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  • #1

Werden Einsamkeit und Liebebedürfnis von Singles ausgenützt?

Wenn ich mich hier so durch verschiedene Themen durchlese, frage ich mich oft, ob das Bedürfnis nach Liebe vieler Singles hier schamlos ausgenutzt wird. So quasi nach dem Motto unserer Wegwerfgesellschaft. Ich weiß, dies hört sich sehr trist an. Besonders (sorry) scheinen mir Frauen betroffen zu sein. Sie lassen sich in ihrer Gutmütigkeit und Sehnsucht nur allzu schnell auf körperlichen Kontakt ein, in der Hoffnung den Mann dadurch für sich zu gewinnen, und wenn der Mann dann seinen Trieb befriedigt hat, das "Ziel" erreicht hat, lässt er die Frau einfach links liegen. Diese bleibt dann mit vielen offenen Fragen und umsonst investierten Gefühlen zurück. Eigentlich eine Gemeinheit!
Was meint Ihr dazu?
 
  • #2
Deine Frage ist voller Klichées, ähnlich wie viele Antworten hier im Forum. Ich bin hier durchaus auf Männer gestoßen, die ein starkes Bedürfnis nach Liebe und Zweisamkeit haben. Genauso mag ich (w, 49) Liebe und Zweisamkeit, entscheide aber nicht aus Gutmütigkeit oder Sehnsucht, ob ich mit jemandem schlafe oder nicht. Die Zeiten, in denen Männer nur ihre Triebe befriedigen wollen (hey, Überraschung, ich als Frau habe auch welche), und Frauen die armen Hascherl sind, die sich ins Bett legen in der Hoffnung, er bliebe dann bei ihr, gehören doch hoffentlich der Vergangenheit an.

Ich habe hier heute zum ersten Mal nach langer Zeit wieder reingelesen und habe gerade das Gefühl, wir sind wieder in den Fünfzigerjahren gelandet. So eine Zeitreise brauche ich gerade echt nicht.
 
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  • #3
Ich meine dazu, dass mir körperlicher Kontakt in Zeiten der Sehnsucht und Liebesbedürfnis gut tat, egal, ob etwas darauf folgte. Hoffen ist nicht verboten, aber irgendwie ziehen manche Frauen auch kleine Mädchen Schlüsse: Wären sie denn tatsächlich glücklicher, wenn es den Körperkontakt gar nicht gegeben hätte? Dann sollen sie es lassen, nicht der Mann trägt dafür die Verantwortung, dieses kleinmachen, einer erwachsenen Frau finde ich als Frau schlimm. Dann soll sie eben NEIN sagen oder auf Nummer sicher gehen.

Wenn sie allerdings ohne den Körperkontakt noch unglücklicher wäre, und nur hinterher mit den Füßen stampf, weil nicht das Gewünschte daraus wurde, nun, dann kann man nur sagen, das ist ihr Problem. Will sie den Körperkontakt oder nicht? Kann eine Frau so eine Entscheidung nicht alleine treffen, ohne vom Mann betreut zu werden?
 
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  • #4
Die Frau als Opfer, der Mann als Täter - das Liedchen ist wirklich nicht neu.

Deine Beobachtungen decken sich nicht im Geringsten mit meinen Erfahrungen. Ich kenne keine einzige Frau, die sich in der Hoffnung auf eine Beziehung entgegen möglicher Bedenken voreilig für Sex entschieden hätte. Nicht eine einzige. Sollte es solche Frauen tatsächlich geben - was ich nicht bestreiten will - dann tragen sie für ihr Handeln und die daraus resultierenden Konsequenzen auch zu 50% die Verantwortung. Vielleicht sogar 100% als Strafe für außerordentliche Dummheit.

Allerdings kenne ich sehr viele Frauen, die nach einem missglückten Beziehungsversuch im "er-hat-mich-nur-ausgenutzt-Jammertal" sitzen und sich ganz gezielt als bemitleidenswertes Opfer präsentieren und beweinen lassen.

Besonders gerne wird das "Männer-sind-alle-Schweine-Lied" von denjenigen angestimmt, die in vollem Bewusstsein möglicher Enttäuschungen erfolglos versuchten, den Partylöwen an die Kette zu legen weil sie ja "diejenige welche" hätten sein können.

Nein, ich kenne keine echten Opferfrauen. Nur Jammerliesen.
 
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  • #5
Ich weiß zwar jetzt nicht, welchen Thread Du meinst. Mag auch sein, dass einige rücksichtslos in der Gegend herumvögeln, ohne Rücksicht auf Gefühle. Aber mach mal halb lang. Es kann auch umgekehrt laufen. Ich finde vor allem es wird hier oft zu schwarz-weiß gemalt. In der Regel ist das RL doch irgendwo dazwischen.

Ich höre an einigen Stellen vor allem auch Frauen heraus, die ihr Single-Dasein genießen und auch etwas unverbindlichen Sex genießen (nicht notwendigerweise immer mit einem anderen). So eine Frau würde ich gern mal treffen. Muss man sich denn gleich wieder mit Stahlseilen aneinanderketten, weil man sich von einem anderen Menschen etwas Nähe, Intimität und Sex wünscht?

M 37
 
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  • #6
Warum ist das eine Gemeinheit?
Mein Bedauern für solche Frauen hält sich sehr in Grenzen.
Wenn Frau meint, nur der Mann der voll ran geht und mit mir schnell in die Kiste springt ist ein guter Mann, dann ist sie selbst schuld wenn sie die Zeit nicht abwarten kann.
 
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  • #7
Besonders (sorry) scheinen mir Frauen betroffen zu sein. Sie lassen sich in ihrer Gutmütigkeit und Sehnsucht nur allzu schnell auf körperlichen Kontakt ein, in der Hoffnung den Mann dadurch für sich zu gewinnen, und wenn der Mann dann seinen Trieb befriedigt hat, das "Ziel" erreicht hat, lässt er die Frau einfach links liegen........ Eigentlich eine Gemeinheit.

Och nö, nicht schon wieder die Frauen als arme Hascherl.
Eine Frau, die glaubt, durch Körpereinsatz einen Mann gewinnen zu können, ist ja wohl gleichzeitig davon überzeugt, dass sie sonst nichts zu bieten hat, sonst würde sie das ja wohl nicht tun. Sie ist ein freier erwachsener Mensch und wenn sie glaubt, dass das ihr Weg zum Glück ist, dann muss sie ihn eben gehen und so lange auf die Nase fallen, bis sie gelernt hat, dass es so nichts wird. Oder eben, sie hat tatsächlich nichts anderes zu bieten oder ist so bedürftig, dass sie keine anderen Möglichkeiten hat. Dann aber bitte die Männer nicht als die Übeltäter hinstellen.

Darüber hinaus gibt es eine Menge Frauen, die keine Lust mehr auf frustrierende Beziehungen haben und sich gern auf rein sexuelle Kontakte einlassen. Und genauso gibt es viele Männer, die das genauso sehen.
Bei vielen jungen Frauen scheint auch das bisher männliche "sich austoben" mittlerweile üblich zu sein.

Die Welt ist bunt, lassen wir sie doch einfach so, denn erwachsene Menschen sollten damit umgehen können.

Insgesamt scheint bei EP ein erhebliches Ungleichgewicht in der Motivation zwischen Frauen und Männern zu herrschen: Frauen glauben eher, was man ihnen verspricht: Partnervermittlung und Elite. Es wäre gut, wenn die Frauen, die sich als Opfer fühlen, einfach mal etwas Realitätsbezug bekämen, die Wirklichkeit sehen und damit, wie auch immer, erwachsen umgehen lernen.

w, 55
 
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  • #8
Ich glaube, dass in diesem Forum einige ganz komische Keuschheits-Moralapostel schreiben.
Das deckt sich überhaupt nicht mit meiner Erfahrung im echten Elitepartner-Portal.

Bei Elitepartner gibt es ganz normale, fröhliche, nette Leute und dieses ganze Sex-Thema spielt da erstmal gar keine Rolle.

Ich halte es auch für ein Märchen, dass immer die Frau mit den besten Absichten auf den ach so bösen Mann trifft.

m
 
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  • #9
Ich habe mich nach einer langen Beziehung ohne Sex, in einen neuen Mann verliebt. Er hat gesagt, er kann mir nichts geben, aber Sex könne ich von ihm haben. Ich hätte jederzeit gehen können. Bin aber geblieben. Denn der Deal hat mir gefallen. Letztendlich hat mir der Sex gut getan, sonst wäre ich wohl jahrelang als Nonne vor mich hinvegetiert. Ich hätte mir stattdessen auch einen anderen Mann suchen können, der mich ernsthaft liebt. Auswahl hätte ich genug haben können, denn die Verehrer standen Schlange. Ich wollte aber nicht.

Nein, ich denke nicht, dass Einsamkeit und Liebesbedürfnis der Singles ausgenutzt wird. Jeder hat einen Kopf selber zu entscheiden und ein Verhältnis oder einen Kontakt zu beenden, sobald er ihm nicht gut tut oder einseitig wird.

Nicht zu vergessen. Viele Frauen haben heute einen starken Nachholbefarf an Sex, da Frauen ihr Liebesleben heute freizügiger und unverfänglicher ausleben dürfen.
w
 
  • #10
Wer nur mit jemandem anders Sex hat, damit dieser einer Beziehung zustimmt, hat es nicht anders verdient. Entweder man hat Sex, weil man Spaß daran hat*, oder man lässt es bleiben. Ist es nur Mittel zum Zweck, dann sollte man sich auch nicht beschweren, wenn das Ziel "Beziehung" nicht erreicht wird.

*oder natürlich zur Reproduktion
 
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  • #11
Sorry von wem ausgenutzt? Von der Industrie die davon profitiert - mag sein. ABER jeder Erwachsene Mensch - und auch weibliche Singles ü 18 sind erwachsen - ist verpflichtet, die Verantwortung fürsich selbst zu tragen. Wenn ein Mensch sich zum Opfe macht hat er einen Teil - wenn nicht den größten Mitschuld daran. Dies gilt auch für Frauen. Im übrigen sehe ich die ewige Opferrolle der Frauen oft darin, dass sie die rosarote Brille nicht ablegen wollen. Selber schuld.W
 
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  • #12
Natürlich wird sie ausgenützt. Wie eben alles ausgenützt wird, was sich ausnützen läßt. Deshalb sollten Einsamkeit und Liebebedürfnis niemals dazu führen, daß der Verstand aussetzt. Denn wir können uns nun einmal keine Welt ohne schlechte Menschen herbeizaubern.
 
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  • #13
Gast #10 hat es sehr schön auf den Punkt gebracht. Frauen, die sich ewig in der Opferrolle sehen, reflektieren ihre eigene, teilweise sehr unreife Erwartungshaltung nicht. Nach einigen Bruchlandungen sollte ein erwachsener Mensch realistischer sein-das Kunststück ist es natürlich, dabei auch offen für eine neue Partnerschaft zu bleiben, wenn auch mit mehr Bedacht als früher. Ich melde mich in Singlephasen gerne mal auf Affärenportalen an und genieße den ausdrücklich als "unverbindlich" erwünschten Austausch via mail oder Date-OHNE Sex. Denn die Motivation auf Seiten der Herren, mich für eine Affäre oder einen ONS zu gewinnen, bescheren mir teilweise sehr anregende, schöne Abende mit attraktiven Männern, die auf klassischen Datingportalen Mangelware sind.. Und dann gehe ich (außer in unwiderstehlichen Ausnahmefällen;) nach Hause, ohne dass etwas läuft. Ist das nicht auch "Ausnützen", nämlich der Geilheit? Ein Stück weit: ja. Aber dient denn eine Partnerschaft nicht phasenweise auch mal "nur" der Befriedigung elementarer Bedürfnisse (nicht alleine sein, gemeinsame wirtschaftliche Basis, Kinder aufziehen, regelmäßig bequem verfügbare sexuelle Befriedigung)?
Romantik ist eine wunderschöne Illusion-nicht mehr und nicht weniger.
w
 
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  • #14
Ich glaube nicht, denn die Frauen heutzutage sind wesenlich selbstbewußter und eigenständiger als noch vor ein, zwei Generationen. Hab´ ich mir sagen lassen und hoffe, dass dem auch so ist. Was du beschreibst, ist eine mit Sehnsucht erfüllte, schmachtende und abwartende Haltung, die eher selten anzutreffen ist. Davon abgesehen habe ich zumindest für mich festgestellt, dass nicht nur Männer, sondern auch Frauen Lust haben. Insofern glaube ich nicht so sehr an das arme und ausgenutzte Opfer. Mag es geben, aber die Haltung paßt eher in die 50er des letzten Jahrhunderts als in die heutige Zeit.
 
  • #15
Ich glaube, die Sehnsucht nach Liebe und das Bedürfnis, Einsamkeit zu beenden, sind schon gleichverteilt bei beiden Geschlechtern. Jemand, der sich absichtlich so viel Mühe macht, wie das Kennenlernen auf einem seriösen Portal erfordert, aber dabei nur Sex anpeilte, wäre relativ unproduktiv oder richtig dumm. Vielmehr denke ich, dass die wirklich Bindungsunfähigen unter ihrer Situation am meisten leiden, spätestens ab einem gewissen Alter.
 
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  • #16
ja, ich stimme Di zu, genau das ist auch mein Eindruck.
Frauen schließen von sich auf Männer: Sie [die Männer] müssen sich doch auch verlieben, wenn der Sex in Ordnung war.
NEIN, so ticken Männer einfach nicht. Ich bin einer, ich weiß es.
Und ich kann ehrlich gesagt auch nicht "verstehen", dass es bei vielen, vielen Frauen so zu seien scheint. Aber es sieht wirklich so aus.
Der zweite Teil des Rätsels scheint mir zu sein, dass es grundsätzlich zwei Arten von Mänenrn zu geben scheint, nämlich die, die es ausnutzen, so viel sie können. Und die ganz keusch erst mit einer Frau was Intimes anfangen, wenn sie vorher (!) verliebt sind. Und dass Frauen offenbar noch keinen Weg gefunden haben, die eine von der andern Gruppe zu unterscheiden. Seltsam - darauf scheint mir die gesellschaftliche Evolution noch zu warten.
 
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  • #17
Der zweite Teil des Rätsels scheint mir zu sein, dass es grundsätzlich zwei Arten von Mänenrn zu geben scheint, nämlich die, die es ausnutzen, so viel sie können. Und die ganz keusch erst mit einer Frau was Intimes anfangen, wenn sie vorher (!) verliebt sind. Und dass Frauen offenbar noch keinen Weg gefunden haben, die eine von der andern Gruppe zu unterscheiden.

Doch doch, das können wir unterscheiden. Aber es ist auch bei Männern nicht so eindeutig, wie du suggerierst (ich weiß, Männer wollen sich immer als einheitlich und vorhersagbar hinstellen)...

Es gibt Männer, die erst warten, bis sie sich verlieben, sich dann aber auch schnell wieder entlieben. Und es gibt Männer, die haben Sex, ohne sich vorher zu verlieben und verlieben sich in einer Affäre. Ja, auch wenn das bei dir nicht so ist, das gibt es! Und die ersteren, die sich verlieben, und dann wieder doch nicht, die lügen nicht. Ich kenne das selbst von Kumpels, die von ihren Gefühlen und Frauengeschichten erzählen, sie sind einfach so kindlich sprunghaft.

Mir graust es eigentlich vor diesen romantischen Spinnern, das sind meiner Ansicht nach die verletzendsten und uneindeutigsten überhaupt, aber sie halte ihr Gefühl immer für das Wahre und Echte. Mit Playboy-Typen kann ich besser. Aber das ist nur meine Vorliebe, und natürlich ist jeder verschieden. Aber so ein Playboy fühlt sich auch nicht bedrängt, macht keine Spielchen, das ist so entspannend, während ein selbsternannter Mr. Romantik ganz schön herumstressen kann (natürlich aus emotionalen Gründen, das verstehen wur ja alle...).
 
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  • #18
Tatsächlich hat in diesen Dingen jeder selbst in der Hand, wann und worauf er/sie sich einlässt.
Auch die suchende Frau ist in der Regel in der Lage zu erkennen wann ein Mann offensichtlich nur auf Sex aus ist. Man braucht dafür nur ehrlich zu sich selber sein und etwas Erfahrung und gesunden Menschenverstand zu haben, dann kann man sich bewusst darauf einlassen und den Spaß genießen oder man lässt das eben bzw. wartet ab.
 
  • #19
Ich denke, das kommt leider viel zu häufig vor. aber ich bin auch der Meinung, dass man das als Frau doch relativ schnell selbst herausfinden sollte, woran man ist. Ob der Partner mit dem man sich unterhält noch einige weitere "Eisen im Feuer" hat oder nicht. Und wenn dem so ist, und man sich dann nur aus Verzweiflung hingibt, dann, dann ist es natürlich kritisch. Dann sollte man sich von vorne rein darauf einstellen, dass es zum scheitern verurteilt ist, oder dass es von vornherein nur darauf ausgelegt war eine Bett-Nummer zu sein.
Klar es gibt auch schwarze Schafe, die einem alles vorlügen über lange Beziehungen und Pläne für die Zukunft, und dann dennoch enttäuschen, aber grundsätzlich sollte man gerade als Frau immer vorsichtig sein und nicht zu vorschnell.
 
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  • #20
Männer wollen sich immer als einheitlich und vorhersagbar hinstellen

Wollen wir das? Wie schön, daß Frauen immer zu wissen glauben, was Männer wollen. Was mich betrifft: ich will schon deshalb nicht vorhersagbar sein, weil ich das Risiko einer Vorhersage auf der Basis "einheitlicher" männlicher Einstellungen scheue.

Leider ist es ja so, daß den Ehrlichen immer gleich irgendwelche Absichten unterstellt werden, die sie gar nicht haben, man weiß wirklich nicht mehr, wie man sich verhalten soll, ohne gleich irgend einen Argwohn zu erwecken. Und geht es dann genau deswegen schief, heißt es hinterher "ah ja, wieder so einer, gut daß ich es noch gemerkt habe".
 
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  • #21
Leider ist es ja so, daß den Ehrlichen immer gleich irgendwelche Absichten unterstellt werden, die sie gar nicht haben, man weiß wirklich nicht mehr, wie man sich verhalten soll, ohne gleich irgend einen Argwohn zu erwecken. Und geht es dann genau deswegen schief, heißt es hinterher "ah ja, wieder so einer, gut daß ich es noch gemerkt habe".

Ach, das glaube ich nicht. Vielleicht wollen die Frauen dann einfach nicht. Ich habe noch nicht mitbekommen, dass Frauen besonders argwöhnisch wären, ich bin es zumindest nicht. Aber manche Männer will ich halt einfach nicht.
 
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  • #22
Wollen wir das? Wie schön, daß Frauen immer zu wissen glauben, was Männer wollen. Was mich betrifft: ich will schon deshalb nicht vorhersagbar sein, weil ich das Risiko einer Vorhersage auf der Basis "einheitlicher" männlicher Einstellungen scheue.

Leider ist es ja so, daß den Ehrlichen immer gleich irgendwelche Absichten unterstellt werden, die sie gar nicht haben, man weiß wirklich nicht mehr, wie man sich verhalten soll, ohne gleich irgend einen Argwohn zu erwecken. Und geht es dann genau deswegen schief, heißt es hinterher "ah ja, wieder so einer, gut daß ich es noch gemerkt habe".

Frauen reagieren auf Grund von Erfahrungen, die sie gemacht haben - das tun Männer genauso.

Stellen wir dem einfach eine eine Frau mit tiefem Ausschnitt, Minirock und High Heels gegenüber, die beim Reden gern den anderen berührt und viel lacht. So mancher Mann fühlt sich angebraten und meint leichte Chancen zu haben.
Dass diese Frau einfach extrovertiert ist, sich gar nichts dabei denkt und weit wählerischer ist als sie wirkt, entgeht einigen. Denn die supersoliden Männer mit den schnellen Vorurteilen, sind längst weg......
Wenn ein Mann nun beispielsweise eine Frau zum DVD-Abend zu sich nach Hause einlädt und somit ein sehr zweideutiges Flirt-Terrain betritt, darf er sich über Zweifel an seinen Absichten ebenso nicht wundern. Denn Frauen kennen eben Männer die das als Synonym für Sex hernehmen und solche die wirklich nur Videoschauen wollen.

Hellsehen kann man halt nicht. Und solange das noch nicht möglich ist, sollten wir den Menschen und den Missverständnissen toleranter begegnen und ein bisschen fairer zueinander sein.
 
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  • #23
dass Frauen besonders argwöhnisch wären, ich bin es zumindest nicht.

Dann bist Du eine Ausnahme. Viele Frauen denken: ein Mann macht erst dann Schluß, wenn er eine andere hat. Und fühlen sich dann, wenn er so gar keine Anstalten macht, eine andere zu verlassen, hinters Licht geführt. Aha, wieder einer von denen. Selbst erlebt. Obwohl da gar keine Frau war, die ich hätte verlassen können.
 
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  • #24
Ich kann den Ärger schon nachvollziehen, dass man sich benutzt vorkommt, wenn nach dem ersten Sex auf einmal das Interesse des Gegenübers nachlässt. Selbst wenn der erste Sex schon recht früh passiert.
Finde auch, dass derjenige, der nur auf Spass aus ist in der "Bringschuld" ist, dh ganz klar VOR dem Sex kommuniziert, dass er/sie eben nicht mehr will als nur Sex.
Meist ist ja sehr schnell klar, oft schon nach dem ersten Treffen, ob mehr draus werden könnte oder eben nicht.
Aber leider sieht die Realität oft anders aus: Mann/Frau nimmt den Sex mit und auf einmal flaut das Interesse ab, da hilft wirklich nur Zurückhaltung bis man sich einigermaßen sicher ist.
Die Argumentation vieler hier, dass man selbst Schuld ist, wenn man benutzt wird, finde ich ziemlich rigoros. Ist für mich keine Rechtfertigung für verantwortungsloses Verhalten. Wenn ich unbedingt was für´s Bett brauche, kann ich mich auch auf dementsprechenden sites tummeln und muss keine Leute enttäuschen, die auf der Suche nach einer ernsthaften Beziehung sind.
 
  • #25
Die Argumentation vieler hier, dass man selbst Schuld ist, wenn man benutzt wird, finde ich ziemlich rigoros. Ist für mich keine Rechtfertigung für verantwortungsloses Verhalten. Wenn ich unbedingt was für´s Bett brauche, kann ich mich auch auf dementsprechenden sites tummeln und muss keine Leute enttäuschen, die auf der Suche nach einer ernsthaften Beziehung sind.

Halleluja! Jemand hat's verstanden!
 
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  • #26
Aber leider sieht die Realität oft anders aus: Mann/Frau nimmt den Sex mit und auf einmal flaut das Interesse ab, da hilft wirklich nur Zurückhaltung bis man sich einigermaßen sicher ist.
Die Argumentation vieler hier, dass man selbst Schuld ist, wenn man benutzt wird, finde ich ziemlich rigoros. Ist für mich keine Rechtfertigung für verantwortungsloses Verhalten.

Nee, sorry. Das machen die Männer nicht mit Absicht. Vielleicht hat ihnen der Sex einfach nicht gefallen, wenn das Interesse danach abflaut.

Jeder ist für sich verantwortlich. Wenn man solche Angst davor hat, dass jemand nur den Sex mitnimmt, dann wartet man mit dem Sex eben, und führt erst mal ein dreiviertel Jahr eine Freundschaft. Ist es denn so schwer? Es geht alles. Ja, dann sei halt zurückhaltend, bis du sicher bist. Das ist bei solchen Bedenken die absolut logische Folgerung. Ich tu es nicht, aber ich beschwer mich auch nicht. Du kannst nicht schnellen Sex und absolute Gewissheit für den Rest haben.

w
 
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  • #27
Die Argumentation vieler hier, dass man selbst Schuld ist ... Ist für mich keine Rechtfertigung für verantwortungsloses Verhalten.

Das Argument daß jemand, der dem Opfer eine gewisse Mitschuld zuschreibt, damit zugleich den Täter von Schuld freispricht, wird auch durch ständiges Wiederholen nicht richtiger.

Wenn ich zu jemandem sage "laß deine Geldbörse nicht so offen rumliegen", befürworte ich doch nicht den Diebstahl derselben oder mache mich gar solidarisch mit dem Dieb.
 
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  • #28
Auch wenn es weh tut: wir alle kennen das Geleier, das Männer abspulen, wenn sie eine Frau einwickeln wollen. Wenn eine Frau das noch nicht kennt, Warnungen, Alarmglocken und gesunden Menschenverstand ignoriert.... dann muss sie eben diese Erfahrung machen. Andere Frauen wissen, dass es nur um Sex geht. Sie spielen mit und genießen es oder lachen darüber - fertig.

In Menschen hineinschauen kann niemand. Sich benutzt zu fühlen ist aber unnötig.
Das kann man in den Griff bekommen, wenn man ausschließlich(!!) das tut, was man selbst wirklich möchte, sich zu nichts überreden lässt, sich über die möglichen kommenden Wendungen immer im Klaren ist und sehr auf sich und seine Bedürfnisse achtet.
Es gibt nun mal keine Garantien dafür, dass nach dem Sex eine dauerhafte glückliche Beziehung entsteht.
Wenn es nur ein unbeabsichtiger ONS war und der Mann ein Lügner - aha ok schade, ich mochte ihn gern und war für mehr bereit. Möge der Schlag ihn treffen, aber ich hab auch meinen Spaß gehabt. Dann überdenke ich rückblickend mein Bauchgefühl, verzeihe mir und mache es beim nächsten Mal besser.
Vielleicht bin ich zu pragmatisch, aber für mich funktioniert das. Ich habe keine Lust wegen eines unwichtigen Mannes zu weinen und das sollten andere Frauen auch nicht tun.
 
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  • #29
Wenn ich zu jemandem sage "laß deine Geldbörse nicht so offen rumliegen", befürworte ich doch nicht den Diebstahl derselben oder mache mich gar solidarisch mit dem Dieb.

Wobei der Vergleich Dieb und Mann (oder auch Frau), der möglicherweise etwas gedankenlos ist, reichlich hinkt, was sich glücklicherweise auch so in unseren Gesetzen wiederfindet - Diebstahl ist eine Straftat, einvernehmlichen Sex "mitnehmen" nicht.

Man kann doch nicht erwarten, dass andere sich jeden Spaß verweigern, um "verantwortungsvoll" zu sein. Sie haben vielleicht einfach keine Lust, sich so viele Gedanken zu machen und genießen stattdessen ihr Leben, schon mal daran gedacht? Oder muss jeder zu einem herumjammerernden Opfer der bösen anderen werden. Gönnt doch den anderen ihre unbedarfte Lebensfreude.

Ja, das sind natürlich dann die Bösen. Wenn alle sich mit Samthandschuhen anfassen würden, würde es NOCH verkrampfter in diesem Lande und deutsche Männer gelten schon als zurückhaltend und verklemmt. Kommt mal runter, und lasst die Menschen leben. Wer sich schonen will, muss sich zurückhalten, die Spielregeln sind einfach und klar.

w
 
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  • #30
Man kann doch nicht erwarten, dass andere sich jeden Spaß verweigern, um "verantwortungsvoll" zu sein. Sie haben vielleicht einfach keine Lust, sich so viele Gedanken zu machen und genießen stattdessen ihr Leben, schon mal daran gedacht? Oder muss jeder zu einem herumjammerernden Opfer der bösen anderen werden. Gönnt doch den anderen ihre unbedarfte Lebensfreude.
w

Das hört sich so an, als ob man Menschen konsumieren könnte wie ein Stück Schokolade oder ein Glas Wein...

Es geht doch gar nicht darum Sex zum Spaß zu verdammen. Aber dennoch besteht in dem Fall immer die Gefahr Gefühle zu verletzen. Deswegen finde ich eine klare Ansage davor nur fair.

Ich denke nach wie vor, dass - trotz der Selbstverantwortung die jeder natürlich für sich selbst hat - ein Verantwortungsgefühl für Mitmenschen mit denen man intim wird selbstverständlich sein sollte. Wegen einer klaren Ansage muss sich niemand ein Bein rausreißen, aber man läuft dann eben Gefahr, dass aus der schnellen Nummer nichts wird. Den Sex trotzdem mitzunehmen ist Egoismus pur - der Verweis auf Selbstverantwortung der schräge Versuch einer Rechtfertigung.
 
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