• #61
Mann bekommt kein Date von dir - aber fasziniert eine andere Frau. Und ein halbes Jahr später erscheint er dann mit Freundin beim Firmenfest .....
Ja natürlich gibt es das auch. :) Und natürlich habe ich auch schon Anfrage n "missinterpretiert". Manchmal ließen Männer dann auch nebenbei heraushängen, dass sie vergeben sind, damit ich das nicht falsch verstehe...
in dem aktuellen Beispiel müsste er sie in einem Rahmen von 1-2 Wochen kennengelernt haben, was natürlich (benefit of the doubt) sein kann, aber im Nachgang wird mir einiges seines "heimlichen" Verhaltens klar, was ich jetzt natürlich ganz anders interpretieren kann. Eben, dieses lässige, "push-pull", auf Abstand gehen, nichts überstürzen, nicht genau wissen, woran man ist, was @void ja auch schön beschrieb über diese "Fremdflirter".
Der damalige Kollege war mit seiner Freundin bereits 4 Jahre zusammen. Er ist dann später übrigens mit einer anderen Kollegin zusammenkommen. Fliegender Wechsel. wie @mokuyobi so schön beschrieb, der war wahrscheinlich unglücklich und suchte einen Ausweg. Aber mich hat diese Heimlichtuerei so abgetörnt, dass ich froh war, dem keine Chance gegeben zu haben.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #62
Im beruflichen Kontext erwähne ich meinen Beziehungsstatus auch nicht von mir aus. Es interessiert mich andersherum auch nicht großartig. Engere Kollegen wissen es natürlich, aber in anderen Abteilungen ist es nicht bekannt. Warum? Da ich damit rechnen muss, dass dann Rückfragen kommen, wann Heirat, Kinder, was macht dein Partner etc. Vielleicht geht es den Männern nicht anders. Sie haben schlichtweg keine Lust über ihre Partnerin/ Familienalltag zu sprechen, gerade auch wegen der zu erwartenden Rückfragen.

Durch die Nichterwähnung, ob beruflich oder im Privaten, können sie viel lockerer flirten. Ja, viele Männer mögen es auch einfach mal nur zu flirten. Dem Alltag kurz zu entfliehen. Andere halten sich ein Hintertürchen offen, wenn die Beziehung doch mal in die Brüche geht oder sie hätten halt einfach gern Sex mit dir.

Ich bin nicht so aufreizend geheimnisvoll flirtend, mit Taktik oder Spielchen, nicht melden usw, erzähl sehr offen von meinem Leben und erwarte das dann auch vom Gegenüber. Ich bin eher "ich mag dich, lass uns treffen" und dann geht es zügig voran oder nicht.

Ja, ich auch nicht und mir ist es bis auf einem Mal nie wieder passiert. Wenn du ggf. so auftrittst, passt sich der Mann an.
 
  • #64
Dazu kommt, was mir neulich passiert ist: Neue Mitarbeiterin, nach ca. 2 Wochen frage ich die "Neuen" immer, ob sie sich wohl fühlen, ob es irgendetwas gibt, was ihnen gar nicht gefällt etc ........ist meine Aufgabe - auch bei Praktikanten etc. .
"Haben Sie gerade Zeit auf einen Kaffee mit mir?"

:)
Schiefgelaufen. Ich mache das genauso, füge aber den Zweck des Gespräches hinzu :)

Chats beendet. Bitte alle (!) wieder zurück zur Frage. Die Moderation.
 
  • #65
Ich beziehe mich jetzt vor allem auf Männer, die ganz klar anderes Interesse kommunizierten (Aber wahrscheinlich als Affäre). Ein Kollege, der regelmässig aus einer anderen Stadt kam, fragte mich nach einem Date.
Wenn es häufig Leute von der Arbeit sind, vielleicht ist das auch Branchen-abhängig...? Wäre nur so eine Idee. Ich mein, jeder Beruf zieht ja bestimmte Charaktere an und außerdem geben bestimmte Berufe mehr Freiraum zum Fremdgehen (z.B. Berater, die ständig länger in anderen Städten sind oder so). In meinem Berufsfeld arbeiten vor allem Frauen und die sind alle verheiratet und mit Kindern ausgelastet, die hätten für Affären gar keine Zeit, aber auch die Männer bei uns sind keine Casanovas sondern eher brave und engagierte Familienväter, sonst hätten sie sich einen Job mit mehr Status, mehr Aufstiegsmöglichkeiten, mehr Glamour usw. ausgesucht. Bei uns haben sich manchmal Paare gebildet, die dann aber auch schnell geheiratet und Kinder bekommen haben. Familienfreundliches Unternehmen, zieht aber eben auch eher "langweilige" Leute in diesem Sinne an, wie mich :) Ich arbeite mit verschiedenen Ärztegruppen und hab da schon das Gefühl, dass schillernde und auch narzisstische Persönlichkeiten, die viel Bestätigung brauchen, tendenziell eher z.B. Chirurg werden, Leute mit Familiensinn, die auch gern im Hintergrund bleiben, eher Anästhesist; und flirtig drauf trotz Verheiratet-Sein sind da auf jeden Fall eher die Chirurgen im Durchschnitt. Die Anästhesisten erzählen mir dann eher begeistert von den ersten Schritten ihres Kleinkinds und bei denen erfahre ich oft sofort, dass sie vergeben sind. Ist schon interessant.
 
  • #66
:)
Schiefgelaufen. Ich mache das genauso, füge aber den Zweck des Gespräches hinzu :)

Siehst Du, und ich wäre diejenige, die gar nicht auf den Gedanken käme, dass es anders gemeint sein könnte.
(Was sagt es jetzt über mich aus 😂)

Nun, Apfelmus, also Missverständnis ist ausgeschlossen,
Also tatsächlich absichtsvolle Anfragen.

Da bleibt jetzt aus meiner Sicht wirklich nur die Ausstrahlung - und die enthält viele unbewusste Elemente. Die Seite ist hier ausreichend diskutiert, vielleicht kannst Du etwas daraus nehmen, was passt.

Ansonsten müssten es doch die Männer hier beurteilen, wann und vor allem welchen Typus Frau gräbt man an, wenn es einem nur um eine Affäre geht?
Außer die Frauen, die deutlich signalisieren, dass sie dafür offen sind?
Oder versucht Mann - also ein bestimmter Typ - es einfach generell und Apfelmus hat einfach Pech?

Wir reden ja nicht über den Typ Mann, der ganz offen auf ONs/Affäre aus ist - da weiß jede Frau woran sie wäre, sondern welche, die es durch Täuschung versuchen.
Und da gehe ich in meiner "Naivität" - die ich mir bewusst bewahre - davon aus, dass dieser Typ eine Minderheit ist.

W, 51
 
  • #67
Wenn es häufig Leute von der Arbeit sind, vielleicht ist das auch Branchen-abhängig...? Wäre nur so eine Idee. Ich mein, jeder Beruf zieht ja bestimmte Charaktere an und außerdem geben bestimmte Berufe mehr Freiraum zum Fremdgehen (z.B. Berater, die ständig länger in anderen Städten sind oder so). In meinem Berufsfeld arbeiten vor allem Frauen und die sind alle verheiratet und mit Kindern ausgelastet, die hätten für Affären gar keine Zeit, aber auch die Männer bei uns sind keine Casanovas sondern eher brave und engagierte Familienväter
Den Gedanken hatte ich zuletzt auch. Vielleicht bist du in so einem Beruf mit jungen, hippen, flexiblen, coolen, unabhängigen, lockeren Leuten, wo gefühlt alle beste Freunde sind und was miteinander haben. Und ich vermute, dass du dich auch gelegentlich mal sexy anziehst und über entsprechende Themen redest.
Da, wo ich unterwegs bin, sind eher bodenständige Leute unterwegs, die meisten mit Langzeitbeziehung, verheiratet und auch schon mit Kindern. Es ist eher so der ruhige, besonnene Typ Mensch, überhaupt nicht langweilig, sondern schon mit Spleen and faszinierend, aber eben auch nicht super extrovertiert, cool, selbstdarstellerisch und "actionreich".

Vieles hat damit zu tun, wie frau sich verhält. Eine Freundin von mir hat andauernd Sex. Sie will bei Media-Markt ein Radio kaufen, lässt sich vom einem Angestellten beraten und hat kurz danach mit dem Berater Sex im Parkhaus. Für ihn war es übrigens total unangenehm, weil er die ganze Zeit Angst hatte, erwischt zu werden, und weil er eigentlich eine Freundin und daher danach ein schlechtes Gewissen hatte (hat sie erzählt). Ist trotzdem passiert und mir völlig unverständlich, wie so was zustandekommt. Oder sie kauft bei ebay-Kleinanzeigen einen Tisch mit Selbstabholung und hat, als sie ihn abholt, mit dem Verkäufer Sex auf diesem Tisch. Oder mit den Arbeitskollegen... Ich bin in den gleichen Situationen, aber mir passiert so was nicht. Sie ist, wie sie selbst sagt, noch nicht mal überdurchschnittlich attraktiv oder sexy gekleidet, es liegt einfach daran, dass sie von der Einstellung her sehr offen ist, gerne Sex hat (auch mit Fremden) und sehr schnell über sexuelle Themen spricht und privat von sich und ihren Vorlieben/Erlebnissen etc. erzählt, anzügliche Witze macht etc. Das finden viele Männer attraktiv, springen drauf an. Vielleicht bist du auch sehr locker und flirty unterwegs und vermittelst irgendwie den Eindruck, leicht zu haben zu sein und es mit Treue/Monogamie etc. nicht so genau zu nehmen (ist bei meiner Freundin der Fall, für sie ist Sex ein Geschenk, das sie gerne mit vielen Leuten teilt, sie steht dazu und für sie und alle Beteiligten ist es auch ok, die haben Spaß).
 
  • #68
Ich denke Menschen, die wesentliche Aspekte in ihrem Leben auf gezielte Fragen verleugnen und verheimlichen und lieber dafür lügen, sind eben mit diesen Aspekten (und das kann auch eine Partnerin sein) unzufrieden oder könnten zu weiteren Fragen führen, wofür sich derjenige dann schämt oder sich mit seinen Zweifeln im Nachgang auseinander setzen müsste oder so Nachfragen oder unerwünschten Bewertungen von Fremden aus dem Weg geht (wäre aber nur bei geringem Selbstbewusstsein und Standing der Fall, das wären keine zielstrebigen, dominaten und gelassenen Macher, sondern Feiglinge, die auch unangenehmen Meinungen und Kritik aus dem Weg gehen, in dem sie verheimlichen und vertuschen.)
Mir ist bisher kein liierter Mann begegnet, der mich zu seinem Beziehungsstatus oder seine Absichten im Unklaren gelassen hat, um sich über einen vermeintlichen Single-Status in mein Bett zu quatschen. Jeder erzählte gleich von seiner Partnerin und seiner Sicht von Problemen und auch guten Seiten dieser Beziehung und ich wurde direkt vom Mann eingeladen, ob ich auf eine Affäre einsteigen möchte.
Lügen und Verheimlichen bringt bei Dating wirklich nur den kurzfristigen Erfolg, allenfalls für einen ONS, spätestens hat man nach dem ersten Date und dem Wunsch eines Folgedates, das Dilemma seine Lügen unter einen Hut zu bekommen.
Ich denke keiner wollte dermaßen über Wochen lügen und sich von mir bei Ungereimtheiten der Lügen überführen lassen, weil man sich zuhört und sich die erzählten Dinge merkt (Gedächtnis). Bei Abweichungen und für mich unplausibel klingenden Angaben hake ich nach. Machen sich echt so viele Männer Gedanken und bauen ein fundiertes Lügengebäude auf, behalten ihre Lügenmärchen präsent und tagelang im Kopf, um diese Lügen korrekt weiterspinnen zu können(?) nur um die FSin zu beeindrucken und zu verführen? Für mich schwer vorstellbar, selbst bei kleinen Lügen, war es schwer schon nach 2-3 Tagen, geschweige 1-2 Wochen, noch genau zu wissen, was ich genau im Wortlaut gelogen habe. Natürlich bin ich deshalb aufgeflogen.
Und ehrlich die FSin ist nicht der goldene Apfel, den man sich durch ausgewiefte Gaunerei und planmäßiges Lügen erhält. Viel zu viel Aufwand, dafür ein so instabiles Kartenhaus, dass bei einer genauen Betrachtung und Nachfrage in sich zusammen fiele.
Entweder die Männer waren ehrlich und haben innerhalb kurzer Zeit, die Erstbeste für eine Beziehung und Facebook gefunden. Oder es war die Schwester oder eine langjährig Bekannte auf den Facebook-Postings, oder die lügenden Männer, schämen sich ihrer Beziehung, Ehe, Frauen und lügen deshalb, um sich als Single auszugeben und sich dadurch den begehrten Single-Vorteil bei der FSin versprechen, aber auch gleichzeitig nicht zu sehr an der FSin interessiert sind, eher ein Kurzintermezzo, weil die männer wissen, dass die Lügerei zeitnah beim besseren Kennenlernen auffallen würde. So naiv und blind ist kaum eine Frau, dass dieser nicht schnell Ungereimtheiten auffallen würde, (ebenso Männern).
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #69
"Besser den als keinen". "Besser den als allein zu sein". All das zeugt mit der Unfähigkeit allein zu leben, also SICH SELBST GENUG ZU SEIN, von einem niedrigem Selbstwert, meist gepaart mit einem eingeschränkt Selbstbewusstsein -> Wer bin ich, was macht mich aus? Daraus resultierend oft der fehlende Fokus nach INNEN (sich selbst), statt nach AUSSEN (Affärenmann).

Es tut mir leid, aber ich kann es echt nicht mehr lesen. Wenn es nach diesem Forum geht ist Selbstwert und Selbstbewußtsein (könnte man nicht auch dazu sagen: Ich-Bezogenheit und Egoismus?) der Schlüssel zur Lösung aller Probleme. Und die wichtigste Kompetenz zum Finden eines Partners ist die, eigentlich keinen zu brauchen weil man ja so sehr auf sich selbst fixiert ist und sich selbst genug ist nach dem Motto - "lieber Single, als mit..."(was dann üblicherweise mit teilweise geradezu absurden Ansprüchen an einen potentiellen Partner einhergeht).

Das ist aus meiner Sicht einfach nicht wahr! Natürlich mag es Menschen geben die alleine tatsächlich rundum zufrieden sein können. Aber es gibt auch Menschen die können das schlechter und das ist auch völlig OK. Warum kann nicht akzeptiert werden dass "alleine sein" eben für manche Menschen (nicht für alle) kein erstrebenswerter Zustand ist sondern maximal eine Übergangs-Notlösung, in der man sich zwar mehr recht als schlecht einrichten kann aber von der man nicht begeistert sein muss.

Selbstwert und Selbstbewußtsein sind nicht die Lösung aller Probleme. Im Gegenteil - zu viel davon ist schädlich und macht einen Menschen unsympathisch.
 
  • #70
Es tut mir leid, aber ich kann es echt nicht mehr lesen. Wenn es nach diesem Forum geht ist Selbstwert und Selbstbewußtsein (könnte man nicht auch dazu sagen: Ich-Bezogenheit und Egoismus?) der Schlüssel

Selbstwert und Selbstbewußtsein sind nicht die Lösung aller Probleme. Im Gegenteil - zu viel davon ist schädlich und macht einen Menschen unsympathisch.

In diesem Thread sehe ich das Problem auch nicht im mangelnden Selbstbewusstsein der FSin.
Aber ansonsten ist es nun mal so, egal wie man es dreht oder wendet unser Selbstwertgefühl entscheidet maßgeblich darüber, wie wir unser Leben führen. Ob wir glücklich oder unglücklich sind. Ob wir in einer unglücklichen Beziehung verharren, der übergriffigen Schwiegermutter paar Takte erzählen, wir uns auf eine bessere Stelle bewerben, den Chef um eine Lohnerhöhung bitten usw.
 
  • #71
ich kann nur aus eigener Erfahrung heraus empfehlen, den Blick mal ins Innere zu lenken
Kann ich auch aus eigener Erfahrung empfehlen, aber ich weiß noch, dass der Anfang dieses Prozesses nicht war, dass ich "jetzt mal den Blick nach innen lenken wollte".
Ich weiß nicht, WO Apfelmus jetzt gerade steht. Die Threadfrage sah erstmal so aus, als würde sie noch im Außen suchen. Sie guckt aber mE schon nach innen, wenn sie feststellt, dass sie oft ausgenutzt wird. Das ist ja ein Hinweis auf Grenzensetzen. Ich finde hier wichtig, sich nicht zu denken, man sei zu gut für die Welt, sondern das als zu bearbeitende Baustelle im eigenen Dasein zu sehen.


Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein oder Selbstwertgefühl greifen ineinander und sind nicht so klar von einander abgrenzbar.
Sie bedeuten aber jeweils was anderes, von daher sind sie als Begriff und in ihrer Bedeutung für mich abgrenzbar und können auch einzeln auftreten.

Sich seiner selbst bewusst sein bedeutet doch, dass man sich einschätzen kann mit Objektivität. Man kann in bestimmten Dingen voraussehen, wie man reagieren/agieren wird. Man KENNT sich sozusagen, und das auch schonungslos, was Macken angeht, also Punkte, wo man noch nicht ideal im eigenen Sinne denkt und handelt und sich damit schadet. Man agiert nicht blind aus allen möglichen Stimmungen und Gefühlen heraus. Bedeutet auch, dass man Menschen einschätzen kann. (Alles nicht "absolut 100%" gemeint)

Selbstvertrauen haben auch Leute ohne Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl. Wird dann eben durch Arroganz gespeist und durch Überlegenheits"krücken", die aber gesellschaftlich anerkannt sind, dh. dafür hat der Mensch jede Menge Bewunderung bekommen und wird allgemein bevorzugt behandelt.

Selbstwertgefühl ist was schwankendes. Auch wenn ich mir meiner selbst bewusst bin, kann es sein, dass ich gerade so viel Probleme habe, das ich unsicher werde, ob ich noch die normale Anerkennung bekomme von meinen Mitmenschen. Die sind ja auch geprägt vom gesellschaftlichen Konsens, also wenn einer "rausfällt", weil er z.B. arbeitslos wird, kann er sich vielleicht nicht minderwertig fühlen, wird aber von seinem Umfeld doch als Versager gesehen und das kann auch an ihm lange nagen, dass sein Selbstwertgefühl in den Keller geht.
Gibt es SWG ohne Selbstbewusstsein ... doch schon, würde ich sagen. Vielleicht muss man das dann als "gestützt durch was anderes als das Selbst" betrachten, also durch "Krücken". Denn manche Menschen halten sich für schöner, besser, klüger als sie sind und laufen durchaus mit einem großen SWG und SV rum. Aber ganz ohne Selbstbewusstsein.
 
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  • #72
Weshalb erwartest Du, dass sich ein Mann ... gleich Status-mäßig Dir gegenüber öffnet...Ich denke mir, die Männer fühlen sich auch irgendwie von Dir ausgefragt.

Das war auch mein erster Gedanke. Als der Arbeitskollege von seinem Besuch in der Therme berichtet, fragte die FS, ob es ein "Date" war und scheint damit die Gespräche schon früh in diese Richtung zu lenken. Wem solche Fragen (noch) zu privat sind, ist mit solchen Fragen dann möglicherweise "überrumpelt" und versucht dann vielleicht unbeholfen dem weiteren Gespräch durch Unwahrheiten auszuweichen. Schlau ist das zwar idR nicht, aber vielleicht eine mögliche Erklärung.

Forsche Neugierde ist nichts Verbotenes oder Verwerfliches und zeigt im Regelfall Interesse am Gegenüber, was auch zu einem schnelleren gemeinsamen Vertrauensaufbau führen kann, wenn beide dafür offen sind. Muss es aber nicht.

Wer stärkeres Interesse an einem anderen Menschen zeigt, begibt sich damit erst einmal in eine "unterlegene" Position und dem Gegenüber die "Macht" darüber, wie er darauf reagiert. Hat dieser zB kein Interesse, kann abweisend reagieren (Korb). Hat dieser hingegen selber Interesse, kann er vergleichsweise ungefährdet sein umgekehrtes Interesse offenbaren und damit die Augenhöhe in Bezug auf das gegenseitige Interesse wiederherstellen. Ist er sich noch unschlüssig oder möchte er, dass der Gegenüber sich noch mehr beweisen muss, dann kann er den Gegenüber auch weiter im Ungewissen strampeln lassen. Wer nur partielles Gegeninteresse hat (Sex, Dienstleistungen, Geld, Ruhm, ...), versucht möglicherweise auch das an ihm offenbarte Interesse durch Lügen zu seinem Gunsten zu verwerten.

Offenbart zb ein Milliardär Interesse an einer Person, die aber umgekehrt nur an seinem Geld interessiert ist, dann besteht halt die Gefahr, dass dieser das an ihm offenbarte Interesse für sich zu verwerten versucht. Da kein Interesse an dem Menschen selber besteht, werden auch weniger Hemmungen bestehen, dem Milliardär einfach das vorzugauckeln, was dieser vermeintlich hören möchte, um damit dem eigenen Ziel (Geschenke) näher zu kommen.

Das könnte auch vorliegend ein Grund sein. Indem die FS neugierig private Dinge ausfragt, deuten das manche vielleicht als ein erhöhtes Interesse, was diese dann für die eigenen Ziele (zB Sex) zu verwerten versuchen und der FS das dafür vermeintlich Notwendige vorgauckeln. Im Prinzip ist das auch nichts groß anderes, als von einem Verliebten ständig irgendwelche Leistungen in der Friendzone anzunehmen, statt diese abzulehnen und deutlich klarzumachen, dass dieser für eine Partnerschaft niemals in Betracht kommen wird. Viele versuchen halt die Vorteile zu nutzen, die das (vermeintliche) Interesse anderer an einem bieten.
 
  • #73
Liebe Apfelmus,

prinzipiell glaube ich, dass man einen Partner überall finden kann und halte den Arbeitsplatz nicht für ein No Go per se (aber man muss dann eventuelle Konsequenzen vorab bedenken). Es scheint mir aber schon so, dass bei dir die Grenze zwischen beruflichen und privaten Kontakten viel zu sehr verschwimmt und würde dir raten, das zu trennen. Einfach mal konsequent keine privaten Treffen mit Kollegen, ein Standhaftes Nein und auch Gespräche nicht allzu privat werden lassen. Damit hast du schonmal einen Schauplatz für derartige Probleme weniger. Erfahrungsgemäß wollen Männer keine rein kollegialen/freundschaftlichen Kontakte. Da steckt meist mehr Interesse dahinter und das erkennst du ja auch. Und du gibst ihnen einen gewissen Spielraum. Gehst mit ihnen etwas trinken. Egal ob du flirtest, sexy gekleidet bist oder generell sehr attraktiv bist oder eben nichts davon - du bist auf jeden Fall zu haben. Dein Nein ist halbherzig, du gibst nach, bist nicht konsequent und das reizt den ein oder anderen Menschen.

Hinzu kommt:
Prinzipiell zieht man an, was man aussendet. Auf deiner Stirn steht sicher nicht "verar** mich", aber wie sieht es in deinem Inneren aus ? Was sind deine Glaubenssätze? Mit welchem Gedanken gehst du auf Männer zu ?
Du wirst ganz unterbewusst durchaus wahrnehmen, dass diese Männer nicht ehrlich sind und reagierst so darauf, dass du ihnen immer wieder begegnest. Finde das für dich unbedingt heraus.
 
  • #74
Also etwas ungewöhnlich ist es schon, ich war in jungen Jahren auch attraktiv und hatte es nie so erlebt. Wenn es trotz diversen sehr guten Ratschlägen hier welche Du vielleicht zukünftig umsetzt immer noch so bleibt liebe FS, liegt die Antwort vielleicht in einer früheren Inkarnation. Dann würde ich mal in der Spiritualität die Antwort suchen.
Bleibe einfach irgendwo Du selbst. Achte auch auf nonverbale körperliche Signale Deinerseits. Sitzt Du schnell vertraut nahe? Berührt Du oft kurz Menschen am Arm oder so? Tendierst Du dazu eine gute Zuhörern zu sein? Will das Gegenüber auch Dinge von Dir wissen und erzählst Du automatisch alles? Sprechen beide Personen etwa gleich viel? Hat das Gegenüber ein gesundes Selbstbewusstsein oder fühlt er sich geehrt und geschmeichelt dass eine schöne Frau mit ihm spricht? Hebt es sein mangelndes Selbstbewusstsein? Leider weilen viele Männer gern in solcher Gesellschaft, aber die eigene Frau darf niemals so hübsch sein...
 
  • #75
Siehst Du, und ich wäre diejenige, die gar nicht auf den Gedanken käme, dass es anders gemeint sein könnte.
(Was sagt es jetzt über mich aus 😂)

Ich habe morgen einen entsprechenden Termin mit meiner Sekretärin. Vor 10 Jahren hätte ich das auch noch unbedarft gemacht, mittlerweile haben wir Männer dazugelernt :)

Ansonsten müssten es doch die Männer hier beurteilen, wann und vor allem welchen Typus Frau gräbt man an, wenn es einem nur um eine Affäre geht?
Außer die Frauen, die deutlich signalisieren, dass sie dafür offen sind?
Oder versucht Mann - also ein bestimmter Typ - es einfach generell und Apfelmus hat einfach Pech?

Ich habe da nicht die riesen Affärenerfahrung, aber ich versuchs mal. In meinem Berufsalltag flachst man immer wieder mal herum, auch mit Kolleginnen. Ich vermute, manche Frauen (und Männer natürlich auch) verstehen das falsch und dann ist der Punkt, an dem sich das intensiviert, nicht mehr weit.
 
  • #76
Auch im aktuellen Fall hat er nach einem (ursprünglich vielleicht unverbindlichen) Absacker, versucht zu mir heim zu kommen. Ich kommunizierte, dass ich dies ablehne und es langsam angehen möchte. Zu diesem Zeitpunkt kannten wir uns ein paar Wochen, haben uns sehr gut privat verstanden, und ab und zu eben auch mal nach der Arbeit etwas unternommen. (Bis dahin alles kollegial).
Ich habe da mal eine Frage:
Wenn ein attraktiver Mann dir sagt, dass er in einer festen Beziehung ist und dir eine Affaire anbietet würdest du dann 'ja' sagen.
Ich habe schon weiter oben geschrieben wie es bei mir zu Affairen kam. Nun nochmal genauer:
Ein attraktiver Consult kommt zu dir an deinen Arbeitsplatz um dort etwas IT-mäßig umzubauen. Das Ganze wird sich über mehrere Monate (mit Pausen) hinziehen. Ihr könnt euch auch privat gut unterhalten. Er sagt, dass er in einer festen offenen Beziehung lebt und macht dir dann ein Angebot.
Also @Apfelmus , wie würdest du dich entscheiden?
 
  • #77
Ich nehme an, du bist ständig zumindest innerlich auf der Suche und checkst jeden Kontakt auf Date Potential ab.
Und dadurch kommt dass, denk ich zustande.
Weil du dir nehr erhoffst. Der könnte was sein, oder der oder.
Und damit bist du iffen, und Männer due gern mal nebenbei flirten oder vielleicht sogar einen Seitensprung suchen oder nur ein Date und gebunden sind, sind damit bei dir an der richtigen Adresse
Sie rennen sozusagen offene Türen ein.
 
  • #78
@void würde das ausgeprägte Selbstvertrauen nicht zwangsläufig mit einem geringen Selbstbewusstsein kollidieren, was sich wiederum aufs Selbstwertgefühl niederschlagen würde?

Es gab ja diese Verhaltensexperimente mit Kindern. Dort hatte man ihnen Aufgaben unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade zur Auswahl vorgelegt und dabei beobachten können, dass die Kinder, die ein stabiles Selbstbewusstsein aufwiesen, sich für Aufgaben entschieden, die leicht über ihren Kompetenzen lagen. Somit hatten sie beim Lösen ein Erfolgserlebnis.

Die Kinder, die ein instabiles Selbstbewusstsein aufwiesen, entschieden sich entweder für besonders leichte oder besonders anspruchsvolle Tätigkeiten. Die einen zeigten somit eine Vermeidungsstrategie und die anderen neigten zur Kompensationen.

Die Menschen, die ein übersteigertes Selbstvertrauen besitzen, was auf der Grundlage von mangelndem Selbstbewusstsein entstanden ist, werden in der Regel ziemlich viele Misserfolge erleben, was sich wiederum auf ihr Selbstwertgefühl niederschlagen wird.

Wenn es um das Setzen von persönlichen Grenzen geht, dann muss man ja für sich erstmal erspüren, wo die beginnen. In der Regel spricht man das ja auch nicht aus, sondern signalisiert das seinen Mitmenschen nonverbal.

Es ging mir auch keineswegs darum, vermitteln zu wollen, dass man sich für „etwas besseres“ halten sollte.
 
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  • #79
ob es ein "Date" war und scheint damit die Gespräche schon früh in diese Richtung zu lenken.
Bitte nicht an dem einen Satz festbeissen, das ist jetzt ein paar Jahre her, es war auch Teil eines grösseren Gespräches über diese Therme und keine Frage aus dem Nichts.
Aber ansonsten sehr interessanter Beitrag! Da mag durchaus was dran sein, was natürlich eine ziemliche Charakterfrage ist.
Dass bei dir die Grenze zwischen beruflichen und privaten Kontakten viel zu sehr verschwimmt und würde dir raten, das zu trennen. Einfach mal konsequent keine privaten Treffen mit Kollegen, ein Standhaftes Nein und auch Gespräche nicht allzu privat werden lassen.
Danke dir, schöner Beitrag. Du hast natürlich recht. Ich hatte auch zwischendurch mal einen Job ohne private Kontakte. Aber ähnlich wie Pfauenauge auch sagt:
Ich nehme an, du bist ständig zumindest innerlich auf der Suche und checkst jeden Kontakt auf Date Potential ab.
Ja das stimmt schon, ich denke das ist menschlich, wie soll man sonst jemanden kennen lernen? Viel hat bestimmt damit zu, dass ich Single bin,, und so für viele Männer einfach einen Versuch wert, leider nicht immer mit ernsten Absichten. Ich trug teilweise mal eine zeitlang einen Ring, nur damit ich keine Anfragen mehr erhielt.
Aber ich möchte auch nochmals anmerken, dass ich bei mind. 3 dieser Kontakte selber kein Interesse hatte, sondern sie nett fand, und wie gesagt, nach der Arbeit noch mal im Pub ein Bier trinken fand ich jetzt nicht schlimm (aber klar, ich verstehe was @HOMESTAR sagt, die hatten alle Hintergedanken). Hätten sie ehrliches Interesse gehabt, hätte ich diese Frage auch nicht gestellt. Aber dadurch, dass sie alle vergeben waren (waren ja nicht nur Kollegen, einer war aus meinem Verein, ein anderer aus dem Bekanntenkreis), bin ich echt entsetzt.
Er sagt, dass er in einer festen offenen Beziehung lebt und macht dir dann ein Angebot.
Also @Apfelmus , wie würdest du dich entscheiden?
Nein, was habe ich davon? Zumal die Frau meistens nicht weiss, dass sie in einer offenen Beziehung lebt.
 
  • #80
Lerne die Männer erst einmal richtig kennen, bevor es zu schnell intim wird. Regelmäßige Telefonate abends oder sowas. Falls er abends kaum telefonieren kann, dann stimmt was nicht.

- Unternehme was am Wochenende. Vergebene Männer haben oft nur unter der Woche Zeit, da am Wochenende die Partnerin was machen will. Wenn er nur Sonntagabends kann, dann stimmt was nicht. Wenn er sich nicht mit dir in der Stadt zeigen will, dann stimmt auch was nicht.

- Vereinbare auch mal ein Treffen bei ihm zu Hause. Wenn er das ständig abblockt und immer nur zu dir will, dann sitzt vermutlich die Freundin daheim.

- Nutze instagram, Facebook usw. Oft findet man da auch private Infos. Oder spreche mit einer Freundin die ihn evtl auch kennt.

Die Tipps finde ich gut!

Bei meiner Freundin machen wir das oft so, dass wir dann erstmal schauen was online so von dem Mann einzusehen ist. Facebook, Instagram, Google da kann man sich dann mal die Fotos anschauen und wo er vielleicht markiert ist.

Was mir häufig aufgefallen ist zb. bei den Herren in der Firma die „komisch“ wurden, die verheirateten/vergebenen kamen sehr direkt an, mit klaren Anmachsprüchen und kamen sehr nah, der eine aber der was festes wollte er war erst freundlich und zuvorkommend, kam ständig ins Büro, hat total viele banale Sachen gefragt über Urlaub etc. der war vorsichtiger, rücksichtsvoller. Der andere der auch Single war war auch erst vorsichtig und zuvorkommend bis er sich dann getraut hat nach einer Verabredung zu fragen.

Bei einem weiß ich bis heute nicht ob es seine Art ist und ob er nur nett sein möchte, er kommt immer sehr nah, meinte einmal - ich sei auch so eine süße und hat mich dann umarmt, das ging so schnell konnte nichts machen. Er erzählte mir viel von seiner Tochter (in meinem Alter). Er war total traurig als er erfuhr, dass ich bald in eine andere Abteilung gehe und da auch bleiben werde. Ich denke er ist einfach nur nett und sieht mich vielleicht so wie seine Tochter. Die meisten werkseigenen Fahrer sind total locker, der eine fragte mich „wann kommt denn, (hält inne lacht) ich hätte fast UNSER Kind gesagt? Als ich noch schwanger war.
Ein anderer hat meiner Kollegin und mir sein Fahrerhaus gezeigt (wollten mal sehen wie es da so aussieht - voll Luxus mit TV und allem 😊) er hätte mich sogar fahren lassen - war mir zu heikel auf dem Firmengelände wo so viel los ist 😂 wenn mich wer sieht werde ich noch entlassen, hätte es aber irgendwie trotzdem gerne 😏🚚

Versuch so viel wie möglich von dem Mann herauszufinden und mach klar, dass du was ernstes suchst und achte auch genau darauf was er dir für Fragen stellt, wenn er nicht so viel Interesse an dir hat und dir nur Komplimente macht und nur sexuelle oder in die Richtung gehende Andeutungen macht glaube ich nicht, dass er es ernst meinen könnte und ggf. vergeben ist.

Viel Glück.
W26
 
  • #81
würde das ausgeprägte Selbstvertrauen nicht zwangsläufig mit einem geringen Selbstbewusstsein kollidieren, was sich wiederum aufs Selbstwertgefühl niederschlagen würde?
Mit einem geringen Selbstbewusstsein würde mE wenndann kollidieren, dass was nie so läuft, wie sich der Mensch das gedacht hat, und er sich fragt, warum.

Wie gesagt, ich nehme das Wort beim Wort: Bin ich mir meiner selbst bewusst oder nicht.
Wenn nicht, weiß ich ja nicht, wer ich bin und was ich in der Welt so will und was ich anderen, die ich will, anbieten kann und was nicht.
Ich weiß nur was wie: ANDERE finden mich xy, also muss ich das wohl sein.

Daraus kann ne Menge Selbstvertrauen erfolgen, wenn die anderen aufgrund von xy positiv auf "mich" reagieren, während sie Leute, die xy nicht haben, aussortieren und schlecht behandeln. Aber die reagieren ja nicht auf mich persönlich, sondern nur diese Attribute. Wenn diese weg sind, bin ich ein Nichts. Weiß ich aber zu dem Zeitpunkt noch nicht. Dazu muss erst eine Krise kommen, in der ich die Chance habe zu entdecken, dass da mehr ist, was mich ausmacht, als das, was andere mir zuschreiben.
Ein Selbstwertgefühl kann mE dann nur aufgrund dieser Attribute entstanden sein. Deswegen kommen dann die starken Krisen, wenn irgendwas wegfällt.
Man kann sein Selbst ja auf allem möglichen aufbauen, "die Gesellschaft" gibt ja genug Punkte, die ein Mensch haben kann, damit Menschen ihn achten und hochheben (Aussehen, Geld, Position im Internet auf Instagram, viele Likes, besser sein als andere in xy-Bereichen, ....).

Selbstvertrauen ist für mich was, das jeder haben kann, der nur verblendet genug von sich selbst ist. Mich hat, als ich Mitte 20 war, mal ein Mann als Partnerin haben wollen, der echt NULL Attraktivität mitbrachte, der gerade von seiner Frau verlassen worden war und schnell ne junge Freundin wollte (er war 42) und der sich für ein Gottesgeschenk hielt. Jedenfalls bei mir. Der fragte überhaupt nicht nach, ob ich ihn will. Er hatte sich entschieden, ich war für ihn was Unterlegenes als Frau und so jung, und er war ja wohl das Beste, was mir passieren konnte. Er fand nicht mal sein Stalken krank.

Das Selbstvertrauen kollidiert mit allem, wo man scheitert, würde ich sagen. Du weißt nicht mehr, was du kannst und weißt nicht, warum du scheiterst. Und statt dann mehr dran zu arbeiten, deinen Anteil daran zu erkennen, kannst du auch die Welt, das Leben, den anderen einfach als doof definieren. Und versuchst mit Mitteln, die dir zur Verfügung stehen, möglichst viele auf deine Seite zu ziehen, die ihn auch doof finden sollen, damit du dein Selbstvertrauen wieder herstellen kannst.

Ich denke, dass jemand, der sich seiner selbst bewusst ist, auch immer ein Selbstwertgefühl hat. Er weiß, was er bieten kann und was nicht, und dass er sich nicht von anderen schlecht behandeln lassen muss, weil er weniger wert als andere sein soll, nur weil er xy nicht hat oder bietet.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #82
er eine aber der was festes wollte er war erst freundlich und zuvorkommend, kam ständig ins Büro, hat total viele banale Sachen gefragt über Urlaub etc. der war vorsichtiger, rücksichtsvoller.
Danke Blume, aber er war eben auch überhaupt nicht flirtend unterwegs, sondern im Gegenteil, ich ging irgendwie davon aus, dass er absolut null sexuelles Interesse an mir hat. Umso erstaunter war ich an diesem Abend, bzw. als ich es dann herausfand.
Wie gesagt, im Nachhinein wird mir einiges klar, was ich falsch interpretiert hatte. Ich dachte eben auch, ok, der ist, neu, schüchtern, will nicht mit der Tür ins Haus fallen, privates und berufliches trennen, etc....
Er erzählte mir auch immer von seinen Freunden, mit denen er was unternahm, frage mich Dinge etc...
Ich werde ihn einfach mal drauf ansprechen...
 
  • #83
Selbstvertrauen ist für mich was, das jeder haben kann, der nur verblendet genug von sich selbst ist.

???
Selbstvertrauen bedeutet für mich, ich vertraue mir selbst.
Dass ich Schwierigkeiten bewältige, Probleme lösen kann, Ziele erreichen - und meine Grenzen kenne, ggf. passende Unterstützung hole.

Ich vertraue mir selbst, dass ich mein Leben genau so gestalte, wie es mir taugt. Dass mein Bauchgefühl stimmig ist, etc.

Damit gehört Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen für mich zusammen.
Negativ konnotiert ist keines der Begriffe, falls sie nicht nur Fassade sind.

W, 51
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #84
Selbstvertrauen ist für mich was, das jeder haben kann, der nur verblendet genug von sich selbst ist.

Verstehe ich nicht.

Selbstvertrauen bedeutet für mich (im besten Wortsinne), ich kann mir selbst vertrauen, ich kann mich einschätzen, ich ruhe in der Gewissheit, dass ich mir selbst vertrauen kann - auch im Hinblick darauf, dass ich für mich gute Entscheidungen treffen kann. Ich kann also auf meine Fähigkeiten vertrauen, zum Beispiel auch im Umgang mit einer Partnerin oder damit, eine Beziehung zu beenden, wenn mir das schadet. Selbstvertrauen ist der Teil des Selbstwertes, der sich auf Fähigkeiten bezieht. Ich bin meiner selbst sicher.

Selbstbewusstsein geht in eine ähnliche Richtung und setzt ebenfalls Reflektionsvermögen voraus, könnte aber auch bedeuten, dass ich mir selbst nicht vertrauen kann, weil ich weiß, dass ich bestimmte Schwächen habe, an denen ich aufpassen muss. Ich bin mir meiner selbst bewusst, kenne die Facetten meiner Persönlichkeit. Ich kann mich einschätzen.

"Gesundes" Selbstvertrauen oder Selbstbewusstsein würde ich als realistisches Bild in der Hinsicht sehen, das dann mit einer Fremdwahrnehmung auch weitgehend übereinstimmt, wenn die von jemandem stammt, der mich besser kennt.
Übersteigertes Selbstvertrauen, das Du vielleicht meinst, würde bedeuten, dass ich ein falsches Bild von mir habe, eine positiv übersteigerte Wahrnehmung meiner Person.

Es gab ja diese Verhaltensexperimente mit Kindern. Dort hatte man ihnen Aufgaben unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade zur Auswahl vorgelegt und dabei beobachten können, dass die Kinder, die ein stabiles Selbstbewusstsein aufwiesen, sich für Aufgaben entschieden, die leicht über ihren Kompetenzen lagen. Somit hatten sie beim Lösen ein Erfolgserlebnis.

...passt daher für mich nicht. Kinder, die ein positives Selbstvertrauen aufweisen, würden sich für Aufgaben entscheiden, die leicht über ihren Kompetenzen liegen. Mit einem "stabilen Selbstbewusstsein" hat das in meinen Augen nichts zu tun. Was soll "stabil" bedeuten? Dass sich das Selbstbewusstsein nicht ständig ändert? Das wäre doch irgendwie eigenartig, wenn ich mir meiner selbst ständig unterschiedlich bewusst wäre.
 
  • #85
Selbstvertrauen bedeutet für mich, ich vertraue mir selbst.
Dass ich Schwierigkeiten bewältige, Probleme lösen kann, Ziele erreichen
Sehe ich auch so. Aber wenn einer kein Selbstbewusstsein hat, kann er sich halt nicht richtig einschätzen.
Du hattest nun nur den einen Satz rausgegriffen in dem Zitat, in dem ich zeigen wollte, dass Selbstvertrauen nicht unbedingt mit Selbstbewusstsein zusammenhängt.

Natürlich ist Selbstvertrauen auch was Positives, aber das auch für Menschen, die sich nicht ihrer selbst bewusst sind.

Man kann gut durchs Leben kommen, indem man sich überhaupt nicht seiner selbst bewusst ist, sondern sich nur sieht, wie man sich gern hätte.
Selbstbild und Fremdwahrnehmung.
Die natürlich mit den richtigen Fans bestätigt wird, also mit denen wird sich dann umgeben. (Deswegen hier noch mal das Schumann-Zitat: Es kann einem nichts Schlimmeres passieren, als von einem Halunken gelobt zu werden.)

Auch jeder, der denkt, er sei generell was Besonderes und als Mensch mehr wert als andere (was jemand mit Selbstbewusstsein kaum denken wird), hat doch Selbstvertrauen? Er vertraut sich selbst, so unbewusst er auch ist, weil er mit einer Illusion über sich selbst rumläuft und meint, andere sähen ihn genauso. Das erzeugt jede Menge Selbstvertrauen.

Ist ein Narzisst selbstbewusst? Ich würde sagen, nein. Aber Selbstvertrauen im Übermaß kann der doch haben.

Selbstvertrauen bedeutet für mich (im besten Wortsinne), ich kann mir selbst vertrauen, ich kann mich einschätzen
Vertrauen - ja. Einschätzen - nicht automatisch. Wenn Du Dich einschätzen kannst, dann bist Du, so wie ich es verstehe, Dir Deiner selbst bewusst, kennst Deine Grenzen.

Habt ihr echt noch nie so einen richtigen Schaumschläger getroffen? Die sind sich doch nicht ihrer selbst bewusst, aber sprühen vor Selbstvertrauen.

Selbstvertrauen ist der Teil des Selbstwertes, der sich auf Fähigkeiten bezieht.
Nein, auch wenn Du gar nichts kannst, keine Fähigkeiten hast, solltest Du ein Selbstwertgefühl haben. Wenn Du es daran knüpfst, was Du kannst, bist Du verloren, wenn Dir irgendwas passiert, das Dir die Fähigkeiten nimmt.
Und auch Menschen, die nichts können, sollten mit Respekt und Wertschätzung als Menschen gesehen werden.
 
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  • #86
Kinder, die ein positives Selbstvertrauen aufweisen, würden sich für Aufgaben entscheiden, die leicht über ihren Kompetenzen liegen. Mit einem "stabilen Selbstbewusstsein" hat das in meinen Augen nichts zu tun. Was soll "stabil" bedeuten? Dass sich das Selbstbewusstsein nicht ständig ändert? Das wäre doch irgendwie eigenartig, wenn ich mir meiner selbst ständig unterschiedlich bewusst wäre.
Natürlich kann sich das ändern - „das Selbst“ ist dynamisch und kein starres Konstrukt. Ein Mensch, oder ein Ereignis kann dich in deinem Selbstwert und deiner Auffassung über dich selbst beeinflussen. Schließlich erlebst du dich ja nur in der Interaktion mit deiner Umwelt, auf deren Rückmeldung du angewiesen bist.

Mit stabil ist gemeint, dass es keine zu starken Schwankungen gibt, weil jemand über Selbstwert erhaltende/schützende Strategien verfügt. Somit ist er/sie in der Lage Kränkungen, Verletzungen und Niederlagen gut zu kompensieren.

Selbstvertrauen bedeutet für mich, ich vertraue mir selbst.
Dass ich Schwierigkeiten bewältige, Probleme lösen kann, Ziele erreichen - und meine Grenzen kenne, ggf. passende Unterstützung hole.
Das ist im Grunde auch die psychologische Definition von Selbstbewusstsein, die nicht differenziert zwischen den Begriffen Selbstwert, Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen.

Also vereinfacht kann man sagen, dass es sich im Wesentlichen um ein positives Selbstbild handelt.

Arroganz und Selbstbewusstsein sind ja auch zwei völlig verschiedene Verhaltensweisen.

Arroganz = Selbstsicherheit + mangelnde Empathie

Selbstbewusst = Selbstsicherheit + Empathie

Meiner Meinung nach, ist es schwer, das eine vom anderen sofort unterscheiden zu können.
 
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  • #87
Arroganz = Selbstsicherheit + mangelnde Empathie

Für mich wäre Arroganz die Fassadenseite von Selbstsicherheit, bei arroganten Menschen ist wenig tatsächliche Selbstsicherheit vorhanden.
So wie Selbstliebe und ungesunder Egoismus.

Ob jemand mit gesunden Selbstwertgefühlen - worunter ich jetzt mal alle Selbst* subsummiere - auch zwangsläufig empathisch ist, sei dahin gestellt.
Empathisch gegenüber sich selbst, aber gegenüber anderen?

Also vereinfacht kann man sagen, dass es sich im Wesentlichen um ein positives Selbstbild handelt.
Selbstbild ist für mich als Überbegriff unpassend, Bild ist von außen.
Es geht aber um die Gefühle, die man für sich hat, wie man sich empfindet.
Das Selbstbild ist das Ergebnis daraus, das kann ich dann abgleichen mit den Resonanzen von außen.

Meiner Meinung nach, ist es schwer, das eine vom anderen sofort unterscheiden zu können.
Da bin ich dabei, es ist generell schwer festzustellen, ob Selbstwertgefühle, Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein wirklich aus dem Inneren kommen - oder nur Fassade.
Von außen das zu beurteilen zu wollen noch schwieriger, dazu braucht es die professionelle psychologische Schulung.

Ich denke, wenn man mit sich im Reinen ist, im Inneren zufrieden, dann sollte es ein guter Indikator sein.
Allerdings nur ein Indikator, und ich denke auch, dass man nie an den perfekten Punkt kommt,, sondern es eher eine Lebensaufgabe ist, sich kennen zu lernen, mit sich ins Reine kommen, inneren Frieden zu finden.

Es mag durchaus sein, dass genug Menschen mit nur scheinbaren positiven Selbstwertgefühlen leben, genug sogar fehlende Gefühle durch Übersteigerungen kompensieren.
Solange damit der Einzelne zufrieden ist, passt es ja auch.
Genug Menschen leben gut damit, dann muss sich auch nichts ändern.

Sich selbst prüfen sollte man, wenn unerwünschte Resonanzen aus dem Umfeld kommen, wenn man merkt, dass man nicht so behandelt wird, wie man möchte, und wenn man sich mit sich selbst nicht gut fühlt, schwer/keine Grenzen setzen kann, sich schwer tut, Bedürfnisse und Wünsche zu äußern.

Und das wäre das Thema von Apfelmus... Grenzen, und die unerwünschten Resonanzen.

W, 51
 
  • #88
Ich hätte mal eine Frage an die FS: Du hast zahlreiche Rückmeldungen erhalten.
Konntest du irgendwas für dich daraus mitnehmen? Ich habe den Eindruck, es verpufft alles an einem ja, aber.
Oder es ist eben nichts dabei, wo du sagst, könnte was dran sein, der Schlüssel liegt woanders.
 
  • #89
Anscheinend bist du für die Männerwelt sehr leicht zu kriegen, das musst du ausstrahlen ...

Oder auch nicht. Gerade unnahbare Frauen ziehen als Herausforderung Trophäenjäger an die die Herausforderung lieben während andere Männertypen sich an so eine Frau nicht heran wagen.

Allerdings steckt hinter Unnahbarkeit oft Unsicherheit. Das durchschauen solche Trophäenjäger und nutzen es aus.

Gerade in der Management Beratung sind ziemlich viele überdurchschnittlich selbstbewusste Männer stetig auf der Suche nach neuen Herausforderungen und etwas Entspannung nach 10 Std-Arbeitstagen.

Ich würde mich wenn ich diese "Interessen" nicht teile klar abgrenzen indem ich jede entsprechende Annährung mit "ich mach das nicht mit liierten Männern" abweisen würde egal was ich tatsächlich über den jeweiligen Beziehungsstatus weiß. Dann ist der Interessent am Zug. Entweder er trollt sich oder erklärt seinen Status. Dreiste Lügner gibt es natürlich trotzdem.

Wenn man auf diese im gleichen beruflichen Umfeld mehrfach hinein fällt kann dies den Nachteil mit sich bringen, dass es sich im Kreis der Trophäenjäger herum spricht denn auch diese tratschen und prahlen vorallem gern. Natürlich nicht alle. Dadurch kann man zu einer Art Wanderpokal werden.

Der Tipp von @MissCosmo , dass man auf solche Typen bei kostenpflichtigen Premium Portalen nicht trifft, ist nicht zutreffend. Egal wie und wo, es kommt gerade, wenn man selbst immer wieder auf die Nase fällt, auf die eigene Einstellung an.

Ein diesbezüglich wesentlicher Faktor ist immer die eigene Bereitschaft Zeit in eine Beziehung einzubringen.

Suche ich eher eine zwar sexuell monogam verbindliche aber ansonsten eher weniger Dichte Beziehung mit viel Zeit für mich allein, bin ich quasi genau das richtige Menü für Doppelspieler. Also ein guter Snack für nebenbei.
 
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  • #90
Konntest du irgendwas für dich daraus mitnehmen? Ich habe den Eindruck, es verpufft alles an einem ja, aber.
Ich verstehe deine Kritik ehrlich gesagt nicht, und auch nicht, was du hier von mir erwartest? Ich habe mich mehrfach zurückgemeldet, gute Punkte positiv aufgefasst, ebenso "Ja, abers" bei Themen, die völlig in die falsche Richtung gehen.
Hier meine Zusammenfassung:
- es hat kaum einer bis keiner in diesem Forum hier erlebt, schon gar nicht in dem Ausmass
- Also muss es wohl an mir, meinem Umfeld liegen
- Mögliche externe Ursachen: "Consulting"- Umfeld mit vielen jungen, arroganten Typen, die vom Charakter so drauf sind, das Reisen, viele Möglichkeiten sich kennen zu lernen
- mögliche interne Ursachen: zu offenherzig, lieb, willig, mache den Anschein leicht zu haben zu sein, zu wenig Abgrenzung zwischen Privatem und Arbeit, auf der Suche
Dazu noch Selbstwert, Selbstvertrauen und Selbstbewusstseins Definition eingestreut.
Manche Kommentare waren nett gemeint, gingen aber am Thema vorbei, andere waren diffamierend und stupide.

Ich denke es ist eine Mischung aus allem, daher danke ich allen Forenmitgliedern, die sich ernsthaft darum bemüht haben, mir ihre Sicht aufzuzeigen.
Allerdings steckt hinter Unnahbarkeit oft Unsicherheit. Das durchschauen solche Trophäenjäger und nutzen es aus.
und auch den letzten Kommentar von Ejscheff möchte ich hiermit nochmals loben, der ist definitiv auch ein wichtiger Aspekt meiner "Probleme" und ich erkenne einige Baustellen wieder.
 
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