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  • #31
Sehr interessant hier die unterschiedlichen Meinungen zu lesen. Leider kann ich der FS nichts raten, denn das Kind scheint schon in den Brunnen gefallen zu sein. Grundsätzlich bin ich auch der Meinung, dass "was man nicht weiß, auch einen nicht heiß machen kann". Bin sehr oft im Szene- und Nachtleben unterwegs. Es geht auf keine Kuhhaut, wen ich da an Fremdgehern kennenlerne. Das sind die liebsten Familienväter, die da auf Trebe sind. Davon ahnen die meisten hier noch nicht einmal etwas davon. Moral war gestern, sie ist nur noch sehr selten vorhanden. Vor allen Dingen glauben immer die Frauen, dass ihnen "so etwas" nicht passieren könnte. Dabei könnte ich so einigen Geschichten von ihren eigenen Männern erzählen. Aber ich lasse sie in ihren Illusionen. Sie werden schon irgendwann selbst drauf kommen.
Ich denke, wer fremd geht, der entfernt sich schon von seinem Partner. Es gibt selten eine zweite Chance, weil leider immer Narben auf der Seele bleiben.
 
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  • #32
Liebe Fragestellerin, Meine Meinung zu Deiner Geschichte ist ein bisschen "ketzerisch"...

Beide sind immer für 100% verantwortlich für alles. Alles, was er an Liebe im All-Tag unterlassen hat, hat dazu geführt, dass Du das getan hast, was Du getan hast. Höre SOFORT UND FÜR IMMER AUF, Dir Asche auf Dein Haupt zu streuen und in Sack und Asche zu gehen und im Schuldbewusstsein zu verharren.

ER hätte es ganz genau so tun können.

Menschen, Männer, Frauen tun so was. Keiner, der total glücklich ist, braucht so was. Wenn ich eine tiefe Liebe erfahren habe, hat mich keine andere Frau verlockt, ich war glücklich mit der meinigen. Das dient jetzt aber nicht als Rechtfertigung dafür, dass Du ihm nun Vorwürfe machten kannst, weil er ... Es soll dazu dienen, dass Du aus der "ICH BIN SCHULD"-Position herauskommst.
Nutze diese Chance als grösste Chance Deines Lebens! Sie ist eine große Herausforderung und kann bestanden werden. Wenn er Dich verlassen wird / soll / muss, dann ist es so. Er wird auch merken, was ihm an Dir fehlt. Höre auf eine Sklavin seiner Vorwürfe zu sein. Mache Dich NICHT zu einem willfährigen Opfer seiner Macht, die er nun über Dich hat. Er hat mit allem recht, was er fühlt, nicht mit dem, was er sagt. Frage ihn, ob er noch nie einer Versuchung unterlegen ist. Wie lange er Dich als "böse Sünderin" sehen will und ob er, wenn er alleine ist und Sexualität braucht, nie an andere Frauen gedacht hat.

Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.

Zwischen Deinen Zeilen lese ich eine große Bereitschaft zu lernen und zu Demut. Diese Haltung, demütig und bedingungslos akzeptierend und wertschätzend, DICH selbst und IHN, DIESE bringt Dich/Euch vorwärts, DIESE Haltung bringt Dich/Euch durch, nicht die Sack-und-Asche-Haltung Übe das, so gut Du kannst.
Vergebe Dir selbst. Das ist das Allerwichtigste. Was Du getan hast, mag ja als wirklich schlimm beurteilt werden, aber es ist (auch) einfach menschlich. Es bringt Euch beiden nichts, wenn Du Dir nun noch weiterhin jeden Tag das Messer reinstichst.
Lerne daraus, jeden Tag, freue Dich daran, dass Du wesentliche Dinge über "das Leben" und "über die Liebe", über Dich, Deine "Feigheit", Deine Ängste, Deine Sorgen, Deine Ziele herausgefunden hat.

Wir alle gehen in die Irre, wir alle machen Dinge, die wir zutiefst bereuen, deswegen sind wir ja Menschen. Es kommt nur darauf an, einmal mehr aufzustehen als hinzufallen.

Wenn Du noch eine ganz konkrete Vergebungsübung brauchst, die Du machen kannst, gerne auch öfters und die sehr hilfreich ist, dann google: "Gang zur Versöhnung Ziel Resultate Schnupperseite". Die kann Dir Dich be- weg -end und be –rühr- end zu Deinem inneren Frieden verhelfen.

Spüre, ob es für Dich noch, wahr, richtig, gut, stimmig und hilfreich für DEIN Leben ist, dieser Liebe wieder Leben einzuhauchen. Du kannst das, aber du bist zu nichts verpflichtet.

Sei glücklich, Du selbst zu sein! So gut Du nur kannst!

Danke und Alles (ist) Liebe
m/40
 
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  • #33
Na ich bin der meinung es ist so das du Fremdgegangen bist das ist natürlich ein hoher Vertrauensverlust wenn du es sagst ist es dann aber nicht so schlimm es gibt nur 3 Möglichkeiten 1 tens er liebt dich und verzeiht dir Bedingungslos, 2 tens er trennt sich aus dem Grund von dir oder die 3te Möglichkeit aber die nicht so gute es kommt die Retourkutsche er hat am morgen Mex mit dir und am Abend mit einer anderen ! ( P.S. das hab ich gemacht und ich kam mir echt mies vor dabei )
 
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  • #34
Liebe Leser,

ich bin 25 Jahre alt. Mein Partner war / ist 10 Jahre älter als ich. Schon allein deshalb hatten wir anfangs viele Probleme, aufeinander einzugehen. Doch wir haben es letztendlich irgendwie gemeistert. Wir hatten eine tolle Zeit zusammen und der enorme Altersunterschied war kaum noch zu spüren. Trotzdem - ich möchte gern einen Neuanfang starten. Ganz von vorn anfangen, denn scheinbar stand die Beziehung schon von Anfang an unter keinem guten Stern. Nun möchte ich es aber anders machen. Eine weitere Frage: Ich bombadiere ihn nun schon seit Tagen mit Nachrichten und Anrufen, nur leider bekomme ich keine Reaktion darauf - verständlich, denn ich habe ihn sehr verletzt. Das möchte ich auch garnicht bestreiten. Momentan ist er für 5 Tage verreist. Bevor er abflog, hatte ich ihn am Flughafen abgefangen und versucht, ihn umzustimmen, ihm zu zeigen, dass unsere Beziehung keine Farce war und mir durchaus viel daran liegt, das wieder herzustellen. Nur leider war seine Reaktion niederschmetternd. Als er mich sah: absolute Kälte und Endgültigkeit, Wut darüber, dass ich da auftauchte. Ok, keine gute Idee. Seid ihr der Meinung, dass ich ihn, solang er im Urlaub ist, in Ruhe lassen sollte? Weiter: Meine Mutter hat einen sehr guten Draht zu ihm: Könnte sie nach dem Urlaub als Vermittlerin auftreten, ihn vielleicht aus objektiver Sicht, wenigstens zu einem Gespräch mit mir überreden? Wahrscheinlich ist das keine gute Idee, aber ich bin gespannt auf eure Antworten. Vielen Dank!
 
  • #35
@#33: Stell dir mal vor, er verzeiht dir und es vergehen jetzt 3 oder 6 weitere Monate; es tritt wieder Normalität in eure Beziehung ein. Was veranlasst dich zu glauben, dass dann nicht wieder fehlende Aufmerksamkeit seinerseits eintreten wird? Wieso glaubst du, dass dann plötzlich mehr "geistige Nähe" (siehe deinen Fragetext) vorhanden sein wird? Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass diese wesentlichen Dinge plötzlich einfach so vom Himmel fallen werden.

Wenn du aber wirklich um ihn kämpfen willst, dann bedräng ihn nicht. Dass er momentan Kälte ausstrahlt, ist nur allzu verständlich. Gib ihm ein bisschen Zeit, um Abstand von der seelischen Verletzung zu bekommen. Danach kannst du es ja nochmal vorsichtig versuchen. Wenn deine Mutter so einen guten Draht zu ihm hat, ist es vielleicht auch keine schlechte Idee, wenn sie als (ruhige!) Vermittlerin auftritt. Sollte er aber ablehnen, dann hast du das aber gefälligst hinzunehmen.
 
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  • #36
@ Thomas HH

Ich habe in meinen jungen schon so einige Schicksalschläge wegstecken müssen, wie wahrscheinlich die meisten Leser hier, sonst könnten Sie mir nicht so umfassende Ratschläge geben und von Ihren Erfahrungen erzählen. Wie dem auch sei - diese Sache hat mich geprägt - beziehungstechnisch hat es noch nie so geschmerzt wie dieses Mal - denn diese Beziehung war auch die 1. , die ich mir in sofern vorstellen konnte, als das sie für ein Leben lang hält. So sah es zuletzt auch aus - nun habe ich alles dadurch zerstört, was wir uns aufgebaut haben. Du hast völlig Recht damit, dass Bedrängung und Einengung jetzt genau das Falsche wäre. Das werde ich so akzeptieren müssen. Soll ich warten, bis er auf mich zukommt, oder versuchen ihn zu kontaktieren, wenn er wieder zurück ist? Ich möchte auf keinen Fall, dass er glaubt, er wäre in den 5 Tagen bei mir in Vergessenheit geraten - ich hätte Angst, dass dieser Eindruck entsteht, wenn ich mich nicht bald wieder mit ihm in Verbindung setze. Wie seht ihr das?

Meine Mutter wird vorsichtig versuchen, ihm darzulegen, dass mir viel daran gelegen ist, es wieder zu versuchen. Er hat sehr viel Vertrauen in sie, hat ihr seine intimsten Gefühle gebeichtet, sich von ihr trösten lassen, als diese Katastrophe geschehen ist. Ich hoffe, das bewirkt wenigstens ein Gespräch.

Ich habe ihm heute noch ein Foto von uns beiden geschickt, da er noch keines hatte und ich dachte, das könnte eventuell bewirken, dass er etwas milder gestimmt ist. War das falsch?

Vielen Dank für deine hilfreiche Antwort. Es tut gut, auch aufbauende Worte zu hören!

Die FS
 
  • #37
@#35: Also reumütig bist du ja nun wirklich! :)

Hab mal keine Angst, dass er dich vergessen wird, wenn du dich ein paar Tage nicht bei ihm meldest. So schnell passiert das schon nicht. Es wäre wesentlich wichtiger, wenn du ihn jetzt einfach mal in Ruhe lassen würdest. Keine Bilder hinschicken, kein Anrufen, kein Besuchen, keine SMS, keine E-Mails - einfach in Ruhe lassen und seelische Wunden ausheilen lassen. Wenn du das nicht tust, dann entsteht bei ihm der Eindruck, als komme es dir nur auf die Bewältigung deiner eigenen Unsicherheit an und nicht auf sein Wohl. Deswegen ist das kontraproduktiv.
 
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  • #38
Sorry FS - aber das hättest du dir früher überlegen müssen. Ein Mann in diesem Alter braucht keine Kindergartenspielchen, wie du sie anstellst. Auch deine Mutter - die ja dann eingeweiht ist ins Fremdgehen sollte dir besser einen Rat geben. Warum willst du ihn wieder? Weil er Geld hat. Doch weil er älter ist und dein Statusdenken befriedigt?

Werd erstmal erwachsen! Wie gesagt, ich kann den Mann verstehen - und alles, womit du ihn jetzt bedrängst, wird ihn noch weiter von dir entfernen - wenn es nicht schon zu spät ist!
 
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  • #39
Hallo ThomasHH,

natürlich bin ich reumütig, auch wenn nicht bei allen dieser Eindruck entstanden ist. Wieder mal hast du Recht - ich sollte jetzt abwarten und schauen, was passiert. Aber das ist so schwer!!! Ich habe Angst, dass er im Urlaub seelische Rache an mir übt und vielleicht mit einer anderen Frau im Bett landet... Es ist schrecklich, nicht zu wissen, wie er dieses Disaster verarbeitet bzw. bewältigt. Gestern schüttelten ihn noch Heulkrämpfe, heute könnte er schon im Bett einer anderen liegen, oder ist das unrealistisch?

Danke für deine Hilfe, das lässt mich hoffen, dass alles möglich ist.

Liebe Grüße,

die FS
 
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  • #40
Also liebe FS,

Er braucht jetzt auf jeden Fall Zeit zum Nachdenken, Urlaub ohne Dich ist das eine ziemlich gute Idee. Bedrängen darfst Du Ihn auch nicht, das ist klar. ER entscheidet nun ob und wie er weitermachen will.

Was kannst Du machen? Schreib Ihm einen Brief in dem Du Ihm klar verständlich (falls das geht) darlegst warum und wieso- Keine Schuldzuweisungen bitte- und vor allem wieso es nicht mehr passieren wird. Alles weitere kannst Du dann nur noch abwarten.

Wenn er sich dagegen entscheidet, sehs als Chance und mach mit Deinem Leben weiter.

Es geht weiter, glaubs mir. Für Euch beide. Das Loch ist zwar gross aber Ihr könnt auch daran wachsen.

Für mich gings auch weiter, ich konnte durch den Betrug erkennen dass diese Beziehung auch für mich, nicht nur für die Ex, nicht das war was ich mir darunter vorstelle und was mich glücklich macht. Es hat mich auch dazu gebracht mein Leben und meine Bezeihungen zu reflektieren und eine "Inventur" zu machen. Verziehen habe ich Ihr längst, aber es ist absolut ausgeschlossen dass wir nochmals zusammenkommen- und das nicht erst nachdem ich meine Seelenverwandte gefunden habe.
 
  • #41
sorry, 39 is von mir
 
  • #42
Liebe FS, das was du mit ihm machst momentan nennt man Stalken. Er hat sich getrennt, er zeigt dir deutlich, dass er keinen Kontakt wünscht. Egal wie du empfindest, er sieht es doch scheinbar total anders. Wenn du irgendwann wirklich noch einmal eine Chance haben willst, dann solltest du ihm Luft zum atmen lassen. Lass ihn in Ruhe. Wenn du so weiter machst läßt du ihm ja keine andere Wahl als zu Polizei zu gehen um dir den Kontakt zu ihm verbieten zu lassen. Ich kann wirklich nicht verstehen, warum du die Grenze die er dir setzt nicht einhälst. Du machst alles schlimmer. Mit jeder Mail, SMS oder Anruf von dir in dieser Phase wird er wütender und agressiver auf dich reagieren. Willst du das? Kontaktsperre deinerseit und dann kann ja wirklich deine Mutter mal anfragen. Was die dann zu dir sagt, solltest du aber auch wirklich einhalten. Du solltest dir professionelle Hilfe suchen, dein Verhalten deinem Expartner gegenüber ist nicht mehr normal. Verarbeite die Trennung und die anderen schlechgten Erfahrungen die du gemacht hast und dann kannst du ohne Altlasten in eine neue Beziehung gehen
 
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  • #43
Bin gerade am Überlegen. Eigentlich hast du ihn ja schon verloren. Aber vielleicht hilft ja noch eine offenkundige Distanz: "Mach dich selten willst du gelten". Der nächste Schritt müßte jetzt von ihm kommen.
 
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  • #44
@Kalle

Ich habe auch schon an einen Brief gedacht. Das ist eine gute Idee. Ich war schon immer gut darin, meine Gefühle oder Gedanken aufzuschreiben, wo mir doch so oft die Worte fehlen, tiefgründige Dinge zu erklären oder ihnen einen Namen zu geben. Wahrscheinlich gebe ich ihm somit auch die Möglichkeit, Freiraum zu haben, sich über das Geschriebene Gedanken zu machen, ohne Zeitdruck zu verspüren. Wenn man miteinander redet, ist es ja oft nicht so und man neigt dazu, unüberlegte Dinge zu sagen, die man eigentlich ganz anders meinte. Das werde ich auf jeden Fall nächste Woche in Angriff nehmen. Vielen Dank für diesen Tipp.

@SusanneHH

Es scheint so, als hättest du nicht alle Beiträge gelesen. Ich veranstalte alles andere als "Stalken". Ich schreibe seit 3 Tagen täglich mal eine SMS oder E-Mail, rufe ihn nicht an, um ihm wenigstens das Gefühl zu geben, dass er nicht gegängelt wird. Das nennst du Stalken? Nachstellen würde ich ihm, wenn ich schnurstracks nach Mallorca fliegen würde, denn er ist gerade im Urlaub, und ihn an seinem Hotel abfange oder eines der ZImmer beanspräche, um ihn zu kontrollieren oder zu beobachten. Das sind 2 verschiedene paar Schuhe, also verwechsel das bitte nicht. Er hat mir zu keinem Zeitpunkt eine Grenze gesetzt, geschweige denn, mir verboten, ihn zu kontaktieren. Wenn man ein Verbot ausspricht und es kontinuierlich missachtet - dann könnte man evtl. von einem psychologischen Problem oder dergleichen sprechen. Und was normal ist oder nicht - das lässt sich, aus deiner Sicht, eher schlecht beurteilen. Was meine Mutter betrifft, so hast du Recht, dass wenn sie auf Granit stoßen sollte, ich auch Abstand nehmen müsste. Ich bin noch nicht bereit die Trennung zu verarbeiten, denn man sollte nicht sofort alles hinschmeißen, wenn es brenzlig wird. "Brenzlig" ist untertrieben, sicherlich, "Alarmstufe dunkelrot" wäre das richtige Wort - trotzdem - ich möchte kämpfen, jedenfalls solange bis ich selbst einsehe, dass es keinen Zweck mehr hat. Danke trotzdem für deinen Kommentar.

@37

Was hat sein Geld und Statusdenken damit zu tun? Wenn jemand das Alter von 35 überschritten hat, heißt das noch lange nicht, dass er stinkreich und mein Leben somit abgesichert ist. Unsinn. Was hätte ich davon? Klar, ein abgesichertes Leben, na und? Was bringt mir das? Sicher nicht ewige Glückseligkeit. Nein, also das ist es nicht, weshalb ich ihn zurück haben will. Ich liebe ihn. Ganz einfach. Wieso muss man immer gleich aufgeben? Ich weiß, dass die Wahrscheinlichkeit besteht, dass es kein Zurück mehr für ihn gibt, aber ein Hoffnungsschimmer bleibt bestehen. Jedenfalls erstmal. Meine Mutter hat mir genügend Ratschläge gegeben und ist moralisch gesehen auf seiner Seite. Es ging um den guten Draht, den sie zu ihm hat, um nichts anderes. Ratschläge, Rüge und Tadel habe ich schon genügend bekommen, sie sollte als Vermittlerin auftreten, nicht mehr und nicht weniger.

Im Großen und Ganzen stimme ich euch zu, dass Abstand jetzt das Richtige ist. Jedenfalls solang er im Urlaub ist und er nicht selbst auf mich zukommt.

Vielen Dank an alle!

Lieben Gruß,

die FS
 
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  • #45
Ich denke mal, wenn er nichts davon weiss, wäre es ein Fehler , zu erzählen. Und sonst, für mich als Frau , fehlende Aufmerksamkeit ist schon ein Grund. Meiner Meinung nach , das ist das eigentliche Problem in Deiner Beziehung und nicht "fremd gehen" etc. Stell Dir vor, Du kriegst "ihn" wieder und dann... ?! ... wirst Du mit ihm auf Dauer wirklich glücklich?? So, wie Du erzählst, sieht nicht danach aus. Ich habe die gleiche Situation über Jahre gehabt, ohne fremd zu gehen (war natürlich grosse Liebe etc.). Nach vielen Jahren ist die Beziehung doch ausseinander gegangen. Aber ein Gespräch ohne Beichte ist nicht falsch. Viel Glück!
 
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  • #46
@37

Zu allererst - dein Beitrag hat mich zu Tränen gerührt. Wer ist M/40, hast du selbst schon einmal ähnliche Erfahrungen gemacht?

Mit meinen 25 Lenzen bin ich froh, auch Meinungen von älteren Jahrgängen zu erhalten – das gibt mir das Gefühl, dass ich nicht allein bin, denn momentan spüre ich, dass selbst meine Freunde mich verachtend und abschätzend anblicken, wo sie mir doch in solch schwierigen Zeiten auch genauso gut beistehen könnten. Ist Tadel wirklich so hilfreich, mich lautstark zum Thema Fremdgehen zu belehren, dessen ich mir sowieso bereits bewusst bin? Selbst meine Familie verurteilt meine Taten – das soll sie auch, aber Trost zu spenden könnte genauso gut ihre Aufgabe sein, anstatt mit erhobenem Finger auf mich einzureden und mir die Folgen und Konsequenzen meines Seitensprungs nahezubringen. Was sagst du, lieber M/40? Was verhilft eher zu Demut und Reue? Belehrung oder Trost oder doch beides?

Ich stimme dir zu – er hätte es genauso tun können. Er hatte bereits genügend Gelegenheiten von denen ich sogar wusste. Ich sprach ihn darauf an, aber alles, was ich bekam, war eine abwehrende Haltung, nach dem Motto, alles sei so unbedeutsam, es passiert und bedeutet nichts. Im Endeffekt hat er sich 2x, ohne mein Wissen, mit einer Frau getroffen, und wie er zugab, nur, um „klarzumachen, dass ich in einer festen Beziehungen bin“. Wer’s glaubt. Dazu benötigt man doch nicht 2 Dates. Genauso wie seine Aktivitäten auf sämtlichen Flirt-Webseiten, welche er nicht mehr verwendet, wie er behauptet. Sicher, Schatz. Ein gutes Beispiel für mein Misstrauen ihm gegenüber: er schrieb auf seinem Profil im Internet, dass er dunkelhaarige Frauen bevorzuge, diese „ihn magisch in ihren Bann ziehen“. Das Problem: ich bin blond und – er fügte dieses Indiz zum Profil hinzu, als wir bereits zusammen waren. Seltsam. Als ich ihn darauf hin ansprach, kam als Antwort: „Das ist die Wahrheit, aber ich habe dich getroffen und bin nun glücklich“. Wie du siehst – es bestand von Anfang an kein volles Vertrauen, und doch – wir haben uns geliebt. Sehr sogar. Dies nur mal als Hintergrundinformation.

Ich schätze, dass diese Dinge mir den Rest gegeben haben. Vielleicht habe ich unterbewusst geglaubt, ich genüge ihm nicht. Ganz bestimmt war das nicht der einzige Grund. Aber das wird sein Übriges getan haben. Im Endeffekt habe ich es getan. Punkt. Und ich bin schuld daran. Wie ist es möglich, sich in so einer verzwickten Situation nicht die Schuld zu geben?
Das Schlimmste an allem ist tatsächlich – der Selbsthass. Ich komme nicht darüber hinweg, dass ich es gewagt habe, ihn zu betrügen, ihn so zu hintergehen. Ich frage mich andauernd, wie ich diesen Schritt überhaupt übers Herz gebracht habe… Ich rede mir andauernd ein, dass das ein anderer Teil von mir war, der da mitgespielt hat. Wie ich jetzt hier so sitze, kommt es mir so surreal vor, wie ungeschehen und doch - ich war die Böse.

Nach dem Durchlesen deines Beitrags ging es mir schlagartig besser. Auch wenn ich nicht allem zustimme, was du mir geraten hast – es ist einfach schön zu hören, dass ich nicht unbedingt ein „Monster“ bin, sondern nur ein Mensch, der Fehler macht, auch fatale, unentschuldbare und fast unverzeihliche Fehler wie in meinem Fall, für die man die Konsequenzen letztendlich doch tragen muss.

Vielen vielen Dank für deine Zeilen… Das war wie ein kleines Licht am anderen Ende des Tunnels…
 
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  • #47
der letzte Beitrag war an #31 gerichtet, nicht an #37.
 
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  • #48
@ 45 bin #31

Danke für die Blumen. Nein, ich habe nicht die Erfahrung gemacht, dass ich derjenige war, der "nebenraus" ist. Ich war der andere Part, derjenige, der durch hoffnungslos viele Wünsche, Erwartungen und Vorstellungen meine geliebte Ehefrau dazu gebracht hat, sich einen Liebhaber zu suchen. Ich habe weder diese (tolle) Frau noch diese einmalige große Liebe gehegt, gepflegt, genährt, gewässert und gedüngt, wollte aber permanent, dass die Blume „ihren Kelch“ öffnet... um u.a. meinen inneren Druck abzubauen. Kein Wunder, dass sie gegangen ist.

Ich bin zu 100% dafür verantwortlich, dass meine damalige Ehefrau sich einen Liebhaber gesucht hat, genauso wie sie auch zu 100% dafür verantwortlich ist. Es ist völlig in Ordnung, dass sie es getan hat. Ich hätte - an ihrer Stelle – in ihrer Not – ganz genauso gehandelt.

Und dass ich mich durch diese aus jener Situation entstandenen - nun jadochja - "recht vielfältigen Gefühlsrealitäten" so lange "durchgeglüht" habe, bis ich im Einklang mit mir selbst behaupten konnte, dass es völlig in Ordnung ist, dass sie es getan hat, dadurch habe ich entdeckt, dass ich „anders“ und „tiefer“ bin, als vorher geglaubt habe.

Ja, Deine Freunde lehren Dich gerade etwas. Du hast die Chance und die Herausforderung ganz zu Dir zu stehen und lernen, im Frieden mit Dir zu sein, auch wenn Dich „die Welt“ „verachtet“. Nur weil 1000 o. 1000000 andere Menschen Dinge verachten, heißt das gar nichts. Was glaubst Du, wie viele Menschen mich "nicht mögen", nur weil ich so bin, wie ich bin. Aber nur weil ich eben so bin, wie ich bin, kann ich aus sowas schreiben, was Dich be – rührt und be – wegt hat. Tadel kann hilfreich sein, ist es aber meistens nicht. Die, die tadeln, würden im Geheimen meist ganz genau dasselbe tun bzw tun es (siehe auch aktuelle kirchliche Missbrauchsgeschichte).

Nutze die Chancen, die sich Dir jetzt bieten. Werde DU selbst. Ent - decke Dich selbst. Finde heraus, wer Du bist. Stehe zu dem, was Du getan hast. KEIN MENSCH hat das Recht Dich zu verurteilen. Du kannst es auch sehen als Feuertaufe, erwachsen zu werden.

„Ich bin fremdgegangen – Na und? Macht mich das zu einem schlechteren Menschen? Der, der irre geht, wird weise.“

Wenn meine Mutter oder mein Bruder mich heute für etwas verurteilen würden, was ich getan habe, würde ich sagen: "Ich verstehe, dass ihr es so seht. Danke, dass ihr es mit mir geteilt habt. Aber ich bin nicht auf der Welt, um Euch zu gefallen, sondern um glücklich zu sein. Und ich definiere, was mich glücklich macht. Wart ihr immer integer im Leben? Mama, bist Du nie fremdgegangen? Mein Bruder, warst Du immer treu?" Und ich würde entweder den absoluten Knall verursachen oder – wenn sie ehrlich wären – sie würden beschämt ihren Mund halten.

Brave Mädchen kommen in den Himmel, böse Mädchen kommen überall hin.

Der kürzeste Weg zum da-Sein eines Heiligen ist oft das Leben eines Wüstlings…

Lebe wild und gefährlich, aber immer im Einklang mit Deinem Herzen…

Alles Liebe
m. / 40
 
  • #49
@#47: "Ich bin fremdgegangen Na und? Macht mich das zu einem schlechteren Menschen? Der, der irre geht, wird weise."

Ich bin ja schon lange in diesem Forum aktiv, aber ich habe selten etwas Heuchlerisches gelesen. Fast jeder Satz in deinem Posting ist ein verzweifelter Versuch, dein Handeln mit irgendeiner abgedroschenen Phrase oder Plattitüde, also mit einem Totschlagargument zu rechtfertigen. Du hörst dich fast schon wie ein Pfarrer an.

Es bleibt aber letztlich dabei, dass ein Fremdgeher die schlimmste "Straftat" begeht, die in einer Beziehung möglich ist. Das kannst du auch mit besonders einfühlsamen und empathisch anmutenden Worten verschleiern.
 
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  • #50
@48 bin #47 und #31

Es freut mich, dass es Dich wirklich betroffen macht, was ich da geschrieben habe. Sollte es so sein, dass Du nicht in der Lage bist, jemand so etwas zu verzeihen, dann ist schon klar, warum Du meine Worte als "heuchlerisch" empfindest. Seit meine Ex-Frau fremdgegangen ist, habe ich viel gelernt und mich in allen anderen Partnerschaften seitdem so verhalten, dass die Frauen sich ausreichend geliebt gefühlt haben und deswegen das nie wieder zum realen Thema wurde. (Ich weiss ich weiss, vielleicht habe ich ja bloss nichts gemerkt...)

Ich sehe es ganz genauso wie Du: Jemand, der nebenraus geht begeht die "schlimmste Straftat", die in einer Beziehung möglich ist. Kein Widerspruch von mir.

Aber wie geht mann jetzt mit einem um, der das tut? Macht man ihn fertig und redet ihm ein Schuldbewusstsein ein? Oder übergibt man ihm die Verantwortung, daraus alles zu lernen, was es dann zu lernen gibt? In der Hoffnung, dass das, was Fremdgehen ist, bei diesem Menschen sich als emotional so unangenehm anfühlt, weil er / sie "den Verrat" in sich absolut groß empfindet und es deswegen nicht mehr tut.

Mein Postings sind nicht zu lesen als "Freisex für alle", sondern als Anregung, Menschen in Not durch Annahme dessen, was ist und Wertschätzung aus ihren eigenen und den anderen indoktrinierten Fallen rauszuholen, damit sie sowas nie wieder machen (müssen).

Ein Mensch, der glücklich ist mit seinem Herzen und dem Herzen der Partnerin verbunden ist, geht nicht fremd, dem ist seine Partnerschaft genug. Der ist erfüllt und nicht bereit, da irgendetwas zu gefährden.

Meine (vielleicht) ketzerische Aussage ist: Der Nicht-Fremdgeher ist genauso dafür verantwortlich für das Fremdgehen des Fremdgängers. Fremdgehen ist in Ausdruck einer Not eines Menschen. Wenn der Nicht-Fremdgeher dem "Bösen" alles gegeben hätte, was sie gebraucht hätte, wäre sie nicht fremdgegangen. (Und wenn sie wirklich so eine ...... wäre, dass sie es ständig tut, dann sollte der Nichtfremdgänger sich ganz schnell aus dieser BEziehung lösen) Der Fremdgeher ist nur ein Teil des Liebes-Systems, das nicht mehr im Lot ist und ein Spiegel für den anderen.

Es tut mir leid, dass ich es nicht so geschrieben habe, dass auch Du es lesen konntest, dass es (auf den ersten Blick einmal) nicht hilfreich ist, wenn ein Mensch "nebenraus" geht. Entschuldigung!

Danke und Alles Liebe
m. / 40
 
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  • #51
@ FSin - Ich habe mir nochmal ein paar Gedanken gemacht - Diese:

Werde erwachsen. Stehe zu dem, was ist. Gehe hoch erhobenen Kopfes, gerade weil so mutig warst, es zu tun, weil Du mutig genug warst, schwach zu sein, gebührt Dir Achtung und Respekt. Die anderen wären hätten sich doch gar nicht getraut…
Achte Dich dafür, aber stehe auch dazu, dass es auch Anteile gibt, die nicht hilfreich gewesen sind. Aber wer weiß, wenn Du später mal verheiratet bist und 2 Kinder hast und in eine ähnliche Situation kommst, dann kann es sehr hilfreich gewesen sein, dass Du jetzt schon gelernt hast, zu welcher Katastrophe das führen kann. Und dann war es sehr gut, dass Du es heute getan hast – dann musst Du später Deine Ehe nicht riskieren, bloss wegen „ein bisschen angenehmer Matratzengymnastik“.

Wäre es DANN noch falsch, Dein Verhalten? Oder wäre es dann – im Nachhinein doch „richtig“? (s.a. http://berendlange.com/gluck-oder-pech)

Mit der Haarfarbe (#45) ist es - für mich - so: Ich stehe auf vollbusige Frauen mit langen Haaren, die sind mein Beuteschema, aber mit denen, die meinem Beuteschema nicht entsprochen haben, habe ich viel bessere, längere und tiefere Partnerschaften geführt, mit den anderen waren es meist mehr nur nicht wirklich hilfreiche Beziehungen. Insoweit kann es sehr wohl sehr wahr für ihn und seine Gefühlsrealität gewesen sein, dass Er Dich mit blonden Haaren getroffen hat und dass er mit Dir glücklich war. Menschen, die wir nicht benutzen können, um unsere eigenen Wünsche zu erfüllen, sind hilfreicher, um langjährige Partnerschaften zu erfahren.

Du schreibst, ihr habt euch geliebt. Dazu hätte ich auch was zu schreiben, aber das musst Du anfordern. Es muss für Dich nicht wahr sein, aber vielleicht ist es Dir ebenso dienlich wie #31.

Noch eins: Es gibt keinen einzigen unentschuldbaren unverzeihlichen Fehler.

Das Modell "Schuld" wurzelt im westlichen Kirchen-Christentum, im östlichen Bereich gibt es das nicht. Eine Schuld setzt immer einen Ankläger voraus. Ankläger sind die, die ihre eigenen Geschichten/Bedürfnisse unterdrücken und aus dieser Wut, das tun zu müssen, andere verurteilen.

Das heisst nun nicht, dass alles erlaubt ist, die letzte Instanz bleibt aber - meiner Meinung nach - immer zuerst UND zuletzt immer das eigene (Ge-)Wissen und eben nicht die Beurteilung anderer dieses einen menschlichen Verhaltens.

Danke und Alles Liebe Dir
m. / 40
 
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  • #52
@50, M/40

Vielen Dank für deine Zeilen. Du legst dich hier ganz schön ins Zeug, um mir weiterzuhelfen. Das finde ich klasse. Tadel und Zuspruch halten sich bei dir die Waage – so sollte es öfter im Alltag geschehen.

Ich bin tatsächlich gerade dabei erwachsen zu werden, habe eingesehen, dass ich doch oft noch dazu neige, naiv und kindisch zu handeln. Einem 35-jährigen Mann fällt es da oft nicht immer leicht, das hinzunehmen. Das weiß ich. Er hat viel dazu beigetragen, dass aus dem Küken ein Schwan wird und das Beste daran ist – er hat mich immer „gleichwertig“ behandelt, er ließ mich spüren, dass wir auf einem Niveau, einer Wellenlänge, auf „Augenhöhe“ sind. Das war toll. Oft sieht es doch bei nicht gleichaltrigen Paaren ganz anders aus. Ich habe daraus gelernt, habe vieles mitgenommen. Unter anderem auch die Erkenntnis, dass es gut war, dass mein Vergehen letztendlich ans Tageslicht kam. Irgendwie hilft mir das, meinen Seelenfrieden zu finden. Die Einsicht, dass man einen Fehler begangen hat, der einen aber um einiges an Erfahrung reicher bzw. reifer macht. Es war gut, dass er mir das vor Augen gehalten und ich somit ganz bitter bestraft wurde. Mir geht es heute viel besser, sehe die Dinge klarer, weiß, an welchen Stellen ich noch „arbeiten“ muss, dass das auch so bleibt und ich nicht wieder in Ungnade verfalle. Meine Seele kommt irgendwie gerade etwas zur Ruhe. Wisst ihr, wie befreiend das ist? Ganz unabhängig davon, dass man scheinbar einen besonderen Menschen verloren hat, was nicht zu leugnen oder zu beschönigen ist. Trotzdem – ich bin dankbar – irgendwie.

Dankbar auch für deine Hilfsbereitschaft.
Vielleicht sollte ich dir mit dem, was du bezüglich der Haarfarbe geschrieben hast, Recht geben. Ich bin die allererste blonde Frau in seinem Leben und bisher sind alle Beziehungen, die er mit brünetten Artgenossinnen führte, zerbrochen. Alle der Reihe nach. Vielleicht ist es Zufall, vielleicht auch nicht. Vielleicht heuchelt ihm sein Unterbewusstsein aber auch vor, „mal was anderes“ oder es einfach mal mit der probieren, die seinem Beuteschema nicht entspricht. Trotzdem habe ich des Öfteren geträumt, dunkelhaarig zu sein und glücklich in seine Arme zu fliegen. Seltsam, aber doch der Wahrheit sehr nahekommend.

Lieber M/40, hiermit fordere ich auch deinen Kommentar zum Thema Liebe an. Ob es meinen Vorstellungen oder gar meiner Meinung entspricht, ist doch zweitrangig. Ich bin froh über den Erfahrungsaustausch und deine Bereitschaft, mir zu helfen.

Übrigens – es gibt Neuigkeiten… Es ist eine Wende eingetreten. Nach ewigen Hasstiraden per SMS mir gegenüber, schrieb er mir heute Morgen, seiner Rechtschreibung nach zu urteilen sturzbetrunken, dass er jemand anderes im Urlaub kennengelernt hätte, und sie das nächste WE schon bei ihm verbringen würde.

Somit brach natürlich eine Welt für mich zusammen – ich hätte es wissen müssen. Wenn er die Retourkutsche fahren möchte, bitteschön, was kann ich schon groß dagegen ausrichten, dachte ich? Der körperliche Part des Fremdgehens als Racheakt wäre fast noch vertretbar gewesen – aber die Bekanntschaft soll schon so weit fortgeschritten sein, dass man ein gemeinsames Wochenende miteinander verbringt? Unfassbar! Somit war für mich klar, die Liebe, die ich meinte zwischen uns gesehen zu haben, war inszeniert. Den einen Tag (vor 5 Tagen) zu Tode betrübt und trauernd über die verlorene Liebe, den anderen Tag himmelhochjauchzend und zu alter Form zurückgefunden, oder was?

Ich konnte es nicht fassen – das war so weit weg. Das tat so weh. Stalken oder Bedrängen hin oder her – ich musste ihn sprechen. Ich rief an und er versuchte mich abzuwimmeln, er jemand anders kennengelernt hätte, die Gefühle für die andere plötzlich einfach da waren – Blödsinn, dachte ich, das geht auf keine Kuhhaut. Dann brach er zusammen und kämpfte mit den Tränen. Er könnte so etwas doch niemals über’s Herz bringen, er könne mich nicht vergessen, hat nur mich in Sinn und andere Wesen interessierten ihn nicht annähernd. Ende der Geschichte: Er wollte mich verletzen, so wie ich es getan habe und – er hatte Erfolg damit. Ich kann jetzt erahnen, wie es sich für ihn angefühlt haben muss, als er von meiner Affäre erfuhr. Mein Kämpfen, meine Reumütigkeit und das ewige Bitten um Vergebung waren nicht umsonst. Er hat mich erhört und sagte, „Du liebst mich scheinbar wirklich…“ Pause.

Er versprach mir ein Gespräch, wenn er wiederkäme, sagte er. Es würde nicht einfach werden, das Geschehene zu vergessen, die Bilder aus dem Kopf zu löschen, die ihm immer wieder von mir und dem anderen vorschweben. Wie sagt man so schön, wer liebt, kann auch vergeben. Davon sind wir unbestritten noch weit entfernt, aber die Bereitschaft, mir zuzuhören und unserer Beziehung Stück für Stück wieder Vertrauen einzuhauchen, die schiefgelaufenen Dinge mit mir zusammen aufzuarbeiten, die ist vorhanden und das ist mir sehr viel wert.

Lieber M/40, ich habe versucht, mich an deinen Rat zu halten und habe mir in diesem Telefonat keine Schuld zugewiesen. Ich war emotional, ehrlich und ganz klar im Kopf, nicht hysterisch oder starrköpfig wie davor – ganz anders als noch vor ein paar Tagen, als ich wie gelähmt war, als ich erfuhr, dass er das Geheimnis um meinen Seitensprung erfahren hatte.

Ich würde nicht sagen, dass „der Patient geheilt ist“, aber deine Hilfsbereitschaft hat mir wirklich weitergeholfen. Nichsdestotrotz bin ich immer noch gespannt auf deinen Beitrag, den ich anfordern sollte.

Das Kind ist zwar in den Brunnen gefallen, aber wird vielleicht bald wieder in „trockenen Tüchern sein“ :) Zitat Ende.

Ich fühle mich dir gegenüber zum Dank verpflichtet.

Die FS.
 
G

Gast

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  • #53
Liebe FS, Deinen letzten Beitrag finde ich sehr positiv, ich wuensch Dir alles erdenklich Gute. Muss sagen, bin auch sehr beeindruckt von m./40, sehr durchdachte Beitraege.
 
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