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  • #1

Wie erkenne ich den richtigen Lebenspartner?

Ich bin nun schon seit drei Jahren mit meinem bisherigen Freund zusammen. Wir haben auch schon eine gemeinsame Wohnung ausgesucht und überlegen nun zu heiraten. Doch seit die Heirat im Gespräch ist, bin ich doch etwas nachdenklich geworden. Denn „geheiratet wird nur einmal im Leben“. Mit diesem Anspruchsdenken hadere ich gerade mit der Heirat. Alles spricht dafür: Wir möchten in den nächsten Jahren Kinder, wir können einige Vergünstigungen über eine bessere Steuerklasse realisieren und letzten Endes bekommen wir auch zusätzliche Sonderrabatte. Doch kann das alles sein, was für eine Hochzeit spricht? Wie erkenne ich denn, ob er wirklich der Richtige ist, mit dem ich wirklich den Rest meines Lebens verbringen kann, werde, möchte. Gibt es da eindeutige Signale? Oder sehe ich das einfach alles zu eng? Komme aus einer Scheidungsfamilie und möchte DAS Grauen meinen Kindern ersparen und würde lieber eine „schlimme“ Ehe ertragen, als mich zu trennen…
 
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  • #2
Wenn ich deine Zeilen hier lese so bekomme ich ein sehr schlechtes Gefühl für eine harmonische Partnerschaft! Du schreibst überwiegend von Gründen wie: einige Vergünstigungen, bessere Steuerklasse, zusätzliche Sonderrabatte etc. alles unwichtige Dinge für eine glückliche Hochzeitsentscheidung. Weiter schreibst du: Komme aus einer Scheidungsfamilie und möchte DAS Grauen meinen Kindern ersparen und würde lieber eine „schlimme“ Ehe ertragen, als mich zu trennen… Niemals würde ich eine "schlimme Ehe" ertragen als mich zu trennen, das tut den Kindern genauso wenig gut als dem leidenden Partner! Alle leiden! Das Grauen für Kinder in einer nicht stimmigen Ehe ist oft schlimmer als eine getrennte Ehe. Für mich zählt nur eines: wahre und grenzenlose Liebe ohne nur eine Zehntelsekunde nachdenklich und hadern zu müssen. Wer "JA" sagt für eine Ehe und gleichzeitig nachdenklich ist und hadert, sollte dieser Gedanke sofort umsetzen und es nicht tun, diese Ehe zerbricht früher oder später ganz gewiss mit schlimmen Folgen auch und gerade für die Kinder. Muss das sein? Höre ausschließlich auf dein Bauchgefühl, nicht auf das Umfeld, nicht auf die Vorteile der Steuerklasse etc., dann bist du gut beraten! m/40, der genug Lebenserfahrung hat und somit weiss von was er spricht.
 
  • #3
Liebe FS,

wie viele Krisen und dicke Probleme habt ihr schon zusammen durchgestanden? Wenige? Lief es bislang ziemlich glatt?

Dann mach bitte einen Test, wenn Du solche Unsicherheit spürst: Überrede Deinen Freund zu einem Urlaub, bei dem ihr viel spontan und selbst vor Ort organisieren müsst. Eine spannende Rundreise durch ein interessantes Land, nicht mit dem eigenen Auto, sondern mit lokalen Verkehrsmitteln. Oder eine Trekking-Tour mit nur begrenzt vorher gebuchten Unterkünften. Oder wenigstens eine Städtereise, bei der leider bei der Buchung der Unterkunft etwas schief geht.... egal, denk Dir etwas aus.

Auf jeden Fall sollte es zu Krisensituationen kommen, zu wenig Schlaf, Unbequemlichkeiten, Verständigungsschwierigkeiten etc. pp. Wenn Dein Partner das souverän meistert, auch übermüdet noch strategisch denkt, liebevoll ist, auf Dich Rücksicht nimmt- dann heirate ihn. Wenn er Dich wahnsinnig macht, flüchte. Ich schwöre Dir, der beste Test, der machbar ist- und der Aufwand lohnt sich. Es geht um Dein Leben und das Deiner Kinder!
 
  • #4
Liebe Fragestellerin, leider kann man nie 100%ig sicher sein und ganz viele denken vor der Heirat, dass es perfekt passt und werden hinterher doch enttäuscht. Gäbe es eine Möglichkeit, das vorher zu wissen, glaube mir, es hätte sich herumgesprochen und wäre weit bekannt! Leider ist dem nicht so.

Dich quälen einfach Zweifel vor so einer wichtigen Entscheidung. Das ist normal. Völlige Sicherheit gibt es nicht und weitreichende Entscheidungen quälen nun einmal und lassen einen noch mal nachdenken. Auch das ist normal.

Gute Anhaltspunkte sind:

+ HERZ: Du liebst ihn wirklich. Liebe ist ein warmes Gefühl der Nähe und Geborgenheit, der gefühlten Sicherheit, des Zueinandergehörens. Zweitens gehst Du davon aus, dass es umgekehrt auch der Fall ist.

+ KOPF: Ihr passt gut zusammen in bezug auf Ansichten und Wertvorstellungen, Interessen und Freizeitgestaltung und Eure Lebensziele (-pläne, -träume) und Gewohnheiten harmonieren.

+ 3 Jahre sind schon eine gute Zeit -- Verliebtheitsphase durch, Differenzierungsphase überstanden, Zusammenwohnen klappt. Das sind schon mal gute Voraussetzungen -- HALT, ihr wohnt noch gar nicht zusammen, oder? Ja mei, das ist absolut eine wichtige Voraussetzung für das Heiraten. Probiert einfach mal aus, ob ihr 1-2 Jahre zusammen wohnen könnt und es sich gut anfühlt und nicht nervt. Zusammenziehen verändert eine Beziehung noch einmal ganz grundlegend.

Ach ja, vergiss die Sache mit Steuervergünstigungen (die es eh nur gäbe, wenn Ihr stark unterschiedlich verdientet) und andere Boni. Heiratet aus Liebe und Familiengründungsabsichten, nicht aus materiellen Gründen.
 
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  • #5
Wenn ich deinen Text lese gehen bei mir alle Alarmglocken an.
Was du aufzählst sind alles keine Gründe für eine Heirat.

Ich lebe seit 2 Jahren getrennt. Habe 2 Kinder 17 und 19 Jahre.
Wir haben geheiratet wegen den Steuerersparnissen, und weisst du warum wir "nur"getrennt leben?
Wegen den Steuerersparnissen.

Ich hatte auch grosse Zweifel, ob ich heiraten soll.
Der Heiratsantrag meines Mannes war nicht romantisch, er wurde errechnet.
Kurz vor der Hochzeit wurde ich sehr krank. Was ich hatte, keine Ahnung. Hohes Fieber, das hatte ich.
Irgendwie kam ich aus der Nummer nicht mehr raus.
Ich war nicht direkt unglücklich, dass war ich aber dann nach 10 Jahren.
Ich habe 8 Jahre durchgehalten, die letzten 2 waren eigentlich unerträglich, so dass ich wirklich Angst hatte krank zu werden.
Ab da habe ich auf meinen Bauch gehört, und mich gefragt: Wie willst du leben, was fehlt dir zum GlücK?

Ich will dir keine Angst machen. Aber wenn du jetzt schon in Betracht ziehst, eine unglückliche Ehe wegen eventueller Kinder zu führen überleg es dir bitte gut.
Und lass dich nicht drängen, nimm dir die Zeit für deine Überlegungen.
 
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  • #6
Hmm ich hatte in meinem Leben bisher 2 richtige ernsthafte und längere Beziehungen (bzw. die zweite habe ich immer noch). Bei der ersten war alles ganz schön, aber ich fühlte mich nach einiger Zeit eingeengt und es machte irgendwie nicht so Klick, dass ich gesagt hätte, mit dem Mann möchte ich mein Leben verbringen.

In der Zeit danach folgten viele Singlejahre, einige Affären, aber nichts ernsthaftes. In diesen Jahren hab ich mich voll und ganz auf meine Karriere konzentriert und hatte auch nicht das Gefühl, dass ich etwas vermisse. Ich war sehr selbstständig, unabhängig und konnte mir eine feste Beziehung, Ehe oder sogar Kinder nicht so recht vorstellen (obwohl ich zu der Zeit im besten Alter war, um Kinder zu bekommen). Und dann habe ich meinen jetzigen Partner kennengelernt und so nach und nach kam das alles...Ich wusste es einfach. Das ist der, der für immer bleiben soll...
 
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  • #7
Ich fasse mich mal ganz kurz und bringe es auf den Punkt: Heiraten macht nur Sinn für die Kinder und für die Erbschaft. Also warte doch bis ein Kind unterwegs ist.
 
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  • #8
So wie ich das sehe gibt es zwei Möglichkeiten:
1) du liebst ihn nicht wirklich sondern hast einfach nur eine für dich sehr angenehme Beziehung.
2) du gehörst zu den Menschen die Liebe mystifizieren und irgendetwas magisches in ihrer Beziehung erwarten was es nicht gibt.

Geh mal ganz ruhig in dich und denk darüber nach was auf dich zutrifft und dann zieh daraus die Konsequenzen.
 
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  • #9
Über Liebe sollte man nicht nachdenken müssen. In dem Moment in dem man über Liebe nachdenken muss, liebt man nicht!

Heiraten sollte man niht aus materiellen Überlegungen heraus, sondern aus Liebe und weil man mit seinem Ggenüber den Rest seines Lebens verbringen möchte und sich dies natürlicha uch vorstellen können muss. Eine Garantie gibt es natürlich nicht!
 
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