• #1

Wer kennt dieses Gefühl?

Hallo liebe Alle,
Ich w40 habe mir immer eine Partnerschaft gewünscht, jemanden, mit dem ich immer oder zumindest eine lange Zeit zusammen sein werde. Leider hat es bislang nicht wirklich geklappt. Traurig war ich am Ende natürlich, aber später war ich froh über die Trennung. Mir viel es nach einer Beziehung leicht, jemanden kennen zu lernen und mich zu binden, vielleicht lag es daran, dass ich etwas jünger war. Meine letzte Partnerschaft (vor 1,5 J.) hat mich doch irgendwie "geschafft". Ich habe mich getrennt, weil er sich auch im 3. Jahr bzgl Zukunft nicht bekennen wollte, weil er es selbst nicht weiß, wie er mir sagte. Diese hin und hat mich viel Kraft gekostet, weil die Hoffnung doch da war, natürlich dumm von mir) habe ich irgendwie das Gefühl, dass mir meine Unbefangenheit und mein Glaube an einen guten Mann, der ebebso Verbindlichkeit und eine gemeinsame Zukunft will wie ich, genommen worden ist. Durch Reflexion etc. habe ich immer dazu gelernt. In den letzten 1,5 Jahren habe ich einige Männer kennengelernt, allerdings fehlen mir die Worte, wie kaputt manche in ihrem Verhalten und Einstellung sind. Auf der einen Seite bin ich offen für eine neue Partnerschaft, jedoch stelle ich mir die Frage, ob es im fortgeschrittenen Lebensalter Männer gibt, die mit Anstand und ernsthaftem Interesse ( mit Zusammenziehen, Heirat etc.) überhaupt einer Frau begegnen können und wollen? Bzw. ob es diese gibt. Ich habe den Eindruck, dass die Männer Ü40 durch ihre vorherigen schlechten Erfahrungen keine Lust auf Verbindlichkeit haben. Es gibt diese sicherlich, allerdings selten. Dies wiederum führt bei mir dazu, dass ich mir zwar die Zweisamkeit mit Verbindlichkeit wünsche, andererseits aufgrund meiner Erfahrungen auch wiederum Abstand davon nehme. Als Single ruhe ich in mir, bin zufrieden mit meinem Äußeren, habe einen Job und keine Schwierigkeit mit dem Alleinsein. Ich habe mittlerweile das Gefühl, ob es nicht besser wäre mit dem Kapitel Mann für's Leben abzuschließen. Was meint ihr dazu? Danke im Voraus für Eure Antwort.
 
  • #2
Es kommt darauf an, was du von einem Mann, bzw. einer Beziehung erwartest. Wenn dir das Zusammenziehen und Heiraten (ich vermute mal das Kinder für dich kein Thema mehr sind) sehr wichtig sind könnte es schwer werden.
Grundvoraussetzung ist natürlich, dass man sich versteht / man ineinander verliebt ist.
Eine Partnerschaft, die ohne ständiges aneinander kleben gelebt wird sollte leichter zu erreichen sein.
Als Single ruhe ich in mir, bin zufrieden mit meinem Äußeren, habe einen Job und keine Schwierigkeit mit dem Alleinsein.
Auch eine Partnerschaft ohne Zusammenwohnen kann sehr verbindlich (auch im Sinne von Treue) sein.
Meine Erfahrung: Die meisten Paare, die zusammenwohnen unternehmen weniger zusammen (ausser einkaufen) als getrenntwohnende Paare.
Du bist doch eine große selbstständige Frau, warum hängst du noch diesen Mädchenträumen von 'immer zusammen sein' und Heiraten nach?
 
  • #3
Hallo Athene,
was Du schreibst, sind in etwa auch meine Beobachtungen - auch "acht Jahre später" ;-)) - Entweder es kann keine Verbindlichkeit eingegangen werden oder es wird ein "Frauchen" gesucht, die sozusagen die Putzstelle übernimmt.
Du wirkst nicht verbittert oder verzweifelt. Du brauchst doch vielleicht gar nicht "abzuschließen" mit dem Kapitel - warum auch? Nur dass Dein Wunsch nicht mehr im Vordergrund steht, Dich aber weder quält noch aufscheucht....das ist jedenfalls die Haltung, die ich gerade versuche, zu entwickeln. Ich hoffe, auf diese Weise sowohl offen für das (zugegebenermaßen nur noch mit einem riesen Zufall zu erreichende) Glück zu sein, aber trotzdem mein Leben auch ohne diesen Zufall zu genießen.
 
A

Ars_Vivendi

Gast
  • #4
Ich w40 habe mir immer eine Partnerschaft gewünscht, jemanden, mit dem ich immer oder zumindest eine lange Zeit zusammen sein werde. Leider...

Da geht es vielen Männern ü40 nicht anders als Dir. Es hat bisher einfach nicht geklappt, zum Teil sicher Pech (auch als "falsche Frau" bezeichnet), zum Teil eigener Anteil.

...im fortgeschrittenen Lebensalter Männer gibt, die mit Anstand und ernsthaftem Interesse ( mit Zusammenziehen, Heirat etc.) überhaupt einer Frau begegnen können und wollen?

Da hat mit Anstand und ernsthaftem Interesse wenig zu tun. So wie Du haben die "interessanten" Männer ü40 Beziehungen oder gar Ehen, zum Teil mit Kindern, hinter sich. Sie haben gemerkt, was "ernsthaft" bei einer Frau bedeutet, wenn die Ehe mal nicht mehr funktioniert. Zusammenziehen ist für mich zum Beispiel überhaupt kein Problem, natürlich wünsche ich mir auch eine langfristige Bindung, aber wenn eine Frau das nur durch Heirat dokumentiert sehen kann, stelle ich das Interesse an mir als Mensch in Frage. Die "Familienzeiten" sind vorbei, platt gesagt, Deine Fruchtbarkeit ist am Ende, heiraten werden Dich da immer weniger Männer. Warum sollte ich eine Frau ü40 heiraten und mich damit juristisch daran binden, dass der Staat das gerne sieht?
Vielleicht geht die Kurve mit 60 wieder nach oben. Bisher wollte ja bei Dir wohl auch keiner...

Ich habe mittlerweile das Gefühl, ob es nicht besser wäre mit dem Kapitel Mann für's Leben abzuschließen.

Du findest hier eine Fraktion Frauen, die genau das gefolgert haben. Keiner will mich so "verbindlich", wie ich das will, also bleibe ich alleine. Aus meiner Sicht stur. Aber die Zeiten, in denen Männer und Frauen nicht alleine leben konnten sind gesellschaftlich (Druck von außen) und individuell (ü40 ist die Familienplanung beendet) zum Glück vorbei.
 
  • #5
Hm, du hast nun öfters schlechte Erfahrungen erlebt und das nagt natürlich an dir, aber aufgeben ist nie die Lösung. Es gibt diese Männer, die etwas ernsthaftes wollen und nur weil du sie noch nicht getroffen hast, heißt es nicht zwangsläufig, dass es sie nicht gibt. Es ist aber eine gute Einstellung von dir, dass du mit deinem Leben auch ohne Partner zurechtkommst, dass du deine Freizeit auch Notfalls alleine gestalten kannst. Soetwas ist enorm wichtig, um nicht selbst schrullig zu werden und das eigene Selbstwertgefühl zu erhalten. Such einfach weiter, schau dabei aber genau und frühzeitig nach, was der Mann für Absichten hat und reagiere entspechend, um nicht deine Lebenszeit zu verschwenden oder du lässt einfach alles auf dich zukommen. Egal wie du dich entscheidest, dir geht es auch so gut und das solltest du dir behalten und nie vergessen. Du glaubst garnicht, wie viele ihr Lebensglück davon abhängig machen, ob sie einen Partner an ihrer Seite haben oder nicht.
 
G

Gast

Gast
  • #6
Ich kenne sowas ähnliches von der Zeit, als ich Anfang 30 war. Ich war damals in einen Mann verliebt, konnte nicht mit ihm zusammenkommen und hatte danach herausgefunden, dass ich nur projiziert hatte. Es war gut, dass diese Beziehung nicht zustande kommen konnte.
Daraufhin dachte ich, ich werde einfach allein bleiben und lernte einen Mann kennen, mit dem ich 9 Jahre zusammen war. Hätte ich noch einen Partner gesucht, hätte ich mich nicht mit diesem Mann zusammengeschlossen, weil er nicht wirklich mein Typ war. Aber die Beziehung war sehr schön bis zwei Jahre vor Schluss, wenn auch aufgrund von Sich-was-vormachen, und ist auch nicht im Bösen auseinander gegangen. Die Liebe war eben da und es hat mir sehr viel gegeben, diese Beziehung gehabt zu haben.

Soll jetzt keine "so ist das Schicksal"-Geschichte sein. Ich wollte nur sagen, dass ich schon mal damit abgeschlossen hatte und dann sowas passiert ist - mit anderen Worten, Du beschließt das nur innerlich. Man weiß ja nie, wer einem noch begegnet nach einem Monat, einem Jahr oder x Jahren.
Also ist es nicht schlimm, wenn Du Dich nun entschließt, mit "Beziehungwollen" abzuschließen. Kannst trotzdem noch einem Mann begegnen, mit dem Du eine eingehen wollen wirst. Wichtig ist, einfach offen zu bleiben.

Ich kenne das Gefühl, dass man meint, sich total entscheiden zu müssen und dann denkt, da man es entschieden hat, gibt es keinen Weg zurück. Das ist aber die falsche Sichtweise. Wenn man sich entschlossen hat, damit abzuschließen, braucht man es nicht mehr und ist dementsprechend lockerer.
 
  • #7
Mir scheint, die FS -Athene40- trifft die falschen Männer.
Zu Denen sie nicht passt ? Und Denen nicht passt.

Also mal einen ganz anderen Typ von Mann kennenlernen. Der nicht unbedingt auf den ersten Blick gefällt, aber vom Wesen eher passend erscheint.

Nicht zuviel auf einmal wollen. Männer fühlen sich dann leicht "in die Enge getrieben." Man ist 40+ nicht 30+
Wenn eine Frau bereits anfangs von zusammen ziehen und Heirat spricht - bewirkt sie bei den Männern eher das Gegenteil davon.

Heutzutage scheinen mir viele Menschen eine Paar-Beziehung nur als Freizeitunterhaltung zu betrachten. Und nur nach Bedarf.
Also ohne Exklusivität und Verbindlichkeit. ggf. sogar unter Beibehaltung getrennter Wohnungen. Das sind andere Vorstellungen, als sie die FS hat.
 
G

Gast

Gast
  • #8
Es tut mir leid, dass du diese Erfahrung machen musstest. Ich meine auch, das von dir beschriebene Gefühl zu kennen.
Hast du in deinem Freundeskreis Menschen, die du schon sehr lange kennst?
Vielleicht hilft es dir, wenn du bei den vergangenen Beziehungen auf die schönen Aspekte schaust und vielleicht, wenn du die schönen mit den schlechten Zeiten abwägst, stellst du fest, dass manchmal doch die guten Zeiten überwogen.
Ansonsten bin ich überzeugt, dass es in jedem Alter gute Männer und Frauen als Singles gibt.
 
G

Gast

Gast
  • #9
Ich werde in diesem Jahr 44 Jahre alt.
Ein ''Frauchen'', welche die Putzstelle übernimmt brauche ich nicht. Habe eine Haushaltshilfe...
Kochen kann ich auch ganz passabel, allein.
Ein schönes (bezahltes) Wohnhaus habe ich auch. Ebenso, einen gutbezahlten Job, welcher mir Spaß macht.
Ein paar interessante, zeitintensive Hobbys lassen meine Freizeit nicht langweilig werden.
Ganze ehrlich? Ich frage mich immer mehr, warum ich binden soll.
Was bringt es für einen Mehrwert?
Geplatzte Träume und Illusionen habe ich übrigens hinter mir.
Ich lebe ein sehr, sehr komfortables Leben - allein.
Mit tun Menschen leid, welches das nicht können. Aus welchen Gründen auch immer...
Das Klagelied, welches die FS hier gestartet hat, geht an mir vorbei.
 
G

Gast

Gast
  • #10
Hallo Athene40. Mir geht es genau so - ich bin aber schon 50. Die letzte Beziehung mit einem komplett Bindungsgestörten Fremdgänger hat mir den Rest gegeben. Ich habe jeglichen Glauben an Beziehung und Mann verloren. Ich habe meinen innigen Wunsch auf Beziehung begraben. Für immer und ewig. Liebe existiert nicht. Fressen oder gefressen werden, das ist das wahre Leben.
 
  • #11
Liebe FS,

ja, ich finde mich in deinem Text wieder. Auch ich habe Partnerschaften ohne Punkt und Komma hinter mir. Diese blieben Ergebnislos. Kinder habe ich keine bekommen obwohl ich wollte. Geheiratet habe ich auch nie.
Ja, auch ich habe den Wunsch noch zu heiraten und mich mit einen Mann zusammen zu tun.
Es sind mir einige Männer begegnet die z.T. sehr kompromisslos gefordert haben. Teilweise habe ich mich dann zurück gezogen und mit mir gehadert. Ist die Ehe letztendlich damit verknüpft sich aufzugeben?!
Völlige Symbiose und kein eigenes ich mehr!?
Unter dem Strich bin ich wohl das was man im Nachgang etwas Naiv nennt denn ich träume weiter und hoffe das irgendwann mal jemand zu mir sagt "du bist die mit der ich alt werden will". Ob das jemals so sein wird ... das werde ich sehen. Bis dahin arrangiere ich mich mit dem was ich habe.
Zur Zeit ist es ein Mann der so wie ich aus langen Partnerschaften kommt. Ehe und Zusammenziehen will er auch. Zeitlich ist alles offen.
Jedoch muß ich mich ständig bremsen und den Druck aus meinen eigenen Wünschen rausnehmen. Das ist manchmal nicht so einfach.
 
  • #12
"Ich warte bis mich jemand heiratet." Ich glaube die Zeiten sind mit ü40 vorbei.
Es muss irgendwo eine Notwendigkeit bestehen und ein guter Schuss Romantik
die Nachteile einer Ehe verschleiern. Bloß mit ü40 und nach der ersten Scheidung
inkl. aller erlebten Nachteile, ist die Bereitschaft "sich aus Liebe" noch ein mal zu bekennen, gering.

Der soziale Druck ist weg, wilde Ehen geduldet und die Konsequenzen einer Ehe
können folgenreich sein. Und auf die Romantiknummer ist man schon mal "reingefallen".

Bei der Scheidungsrate gibt es sowieso keine absolute Sicherheit. Deswegen halte ich dieses Bekennen für sinnlos. Bliebe noch die vom Staat aufoktroyierten
Bürden, nämlich Absicherung des Partners. Und dafür besteht in Zeiten der Gleichberechtigung nun wahrlich keine Notwendigkeit.

Der Wert der Ehe wurde aufgekündigt, alle wollten freie Einzelkämpfer werden.
Das ist anscheinend auch nicht so toll wie immer behauptet. Aber ausserhalb
der Kinderphase braucht man solche weitreichenden Konsequenzen nicht mehr eingehen. Und anscheinend wird dies auch nicht getan.

Da schwingt Trotz in deiner Haltung. "Wenn mich keiner heiraten will, dann lass
ich es ganz sein". Bei dem grossen Singlemarkt ist das eine leere Drohung.
 
  • #13
Ich habe den Eindruck, dass die Männer Ü40 durch ihre vorherigen schlechten Erfahrungen keine Lust auf Verbindlichkeit haben

Und ich glaube da hast du in den meisten Fällen auch absolut Recht, dazu kommt noch, dass ein Singleleben mit jedem Tag eher besser als schlechter wird wenn man denn ein Mensch ist der mit sich selbst im Reinen ist und man auch gut alleine sein kann. Weshalb du den Männern vorwirfst deshalb kaputt zu sein verstehe ich aber nicht, jeder lernt nun mal aus den eigenen Erlebnissen und Erfahrungen, manche mehr, manche weniger, und richten ihre Leben danach aus.
Einem Menschen der nach (einigen) gescheiterten und auch während dessen nicht gerade erfüllenden Beziehungen immer noch voller Optimismus und Beziehungswunsch durch die Gegend zieht könnte man bewundernswert, lebensfroh und optimistisch nennen, oder auch lernunfähig, naiv, abgestumpft oder masochistisch.
Ansichtssache
Dir jedenfalls viel Glück, abschließen würde ich das Thema Beziehung nie, aber es muss aus deinem Focus rücken und sich neben anderen Wünschen einordnen.
M30
 
G

Gast

Gast
  • #14
Wenn ich (m60+, fast 40 Jahre verheiratet) hier die Kommentare lesen, bin ich erstaunt bis deprimiert.
Erstaunt, wie wenig Kompromissbereitschaft besteht.
Enttäuscht, wie viel ich auf mein eigenes Leben verzichtet habe.
Deprimiert, wie ablehnend - dennoch nicht trennungswillig, wohl weil wir beide deutliche kommerzielle Abstriche machen müssten - meine Partnerin ist: nicht einmal, als es mir eines Nachts so schlecht ging, dass ich ab nächstem Tag eine Woche im Krankenhaus lag, konnte sie auf ihren Schlaf verzichten.
Ich bin und werde niemals fremd gehen, verurteile aber auch niemanden, der es in vergleichbarer Situation tut.
Aber diese negative Haltung " Ich habe jeglichen Glauben an Beziehung und Mann verloren. Ich habe meinen innigen Wunsch auf Beziehung begraben. Für immer und ewig. Liebe existiert nicht. Fressen oder gefressen werden" werde ich nie und nimmer akzeptieren. Pessimisten kann es niemals gut gehen, Optimisten haben zumindest die Hoffnung.
 
G

Gast

Gast
  • #15
Dies wiederum führt bei mir dazu, dass ich mir zwar die Zweisamkeit mit Verbindlichkeit wünsche, andererseits aufgrund meiner Erfahrungen auch wiederum Abstand davon nehme. Als Single ruhe ich in mir, bin zufrieden mit meinem Äußeren, habe einen Job und keine Schwierigkeit mit dem Alleinsein. Ich habe mittlerweile das Gefühl, ob es nicht besser wäre mit dem Kapitel Mann für's Leben abzuschließen.
Mann fürs Leben ist vielleicht ein bisschen hochgegriffen, wie wäre es mit einem Mann, mit dem du leben kannst-und er mit dir?
Verständlich, wenn du enttäuscht bist und resigniert hast, aber willst du deine Beziehungswünsche mit 40 schon ad acta legen?
 
G

Gast

Gast
  • #16
Auf der einen Seite bin ich offen für eine neue Partnerschaft, jedoch stelle ich mir die Frage, ob es im fortgeschrittenen Lebensalter Männer gibt, die mit Anstand und ernsthaftem Interesse ( mit Zusammenziehen, Heirat etc.) überhaupt einer Frau begegnen können und wollen? Bzw. ob es diese gibt. Ich habe den Eindruck, dass die Männer Ü40 durch ihre vorherigen schlechten Erfahrungen keine Lust auf Verbindlichkeit haben.

Liebe FS,
mit 40+ hat man üblicherweise die Familienphase hinter sich, sollte finanziell auf eigenen Beinen stehen und dann gibt es keinen erkennbaren Grund zu heiraten.
Als Frau würde ich das auch nicht machen. Das finanzielle Risiko ist mir viel zu groß, dass ich für die schlechten Erfahrungen die der Mann mit anderen Frauen gemacht hat, den Rest meines Lebens finanziell bluten muss. Heiraten - nein danke, da gewinnt der Selbstschutz vor Ausbeutung!

Zusammenziehen würde ich schon wollen, allerdings meine Wohnung als volleingerichteten Rückzugspunkt für mich behalten. Glücklicherweise muss ich sie nicht vermieten, wenn ich mir mit einem Mann zusammen eine andere Wohnung nehmen würde. Ich kann mir beides leisten.
Auch ich habe schlechte Erfahrungen gemacht, bin nicht naiv und behalte mir alle Optionen für den schnellen Ausstieg aus der Beziehung in der Rückhand - das ist kein Männerprivileg. Ich möchte nicht nochmal 3 Monate mit einem Mann zusammen in einer Wohnung leben müssen (mangels verfügbarem Wohnraum für mich) von dem ich mich sofort trennen will, weil er fremdgegangen ist.
Ich verhalte mich als Frau also kein bisschen anders als die von Dir gescholtenen Männer und verfüge trotzdem über ernsthaftes Interesse an einer Partnerschaft, Anstand und Verbindlichkeit - ich bin nicht bereit, mich ausnutzen zu lassen. Heirat hat mit Partnerschaft, Anstand und Verbindlichkeit nichts zu tun.
 
G

Gast

Gast
  • #17
Aber diese negative Haltung " Ich habe jeglichen Glauben an Beziehung und Mann verloren. Ich habe meinen innigen Wunsch auf Beziehung begraben. Für immer und ewig. Liebe existiert nicht. Fressen oder gefressen werden" werde ich nie und nimmer akzeptieren

Vielen Dank. Genau das will ich, Gast 7, Dir auch zu rufen. Wir halten die Fahne hoch in einer eintönigen Welt. Es gibt den Seelenverwandten. Es gibt die Liebe fürs Leben. Es gibt den Menschen, der mit mir alt werden will. Davon bin ich überzeugt und lass mir die Überzeugung nicht nehmen. Und auch wenn ich ihn erst kurz vor dem Ende treffen sollte, bin ich froh, dass ich mein Streben nicht aufgegeben habe.
 
G

Gast

Gast
  • #18
Wenn ich (m60+, fast 40 Jahre verheiratet) ........
Deprimiert, wie ablehnend - dennoch nicht trennungswillig, wohl weil wir beide deutliche kommerzielle Abstriche machen müssten - meine Partnerin ist: nicht einmal, als es mir eines Nachts so schlecht ging, dass ich ab nächstem Tag eine Woche im Krankenhaus lag, konnte sie auf ihren Schlaf verzichten.

Man(n) muss eben wissen, was eine Beziehung einem wert ist, selbst wenn es eine Ehe ist. Wenn Man(n) keine kommerziellen Abstriche machen will, muss Man(n) mit solchen Einschränkungen udn Lieblosigkeiten leben.
So eine Beziehung wollte ich definitiv nicht haben. Das ist mir zuwenig Anstand, Interesse und Verbindlichkeit und zuviel Wirtschaftsgemeinschaft.
Für mich ist so ein Vehalten keine 40-jährige Ehe, sondern eine Affäre wäre und in einer Affäre habe ich keine Pflichten/Verbindlichkeiten. Wenn man zusammenlebt, nur um die Miete zu sparen und mehr konsumieren zu können, wird aus einer Affäre keine Ehe, auch nicht mit Trauschein - den Unterschied macht eine innere Haltung aus.
Die Affäre existiert nur zu beiderseitigem Nutzen und beiderseitiger Bespassung. Alles was unangenehm ist, dürfen beide meiden. In der Partnerschaft/Ehe muss man seinem Partner auch in schlechten Zeiten zur Seite stehen. Was also hat die Ehe in eine Affäre verwandelt oder wr es schon immer eine Wirtschaftsgemeinschaft? Dann darf Man(n) nicht klagen, sondern ist diese wissentlich und willentlich eingegangen.

Wie Du siehst liebe FS, ist eine Ehe auch kein Garant für eine schöne Partnerschaft im fortgeschrittenen Lebensalter mit hoher Qualität in Sachen Verbindlichkeit, gegenseitigem Interesse aneinander und Anstand - somit nicht notwendig.
 
G

Gast

Gast
  • #19
Hallo Athene40. Mir geht es genau so - ich bin aber schon 50. Die letzte Beziehung mit einem komplett Bindungsgestörten Fremdgänger hat mir den Rest gegeben. Ich habe jeglichen Glauben an Beziehung und Mann verloren. Ich habe meinen innigen Wunsch auf Beziehung begraben. Für immer und ewig. Liebe existiert nicht. Fressen oder gefressen werden, das ist das wahre Leben.

Dass du so schlechte Erfahrungen gemacht hast, bedeutet nicht dass es nur Männer gibt, die bindungsgestört sind.
Und es gibt sie durchaus, die Liebe und Männer, die ganz wunderbar sind und ich wünsche dir, dass dir noch so ein Exemplar über den Weg läuft. Du solltest dringend etwas an deiner Einstellung ändern. Hast du noch nie was vom Gesetz der Resonanz gehört?
 
  • #20
Hier die FS: Danke für Eure Beiträge. Teil 1
In den 20igern war Heirat/Kind überhaupt kein Thema u.a. wegen Ausbildung. Kinder wären toll, ohne auch o.k.. Es geht zu zweit, zu dritt (Mann mit Kind)…bin flexibel. Ich kenne Singledasein, Zs-leben, Partnerschaft mit getrennten Haushalten, eine bei der Partner Kind hatte, auch Fremdgehen, habe ich erlebt. Wurde gefragt wg. heiraten , Freiraum gab es (Hobby, Freunde..).Wer nicht will (reden, gemeinsam eine Lsg. finden), will nicht und wollte nie...meine Sicht.
„Dicht gemacht“ habe ich nie, denn was hat der Neue mit dem alten Kram zu tun? Nichts. Was bringt es mir, wenn ich einen neuen P. betrügen würde, weil das einer mir antat? Veränderung im negativen Sinn, finde ich kontraproduktiv und es verbaut einem neue Chancen. Bzgl. meiner Unbefangenheit. sagen wir, ich bin vorsichtiger geworden.
Ehe sehe ich als letzte Stufe (nach einiger Zeit/Jahren des Zs-lebens) der Verbindlichkeit an, Scheidungsrate hin oder her. Beide müssen es aus Liebe zum anderen wollen und nicht wegen Absicherung/Doku, dann kann man es sein lassen.
Natürlich weiß man vorher nicht, ob´s klappt, aber die Bereitschaft für Verbindlichkeit sowie ernstes Interesse am anderen muss ánfangs doch da sein oder sehe ich das falsch? Warum gehen Menschen aus Einsamkeit mit jdm. zs, um Lücke zu füllen, an Sex interessiert sind, kein Interesse an gem. Wohnung, Urlaub usw. eine Verbindung mit jemandem ein, der genau das Gegenteil will? Sorry, Männer (auch Frau), aber wenn M./F. im entsprechenden Alter ist, gewisse Ansagen machte, dann muss man so fair sein und gleich weiterziehen und nicht erst nach zig Jahren, wenn er/sie es nicht ebenso leben will. Die meisten, die sich für länger/immer/überhaupt bindungswillig sind, senden doch keine Schlampensignale aus oder sagen, ach ja, ich hab genug Zeit für Spielerei?!
 
  • #21
Hmm...ich lese hier ständig "Verpflichtungen"...also ich habe freiwillig geheiratet ;-). Okay, es hat nicht für"immer" gereicht, aber ich habe es nie bereut und bin froh, dass wir die Scheidung sauber und fair für beide Parteien über die Bühne gebracht haben.
Ich habe mein eigenes Einkommen, bin von niemanden abhängig, bin zufrieden so...
Sollte ich noch einmal jemanden treffen, wäre eine Heirat das größte Zeichen von Vertrauen was ich der Person entgegen bringen könnte, sprich, der Glaube / Wunsch zusammen alt zu werden ohne dabei alt aus zu sehen.
Was der Staat dazu sagt, oder die Gesellschaft ist mir so ziemlich egal. Wenn, heiratet man den Menschen, gibt IHM oder IHR das Versprechen. Wenn dieses unter "Verpflichtung" läuft, dann kann ich sehr gut darauf verzichten.
Eine Beziehung / Partnerschaft / Ehe sollte jeder von sich aus eingehen, aus dem eigenem Wunsch heraus.
Wenn man sich festlegt, dann möchte man das es dem anderem gut geht, egal was passiert.
Und ja, warum soll ich nicht durch eine Heirat bestimmen, dass mein Partner, falls mir einmal etwas zustößt, meine Rente bekommt...?
Ob das irgendwann man eintreffen wird...keine Ahnung, aber warum soll ich alle Türen die noch offen sind einfach zu hauen ;-) ?
 
  • #22
Das Leben geschieht im Moment, hm? Es nützt doch nichts, und dir am wenigsten, darüber zu grübeln warum man gerade wieder auf den Singlemarkt geworfen wurde oder schon Richtung Dauersingle tendiert.
Leben ist jetzt, und ist es nicht doch besser unter´m Strich ab und an mal traurig zu sein, dass da gerade niemand bei dir ist, der diesen tollen Moment oder deine grosse Freude gerade mit dir teilt, als etwas Halbherziges einzugehen nur dass man "was" hat? Bei mir isses so, denn ich bin nicht wie Zucker wenn ich mit einem Mann Zeit verbringe nach dem ich nicht völlig verrückt bin. Ist bei mir auch Jahre schon her. Kopf hoch! Nicht grübeln, leben geniessen.
 
  • #23
Also ich lese hier öfter im Forum, dass Männer 40 oder 50 plus - immernoch oder wieder mal auf der Suche nach unverbindlichem Sex, Affäre oder sonstwas sind. Sind wir doch mal ehrlich, wie lange wollen Männer das noch spielen - bis ins Greisenalter???
Also....

Ich weiß nicht, wie Männer in Partnerbörsen "drauf" sind, mag sein, dass sich da ein paar so gebärden und zu Hause die Frau wartet.

Aber im RL kann ich nur vom Gegenteil berichten.
Da kenne ich durchweg Männer die ganz verpicht auf Verbindlichkeit und eine feste Bindung sind. Männer fast schon verzweifelt nach Liebe und Zuwendung suchen und ja auch die Frau fürs Leben.

Männer diesen Alters erlebe ich sehr hartnäckig im werben und sehr kommunikativ, sie werden verletzlicher, sensibler, sagen auch Männerforscher da sich die weiblichen Hormone bei Männer Mitte 40 verstärkt bemerkbar machen.

Also der wilde Hengst mit 40 oder 50 plus ist einfach lächerlich.
Männer haben sich in der Regel in diesen Jahrgängen ausgetobt und suchen wie Frauen die Beständigkeit und echte Gefühle - meinetwegen auch zum 2. Mal.

Natürlich mag es Ausnahmen geben aber die gibt es auch bei Frauen, aber die Regel ist es nicht.
 
G

Gast

Gast
  • #24
Das mit den Aussagen ... "ja, ich will auch ein Kind" das hat schon jemand bei mir gemacht da war ich knapp 33 J. alt. Der gute hat mich hingehalten bis ich 37 J. alt war. Als ich dann irgendwann fragte warum er mir die Chance darauf genommen hat kam nur ... "ich dachte du verlässt mich wenn du merkst das ich vielleicht keine zeugen kann". Einen Vorwurf mache ich ihm nicht ... das wäre dumm denn ich habe mich ja auch hinhalten lassen. Dennoch wäre es besser gewesen er hätte gesagt ... "ich weiß nicht ob ich Zeugungsfähig bin werde es aber gerne feststellen lassen". Ich verliess ihn weil er es eben nicht gesagt hat.
Zusammenziehen ist mir auch wichtig und auch da rudert mancher Mann gerne rum.
Überhaupt erlebe ich oft eine gewisse Schwammigkeit. Da werden keine Ansagen gemacht und das ist genau das was ich vermisse.
Scheinbar wird erwartet das Kugel auf den Tisch steht und man in solch wichtigen Fragen eben die Antwort nur durch Blicke rausfinden kann.
Die Vergangenheitsbewältigung ist ebenfalls eine Sache die manch einer nicht abgeschlossen hat. Da werden Diskussionen geführt warum sie fremdgegangen ist - sich nicht bei der SB abgemeldet hat und wieso er soviel Unterhalt zahlen muß.
Oft drehe ich mich dann auch schaudernd weg - denn ich darf Seelsorge, Kummerkasten und Bank spielen.
Ich bin weder Therapeutin noch möchte ich ständig die Vergangenheit vorserviert bekommen.
 
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