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Gast

  • #1

Wie "emanzipiert" sind Männer wirklich - wer schreibt wen an?

Ich schreibe so gut wie nie einen Mann an; ich reagiere lieber auf Kontaktversuche (beantworte aber wirklich JEDE Anfrage - ich finde, das gebietet der Respekt vor dem, der sie schickt!)

In einigen wenigen Fällen allerdings habe ich auch schon Männer aktiv kontaktet. Bei einem Treffen, das aus einem solchen Kontakt entstand, sagte mir der Mann dann quasi, daß es ja irgendwie schon nett wäre, wenn man als Mann mal angeschrieben wird, AAAAABER eigentlich würde man sich als Mann dann schon denken "ICH bin doch der Mann, ich will doch erobern und nicht erobert werden!"

Da war ich dann schon einigermaßen perplex - was denn nun? Oft höre und lese ich "Beschwerden" der Herren der Schöpfung, weshalb immer nur die Männer aktiv werden und sich gegebenenfalls dir Körbe abholen sollten, die Frauen könnten doch genauso....

Und jetzt wird mir fast ein Vorwurf draus gemacht...meine frage also: wie kann ich denn Interesse bekunden, ohne die Männer gleich zu erschrecken??

w, 42
 
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Gast

  • #2
Ich hab sowas noch nie gehört. Der ist ein Einzelfall. Andere würden sich freuen.
 
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  • #3
Also anschreiben geht immer.
Da bricht man sich auch als Frau nix ab. Nur eben was Kleines Lustiges schreiben, keinen Roman und nichts über sich!
Nur später in der Kennenlernphase würde ich als Frau niemals einen Mann anschreiben per SMS oder irgendwelche Messenger oder gar email.
Wenn dann von ihm nix kommt, dann wirds auch nichts.
Selbst nach einer schönen Nacht schreibe ich niemals etwas oder nur etwas kleines Nettes.

Aber am Anfang in einem Onlineportal vergibt man sich da rein gar nix. Schließlich klickt nicht jeder Mann auf mein Profil. Und nicht jeder Mann denkt, dass er eine Chance hätte.

w,39
 
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Gast

  • #4
m, 40

Online-Partnersuche hat etwas andere Regeln wie im RL. Ich bin nicht erschreckt, wenn die Frau richtiges Interesse bekundet und mich anschreibt. Nach dem Erstkontakt kannst du ja dem Mann wieder die Initiative überlassen, also nächstes Telefonat vereinbaren, erstes Date ausmachen.
 
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  • #5
ich denke, dass ist eine sache der generationen.
gefühlt(!) gibt es bei 35 den schnitt.
Über 35 wollen männer erobern, unter 35 sind sie es leid.

Ich (M29) "erobere" grundsätzlich nicht. Ich komme entgegen, aber laufe nicht hinterher. Mit etwas finesse klappt das sehr gut!
Grundsätzlich finde ich es aber seltsam, wenn mann oder frau so rigide an ihren rollen festhalten, wie dein exemplar.
kurzum: bleib so wie du bist, ein nachteil ist es nicht. Im gegenteil! Du hast einfach nur einen etwas eigenwilligen erwischt
 
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Gast

  • #6
Das kommt auf den Typ Mann und die begleitenden Umstände an. Bei schüchternen Männern müssen Deine die Signale nicht nur stärker sein, sondern Du musst sogar das erste Signal setzen. Generell gilt aber, ein Mann will immer das Gefühl haben, die Sache selbst angeleiert zu haben, sogar die schüchternen.

Allerdings kannst Du ja vorher nicht wissen, um welchen Typ Mann es sich handelt. Deshalb kann man bei einer Anmache viel verkehrt machen und sich gegebenenfalls solche unerwarteten Reaktionen einfangen. Wegen des Rollenverhaltens kann ich mir vorstellen, dass Frauen damit weniger gut klar kommen als Männer, während Männer in der Rolle des Ablehnens einer Frau meistens nicht so gut sind wie das weibliche Geschlecht.
 
  • #7
Das halte ich auch ehre für einen Einzelfall. Vielleicht wollte er damit rüberbrigen, daß er sich dich nciht ausgesucht hätte o.ä.
Ich habe, obwohl ich viele Anfragen hatte, auch aktiv kontaktet (manchmal reicht es nicht, immer wieder in der Interessentenliste aufzutauchen). Ich wusste, was ich wollte, warum sollte ich also durch Passivität verhindern, diese Männer kennenzulernen?
 
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  • #9
Ich habe niemals Männer angeschrieben (obwohl das ja hier immer geraten wird), weil ich im RL auch keine Männer anspreche. Und bin doch bei einer Partnerbörse fündig geworden.

Natürlich gefällt es vielen Männern, wenn eine Frau schreibt und sich bemüht; es ist bequem und schmeichelt dem Ego.

Nur leider ist, wenn ich so meinen Bekanntenkreis ansehe, selten was Ernsthaftes daraus geworden, wenn eine Frau die Initiative ergriffen hat. Verliebt haben sich die Männer in eine Frau, die sie sich ausgesucht haben und um die sie sich bemühen mussten oder durften ... denn die meisten Männer, richtige Männer, lieben die Herausforderung.

Ach ja, weil hier das Wort "emanzipiert" gefallen ist:
Bei der Partnerwahl geht es nach wie vor eher archaisch zu.

Und von Emanzipation können wir gern mal reden, wenn Frauen für die gleiche Arbeit soviel verdienen wie Männer und/oder die gleichen Karrierechancen haben. Davon sind wir noch weit entfernt.
 
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Gast

  • #10
Was das für Männer sind, auf die du da getroffen bist, weiß ich nicht. Das müssen seltsame Knochen gewesen sein. Ich LASSE mich fast ausschließlich anschreiben, und mache damit gute Erfahrungen.

Dieses "Eroberungsgehabe" finde ich lächerlich. Wahrscheinlich schleifen die die Frau anschließend an den Haaren in die Höhle ....

m 50
 
  • #11
Ich tippe aufs Beuteschema. Wer beleidigt ist wenn er angeschrieben ist will wohl in der Tat jagen. Nur die jagen immer weiter, auch wenn die Beute längst erlegt ist. Und es macht schonmal die Machverhältnisse klar, ich Jäger, Du Beute... uga.

Souveräne Männer haben damit so gar kein Problem- sind es nicht diejenigen die Du gerne hättest? Lass Dich nicht von Schwachmaten beeindrucken die Ihr Selbstwertgefühl daran aufrichten müssen die Illusion zu haben gewählt zu haben.

Ach ja und die #8 (natürlich hab ich Dich erkannt, mal wieder ganz elegant das Märchen der ungleichen Bezahlung eingestreut)
denn die meisten Männer, richtige Männer, lieben die Herausforderung.
Ich kann gut damit leben dass mich meine Liebste zuerst angeschrieben hat. Und auch damit dass ich damit in den Augen von Machos und Prinzesschens kein richtiger Mann bin. Eine Herausforderung war Sie dennoch, das eine hat mit dem anderen nix zu tun.
Und ich verstehe diese Einstellung nicht, das ist doch kein Sportwettkampf bei dem der schnellste, stärkste das Weibchen in seine Höhle schleppen darf. Aber wer sich gerne als Trophäe fühlt darf gerne auf den grossen Jäger warten. Bleiben die guten schon für mich und meinesgleichen.

So langsam wird mir klar wieso es gar nicht so schwierig war die Frauen für mich zu begeistern....

Nur leider ist, wenn ich so meinen Bekanntenkreis ansehe, selten was Ernsthaftes daraus geworden, wenn eine Frau die Initiative ergriffen hat.
Nun ja, ist eine ganz einfache Geschichte. Wer die Initiative ergreift ist sicher interessiert, der/die angesprochene eben zumeist nicht. Auch bei den richtig guten Männern kommen auf einen erfolgreichen Flirt locker 10 Körbe.
Natürlich ist es da bequemer wenn man auf seinem Thrönchen hockt und sich umschwärmen lässt. Nur, selbst wenn man toll ausschaut funktioniert das Ü40 auch nicht mehr sooo einfach.

Sorry, wem ein Zacken aus seiner Männlichkeitskrone fällt wenn Frau den ersten Schritt macht ist für mich ein Turnbeutelvergesser.
 
  • #12
Ich M42 schreibe nur selten Frauen an, da die Antwortquote nicht sonderlich hoch ist und lasse dh. den Damen gern den Vortritt. Freue mich natürlich, wenn ich angeschrieben werde und antworte immer.
 
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  • #14
Höchst mittelalterliche Vorstellungen! Was, wenn es der absolute Traumpartner ist, aber dich zufälligerweise in der Partnerbörse übersehen hat? Dann ist es halt dein Pech!
Eine 42 jährige Frau sollte doch soweit sein, eine nette Nachricht formulieren zu können.
 
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  • #15
#8 Es ist eine Erfindung der Frau und es wird aus eigener Schüchternheit darauf geschlossen, daß Männer immer die Inititavie ergreifen wollen, um sich eine Frau zu "erjagen". Die meisten Frauen wollen sich lieber schön passiv finden lassen, da scheint die bequeme Rolle doch eher bei Frauen zu liegen und das selbst in Zeiten der von ihnen selbst gepriesenen Gleichberechtigung.
Nun würden Frauen prozentual genauso häufig den ersten Schritt einen Mann anzusprechen tun, dann gäbe es dieses von dir genannte Beispiel garnicht.
Auch von Mann erjagde Beziehungen gehen auseinander, nur ist dies Normalität und wird nicht so explizit aufgepuscht.

Frauen sind meistens in einer abwartendenden Stellung, aus einem erwartenden Überangebot von jagenden Männern, möglichst das "Sahnestückchen" von Mann auswählen zu können.
Sobald sich eine Frau erjagen lassen hat, beginnt sie ihre eigene Initiative zu ergreifen und versucht den Jäger zum treuen braven an der Leine hängenden Jagdhund zu machen.
Also sehr treue brave Jagdhunde,sind Dackel!

Man sollte dem anderen die Beachtung schenken die man selbst erwartet, es wertet das Selbstbewustsein auf und signalisiert nicht von vorn herein arrogante Abneigung. Ich ergreife und erwarte gleichermaßen Initiative, da ich kein Nachläufer bin.

Es fühlt sich toll an, wenn eine Frau auf einen Mann zugeht, sie hätte für mich die höhere Wertigkeit, als die ewig gefunden werden wollenden "Eckensitzerinnen".

m50
 
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  • #16
Ich sehe das wie #4.

Als 29-jähriger Mann kann ich über die Meinung einiger Frauen das Männer immer den ersten Schritt machen sollen nur den Kopf schütteln.

Mag ja sein das es gewisse Urinstinkte wie das 'Jäger' Prinzip bei einigen Männern noch geben mag, nur leben wir mittlerweile in einer emanzipierten Gesellschaft des 21. Jahrhunderts und da sollte es auch für Frauen selbstverständlich sein bei Interesse den ersten Schritt zu machen und nicht bloss immer abzuwarten.
 
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Gast

  • #17
Also langsam muss ich wirklich schmunzeln :) Dieses dauernde Theater, wer wen zuerst anschreibt, den ersten Drink bezahlt, sich zuerst wieder meldet...Gibt es da irgendwo eine Gebrauchsanleitung?
Nein, im Ernst, wenn mir ein Mann gefällt, schreibe ich, wenn ich ihn einladen möchte, tue ich es , wenn ich mich melden mag, melde ich mich, und zwar, weil das mein Wesen ist. Soll ich mich verstellen und warten, bis sich vielleicht mal ein Mann meldet? Dann müsste ich diese "Rolle" ja konsequent weiter spielen und mich verstellen. Nein, danke, ich will authentisch sein. Dann finde ich auch den Mann, der zu mir passt! (Also, ich habe meinen schon gefunden!)