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  • #1

Werde mir Gebärmutter und Eierstöcke entfernen lassen müssen

Hallo,

ich werde mir meine Gebärmutter und meine Eierstöcke entfernen lassen müssen und ich habe Angst davor.
Gibt es hier vielleicht Leute, die das gleiche Schicksal mitmachen mussten und mir sagen können, was sich dadurch ändert?
 
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  • #2
Ich würde diesen Eingriff nur machen lassen, wenn er absolut dringend nötig ist. Das gilt auch für andere Eingriffe im Abdominalbereich wie z.B. einen Kaiserschnitt.

Woran viele nicht denken: Wenn man zu Verwachsungen neigt, können die Spätfolgen nach einer Bauch-OP die Hölle auf Erden sein.

Auch wenn viele Ärzte das verharmlosen: Es sind sehr viele Menschen, vor allem Frauen, von Verwachsungen betroffen. Bei manchen ist es so extrem, dass sie unzählige Darmverschlüsse und OPs hinter sich haben. Oder aber chronische Schmerzen. Alles Folgen eines in der Vergangenheit liegenden chirurgischen Eingriffs.

Verwachsungen kann man nicht einfach weg operieren. Sie werden mit jeder OP schlimmer.

Wenn die OP unausweichlich ist: Achte darauf, dass sich der Chirurg mit Adhäsionsprophylaxe auskennt: gewebeschonende OP-Technik, puderfreie OP-Handschuhe, eventuell Barrierelösungen......

Wenn du "Verwachsungsbauch" googelst, findest du Infos und Selbsthilfe-Foren.
 
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  • #3
Liebe FS.

würdst du uns vll sagen können warum dies geschehen muss. Bist du ernsthaft erkrankt?,sprich
bist du mit einer Krebsdiagnose konfrontiert worden?

W50
 
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  • #4
Magst du uns erzählen, warum diese OP notwendig ist?
Und wie alt du bist?

Du hast die Frage unter "Sexualität" gestellt.
Fragst du dich (und uns), ob und, falls ja, inwieweit der Eingriff auf die Libido und das Erleben der Sexualität für dich und deinen Partner einen Einfluss hat?
 
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  • #5
Mir ist die Gebärmutter laparoskopisch, sprich, ohne großen Bauchschnitt entfernt worden. Grund waren ausgedehnte Myome, die normale körperliche Abläufe voll aus dem Gleichgewicht gebracht haben und sich z.B. der Monatszyklus auf ein Verhältnis 1 zu 3 verschoben hat, was soviel bedeutet, dass ich drei Wochen mit Blutungen zu kämpfen hatte und mir mit viel Glück eine Woche Ruhe gegönnt wurde. Die Schmerzen nahmen zu und mein damals behandelnder Arzt redete nicht lang um den heissen Brei herum, sondern gab mir "technische Fakten" für die Entscheidungsfindung auf den Weg, so dass ich gleich am nächsten Tag entsprechende Maßnahmen einleiten konnte. Die Eierstöcke wurden belassen (da gesund) um weiterhin eine Hormonproduktion zu sichern (solltest du vielleicht mal abklären, ob bei dir auch möglich). Natürlich ist die OP kein Zucker Schlecken und ich hab mich selten so kraftlos und am Boden zerstört erlebt, aber das Resultat, ich würd mal denken schon 14 Tage später, ist einfach eine wirklich neue Lebensqualität, die bis heute anhält und das Ganze ist jetzt 4 Jahre her. Ich bin der kompletten Krankenhaus-Mannschaft dafür äusserst dankbar und lasse auf dieses Krankenhaus nix kommen, sowie empfehle es liebend gern weiter. Lass dich nicht verrückt machen von irgendwelchen Horrorszenarien und verfalle um Gottes Willen nicht in grenzenloses Selbstmitleid, sondern sei einfach nur froh, dass einem so geholfen werden kann. Du wirst spätestens im Krankenhaus viele, viele gleichgesinnte Frauen treffen, die am Anfang alle eine Frage hatten: warum ich? Ach ja, da wär nochwas, die Frage der Fragen.... der Sex ist seitdem wieder himmlisch!
 
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  • #6
Mir ist das zwar nicht passiert, aber ich möchte dir zumindest sagen, dass du absolut sichergehen solltest, ob das wirklich nötig ist. Also mindestens eine Zweitmeinung einholen.
 
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  • #7
Kein/e verantwortungsvolle/r Arzt/Ärztin entfernt heute ohne wirklich gravierende Diagnose - wie z.B. Krebs- die Gebärmutter und die Eierstöcke. Heutzutage gibt es alternative OP-Methoden, die weniger einschneidend und genauso effektiv sind , z.B. die Endometriumablation/Verkochung der Gebärmutterschleimhaut. Warum soll denn der Eingriff überhaupt gemacht werden?
 
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  • #8
Bei wievielen Ärzten warst Du?
Ich würde mir mindestens 3 Meinungen einholen bevor ich mich zu so einer OPentschliessen würde.

Selbst wenn eine ernsthafte Krankheit vorliegt, was ich nicht hoffe.:)
bleibt die Frage ob wirklich auch die Eierstöcke entfernt werden müssen.

Und bitte ! Ärzte sind auch nur Menschen. Frage genau und ruhig 2 oder 3 mal wenn Du etwas nicht verstehst. Aber lass Dir alles genau erklären.
Viel Glück!
 
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  • #9
Ich bin seit fast drei Jahren aus gesundheitlichen Gründen total operiert. Mir geht es sehr gut, die Blase ist noch dort, wo sie hingehört, der Eingriff wurde laparoskopisch durch geführt, also keine grossen Narben. Ich hatte relativ lange Schmerzen, was aber damit zusammen hing, dass verschiedene Muskeln total verspannt waren. Regelmässige Osteopathie half mir supergut! Ich hatte auch nie das Gefühl, einen wichtigen Teil meines Körpers verloren zu haben oder keine richtige Frau mehr zu sein. Das liegt daran, dass ich mich von meinen inneren weiblichen Organen mit einem kleinen Ritual verabschiedet und ihnen für ihre "Arbeit" gedankt habe :) Bis jetzt zeigen sich noch keine Anzeichen der Menopause und die Knochendichte ist optimal. Ein ganzheitlicher Arzt hat mir Progesteroncrème verschrieben, die ich jeweils mo und ab auf meine Unterarme streiche.
Alles Gute!

w, 42
 
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  • #10
habe keine eigenen Erfahrungen dazu.

Frage: Ist dies Therapie wirklich alternativlos? Beschwerden lassen sich mit anderen Mitteln nicht beseitigen?

Frage am besten, wie schon hier geraten, insgesamt 3 Ärzte/innen nach ihrer Meinung, oder sogar 4.

Ich vermute, dass man sich schon ein wenig anders fühlen wird, wenn keine eigene Hormonproduktion mehr stattfindet - wegen der fehlenden Ovarien. - Aber gibt es nicht die Möglichkeit, diese Hormone danach durch Medikamente von außen zuzuführen? Darüber würde ich schon jetzt vorab auch ärztlichen Rat einholen.

Ansonsten kann man wohl nur sagen, das wichtigste ist doch die Beseitigung von Beschwerden oder einer Gesundheitsbedrohung - u. U. lebensbedrohlich - und wenn es keine Alternative gibt (wirklich?) um dieses Ziel zu erreichen, dann muss man die OP machen lassen.

Dann ist es sicher auch gut, sich über die Krankenhäuser, die dafür in Frage kommen, vorab zu informieren, Empfehlungen einzuholen, und sich da auch möglichst etwas gutes herauszusuchen.

Soweit ich weiß, gibt es allein durch die OP, bei normalisiertem Hormonstatus (ggf. durch Medikamente) keine krassen Veränderungen hinsichtlich Sexualität.

w
 
  • #11
Ich kann dich verstehen! Du hast Angst vor der OP an sich und auch vor dem, was danach kommt.
Wenn du und dein Arzt sich wirklich für die Sache entschieden habt, begib dich in die Hände des Krankenhauses. Ich bin überzeugt davon, dass die ihre Sache gut machen, das machen die in den Krankenhäusern übrigens in den weitaus meisten Teilen aller Fälle.
Schone dich hinterher, so lange, wie es der Arzt dir anrät!
Für die hormonellen Veränderungen gibt es Medikamente und freu dich hinterher dran, dass du deinen monatlichen Sch.... nicht mehr hast. Nur Mut, das wird schon1
Da du uns bisher nicht beantwortet hast, wie alt du bist, habe ich dich für Mitte 40 gehalten und entsprechend geantwortet. Solltest du jedoch erst Mitte 20 sein, ist das oben Geschriebene natürlich nicht unbedingt zutreffend!
ich habe mich übrigens wunderbar von meiner Gebärmutter OP erholt, aber leider 10 kg zugenommen seitdem.
 
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  • #12
Also wenn du auch deine Eierstöcke mit entfernen lassen musst, dann scheint es sich um einen Eingriff zu handeln, der wirklich unumgänglich ist. Mir selbst wurde die Gebärmutter plus Gebärmutterhals entfernt. Allerdings wurden bei mir die Eierstöcke erhalten, so dass die Hormonproduktion immer noch funktioniert. Deshalb solltest du vielleicht noch einmal nachhaken, ob die Entfernung der Eierstöcke tatsächlich nötig ist.
Sexuell hat sich bei mir nichts geändert, eher im Gegenteil, ich kann mich jetzt wesentlich befreiter auf meine Sexualität einlassen. Und eine Gewichtszunahme nach der OP habe ich ebenfalls nicht bemerkt. Die OP selbst habe ich gut überstanden, habe keine Nachblutungen gehabt und auch von etwaigen Verwachsungen - was ja gern mal so als Horrorszenario dargestellt wird - auch keine Spur.
Ich möchte dir jedoch empfehlen, mit deinem Gynäkologen, deiner Gynäkologin über deine Ängste zu sprechen. Das Kopfkino, das dadurch ausgelöst wird, kann mehr kaputt machen als die OP an sich.
w/46
 
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