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Gast

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  • #1

Wie bekommt man eine Errektionsstörung wieder los?

Seit kurzem treffe ich (m/36) mich mit einer tollen Frau (35), mit der ich mich sehr gut verstehe und die mir in vielen Dingen sehr ähnlich ist. Unseren ersten sexuellen Versuch haben wir beide nicht allzu ernst genommen, weil dabei Alkohol im Spiel war.
Gestern Abend allerdings hat sich dann doch sehr deutlich gezeigt, dass mein Körper nicht so funktioniert, wie ich das gerne hätte. Mit anderen Worten: ich war zwar erregt, aber nicht lange genug, um es bis zum GV zu schaffen.
Eine körperliche Fehlfunktion schließe ich aus, da ich bei der Selbstbefriedigung problemlos hart werde und in der Vergangenheit auch keine Schwierigkeiten damit hatte. Die Frau finde ich sexy, sie hat einen erotischen Körper und ist sehr offen. Glücklicherweise bezieht sie mein Problem nicht auf ihre Attraktivität, sie war sehr verständnisvoll und entspannt.
Jetzt frage ich mich aber, woran es liegen kann! Seit einem guten Jahr habe ich nun keinen Sex mehr, kurz davor hatte ich eine Affäre mit einer Domina. Bin ich also nur "eingerostet"? Oder bin ich zu kopfgesteuert und brauche deshalb jemanden, bei dem ich mich fallen lassen muss, der mir befiehlt, wo es langgeht? Kann es sein, dass mir gefühlvoller Sex nicht mehr reicht? Mich nicht (nie) mehr antörnt?
 
  • #2
Lieber FS,

ihr seid ja noch ganz am Anfang, das war der zweite Versuch, oder? Warst Du denn sehr aufgeregt?

Mir ist das einige Male am Anfang einer Beziehung passiert- die Männer waren super-erregt, den ganzen Tag schon angespannt, wollten Alles perfekt machen... und dann Überreaktion, keine richtige Erektion. Da hilft Geduld, manchmal einfach nur zusammen liegen, streicheln- nicht DORT- reden, kuscheln... Ein völlig überarbeiteter Mann, der sich selbst extrem unter Druck setzte, lernte dann dass es genügt mich in den Arm zu nehmen und an mir zu riechen...

Lass nicht den Mut sinken, nehmt euch beim nächsten Mal vor, dass es keinen GV geben soll- nur Kuscheln. Und dann schau, wie Du reagierst...
 
  • #3
Du wirst die Erektionsstörung nicht los, weil Du sie gar nicht hast. Es sei denn, Du redest sie Dir ein. Dann kann es ein Problem werden.

Es ist nichts außergewöhnliches, daß es beim ersten Mal nicht so klappt, wie man sich das wünscht, vor allem, wenn man aufgeregt und miteinander nicht vertraut ist. Im übrigen wirst auch Du nicht jünger ;-). Solltest Du das Problem nicht aus dem Kopf bekommen, solltest Du einen Urologen aufsuchen. Der wird körperliche Probleme zunächst ausschließen (die Du anscheinend ohnehin nicht hast) und Dir zum Beispiel Cialis verschreiben. Da kannst Du eine halbe Tablette oder weniger nehmen. Dann fühlst Du Dich sicherer und alles klappt in der gewohnten Weise. Beim dritten Mal kannst Du es weglassen, weil Sicherheit und Vertrautheit da sind und ohnehin kein Problem existiert. Du kannst es aber auch ohne Cialis (o. ä.) und statt dessen mit Humor machen und vor allem nicht die ganze Zeit daran denken, daß es nicht klappen könnte. Deine neue Partnerin ist offensichtlich unproblematisch und kann damit umgehen. Es wird es nicht zum ersten Mal erlebt haben.

Solltest Du Dich für die medikamentöse Lösung entscheiden, solltest Du auf keinen Fall auf irgendwelchen Seiten im Internet bestellen. Da sind massenhaft Betrüger unterwegs, die das Zeug in China panschen lassen, falls es überhaupt Wirkstoffe enthält.
 
  • #4
Bleib locker. Das dürfte ziemlich normal sein und Du hast Glück mit der verständnisvollen Partnerin.

Wenn ich in dieser Situation wäre, würde ich mir auch keine Sorgen machen. Dann würde ich versuchen, den Mann nicht unter Druck zu setzen. Vielleicht sogar so tun, als ginge mir das auch zu schnell und erstmal schmusen wäre mir lieber und so.

Du hast Sorgen, daß Dich jetzt nur noch s/m-Sex antörnt, stimmt's ? Wie ist es denn beim Masturbieren. Erregen Dich auch 'normale' Vorstellungen ? Vielleicht sogar konkret mit Deiner neuen Freundin in der Hauptrolle ? Dann gibt es sicher kein Problem.

Ich masturbiere seit einiger Zeit mit einem Vibrator, was erheblich intensivere Orgasmen als mit einfachem Handbetrieb zur Folge hat.
Ich mache mir Sorgen, ob ich das mit einem Mann und dessen Händen und was er sonst noch hat, befriedigend finden werde. Mal abwarten...( hab' z.Zt. keinen )
 
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  • #5
Ich bin Urologe und empfehle Dir dringend einen Besuch bei einem Fachkollegen.
 
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  • #6
In einer ehem. Beziehung hatte mein Exfreund auch öfters solche Probleme, besonders in allgemein stressigen Situationen.
Es wurde mit der Zeit aber immer besser - und aus meiner Sicht würde ich dir raten, erst mal entspannt zu bleiben. Je mehr du darüber nachdenkst, desto weniger Lust auf Sex wirst du haben.

Bei uns war es so, dass wir vieles verschiedenes ausprobiert haben und uns auch immer viel Zeit gelassen haben. Mit der Zeit kamen wir dahinter, welche Ursachen die Errektionsstörungen hatten und als er das dann auch für sich klar hatte, konnte er das ganz gut abschließen und danach wurde es wirklich richtig toll!

Sprich mit deiner Partnerin offen darüber, sie ist doch verständnisvoll. Und vielleicht würde ich ihr auch bald von deinen S/M Präferenzen erzählen. Offenheit erleichtert vieles und es kann ihr auch dabei helfen, dich besser zu verstehen. Meine Erfahrung ist jedenfalls so gewesen. Ihm fiel immer mehr Last von den Schultern und ich konnte Situationen vermeiden, die seine Probleme triggerten.

Viel Glück und Geduld ;) Es wird sich schon lohnen! ;)
 
  • #7
Wenn #4 als Fachmann das schreibt, solltest du es unbedingt ernst nehmen.
Allerdings hat mich vor dem Lesen dieses Beitrages auch deine Bemerkung über deine Erfahrung und demenstprechend wohl auch Vorliebe für dominierten Sex nachdenklich gemacht.
Bei speziellen sexuellen Vorlieben kann es sehr wohl sein, dass Mann diese oder immer stärkere Reize in dieser Art braucht, um noch und genug sexuell stimuliert zu werden, zu sein und zu bleiben.
Dass die Selbstbefriedigung immer funktioniert, kann unter diesen Vorzeichen auch nur dann ein Argument sein, wenn nicht ausschließlich Fantasien vom dominiert-werden dabei zu deiner Erregung beitragen.
Erregt dich auch die Vorstellung von einem gleichberechtigten liebevollen gefühlvollen Zusammensein (vielleicht auch mit dieser Frau) und führt bei der Selbstbefriedigung zur Erfüllung?
Wenn nicht, ist es möglicherweise nicht nur ein urologisches sondern auch ein psychologisches Problem.
...sofern da überhaupt von "Problem" zu sprechen ist. Denn wenn du dafür eine passende Partnerin findest ist es ja keins.
 
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