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  • #1

Wer möchte gerne wieder heiraten und warum?

Guten Morgen liebes Forum, immer wieder wird darüber geschmunzelt, wenn von Heiraten die Rede ist. Aber wenn man mal näher darauf eingeht, dann ist es doch so, dass vor allem Frauen, auch geschiedene Frauen, doch gerne wieder heiraten wollen. Warum wollen Frauen heiraten und auch die älteren Frauen, die aus dem Kinderbekommen-Alter raus sind. Mich interessieren jetzt keine allgemeinen Vermutungen, sondern es wäre schön, wenn sich hier Frauen und auch Männer melden, die geheiratet bzw. wieder geheiratet haben, was für sie der Grund war.
w/44 geschieden.
 
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  • #2
Die Frage hab ich mir schon oft gestellt. Für mich macht es, es sei denn, man möchte eine Familie gründen, keinen Sinn zu heiraten. Man kann doch auch ohne Trauschein glücklich zusammen leben. Gerade, wenn man schon eine Hochzeit und Scheidung erlebt hat, dann reicht das doch. Wie gesagt, lieben kann man auch ohne Trauschein! Mir wäre es auch zu riskant noch eine Scheidung zu riskieren.
 
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  • #3
Für mich gibt es keinen Grund wieder zu heiraten,aber ich bin ja auch ein Mann und einmal durch eine Scheidung gebeutelt-nein nicht noch einmal!
Zur Liebe gehört keine Hochzeit und zur Hochzeit muß nicht zwangsläufig Liebe gehören.
Es ist alles ein finanziell,materielles Denken,nicht mehr und nicht weniger...irgendeiner oder beide wollen personell und finanziell abgesichert sein.Warum,im Zeitalter der Emanzipation und der Selbst sowie Eigenständigkeit?
Ach ja,nach oben könnte ich es mir noch am ehesten vorstellen-nach dem Grund wieso,müßte man eher Frauen befragen!Obwohl die meisten es schon wissen bzw vermuten...

m49
 
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  • #4
30 Jahre nach meiner Scheidung habe ich wieder geheiratet, mit 55. Mein Mann, 60, hat mir einen Antrag gemacht. ER war der treibende Keil, keineswegs ich!

Ich finde tatsächlich, eine Ehe ist etwas ganz, ganz anderes als das Zusammenleben ohne Trauschein. Ich kenne beides, er auch, und es ist tatsächlich so: beim Zusammenleben bleibt immer ein Rest Unverbindlichkeit. Wir haben vor Gott und der Welt JA zueinander gesagt, und es fühlt sich gut und richtig an.

Andere Gründe als diese eher romantischen gab es übrigens nicht.
 
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  • #5
nie wieder, die Nachteile die daraus für uns Männer entstehen sind einfach zu Erdrückend.

m41 auch geschieden
 
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  • #6
Ich bin w 56 und möchte nicht mehr heiraten. Ich wollte das auch früher nicht, aber mein Ex wollte das alles legalisieren. Ich habe immer gearbeitet und sah daher nie einen finanziellen Vorteil in der Ehe. Der einzige Grund für mich war damals eben sein Wunsch und unser Kind. Ich war in gewisser Weise abgesichert für die ersten 3 Jahre der Kindererziehung und für die nächsten 5 Jahre in denen ich nur TZ gearbeitet habe.
Heute - das Kind ist aus dem Haus und weitere Kinder sind in dem Alter ja ausgeschlossen - sehe ich überhaupt keine Notwendigkeit in einer Ehe. Ich möchte auch nicht mehr Hausfrau spielen und möchte daher in meiner eigenen Wohnung bleiben.
Viele Männer (nicht alle) wollen auch in höherem Alter noch gerne heiraten oder zumindest mit einer Frau zusammenziehen, da sie gerne versorgt werden möchten.
 
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  • #7
Ich w 44, geschieden, würde gern wieder heiraten. Obwohl ich die ganzen Nachteile der Ehe hatte, wie es mann es oft benennt (oft flucht Mann ja schon, weil er sein eigenes Kind auch finanziell mit versorgen muß= Thema Verantwortung).

Am Heiratsinteresse, sieht man/frau doch, ob das Gegenüber wirklich mit der letzten Beziehung abgeschlossen hat oder ob er die neue Partnerin noch an der alten misst und Angst hat, es könnte genauso enden. Außerdem sehe ich daran auch , ob er es verbindlich und ernst meint, was heute nicht mehr so selbstverständlich ist. Viele Männer suchen doch nur noch ihren Spaß, ein unverbindliches Freizeitvergnügen und wollen sich nicht wirklich binden. So wird sich auch keine liebe entwickeln können.

Früher fand ich heiraten nicht wichtig. Heute mehr denn je, denn die Lebensart hat sich gewaltig gewandelt... Die "ich- will- Spaß-Gesellschaft" bietet kaum noch Raum für Verantwortung, Vertrauen und Liebe, die sich entwickeln darf.. Da wird heiraten wieder wichtig, es ist ein Zeichen von " ich stehe zu Dir in guten wie in schlechten Zeiten"...
 
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  • #8
@ 4, was heißt eine Scheidung ist für einen Mann zu erdrückend? Ich bin auch geschieden, habe zwei Kinder (15+18), die beide bei mir leben. Das was er bezahlen MUSS ist der Kindesunterhalt und das wars! Leider hab ich ganz konventionell mit meinem Mann zusammengelebt, d.h., ich hab mich um die Kinder und Haus, Garten, Haushalt gekümmert, hab nebenher 3 halbe Tage in meinem alten Job gearbeitet - Apothekenhelferin - und hab da kein großes Geld verdient. Er hat in den 25 Jahren Ehe richtig viel Geld verdient und bei uns gab es keine Zugewinngemeinschaft. Somit seh ich heut finanziell "alt" aus. Ich habe all die Jahre nichts angespart, von was auch, mein Hausfrauen und Mutterjob wurde ja quasi nicht bezahlt im Sinne von Rentenansprüchen und etwas auf die Seite legen. Er hat mich immer wieder betrogen, zuletzt hatte er 3 Jahre ein sexuelles Verhältnis mit einer Angestellten - dann bin ich gegangen, ich hab es emotional, psychisch nicht mehr ausgehalten. Ich bin sehr enttäuscht und ärgern brauch ich mich über meine Naivität auch nicht mehr, dass ich nie Geld zurückgelegt habe. Heute arbeite ich ganztags, verdiene in meinem Beruf aber nicht so viel, dass ich große Sprünge machen könnte. So siehts aus.
Also Männer, Ihr Armen, dass Ihr da sooo bluten müsst. Lächerlich. Mein Ex hat monatlich netto ganz für sich zum Leben, Anlegen, Sparen oder wie auch immer locker 8000 Euro.
Ich würde wieder heiraten, schützt zwar nicht vor Betrug, aber das Zusammengehörigkeitsgefühl ist verbindlich und ich will einfach, dass sich einer richtig für mich erklärt und ich würde das dann auch tun.
 
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  • #9
Immer würde ich heiraten. Das ist Ausdruck der größten Verbundenheit. Man kann dann nicht einfach so gehen, weil es könnte ja was kosten - Rente auf jedenfall. Das Zusammengehörigkeitsgefühl ist bei Verheirateten weitaus größer und verbindlicher. Man gehört zusammen. Sollte der eine lügen und betrügen, dann geschieht ihm recht, dass er dann ein bisschen bluten darf !
 
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  • #10
Es ist Unsinn, sagt die Vernunft Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist Unglück, sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz, sagt die Angst
Es ist aussichtslos, sagt die Einsicht
Es ist was es ist, sagt die Liebe

Es ist lächerlich, sagt der Stolz
Es ist leichtsinning, sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich, sagt die Erfahrung
Es ist was es ist, sagt die Liebe

(Erich Fried)

Diese Worte hat mein Mann vor 3 Wochen bei unsere Hochzeit gesagt.
Wir (54 und 57 ) haben das zweite mal geheiratet, nur aus Liebe. Und ja, es fühlt
sich ganz anders an als die 9 Jahre zuvor.
 
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  • #11
Na, warum wohl?
Zugewinngemeinschaft. Wenn der Mann das doppelte oder mehr verdient, dann lohnt sich das doch. Deswegen sind ja auch so wenige gutverdienende Frauen an einer Heirat interessiert.
 
  • #12
Die Argumentation einiger Männer hier - dass Frauen ausschließlich aus finanziellen Gründen (Unterhalt, Zugewinn) an Ehe und Scheidung interessiert wären - kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Was hält Euch denn davon ab, vor der Hochzeit einen Ehevertrag abzuschließen? Das erspart eine Menge Streiterei im Falle einer Scheidung. Und man kann schon vor der Hochzeit sehen, wie die Zukünftige auf dieses Ansinnen reagiert.

Ich kenne mehrere Frauen, die mit Ehevertrag verheiratet sind oder waren, ich selbst gehöre auch dazu. Wo ist also das Problem?
 
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  • #13
Außerdem wie im Fall 4 geschildert,, kenne ich auch ähnliche Beispiele. Wo frau all die Jahre dem Mann den Rücken frei gehalten hat, sich um Haus und Kinder gekümmert hat und diesen unbezahlten Job rund um die uhr annahm. Natürlich sehen die Frauen alt aus, wenn der gut verdienende Mann sich dann ( oft mit ner jüngeren) aus dem Staub macht....
klar wollen diese Männer nie mehr heiraten und am liebsten auch für die eigenen Kinder nichts tun....

Lieber allein bleiben ,als einen, der so tickt. Das erkannt man schon am "nie wieder heiraten " ;-)
 
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  • #14
Aus Frauensicht mag es so sein, wie Du es siehst, für einen Mann sieht die Sache gänzlich anders aus.

Die "ich- will- Spaß-Gesellschaft" bietet kaum noch Raum für Verantwortung, Vertrauen und Liebe, die sich entwickeln darf.. Da wird heiraten wieder wichtig, es ist ein Zeichen von " ich stehe zu Dir in guten wie in schlechten Zeiten"...

Erst die Ehe macht die Trennung für die Frau finanziell attraktiv. Sobald schlechten Zeiten kommen, hat sie einen ganz gewaltigen finanziellen Anreiz, eben nicht zum Mann zustehen.

Schau Dir nur mal an, wie viele Männer von ihren Frauen verlassen werden, wenn sie ihren Arbeitsplatz verlieren.

Für mich käme ein Heiraten niemals in Frage. Zunächst wird viel über Romantik geredet. Wenn eine Bewährungsprobe kommt, kann die Frau aber knallhart enorme finanzielle Forderungen stellen.

Warum sollte sich ein Mann ohne Not in diese Position manövrieren, selbst bei einer Frau, die er als integer einschätzt?

m, 45
 
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  • #15
@ #8

Immer würde ich heiraten. Das ist Ausdruck der größten Verbundenheit. Man kann dann nicht einfach so gehen, weil es könnte ja was kosten.

Klarer Fall von Irrtum. Die Frau kann sehr wohl "einfach so gehen". Die Frau kostet die ganze Sache überhaupt nichts - im Gegenteil sie bekommt eine Menge Geld dafür.

Jetzt stehen wir natürlich vor dem großen und ungeklärten Rätsel, warum die weitaus meisten Scheidungen von Frauen eingereicht werden. Habe keine Ahnung, wo da der Grund liegen könnte.

m
 
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  • #16
Für MICH hat es nur mit Liebe zu tun, mit großer innerer Verbundenheit, es macht diese Beziehung zu etwas ganz Besonderem.

Es mag eine Menge Leute geben, die dafür finanzielle Gründe haben, persönlich wird mir beim Gerede von Zugewinn/Gehalt des Mannes, etc. übel.
Wer aus diesen Gründen heiratet, muß sich doch nicht wundern, wenn es in die Hose geht, so etwas reicht als Basis für eine glückliche Beziehung nicht.
 
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  • #17
Ich (w/45) hatte in jungen Jahren eine Ehe und seitdem nie wieder das Bedürfnis, zu heiraten. Allerdings halte ich es für eine Altersbeziehung 60+ fast notwendig, weil bestimmte Vermögens- und Versorgungsfragen nur durch das Gesetz ausreichend geregelt sind.
Ich kenne viele Fälle von Lebensgemeinschaften, wo nach dem Tod eines Partners urplötzlich ein gemeinsam genutztes Haus (einer hat das Haus bezahlt, der andere nach und nach die Einrichtung) von den Erben verkauft, benutzt und leergeräumt wurde. Das ist ja auch natürlich, die Erben haben einen Anspruch darauf und nehmen einen Hinterbliebenen aus einer Lebensgemeinschaft oft weniger ernst. Es ist ja nur der langjährige Freund oder die Freundin. Das derjenige seinen Lebens- und Wirtschaftsmittelpunkt zum Verstorbenen verlegt hatte, ist sein Problem. (Was die Pflege betrifft, so wurde der Lebenspartner durchaus ernst und in die Pflicht genommen. Denn das tut man ja aus Liebe.)
Selbst wenn es ein anderslautendes Testament oder schriftliche Aufteilungserklärungen gab, der Aufwand, das zu klären und die Erbschaftssteuern sind horrend.
Von Rentenansprüchen rede ich jetzt nicht, die sind in meiner Generation, wenn es so weit ist, ohnehin zu vernachlässigen.
Mit 60+ und bei langjähriger, stabiler Partnerschaft wäre mir eine Heirat deshalb wichtig.
 
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  • #18
Ich kann es echt nicht mehr hören, dass Frauen nur heiraten, um danach riesig abzusahnen. Ist Euch das bei der Eheschließung nicht aufgefallen, welch raffgierige Frau Ihr heiratet, warum habt Ihr keinen Ehevertrag geschlossen? Es hat Euch doch keiner gezwungen zu heiraten.

Im Übrigen sind es häufig auch Männer, die es gar nicht so schlecht finden, wenn die Ehefrau bei den Kinder bleibt, diese erzieht, sich um den Haushalt kümmert und maximal Teilzeit arbeitet - würde die Frau voll arbeiten, dann müßten sie sich ebenfalls mehr um den Haushalt kümmern und beruflich zurückstecken, seltsamerweise findet das kaum ein Mann attraktiv.

Im Fall der Scheidung wird dann gejammert, was die Frau nicht absahnt und dass die Trennung so leichtfertig und völlig überraschend kam. Völlig überraschend trennt sich kaum jemand, meistens teilt sich der Partner monatelang mit, aber es wird weder zugehört noch dann gehandelt. Bis es eben nicht mehr geht.

Und Absahnen? Ich erlebe im Beruf häufig Frauen, die ich erst einmal zum Sozialamt schicken muss, weil kein Unterhaltsanspruch mehr besteht. Und Teilung des Zugewinns bzw. der Versorgungsanwartschaften sehe ich nicht als Absahnen an, sondern es ist Ausgleich für die Zeit des gemeinsamen Wirtschaftens. Warum sollte ein Partner, meist die Frau, keine Rentenanwartschaften erhalten, wenn beide Partner sich darüber einig waren, dass eine Vollzeittätigkeit mit Kinder nicht mehr machbar ist? Aber boah, die Frau ist ja so gemein

Ich werde heiraten, um sozusagen vor Familie und Freunden "ja" zu diesem Mann zu sagen. Es ist für mich ein Zeichen der Verbindlichkeit, ein Zeichen, dass ich mich für diesen Mann in guten und in schlechten Zeiten entschieden habe - mit Ehevertrag. Es geht uns um die gefühlsmäßige, nicht die finanzielle Verbundenheit.
 
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  • #19
Ich habe mich gegen Geld und für die Scheidung entschieden.
Viele denken das die Scheidung für Frauen finanziel Positiv sei.
Ein ganz großer fehler.

Wir hatten keine finanziellen probleme. Wenn mir Geld wichtig gewesen wäre, wäre ich noch bei ihm.
Für ihm war nur Geld wichtig, die Kinder und ich nur Mittel zum Zweck.
Ich arbeite halbtags noch, wir sind noch nicht geschieden, er bezahlt Kindesunterhalt+ seinen Wohnvorteil.
Durch seine Macht und Herschsucht führt er einen Rosenkrieg gegen mich und die Kinder.
Also bekommen die Anwälte das ganze Geld.
Ohne die Heirat wäre ich heute auch in führende Position. Er hat sich immer gegen meine Arbeit gestellt, wenn ich zu Arbeit mußte ging ich immer mit schlechtem Gewissen.

Da ich (Gott sei dank) eine gute Qualifikation habe, komme ich von Monat zu Monat weiter.
Er unterstützt mich im Bezug auf die Kinder gar nicht (er muß uns ja bestrafen-seit 6 Monaten keine Kontakt, er will eher Zeit für die neuen Damen) ist Vollzeit Arbeit nicht machbar.

Ich finde Zahlen ist das mindeste was er tut+ Schikane.
Ich schließe meine Augen und Herz und überlasse alles meinen Anwalt.
Er verweigert jegliche Komunikation seit der Trennung, weil er seine falsche Wahrheit von der Trennung aufrecht erhalten will.

Wieder heiraten, weiß ich nicht, ich habe mein Vertrauen verloren.
 
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  • #20
Ich kann es echt nicht mehr hören, dass Frauen nur heiraten, um danach riesig abzusahnen. Ist Euch das bei der Eheschließung nicht aufgefallen, welch raffgierige Frau Ihr heiratet

Du hast das falsch verstanden. Es ist nicht so, dass die Braut vor dem Traualter steht und davon träumt, denn Mann bei der Scheidung dann abzuzocken.

Es ist vielmehr so, dass beide aus echter Liebe heiraten (Wer würde aus einem anderen Grund heiraten?). Jetzt leben sie Jahre und Jahrzehnte zusammen, es gibt viel Sonnenschein, zwangsläufig aber auch mal ein Regenwölkchen.

Bei jedem kleinen Regenwölkchen hat die Frau nun einen gewaltigen Anreiz, nach dem Scheidungsrichter zu rufen. Nicht unbedingt weil das zwingend notwenig ist, aber es ist sozial akzeptiert - vor allem ist es aber finanziell lukrativ wie sonst nichts im Leben!

Und Absahnen? Ich erlebe im Beruf häufig Frauen, die ich erst einmal zum Sozialamt schicken muss, weil kein Unterhaltsanspruch mehr besteht. Und Teilung des Zugewinns bzw. der Versorgungsanwartschaften sehe ich nicht als Absahnen an, sondern es ist Ausgleich für die Zeit des gemeinsamen Wirtschaftens.

Es gibt da große Ungerechtigkeiten, abhängig davon ob / wie stark die Frau nach oben geheiratet hat. Wenn die Arbeiterin einen Arbeiter heiratet, wird sie bei der Scheidung schwerlich viel Geld absahnen können.

Wenn eine Nicht-Akademikerin aber einen Akademiker heiratet, sieht es oft anders aus. Die Frau kann bei einer Scheidung relativ problemlos das 100-fache von dem bekommen, was sie während der Ehezeit durch Erwerbsarbeit hätte verdienen können.

Mancher mag nun einen Faktor erkennen, der einen derart hohen Scheidungsgewinn rechtfertigt (Rücken freihalten, Verzicht auf Vollzeit-Erwerbsarbeit ...).
Manch anderer mag es als ungerecht empfinden, wenn eine Frau durch das Nach-oben-Heiraten derart an Geld herankommt.

Unzweifelhaft ist jedoch, dass die finanzielle Attraktivität der Scheidung die Ehen gewaltig destabilisiert, v. a. eben, wenn die Frau nach oben heiratet.
Dies ist sehr unerfreulich, zum einen wegen der vielen Scheidungen. Zum anderen aber auch deswegen, weil es die intelligenten und leistungsfähigen Männer vom Heiraten und vom Kinderkriegen abhält. Das ist sozusagen die Umkehrung von Sarrazins Problem.

m
 
  • #21
Dazu gibt es unzählige Threads, zu denen mein Beitrag aus diesem hier
https://www.elitepartner.de/forum/scheidung-frauen-gluecklicher-maenner-am-ende-21251.html
(# 38)
passen würde.

Aber ich wiederhole mich so ungern... ;-)

Wenn es aber doch so schrecklich viele 'böse' Frauen und Männer gibt, warum versucht dann die Mehrheit immer wieder den Anschein zu erwecken, dass sie eine Partnerschaft (manche eine Ehe) wünschen? Was sollte es denn für Gründe geben? Sex? Da lesen wir doch täglich, welche tollen und einfachen Möglichkeiten es dafür in unserer toleranten Gesellschaft gibt, außer einer festen Beziehung...

Alle sonstigen Gründe bzw. bez. bestimmte Erwartungen, Hoffnungen scheinen ja nicht mehr 'IN', also wichtig zu sein...

Vielleicht noch der jeweils eigene Kontostand. Es wird dem jeweiligen Partner unterstellt, dass er den seinen aufstocken will, der andere (so wird behauptet) ist nur daran interessiert, den seinen zu erhalten. *Da sind doch die Pauschalierungen wunderbar gerecht verteilt...* (*Ironie*)

Wie wollen Menschen, die so viel Frust/Wut täglich mit sich herum tragen, denn glücklich, oder wenigstens zufrieden werden/sein? Manchmal bin ich ganz froh, dass ich mich schon im letzten Drittel meines Lebens befinde und die ganzen Auswüchse dieser Entwicklung nicht mehr erleben werde.
 
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  • #22
Aus Frauensicht mag es so sein, wie Du es siehst, für einen Mann sieht die Sache gänzlich anders aus.



Erst die Ehe macht die Trennung für die Frau finanziell attraktiv. Sobald schlechten Zeiten kommen, hat sie einen ganz gewaltigen finanziellen Anreiz, eben nicht zum Mann zustehen.

Schau Dir nur mal an, wie viele Männer von ihren Frauen verlassen werden, wenn sie ihren Arbeitsplatz verlieren.

Für mich käme ein Heiraten niemals in Frage. Zunächst wird viel über Romantik geredet. Wenn eine Bewährungsprobe kommt, kann die Frau aber knallhart enorme finanzielle Forderungen stellen.

Warum sollte sich ein Mann ohne Not in diese Position manövrieren, selbst bei einer Frau, die er als integer einschätzt?

m, 45

bei mir hat nur der Mann profitiert. Ich habe gezahlt und hatte allein das Kind usw. Er tat nichts. Dennoch will ich nie alle über einen Kamm scheren. Die meisten Männer verlassen die Frauen, weil sie eine jüngere suchen... wenn sie von den Zeiten gezeichnet ist... Ich hatte null anreiz von der Scheidung, nur nachteile..was´n schmarrn.
 
  • #23
Als Ehepaar zu leben ist selbstverständlich deutlich anders als als normale Partnerschaft ohne Trauschein. Die Verbindlichkeit und ich würde immer heiraten wollen, wenn die Partnerschaft auf Dauer für immer angelegt ist. Auch ohne Kinder und Familiengründung. ABer zum Glück ist das ein freies Land und jeder kann machen was er will. Ich finde das für einander einstehen in allen Lebenslagen auch vor dem gesetzt, ist mir sehr wichtig und das ist ohne Ring eben nicht so
 
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  • #24
@18 waren wir mit dem gleichen Mann verheiratet ? ;) Allerdings bin ich schon aus allem raus. Nicht den Mut und Kampfgeist verlieren. Ich habe es auch ganz alleine (sehr gut) hinbekommen.

Jetzt hätte ich wieder Lust zu heiraten. Kinder groß und auf einem tollen Weg. Ich super gesattelt im Job. Frei in Hirn, Herz und Seele.

Und das nächste Mal wird es eine richtig gigantische, unkonventionelle Party und eine tolle Ehe. Ich weiss das.

Gut, den Mann dazu brauche ich noch.

Aber nach sechs Wochen EP Mitgliedschaft befürchte ich hier ist er nicht zu finden. So wie es aussieht bevorzugen Männer frustrierte Frauen und verfallen in Schockstarre wenn eine Frau weder gefrustet noch emotional oder sonst wie bedürftig ist.

(w/43)
 
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  • #25
Kann mir mal eine Frau erklären, wie man als Mann aus der Damenwelt schlau werden soll.

Typischerweise vertreten Frauen hier im Thread eine Position wie #22:

Als Ehepaar zu leben ist selbstverständlich deutlich anders als als normale Partnerschaft ohne Trauschein. Die Verbindlichkeit und ich würde immer heiraten wollen, wenn die Partnerschaft auf Dauer für immer angelegt ist.

Selbst geschiedene Frauen träumen von einer erneuten Heirat (#23)
Jetzt hätte ich wieder Lust zu heiraten. ... Und das nächste Mal wird es eine richtig gigantische, unkonventionelle Party und eine tolle Ehe. Ich weiss das.

So weit, so gut - vielleicht auch alles gar nicht mal so falsch.

Dem gegenüber steht aber die diametral entgegengesetzte Position der Damen im aktuellen Parallelthread "http://www.elitepartner.de/forum/scheidung-frauen-gluecklicher-maenner-am-ende-21251.html"

Dort argumentieren die Frauen, die Ehe sei etwas vollkommen Unverbindliches. Zur Scheidung bedürfe es keines besonderen Grundes:

Also wer bestimmt, was ein triftiger Grund ist? DU?
(#54 dort)

Albern sei es, am Ideal einer Ehe festzuhalten:
Du denkst m.E. kindlich, indem du darauf pochst, dass die Frau doch gefälligst ihr Eheversprechen einzuhalten hat.
(#51 dort)

Eine Dame berichtet sogar ganz stolz, sie habe sich scheiden lassen, weil sie mit dem Kinderstress nicht zu Recht komme (#57 dort):
Bevor wir Kinder hatten, war ich sehr tolerant ...
- natürlich geniesse ich es, dass ich jeden Monat von meinem Ex Geld bekomme... Sobald es an der Zeit ist, werde ich bestimmt wieder arbeiten aber bis dahin...

Wie sollen sich Männer einen Reim darauf machen, wenn von Frauenseite da vollkommen widersprüchliche Positionen vertreten werden. Kann mich da mal jemand aufklären?

m
 
  • #26
Wie sollen sich Männer einen Reim darauf machen, wenn von Frauenseite da vollkommen widersprüchliche Positionen vertreten werden. Kann mich da mal jemand aufklären?
Willkommen im Leben!

Was gibt es da zu erklären? Du hast dir die abstrusesten Beispiele ausgesucht, die niemand wohl als allgemeingültig anerkennt.

Ferner sind nun einmal die Meinungen/Wünsche/Erfahrungen so verschieden, wie die Menschen. Dürfte doch keine neue Erkenntnis sein, dass es keine gültigen Maßstäbe/Regeln gibt.

Das Leben ist bunt und vielfältig, genau wie die Frauen und Männer, die es leben. Ich kann nämlich auch keine einheitlichen Positionen der Männer erkennen.

Würde dir eine Welt gefallen, in der alle gleich handeln und denken...?

Ich bekomme bei dem Gedanken Gänsehaut und Panik...
 
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  • #27
#24 @ #25

Unproblematisch ist es, dass Frauen verschiedene Meinungen und Lebenskonzepte vertreten. Auch hast Du schon recht:

Ferner sind nun einmal die Meinungen/Wünsche/Erfahrungen so verschieden, wie die Menschen. Dürfte doch keine neue Erkenntnis sein, dass es keine gültigen Maßstäbe/Regeln gibt.

Das Leben ist bunt und vielfältig, genau wie die Frauen und Männer, die es leben. Ich kann nämlich auch keine einheitlichen Positionen der Männer erkennen.

Mir scheint dieser Umstand aber durchaus problematisch, insbesondere dass es in der Tat unter Frauen "keine gültigen Maßstäbe/Regeln gibt", was die Fragen einer Ehe angeht.

Konkret gesagt: Die eine Frau heiratet und nimmt es dann mit Ehe, Treue und Zuverlässigkeit auch wirklich ernst.
Eine andere Frau heiratet, verkündet dann aber nach ein paar Jahren, sie habe sich nun weiterentwickelt und lasse sich deswegen scheiden, und "natürlich geniesse ich es, dass ich jeden Monat von meinem Ex Geld bekomme".

Unter Männern gibt es diesen fehlenden gesellschaftlichen Grundkonsenses keineswegs. Männer sind unisono der Meinung, eine Ehe bedeute Treue und Zuverlässigkeit.
Jetzt gibt es natürlich Männer, die nicht bereit sind das zu bieten - diese Männer heiraten aber normalerweise nicht. Auch gibt es Männer, die wohl heiraten, dann aber trotzdem nicht treu sind.
Trotz allem wird aber unter Männern felsenfest und universell die Meinung vertreten, dass ein untreue Ehemann gegen wichtige gesellschaftliche Normen verstößt.

Kurz gesagt:
Unter Männern ist klar, dass was eine Ehe bedeutet (auch wenn mancher Mann es nicht schafft, das umzusetzen).

Unter Frauen ist dies in gar keiner Weise klar. Verbreitet ist in der Tat die Meinung ", dass es keine gültigen Maßstäbe/Regeln gibt. Das Leben ist bunt und vielfältig". Jede könne machen was sie wolle, Eheversprechen hin oder her.

Mann muss sich vor Augen halten, dass Ehe und Familie einer der zentralen Bausteine der Gesellschaft sind. Muss es dann nicht gravierende Folgen für die Gesellschaft haben, wenn es bei ihrer weiblichen Hälfte kein generell akzeptiertes Konzept gibt, was eine Ehe bedeutet?

Hat es nicht tief greifende Konsequenzen, wenn ein einmal von einem Paar eingeschlagener Weg ("in guten, wie in scheuchten Tagen" etc.) von der Frau ganz einfach wieder gestoppt werden kann, ohne dass sie dabei gegen generell akzeptierte Normen verstoßen würde?

Mag hier nicht einer der Grunde liegen für die vielen AE-Mütter, die vaterlose Gesellschaft, die Erziehungsdefizite der Jungen ...?

m
 
  • #28
@ +26

Sorry, aber ich werde mich hier nicht mit dir auf eine unerwünschte Chat-Diskussion einlassen.

Ich habe auf deinen Beitrag geantwortet, mehr nicht. Du pflückst dir aus anderen Beiträgen die Aussage heraus, die in dein Frauenbild passt, etwas anderes willst du gar nicht zulassen.

Sicher gibt es Fälle, in denen es solche Verhaltensmuster gibt, die du nennst. Was mich bei deinen Aussagen ganz gewaltig stört, ist die Pauschalierung und die - entschuldige - fast Heiligsprechung der Männer. Es gibt keine besseren oder schlechteren Menschen, auf das Geschlecht bezogen. Das ist ganz prima bunt gemischt, keiner muss dem anderen Geschlecht etwas vorwerfen.

Meine Einstellung zur Ehe ist übrigens eine ganz klare, wenn du so willst altmodische/spießige. Eine Ehe ist eine ernste Sache, kein Spiel. Das muss man vorher wissen, es akzeptieren, oder sein lassen. Ich habe schon an anderer Stelle (und auch weiter oben) geschrieben, dass die Ehe ein Vertrag ist, deren Konditionen die Partner vorher bestimmen können (und auch sollten!) und nicht später jammern, wenn es nicht geklappt hat.

Ich bin einfach nur dagegen, immer einem Teil der Bevölkerung für ein Scheitern die Ursachen für alles Negative zuschieben zu wollen. Das ist so einfach nicht richtig - nur bequem und keinesfalls reflektiert.

Ich kann keineswegs erkennen, dass Männer bessere oder eindeutigere Konzepte für eine Ehe haben. Im Gegenteil, je mehr Geld sie haben, je einfacher trennen sie sich. Sie zahlen und haben ihre Ruhe - könnte ich jetzt behaupten. - Mache ich aber nicht, weil ich eben NICHT behaupte, dass ALLE so sind. Genauso wie die Frauen nicht.

Das war es dann von mir, ich kann diese einseitigen Aussagen einfach nicht mehr lesen. Ich soll mich nämlich nicht aufregen.

Ich bin dann mal weg... (aus diesem Thread zumindest) ;-)
 
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  • #29
@#24

ich war die mit der Party ;)

und Du kannst mir glauben, dass selbst ich als Frau solche Äusserungen wie die von @Graciella nicht besonders schön finde.

Bei mir war es so: ICH bin gegangen. Würde es das Schuldprinzip noch geben, dann hätte man es für unsere Trennung getrost anwenden können. Der Grund war also triftig.

Allerdings habe ich ( übrigens zum Entsetzen all meiner Freundinnen) weder das Konto bei der Trennung leergeräumt noch Unterhalt für mich verlangt/gewollt. Ich wollte die Trennung, weil ich mit einem Mann, der sein gockelhaftes "Selbstätigungsexperiment" nie ablegen konnte, nicht mehr verheiratet sein. Ein monatlicher "Geldsegen" hätte uns in irgendeiner Form immer gebunden. Das wollte ich nicht. (Für die Kinder zahlen, aber auch weiterhin Vater sein war klar). Vater bleibt man(n). Und ich meine Vater, nicht Unterhaltszahler.

Das war nicht immer einfach, hatte für mich aber etwas mit Würde zu tun.

Deswegen bin ich heute auch so frei zu wissen was ich will (und nicht nur was ich nicht mehr will ;) und sehe nach wie vor eine Ehe als etwas wunderbares an, weil ich mich nie von Geld habe leiten lassen.

Und deswegen hat @Angeline recht. Das Leben und die Menschen sind bunt und vielfältig. Und genau so wenig wie ich Männer jemals verstehen werde (und auch nicht will) die Frauen durch die Bank als egozentrische Schmarotzer sehen - werde ich Frauen nicht verstehen deren Lebensinhalt darin besteht Männer wie saftige Thanksgiving-Truthähne auszunehmen.

That's life
 
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  • #30
Ich möchte gerne wieder heiraten, sofern mir ein abhängigkeitsfreier Mann begegnet, der mit mir in der zweiten Lebenshälfte angekommen, das Leben geniessen will.

Ich bin mir bewusst, dass Heirat ein Geschäftsvertrag mit einem mir fremden Menschen ist und würde dies jedoch nur mit Ehevertrag gegenzeichnen.
 
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