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  • #1

Wie am Besten mit solch einem enormen finanziellen Gefälle umgehen?

Guten Morgen,eine Freundin von mir hat ein kleines Problem und ich dachte,ich frage einfach mal nach euren Erfahrungen...sie ist glücklich in einer Beziehung und das zusammen ziehen steht an..sie ist in den 20ern, er zehn Jahre älter,beruflich äusserst erfolgreich selbstständig und hat (vermutlich)ca das 6-10-fache im Monat zur Verfügung(drei Autos usw)..sie ist berufstätig und hat 1700 netto im Monat,studiert aber noch per Fernuni und das kostet auch mit Büchern etc so 350 € im Monat..er bewohnt eine Galeriewohnung mit 140 qm die jedoch schon 1300 kalt kostet..für sie ist die Häfte der Miete unerschwinglich,er will dass sie zu ihm zieht und meinte"mach Dir doch über solche Nebensächlichkeiten keine Gedanken"als sie äusserte das wäre zu teuer..er bezahlte schon alle Urlaube,sie bekommt tolle ,teure Geschenke,aber so langsam fühlt sie sich unwohl..kann man so etwas annehmen?Was wäre eine Möglichkeit?Sie zahlt was sie kann?Die Lebensmittel?Macht den Haushalt?Ich danke euch sehr...
 
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  • #2
Eine große Hand kann mehr geben als eine kleine! Ich hatte auch mal eine Freundin die auf dem Beginn es eigenen Weges war. Ich haette auch gerne die Kosten übernommen, was sie nicht wollte, was ich auch verstehen kann.

Wir haben folgenden Vorschlag umgesetzt: Ich bezahle 6/7 und sie 1/7 so hatten wir ein faires Modell, wo Sie Ihren Beitrag dazu geleistet hat und damit auch zufrieden war.
 
  • #3
Der Ausdruck von ihm ""mach Dir doch über solche Nebensächlichkeiten keine Gedanken" hört sich erst einmal sehr verlockend an. Bei genauerer Betrachtung aber steckt dahinter ein gehöriges Maß Unerfahrung oder fehlende Empathie. Es gibt zwar immer noch jede Menge Frauen, die sich gerne in ein gemachtes Nest setzen und denen es nichts ausmacht, ausgehalten zu werden. Gerade unter den Akademikerinnen nimmt aber die Anzahl derer zu, die trotz des Wohlstands ihres Partners gerne auf eigenen Füßen stehen möchten, auch um im Falle einer Trennung nicht mit leeren Händen dazustehen und natürlich auch aus persönlichem Ehrgeiz.

Entweder weiß der Kontakt deiner Freundin das nicht (Unerfahrenheit) oder aber er ignoriert diesen Aspekt völlig, weil er es unwichtig findet (fehlende Empathie). Was immer der Grund ist, ich wäre mit so einem Mann sehr skeptisch. Auch stehen die "reichen Säcke" ja gerne mal im Verdacht, menschlich recht gefühlskalt zu sein. An der Stelle deiner Freundin würde ich mir über diese Punkte Gedanken machen, um zu einer Entscheidung zu kommen. Ich persönlich würde so eine Beziehung nicht eingehen.
 
  • #4
eine schwierige situation. ich würde erst einmal sagen, dass sie ruhig zu ihm ziehen sollte.
sein großzügiges angebot, sie solle sich um gewisse nebensächlichkeiten keine gedanken machen, kann von ihr selbst am besten eingeschätzt werden.

ist dieser spruch großzügig gemeint, oder gönnerhaft...? der übergang ist fliessend.
aufgrund des vermögens in relation zum niedrigen alters des mannes (30+j), gehe ich eher von einer überheblichen gönnerhaftigkeit aus - aber wie gesagt, es ist lediglich eine vermutung.

sollte dem angebot, eine überheblichkeit zugrunde liegen, würde ich nicht zu ihm ziehen.
 
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  • #5
Naja was ist Geld für ihn ? Mittel zum Zweck, sie zu erfreuen.

Was ist Geld für Sie ? zwingend notwendig für den Lebensunterhalt.

Und an dem Unterschied darf die Beziehung nicht zerbrechen, d. h. es muß einfach drüber gesprochen und eine Lösung gefunden werden, z. B. daß man sagt: Geld herauswerfen er solange sie keines hat, Luxuswohnung für ihn. Alltagskosten beide im Verhältnis der Einkommen ....

Aber ich würde nicht in den Tag hineinleben ohne eine grundlegende Regelung irgendwann zu treffen ...
 
  • #6
Alle Urlaube bezahlen lassen? Die Dame lässt sich nach Strich und Faden aushalten und vom Mann regelrecht kaufen. Das erinnert schon an Prostitution -- es ist sehr gut, dass sie jetzt ihre Würde wiederzuentdecken scheint und skeptisch wird.

Für mich ist die Lage klar: Er leistet sich ein junges Häschen, das er ohne seinen Reichtum niemals kriegen würde. Das ist ihm das Geld einfach wert. Zehn Jahre jünger, knackig gebaut und gefügig -- was will ein Mann mehr?

Der Kerl denkt einfach, Geld kann alles kaufen -- und liegt damit ja auch nicht so falsch. Männer mit einem derartigen Monatseinkommen sind oft extrem gefühlskalt und es einfach gewohnt, dass Geld es schon richtet. Sie bekommen ihren Willen. Sie leisten sich was. Er hält sich regelrecht ein Mädchen. Diese Großkotzigkeit, in anbetracht der doch erheblichen Miete von "Nebensächlichkeiten" zu sprechen, würde mir schon Gänsehaut einbringen, wenn es mich betreffen würde. Der Mann scheint Kompetenz und Einkommen zu haben, von Herz und Empathie spüre ich da nahe Null. Es kann gut passieren, dass sie eines Tages nach einem richtigen Streit urplötzlich mit genau nichts auf der Straße sitzt und vom Status der "verwöhnten Gespielin in Luxusumgebung" herunter auf "gewöhnliche Kleinverdienerin ohne alles" fällt.

So, jetzt zu den konkreten Ratschläge in bezug auf Deine Fragestellung:

+ Auf keinen Fall sollte sie dafür den gesamten Haushalt übernehmen. Es klingt auf den ersten Blick immer so "fair", dass er eben mehr bezahlt und sie dafür mehr macht, aber wenn man es genau betrachtet, dann bleibt es dabei, was es ist: Geld gegen Arbeit. Und das ist innerhalb einer Beziehung GRUNDFALSCH. Nein, man lässt sich nicht für Dinge bezahlen, die zu einer Partnerschaft einfach dazugehören. Gemeinsame Haushaltsführung und Sexualität sollten beide wollen und gleichermaßen bieten -- aber keiner den anderen dafür bezahlen. Das eine wäre wie eine Haushälterin, das andere wie eine Prostituierte. Ich sage daher ganz strikt: Innerhalb einer Beziehung darf es keinen Geldfluss geben, sonst entstehen eben auch genau solche Gefühlswelten von Abhängigkeit und Machtgefälle ("er kontrolliert, er äußert Wünsche zum Putzen/Dekoieren/Kochen/Einkaufen, und sie macht dann schon").

+ Sie muss ja nicht unbedingt genau die Hälfte der Miete zahlen, wenn sie auch nicht die Hälfte der Wohnung nutzt. Vielleicht hat er ja ein oder mehr Zimmer nur für sich? Und sie nicht entsprechendes? Es würde sicherlich reichen, wenn sie ihm sagte, 500 Euro monatlich kann ich zahlen, mehr nicht. Aber dann bitte auch ohne Gegenleistung, eher schon mit ungleicher Aufteilung der Wohnung.

+ Selbstverständlich sollten beide sich den Haushalt teilen, wenn sie beide berufstätig sind. Es darf nicht passieren, dass er sich erst schon mal durch Urlaube und Co eine Geliebte leistet und sich nun auch noch eine Haushälterin angelt -- und genau so denkt er es sich wahrscheinlich: Sie hat wenig Geld und wird ihm schon anbieten, ein wenig mehr zu tun. Klingt ja auch fair. Sie hat es ja gut bei ihm. Aber in Wirklichkeit ist er der eigentliche Nutznießer: Junge, knackige Frau ist willig und schmeißt auch noch den Haushalt. 10 Jahre später tauscht er sie dann gegen ein jüngeres Modell ein -- genau so denken die großkotzigen Typen nämlich.

+ Insgesamt halte ich so ein Einkommens- und Machtgefälle für extrem kontraproduktiv für eine Partnerschaft. Ich habe große Zweifel, dass das so auf Dauer glücklich macht.
 
  • #7
@#5
Frederika, dein post ist reine spekulation! Dem mann einfach zu unterstellen: „Der Kerl denkt einfach, Geld kann alles kaufen -- und liegt damit ja auch nicht so falsch.“, ist nicht gerade produktiv, hinsichtlich einer problemlösung…vorausgesetzt, es stellt sich ein problem dar…

Der frau wiederum zu unterstellen, sie sei knackig, nur weil sie jünger ist als er…na ja;-) Ich habe schon 20-jährige gesehen, die alles andere als knackig waren!

Meiner meinung nach, sollte man diese angelegenheit in emotionaler hinsicht nicht beurteilen, da es sachlich nicht möglich ist. Wie diese situation einzuschätzen ist, weiss die frau sicher am besten selbst. Egal, wie diese frau sich beteiligen wird, ob anteilig, ihren verhältnissen entsprechend, oder haushaltstechnisch, diese beziehung gibt eindeutige rollen vor. Jeder der beiden muss für sich entscheiden, ob er das will. Prominentes beispiel sei hier genannt: dieter bohlen mit junger frau. Auch hier existiert ein derartiges gefälle, sicher noch viel extremer. Trotzdem finden sich immer wieder frauen, die das leben.... und nicht wieder die Prostitutionsschiene.
 
  • #8
@#6: Ich "unterstelle" nicht, ich "nehme an". Und ich nehme an, dass eine zehn Jahre jüngere Frau, die sich ein reicher, selbstbewusster Mann als Gespielin aussucht, wahrscheinlich genau das zu bieten hat, was alle Männer suchen: Hübsch, knackig, willig. Genau deswegen ist sie höchstwahrscheinlich seine Freundin. Natürlich ist das eine reine Annahme -- gut wäre, wenn die Fragestellung ausführlicher wäre oder wir mal ein paar mehr Informationen nachgereicht bekommen würden.

Wäre es so, dass die Frau ganz erhebliche finanzielle, materielle Vorteile aus dieser Beziehung zieht, so liegt es nahe, zumindest darüber nachzudenken, ob die gleiche Frau eine solche Beziehung zu einem 10 Jahre älteren Mann mit womöglich kaltherziger Grundeinstellung pflegen würde, wenn er nicht über diese Mittel verfügen würde. Aber vielleicht wäre er dann auch nicht so großkotzig und hart.
 
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  • #9
Ich sehe es wie #1: die Lebenshaltungskosten und die Miete im Verhältnis zu den beiden Einkommen aufteilen, dann bezahlt jeder das, was möglich ist. Das ist ein faires Arragement.

@Frederika: deine Vermutung ist total albern und es gibt nichts in der Beschreibung der Fragestellerin, die auch nur den kleinsten Hinweise ergäbe, dass der Freund ihrer Bekannten ein unangenehmer, gefühlloser Mensch ist. Ich bin selber auch mit einem vermögenden Mann zusammen, der konsequenterweise auch Kosten übernimmt, die man sich bei gleichem Einkommen teilen würde. Und daran ist nicht das geringste auszusetzen. Seit wann ist Grosszügigkeit verwerflich? Was ist das denn für eine merkwürdige Einstellung? Von meinen Bekannten, die sehr gut verdienend sind, ist kein einziger so, wie du es hier beschreibst (sonst wären sie auch nicht Teil meines Bekanntenkreises). Da kommt man halt dem Partner entgegen, der weniger verdient. Das ist eine ganz normale Konstellation und keine dieser Freundinnen "prostitituiert" sich deswegen...
 
  • #10
@#8: Es ist meines Erachtens selten dämlich, das Verhältnis der Einkommen als Maßstab für die Aufteilung von aller möglicher Ausgaben heranzuziehen. Dieses Vorgehen wird durch häufiges Wiederholen nicht richtiger.

Es gibt sehr viele Fälle, in denen sich beide einfach das leisten, was sich jeder leisten kann und auch leisten möchte. Für all diese Fälle ist eine nicht-paritätische Aufteilung völlig unsinnig. Wenn beide 3000 netto verdienen und die Wohnung 1500 Euro Miete kostet, kann sich jeder die 750 Euro lässig (!) leisten und wahrscheinlich ist die Wohnung qualitativ wirklich passend und mehr als ausreichend. Wenn nun einer der beiden durch eine Beförderung zukünftig 4000 verdient, warum in aller Welt sollte er dann mehr für die genau gleiche Wohnung, die gleichen Nutzungsanteile an der Wohnung bezahlen? Das wäre doch völliger Unfug. Die Wohnung bleibt weiterhin für beide in Ordnung, weiterhin können sich beide die Wohnung genau so gut und glücklich leisten wie vorher. Die Gehaltserhöhung spielt gar keine Rolle. Und sie würde auch dann noch keine Rolle spielen, wenn er plötzlich 7000 Euro verdienen würde. Na, dann kann er eben mehr sparen oder sich andere Dinge leisten. So ist das eben mit Verdienst. Sie wohnen in derselben Wohnung, für die sich beide, also auch sie, freiwillig und guten Herzens entschlossen haben und sich, als sie beide gleich verdienten, auch bereits gut leisten konnten.

Anders sieht es aus, wenn der Mann dieses Beispiels jetzt mit einer neuen Wohnung liebäugelte, die 2000 Miete im Monat kosten würde. Da könnte die weniger verdienende Partnerin durchaus sagen: Nein, ich will diese Wohnung nicht, ich bin auch so glücklich, ich brauche nicht mehr. Und er könnte in der Tat anbieten, dass sie weiterhin ihre 750 Euro zahlt und er den Rest übernimmt. Der Maßstab hier wäre dann aber, was sie bereit und in der Lage war, für eine gute, angemessene Wohnung zu bezahlen, nicht aber für eine darüber hinausgehende Wohnung. Der Maßstab wäre aber nicht ausgerechnet das Verhältnis der Einkommen: denn in unserem Beispiel sie zahlt weiterhin 750 Euro, er zahlt 1.250 Euro, also immerhin das 1.67-fache (er verdient aber das 2.33fache). Warum in aller Welt sollte nach dem Einkommen geteilt werden, also er dann sogar 1.400 Euro zahlen, aber sie nur noch Euro 600? Das wäre doch regelrechter Schwachsinn, da es ja nicht bedeutete, dass er "mehr von den Zusatzkosten des Luxus" übernimmt, sondern de facto eine Nettozahlung an sie leisten würde, die sie sparen könnte (750 zu 600 = 150 sparen gegenüber der angemessenen Wohnung, die sie früher bereit und in der Lage war zu zahlen).

Nein, wenn man schon nicht-paritätisch sich an tatsächlichen Kosten beteiligt, dann doch jeder wenigstens daran bemessen, was er auch bei gleichem Verdienst zahlen müsste, könnte und wollte. Aber nicht auch nich weniger! Das ist schlichtweg unmoralisch.

@#8: Doch, es gibt sogar recht grobe Hinweise darauf, dass der Freund mit Geld Liebe und Freundschaft erkauft: Sein großkotziges Gerede von "Nebensächlichkeiten" zum Beispiel. Geld ist nicht nebensächlich, schon gar nicht, wenn man es geschenkt bekommt. Dann zum Beispiel die Aussage, dass sie (wohl regelmäßig) teure Geschenke annimmt und er alle Urlaube bezahlt. Wie absurd ist das? Warum sollte er das tun? Wäre sie sonst gar nicht in Urlaub gefahren? Sie müsste zumindest soviel bezahlen, wie sie auch bei einem gleichverdienenden Partner bezahlt hätte. Und teure Geschenke, die man nicht reziprozieren kann, sollte man nicht wiederholt annehmen, zumindest nicht in einer so frühen Phase der Partnerschaft.

Zu Deinen Fragen: Großzügigkeit ist dann verwerflich, wenn sie dadurch Abhängigkeit erzeugt oder Gegendienste in Anspruch nimmt, die sonst nicht erbracht worden wären (Beispiele: Sie macht den geanzen Haushalt. / Eine junge Frau bleibt bei einem alten Knacker. / Eine Frau hat öfter Sex als sie wünschen würde. / Man nimmt Macken in Kauf, die man unter anderen Bedingungen nicht akzeptieren würde.)
 
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  • #11
w57, die Neiddebatte mag ich gar ncht lesen. Manche Menschen haben eben mehr Geld, was sie ausgeben wollen. Vielleicht ist auch liebe im Spiel? Liebe FS mach Dir keine Sorgen, mehme was er Dir bietet aber verbitte Dir jegliche Vorwürfe wenn es schief geht. Wenn er wirklich gut verdient kann er sich auch eine Putzfrau leisten und Du kannst Dich mehr auf das Studium konzentieren. Dann kommst Du Dir nicht mehr degradiert vor. Was zählt ist die Liebe. Er hat einfach mehr Geld.
 
  • #12
Ich erinnere hier noch mal an die abschließende Frage aus dem Erklärungstext:

>"mach Dir doch über solche Nebensächlichkeiten keine Gedanken" als sie äusserte das
> wäre zu teuer... er bezahlte schon alle Urlaube, sie bekommt tolle, teure Geschenke,
> aber so langsam fühlt sie sich unwohl..kann man so etwas annehmen?

Also die Freundin "fühlt sich unwohl". Ihr ist nicht gut dabei, so ausgehalten zu werden. Dieses Gefühl sollten wir alle ernstnehmen, denn es wird nun mal so empfunden und dieses Gefühl ist auch gerechtfertigt.

Im allerbesten Falle übertreibt der Mann es einfach. Wenn er schon mehr Geld hat und sie MAL zu einem Urlaub einlädt, dann doch bitte nicht auch noch "tolle, teure Geschenke" machen und ALLE Urlaube zahlen. Das ist einfach empathie-befreit und großkotzig. Richtig wäre es, den anderen so wenig wie möglich spüren zu lassen, dann man soviel mehr hat. Ihn im Gegenteil spüren zu lassen, dass das Zusammensein einfach auch so schön ist und die Äußerlichkeiten gar nicht so wichtig sind.

Empathischer und herzlicher wäre es für mein persönliches Empfinden, wenn er auf die Frage nach der Miete sagen würde: "Du, ich muss ja auch so die ganze Miete zahlen und wenn Du mir soviel dazugibst, wie Du jetzt schon zahlst, dann habe ich es sogar besser als bisher. Das wäre mir wirklich recht!" Aber großkotzig "mach Dir doch über solche Nebensächlichkeiten keine Gedanken" zu sagen, ist einfach für mein Empfinden abstoßend und eine Nummer zu großspurig.

Fakt ist, ich würde mich genau wie die Frau aus der Fragestellung auch nicht wohlfühlen dabei. Zu recht, wie ich finde. Wenn schon, dann nicht so dick auftragen und nicht übertreiben.

Wenn man sich wirklich liebt, dann kann man auch einen Urlaub machen, den sich beide leisten können. Auf den Preis kommt es bei Urlaubsfreude nämlich nicht an, sondern auf die tolle Gegend, schöne gemeinsame Erlebnisse und dass man sich gegenseitig gern hat -- teure Einladungen sind nur Prahlerei und Großkotzerei. Traurig genug, dass es manche Frauen regelrecht "abgreifen" würden.
 
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Gast

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  • #13
Hat vielleicht mal jemand daran gedacht, dass der Partner der Fragestellerin ernsthaft verliebt ist, oder gar die FS von Herzen liebt???
Was ratet ihr ihm denn? Auf die FS zu verzichten, weil sie im Vergleich zu ihm bettelarm ist und somit "nicht auf Augenhöhe" (wie man in anderen Threads lesen kann)!
Frederika, da spricht doch wohl der volle Neid aus dir, oder?
 
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Ulrike

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  • #14
"mach dir doch über solche Nebensächlichkeiten keine Gedanken"
ist vielleicht nur das Ende einer längeren Debatte, beinhaltet vielleicht tatsächlich nur das, was da steht: Sie soll beruhigt sein.

Wenn sie ihn liebt und sich geliebt fühlt, sollte sie ihn beim Wort nehmen und genießen. Vielleicht könnten einfach beide Freude daran haben? Er gibt gern, sie ist Sorgen los.

Mann! Soll er krampfhaft nach einer Frau suchen, die mindestens das Gleiche verdient und sie nach einem Mann mit weniger Gehalt, nur, damit nicht irgendjemand Boshaftigkeiten unterstellt?
 
  • #15
@#12: Na, dass sind doch genau die beiden entscheidenden Fragen hier:

1. Liebt er sie wirklich oder hält er sich eine Freundin?
2. Kann ein finanzielles Gefälle trotz wahrer Liebe ein Hindernis sein?

zu 1: Das können wir nicht wissen, nur spekulieren. Die Großkotzigkeit würde mich stören. Wahre Liebe würde vielleicht einfach einen günstigeren Urlaub machen und sich aneinander erfreuen? Lieber Geschenke von Herzen, bestens ausgewählt, aber günstig statt durch Preis imponierend?

zu 2: Siehe die Beiträge #2 und #5. Ja, auch wenn mit der Liebe an sich alles stimmt: Es kommt eben nicht nur auf das Herz an, sondern auf Kompatibilität. Das wurde schon oft aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln diskutiert. Drastisches finanzielles Gefälle KANN ein Problem sein, es MUSS aber natürlich nicht.

Und zu Deiner kleinen Gemeinheit am Schluss: Ne, neidisch bin ich darauf nicht. Ehrlich nicht. Ich möchte gar keinen deutlich reicheren Partner haben und mir geht es auch so sehr gut.
 
  • #16
@#13: Nein, Ulrike, wenn alles passt, dann soll sie natürlich gerne mit ihm glücklich werden. Aber Fakt ist eben auch: Geld verdirbt den Charakter und oft vernebeln großzügige Geschenke, teure Urlaube und "Nebensächlichkeiten" eben ein wenig das Bild, das man sich macht -- und verschleiern Charakterschwächen, die problematisch sein können.

Fakt ist doch, dass die Freundin sich selbst "nicht wohl fühlt". Das ist nicht unsere Diagnose, sondern der GRUND für die Fragestellung. Warum sollten wir das nicht auf dieser Basis diskutieren? Ja, ich kann das nachvollziehen: Mir wäre auch nicht wohl dabei. Selbst wenn alles ehrlich zugeht, es bleibt der schale Nachgeschmack, ob man sich nicht doch kaufen lässt, gerade bei so einem Altersunterschied.
 
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  • #17
ich kann nicht verstehen, weshalb jemand, der viel geld verdient und deshalb seinen partner oft einlädt, teure geschenke macht und die whg weiterhin alleine zahlen möchte, was er ja sowiso tut, bliebe er alleine, grosskotzig ist ??

ich kenne es von mir, das ich gerne grosszügig bin, wenn ich viel habe. und wenn ich nun auf die malediven fliegen möchte, das geld locker für zwei habe, mein partner sich das aber nicht leisten kann, dann lade ich ihn doch von herzen gerne ein. und malediven ist halt schöner, als eine wanderwoche im tirol. das finde ich weder empathielos noch sonst verwerflich.

sicherlich gibt es alte knacker, welche sich ein junges mädchen "kaufen" und solche die das ausnutzen.
aber es gibt eben auch ganz normale leute, die viel haben und das gerne teilen, ohne den andern kaufen zu wollen.
ich kann auch nicht nachvollziehen, warum jemand, der freiwillige geschenke und reisen annimmt, gleich berechnend sein soll bzw sich aushalten lässt ? solange dies freiwillig von herzen kommt, das geben und das nehmen, ist doch alles gut !

also ich kann den mann sehr gut verstehen, das er keine miete verlangt. er wohnt ja eh dort, ob sie da ist oder nicht. im gegenteil, ihre gegenwart ist ja gewinn für ihn, wenn er sie liebt. und das geld hat er nicht nötig. warum muss sich dann so eine frau schlecht fühlen wenn sie das annimmt ? ist sie eine anständige frau, wird sie sich sowiso erkenntlich zeigen, in einer beziehung ist es bzw sollte es ja immer ein geben und nehmen sein, jeder so, wie er kann und wies echt ist.

schämen muss sich jemand, der viel bekommt, nur, wenn er das aus berechnung macht/ annimt und den andern benutzt um sich selbst zu bereichern. ansonsten sehe ich das überhaupt nicht so.
 
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  • #18
Wir hatten ja ähnliche Themen schon öfter hier, und ich muss sagen, ich werde ja immer sofort misstrauisch, wenn jemand in den 30ern mehr, vielleicht sogar WEIT mehr als 10.000 netto verdient, als Selbständiger ... (so wie der Mann in der Fragestellung)! Sorry, aber da kommt bei mir irgendwie der Verdacht auf, dass das "schmutziges" Geld sein muss, jedenfalls kaum "sauber verdientes Geld" sein kann! Für mich ist zumindest die Wahrscheinlichkeit ziemlich hoch, dass der Mann auf der menschlichen Ebene ein A....ch ist - denn entweder ist das Geld z.T. illegal verdient oder zwar legal, aber moralisch fragwürdig.
Wie heißt es nämlich so schön: Mit ehrlicher Arbeit kann man (leider) kein Geld verdienen!
Das wäre für mich als erstes der Ansatz, unter dem ich mir den Mann sehr genau betrachten würde. Ein Mann, der sein Geld auf unmoralische oder illegale Weise verdient, käme für mich als Partner nicht in Frage.

w42
 
  • #19
frederika, du solltest die angelegenheit mal aus einem anderen blickwinkel sehen:
wenn ich mir vorstelle, ich wäre in der position des mannes und ich wollte mir gern teure urlaube leisten, ein adäquates wohnumfeld und würde damit meine partnerin überlasten...mal so gedacht?
warum sollte ich jetzt meine ansprüche herunterschrauben, wenn ich es mir leisten könnte mir diese zu erfüllen?
wäre ich solo, würde ich mir diese ansprüche auch erfüllen, so steuert eben meine freundin, den ihr möglchen teil mit zu.

ich finde das nicht großkotzig.
die freundin hat dadurch die möglichkeit, einen urlaub zu machen, den sie sich sonst nicht leisten könnte. zu wohnen, wie sie es auch nicht allein könnte.

wie gesagt, ich hätte keine lust dazu, mich lebenstechnisch auf das finanzielle niveau einer studenten herunterzuschrauben...was soll ich denn dann mit der ganzen knete machen...
 
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  • #20
@17 man kann Geld, Betriebe auch erben und man kann auch wenig Geld auf unethische Art&Weise verdienen. Es gibt wohlhabende Leute die bescheiden sind und es gibt arme Angeber und umgekeht. Es gibt nichts was es nicht gibt. Genau hingucken ist gut, Misstrauen weniger.
 
  • #21
@#18: Ja, MadMax, ich habe mir das auch schon so herum vorgestellt, wie Du vorschlägst, und dabei ist herausgekommen, dass ich dann alles vermeiden würde, was den Eindruck erwecken könnte, ich würde das Mädchen kaufen wollen -- selbst wenn ich das mit der Wohnung so machen würde, wie von mir in #11 als Kompromiss angedeutet ("Du, ich muss ja auch so die ganze Miete zahlen und wenn Du mir soviel dazugibst, wie Du jetzt schon zahlst, dann habe ich es sogar besser als bisher. Das wäre mir wirklich recht!"), dann würde ich doch auf keinen Fall auch noch zusätzlich, teure, tolle Geschenke machen. Das ist doch geradezu aufdringlich! Er lässt sein Geld spielen, er prahlt damit, er gibt an, er kauft sie -- für mich ist es absolut uneingeschränkt großkotzig, wenn man völlig unnötigerweise teure Geschenke macht, wenn man ohnehin schon derjenige ist, der regelmäßig Urlaube oder Essengehen bezahlt.

Natürlich hast auch Du recht und bei wahrer Liebe von beiden Seiten muss man einen Mittelweg finden, wenn sowohl vom Herz als auch Kopf ansonsten alles passt. Der Mittelweg wäre eben, seine tolle Wohnung gemeinsam zu bewohnen und sich mal zu einem Urlaub einladen zu lassen. Aber dann noch teure Geschenke? Das ist dann einfach zuviel des Guten, das ist maßlos, das ist Großkotzigkeit.

Für mich ist es zumindest ein notwendiger Charakterzug, auch vermögend so bescheiden und lebensnah zu bleiben, dass man erkennt, was mit Lebensqualität und was mit Großkotzigkeit zu tun hat, also womit man den anderen fast bloßstellt und mit welchen Ausgaben man nur gemeinsam angemessen lebt.

@#17: Auch das ist ein richtiger Gedanke. Die minimale Angabe der Fragestellung wäre 6x1700 netto, wofür man etwa 20.000 Brutto monatlich, also etwa eine Viertelmillion jährlich verdienen müsste. Das ist für ehrliche Berufe in den 30igern fast unmöglich, zumindest aber extrem unwahrscheinlich. Zugegebenermaßen ist es aber ziemlich wahrschenlich, dass die Angabe in der Fragestellung einfach falsch ist und das Geld einfach nur soviel erscheint, dass die Zahlen nicht mehr stimmen. Vielleicht verdient er ja nur 5000 Netto, was auch verdammt viel wäre und ebensfalls schon einen tollen Lebenstil erlauben würde. Das wiederum wäre dann ein ganz normaler gehobener Verdienst, den man auf lautere Art erreichen kann.
 
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  • #22
Hallo ,hier die Fragestellerin..erstmal vielen vielen Dank für eure zahlreichen Antworten....hat mir schon sehr geholfen..zu euren Fragen..ich kenne ihn ja auch und er ist definitiv kein Prahler...was ihn selbst betrifft ist er sogar sehr bescheiden und man merkt dass er sie einfach nur sehr verwöhnen will..er ist ein sehr stiller ,ruhiger Typ und in keinster Weise aufdringlich....er ist Informatiker und besitzt drei Firmen mit insgesamt so ca 40 Angestellten,er macht für wirklich sehr namhafte riesengrosse Firmen die Software(was man da allerdings genau verdient weiss ich nicht)..er ist Ende 30,ist extrem ehrgeizig und arbeitet 14h am Tag und ich glaube auch dass er sie mit den Geschenken und Urlauben etwas für die wenige Zeit die er zur Verfügung hat entschädigen will(Urlaube waren immer exklusive Kurztrips,länger ging nicht wg der Firma)....er war übrigens die erste Zeit äusserst skeptisch was den Alterunterschied betraf...solch eine Alterdifferenz hatte er noch nie...mit "tollen,teuren Geschenken "meinte ich z.B zu Weinhachten einen Montblanc -Füller..er selbst besitzt sowas allerdings nicht...er kauft ihr(unnötige?) Dinge die er sich selbst nicht unbedingt leisten würde(meint sie)...seine Hobbies sind seine Autos und das Fitnessstudio..ansonsten wüsste ich nichts weltbewegendes mehr..liebe Grüsse von der Fragestellerin
 
  • #23
na, das klingt doch alles ganz solide:)
meiner meinung nach, sollte sie die beziehung geniessen.
vielleicht ist er sogar ganz dankbar dafür, wenn sie ihm signalisieren würde, dass er sich nicht derartig in unkosten stürzen muss.

da dürfte auch frederika nichts mehr auszusetzen haben...oder?;-)
 
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  • #24
14h arbeiten am Tag, da wäre mir mit ein paar mir geschenkten Stunden mehr gedient als mit Geld
 
  • #25
@#21: Aha, der Verdienst war also frei ausgedacht... na prima. Vergleiche mal Deine Informationen aus #21 mit der Titelfrage -- also das ist schon fast unverschämt.

Die Frage müsste doch eher sein: Will man einen Partner, der 14 h am Tag arbeitet und sich mittels überteurer Geschenke und Kurzreisen von seinem schlechten Gewissen bezüglich viel zu wenig Paarzeit freikauft? Will man einen Partner, mit dem man nie mal drei Wochen am Stück in Urlaub fahren kann? Will man einen Partner, den man überwiegend im Bett sieht, aber Zweisamkeit kleingeschrieben wird? -- Das ist eine sehr individuelle Entscheidung, aber für mich wäre das nichts, wie ich hier schon oft geschrieben habe. Ich möchte eine echte Partnerschaft mit Zweisamkeit und gemeinsamen Ausflügen, Unternehmungen, Alltag.
 
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  • #26
@#23 Frederika..ich kann jetzt hier natürlich auch nicht alles auspacken,aber sie hat mal (ohne Schnüffelei!!!!)per Zufall einen Kontoauszug gesehen und der war schon relativ eindeutig...also ich denke ich bin mit meiner Schätzung nicht soooo weit daneben...sorry,ich wollte hier bestimmt niemanden an der Nase herumführen...

liebe Grüsse von der FS
 
  • #27
@#25: Ja, in Ordnung. Nimm bitte folgendes mit:

Nicht so sehr das finanzielle Gefälle scheint hier das Problem zu sein, sondern die knappe Zeit des Mannes und die extreme Fokussierung auf seine Firma. Wo bleibt da die Zweisamkeit?

Haben die beiden denn wirklich soviel Zeit zusammenverbracht, dass von Gemeinsamkeiten die Rede sein kann? Welche Gemeinsamkeiten haben sie?

Gemeinsame Kurzurlaube und teure Gschenke ersetzen niemals regelmäßige, intensiv gelebte Zweisamkeit.
 
  • #28
frederika, nicht die frau hat ein problem mit den langen arbeitszeiten, ...sondern du;-)

die fokussierung auf die arbeit und die kurzen urlaubszeiten findest du im allgemeinen bei allen selbsständigen!

man kann die no-go -listen auch ins unermessliche legen: keine langen arbeitszeiten, keinen schichtdienst...aber viel geld verdienen...und eine möglichst hohe gesamtkompatibilität beider partner.
ach ja, und die chemie muss ja auch noch stimmen!

den menschen muss man erst einmal treffen!
 
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  • #29
Ich hatte vor Jahren einen Partner welcher tatsächlich 10x mehr verdiente als ich. Er war allerdings auch CEO und 16 Jahre älter als ich. Für mich war die Situation sehr belastend. Ich wollte ja ihn, nicht sein Geld. Versuchte also immer alles selber zu bezahlen. Irgendwann war es aber so, dass ich im Restaurant vor einem Glas Wasser sass, während er sich mehrere Gänge bestellte. Aber ich kann mir einfach unmöglich jeden Abend ein Nachtessen in einem schicken Restaurant leisten.. Somit wurde die Situation immer frustrierender. Habe immer mal wieder vorgeschlagen zu Hause zu essen. Aber schlussendlich war es einfach so, dass er seinen Lebensstil nicht meinem anpassen wollte und ich mir seinen nicht leisten konnte. Ich habe übrigens in dieser Zeit keine Geschenke erhalten. Sogar an meinem Geburtstag nicht. Ja ja, von den Reichen lernt man sparen... Am einfachsten ist es mit einem Mann auf der gleichen "Ebene".
 
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  • #30
von # 12
[Mod. = Antworten Sie einfach nur auf die Frage!]

Warum sollte übrigens ein finanzielles Ungleichgewicht ein Hinderniss für die Liebe sein?!?
 
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