozialisierte Denkmuster ist.
Jedoch: Es gibt "Treue", die aus Mangel an Gelegenheit entsteht. Das ist dann gar keine Treue. Ich habe viele Gelegenheiten - aber bleibe bei meinem Mann. Aus freien Stücken, weil ich mich letztendlich immer für ihn entscheiden werde.
Ich nehme ihm nichts weg, er bekommt von mir was er möchte und braucht.
 
  • #54
@52
ok, danke für die Erläuterungen. Man lernt eben täglich dazu. Wenn Du bdas so für Dich leben kannst, schön. Ich glaube allerdings nicht dass es viele davon gibt.
Für mich wäre das nichts, ich finde das einfach zu beliebig. Und das hat nichts damit zu tun dass ich keine Gelegenheit hätte und auch nichts mit einem einsozialisierten oder eingefahrenen Denkmuster zu tun (Übrigens auch für mich ein neues Argument das schönzureden was Du tust).

Nun, eine Frage bleibt dennoch: Weiss er davon? Wie kommt er damit zurecht dass Du Ihn nicht damit verletzen möchtest ihm zu sagen dass er als Liebhaber nicht genügt und lieber- feige- einfach woanders diese Qualitäten suchst? Auf eine Art verletzt Du Ihn, Fremdgehen find ich die fiesere Art.

Ich kann Dir aber sagen wie ich das handhabe:
Bei Dingen die meine Liebste nicht interessieren tausche auch ich mich mit anderen aus, meine Musik kann ich nicht mit Ihr machen oder darüber reden. Das sehe ich aber nicht als fremdgehen. Das heisst ja auch nicht dass ich dann noch als "on the Top" mit den Musikerinnen ins Bett gehe. Also wegen Aschenbach den Partner zu betrügen..

Und im Bett, da wäre ich mit keiner Frau zusammen mit der es da nicht wirklich gut funktioniert. Also die gesamte Palette von Kuschelsex bis zur Leidenschaftlichen Liebesnacht- oder Sauwettertag im Bett. Und das geht sehr wohl. Mit einer Frau mit der ich das nicht machen kann mach ich Musik, Sport, etc. aber Sie wird nie meine Partnerin.

Mir scheint daß Du die Jungs als Selbstbedienungsladen ansiehst und wenn Du irgendwas bei Aldi nicht kriegst gehst halt zu Lidl. Liebe heisst auch mal auf den anderen einzugehen und ihn nicht "schonen" zu wollen indem man seine Wünsche nicht äussert sondern einfach woanders hingeht. Es kann auch heissen mal auf etwas zu verzichten. Prioritäten zu setzen. Meine Liebste ist wichtiger als Aschenbach!

Ich könnt so nicht leben.
 
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  • #55
#Kalle: tut mir leid der Seitenhieb mit den eingefahrenen Denkmustern.

Deine Haltung finde ich schön zu lesen und auch glaubhaft.

Wenn du schreibst, dass du mit keiner Frau zusammenleben kannst mit der es im Bett nicht wirklich gut funktioniert, berührst du ja schon einen zentralen Punkt. Ich kann und will mit meinem Mann zusammenleben, obwohl es im Bett für mich nicht ganz optimal "funktioniert". Trennung ist für mich da keine Option. Wäre es für dich ja vielleicht auch nicht, wenn deine Liebste mal nicht mehr so kann oder will...?
Die "Jungs" sind für mich kein Selbstbedienungsladen, weil ich nicht nur nehme. Ich bin ja kein Vamp oder so...
Prioritäten setzen finde ich auch richtig. Ich setze sie ja auch - anders als du zum Beispiel.
Und mir ist schon klar, dass in so einem Austausch wie hier die Feinheiten der jeweiligen Haltung und des Verhaltens gar nicht richtig ausgedrückt werden können, was den jeweiligen Vor-Urteilen (ja, meinen auch) Tür und Tor öffnet.
Spannend finde ich, auf wie vielerlei Arten man "leben kann"...
 
  • #56
@54
Yep, jeder auf seine Art, find ich auch.

Kleine Anmerkung: Wenn meine Liebste mal nicht mehr kann wäre dies für mich auf keinen Fall ein Trennungsgrund- wenn Sie nichts dagegen machen kann Und es wäre auch kein Grund für mich Fremd zu gehen, so wichtig ist es dann auch wieder nicht. Wir hatten ja lange genug unser erfülltes Sexualleben. Wenn Sie dagegen dauerhaft nicht mehr wollte (was ich mir bei Ihr nun wirklich nicht vorstellen kann) hätten wir ein Problem- das hatte ich schon und es hat kein gutes Ende genommen. Dann stimmt nämlich etwas grundsätzliches nicht mehr.
 
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  • #57
ich (U30frau) war bisher in keiner partnerschaft treu. meine letzte beziehung war daher auch abgesprochen als offen definiert und ich möchte dabei blieben.
 
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  • #58
Ich hatte bislang ca. neun feste Beziehungen, die teilweise über mehrere Jahre gingen.

Als junger Mensch ( so bis 27 ) kam für mich ein Seitensprung nicht in Frage. Irgendwann lernt man dann dazu und merkt, dass Beziehungen auch ohne fremdgehen in die Brüche gehen und es im Anschluß daran ja eigentlich total unerheblich ist, ob man also irgendwann während dieser Partnerschaft fremdgegangen ist oder nicht. Also nahm ich das fortan nicht mehr so genau und ging in den letzten 3 Beziehungen häufiger mal fremd, wenn sich einfach die Situation dafür ergab. Erwischt wurde ich nie, obwohl es das ein- oder andere mal schon recht knapp war. Rückwirkend betrachtet, hat es auch den derzeitigen Beziehungen nicht geschadet. Die Trennungsgründe waren immer ganz andere. Ich muss auch dazusagen das ich bei weitem noch nicht die Frau fürs Leben gefunden hatte. Heute bin ich 38 und seit 3 jahren in einer Partnerschaft mit einer Frau, mit welcher ich auch ganz anders plane hinsichtlich gemeinsamer Zukunft.

Bislang bin ich nicht mehr fremdgegangen wobei ich auch zugeben muss, dass ich häuslicher geworden bin und das Leben beruflich und freizeittechnisch eingefahrener ist. Ich gehe am Wochenende nicht mehr auf die Pirsch, von daher ergeben sich diesbezüglich auch einfach nicht mehr die Gelegenheiten. Wenn dann gehen wir gemeinsam weg, Essen oder ins Kino. Vermisst habe ich einen Seitensprung aber bislang auch nicht und weiss auch nicht, ob ich Lust hätte aufs Spiel zu setzen was wir uns gerade aufgebaut haben. Das macht schon einen Unterschied.

Abschließend möchte ich aber auch sagen, dass ich nicht der naive Typ bin der glaubt, mein Partner gehört mir mit Haut und Haaren. Hätte dies die Natur so vorgesehen gäbe es kein Fremdgehen. Und durch Sex mit jemand anderem nimmt man auch niemandem etwas weg. Ich finde von daher einige panische Reaktionen ziemlich übertrieben. Es gibt Frauen, die setzen ein solches ja mit "Mord und Totschlag" gleich. Da kann ich dann nur die Augenbrauen hochziehen.
 
  • #59
Und durch Sex mit jemand anderem nimmt man auch niemandem etwas weg.
Vertrauen? Geusndheit? Weitreichende wirtschafliche Folgen bei ungewollter Zeugung? Kuckuckskinder?

Fremdgehen zerstört alles, was eine Partnerschaft ausmacht. Wer so dermaßen moralbefreit schreeibt wie Du, sollte einfach keine Partnerschaften eingehen, sondern lockere Beziehungen führen und dies klar dem Sexualpartner kommunizieren. Dann kann dier/der sich wenigstens selbst entscheiden.

Es gibt Frauen, die setzen ein solches ja mit "Mord und Totschlag" gleich. Da kann ich dann nur die Augenbrauen hochziehen.
Ja, Fremdgehen und Totschlag sind für mich vergleichbares Level. Letzteres sollte bei ersterem erlaubt werden...
 
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  • #60
War immer treu, wurde selbst verschieden stark betrogen und aktuell gerade möglicherweise wieder. Bereue es nicht, treu gewesen zu sein und werde es weiterhin bleiben. Untreue Partnerinnen werden aussortiert.

M41
 
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