• #121
Mir fällt auf, dass eines in Bezug auf Apfelmus' Flirts mit Kollegen noch gar nicht thematisiert wurde: die Kolleginnen und anderen Frauen in der Firma. Welche Rolle nimmt Apfelmus hier ein? Machen ihre Kolleginnen ähnliche Erfahrungen?

Ich komme beruflich (Startups) aus einem ähnlich hippen, jungen Umfeld +/- 30, in dem alle beste Freunde sind und ständig zusammen feiern, gemeinsam in den Urlaub fahren. Ich habe zu Beginn schnell erkannt, dass ich als "datender, flirty Teamvamp" einen schweren Stand vor allem unter weiblichen Kollegen haben würde und die mögliche "Beute" in dem Umfeld nicht das ist, was ich mit knapp 30 Jahren suchte. Habe mich daher trotz all der Parties immer in Bezug auf Männer zurückgehalten, da ich privat auch die Erfahrung habe, dass Männer sehr schnell auf mich und meine Art anspringen. Ich wollte einfach kein Dating-Chaos im Office oder evtl. jemanden enttäuschen müssen und auch nicht selbst enttäuscht werden.

Meiner Meinung nach hat @Apfelmus sich in dieser Hinsicht noch nicht selbst reflektiert. Auch als Single im coolen Umfeld ist es ja kein "Naturgesetz", dass man abends mit Kollegen kumpelmässig etwas trinken gehen muss oder überhaupt mit jedem ausgiebig plaudern und ständig im "Single-Modus" oder auf der Suche sein müsste. Ich fand es langweilig, wie "einfach" es doch war, 10 min Quatschen mit einem Kollegen am Espressoautomaten und sofort kam eine Nachricht bei Skype.

Habe mich daher in der Hinsicht total in der Firma zurückgezogen und nur noch privat gedatet und mich im Büro auf gute Freundschaften mit meinen Kolleginnen konzentriert. Wäre "der EINE" aufgetaucht, hätte ich es schon bemerkt, alles andere wäre einfach Zeitverschwendung gewesen, so wie es Apfelmus momentan ja erlebt.

Wenn man davon ausgeht, dass das "erste Signal" tatsächlich immer von den Frauen ausgeht, hätte @Apfelmus in der Firma also die Rolle der (aus Sicht der, auch vergebenen, Männer!) ständig Kontakt suchenden, offenen und zeitlich verfügbaren Kollegin, die das Signal aussendet, dass sie permanent flirtet.

Wie machen es die anderen Frauen im Team, sind die bei jedem Teamabend und auch noch auf einen Absacker dabei? Oder ist @Apfelmus die einzige, die abends mit den Männern an der Hotelbar sitzt. Sind ihre vergebenen Kolleginnen da auch dabei oder die Singlefrauen im Team oder machen die sich vielleicht doch mal rar? Ist Apfelmus vielleicht sogar die einzige Frau im Team oder die einzig attraktive Frau?

Da sie ihre Kolleginnen gar nicht erwähnt, vermute ich, dass sie die Rolle des "Vamps" ausstrahlt, der immer von vielen (Kumpel-)Männern umgeben ist. Allein die sichtbare Gesellschaft einiger erfolgreicher Männer im Team macht sie dann schon attraktiv und es fühlen sich auch andere Männer berufen, auch mal auszuchecken, wie sie so bei Apfelmus ankommen, auch wenn sie vergeben sind. (Bitte nicht als Kritik auffassen, eher als Analyse der Konstellationen im Office :))
 
  • #122
Ich denke, die Situation hat weniger mit @Apfelmus zu tun, eher vom Rand aus. Da die Männer, ihre Frauen verheimlichen, gehen sie schon davon aus, dass einerseits ein Single-Status ein scheinbarer Pluspunkt für sie wäre á la begehrter Junggeselle, und zum anderen, dass es gar nicht auf eine vertiefende, enge Beziehung hinausläuft, dass feste Partnerin eine Rolle für @Apfelmus und ihn, sofern es zu einen engeren Kontakt käme, spielen würde; oder es wird seitens der Männer, solange nichts gesagt, solange nicht eindeutig danach gefragt wird. Es gibt gerade hier den Parallelthread mit der Frau, wo der Mann gezielt im Netz, nach Frauenkontakten fischt und sogar eine Frau auf der Straße kennengelernt hat, der er sich als Single ausgab. Mag seitens vom Mann Ego-Push sein, oder bessere Chancen, um der Frauen Aufmerksamkeit zu bekommen; zumindest hat er damit gute Erfahrungen gesammelt oder seine Partnerin bedeutet ihm wenig, keine Ahnung, integer ist das nicht. Doch das Fehlverhalten liegt beim Mann oder Männern. @Apfelmus ist ja ehrlich, dass sie (unglücklicher) Single mit Beziehungswunsch ist. Entweder denken Nänner, Frau hat keinen Freund, wohl auch keinen Sex und ist deshalb aufgeschlossener; oder sie denken sich gar nichts dabei und sehen erstmal nur die Gelegenheit, mit Verschweigen von wesentlichen Details (was schon für @Apfelmus Entscheidend ist, wie der Kontakt geführt wird, Platonisch oder mit weiteren Absichten). Wenn diese Bekanntschaften zu diesen geheimnisvollen Männern, alle paar Monate mal passiert (@Apfelmus schrieb von einem Erlebnis vor ein paar Jahren und einer aktuellen Situation), [ich weiß nun nicht, ob aus 2-3 Erlebnissen, gleich heißt, es passiert ihr immer, wie im anderen Parallelthread, es nur 1 Mann war und die FSin von „immer“ passiert mir sowas ausging] heißt dies nicht, dass sie sich, anders stylen, verhalten oder sich aus dem beruflichen sozialen Umfeld zurückziehen soll; erst wenn sie extremen Leidensdruck hat, sollte sie sich ändern, weil ihr dann die Situation mit diesen Bekanntschaften nicht gut täte. Ansonsten wäre es vlt. besser für sie, bei jeden neuen Kontakt, einfach davon auszugehen, dass der Herr liiert ist und wenn er an einem privaten Kennenlernen interessiert ist, seinen (vermeintlichen) Single-Status überprüfen mit Telefonieren am Abend/Nachts/Morgens, vlt. einer Stippvisite in seiner Whg./Auto, gem. Tagesausflügen am Wochenende, gemeinsames Einkaufen und Kochen, mit anschließend Fernsehabend bei ihm, ein harmonischer fließender Chatverlauf, ohne plötzlich zeitliche Abbrüche.
 
  • #123
Meiner Meinung nach hat @Apfelmus sich in dieser Hinsicht noch nicht selbst reflektiert. Auch als Single im coolen Umfeld ist es ja kein "Naturgesetz", dass man abends mit Kollegen kumpelmässig etwas trinken gehen muss oder überhaupt mit jedem ausgiebig plaudern und ständig im "Single-Modus" oder auf der Suche sein müsste. Ich fand es langweilig, wie "einfach" es doch war, 10 min Quatschen mit einem Kollegen am Espressoautomaten und sofort kam eine Nachricht bei Skype.

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Da sie ihre Kolleginnen gar nicht erwähnt, vermute ich, dass sie die Rolle des "Vamps" ausstrahlt, der immer von vielen (Kumpel-)Männern umgeben ist. Allein die sichtbare Gesellschaft einiger erfolgreicher Männer im Team macht sie dann schon attraktiv und es fühlen sich auch andere Männer berufen, auch mal auszuchecken, wie sie so bei Apfelmus ankommen, auch wenn sie vergeben sind.

Tatsächlich ein interessanter neuer Input.

Vor Corona hatte ich meist wöchentliche Dienstreisen in einem Berater ähnlichen Umfeld. Abends hatte ich dann von den Kollegen genug und habe dann eher eine Radtour (Hotelleihräder) oder auf Kultur (Programmkino, Theater, Konzert ...) gemacht oder ich habe mich nach etwas Bewegung mit einer Portion Sushi von REWE und einem guten Buch ins Hotel zurück gezogen.

Wenn man aber direkte soziale Interaktion sucht und signalisiert, dass noch mehr geht läuft das auch ganz anders. Wenn man dann auf weiter Flur die einzige Frau ist die aus Männersicht richtig mehr bietet führt dies dann zu einer Pseudobeliebtheit mit suboptimalen Ergebnissen.

Das hier oft nach einem Beziehungsende angepriesene auch mal Allein sein können gilt auch nach einem Arbeitstag. Für mich ist das vor Corona ein Genuss gewesen. Jetzt mit Corona sieht dies etwas anders aus.
 
  • #124
Oder ist @Apfelmus die einzige, die abends mit den Männern an der Hotelbar sitzt. Sind ihre vergebenen Kolleginnen da auch dabei oder die Singlefrauen im Team oder machen die sich vielleicht doch mal rar?
Hallo Croissant! Ja wirklich guter Punkt, du magst Recht haben. Ich habe mir das noch nie so wirklich überlegt, aber ich arbeite in einem sehr männerdominierten Umfeld mit sehr wenigen Frauen. Die wenigen waren dann häufig vergeben (also abends auch nicht so dabei) oder schon Senior und auch nicht so im Geklüngel.
Wie gesagt, es gab eine junge Kollegin, die kam dann tatsächlich mit meinem Kollegen damals zusammen, der mir über Monate die Freundin verheimlichte. Ich denke also, er, nicht ich, war hier auf Flirtkurs...
Es waren hier definitiv ein paar gute Inputs dabei. Ich fände es halt schade, wenn ich mich künstlich zieren müsste, abends nicht mehr ausgehen (ausserhalb von Corona Zeiten), denn es ist ja, wie @Andere Frau frau so schön sagt, kein Leidensdruck. Ich habe mich nur gewundert /geärgert. Meinen Freundinnen ist das auch nie so wirklich passiert, mir aber in den letzten Jahren eben doch ein paar Mal aufgefallen.
Ich nehme an, die checken was geht, brauchen ein bissl Aufmerksamkeit einer Singlefrau, Marktwert testen oder so? “Gut” tauchte es im Thread nebenan auf, dann komme ich mir wenigstens nicht vor, als würde ich mir sowas einbilden.
 
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  • #125
Ich fände es halt schade, wenn ich mich künstlich zieren müsste, abends nicht mehr ausgehen (ausserhalb von Corona Zeiten)
Musst Du doch auch gar nicht, wenn Du lernst, Flirterei zu unterscheiden und einzuordnen als bedeutungslos. Ging mir auch schon so, dass ich dieses locker-flockige Flirten der Männer falsch eingeordnet habe. Bei einem Mann dachte ich, der sei Single, dabei war seine Partnerin gerade schwanger.

Man kann allerdings drüber nachdenken, wie man sich verhält, wenn es auch um die Partnerinnen geht. Ich nehme mich wirklich zurück, wenn ich mit Paaren zusammen bin und merke, dass die Männer flirty drauf sind oder sich besonders um mich kümmern wollen bei irgendwas. Weil ich nicht will, dass die Frauen denken, dass ich irgendwelche Absichten habe.

Ich nehme an, die checken was geht, brauchen ein bissl Aufmerksamkeit einer Singlefrau, Marktwert testen oder so?
Genau, mal dies, mal das, mal alles drei zusammen.
 
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