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  • #31
ich fühle mich als frau absolut ernst genommen. sollte ein mann mich nicht für voll nehmen, dann soll er es bitteschön lassen. aber das sind einzelfälle. ich nehme auch nicht jeden mann für voll.

als junge frau anfang der 80er war es noch anders. zB mein chef sollte in einer münchener schwestergesellschaft den jahresabschluss und den lrp (long-range-plan) erstellen. war dann aber krankheitsbedingt verhindert und schickte mich. damals 22 jahre, 165cm, 48 kilo, klein und sehr attraktiv.....folglich auch blöd!! ich wurde nicht wie vorgesehen, vom flieger abgeholt sondern mußte meinen weg zum büro selber finden. dort angekommen ein kurzes gespräch mit einem entnervten geschäftsführer der keinen hehl daraus machte, daß er sauer war, die leibhaftige inkompetenz vor sich zu haben. ein armer büroheini durft mich abends zum essen ausführen (damit die kleine mal die große weite welt sieht). als ich nach 6 tagen wieder richtung norden flog, brachte mich der geschäftsführer zum flughafen und machte mir ein jobangebot. tja, jungs. so kann MANN sich täuschen.

ich nehme mich als frau selber ernst. und ich nehme auch geschlechtsgenossinnen ernst. meistens ist es doch so, daß wir uns selber auf die füße treten!!!!

w54
 
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  • #32
Natürlich werden heute Frauen, die tatsächlich selbstsicher und kompetent handeln, genauso ernst genommen wie entsprechende Männer. War ja auch harte Arbeit, weibliche Kompetenz als selbstverständlich durchzusetzen.

Als Ausnahmen können die sog. "Alpha-Typen" (männlich oder weiblich) gelten - denn bei denen handelt es sich ja ohnehin um Figuren mit einem künstlich frisierten Selbstbewusstsein. Diese Menschen denken und erfassen alles immer nur in Konkurrenz-Zusammenhängen und wenn sich bei einer Gegnerin keine anderen "Makel" finden, dann ist es eben das Geschlecht, das zur Abwertung führt. Aber diese Menschen sollte man/frau ohnehin nicht ernst nehmen.
 
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  • #33
Fast überall werden Frauen heute schon ernstgenommen, finde ich. Aber in typischen Männerbereichen ist das natürlich schwierig.

Eine ADAC-Pannenhelferin wie auf der aktuellen Motorwelt abgebildet, könnte ich schon kaum ernstnehmen und hätte ziemliche Bedenken, dass die wirklich genauso gut ist. Gebe ich offen zu. Finde ich auch doof, dass die solche unrealistischen Abbildungen bringen. Welcher Mann will eine weibliche Pannenhelferin? Also das ist schon ziemlich frech.

Einer Ärztin dagegen traue ich genau so viel zu wie einem Mann. Kommt also auf den Beruf an.

Richtig schlecht finde ich auch Schiedsrichterinnen beim Fußball. Kann doch keine ernst nehmen, da gehorchen die nur, weil sie Angst haben, weil sie die Macht hat.
 
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  • #34
@32: Bist du männlich oder weiblich? Also ich habe auch bei der Pannenhelferin und der Schiedsrichterin überhaupt keine Bedenken. Die haben doch die gleiche Ausbildung durchlebt wie der männliche Kollege. Oder nicht?

w35
 
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  • #35
Ich bin M44 (#32).

Gleiche Ausbildung? Frauen kommen da oft durch, weil sie theoretisch gut sind, aber rpaktisch sind sie oft nicht so gut. Oft fehlt ihnen Kraft, z.B. Reifenwechsel und co. Also ich möchte da nicht mit anfassen müssen, nur wiel die eine Tusse schicken statt einem richtigen Kfz-Mechaniker.
 
  • #36
@#32: Bezüglich der Schiedsrichterin sehe ich keine Probleme und die erste Bundesliga-Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus macht doch einen hevorragenden Job. OK, sie wirkt auch ziemlich männlich, aber das kommt wohl mit solchen Hobbys.

Was Pannenhelferin angeht, so finde selbst ich das etwas seltsam. Aber wenn sie kompetent ist, sollte es einem egal sein. Ich gebe aber zu, dass ich auch umgekehrt männliche Hebammen oder Erzieher seltsam finde und denke, dass manche Berufe eines verdammt geschlechtsspezifisch sind und das auch sein dürfen.
 
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  • #37
Naja, ganz so abgeklärt scheint mir mancher Mann dann doch noch nicht zu sein. Mal abgesehen vom beruflichen Umfeld, wo ich solches Verhalten gottlob auch nicht sehr häufig zu spüren bekomme, habe ich ein aktuelles Beispiel: ich habe am Wochenende vor meiner Garage mein Auto gepflegt inkl. Wachsbehandlung. Ich mache das seit 20 Jahren und bin durchaus fähig, Wachsflasche und Tuch zu bedienen. Dieser Einbruch in die männliche Domaine war offenbar zuviel für 3 meiner männlichen Nachbarn. Von Ratschlägen, das Auto aus der Sonne zu fahren bis hin zur Schenkung eines Microfasertuchs, weil mein eigenes Microfasertuch ja nichts taugt und dem Angebot, die Poliermaschine zu leihen, weil ich ja gar nicht die Kraft zum Polieren hätte, war alles dabei.

Wohlgemerkt, zotig/liebevolle Plänkeleien zum Thema bin ich ja gewohnt. Aber die 3 meinten das wirklich ernst und waren sauer, als ich dann so stur war, das weiterhin so wie immer machen zu wollen. Allerdings bin ich auch die einzige Single-Frau im Haus unter lauter Personen mit Migrationshintergrund - da waren die Reaktionen schon häufiger befremdet, wie ich als Frau denn so leben und dies und das so machen könnte.

Finde ich mal ein Beispiel, das euch vielleicht aufzeigt, dass das Umfeld nicht immer und überall so liberal-empanzipiert ist, wie viele es gern hätten.
 
  • #38
@34/32

Hmm, brauchst Du das um Dich als Kerl zu fühlen?

Gleiche Ausbildung? Frauen kommen da oft durch, weil sie theoretisch gut sind, aber rpaktisch sind sie oft nicht so gut. Oft fehlt ihnen Kraft, z.B. Reifenwechsel und co. Also ich möchte da nicht mit anfassen müssen, nur wiel die eine Tusse schicken statt einem richtigen Kfz-Mechaniker.
Du hast offenbar so gar keine Ahnung von diesem Beruf. Das Kraftmässig schwerste ist in der Tat das Rad- aber auch das wiegt nicht soviel dass irgendeine Dame damit ein Problem haben sollte. Heutzutage sind das alles Mechatroniker- einfach weil die meisten Pannen von der Elektronik kommen.

Und Deine Schiedsrichterin? Ich habe Bibiana Steinhaus bereits in der 3.Liga live erlebt (also kein leichter Job) und Sie hat das sehr souverän gemeistert. Die meisten habens eh nicht gemerkt- ich hab halt in der Stadionzeitung nachgeschaut weil mir der LAufstil so weiblich vorkam.
Und weisst- ein Schiri braucht in erster Linie diplomatisches Geschick, Einfühlungsvermögen, gute Beobachtungsgabe und die Fähigkeit schnell zu denken. Alles Dinge die nach meiner Erfahrung Frauen oft besser können als wir Jungs.
 
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  • #39
Könnte auch ein "Generationending" sein.

Die meisten jungen Männer nehmen heutzutage Frauen in allen Positionen als absolut gleichberechtigt wahr. Also ich habe mich noch nie dabei erwischt irgendetwas Negatives über eine Frau als Fach-/Führungsperson zu denken, nur weil sie eben eine Frau ist.

Wahrscheinlich schon eher weil ich sie vielleicht von ihrem Auftreten her unsympathisch fand oder ihren fachlichen Input als daneben empfunden habe.
Aber genau da fängt ja dann auch die Gleichberechtigung im Denken an, und das ist vollkommen in Ordnung.

Was ich auf jeden Fall überhaupt nicht leiden kann sind Frauen die meinen sich und der Welt ständig beweisen zu müssen was für "tolle" Fach-/Führungskräfte (übertriebenes Geltungsbedürfnis) sie doch sind.
Das kommt weder bei Männern noch Frauen die mit ihnen arbeiten gut an.
 
  • #40
Es gibt da so einen Typ von Männern @34 die einen nie Ernst nehmen werden. Eine Pannenhelferin ist eine Tussi, ein Mann ein Mechaniker. Das sagt doch schon viel aus. Als Bau.Ing. mit 25 Jahren Berufserfahrung passiert es mir heute noch auf Baustellen, dass mir nicht die Hand geschüttelt wird obwohl ich die Chefin bin. Aber das macht mann nur einmal mit mir. In der Regel sind die Männer, die so handeln aber selber nur kleine Würstchen.
Und dann ich als Blondine im Baumarkt. Da kann ich sicher sein, der Verkäufer mit der wenigsten Ahnung kommt auf mich zu in der Hoffnung jemanden gefunden zu haben, der noch blöder ist. Da habe ich schon tolle Sachen erlebt.
 
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  • #41
Erst wollte ich schreiben: Welche ein Quatsch, das glaube ich einfach nicht.
Aber es geht ja um "wirklich von den Männern.." Das währen dann 100%. Das sicher nicht.
Aber, vermutlich doch von einem gewissen %-Satz "der Männer". (30%?)
Umgekehrt kann eine kultivierte, gebildete Frau diese Männer dann nicht für nicht "ganz voll nehmen", d.h. sie scheiden als gleichberechtigter Partner sicher aus.--
Ich vermute, das gerade in Führungspositionen und besonders in der Politik erfolgreiche und durchsetzungsfähige Frauen von männlichen Rivalen nur zerknirscht und unwillig akzeptiert werden.
M 55J
 
  • #42
In der Regel sind die Männer, die so handeln aber selber nur kleine Würstchen.
Das sehe ich nicht so. Das ist einfach billige Polemik und Zurücktreten einfachster Art.

Ganz im Gegenteil ist auf dem Bau oder in anderen typischen Männerdomänen das Problem doch nicht, dass nur die armen Würstchen Schwierigkeiten mit Frauen haben, sondern gerade, dass auch handfeste, kompetente Männer mit Erfolg Frauen auf dem Bau immer noch nicht ganz akzeptieren. Wären es nur die armen Würstchen, wäre das ja egal -- sind es aber nicht. Manchmal sind es eben auch ganze Kerle, die eine Frau auf dem Bau nicht ernstnehmen.

Und dann ich als Blondine im Baumarkt. Da kann ich sicher sein, der Verkäufer mit der wenigsten Ahnung kommt auf mich zu in der Hoffnung jemanden gefunden zu haben, der noch blöder ist. Da habe ich schon tolle Sachen erlebt.
Mit Verkäufern hat jeder schon tolle Storys erlebt. Ist eben kein Beruf mit guter Ausbildung, sondern untereste Ebene von Lehrberufen. Das betrifft aber weibliche wie männliche Verkäufer und ebenso Kunden. Auch Männer geraten an komplette Stümper, nicht nur Frauen.

Ich denke, wir sollten nicht aus allem einen Geschlechterkampf machen. Ganz viele Phänomene sind gar nicht so geschlechtspezifisch, wie es auf den ersten Blick scheinen mag.
 
  • #43
Ich sehe das nicht so. Zumindest in meiner Berufspraxis. Ich bin immer ernst genommen und respektiert worden. Allerdings war ich nie ein Lala-Mädchen, sondern auch in jungen Jahren distanziert und mit freundlicher Autorität gesegnet.
Wahr ist allerdings, daß Frauen glauben, mehr leisten zu müssen als Männer, um ernst genommen zu werden. Das stimmt nicht. Sie drücken nur die falschen Knöpfe. Es ist sinnvoller, die Kommunikations- und Erfolgsstrukturen von Männern genau anzuschauen und ggf. Elemente zu adaptieren.
Im Berufsleben ist es noch extremer, als auf der privaten Ebene: Ein nettes und braves Mädchen sein wird nicht belohnt.
 
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  • #44
Ich denke man sollte die Kirche im Dorf lassen, es ist in vielen Berufssparten nicht so einfach sich als Frau durchzusetzen. Wir reden hier nicht von Angestellten in irgendwelchen Büros oder Akademikerinnen die sich in der zweiten bis dritten Reihe aufgestellt haben.

Frauen, die es in Führungspositionen schaffen müssen sich durchzusetzen wissen da es ihnen die Herren, die auch auf diese Position geschielt haben, teilweise nicht leicht machen. Da ist die Luft oben genauso dünn wie bei den Männern.

Die größten Neider erlebt man als Frau allerdings oft unter den Geschlechtsgenossinnen, da kommen dann schon mal diese netten Sprüche à la "die hat sich hochgeschlafen". Ich bin dann immer wieder baff erstaunt wie loyal doch die Frauen untereinander sind.

w45
 
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  • #45
Ein Chefarzt meinte gestern auch, dass er nicht so gerne Frauen im Team hat. Die würden immer so ein Theater um den Dienstplan machen, wären schneller beleidigt und weniger kompromissbereit. Ein Mann lässt eben auch mal ein Wochenende sausen und arbeitet eben zähneknirschend, eine Frau regt sich darüber noch eine Woche später auf und weigert sich und heult rum, dass das ja nicht gerecht sei, wenn sie unvorhergesehen arbeiten soll... so seine Ausführungen.
Da Frauen stärker in familiäre Verpflichtungen eingebunden sind, kann es sein, dass er mit diesem Statement an sich nicht daneben liegt. Viele Frauen haben eben keinen Partner zuhause, der ihnen den Rücken freihält indem er die gemeinsamen Kinder erzieht und seine Wochenenden ganz und gar den Kids & der restlichen Familie (zB den älteren Angehörigen durch Besuche) widmet. Traurig finde ich die Aussage des Chefarztes trotzdem. Genauso wie die Umstände und die ungerechte Arbeitsverteilung innerhalb der Familien, die zu diesen Umständen führt.
Ich finde toll, dass es so starke Frauen wie #23 gibt. Der Beitrag hat mich etwas geschockt, doch ich glaube jedes Wort!

Ich habe die Erfahrung gemacht: Solange ich keine ernstzunehmende Konkurrenz war, haben die Männer mich gerne gesehen - sozusagen als unterhaltsame und attraktive Kollegin. Sie haben mich unterstützt und mir einiges beigebracht...
Die fleißigen Lieschen gehen völlig unter oder werden ausgenutzt.
Ja...alles ist gut, solange es die männliche Ehre nicht angreift. Da Chirurgie ja früher die totale Männerdomäne war, ist es dann wohl so, dass sich männliche Chirurgen durch ihren Beruf in ihrer Männlichkeit bestärkt fühlen. Kein Wunder, dass eine Chirurgin im OP ihr Weltbild ins Wanken bringt und sie an die Seite gedrängt werden "muss".
Vielleicht sollte man sich an dieser Stelle auch mal fragen, warum viele Männer noch immer so sehr an ihrer "Männlichkeit" hängen. Warum sehen sich viele nicht einfach als Menschen männlichen Geschlechts?
Irgendein berühmter Philosoph hat mal gesagt "Männlichkeit adelt", was eben eine Folge des Patriarchats ist.

Ich glaube, viele Männer sind der irrigen Annahme verfallen, dass sie ihre "Männlichkeit" verteidigen müssen. Wenn eine Frau dann genauso "männlich" (tough und dominant) auftritt wie sie selber, haben sie ein Problem. Dann wird dann doch schon mal süffisant gelächelt.
Natürlich ist das nicht bei allen Männern so.
Ich denke und hoffe, dass es viele Männer gibt, die Frauen (egal wie dominant oder schüchtern) genauso viel Respekt geben wie Männern.
w,38
 
  • #46
Alle Menschen die in Führungspositionen wollen müssen sich durchboxen und mit dem bisschen mehr glänzen. Da git es kein Unterschied zwischen den Geschlechtern. Es gibt auch viele Frauen die gerne wollen, aber im Grunde gar nicht geeignet sind, aber nicht weil sie Frauen sind, sondern weil sie einfach die Voraussetzungen als Führungskraft nicht erfüllen und es oft auch nicht wollen. Wer souverän rüber kommt, ob Mann oder Frau, der hat keine Probleme mit der Anerkennung, wer das nicht tun, der wird halt süffisant belächelt.
 
  • #47
Mir (m,50) ist es egal, ob mein Gegenüber ein Mann oder eine Frau ist = absolute Gleichberechtigung bei mir.
Ich würde sogar eine Urologin -an mir- akzeptieren. Und eine Pannenhelferin, KFZ-Mechatronikerin etc. ebenso.

Nur bei der Partnersuche wähle ich nur Frauen. Aber da ist es mit der Gleichberechtigung vorbei, und Frauen wollen "wie Frauen" behandelt werden. d.h. ich werde als emanzipierter Mann von den meisten Frauen nicht ernst genommen, sondern höchstens als "Kumpel" bzw. die "Kumpelfalle".

Wenn ich dann betrachte, was viele Frauen als "Mann" bzw. Partner akzeptieren, schaudert es mich.
Falls die sich dann beschweren, daß sie als Frau nicht ernst (genug) genommen werden, dann sage ich:
"Ihr wollt solche Männer - also müßt ihr auch deren Nachteile akzeptieren !"
 
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  • #48
Da muss man als Frau drüber stehen. Du bist was geworden, wo also war das Problem? Meinst Du, Männer müssten sich untereinander nicht auch mit harten Bandagen bekämpfen und konkurrieren?

Du meinst nicht, dass man als Mann auch ein wenig besser sein muss, um der eine von zehn zu sein, der Gruppenleiter wird? Führungspositionen sind für beide Geschlechter rar. Ich kann das Gejammer von Frauen definitiv nicht mehr hören.

Es mag sein, dass man über die Frauenwitze im OP drüberstehen muss, aber wenn du schon 2000 gehört hast, dann nervt es einfach nur noch. Es ist ja auch mehr als unhöflich, wenn wir im Team am Tisch sind und du hörst dauernd blöde Witze über Frauen. Also früher hab ich das sogar unterhaltsam gefunden, dann dachte ich:Lächle und steh drüber, dann hab ich ab und zu auch mal nen Männerwitz in die Runde geworfen...aber irgendwann ist es einfach nicht mehr witzig. Ich finds schon fast Mobbing. Stell Dir mal vor, 3 Ärztinnen operieren und machen einen blöden Männerwitz nach dem anderen. Würde gerne wissen, welcher Mann das witzig fände.

ZU mir meinte auch mal ein Chirurg, ich solle doch bitte das Fach wechseln. Seine Frau hätte die Allgemeinmedizin mit den 4 Kindern prima unter einen Hut bringen können...

Und zu den Führungspositionen: Du musst gar nicht in einer Führungsposition arbeiten oder auf den Chefarztposten schielen, um aufgrund deiner Weiblichkeit ausgebootet zu werden.
Es ist auch nicht lustig, wenn der Chefarzt mit nem Oberarzt bei Endoskopien sagt, dass Frauen ja nicht dreidimensional denken können und so endoskopische Ops gar nicht durchführen könnten oder mit nem Bohrer und Schraubenzieher doch gar nicht fest drehen können und sowieso viel zu schwach sind.
Klar steht man drüber, aber ungerecht ist es schon und demotivierend auch.
Es gibt Fachbereiche, in denen Frauen bessere Chancen haben, weil die Männer dort keine so ausgeprägten Profilneurosen haben und die Frau nicht ihr natürlicher angstbesetzter Feind ist.

Auch habe ich OP-Schwestern erlebt, die Sätze loslassen wie: "Ich würde ja schon auch zu einer Ärztin gehen, aber wenn es ein Notfall ist und es ernst wird, geh ich doch lieber zu nem Mann!"
?!? Sie meinte es gar nicht böse, aber ich fands ganz schön schockierend!
Mein Exfreund ist aus Solidarität immer nur zu Ärztinnen gegangen. Fand ich süß!
Also gibt es sogar Frauen, die insgeheim süffisant lächeln, wenn eine Frau erfolgreich ist oder mit den Männern mithält.!?!?!?
 
  • #49
Auch habe ich OP-Schwestern erlebt, die Sätze loslassen wie: "Ich würde ja schon auch zu einer Ärztin gehen, aber wenn es ein Notfall ist und es ernst wird, geh ich doch lieber zu nem Mann!"
?!? Sie meinte es gar nicht böse, aber ich fands ganz schön schockierend!
Mein Exfreund ist aus Solidarität immer nur zu Ärztinnen gegangen. Fand ich süß!
Also gibt es sogar Frauen, die insgeheim süffisant lächeln, wenn eine Frau erfolgreich ist oder mit den Männern mithält.!?!?!?
Das sagt doch schon mehr als 1000 Bemerkungen von Männern über die Problematik.

Schon mal drüber nachgedacht, warum Verkehrsmaschinen nicht von zwei Frauen geflogen werden dürfen? Da redet keiner von Sexismus. Es ist einfach eine Regelung, die sich als sinnvoll herausgestellt hat und es akzeptiert wird, dass Sicherheit vor Gleichberechtigung geht.
 
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  • #50
Schon mal drüber nachgedacht, warum Verkehrsmaschinen nicht von zwei Frauen geflogen werden dürfen? Da redet keiner von Sexismus. Es ist einfach eine Regelung, die sich als sinnvoll herausgestellt hat und es akzeptiert wird, dass Sicherheit vor Gleichberechtigung geht.

Sicherheit? Dass ich nicht lache! Was für eine Rolle spielt den das Geschlecht dabei? Wird ja wohl keiner behaupten wollen, dass Frauen während des Zyklus nur halb zurechnngsfähig agieren oder nicht belastbar sind. Man sollte sich vielleicht mal überlegen, unter welchen Bedingungen Männlein nicht voll funktionieren ...

Es ist eben doch noch eine ganze Menge Arbeit, bis Gleichberechtigung auf allen Gebieten hergestellt und vor allem auch in den Köpfen der letzten Gestrigen.
 
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