• #1

Weshalb verschleppt Partnerin die Scheidung von ihrem Ehemann?

Seit mehr als 1,5 Jahre bin ich nun mit einer alleinerziehenden Mutter liiert. Wir hatten im Frühsommer eine kurze Trennung , weil für mich ihre Probleme mit ihrem Selbstwertgefühl und ihre daraus folgende miese Stimmung nicht mehr zu ertragen waren. Sie hat sich mittlerweile wieder gefangen und die Beziehung läuft ganz gut, auch mit ihrer kleinen 5-jährigen Tochter verstehe ich mich wunderbar. Wir waren gerade zu dritt im Urlaub, wo wir eine sehr stimmige Zeit verbrachten. Ja, eine echte Familienidylle erlebten wir.

So weit so gut. Leider ist meine Partnerin noch immer verheiratet. Als ich sie kennenlernte, war sie bereits 2 Jahre getrennt. Ihr Ehemann verliess die gemeinsame Wohnung gleich bei der Trennung. Ich realisiere langsam aber sicher, dass sie die Scheidung aus irgendwelchen Gründen verschleppt. Im ersten Jahr habe ich sie nicht gross darauf angesprochen, weil ich sie machen wollte und mir auch wünschte, dass sie die Scheidung aus eigener Motivation durchzieht.

Mittlerweile stresst mich aber die Tatsache einer fremdverheirateten Partnerin stark. Umso mehr, weil wir soeben einen tollen Urlaub verbracht haben und ich sehr viel Herzblut in das Dreiergefüge gegeben habe. Wenn ich sie auf die noch nicht vollzogene Scheidung anspreche, sagt sie, sie müsse noch gewisse Dokumente beschaffen etc. Auf die Frage, weshalb sie nach mehr als 1,5 Jahren Partnerschaft mit mir noch immer nicht geschieden ist, laviert sie rum. Sie wäre zu Beginn noch nicht bereit gewesen und während der Trennungszeit (1 Monat) hätte ihr der letzte Biss gefehlt. Sie wollte sich nur scheiden lassen, damit sie mich hätte heiraten können, ansonsten sehe sie keinen Grund für eine Scheidung. Mit dem Ex hat sie nichts mehr. Er ist ebenfalls wieder in einer Beziehung. Monetäre Überlegungen sind auch auszuschliessen, da er nicht vermögend ist. Sie verliert sogar mit jedem Monat Geld, da er einiges weniger verdient. Es geht irgendwie um Loyalität dem Ehemann gegenüber. Ganz nachvollziehen kann ich es aber schlichtweg nicht.

Was denkt ihr darüber? Müsste sie nicht die Scheidung aus freien Stücken wollen? Frei sein, damit man wirklich eine Partnerschaft aufbauen kann. Ihr zögerliches Vorgehen weckt in mir zudem die Befürchtung, dass sie emotional gar noch nicht alles abgeschlossen hat. So dass, wenn die Scheidung dann wirklich naht, der emotionale Einbruch (Trauer über die gescheiterte Ehe) erst noch bevorsteht.
 
  • #2
Ich denke, du siehst das völlig richtig. Wenn sie dazu noch mehr verdient als ihr Ehemann, wird sie vielleicht unterhaltspflichtig und möchte das natürlich nicht. Aber ich denke auch, es gibt emotionale Gründe warum sie die Scheidung verzögert. Und ja, da kommt bestimmt noch was. Ich würde mich an deiner Stelle da emotional nicht zu sehr rein hängen, sie tut es ja auch nicht
 
  • #3
Wenn sie dazu noch mehr verdient als ihr Ehemann, wird sie vielleicht unterhaltspflichtig und möchte das natürlich nicht.
Wenn Sie mehr verdient, dann hat Sie eher Motive die Scheidung durchzuziehen. Denn jetzt müsste Sie ja auch einen höheren Trennungsunterhalt an ihren Nochmann zahlen.

Ich schätze, dass dies eher ganz pragmatische Gründe hat.
Solange Sie noch verheiratet ist, hat Sie einen Anspruch auf den höheren Trennungsunterhalt anstatt auf den niedrigen Nacheheunterhalt.

Ich kenne so einen Fall wo seit ca. 3 Jahren, die Frau die Scheidung hinauszögert. Mit den Trennungsunterhalt bekommt sie ca. 2200.- € und mit der amtlichen Scheidung hätte Sie nur noch einen Anspruch auf ca. 1400.- €. Somit versucht Sie mit allen juristischen Möglichkeiten, die Scheidung hinauszuzögern.

Sollte dies bei der Freundin des FS auch der Fall sein, dann sind dies reine finanzielle Motive und wenn dies so der Fall ist, dann sollte Sie auch dies den FS so erklären. Aber vielleicht will Sie dies auch gar nicht so erklären, da ja dann der FS einen schlechten Eindruck von ihr haben könnte.
 
  • #4
Ich befürchte, Du und Dein Bauchgefühl, ihr habt recht.
Denn die Gründe sind wirklich alles Scheingründe.

Du hast 2 Möglichkeiten.
Du tolerierst den Status Quo und lebst weiterhin in der Ungewissheit mit Deinen real begründeten Befürchtungen.

Oder
Du redest konstruktiv mit ihr - wie Du Dich fühlst, dass für Dich die Situation belastend ist bis unerträglich, dass Du ein klares Bekenntnis möchtest - nach dieser Zeit Eurer Beziehung absolut angemessen.
Vielleicht gibt es Gründe ihrerseits, die Dir so noch nicht bewusst sind, ansonsten verlangst Du eine Entscheidung von ihr , für Dich und eine gemeinsame Zukunft oder ein Verbleiben in ihrer Vergangenheit.

Das Risiko ist, dass es damit beendet ist, aber Du hast Klarheit.
 
  • #5
Gegenfrage: bist du ne Frau dass dich das überhaupt juckt?

Argumentieren tust du nämlich wie eine.... mimimi, kann keine echte Partnerschaft aufbauen, mimimi.... Dabei passt doch alles bis auf den Umstand dass du sie derzeit juristisch gesehen nicht heiraten kannst.... Ja sei doch froh dass du nicht umgekehrt eine hast die dir nach der kurzen Zeit das Messer auf die Brust setzt und meint du musst sie jetzt heiraten weil sie sonst geht....

Ja willst du sie denn Schnall auf Fall heiraten dass das so Wichtig ist derzeit? Ihr kennt euch ja noch kaum, 1,5 Jahre sind ja mal gar nix.....

Wahrscheinlich hat sie einfach keinen Bock sich derzeit mit der Juristerei auseinanderzusetzen, andererseits nimmt sie vielleicht noch Rücksicht auf ihren Ex Mann so dass sich dieser aus der Ehe lösen kann und sehen wies weitergeht, nachdem SIE die Besserverdienerin ist. (find ich sehr rücksichtsvoll von ihr) Für ihn wird die Umstellung massiver sein wenn er jetzt von weniger Einkommen leben und wohnen muss, da muss man sich sicher erst wieder reinfinden.

Scheint auf jeden Fall ne tolle, faire Frau zu sein... dazu meinen Glückwunsch! Wer so mit seinen "Feinden" umgeht kann nur ein guter Mensch sein, Chapeau!

Und ja, wenn sie Pech hat, fällt vielleicht sogar Unterhalt an. Ich glaube zwar nicht dass ein Mann das je einklagen würde oder auch nur fordern, schon gar nicht wenn sie jetzt aus Goodwill unterstützt, da wird er eher dankbar sein.

Kann es sein dass die ganze Frage ein Fake ist mit vertauschten Geschlechtern? Ehrlich: ein MANN würde niemals so fragen, denken, argumentieren....
 
  • #6
Die Argumentation von Magnus versteh ich nicht ganz. Warum sollte sie denn Anspruch auf Unterhalt haben, wenn sie mehr verdient? Es ist dann ja genau umgekehrt und sie muss zahlen. Finanzielle Gründe dürfte es für sie kaum geben, also denke ich, dass sie sich emotional noch nicht von der Ehe lösen kann. Was die Sache jetzt ja nicht wirklich besser für dich macht, lieber FS...
 
  • #7
Ich bringe mal einen anderen Aspekt ein: Eine Scheidung ist schon anstrengend. War zumindest bei mir so. Was man da alles an Papierkram heranschaffen und welche Berge an Formularen man für den Versorgungsausgleich ausfüllen muss... Ich bin nicht gänzlich blöd, aber ich hab nur die Hälfte von dem verstanden, was da seitenlang in feinstem Beamten- und Paragraphendeutsch von mir gefordert wurde. Ich hatte zum Glück eine Freundin, die als ReNo-Gehilfin arbeitet, und die mir geholfen hat. Sie war es auch, die irgendwelche Unterlagen von irgendwelchen Rententrägern, Versicherern usw. für mich beantragt hat und sich mit dem Anwalt der Gegenseite auseinander setzte, um noch weitere Dokumente zu beschaffen, damit alles ordnungsgemäß ausgefüllt und belegt werden konnte, da mein Ex-Mann die Hälfte der Unterlagen (v.a. Steuerunterlagen) mitgenommen hatte. Mir war das echt ein Graus. Ich hab aber auch eine totale Formular-Allergie.
Vielleicht hat deine Freundin eine ähnliche Aversion gegen diesen dicken Stapel grauer Formulare, den sie am liebsten in der Ecke liegen lässt, anstatt sich damit zu befassen.

Sag ihr doch nochmal ganz in Ruhe, dass das für dich wirklich wichtig ist und dass du sie darum bittest, sich mit der Scheidung zu beschäftigen. Vielleicht bietest du ihr auch Unterstützung an oder kennst jemanden, der sich in diesem Fachbereich auskennt und sie unterstützen könnte.
 
  • #8
Ich schätze, dass dies eher ganz pragmatische Gründe hat.
Solange Sie noch verheiratet ist, hat Sie einen Anspruch auf den höheren Trennungsunterhalt anstatt auf den niedrigen Nacheheunterhalt.

Da muss ich dich enttäuschen. Sie verzichtet jetzt schon auf 3/4 der ihr gesetzlich zustehenden Unterhaltszahlungen. Sie will ihn "nicht unnötig belasten, weil er nicht viel verdient".
 

Laleila

Cilia
  • #9
Wenn ich mich in Freundschaft trennte, der aktive Part dabei wäre, die Trennungsgründe bei mir lägen... hmmm, ich denke ich ließe mir mit der Scheidung auch Zeit bis konkrete Hochzeitspläne mit dem neuen Partner anständen.
Es sei denn, der 'Ex-Mann' will die Scheidung. Reicht doch wenn man emotional und territorial getrennt ist.

Vom geringen Drang jetzt aktiv die Scheiding einzureichen, würde ich keine negativen Rückschlüsse auf ihre Gefühle für Dich ziehen, lieber FS
 
  • #10
Ich würde ebenfalls keine negativen Rückschlüsse auf ihren Gefühlen zu Dir schließen.

Ich bin selber so eine Frau, die schon jahrelang ohne Scheidung getrennt lebt. Es ist mir egal...ich möchte den Ämterkram und Papierkram schlicht nicht...es ist ja alles geregelt...Eines Tages wird er sich schon darum kümmern, weil er wieder heiraten wird...also kann ich das doch in Ruhe abwarten.

Trotzdem bin ich frei von ihm...Schon lange. Wir sind nur noch freundschaftlich verbunden und eben durch unser Kind.

Für mich bedeutet die Ehe nix mehr...Viel wichtiger ist doch die Liebe und die Beziehung zu jemanden. Was interessieren mich da irgendwelche Papiere...

LG
 
E

endrana

Gast
  • #11
Vom geringen Drang jetzt aktiv die Scheiding einzureichen, würde ich keine negativen Rückschlüsse auf ihre Gefühle für Dich ziehen, lieber FS

Würde ich auch nicht. Allerdings spricht die ganze Situation für eine extreme Bequemlichkeit ihrerseits (bzw. genauso aufseiten des Noch-Mannes). Ob das jetzt eine gute Eigenschaft ist, sei mal dahingestellt. Die Scheidung ist ja doch meist etwas unangenehmes (oder zumindest nerviges), das man früher oder später hinter sich bringen will - oder muss, weil es z.B. der Gegenpart will.
Klar, es ist ja "nur Papierkram".
Wenn ich aber mit dem Partner/der Partnerin gerne eine Hochzeit planen würde, davor aber noch die Scheidung anstehen würde, die sich mindestens mehrere Monate hinzieht und das ungewiss und vom Wohlwollen eines Expartners abhängig... da kann einem schon die Lust auf Hochzeitsplanungen oder auch nur den Gedanken ans Heiraten vergehen!

Lieber vorher Augen zu und durch, das Unangenehme erledigt haben und danach befreiter ins Leben mit neuem Partner starten (ob jetzt mit erneutem Heiraten oder auch nicht).
 
  • #12
Ich bin selber so eine Frau, die schon jahrelang ohne Scheidung getrennt lebt. Es ist mir egal...ich möchte den Ämterkram und Papierkram schlicht nicht...
Mir, als Frau, würde es aber nicht gefallen, wenn ein neuer Partner, mit dem ich eine auf Dauer und Zukunft ausgerichtete Beziehung haben möchte, keine Anstalten machte, sich von seiner Noch-Ehefrau scheiden zu lassen.
"Scheidung erst, wenn man neu heiraten will" - na da würde ich mich aber bedanken! Das fände ich respektlos mir gegenüber. Ich würde nicht auf Dauer eine Beziehung mit einem anderweitig Verheirateten haben wollen. Da verstehe ich den FS sehr gut.
Und man muss mal sagen, umgekehrt gilt sowas hier im Forum immer als absolutes NoGo, wenn eine Geschichte geschildert wird, in welcher der Mann noch verheiratet ist und nicht gedenkt, sich scheiden zu lassen.

w51
 
  • #13
Da muss ich dich enttäuschen. Sie verzichtet jetzt schon auf 3/4 der ihr gesetzlich zustehenden Unterhaltszahlungen.

Ein wichtiger Faktor fehlt hier aber auch noch. Hat die Frau oder der EX übrigens schon die Scheidung eingereicht?
Wenn nicht, dann ja ihr Nochmann weiter einen Anspruch auf ihre Rente, bzw. 1,5 J. längeren Anspruch.

Außerdem muss Sie immer darauf hoffen, dass der Mann nicht via Anwalt seine möglichen Ansprüche einklagt. Gut den Kinderunterhalt muss er schon zahlen, aber im Gegenzug hat er auch einen Anspruch auf einen Nacheheunterhalt, wenn die Frau viel mehr verdient.

Irgendwie ist die ganze Geschichte wie eine tickende Zeitbombe für mich.

Apropos Unterlagen: Man kann auch das Scheidungsverfahren und den Zugewinnausgleich voneinander trennen, wenn beide Parteien sich einig sind.
 
E

endrana

Gast
  • #14
Mir, als Frau, würde es aber nicht gefallen, wenn ein neuer Partner, mit dem ich eine auf Dauer und Zukunft ausgerichtete Beziehung haben möchte, keine Anstalten machte, sich von seiner Noch-Ehefrau scheiden zu lassen.
"Scheidung erst, wenn man neu heiraten will" - na da würde ich mich aber bedanken! Das fände ich respektlos mir gegenüber. Ich würde nicht auf Dauer eine Beziehung mit einem anderweitig Verheirateten haben wollen.

Absolut richtig. Ich dachte auch immer, es ist ja nur ein "Stück Papier" und was zählt, sind die Gefühle und die reale Lebenssituation. So ist es aber häufig nicht für den neuen Partner. Es ist für die meisten ein auf Dauer belastendes Gefühl, den Partner noch mit jemand anderem verheiratet zu wissen. Belastend und ein Gefühl der Ungewissheit bleibt immer... wird die Scheidung im Fall der Fälle friedlich verlaufen? Was, wenn es zu einem verzögerten Rosenkrieg kommt (wegen Finanziellem etc), so wie es jetzt der FS natürlich befürchtet? Er hat ja immerhin schon einiges an Zeit in die Beziehung investiert und somit auch einen Haufen Hoffnung auf eine Zukunft mit dieser Frau.

Bitte, wem die Scheidung nicht wichtig ist, soll sie ruhig verschleppen. Das obliegt den beiden Noch-Verheirateten.
Aber ich finde es rücksichtslos, dem neuen Partner, der vermutlich aufrichtig liebt und die Situation deshalb akzeptiert, das zuzumuten aus reiner Bequemlichkeit ("keine Lust auf den Papier/Ämterkram"). Kein guter Grund, um einem geliebten Menschen emotionalen Stress und ewige Ungewissheit und Verunsicherung aufzubürden.
 
  • #15
Ich würde ihr sehr deutlich sagen, dass Dich ihr Verheirateten-Status kränkt. Das Problem verschärft sich sukzessive, da diese Kränkung dauerhaft und nagend ist. Sie hat womöglich sogar das Potential Deine Liebe dauerhaft auszuhöhlen. Das musst Du ihr klar machen. Und falls Ihr mal heiratet, dann fände ich (wenn ich in Deiner Situation wäre) es auch schöner, wenn sie nicht von einer Ehe in die Ehe geht, sondern erstmal eine gewisse Zeit geschieden ist.
 
  • #16
Herzlichen Dank an euch alle!

Danke speziell an endrana, terzia und frau! Ihr sprecht mir aus dem Herzen. Denn genau so fühlt es sich an. Der Umstand, dass sie verheiratet ist, nagt immer mehr an mir. Sie beteuert zwar, dass sie es ernst meint mit mir. Doch ich sehe da immer noch ein Ehepaar, dass nicht nur durch das gemeinsame Kind verbunden ist. Je mehr ich merke, dass sie aus nicht rationalen Gründen die Scheidung hinauszögert, umso mehr spüre ich, dass sie emotional noch an ihm und der Ehe hängt.

Zudem wird die Verbundenheit ja auch gesetzlich untermauert. Wenn ihr beispielsweise was zustösst, darf nicht ich sie im Spital besuchen, sondern er.
 
E

endrana

Gast
  • #17
Lieber FS,

Ich war in einer ähnlichen, wenn auch etwas anderen Situation, deshalb kann ich gut nachempfinden, wie du dich fühlst und dass man das am Anfang so einer Beziehung wirklich nicht weiß, dass es einem damit mal so gehen wird. Aber je tiefer und fester die Bindung wird, desto mehr nagt es an einem.

Mein Partner und ich sind noch zusammen. Weil ich ihm oft und deutlich gesagt habe, wie sehr es mich stört und aufregt. Er hat das ernst genommen und eingesehen, dass es die Bequemlichkeit (das war der einzige Grund für eine nicht angegangene Scheidung) und die Unlust auf Arbeitsaufwand und mögliche finanzielle Einbußen, nicht wert sind, alle künftigen Beziehungen von Anfang an zu belasten.

Rede offen mit deiner Partnerin. Zur Not auf mehrmals, wenn sie das als einmalige Empfindlichkeit abstempelt. Mach es nicht rund um die Uhr zum Thema, aber immer wieder, solange sich nichts bewegt. So trägst du die Last nicht alleine, sondern bürdest auch ihr ihren zustehenden Teil auf, nämlich die Ungewissheit, ob du nicht früher oder später gehst deswegen.

Genau das hätte ich übrigens gemacht, wenn er keine Anstalten gemacht hätte, ich wäre gegangen. Nicht, weil ich nicht genug Gefühle gehabt hätte, sondern weil ich so starke Gefühle hatte, dass mich diese indirekte "Dreierbeziehung" viele Nerven gekostet hatte.

Ich wünsche dir alles Gute.
 
  • #18
So, hier mal die Sicht von einer Betroffenen: ich lebe seit 8 J. getrennt von meinem Mann, einen finanziellen Vorteil hat keiner davon, wir verdienen gleich wenig.

Die Gründe sind völlig unspektakulär, wie von #4 @Mars_84 und #6 @Jana_09/15 geschildert.

Hinzu kommt, dass eine Scheidung eine Menge Geld kostet, was wir beide nicht haben bzw. lieber sinnvoller für schönes oder notwendiges einsetzen.

Der bürokratische Aufwand schreckt zudem ab. Wozu also das ganze? Damit alles "seine Ordnung" hat?

Mir hat der Status Ehe nie viel bedeutet, haben damals eher aus Gründen der Einfachheit wegen des Kindes geheiratet.

Ich war schon damals der Meinung, dass es keiner Ehe bedarf, um sich seine Liebe zu beweisen und dass die Ehe auch nicht vorm Entlieben schützt.

Zu meinem Ex habe ich ein gutes freundschaftliches Verhältnis und auch zu seiner neuen Lebensgefährtin, wir feiern zusammen Geburtstag und ich gehe nächste Woche mit ihr auf einem Konzert...

Es kann alles so schön und entspannt sein, wenn man sich nicht selbst das Leben mit seinem Kopfkino schwer macht wegen eines Zettels, der Tausende von Euro kostet ihn zu ändern...

Die Lebensgefährtin meines Mannes ist übrigens ihrerseits auch noch verheiratet und auch dort ist es kein Problem.

Ich selbst würde wohl gar nicht noch mal heiraten wollen.

Ich kann es wirklich absolut nicht verstehen, warum das für einen neuen Partner so wichtig sein soll.

Die Beziehungen, die ich zwischenzeitlich kennengelernt hatte, hatten mit meinem Status auch alle kein Problem, auch wenn sie selbst nicht oder noch nie verheiratet waren.
 
  • #19
ich kann Dich absolut verstehen. Ich wollte auch nicht, dass mein Partner noch verheiratet wäre. Vor allen Dingen,wenn die neue Beziehung ernsthaft ist. für mich wäre stets ein Dritter mit an Bord.
Energetisch ist man immer noch zusammen. Es würde mich kränken und auf Dauer meine Liebe unterwandern.
Die Bequemlichkeit finde ich ein fades Argument und kann ich nicht gelten lassen. Ist meinem Partner das nicht wert, wenn er weiß wie ich dazu stehe?
Auch die finanziellen Aspekte sind mir suspekt. Man kann einen Anwalt nehmen, bzw. der eine stimmt dann zu und so halten sich die Kosten in Grenzen.
 
  • #21
Die Beziehungen, die ich zwischenzeitlich kennengelernt hatte, hatten mit meinem Status auch alle kein Problem, auch wenn sie selbst nicht oder noch nie verheiratet waren.
Solange das für keinen Beteiligten ein Problem ist, kann man natürlich auch alles so lassen, wie es ist. Keine Frage.
Aber, wenn du dich in einen neuen Mann verlieben würdest und es entstünde wirklich mit der Zeit eine echte Liebe und du willst mit ihm zusammenbleiben … ihm wäre es nun aber sehr wichtig, dass du dich scheiden lässt … würdest du das nicht, ihm zuliebe, dann tun?

Ich persönlich fand Heiraten schon immer überflüssig und habe deshalb ganz bewusst nie geheiratet. Um so mehr würde es mich stören, wenn jemand, so wie du, behauptet, das wäre doch alles ganz egal - ist aber selbst verheiratet! Ich meine, es gibt viele Dinge im Leben, die sind wirklich egal, aber Themen wie "Heiraten" sind dann u. U. doch zu folgenreich. Da erwarte ich von (m)einem Partner eine "Haltung".
Aber, wie gesagt, solange alle in der Konstellation zufrieden sind, muss man nichts ändern.


w51
 
  • #22
Nur mal zum Mythos Prozesskostenhilfe: Es ist in den meisten Fällen kein Geschenk des Staates, sondern lediglich ein Kredit, der in monatlichen Raten zurück gezahlt werden muss, sofern das Einkommen nicht auf HartzIV Niveau liegt.

Auch wird PKH nur bei einem Einkommen bis knapp über 1000 EUR gewährt.

Wenn man da auch nur knapp darüber liegt, gibt's nix. Und wenn dann noch Immobilien im Spiel sind, springt der Streitwert des Anwalts ins Unermessliche, denn der rechnet nach Streitwert ab.

ihm wäre es nun aber sehr wichtig, dass du dich scheiden lässt … würdest du das nicht, ihm zuliebe, dann tun?

Ich weiß nicht... vielleicht schon.
Andererseits denke ich, dass einem Mann dem solche Formalitäten so extrem wichtig sind und der es wie @Goody empfinden würde - so ein Mann würde grundsätzlich glaube ich in seinen gesamten Ansichten und seinem Verhalten nicht zu mir passen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Menschen, die sich von sowas zurückgesetzt fühlen, auch anderweit sehr anhänglich und eifersüchtig sind. Ich bin da sehr empfindlich, mich schränkt sowas sehr ein.

Ich kenne meinen Ex, meine Schwiegereltern, seine Familie mehr als mein halbes Leben lang, natürlich bin ich mit ihnen energetisch verbunden. Soll man die dann alle komplett aus dem Leben streichen, die die letzten 20 J. für mich da waren? Das würde ich auch von keinem Mann erwarten. Man hat mit Ü40 nun auch mal ein Beziehungsvorleben.

Also ich nehme einen neuen Partner dann lieber dort mit hinzu. Das geht aber nur mit einem, der genügend Selbstvertrauen/Selbstwertgefühl hat und sich nicht dauernd selbst in Frage stellt.

Um so mehr würde es mich stören, wenn jemand, so wie du, behauptet, das wäre doch alles ganz egal - ist aber selbst verheiratet!

Ich war 19 und schwanger, als ich geheiratet habe. Eher auf Drängen und Raten unserer Eltern hin, dass es "besser" sei. Mein Traum war es nie, es sprach aber auch nichts dagegen, weil ich ihn liebte und auch die Vorstellung hatte, für immer mit ihm zusammen zu bleiben. Dass sich das anders entwickelte...tja.

Rein rational finde ich heiraten nicht unbedingt verkehrt, gerade wenn man eine Familie gründen will. Rein emotional kann ich dem heiraten jedoch nichts abgewinnen. Vielleicht sollte ich es so konkretisieren.
 
  • #23
Ich kenne meinen Ex, meine Schwiegereltern, seine Familie mehr als mein halbes Leben lang, natürlich bin ich mit ihnen energetisch verbunden. Soll man die dann alle komplett aus dem Leben streichen, die die letzten 20 J. für mich da waren? Das würde ich auch von keinem Mann erwarten. Man hat mit Ü40 nun auch mal ein Beziehungsvorleben.
Zwischen "alle komplett aus dem Leben streichen" und einer Scheidung liegen aber Welten!

Also ich nehme einen neuen Partner dann lieber dort mit hinzu. Das geht aber nur mit einem, der genügend Selbstvertrauen/Selbstwertgefühl hat und sich nicht dauernd selbst in Frage stellt.
Heiraten hat einen Symbolwert und in unserer Kultur bedeutet das, ich räume meinem Ehepartner eine exclusive Position ein, er steht an erster Stelle. Andernfalls könnte man ja mehrere Ehepartner gleichzeitig haben - kann man aber in unserem Land nicht und das ist kein Zufall.
Daher hat es mMn nichts mit fehlendem Selbstvertrauen zu tun, wenn ein aktueller Partner nicht akzeptieren will, dass dem Vorgänger, diese symbolträchtige erste Stelle, die ja auch gesetzlich entsprechende Folgen hat (z.B. Erbe uvm.), zu Ungunsten des aktuellen Partners belassen wird.


w51
 
  • #24
Zwischen "alle komplett aus dem Leben streichen" und einer Scheidung liegen aber Welten!

Erst wird die Scheidung verlangt, als zweites möge man doch die alten Kontakte abbrechen, weil man ja den neuen Partner hat, dann sind meine männlichen Freunde dran, weil er nicht versteht, was mir das gibt und nicht vertraut, dass da nichts läuft und irgendwann darf man nirgendwo mehr allein hin ohne Diskussion, Misstrauen und Unterstellungen hin.
Ich hab solche eifersüchtigen Männer erlebt. Nicht nur einen.Vorstandsmitglied in großen deutschen Konzernen. Selbstwertgefühl als Mann bei Null. Grauenvoll und absolutes NoGo.

Wer nur ansatzweise solche Tendenzen zeigt, dem geh ich aus dem Weg. Es ist viel schöner mit entspannten Menschen.

Ich bin so froh, dass die Lebensgefährtin meines Ex auch cool drauf ist. So haben wir unseren Spass zusammen, statt uns das Leben schwer zu machen.


Also für mich hat die erste Stelle, wem mein Herz gehört und wer in meinem Bett liegt, nicht wer auf einem Stück Papier steht.

die ja auch gesetzlich entsprechende Folgen hat (z.B. Erbe uvm.), zu Ungunsten des aktuellen Partners belassen wird.

Einen gesetzlichen Vorteil hätte ein neuer Partner von meiner Scheidung nur, wenn ich ihn heiraten würde.

Andernfalls fällt mein Erbe nur meinem Kind zu, wenn ich geschieden wäre.

Hingegen die Frage, warum ich das Vermögen, was ich mit meinem Ex geschaffen habe, einem neuen Partner im Falle einer Heirat und meines Todes zukommen lassen sollte, statt dem, der es mit aufgebaut hat oder zumindest meinem Kind? Ich bin meinem Ex für vieles dankbar, ich denke, wenn es einer verdient hätte, mich zu beerben, dann er.

Oder mal in Zahlen: Wenn ich wieder heiraten würde und sterbe, erbt mein neuer Ehemann 3/4 meines Vermögens, mein Kind 1/4. Mit einer erneuten Heirat würde ich somit mein Kind um 3/4 des Erbes bringen. Erbt es mein Ex, kommt es am Ende wieder unserem Kind zugute.

Viel interessanter finde ich die Thematik Witwenrente, die mein Ex und ich in voller Höhe bekämen und die bei einer Scheidung ersatzlos für beide wegfällt.

All diese finanziellen Folgen - neben den Scheidungskosten -/aufwand - aus einer emotionalen Befindlichkeit des neuen heraus in Kauf nehmen?

Das müsste schon jemand ganz tolles sein, der mir das wert wäre.
 
  • #25
Erst wird die Scheidung verlangt, als zweites möge man doch die alten Kontakte abbrechen, weil man ja den neuen Partner hat, dann sind meine männlichen Freunde dran, weil er nicht versteht, was mir das gibt und nicht vertraut, dass da nichts läuft und irgendwann darf man nirgendwo mehr allein hin ohne Diskussion, Misstrauen und Unterstellungen hin. Ich hab solche eifersüchtigen Männer erlebt.
Also, ich habe sowas nie erlebt. Ich habe mit meinen Ex-Partnern nach dem Ende unserer Beziehung jeweils normale freundschaftliche Kontakte gepflegt, ohne dass mein jeweils neuer Partner mir da irgend etwas untersagt hätte. Entspannten freundschaftlichen Kontakt zum Ex halte ich für wünschenswert und normal, aber eine ganz andere Nummer ist, noch mit ihm verheiratet zu sein und zu bleiben(!), wenn ich bereits eine neue Nr. 1 in meinem Leben habe.

Wenn ich wieder heiraten würde und sterbe, erbt mein neuer Ehemann 3/4 meines Vermögens, mein Kind 1/4.
Soviel ich weiß, erbt der Ehepartner die Hälfte und das Kind die andere Hälfte.

...statt dem, der es mit aufgebaut hat? … Ich bin meinem Ex für vieles dankbar, ich denke, wenn es einer verdient hätte, mich zu beerben, dann er.
...All diese finanziellen Folgen - aus einer emotionalen Befindlichkeit des neuen heraus in Kauf nehmen?
Das müsste schon jemand ganz tolles sein, der mir das wert wäre.
Aus deinem Post spricht insgesamt eine tiefe Loyalität, Dankbarkeit und noch enorme emotionale Bindung deinem Ehemann (= Exmann) gegenüber. Im Grunde ist er für dich immer noch die Nr. 1. Das ist ansich sehr schön.
Ein neuer Partner für dich müsste sich jedoch im Grunde mit dem Platz Nr. 2 zufrieden geben. Ist ja auch ok, wenn du so einen findest.
Meiner Meinung und der vieler anderer Leute nach ist es jedoch nicht vermessen, als aktueller Partner den Platz 1 zu beanspruchen und das steht nun mal in Konkurrenz zu "Verheiratet sein mit einem Anderen".


w51
 
  • #26
Derjenige, der die Scheidung einreicht, muß mit Gerichtskosten in Vorleistung gehen. Ich selbst habe das ausgesessen und ihn irgendwann mal machen lassen. War so für mich viel bequemer.
 
  • #27
Weil immer solche Summen genannt werden,

Wir haben unsere Vermögensauseinandersetzung aus dem Scheidungsverfahren genommen, Rentenansprüche gab es nicht zu verhandeln.
Das Ganze einvernehmlich, Notarielle Regelungen, die es dann brauchte, Gericht und ein Anwalt etwa bei 4.000 €.

Zeitaufwand 2 Anwaltstermine, 2 Notartermine, 10min vor Gericht.

Als Eltern gehören wir nach wie vor zusammen, bin jetzt auch wieder bei einer großen Familienveranstaltung seiner Familie eingeladen.
Wir arbeiten zusammen, sind befreundet.
Trotzdem, für mich ist Ehe mehr als ein Stück Papier, das ist für mich ein Bekenntnis.
Deswegen war die Scheidung der ganz logische Schritt und für mich unabdingbar.

Ich hätte Probleme damit, eine Partnerschaft mit jemanden zu haben, der über längere Zeit mit jemand anderen verheiratet ist.
Vielleicht altmodisch, aber für mich einfach schwierig, mir die Situation vorzustellen - hier seine Frau, da ich, die Freundin, am besten bei der gleichen Veranstaltung.

Und nicht nur hier im Forum sondern ganz real die eigenen, die unguten, desillusionierenden Erfahrungen mit dem Status getrennt lebend...
 
  • #28
Soviel ich weiß, erbt der Ehepartner die Hälfte und das Kind die andere Hälfte.

bei Zugewinngemeinschaft gilt § 1371 BGB.

Wenn man seinem neuen Partner erbrechtlich etwas gutes tun will, kann man das ja auch testamentarisch regeln.

Aus deinem Post spricht insgesamt eine tiefe Loyalität, Dankbarkeit und noch enorme emotionale Bindung deinem Ehemann (= Exmann) gegenüber. Im Grunde ist er für dich immer noch die Nr. 1. Das ist ansich sehr schön.

Das stimmt so nicht. Loyalität ja, gewisse Dankbarkeit sicher auch. Emotionale Bindung ja, aber anders. Nr. 1 aber keinesfalls. Ich empfinde für ihn wie für einen Bruder, mehr nicht.

Mein Herz, meine Liebesgefühle, mein Verlangen und meine Gedanken - sind jedoch bei jemand anderen. Der ist die Nr. 1 für mich. Um diese Gefühle geht es doch letztlich in einer Beziehung nur, die "kritisch" sind?


Auch hat mein Ex diesen Status nicht mit der Heiratsurkunde erworben, sondern sich in 26 Jahren erarbeitet und verdient. Dies geht nicht automatisch auf einen anderen über, wenn ich mich scheiden lasse.

Auch würde eine Scheidung letztlich nichts an dem Verhältnis ändern, wie es ist - es würde nur den Status auf dem Papier ändern.

Das müsste sich der andere genauso verdienen und bedürfte genauso ein paar Jahre, völlig egal, ob oder mit wem ich verheiratet bin.

Ich kann ja nur für mich sprechen und will auch für andere getrennt lebende nicht die Hand ins Feuer legen... ich hoffe, ich konnte dem FS doch auch mal eine andere Sicht der Situation aufzeigen, dass diese absolut nichts mit einer geringeren Wertschätzung des neuen Partners zu tun hat.

Das Ganze einvernehmlich, Notarielle Regelungen, die es dann brauchte, Gericht und ein Anwalt etwa bei 4.000 €.

Nun, wenn 4000.- EUR für dich Peanuts sind, freut mich das für dich. Ist bei mir leider nicht so.

... hier seine Frau, da ich, die Freundin, am besten bei der gleichen Veranstaltung.

Was ist denn daran schlimm ? Die Trennung ging von mir aus, ich habe lange für diesen Schritt gebraucht, ihn aber auch nie bereut.

Seine neue Lebensgefährtin lernte er später kennen, er hat mich nicht mit ihr betrogen. Sie ist von der Art her ähnlich wie ich, vielleicht mögen wir uns deswegen.
 
  • #29
Ich kenne mich jetzt zugegebenermaßen überhaupt nicht aus mit dem Thema Scheidung. Aber wenn es wirklich nur Bequemlichkeit bzw. Überforderung sein sollte - gibt es nicht Stellen, an die man sich wenden kann, die einem (für wenig Geld) etwas unter die Arme greifen mit dem ganzen Papierkram? Quasi analog zu diesen Steuervereinen, die Hilfestellung bei der Steuererklärung bieten. Vielleicht Pro Familia?
 
E

endrana

Gast
  • #30
ich hoffe, ich konnte dem FS doch auch mal eine andere Sicht der Situation aufzeigen, dass diese absolut nichts mit einer geringeren Wertschätzung des neuen Partners zu tun hat.

Es tut mir leid, aber genau das klingt aus dem Beitrag heraus. Dass Ihr Expartner sich über die vielen Jahren hinweg einen besonderen Status "erarbeitet" hat und der neue Partner nun erstmal über die Jahre beweisen müsste, denselben "Status" wert zu sein. Es klingt eine nicht geringe Wertschätzung gegenüber dem neuen Partner an, aber dennoch eine geringere im Vergleich. Und das hat jetzt nichts mit einer Heiratsurkunde zu tun, sondern offenbar mit der längeren Beziehungsdauer, gemeinsamem Kind o.Ä.

Das war jetzt lediglich ein Hinweis auf einen Widerspruch in Ihrem Beitrag, der mir auffiel. An sich möchte ich Ihnen Ihr Lebensmodell nicht madig machen; wenn alle Beteiligten zufrieden sind, ist das doch schön.
Anderen Foristen ging es hier im Umgekehrten ja auch nur darum, dem FS klar zu machen, dass seine Gedanken und Gefühle viele nachvollziehen können und es nicht unbedingt "normal" ist, dem Expartner das Privileg, am Erbe teilzuhaben, an der Rente teilzuhaben usw. einzuräumen.
 
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