• #61
Sucht euch einen Mediator, der das Gespräch lenkt, damit ihr einen gemeinsamen Weg findet.
Ein Mentor wird wenig bringen, da ja die FS + der Vater ein gemeinsames Sorgerecht haben. Deshalb musste die FS auch sich die Erlaubnis zum Umzug vom Vater holen.
Und hier ist schon das nächste Problem. Es gibt genügend Gerichtsurteile, wo dann die Mutter für die Fahrkosten aufkommen musste. Hätte die FS das alleinige Sorgerecht, dann bräuchte sie auch nicht die Erlaubnis für den Umzug vom Vater und müsste auch nicht für die Fahrtkosten aufkommen.

Wenn die FS also nicht für die Fahrtkosten aufkommen will, dann muss sie das alleinige Sorgerecht beantragen, aber dies wird sicher auch nicht einfacher dadurch.
 
  • #62
Es geht doch in erster Linie darum, dass mit den Fakten eine vernünftige Lösung für den Umgang mit dem Kind gefunden wird und zwar ohne Schuldgefühle auf der einen oder anderen Seite.

Schön das von manchen Personen an das Wohl des Kindes immer erst gedacht wird wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist bzw. der eigene Vorteil erreicht ist. Da soll noch einer sagen wir leben seit kurzem im postfaktischen Zeitalter - manche taten dies wohl schon immer.

Fakt 1) Die FS hat sich getrennt und das Kindeswohl damit schon einmal an zweite Stelle gerückt (ja, ja ich weiss - jetzt kommt der Spruch nur bei einer glücklichen Mami gibt es ein glückliches Kind - das gilt aber doch auch beim Vater: Nur bei einem glücklichen Papi gibt es ein glückliches Kind. Der wollte die Trennung damals aber nicht, oder?). Damit hat die FS schon mal ethisch m.E.. eine größere Bringschuld.

Fakt 2) Die FS hätte die noch sehr neue Beziehung zu Ihrem Freund nach der noch sehr frischen Trennung vom Vater der Kleinen erst einmal ohne Probleme als WE Beziehung führen können. Da sie aber offensichtlich warm gewechselt ist wollte sie schnell Nägel mit Köpfen machen damit Ihr die neuen Felle nicht davonschwimmen. Der Affärenmann könnte es sich ja sonst anders überlegen. Jetzt kann sie ihn unter Druck setzten: schau ich habe alles für Dich aufgegeben! Schon okay hat aber wieder Null mit dem Kindeswohl zu tun.

Fakt 3) aus 1 und 2 ergibt sich für mich das es der FS nur darum geht für den neuen Mann an Ihrer Seite mehr Zeit freizuschaufeln. Es geht um mehr Zeit mit dem Lover ohne Kind. Das Thema Fahrtkosten ist nur vorgeschoben.

Fakt 4) Die Fahrtzeit für das Kind bleibt immer gleich. Wie kann es da bitte ums Kindeswohl gehen? Die ist übrigens auch für ein 5-jähriges Kind nicht zu lange - viermal im Monat 45min fährt jedes F-Fussballerkind locker wenn es zu Auswärtsspielen geht.

In Wahrheit möchte die FS also wissen wie sie das Kind mit möglichst geringen zeitlichen Eigenaufwand alle 14-Tage an den vater abgeben kann. Bei einer Fahrtzeit die Millionen Berufspendler täglich pendeln (90 km einfach) sollte sie einfach mal entspannen: Der Verlust von 3 Stunden pro Monat sollte die grosse neue Liebe schon wert sein. Auisserdem verbringt Mama die halbe Zeit ja bewusst mit Ihrem Kind - ist dioch toll. Meine Tochter und ich hatten bei täglichen 40-minütigen Schulkfahrten immer viel Spass.:) Wenn Sie das ganze anwaltschaftlich oder gar gerichtlich angeht kann Sie nur Zeit und Geld verlieren und der neue Lover hat daraus sicher auch keine Lust. Liebe FS bitte den Ball im eigenen Interesse also ganz flach halten - sonst ist nicht nur der Vater der Tochter sondern auch der Ersatzpapi vergällt...
 
  • #63
Ein Mentor wird wenig bringen, da ja die FS + der Vater ein gemeinsames Sorgerecht haben. Deshalb musste die FS auch sich die Erlaubnis zum Umzug vom Vater holen.
Und hier ist schon das nächste Problem. Es gibt genügend Gerichtsurteile, wo dann die Mutter für die Fahrkosten aufkommen musste. Hätte die FS das alleinige Sorgerecht, dann bräuchte sie auch nicht die Erlaubnis für den Umzug vom Vater und müsste auch nicht für die Fahrtkosten aufkommen.

Wenn die FS also nicht für die Fahrtkosten aufkommen will, dann muss sie das alleinige Sorgerecht beantragen, aber dies wird sicher auch nicht einfacher dadurch.
Ich meine einen Mediator im Sinne eines Gesprächsmediators... Warum soll der nichts bringen und was hat der mit dem gemeinsamen Sorgerecht zu tun. Das Expaar hat ja nun einige Baustellen, die über die Sache mit den Fahrten zum Vater und zurück hinausgehen. Er interessiert sich wohl wenig für sein Kind, fragt anscheinend nicht nach Dingen wie Schule, Gesundheit etc. Anscheinend hat er auch erst einmal keinen Unterhalt bezahlt, die FS gibt an, dass der erst ab 01.04. gezahlt wird und dass sie ihm da bezüglich der Fahrtkosten entgegen kommen wollte - hat er abgelehnt. Die aktuelle Freundin macht Druck. Wir wissen ja nicht einmal, wer hier wen verlassen hat... ist auch unerheblich. Und ob die FS warmgewechselt ist (wie hier irgendwo in Beitrag # 62 behauptet wurde) bzw. dass der Ex die Trennung gar nicht wollte, ist auch unklar. Ich gehöre nicht zur "männerfeindlichen Emanzenfraktion", aber in diesem Fall würde ich der Mutter echt raten, weder "die Bälle flach zu halten", noch das Spiel so mitzuspielen. Die Übergabeart des Kindes halte ich für absolut unzumutbar...
 
  • #64
dass sie ihm da bezüglich der Fahrtkosten entgegen kommen wollte - hat er abgelehn
Ich hätte dies anstelle des Vaters auch abgelehnt. Juristisch wird die FS damit auch nicht durchkommen und deshalb versucht sie es andersrum. Gut die FS kann ja in Österreich ein anderes juristisches Urteil bekommen, aber deshalb ist nicht gleich rechtsgültig für Deutschland. Wieviel dies gilt sah man 2011 in Graz. Eine Österreicherin hat das alleinige Sorgerecht in Graz für sich erhalten und der deutsche Vater ein alleiniges Sorgerecht in Deutschland für sich. Seitdem wohnt das Kind beim Vater. Die Österreicherin zeigte den Vater wegen Kindesentführung an, aber außerhalb von Österreich interessiert dies niemand. Der Vater hat ja ein Gerichtsurteil für das Sorgerecht und dies ist damit keine Kindesentführung.

Die FS sollte sich auch einfach hochrechnen was die jährlichen Fahrten ihr kosten und was eventuell ein Gang zum Gericht inkl. Anwaltskosten ihr kosten. Am Ende werden wohl die Fahrkosten das kleinere Übel sein. Es gibt dafür ja kein Gesetz für die Fahrtkosten, sondern es liegt immer im Ermessen des Gerichts. Es gab so Gerichtsurteile, wo Fahrtkosten am Unterhalt für das Kind abgezogen wurden. Also ist dies alles nur ein sehr vages Spiel, was die FS so betreibt. Sie muss immer hoffen, dass das Gericht in ihren Sinne entscheidet.
 
  • #65
Das ist aber eine ganz schön emotional geführte Diskussion hier... Beim Umgangsrecht ist offenbar die Grenze zur moralischen Bewertung leicht erreicht.

Ob und wie das Gericht entscheidet, ist keinesfalls gesagt. Ich würde die jetzige Umgangsregelung platzen lassen, wenn der andere Partner das Vorbeibringenlassen des Kindes als Hebel einsetzt, um möglichst viel Streß zu erzeugen.

Dann kann er sich in Deutschland um eine neue Umgangsregelung kümmern und ggfs. auch klagen. Was da rauskommt, wird in jedem Fall besser sein, als die jetzige. Weil selbst, wenn die FS am Ende weiter die Kosten tragen sollte, sie die Kinder dann wenigstens zu Vater nach hause abliefern kann satt sinnlos zur alten Wohnung.

Es ist aber keinesweg ausgeschlossen, dass der Vater dann selbst holen und bringen und die Fahrtkosten dafür bezahlen muss.

Besser für alle ist natürlich, wenn sich die Eltern auf der Elternebene sachlich auseinandersetzen. Das ist hier aber offenbar nicht der Fall.

Man könnte das natürlich auch anders lösen: Z.B. indem die FS an jedem zweiten Umgangstermin krank ist und die Kinder dann nicht bringen kann, sowie die anderen Wochenenden langfristig verplant.

Auch dann müsste der Vater auf den Umgang klagen und das Gericht würde fragen, warum er die Kinder dann nicht selbst abholen fährt und mit Sicherheit eine neue Regelung treffen bzw. die Leute dazu nötigen das "freiwillig" per Absprache zu tun.
 
  • #66
Aber in diesen Fall ist ja der Grund des Umzugs privater Natur und da kann es ja nicht sein, dass dies zu finanziellen Lasten des Kindsvaters geht.

Wieso nicht? Das Gericht schaut auf die Interessen des Kindes. Wenn es bei der Mutter am besten aufgehoben ist und diese Gründe für den Umzug hatte, dann ist es heute bei der Mutter in Deutschland Punkt.

Es wäre dann sogar klar gegen das Kindeswohl, wenn Geld, was für die Versorgung des Kindes bei der Mutter ist, für die Fahrkosten des Vaters aufgebraucht wird.
 
  • #67
Kurz und knackig.

Ich bin 2001 aus privaten Gründen 350km weggezogen mit meinem Kindern.
Es gab eine Einigung, dass wir uns die Fahrten teilten, was ich jedesmal machte.
Übergabepunkt war auch immer außerhalb - von MacD zu MacD.

Mindestens die Hälfte der Besuche wurden seinerseits sehr kurzfristig und meist per SMS gecancelt, es gab für ihn schon nur noch die Ferienlösung.
Irgendwann stellte er fest, dass die Fahrten zu teuer waren.
Er bekam von Jugendamt den Hinweis, er müsse für die Gesamtkosten aufkommen, aber es wäre doch gut, wir blieben beim Kompromiss. Alternativvorschlag zum Bahnhof bringen, Direktlinie Augsburg - München und man teilt sich die Ticketkosten.
Fazit Klage.
Streitwert 23.50€ für eine Fahrkarte. In Summe 100-150 Euro pro Jahr, mehr war ihm als arbeitendem Vater an Besuchen max 3, nicht zumutbar

Urteil - Er musste künftig alle Fahrtkosten tragen und mir wichtig, mir die Karten 6 Wochen vorher senden. Ferien kommen nämlich unerwartet, und Absagegründe plötzlich am Abend vorher.
Die Kinder dann sehr oft, sehr enttäuscht, und wenn der Brsuch stattfand, war der Große jedesmal hinterher hochgradig vrrhaltesauffällig.

Nein, ich habe alles versucht, Mediation, Entgegenkommen. ERZIEHUNGSBEARUNG, Jugendamt.
Aber er stalkte nach der Trennung, verleumdete.

Mein Sohn war jetzt im Amtsgericht zum Praktikum, der Fall war geläufig - vor allem die Vielzahl an Briefen des Vaters, ebenso wie Ton und Niveau.
Und wie er sich jetzt vom Stiefvater adoptieren ließ, beim gleichen Richter, war für diesen alles nachvollziehbar und klar.
 
L

LadyBink

  • #68
Liebe FS,

sehr gut finde ich es, dass du bereits die Möglichkeit der kostenlosen Rechtsberatung gesucht hast und diese auch nutzen kannst. Ebenso klasse finde ich, dass du dich nicht von den (absichtlich? ) zu deinen Ungunsten erteilten Ratschlägen einiger als frustrierte, verlassene User ins Boxshorn jagen lässt.
Nun noch mein Ratschlag, zu deinem ganz besonderen Fall.

Ich würde ihm schreiben, dass ich die Kinder nur noch jedes 2. Mal an Ort X (der dir besser passt) bringen kann. Dann würde ich mit den Kindern zum angegebenen Treffpunkt auch dahin fahren. Ist er nicht da, hast du die Legitimation, ihm die Kinder überhaupt nicht mehr zu bringen. Um es mit den Worten von majohe zu sagen: Wenn "Papi" die Kinder sehen möchte, muss Papi schon seinen Popo in Bewegung setzen und eigenständig zu seinen Kindern fahren. So ein großer, erwachsener Mann der kann sowas.

Wenn ihm das nicht passt, dann lass ruhig ihn vor Gericht ziehen und motzen und klagen. Er bekommt da schon seinen Einlauf verpasst. Dass ein Mann eine getrennte Frau einfach so am Wegzug hindern kann, ist im Übrigen Schachsinn.

Gerade wenn der Mann beruflich ein "kleines Licht" mit (Unter)Durchschnittsgehalt ist, gibt es im Regelfall nicht einen Grund, wieso Papi seinen geliebten Kindern nicht einfach mal so hinterher ziehen kann. Jedes Gericht wird das auch so sehen. Wenn Papi dafür zu unflexibel ist, ist ganz sicher nicht Mutti schuld und wenn Papi nicht umziehen kann, weil er in der alten Stadt einen tollen und gutbezahlten Job hat, dann kann er ja auch die Fahrkosten vollständig oder wenigstens größtenteils bezahlen. Alles in allem also gar kein Problem.
Alles Liebe und ganz viel Glück dir, liebe FS.
 
  • #69
Leben die Eltern getrennt, müssen sie im Interesse der gemeinsamen Kinder eine Regelung des Umgangsrechts treffen. Können sie sich darüber nicht einigen, entscheidet das Familiengericht. Je weiter die Eltern voneinander entfernt wohnen, desto dringlicher stellt sich in derartigen Fällen die Frage, wer die Kosten des Umgangs zu tragen hat.

Grundsätzlich trägt diese Kosten der umgangsberechtigte Elternteil. Er ist auch verpflichtet, das Abholen und Zurückbringen der Kinder zu übernehmen. Dies gilt auch beim gemeinsamen elterlichen Sorgerecht. Selbst bei engen finanziellen Verhältnissen auf beiden Seiten kann der Umgangsberechtigte nicht verlangen, dass sich der andere Elternteil an den Kosten des Abholens und Zurückbringens der Kinder beteiligt.

Ausnahmsweise kann der betreuende Elternteil aber verpflichtet sein, am Transport der Kinder mitzuwirken, wenn die Kosten des Umgangs für den Berechtigten nicht tragbar sind, sie jedoch vom betreuenden Elternteil ohne weiteres aufgebracht werden könnten (OLG Hamm vom 27.3.2003 – 11 WF 66/03).
Eine weitere Ausnahme lässt die Rechtsprechung zu, wenn der betreuende Elternteil durch einen Umzug eine erhebliche räumliche Distanz zwischen dem Kind und dem umgangsberechtigten Elternteil geschaffen und dadurch den Umgang spürbar erschwert hat. Dann muss sich der betreuende Elternteil an dem zeitlichen und organisatorischen Aufwand beteiligen, der für die Ausübung des Umgangs erforderlich ist. Das OLG Schleswig hat in einem solchen Fall die Mutter verpflichtet, die Kinder dem Vater zu einer Autobahnraststätte entgegenzubringen und von dort wieder abzuholen (Beschluß vom 3.2.2006 – 13 UF 135/05).
 
  • #70
Gerade wenn der Mann beruflich ein "kleines Licht" mit (Unter)Durchschnittsgehalt ist, gibt es im Regelfall nicht einen Grund, wieso Papi seinen geliebten Kindern nicht einfach mal so hinterher ziehen kann. Jedes Gericht wird das auch so sehen.

Das wird ja immer abstruser hier. Die Mutter soll also das Recht haben, ein eigenständiges Leben zu führen und zu ihrem neuen Freund zu ziehen, der Vater soll im Gegenzug dafür die neue Freundin verlassen und hinterherziehen? Gehts noch?

Wenn ich mir einige Kommentare hier so durchlese, ist jedes Leugnen von Männerhass nur noch lächerlich. Da wird der Vater als faul bezeichnet, er soll gefälligst den Hintern hochkriegen. Der FS wird geraten, geltende Vereinbarungen zu unterlaufen, eine Schreiberin meinte sogar, wie der Vater es auch nur wagen könnte, der FS gegenüber so frech aufzutreten (alleine an dieser Vokabel kann man m.E. ablesen, dass hier der Vater nicht auf Augenhöhe gesehen wird).

Fassen wir aber mal kurz zusammen:
1. Bis vor kurzem betrug die Entfernung zwischen beiden 15km einfach.
2. Der Vater hat bislang diese Kosten getragen (und tut dies auch weiterhin, er fährt ja immer noch zur ehemaligen Wohnung der Mutter).
3. Die Mutter ist ins Ausland gezogen.
4. Für den Umzug benötigte die Mutter die Zustimmung des Vaters.
5. Obwohl er das nicht musste, hat er diese erteilt (war also kooperativ! Die Mutter kann somit ein selbstbestimmtes Leben führen, was ja hier von einigen so vehement gefordert wurde).
6. Allerdings unter der Maßgabe, dass er die von der Mutter verursachten Mehrkosten und den zusätzlichen Zeitaufwand nicht tragen muss.
7. Die Mutter hat dieser Regelung zugestimmt.

Nun passt es ihr auf einmal nicht mehr und der Vater soll doch bitteschön die Tochter in 90km statt in 15km Entfernung holen? Ich käme mir ehrlich gesagt als Vater verarscht vor, da ich ja ursprünglich meine freiwillige Zustimmung zum Umzug an eine Bedingung geknüpft habe, die jetzt unterlaufen werden soll.

Unabhängig davon wie Gerichte in D oder Ö entscheiden würden, finde ich, dass der Vater moralisch im Recht ist.
Und was das Kindeswohl anbelangt: Das wird ja wohl von der Frage, wer von den Eltern nun Zeit, Weg und Kosten für den Weg zu tragen hat überhaupt nicht tangiert. Wie bereits gesagt wurde: Autos haben Heizungen.
 
  • #71
Was kann denn der Vater deiner Tochter dafür, dass dein neuer Lover Österreicher ist? Du wolltest wegziehen, also musst du auch die Kosten tragen.

Warum fährst du deine Tochter nicht direkt zum Vater, statt dieser Parkplatz-Übergabe?

Das seh ich gaaanz anders. Sorgerecht hin oder her. Der Elternteil, bei dem das Kind lebt, hat das Aufenthaltsbetimmungsrecht. Die FS hätte einfach mit Kind umziehen können ohne ihn zu fragen. "Hol dein Kind ab wannimmer du Lust hast, ich will es dir keinesfalls entziehen, aber bezahl die Fahrtkosten" wäre eine kluge Ansage gewesen. Jetzt kann imho nur noch ein Anwalt helfen, um ihn von der Rechtslage zu überzeugen.
 
  • #72
Wenn mein Partner mit UNSEREM Kind meint, wegziehen zu müssen, damit er eine Beziehung mit einem neuen Partner irgendwo weit weg leben kann, dann würde ich auch darauf BESTEHEN, dass er mir unser Kind (so weit es auch dem Kind gut geht damit) bringt und wieder holt. Und zwar regelmäßig und zuverlässig. Wenn er mit der Zeit zu bequem dazu wird und merkt, dass es ja tatsächlich von seiner wertvollen Lebenszeit weggeht, ist das sein alleiniges Problem. Die Kosten der Fahrt muss er meines Erachtens komplett alleine tragen. Er hätte ja "mein Kind" nicht so weit von mir wegziehen müssen.
 
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  • #73
"Hol dein Kind ab wannimmer du Lust hast, ich will es dir keinesfalls entziehen, aber bezahl die Fahrtkosten" wäre eine kluge Ansage gewesen.

Die logische Konsequenz: Vater holt das Kind und sagt dann "Hol dein Kind ab wann immer du Lust hast, ich will es dir keinesfalls entziehen, aber bezahle die Fahrtkosten".
Das Aufenthaltsbestimmungsrecht haben nämlich beide Elternteile. Und die Rechtslage klingt eindeutig.
Können sich die Eltern nicht einigen, entscheidet das Gericht.
 
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  • #74
Das seh ich gaaanz anders. Sorgerecht hin oder her. Der Elternteil, bei dem das Kind lebt, hat das Aufenthaltsbetimmungsrecht. Die FS hätte einfach mit Kind umziehen können ohne ihn zu fragen. [...] Jetzt kann imho nur noch ein Anwalt helfen, um ihn von der Rechtslage zu überzeugen.

Das ist leider nicht ganz richtig. Das Aufenthaltsbestimmungsrecht gilt so uneingeschränkt nur bei Umzügen im Inland. Bei Umzügen ins Ausland braucht auch die Person mit Aufenthaltsbestimmungsrecht grundsätzlich die Zustimmung des Ex-Partners. Bezüglich des EU-Auslands ist hier die Rechtsprechung zwar uneindeutig, aber wer hier wen von der Rechtslage überzeugen muss, ist zumindest unklar.

"Hol dein Kind ab wann immer du Lust hast, ich will es dir keinesfalls entziehen, aber bezahl die Fahrtkosten" wäre eine kluge Ansage gewesen.

Er bezahlt ja die Fahrtkosten, nämlich die bisherigen 15km. Was die restliche Strecke anbelangt, siehe meine obigen Ausführungen. Rein nach Gesetzeslage ist der Mann im Recht.
 
L

LadyBink

  • #75
Es ist wirklich peinlich, was hier einige User im Schutz der Anonymität so von sich geben. Ein erwachsener, geistig gesunder Mann und Vater soll nicht in der Lage sein, seine eigenen Kinder mit dem Wagen die einfache Strecke abzuholen? Da schämt man sich ja beim Lesen fremd. Der Vater holt die Kinder bei der Mutter ab und die Mutter dann wieder im Anschluss bei ihm. Jeder zahlt seine eigenen Spritkosten. Jedes Gericht dieser Welt wird ganz genau so entscheiden.
 
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