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  • #1

Werben oder Finale - was findet ihr reizvoller?

Was findet ihr reizvoller? Das „Finale“ (der Sex an sich), oder das Werben davor?

Keine Frage, Sex ist was gaaanz Wunderbares! – Aber kann die aktive „Werbephase“ davor, das Flirten, die heißen sehnsuchtsvollen Blicke nicht genauso prickelnd (wenn nicht sogar noch einen Ticken aufregender ) sein, wenn die Schmetterlinge im Bauch Purzelbäume schlagen, wenn man sich richtig anziehend findet, es aber (noch) nicht zum Sex kommt?

Wie wichtig ist euch denn das Begehren, das Buhlen, das Werben des Partners, Komplimente, „zufällige“ Berührungen, also diese ganzen Spielchen, die darauf abzielen, in näheren Körperkontakt zu kommen?

Legt ihr darauf eher weniger Wert und kommt lieber ohne "Umwege" schneller zur Sache, oder ist für euch Vorfreude die schönste aller Freuden?
 
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  • #2
Für die Frau ist das Buhlen was feines, für den Mann nicht. Man(n) kommt sich dabei minderwertig vor.
 
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  • #3
Ich hatte noch nie einen ONS und möchte das auch nicht. Das ist für mich eine ganz schlimme Vorstellung, dass ich auf diese Spannung verzichten sollte, die sich so langsam aufbaut.
Ich genieße es, wenn man sich langsam kennenlernt und sich bei jedem Date ein wenig näher kommt. Und dann ist da der Höhepunkt, der erste Sex, der diese Spannung dann auflöst.
Herrlich

w 58
 
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  • #4
Was für eine Frage !
Ungefähr so wie:
Was magst du lieber:
Tag oder Nacht?!
eines ist ohne das andere irgendwie sinnlos?!
Wenn mir der Mensch bekannt und viel Wert ist:
- Sex ist das Ziel und das wichtigste, das andere ist in der Beziehungsanbahnung

Da ich niemand bin, der sein Ego mit ständig neuen Kontakten aufzubauen hat, ist es auch der Sex, der mir häufiger begegnet ( in einer Langzeitbeziehung)
Das Vorgeplänkel gehört in die Phase des frisch verliebt seins..
( wer lange Partnerschaften hat, wird diese wohl nicht so häufig empfinden..)
 
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  • #5
Ich hatte noch nie einen ONS und möchte das auch nicht. Das ist für mich eine ganz schlimme Vorstellung, dass ich auf diese Spannung verzichten sollte, die sich so langsam aufbaut.
Ich genieße es, wenn man sich langsam kennenlernt und sich bei jedem Date ein wenig näher kommt. Und dann ist da der Höhepunkt, der erste Sex, der diese Spannung dann auflöst.
Herrlich

w 58

DAS muss bei einem ONS nicht viel anders sein, außer, dass halt alles im Zeitraffer abläuft. Das gil für den eventuellen katzenjammer danach übrigens genauso, mal abgesehen davon, dass er nunmal um ein Vielfaches wahrscheinlicher ist.

:-(

M.
 
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  • #6
Ganz klar die Werbephase!
Ich(w) breche mittlerweile oft ganz kurz vor DEM Date ab, weil der Sex dann zu oft enttäuschend ausfiel oder die Männer dann eingebildet und kühl wurden.
Ich finde das Prickeln toll. Den Orgasmus bekomme ich alleine besser hin-garantiert:))
 
  • #7
Bei mir ganz klar auch das werben. Es ist einfach ein schönes Gefühl, jemanden „heiss“ zu machen, man fühlt sich begehrt, schreibt sich heiße E-Mails, träumt vom nächsten Treffen. Nichts macht mich mehr an, als zu wissen, ER begehrt mich und das Verlangen wird immer größer. Das Finale wird dadurch erst recht gigantisch.
w/37
 
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  • #8
Es kommt auf den Mann drauf an :)

Das Werben beflügelt meine Seele, sofern es mit Gefühlen verbunden ist, und regt meine Phantasie und Sehnsucht an, der erste Sex kann nochmals gefühlsintensive werden, sofern zuvor Emotionen im Spiel waren und der Mann sich als Könner seines Faches erweist. Könnte aber auch die völlige Katastrophe sein - alles schon erlebt.

w
 
  • #9
Ganz klar die Werbephase!
Ich(w) breche mittlerweile oft ganz kurz vor DEM Date ab, weil der Sex dann zu oft enttäuschend ausfiel oder die Männer dann eingebildet und kühl wurden.
Ich finde das Prickeln toll. Den Orgasmus bekomme ich alleine besser hin-garantiert:))

sie werden nur gerne umworben. das ist nachvollziebar. Aber sie wollen nur noch umworben werden. Ohne den Rest einer Beziehung.
Das ist in ihrem Interesse nicht sinnvoll.

ihre Rationalisierung ist nicht logisch. Sie können Sex ja erst nach dem Sex beurteilen. Das kriegt man vor dem ersten Date auch nicht raus. Sie wollen nur eine Begründung für ihre Aufmerksamkeitssammlung.
 
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  • #10
oder ist für euch Vorfreude die schönste aller Freuden?

Es geht mir (M) gar nicht so sehr um die Vorfreude auf Sex, weil es mir bei einer Frau generell nicht nur um das Erotische geht. Es gibt doch sooo vieles, was entdeckt werden will. Und erst wenn ich so viel entdeckt habe, daß ich weiß, mit dieser Frau möchte ich alt werden, regt sich überhaupt erst das Interesse an Sex. Es muß auch nicht gleich die erstbeste Gelegenheit sein, im Gegenteil, ich mag es gar nicht, wenn alles so vorhersehbar ist. Oder soll ich eine Frau, die sich wohlig bei mir ankuschelt und darüber einschläft, etwa aufwecken nach dem Motto: heh, wir hatten für heute doch Sex geplant?
 
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  • #11
Was finden Sie reizvoller:

Das Essen zu bestellen oder das Essen zu essen?
Eine Werbeanzeige zu schalten oder einen neuen Kunden zu begrüßen?
Zu merken, dass es mit der Erkältung bergauf geht oder wieder gesund zu sein?
Fensterputzen oder rauszuschauen?
Kofferpacken oder zu verreisen?
Die Proben oder die Aufführung?
Opposition oder Regierung zu sein?

Sterben ist auch viel besser als tot zu sein.
 
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  • #12
Die Frage nach dem Entweder Oder stellt sich gar nicht. Ohne Werben ist das Finale schal, und die Wahrscheinlichkeit, dass es eines gibt, sehr gering.
Die Vorfreude wiederum intensiviert das spätere Erleben, das Warten potenziert die Freude, wenn das Erwartete eintritt. Im Werben besteht die Möglichkeit, sein Innerstes nach außen zu kehren und die Qualität des eigenen Anspruchs zu demonstrieren. Diese ersten Gesten des Kennenlernens graben sich tief in die Seele ein und bleiben unvergessen.
Je länger diese Phase dauert, je mehr man investiert, desto größer ist i.d.R.die Wertschätzung, wenn man sein Ziel erreicht.
Man kann den Zeitrahmen auch sprengen. Eine überreife Frucht ist ebenso ungenießbar wie eine unreife.
Einer, der sich ewig Zeit lässt mit dem Antworten, ist nicht genug interessiert. Er investiert nichts.
Es gibt wiederum die Erlebnisse, wo zwei sich innerhalb von Sekunden magisch voneinander angezogen fühlen und gleich loslegen könnten. Gibt man sich hier trotzdem die Zeit, ein paar Schritte aufeinander zuzugehen, entsteht diese wunderbar prickelnde Spannung..
Einen Mann, der diese Gesetzmäßigkeiten des Anbandelns nicht einhält, nehme ich nicht ernst. Ich habe einen sehr unsanft in seine Grenzen gewiesen, als er gerade erklärt hatte, wie gut wir doch zueinander passen würden :( Ihm fehlten definitiv Gespür und Wille für die Magie des Moments.

Ich sage also "ja" zum kunstvollen Werben und einem nicht weniger beflügelnden Finale!
 
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  • #13
#9 Gast, schön diese Worte von einem Mann zu lesen.

Ich finde gerade diese Spannung sehr wichtig, auch für die weitere Beziehung. Das kann man sich lange erhalten, wenn beide etwas tun dafür.

Ein Mann, der das nicht genießen kann und will, der kommt nicht in Frage.

Eben, weil es da noch so viel mehr als Sex gibt.
 
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  • #14
Mit dem klassischen Umwerben habe ich so meine Probleme.

Idealtypischerweise lernen Mann und Frau einander durch gemeinsame Hobbies, den Freundeskreis oder durch die Arbeit Stück für Stück kennen. Anfangs mag dabei schon ein rein körperliches Interesse vorhanden sein (bestenfalls beiderseits), aber in der Regel braucht das Kennenlernen eine gewisse Zeit und ist ohne jeden Zweifel Grundvoraussetzung für das Verlieben. Ist dieser Punkt erreicht, trifft man sich im Privaten und das Werben umeinander wird im Grunde überflüssig (natürlich nicht in einer evtl. Beziehung, nur während des Kennenlernens) - schließlich mag man einander ja schon.

Das typische Umwerben kommt eigentlich nur zum Tragen, wenn man sich nur flüchtig bzw. kaum kennt (bspw. aus einer Bar oder aus der Singlebörse) und einer der Beiden den anderen für sich gewinnen will (traditionell der Mann). D. h. das Werben umschreibt Bemühungen, die das Gegenüber überzeugen möchten resp. das Interesse wecken sollen. Selten ist das Interesse aneinander von Anfang an in etwa gleichgroß, weshalb das Umwerben meist einseitig verläuft. Dabei entsteht ein Machtgefälle, an dessen einem Ende der Werbende (meist der Mann) und an dem anderen der Umworbene (meist die Frau) steht. Toll für den Umworbenen, weniger günstig für den Werbenden (-> "Bittstellerposition"). Besonders demütigend wird es, wenn sämtliche Bemühungen fruchtlos bleiben. Denn wer gibt sich schon gerne Mühe ohne im Anschluss einen Erfolg verbuchen zu können?

Erschwerend kommt hinzu, dass, entgegen sämtlicher Behauptungen im Forum, das Umwerben nicht wohlwollend bewertet, sondern als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt oder schlimmstenfalls sogar als "Unterwürfigkeit" ausgelegt wird (Werben vermittelt Bedürftigkeit / "Alphas" fliegen die Partner zu, "Betas" müssen sich abmühen). Bedenkt man das o. g. Machtgefälle, so ist diese Sichtweise auch nicht komplett falsch. Gerade für die männliche Attraktivität ist die (ungewollte) Zurschaustellung einer devoten Ader jedoch der absolute Todesstoß für jede Romanze.

Fazit: Ich denke, man (und hier insb. der Umwerbende; meist der Mann) ist mit dem Kennenlernen deutlich besser bedient als mit dem klassischen Werben. Da ich von Letzterem nicht viel halte, gefällt mir "das Finale" natürlich auch wesentlich besser. Das Kennenlernen kann aber genauso reizvoll sein, da hier kein Gefälle entsteht.
 
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