• #1

Wie das Gefühl als Paar wiederbekommen?

Guten Tag zusammen,

seit nun über 10 Jahren befinden wir (46 und 50 Jahre) in einer Fernbeziehung, davon sind wir seit 3,5 Jahren verheiratet. Uns trennen 600 km. Leider hat es sich beruflich so ergeben, dass wir unsere Lebensmittelpunkte bis zum Rentenalter nicht ändern können und wollen. Dazu kommen familiäre Verpflichtungen. Wir haben uns bisher im Schnitt so aller 4 Wochen getroffen, manchmal waren auch 6 Wochen dazwischen. Meist ist mein Mann zu mir gefahren, da er mobil ist und auch beruflich zeitlich flexibler. Den Urlaub verbringen wir zusammen.

Seit der 2. Corona-Welle (Mitte September) haben wir uns nicht mehr gesehen. Gründe sind die hohen Inzidenzzahlen in seiner Region, Krankheit, Auto defekt… die Gründe sind vielfältig. Wir haben aber einen regelmäßigen, täglichen telefonischen, guten Kontakt.

Mittlerweile fürchte ich, dass sich bei unserem nächsten (geplanten) Treffen zu Ostern herausstellt, dass uns „nur“ noch Freundschaft verbindet. Ich kann im Moment gar nicht mehr sagen, was ich empfinde. Ich sorge mich, dass da ganz viel Leere entstanden ist, die erst einmal wieder gefüllt werden will. Hab quasi das Gefühl für uns als Paar verloren. Und das macht mich traurig, weil es eigentlich keinen „wirklichen“ Grund gibt. Ich würde mich freuen, wenn ich aus eurer Mitte ein paar Gedankenanregungen bekomme, die mir weiterhelfen.
 
  • #2
Mittlerweile fürchte ich, dass sich bei unserem nächsten (geplanten) Treffen zu Ostern herausstellt, dass uns „nur“ noch Freundschaft verbindet. Ich kann im Moment gar nicht mehr sagen, was ich empfinde. Ich sorge mich, dass da ganz viel Leere entstanden ist, die erst einmal wieder gefüllt werden will. Hab quasi das Gefühl für uns als Paar verloren.
Ist nicht von der Hand zu weisen.
Das "pairbonding" (Erwerb und Erhalt der Paarbindung) funktioniert - auch wenn hier einige Communitymitglieder von funktionierenden asexuellen Beziehungen schwärmen - über Intimität und Sex.
Das sollten übrigens alle Paare bedenken, wenn sie über längere Zeit wegen was-weiß-ich-für-Gründen keine Intimitäten oder Sex haben.
In solchen bindungs-anlaßarmen Zeiten wird das emotionale Band brüchiger und die Ratio fängt an, den Sinn der Beziehung zu hinterfragen.

Mein bester Rat: Sofort zum ersten Wiedersehen ins Bett miteinander (oder eben in der freie Natur) und die Konzentration der Bindungshormone wieder auf Normalstand bringen.

mMenschÜ50 (derzeit in einer Phase zurückgehenden pairbondings)
 
  • #3
Mein bester Rat: Sofort zum ersten Wiedersehen ins Bett miteinander (oder eben in der freie Natur) und die Konzentration der Bindungshormone wieder auf Normalstand bringen.

Herzlichen Dank für deinen Rat! Allerdings ist das Problem, dass schon unter "normalen Umständen" die Anlaufzeit mehrere Tage dauern kann. Und Sex sowieso nicht mehr so oft stattfindet. Fehlt mir aber auch gar nicht.
 
  • #4
Der Beitrag von @awaken hat schon ein bisschen Wahrheit in sich.
Ich gehe davon aus, das eure Fernbeziehung/Ehe bisher so funktioniert und ihr damit glücklich seit, sonst hätte es bis jetzt keine 10 Jahre gehalten.
Ich frage mich nur, warum der Abstand mit 4 - 6 Wochen so hoch ist. Eine solche Beziehung will gepflegt werden und das funktioniert nicht, wenn ihr euch im September das letzte Mal gesehen habt.
Ich führe auch eine Fernbeziehung, aber Corona hat mich nicht abgehalten, meinen Freund zu sehen. Ich bin dann von öffentlichen Verkehrsmittel auf das Auto umgestiegen. Alle Maßnahmen wurden in Zeiten des nicht sehens strengstens von uns eingehalten, damit keiner erkrankt und wir uns sehen können.
Hast Du schon mit ihm darüber geredet?
Ist es möglich eine längere Zeit miteinander zu verbringen, damit dieses Wir Gefühl wieder entstehen kann?
 
  • #5
Da ist sehr viel Kopfarbeit nötig, damit dieses Eheszenario auf den richtigen Weg kommen kann. Wichtig ist dabei absolute Ehrlichkeit zu den eigenen Gefühlen. Auch Dein Mann muss sich Gedanken machen ob diese Ehe bestehen bleiben soll oder nicht. Gefühle verschwinden nicht so einfach, egal wie lange man sich nicht sieht. Wenn ihr beiden das wollt, dann werdet ihr auch einen Weg finden, Dazu braucht ihr kompetente Hilfe. Ihr solltet euch durch einen Therapeuten begleiten lassen der euch verschiedene Möglichkeiten aufzeigen kann. Andere Blickwinkel und auch die eigenen ( Wunsch) vorstellungen können dann für ein besseres schöneres Paargefühl sorgen.
 
  • #6
Bei einer Fernbeziehung kommt es auf andere Dinge an und es kann auch schön sein, weil es etwas anderes besonderes ist und auch die Spannung aufrecht erhält, wenn man sich nur selten sieht, allerdings muss man sehr genau die Bedürfnisse des Partners kennen und nicht überhören.
In meiner damaligen Fernbeziehung war man einsam, es gab nie jemandem zum Reden, deswegen ging es auseinander.

Man muss sich viel zu sagen haben, beide müssen sich entsprechend Aufmerksamkeit in anderer Form schenken und dem anderen genau zuhören... Ich vermute, nach über 10 Jahren redet ihr nicht mehr viel miteinander!? Das würde ich ändern.

Wir wissen nicht, wie der Mann darüber denkt. Es könnte auch sein, dass er aus allen Wolken fällt. Frauen tun sich schwer damit, einen eingeschlafenen Zustand zu akzeptieren und brechen dann aus solchen Beziehungen.

Es ist nicht nur deine Aufgabe, die Beziehung zu beleben. Was tut dieser Mann dafür, dass eure Bedürfnisse und Wünsche belebt werden? Arrangiert ihr euch auch mal? Verbringt ihr auch mal ein Wochenende oder Kurzurlaub zusammen?
 
  • #7
Man muss sich viel zu sagen haben, beide müssen sich entsprechend Aufmerksamkeit in anderer Form schenken und dem anderen genau zuhören... Ich vermute, nach über 10 Jahren redet ihr nicht mehr viel miteinander!? Das würde ich ändern.

Wir wissen nicht, wie der Mann darüber denkt. Es könnte auch sein, dass er aus allen Wolken fällt. Frauen tun sich schwer damit, einen eingeschlafenen Zustand zu akzeptieren und brechen dann aus solchen Beziehungen.

Es ist nicht nur deine Aufgabe, die Beziehung zu beleben. Was tut dieser Mann dafür, dass eure Bedürfnisse und Wünsche belebt werden? Arrangiert ihr euch auch mal? Verbringt ihr auch mal ein Wochenende oder Kurzurlaub zusammen?
Wir haben schon einiges zu bereden. ob über alltägliches, politisches, manchmal albernes - nur über uns oder über Wünsche und Bedürfnisse reden wir schon lange nicht mehr. Wahrscheinlich unbewusst vor dem Ergebnis eines solchen Gesprächs. Mein Mann ist sehr auf Harmonie bedacht und erträgt bereits schwer, wenn ich mal schlecht gelaunt bin. Belebend finde ich gerade eher nicht viel, muss ich zugeben. Ich bin seit Dezember im Homeoffice und habe mich auch pandemiebedingt sehr zurückgezogen.
Leider erscheint mir unsere Ehe mehr und mehr unwirklich. Uns verbindet gerade nicht mehr als die gemeinsame Veranlagung zur Einkommenssteuer. Ich weiß, das klingt etwas verbittert.
Ich wünschte mir, es wäre wieder anders.
 
  • #8
Wenn ihr nicht zusammen wohnt, euch selten persönlich seht und Dinge unternehmt, keine gemeinsamen Kinder habt und Sex und Nähe kaum eine Rolle spielen, ihr keine tiefsinnigen, emotionalen Gespräche führt, sondern nur telefoniert und über Alltag und Politik redet, dann wäre wirklich die Frage: Was ist der Unterschied zu einer guten Freundschaft?
w26
 
  • #9
Ihr habt euch seit September nicht mehr gesehen? Nicht mal zu Weihnachten und Silvester? Warum nicht? Und wo war er denn an diesen Feiertagen???
Ehepaare dürfen sich jederzeit sehen egal wie hoch die Inzidenzzahl war - das ist doch kein Grund...
Wenn ihr euch erst an Ostern seht habt ihr euch 7 Monate nicht gesehen...im Ernst?
Wofür ist man da überhaupt noch verheiratet?
 
  • #10
Was soll das denn fuer eine "Ehe" sein? Nur, dass da jemand ist, mit dem man auf dem Papier verheirat ist? Ist mir voellig unverstaendlich.
Bequemlichkeit?
Da ist nichts mehr vorhanden, was wieder zusammengefuegt werden kann. Und schon gar nicht wird das Bett Sie retten. Sie werden warten, bis Sie beide in Rente sind und sich dann gegenseitig anoeden. Haben Sie nicht mehr vom Leben erwartet?
Kopfschuettel.
 
  • #11
Puh, ich muss mich leider den anderen anschließen: was in eurer Ehe ist der Unterschied zu einer Freundschaft wenn ihr euch nicht seht, Sex kaum noch eine Rolle spielt und ihr euch nur über alltägliches unterhaltet?

Warum seht ihr euch so selten? Die Pandemie ist kein Grund und wenn du ehrlich bist, wohl eher eine bequeme Ausrede um einem klärenden Gespräch über eure Zukunft aus dem Weg zu gehen.
Du bist im Homeoffice, also räumlich sehr flexibel. Warum schnappst du dir nicht deinen PC und fährst zu deinem Mann? Das kann ich nicht verstehen.

Ein klärendes Gespräch über euch ist dringend notwendig. Was verbindet euch und wie soll es in Zukunft weitergehen? Momentan geht ihr dem Gespräch aus dem Weg, aber je länger ihr euch nicht seht, umso mehr entfremdet ihr euch, bis es gar kein Zurück mehr gibt.

Also los, nutzt das Wochenende um euch zu treffen und die Dinge anzusprechen.

W35
 
  • #12
Wenn ihr nicht zusammen wohnt, euch selten persönlich seht und Dinge unternehmt, keine gemeinsamen Kinder habt und Sex und Nähe kaum eine Rolle spielen, ihr keine tiefsinnigen, emotionalen Gespräche führt, sondern nur telefoniert und über Alltag und Politik redet, dann wäre wirklich die Frage: Was ist der Unterschied zu einer guten Freundschaft?
w26
Auf den Punkt! Danke! Auch wenn’s weh tut. Wahrscheinlich ist es die Angst mit Konsequenzen leben zu müssen und (wieder) alleine zu sein. Auch offiziell.
 
  • #13
Ihr habt euch seit September nicht mehr gesehen? Nicht mal zu Weihnachten und Silvester? Warum nicht? Und wo war er denn an diesen Feiertagen???
Ehepaare dürfen sich jederzeit sehen egal wie hoch die Inzidenzzahl war - das ist doch kein Grund...
Wenn ihr euch erst an Ostern seht habt ihr euch 7 Monate nicht gesehen...im Ernst?
Wofür ist man da überhaupt noch verheiratet?
Wie haben uns über den Jahreswechsel nicht gesehen, weil mein Mann gesundheitlich schwer angeschlagen war und nicht herkommen konnte. Ich selbst wollte nicht hin, weil meine Familie hier lebt und auch die Inzidenzen dort gefährlich hoch waren. Klingt nicht danach, als hätten wir das Zusammensein unbedingt gewollt, oder?
 
  • #14
Puh, ich muss mich leider den anderen anschließen: was in eurer Ehe ist der Unterschied zu einer Freundschaft wenn ihr euch nicht seht, Sex kaum noch eine Rolle spielt und ihr euch nur über alltägliches unterhaltet?

Warum seht ihr euch so selten? Die Pandemie ist kein Grund und wenn du ehrlich bist, wohl eher eine bequeme Ausrede um einem klärenden Gespräch über eure Zukunft aus dem Weg zu gehen.
Du bist im Homeoffice, also räumlich sehr flexibel. Warum schnappst du dir nicht deinen PC und fährst zu deinem Mann? Das kann ich nicht verstehen.

Ein klärendes Gespräch über euch ist dringend notwendig. Was verbindet euch und wie soll es in Zukunft weitergehen? Momentan geht ihr dem Gespräch aus dem Weg, aber je länger ihr euch nicht seht, umso mehr entfremdet ihr euch, bis es gar kein Zurück mehr gibt.

Also los, nutzt das Wochenende um euch zu treffen und die Dinge anzusprechen.

W35
Ich danke auch dir für deine nachdenkenswerte Antworte! Genau mit dieser Entfremdung habe ich ein Problem. Ich brauche sowieso immer viel Zeit, um Nähe überhaupt zuzulassen.
Mund ehrlich gesagt, aktuell bin ich froh, wenn ich meine Ruhe habe. Bin sehr dünnhäutig geworden und habe mich sehr zurückgezogen.
 
  • #15
Meist ist mein Mann zu mir gefahren, da er mobil ist und auch beruflich zeitlich flexibler.
Hallo Fehe,

uff! Ich kenne natürlich Deinen Mann nicht, aber nach dem, was Du alles schreibst, würde ich sagen: Das "Problem" liegt hier komplett bei Dir.

Du schreibst, Du seist dünnhäutig geworden, hättest Dich zurückgezogen, seist überängstlich aufgrund von Corona, hättest keine Lust auf Sex, etc.

Weshalb bist Du nicht "mobil"?!?! Eine Frau in den besten Jahren, die es nicht "schafft", zu ihrem Mann zu fahren?!

Du hast den - gerade heutzutage - unglaublichen Luxus, komplett im home office arbeiten zu können, brauchst vermutlich nur Internet... Und lässt Deinen Mann dauernd antanzen, weil er zeitlich flexibler ist?!

Sorry, entweder bist Du gerade heftigst in den Wechseljahren (ist keine negative Kritik von mir, sondern jeder weiß ja, dass dies eine ernste Umbruchphase im Leben sein kann, auch gesundheitlich bis hin zu Depressionen) oder Du hast einfach keine Lust mehr auf Deinen Mann (und gestehst Dir dieses noch nicht ein).

Und was ist da "sexuell" bei Dir los? Meistens sind wir Frauen hier doch auf unserem Höhepunkt des Lust-Habens! Hast Du "nur" Deinem Mann gegenüber keine Lust oder auch mit Dir selbst (SB) nicht? Träumst Du vielleicht insgeheim von einem anderen Mann/ einem anderen hypothetischen Typus an Mann? War diese sexuelle Flaute bei Dir/ bei Euch schon immer so?

w, und auch Mitte 40
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #16
Mund ehrlich gesagt, aktuell bin ich froh, wenn ich meine Ruhe habe. Bin sehr dünnhäutig geworden und habe mich sehr zurückgezogen.

Das klingt aber nicht gut.. Schon mal über das Stichwort Depressionen nachgedacht?
Und dann kann mit dieser Brille auch eine sowieso wackelige Ehe weggewischt werden.

Ihr solltet Euch treffen - nehmt Euch en paar Tage Urlaub 1-2 Wochen - verbringt Zeit miteinander.

Rückzug und Einsamkeit kam gefährlich werden.

W, 51
 
  • #17
Auch wenn’s weh tut. Wahrscheinlich ist es die Angst mit Konsequenzen leben zu müssen und (wieder) alleine zu sein. Auch offiziell.
Ich verstehe nicht, dass man unter solchen Umständen eine Beziehung/Ehe halten kann, im Grunde genommen bist du doch alleine, was willst du denn? Es geht nicht um offiziell, es geht um dich!
Bin sehr dünnhäutig geworden und habe mich sehr zurückgezogen.
Du kannst nicht konsequent sein und weißt nicht, was du willst.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #18
Ich denke, dein Mann hat schon längst seit Jahren eine Affäre und du willst es nicht wahrhaben. Du merkst es doch gar nicht, wenn Er zu Hause eine zweit Beziehung führt?
Deswegen ist er auch seit Jahren zufrieden mit der Ehe, sie stört nicht weiter und er hat dann noch mal Abwechslung.
Ich sehe nicht die geringste Chance in euer Ehe, das Konzept ist dann doch zu merkwürdig.
Du tröstest dich mit Ausreden und Erklärungen, aber in Wahrheit ist es schon seit Jahren vorbei, du willst es nur nicht wahrhaben
 
  • #19
Wie haben uns über den Jahreswechsel nicht gesehen, weil mein Mann gesundheitlich schwer angeschlagen war und nicht herkommen konnte. Ich selbst wollte nicht hin, weil meine Familie hier lebt und auch die Inzidenzen dort gefährlich hoch waren. Klingt nicht danach, als hätten wir das Zusammensein unbedingt gewollt, oder?
Ich käme mir sehr einsam vor wenn meine Ehefrau, Freundin, Lebensgefährtin mich u.a. wegen meiner Erkrankung und obwohl sie ihr Homeoffice auch zu mir verlegen könnte mich während der Feiertage meidet und mich nicht als Kernbestandteil ihrer Familie ansieht.

Ich würde recht schnell auf keine weiteren Besuche mehr Wert legen.
Herzlichen Dank für deinen Rat! Allerdings ist das Problem, dass schon unter "normalen Umständen" die Anlaufzeit mehrere Tage dauern kann. Und Sex sowieso nicht mehr so oft stattfindet. Fehlt mir aber auch gar nicht.
Du scheinst eher ein grundsätzliches Problem zu Nähe zu haben, dein Mann ggf. auch.

Aber die hormonellen Mechanismen des Körpers funktionieren so und nicht anders wie @awaken sie beschreibt.

Wenn du das eben nicht willst kannst du deinen Kontakt zu deinem Mann gleich vollständig Nullen.
Ich denke, dein Mann hat schon längst seit Jahren eine Affäre und du willst es nicht wahrhaben. Du merkst es doch gar nicht, wenn Er zu Hause eine zweit Beziehung führt?
Deswegen ist er auch seit Jahren zufrieden mit der Ehe, sie stört nicht weiter und er hat dann noch mal Abwechslung.
Ich sehe nicht die geringste Chance in euer Ehe, das Konzept ist dann doch zu merkwürdig.
Du tröstest dich mit Ausreden und Erklärungen, aber in Wahrheit ist es schon seit Jahren vorbei, du willst es nur nicht wahrhaben
Was soll diese substanzlose Schuldzuweisung an den Mann?

Unabhängig davon sehe ich keine Verbindlichkeit und Verlässlichkeit zwischen Beiden. Weder im Sinne von Partnerschaft, guter Freundschaft oder enger Verwandtschaft. Vielleicht noch am ehesten wie bei Geschwistern von denen eines ausgewandert ist. Die sich aber trotzdem mögen und deswegen in losem Kontakt bleiben.

@fehe warum habt ihr überhaupt geheiratet?
 
  • #20
Ja das was @FrauRossi50 sagt stimmt wahrscheinlich.
Dein Mann lebt sein eigenes Leben mit wahrscheinlich einer Freundin an seiner Seite.
Er sagte er wäre über die Weihnachtsfeiertage zu krank um zu dir zu kommen?
Ja warum bist du dann nicht zu ihm gefahren um ihn zu umsorgen und zu betüddeln?
Wahrscheinlich hat er sogar Weihnachten und Silvester mit einer anderen Frau gefeiert....ich wäre zu ihm gefahren um zu schauen ob er wirklich so krank ist oder ob da was anderes dahintersteckt.

Ganz ehrlich - es gibt gar keinen Grund seinen eigenen Mann an Weihnachten und Silvester nicht zu sehen - Corona und irgendwelche Inzidenzzahlen, ein kaputtes Auto - und du glaubst das???
 
  • #21
Es ist doch Blödsinn, ohne irgendeinen Anhaltsgrund ihn jetzt zu beschuldigen.

Beide haben dieses Konstrukt gestaltet, beide scheinen wohl wenig Nähe zu wollen.

Allerdings,
Ich käme mir sehr einsam vor wenn meine Ehefrau, Freundin, Lebensgefährtin mich u.a. wegen meiner Erkrankung und obwohl sie ihr Homeoffice auch zu mir verlegen könnte mich während der Feiertage meidet und mich nicht als Kernbestandteil ihrer Familie ansieht.
So ginge es mir auch.
Ja, ich wäre gefahren - was interessiert die Inzidenz, wenn ich dort 1 Menschen besuche? Der ja nicht irgendwer ist, sondern mein Mann?

Nicht zum Kontrollieren, sondern zum Kümmern, zum Dasein.

So klingt es, als ob es der FS sehr gelegen kam.
Er kann grundsätzlich schwer kommen, dann speziell gar nicht - und das Naheliegende, selbst hinfahren, geht wegen Corona nicht.

Trotzdem, ohne Vorwurf. Da ist keine Schuld, sondern angesagt zu prüfen,, was ist los.

Hatte sie, beide mal andere Träume, wann und warum ist es derart auseinander gedriftet?
Warum mag sie nicht hinfahren?
Was empfindet sie - und immer noch der Punkt - Rückzug, Antriebsschwäche.

Corona hinterlässt Spuren, Depressionen entwickeln sich schleichend.

Und natürlich kann es in einer solchen Paarsituation leichter geschehen,, dass eine*r jemanden anderem begegnet.

Für alle, die verurteilen, und mal wieder ganz schnell den Mann als Schuldugen sehen - wie wäre die Antwort, wenn hier die Frage käme - Wir haben eine Fernbeziehung, sehen uns selten, ich konnte aufgrund meines Gesundheitszustandes an den Feiertagen nicht fahren, mein*e Partner*in kam nicht?

Für mich wäre das spätestens der Moment, wo ich die Partnerschaft ernsthaft auf den Prüfstand stellen würde.
Ich mag FB aber auch nicht, als ich eine hatte, haben wir versucht, und so oft wie irgend möglich zu sehen.. Und bin dann umgezogen.

Fehe,
Wie geht es Dir mit den Rückmeldungen?

W, 51
 
  • #22
Ja das was @FrauRossi50 sagt stimmt wahrscheinlich.
Dein Mann lebt sein eigenes Leben mit wahrscheinlich einer Freundin an seiner Seite.
Er sagte er wäre über die Weihnachtsfeiertage zu krank um zu dir zu kommen?
Ja warum bist du dann nicht zu ihm gefahren um ihn zu umsorgen und zu betüddeln?
Wahrscheinlich hat er sogar Weihnachten und Silvester mit einer anderen Frau gefeiert....ich wäre zu ihm gefahren um zu schauen ob er wirklich so krank ist oder ob da was anderes dahintersteckt.

Ganz ehrlich - es gibt gar keinen Grund seinen eigenen Mann an Weihnachten und Silvester nicht zu sehen - Corona und irgendwelche Inzidenzzahlen, ein kaputtes Auto - und du glaubst das???
Noch so eine Projektion des schlechten Mannes.

Wenn jemand in dieser Situation sich mies verhalten hat, dann die FS die ihren Ehemann krank allein die Festtage verbringen lässt.

Unabhängig davon kann es auch sein, dass er es satt ist allein derjenige zu sein der mit Besuchen die Beziehung in der Realität hält und er seine Besuche auch deswegen zurück schraubt um zu sehen was denn von ihr kommt.

Und das ist letztlich die hier offenbarte Erkenntnis - Leere.

Was die Asexualität und die Vermeidung der Nähe betrifft können allerdings auch beide gleichveranlagt sein und sich genau deswegen und weil sie weit auseinander leben gewählt haben.
 
  • #23
Vielen Dank an alle, die sich die Mühe gemacht haben, mir zu helfen.

An eine Affäre meines Mannes glaube ich nicht. Das mag naiv klingen, aber dafür ist er (immer noch) zu loyal mir gegenüber, zu wenig Zeit und Gelegenheit und ich bin mir sicher, dass hätte ich gemerkt. Gerade an Weihnachten war er selbst fast depressiv, er war wochenlang wegen diffuser Beschwerden krank. Wobei wir beide im Nachhinein nicht ausschließen, dass er ggf. an COVID infiziert war. Seine Ärztin sah keinen Grund zum Test.

Ich sehe die Gründe schon eher bei mir. Irgendwann wurde die Beziehung für mich zur Belastung und ich bin nur noch selten (Bahn) hingefahren, vielleicht 2-3 mal im Jahr. Mein Mann ist zu mir gekommen, wann immer er ein etwas längeres Wochenende ermöglichen konnte. In der Regel muss er freitags bis abends arbeiten...
Ich kann mir in emotionaler Hinsicht keinen besseren Mann wünschen, da spüre ich Liebe und Sorge, nur Nähe fällt mir so schwer aufzubauen.
Im Übrigen kann ich mich nicht an eine (wirkliche) Lüge etc. seinerseits erinnern. Vertrauen ist da auf jeden Fall da.
 
  • #24
Irgendwann wurde die Beziehung für mich zur Belastung
Das ist für mich der entscheidende Satz: und du solltest all deinen Mut zusammen nehmen, um mit deinem Mann darüber zu reden. Denn bisher ... bist du nur feige. Höchst unfair, deinem Mann gegenüber. Nur leider bekommt der seinen Hintern ja auch nicht hoch. 7 (sieben!) Monate !!

Man (oder frau) MUSS nicht verheiratet sein, was hilft dir dieser Titel, wenn du deinen Mann zwar freundlich und nett findest, dich aber wohler fühlst, wenn er weit weg ist? Du lässt ihn - wenn überhaupt - zu dir reisen, bewegst dich aber nicht in kleinster Weise auf ihn zu? Und das über Monate?

Ich habe auch eine Fernbeziehung (LAT), doch würde ich die sofort beenden, verspürte ich keine Lust mehr, in sehr kurzen Abständen in seine Arme (oder er in meine) zu wollen.

Du willst, allen Ernstes, von uns wissen, wie ihr »das Gefühl als Paar zurückbekommen« könnt? Das gibt es nicht auf Rezept, dazu müsst ihr schon selbst etwas tun!
 
  • #25
Vielen Dank an alle, die sich die Mühe gemacht haben, mir zu helfen.

An eine Affäre meines Mannes glaube ich nicht. Das mag naiv klingen, aber dafür ist er (immer noch) zu loyal mir gegenüber, zu wenig Zeit und Gelegenheit und ich bin mir sicher, dass hätte ich gemerkt. Gerade an Weihnachten war er selbst fast depressiv, er war wochenlang wegen diffuser Beschwerden krank. Wobei wir beide im Nachhinein nicht ausschließen, dass er ggf. an COVID infiziert war. Seine Ärztin sah keinen Grund zum Test.

Ich sehe die Gründe schon eher bei mir. Irgendwann wurde die Beziehung für mich zur Belastung und ich bin nur noch selten (Bahn) hingefahren, vielleicht 2-3 mal im Jahr. Mein Mann ist zu mir gekommen, wann immer er ein etwas längeres Wochenende ermöglichen konnte. In der Regel muss er freitags bis abends arbeiten...
Ich kann mir in emotionaler Hinsicht keinen besseren Mann wünschen, da spüre ich Liebe und Sorge, nur Nähe fällt mir so schwer aufzubauen.
Im Übrigen kann ich mich nicht an eine (wirkliche) Lüge etc. seinerseits erinnern. Vertrauen ist da auf jeden Fall da.
Du entscheidest was dir diese Ehe Wert ist, warum du sie überhaupt eingegangen bist und du weisst warum du dich selbst bisher noch weniger als dein Mann für diese Ehe engagiert hast.

Entsprechend kannst du allein auch entscheiden was du wie ändern willst. Du kannst deine Ehe so weiter fort führen, sie beenden oder dich selbst einmal engagieren.

Zu letzteren würde gehören, dass du durchaus mit externer Hilfe klärst was genau schief liegt und ob du etwas ändern kannst.

Interessant wäre in diesem Zusammenhang wie eng deine Beziehung zu deiner Familie vor Ort gestaltet ist. Z.B. seht ihr euch wöchentlich? Wie du insgesamt zu zwischenmenschlichen Kontakten aufgestellt bist? Freunde? Frühere Beziehungen?

Interessant wäre dies weil man daraus ableiten kann ob du ein spezielles Problem mit deinem Mann oder ein generelles Problem hast.
 
  • #26
Ich sehe die Gründe schon eher bei mir. Irgendwann wurde die Beziehung für mich zur Belastung und ich bin nur noch selten (Bahn) hingefahren, vielleicht 2-3 mal im Jahr. Mein Mann ist zu mir gekommen, wann immer er ein etwas längeres Wochenende ermöglichen konnte. In der Regel muss er freitags bis abends arbeiten...

Liebe Fehe,

Es ist ja nur ein Gefühl und Du magst es annehmen oder nicht.
Das klingt für mich alles sehr bedrückend.

Gibt es überhaupt etwas, was Du gerne machst? Wann hast Du zuletzt gelacht?
Wie sind Deine anderen Sozialkontakte?

Vielleicht magst Du das Ganze doch auch mal mit einer/einem Psychologen besprechen.
Ich denke, es ist vielschichtig.

Du merkst es selbst - daher die Frage? Es läuft nicht mehr.
Aber was läuft noch gut bei Dir?
Ernstgemeinte Frage.

W, 51
 
  • #27
Interessant wäre in diesem Zusammenhang wie eng deine Beziehung zu deiner Familie vor Ort gestaltet ist. Z.B. seht ihr euch wöchentlich? Wie du insgesamt zu zwischenmenschlichen Kontakten aufgestellt bist? Freunde? Frühere Beziehungen?

Interessant wäre dies weil man daraus ableiten kann ob du ein spezielles Problem mit deinem Mann oder ein generelles Problem hast.
Über diese Anregung darüber aus dieser Sicht mal nachzudenken bin ich sehr dankbar! Das könnte ein Teil des Schlüssels sein. Denn ich habe tatsächlich immer wieder Probleme Beziehungen zu Menschen, die ich aber trotzdem schätze, zu pflegen und "am Laufen zu halten". Meinerseits erfolgt meist (ungewollt) irgendwann ein Rückzug meinerseits. Ich habe Glück, dass ich Freunde habe, die immer wieder von sich aus den Kontakt suchen. Wie man Freundschaften zumindest halbwegs pflegt, habe ich erst lernen müssen, da ich aus dem Elternhaus so etwas nicht kannte. Meine Eltern lebten mit uns (Geschwister) recht zurückgezogen, wir blieben meistens unter uns oder mit der näheren Verwandtschaft.

Zu meiner Familie habe ich ein sehr liebevolles Verhältnis und wir telefonieren auch täglich. Ich liebe sie sehr. Wir sehen uns allerdings leider auch nicht so häufig, die Entfernung ist hier 40 km, da ich kein Auto habe und die Anbindung mit Bus und Bahn ist umständlich, daher fahre ich selten hin.
 
  • #28
Ja warum bist du dann nicht zu ihm gefahren um ihn zu umsorgen und zu betüddeln?
Da hast du vielleicht recht. Du musst allerdings auch bedenken, dass wir Corona haben. Er war ja schwer angeschlagen. Wir können also nicht wissen ob er infiziert war. Ich würde das in der aktuellen Situation auch nicht machen. Gut ich wohne mit meiner Frau zusammen. Was hätte sie also davon sich selbst zu infizieren und einen schweren Krankheitsverlauf zu haben oder zumindest sich mindestens 14 Tage in Quarantäne zu begegnen.
 
  • #29
Ich kann mir in emotionaler Hinsicht keinen besseren Mann wünschen, da spüre ich Liebe und Sorge, nur Nähe fällt mir so schwer aufzubauen.
Ich glaube du machst dir sehr blauäugig selbst was vor, stehst dir selbst im Weg und belügst dich dazu vielleicht unbewusst noch selbst mit Ausreden und mit Vorwänden, wenn echte und wahre Liebe beidseitig gleich vorhanden ist, gäbe es diese Situation in der Form, wie du sie schon sehr lange lebst garantiert nicht!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
B

Blume94

Gast
  • #30
Ihr habt euch von Beginn an auf eine solche distanzierte Beziehung/Ehe eingelassen (beruflich/privat) war die Distanz nicht zu überbrücken.
Wart ihr denn so glücklich?

Ich glaube ich könnte keine 4 Wochen ohne meinen Partner aushalten. 😕 Aber da ist jeder verschieden.

Zumindest telefoniert ihr täglich.

Was möchtest du denn? Wünscht du dir mehr Nähe/ häufigeren persönlichen Kontakt? Dann besuch ihn doch mal öfters, wechselt euch ab. Vllt alle 2-3 Wochen.

Du hast diesen Mann geheiratet, Nähe zulassen hätte vor der Hochzeit schon stattfinden müssen.

Du kapselst dich ab.
Wie wichtig ist er dir?
Ich brauche sowieso immer viel Zeit, um Nähe überhaupt zuzulassen.
Hat sich dein Mann denn mal dazu geäußert wie er die aktuelle Situation zwischen euch einschätzt mit dem geringen Kontakt? Fehlt ihm da nicht etwas? Seid ihr so glücklich?

Es ist dein Mann, er müsste dir eigentlich sehr vertraut sein und Nähe kein großes Problem.

Was möchtest du?

Man kann auch bei einer Trennung befreundet bleiben und gelegentlich telefonieren, falls ihr nicht mehr zueinander findet.

Mach dir Gedanken was du möchtest und was du dir wünschst. Vielleicht trefft ihr euch und schaut wie das Treffen nach so langer Zeit zwischen euch ist und dann könnt ihr eure Beziehung immer noch besprechen.

W 26
 
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