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Gast

  • #61
Die Positionierung des Vaters ist eindeutig hin zu seinem Sohn.
Die Argumentation ist, dass ich erwachsen bin und Verstaendnis fuer ein Kind aufzubringen habe..
Mit dem Sohn selbst habe ich geredet und derzeit sitze ich wieder vorne.
Aber irgendetwas ist kaputt gegangen, in mir.
(FS)
 
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  • #62
Warum sind die Busse in Ostfiesland 18m breit und nur 2m lang ; damit alle vorne sitzen können. Wegen so einer Banalität ein Ultimatum auszusprechen, kleinlicher geht's nimmer. Wir sitzen mal so mal so, lass mal die Tochter fahren und sitz dann meist mit der Freundin hinten, der kleine Bruder sitzt vorn, oder meine Freundin fährt und meine Tochter daneben damit sie über Frauenthemen schwatzen können, hat noch ne Streit gegeben.....
M
 
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  • #63
Die Positionierung des Vaters ist eindeutig hin zu seinem Sohn.
Die Argumentation ist, dass ich erwachsen bin und Verstaendnis fuer ein Kind aufzubringen habe..
Mit dem Sohn selbst habe ich geredet und derzeit sitze ich wieder vorne.
Aber irgendetwas ist kaputt gegangen, in mir.
(FS)[/QUOTE

Das finde ich jetzt etwas arg theatralisch. Das kann ja auch nicht der ganze Inhalt des Abends gewesen sein. Wie war der Abend denn davor? Wie sind die Söhne sonst so? Du wärest klug beraten gewesen dein Ego zu bändigen und über die Sache GAR NICHT nachzudenken. Es ist kein Problem mal hinten zu sitzen. Es ist auch keine Frage des künstlich herbeigegrübelten "Ranges", weil du nicht die Mutter bist. Du tust gerade so als hätte man dich nicht mitnehmen wollen. Einfach nah hinten setzen und mitfahren. Das wäre für mich normal.
15 ist noch ziemlich pubertär. Irgendwo sind sie da auch noch Kind, das erkenne ich sogar als kinderlose. Hast du als Kind nie drauf gewartet, das endlich der Tag kommt wo du einmal vorne sitzen darfst? Ich durfte bei meinem Opa im Simca erst sehr spät nach vorne wegen der Sicherheit. Kindersitze gab es ja auch nicht. Da war ich dann mit 11 oder 12 und ewig drauf fixiert das keiner mitkam dass ich bloß vorne sitze. Wegen der Aussicht. Wir schreiben aber heute das Jahr 2013. War der Abend schon auch vorher leicht verkorkst und mit kleinen Machtkämpfchen angereichert, wäre Toleranz und Nachsicht erst Recht das Mittel gewesen den Wind aus den Segeln zu nehmen, dass man dich damit nicht packen kann. Mir wärst du schnell zu stressig. Du kannst dich nicht locker einfügen, bist nicht im Fluss und versuchst an so einer Stelle in einer 15 Jahre gewachsenen Eltern-Kind-Gemeinschaft was aufzubohren um deinen Platz zu markieren. So wird das nichts. Man soll sich sicher nicht alles gefallen lassen, aber das mit dem vorne sitzen ist Kokolores. Darauf kommt es im Leben nicht an.
w46
 
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  • #65
Glaubst Du nicht, dass Du hier stark überdramatisierst? Du hast Deinen Willen durchgesetzt und darfst vorne sitzen (wie die großen). Damit würde ich es an Deiner Stelle gut sein lassen.
Mit der Loyalität ist es wie mit einer Schwangerschaft, ganz oder gar nicht. Der Mann war nicht loyal gegenüber der Frau und sie muss befürchten, dass er diesen Charakterzug eben nicht hat. Die Frauen, die hier die "Mit mir kann man Pferde stellen, ich würde das nicht tragisch nehmen"-Sprüche klopfen, dürften entweder nicht so sensibel sein oder schlechtes Benehmen gewöhnt. Ich finde es gut, wenn eine Frau darauf Wert legt, loyal und achtungsvoll behandelt zu werden. Es gibt reichlich Männer, die das einer Frau - wenn sie es denn wert ist - auch bieten.
 
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  • #66
Mit dem Sohn selbst habe ich geredet und derzeit sitze ich wieder vorne.
(FS)
Hallo,
erstmals muss ich ein Lob aussprechen, dass du dich mit dem Sohn in einem Gespräch einigen konntest. In meinen Augen hast du damit gezeigt, dass du über weitreichendere Kompetenzen im Bereich der Erziehung als der leibliche Vater selbst verfügst. :) Gut gemacht.

Aber irgendetwas ist kaputt gegangen, in mir.
(FS)
Wenn ich an deiner Stelle wäre, würde mich unheimlich stören, dass mein LG mich nicht ernst nimmt. Ich erwarte von meinem LG, dass er spätestens, nach dem ich mein Problem verbalisiert hätte, mich unterstützt. Es spielt dabei keine Rolle, um was für eine Kleinigkeit sich hierbei handelt. Er soll mich einfach nur ernst nehmen, wenn mich etwas sehr stark belastet. Dein LG hat das nicht getan. Vielleicht geht es dir ähnlich. Ich würde auch an deiner Stelle „dieses kleine im Stich lassen“ mit meinem Partner kommunizieren.
#19
 
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  • #67
Mit der Loyalität ist es wie mit einer Schwangerschaft, ganz oder gar nicht. Der Mann war nicht loyal gegenüber der Frau und sie muss befürchten, dass er diesen Charakterzug eben nicht hat..
Er hat ja nur 2 Möglichkeiten: Loyalität entweder der Frau oder dem Kind gegenüber.
Im Idealfall haben beide bei ihm die gleichen Rechte. Alles andere ist falsch.
Ich hätte einfach gesagt: Wer zuerst vorne sitzt bleibt auch da.
Ärgerlich für den Mann ist wohl nur, dass er jetzt, nach dem Verhalten der Frau zu schliessen, anscheinend 3 Kinder hat.
 
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  • #68
Die Sache ist doch klar: der beste Platz im Auto steht der Frau zu. Punkt.

Man könnte allerdings darüber streiten, welcher Platz der beste ist, und das hängt vom Auto ab. Im Taxi zum Beispiel sitzt der Fahrgast ja auch hinten, es sei denn, er selbst will es anders. Wenn es also eine bequeme viertürige Limousine ist, würde ich als Frau darauf bestehen, hinten zu sitzen. Damit hätte sich dann auch jeglicher Streit ganz diplomatisch erledigt. Anders sieht die Sache natürlich bei einem engen Zweitürer aus, hier muß der Mann ganz einfach ein Machtwort sprechen und dem Sohn erklären, wie man sich einer Dame gegenüber zu benehmen hat!
 
  • #69
Ich finde es gut, wenn eine Frau darauf Wert legt, loyal und achtungsvoll behandelt zu werden.
Und umgekehrt? Ich muss mal ganz offen sagen: Neu in eine Familie kommen - und dort den Mogo machen, als ob man Chef des Ladens wäre - ganz ehrlich? Eigentlich ein No-Go... Das würde ich von männlicher Seite aus nicht tolerieren - aber von weiblicher Seite aus auch nicht! Meine Güte, was für ein Gedätz nur um einen Sitzplatz im Auto - und deswegen, weil ein 15jähriger junger Mann, der hier oft als "Bengel" "Pubertierender" oder sogar als "Rotzlöffel" bezeichnet wird, es gewagt hat, sich im Auto neben seinen Vater zu setzen und Madame hätte hinten sitzen müssen... Ich freue mich für Euch, wenn das Euer Problem ist. Ich habe neulich bei Facebook ein sehr erschütterndes Bild gesehen, von einem Mann, der nur noch aus Haut und Knochen bestand, nicht einmal Kleidung besitzt und nur noch kriechen konnte. DAS ist ein Problem, alles andere ist Jammern auf hohem Niveau!
 
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  • #70
Klasse das ist der ultimative Nervensägen Aussortiertest.Ich suche keine kultivierte Dame , die sich als Ranghöchste definiert, Loyalität und Achtung im Beifahrersitz verortet, Ein Elefantengedächnis für Kleinkram hat und das Theater als Laiendarstelerin im Auto auffführt.
Bin froh dass ich ein schlichtes Wesen an der Seite habe der sowas schlicht wurscht ist und die sich ihre (beträchtlichen) Kräfte für sinnvollere Kämpfe aufspart.
M52
 
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  • #71
Die Positionierung des Vaters ist eindeutig hin zu seinem Sohn.
Die Argumentation ist, dass ich erwachsen bin und Verstaendnis fuer ein Kind aufzubringen habe..
Und da hat er auch Recht.
Das Problem ist wohl, dass du selbst keine Kinder hast und daher auch wenig Einfühlungsvermögen in Sachen Kinder. Kinder bedeuten immer auch Rücksichtnahme, das lernen Eltern schon vom ersten Tag an. Klar müssen Kinder auch Rücksichtnahme lernen, aber nicht so !!! Und vor allem nicht dann, wenn vom Erwachsenen nichts kommt.
 
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  • #72
EineR schrieb hier: es ist kein Liebesbeweis fuer das Kind, wenn man die Partnerin beleidigt.
Das ist es irgendwie..woran ich knabbere.
Hier beim Thema geht es nur um die Situation, wer sitzt vorne und wer hinten.., es laesst sich jedoch auch auf andere Bereiche erweitern.

Ich akzeptiere eine freiheitliche Erziehung, auch, dass dem Vater der Wille seiner Kinder sehr wichtig ist. Wenn dadurch jedoch mein Leben beschnitten wird, dann gibt mir das zu denken und an diesem Punkt bin ich angekommen.
(FS)
 
  • #73
@FS:.

- Zum einen
erleichtert die Einhaltung von Höflichkeitsregeln nun mal das Zusammenleben ungemein und darf ruhig als selbstverständlich angesehen werden.
Sich grüßen, nicht drängeln (sondern Schlange stehen), anklopfen (statt einfach zur Tür herein platzen, auch im Kinderzimmer!) und eben als Paar nebeneinander sitzen zu können.

- ... und zum anderen: Gerade Letzteres ist ein wichtiges Signal, gerade für die Kinder, wenn die neue Frau an der Seite des Vaters noch nicht wirklich akzeptiert ist, oder sie sogar von ihnen abgelehnt wird.
Gerade dann ist es anstrengend, wenn solche Selbstverständlichkeiten ständig neu eingefordert werden müssen. (und dazu noch überflüssig)

"Hier ist meinen neue Partnerin, sie gehört an meine Seite", dieses unausgesprochene Signal wäre in dieser Situation wirklich wichtig gewesen und hätte Klarheit und Ruhe geschafft.

Nein, liebe FS, du warst nicht "zickig" in der beschriebenen Situation. Du hast einfach nur instinktiv gemerkt, dass da etwas nicht in Ordnung ist, und so fühle ich es auch. Ob dieser Mann ebenfalls instinktiv etwas demonstrieren wollte, weiß ich natürlich nicht, glaube es aber schon.

Wie auch immer, es war zumindest sehr ungeschickt von ihm, diese Situation nicht als ganz simple Demonstration deiner Wertschätzung zu nutzen. - Dies hat nämlich rein gar nichts damit zu tun, dass natürlich(!) für jeden Vater die Kinder das Wichtigste sind.
 
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  • #75
Liebe Fragestellerin,
es hat doch nichts mit "Rücksichtnahme" oder gar mit Eltern-Liebe zu tun, einem Kind alles durchgehen zu lassen. Ein 15-jähriger Junge hat das "Recht", sich schlecht zu benehmen, er ist ja erst 15 und er versucht es eben.
Dann werden alle Register gezogen: Geschrei, Tränen, Bauchweh....mal gucken, ob es wirkt.
So ticken Kinder eben.

Es ist die Aufgabe der Eltern, den Kindern angemessen und liebevoll Grenzen zu setzen und ihnen Umgangsformen beizubringen. Von alleine wissen die Kinder das doch nicht.
Gutes Benehmen hat nun wirklich noch niemandem geschadet ! Mit schlechtem Benehmen allerdings schadet man sich im Leben sehr leicht.

Bei Euch liegt der Hase vermutlich woanders im Pfeffer.
Dein Freund hat sich von seiner Familie getrennt. Vielleicht hat er dauernd ein schlechtes Gewissen seinen Kindern gegenüber. Das geht vielen geschiedenen Männern so.
Das schlechte Gewissen verleitet ihn dann dazu, den Kindern allzu großzügig zu begegnen und ihnen zu viel zu erlauben.
Vielleicht hat er auch Angst, dass sein Söhne ihn gar nicht mehr besuchen kommen, wenn er ihnen "Ärger macht".

Ich kann Deine Kränkung gut verstehen, aber vielleicht versuchst Du mal, die Motive Deines Freundes zu ergründen. Vielleicht geht das Ganze gar nicht wirklich gegen Dich ?

Alles Gute für Euch zwei (drei, vier)
w55
 
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Gast

  • #76
Hat alles was mit Erziehung zu tun. Normalerweise sitzt der ältere vorne. Wenn mein Ex seine betagte Mutter mitgenommen hat bin ich selbstverständlich nach hinten gegangen.

Ich kann diese Entschuldigungen von Eltern nicht mehr hören, wenn sie nicht der Lage sind ihre Kinder richtig zu erziehen dann sollen sie einfach die Klappe halten. Ich würde mich auch nicht nach hinten setzen und die Kinder thronen vorne. Da geht es doch ganz klar um Machtdemonstration des Sohnes, darauf hätte ich gar keinen Bock.

Der Sohn gehört nach hinten und fertig, diese "alles verstehenden Eltern" die glauben alles richtig zu machen nerven mich gewaltig.

Und noch was , ich habe nichts gegen Kinder wenn sie richtig erzogen werden, aber die meisten Eltern bekommen das doch heute gar nicht mehr hin. Sie sind zu Sklaven ihrer Kinder geworden.

w46
 
  • #77
"Hier ist meinen neue Partnerin, sie gehört an meine Seite", dieses unausgesprochene Signal wäre in dieser Situation wirklich wichtig gewesen und hätte Klarheit und Ruhe geschafft.

Nein, liebe FS, du warst nicht "zickig" in der beschriebenen Situation. Du hast einfach nur instinktiv gemerkt, dass da etwas nicht in Ordnung ist, und so fühle ich es auch. Ob dieser Mann ebenfalls instinktiv etwas demonstrieren wollte, weiß ich natürlich nicht, glaube es aber schon.

Wie auch immer, es war zumindest sehr ungeschickt von ihm, diese Situation nicht als ganz simple Demonstration deiner Wertschätzung zu nutzen. - Dies hat nämlich rein gar nichts damit zu tun, dass natürlich(!) für jeden Vater die Kinder das Wichtigste sind.
Tja, und genau da sehe ich das Problem der FS.

Wenn von Seiten des Mannes klar, eindeutig und konsequent nach ALLEN Seiten signalisiert würde, dass dies nun die neue Partnerin an seiner Seite wäre, müsste sie keine solchen Miniatur-Kriege führen um durch körperliche Demonstration diesen Platz zu erstreiten. Nein, es wäre einfach klar, wohin sie gehört und sie würde sich sicher fühlen.

Liebe FS, gibt es denn noch weitere Gelegenheiten, bei denen Du Dich unwohl fühlst? Denk mal gründlich nach, horch in Dich hinein! Ich bin mir sicher, dass Deine Empörung in diesem Fall quasi stellvertretend statt fand- aber das kannst nur Du herausfinden, ob meine Vermutung stimmt.

Übrigens hat w55 in #74 noch einmal gut die Einschätzung, dass der Vater aus einem schlechten Gewissen heraus nicht wirklich seine Aufgabe als Erzieher wahrnimmt, formuliert. Keine gute "Gemengelage", aber leider sehr häufig...
 
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  • #78
Also mit jemanden, der sich so verhalten würde und schon im Auto alles auf Rangkämpfe reduziert, würd ich nicht mal ein längeres Gespräch führen wollen.
 
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  • #79
Die Rangkämpfe kommen aus der Beziehung. Da stimmt es nicht.
Sonst gäbe es dieses Thema nicht.
 
  • #80
In Beziehungen kann es durchaus desnicht stimmen, weil Partner eifersüchtig sind und die vorhandenen Kinder am liebsten wegbeissen wollen. Diese merken das natürlich - und die Probleme sind vorprogrammiert. Bei albernen Rangkämpfchen wäre bei mir sofort die Schublade zu.
Da fällt mir nur noch der Song von Farin Urlaub ein... "dann bleibst Du halt zuhause und ich geh alleine hin..." (... das Leben kann so schön sein, wenn man sich nicht stressen lässt...) Ich denke, der Mann und seine Kinder sind ohne zusätzlichen Beziehungsstress und ohne konstruierte Standesdünkel besser dran. Ohne Stress zu leben verlängert die Lebensdauer enorm!
 
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Gast

  • #81
Oft sind so nach außen hin unbedeutende Situationen ja symbolisch für generelle Schieflagen. Im Fall der Fragestellerin scheint es so zu sein, dass ihr Partner seinen Kindern gegenüber nicht »klar gemacht« hat, welchen Stand sie haben oder auch nicht haben, und dass es eben nun eine nun Co-Cheffin gibt, der mit dem gleichen Respekt begegnet wird, wie dem Vater selbst - ohne Diskussion, Machtkampf ausgeschlossen. Auch wenn die neue Partnerin vielleicht selbst etwas zickig ist, gilt es, sich loyal vor sie zu stellen.

Es gibt Beziehungen, da sind diese Machtkämpfe zwischen den Kindern eines Partners und dem anderen Partner kein Problem. Weil deutlich mit den Kindern geredet wird, dass man jetzt nicht mehr allen Chef ist, sondern dass es jetzt noch eine Co-Cheffin gibt, dass es keinen Zweifel daran gibt, dass beide Herr im Hause sind, dass es jedoch ebenso keinen Zweifel an ihrer Stellung als geliebte Kinder gibt und nie geben wird.
Erfolgt diese deutliche Ansprache nicht, z.B. weil der Vater der Kinde nicht »den Ars*h im der Hose hat«, sich loyal hinter seine neue Partnern zu stellen, weil er ein latent schlechtes Gewissen seinen Kindern gegenüber hat, oder weil er selbst nicht der Höfichste ist, dann zieht sich dieses Verhalten vermutlich durch die ganze Beziehung. So ähnlich kommt mir das bei der Fragestellerin vor. Mit so einem Leben ab 5. Rad kann man sich vielleicht arrangieren, ich wünsche es jedoch keinem. Mag sein, dass eine längere Aussprache hilft, der dann aber auch schnell und nachhaltig Taten folgen müssen. Wortreiche Liebeserklärungen reichen nicht.

Mangelnde Loyalität der Partnerin gegenüber in Alltagsdingen ist keine Kleinigkeit. Und die Fragestellerin muss sich in so einer Situation natürlich fragen, ob man eine Beziehung mit solchen vom Vater geduldeten bzw. in Lächerliche gezogenen Kindermachtkämpfen übehaupt führen möchte und nicht evtl. wertvolle Jahre vertut. Manchmal ist das Ende mit Schrecken besser als der Schrecken ohne Ende.

Diese kleinen Alltagssituationen wie z.B. die Platzverteilung im Auto wirken nach außen hin ja immer so banal und im der Sache eher unbedeutend. Entsprechend tendiert der Rat von Außenstehenden - wie hier auch einige Statements - oft im Richtung: »Bagatelle, Banalität, nicht Wert, sich drüber aufzuregen. Wer's tut ist zickig, kindisch, hat mangelnde Souveränität. Hab' Dich nicht so. Der Klügere gibt nach.«
Diese Art der Argumentation verniedlicht den Grundkonflikt der mangelnden Loyalität des Partners. So ein Grundkonflikt ist nie eine Banalität und diese Verniedlichung ist die Vorform des Schönredens (und dann oft Ertragens).

Den Konflikt der Fragestellerin habe ich ein einmal in einer (auch deswegen) nur recht kurzen Beziehung gehabt. Seitdem habe ich Personen mit nicht erwachsenen Kindern (und auch dort habe ich sehr genau die Lage geprüft) aus meiner Partnersuche ausgeschlossen, was sich im Nachhinein auch sehr gut bewährt hat.
 
M

Mooseba

  • #82
Wer sitzt im Auto vorn, die Freundin oder der Sohn?

Mein Teddy Bismarck.
 
G

Gast

  • #83
Ich verstehe nicht, weshalb auch noch Verständnis für Partner der Freundin entgegengebracht wird, sein Verhalten ist unter aller Kanone und zeigt, wieviel Wertschätzung er seiner Partnerin entgegenbringt...

Kinder und Jugendliche haben hinten im Auto zu sitzen, ohne Diskussion. Mein mittlerweile 16-jähriger Neffe (184 cm groß) muss hinten sitzen bzw. mich vorher um Erlaubnis bitten, ob er vorne sitzen darf und nimmt das anstandslos zur Kenntnis, wenn wir zu dritt unterwegs sind.

Wir durften früher als Kinder auch nie vorne sitzen, wenn wir mit den Eltern unterwegs waren.

Ich kann die FS sehr gut verstehen.

w
 
G

Gast

  • #84
Ich akzeptiere eine freiheitliche Erziehung, auch, dass dem Vater der Wille seiner Kinder sehr wichtig ist. Wenn dadurch jedoch mein Leben beschnitten wird, dann gibt mir das zu denken und an diesem Punkt bin ich angekommen.
(FS)
Kann ich gut verstehen. Ein Vater, dem seine Kinder wichtiger sind als sein neues Leben mit einer neuen Partnerin, der wäre auch nichts für mich.
Nicht falsch verstehen: natürlich sollen die Kinder dem Vater immer wichtig sein. Nur: wenn er eine neue Partnerin hat, mit der er *alt werden will*=es alles super passt, würde ich das nicht sofort kaputtmachen, nur weil ich den trotzigen Pubertätslümmel bei Laune halten will.
Mein Mann hat aus erster Ehe zwei Kinder, die uns jederzeit willkommen waren (und sind, sind aber jetzt weniger da, weil sie in einer anderen Stadt studieren). Für ihn kam ICH an erster Stelle und wir haben nie Machtkämpfe darüber geführt, wer wann wo sitzen darf. Die Kinder sind auch gut erzogen, sie hätten nie Stress gemacht und unbedingt nach vorne gewollt. Die haben sich einfach bei uns angepasst und alles ging gut. Mein Mann hat deutlich gemacht, dass er hier ein neues Leben mit mir führt, an dem sie gerne teilhaben können. Und es war gut so. Hätte er nach der Pfeife seiner Exfrau getanzt, wäre es nicht gutgegangen mit uns.
 
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Gast

  • #85
Ich fahre selbstverständlich und sitze dadurch automatisch vorne. Mein Freund muss sich mit seinen Söhnen einigen wer wo sitzt.
 
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Gast

  • #86
Ich bin so froh, dass wir meist mit den Velos unterwegs sind, ein Tandem kommt mir nach dieser Lektüre aber keinesfalls ins Haus!
 
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Gast

  • #87
Liebe FS,
es ist nicht leicht, sich als neues Mitglied in eine Familie einzufügen.
Man muss nicht nur die Beziehung mit dem neuen Lebenspartner aufbauen, sondern mit jedem Familienmitglied ein eigenes Verhältnis finden.
Man muss auch sehen, dass die Kinder bereits eine Mutter haben und nicht gerade auf dich gewartet haben werden.
Mit einem neuen Familienmitglied ändern sich auch die Verhältnisse der bisherigen Familienmitglieder untereinander. Das alles braucht Zeit. Das kann man nicht von Anfang an administrativ festlegen. Der Vater wird jetzt weniger Zeit für seine Söhne haben. Für sie sieht eure Beziehung also nach Verlustgeschäft aus. Warum sollten sie dich vorbehaltlos akzeptieren? Warum sollten sie widerspruchslos ihren "angestammten" Platz für dich räumen?
Da ist jemand seit 15 Jahren Sohn und nun kommt Papa mit einer neuen Frau ums Eck und sagt: "So, das ist meine neue Frau und ihr macht ab sofort was sie sagt."
Würdest du das in diesem Alter widerspruchslos hinnehmen?
Du bist die erwachsenere von euch beiden und solltest die größere soziale Kompetenz haben. Sei auch die vernünftigere! Du wirst dir seine Zuneigung und seinen Respekt ein wenig erarbeiten müssen. Der heranwachsende hat seine eigene Art sein Verhältnis zu dir zu entwickeln. Er testet unter anderem seine und deine Grenzen. Du bist eine gestandene Frau mit der dreifachen Lebenserfahrung eines Pubertierenden. Lass dich nicht ins Bockshorn jagen! ;)
 
  • #88
Phasenweise der Hund, weil es ihm hinten übel wird ;-)

Ich (w/40) biete häufig meiner 11-Jähriger Nichte den vorderen Platz an, weil ich weiss, dass es ihr hinten sehr schnell übel wird. Wir gehen das pragmatisch vor: bei wem die Gefahr zu Erbrechen am grössten ist, der darf vorne sitzen ;-)
 
  • #89
Irgendwie ist es mir sehr sympathisch, dass der Mann sich anfangs nicht entscheiden kann, wem er den Vorang lässt. Die eine ist die Frau, die ihm vieles bedeutet, der andere sein Junge, den er nicht immer sehen kann, für den er immernoch eine Verantwortung trägt.

Ich würde mich als Frau dieses Mannes bei der Sache nicht einmischen. Denn der Junge ist 15 und ihm geht es vielmehr als nur um den Autositz und während ich mir den Mann aussuche und auch seine Liebe mir nehme, hat er nur einen Vater und ist auf seine Liebe angewiesen, um daran zu wachsen. Ich würde wollen, dass er sieht, dass sich sein Vater ab und zu für ihn entscheidet, dass die neue Frau nicht absolut über ihn steht.

Bei wichtigeren Dingen würde ich einschreiten. Die Autofahrt ist aber eine Kleinigkeit, vielleicht würde ich sogar Kompromiss eingehen, Hinfahrt er, Rückfahrt ich. Vielleicht würde ich ihm einfach sagen, dass hinten-rechts sowieso der VIP-Platz ist - oder hat er jemals "jemand wichtiges" (ersetze das mit beliebigem Namen von jemanden, den er cool findet) gesehen, der auf dem Beifahrersitz und nicht hintenrechts gesessen hat.
 
  • #90
Oh, das ist mir vorher gar nicht aufgefallen - der Sohn wohnt also gar nicht beim Vater, und dann macht die jetzige Partnerin so ein Fass auf? Na, das nenne ich mal Hackordnung ausfechten vom Allerfeinsten, knickerige Revierkämpfchen von Seiten einer Erwachsenen - es ist sehr traurig dem Jungen gegenüber, eine traurige Persiflage von jemandem, der offenkundig damit nicht zurecht kommt, dass der Partner Kinder mit einer anderen Frau hat...