• #1

Wie führt man ein Beziehungsgespräch, wenn man kurz vor der Trennung steht?

Hallo ihr Lieben!

Ich bin gerade in einer sehr schwierigen Situation und hoffe auf ein paar Anregungen und Tipps.
Mein Lebensgefährte und ich sind seit 7 Jahren zusammen.
Unsere Beziehung stand von Anfang an unter keinem guten Stern bzw. hat uns das Leben einige große Steine in den Weg gelegt in den letzten Jahren.
Kaum hatten wir uns vermeintlich erholt, kam die nächste Hiobsbotschaft, der nächste Stein.
Im Grunde liefen wir die ganze Zeit nur im Notlauf, Schadensbegrenzung war die Devise.
Trotzdem haben wir es immer geschafft, diese ganzen Probleme nicht an uns und unsere Beziehung rankommen zu lassen. Wir lebten das Gefühl "wir gegen den Rest der Welt".

Vor zwei Jahren haben wir uns ein kleines Haus gekauft, was immer unser Wunsch war.
Das war jedoch der Anfang vom Ende.
Wir haben ein Jahr lang nur renoviert und saniert. Von der Arbeit nach Hause, am Haus gearbeitet, kaputt ins Bett gefallen und das Ganze von vorne. Diese Zeit hat sehr an unseren Nerven gezerrt, der Stress war noch größer, die Doppelbelastung durch Arbeit, die Verantwortung für ein Eigenheim, die Angst sich vielleicht doch übernommen zu haben. Der Ton zwischen uns wurde härter, die Toleranzgrenze dem anderen gegenüber sank. Von Sex ganz zu schweigen.

Obwohl wir wirklich versucht haben, das alles nicht zu groß werden zu lassen, ist in dem letzten Jahr nur noch der Wurm drin. Wir streiten ständig, wegen Kleinigkeiten und wegen vermeintlich Wichtigem. Der Ton beim Streiten ist harsch und manchmal unter der Gürtellinie. Jeder von uns beiden fährt schnell aus der Haut.

Nun ist es vor ein paar Tagen so weit gekommen, dass wir beide plötzlich - mitten in einem heftigen Streit - innehielten und sagten, so könne es nicht mehr weitergehen.
Erst wollte er ein paar Tage ausziehen. Ich sagte, wir sollten erstmal reden. Sehen wo wir stehen. Ich habe ihm gesagt, ich will nicht aufgeben. Er auch nicht. Angeblich. Obwohl er sagt, er zweifle daran, dass wir es wieder hinkriegen.

Verblieben sind wir so, dass wir am Wochenende miteinander rausfahren wollen, an einen "neutralen" Ort, mal weg von zu Hause. Um alles zu bereden. Wie es weitergehen soll, wie es weitergehen kann, was wir ändern müssen.

Nun aber zu meiner eigentlichen Frage: wie würdet ihr das Gespräch angehen?

Ich bin eine "Planerin", am liebsten würde ich mir eine Liste schreiben, welche Dinge besprochen werden sollten. Ich hab Angst, dass wir uns ohne "roten Faden" wieder an Kleinigkeiten festsaugen, was sich aufschaukeln und zu erneutem Streit führen könnte.

Habt ihr vielleicht Tipps, wie man so ein Gespräch am besten führt, wie man es aufbauen könnte, sodass jeder die Möglichkeit erhält, alles anzusprechen?

Vielen Dank!
 
  • #2
Liebe Hannah,

warum machst du es dir so schwer? Sei einfach du selbst und lasse die Planerin in dir heraus. Ist doch egal, wie ihm das gefällt. Oder nicht?
 
  • #3
Ich würde ihn einfach kommen und reden lassen, und zwar erstmal ganz ohne Kommentar. Sei offen für seine Sichtweise. Das entspannt die Stimmung und gibt Euch die Möglichkeit, konstruktiv an die Sache heranzugehen.

Ich denke auch, Ihr habt Euch übernommen. Dass schlimme Worte gefallen sind, macht es nicht besser. Ihr habt Euch jeweils selbst verloren. Da hilft eigentlich nur Loslassen lernen, auf die innere Stimme hören, Forderungen zurückschrauben, leben lassen und eben - ganz wichtig - wieder zuhören lernen. Vielleicht kommt Ihr erstarkt aus der Geschichte wieder raus. Ihr steht vor dem ultimativen Test. Dein Bedürfnis, Kontrolle über den Prozess zu haben, steht einer Lösung im Weg. Gib dem Weg die Chance, sich zu entwickeln.
 
  • #4
Ich hab Angst, dass wir uns ohne "roten Faden" wieder an Kleinigkeiten festsaugen, was sich aufschaukeln und zu erneutem Streit führen könnte.
Weil du nicht weiss, was du willst und weil du nicht weiss, was genau du fühlst.
Ich bin eine "Planerin", am liebsten würde ich mir eine Liste schreiben, welche Dinge besprochen werden sollten.
Das kannst du in einem Job machen, aber nicht in einer Beziehung. Weil Gefühle nicht planbar sind und auf Abruf bereit. Wenn du Leitfaden möchtest, hier sind paar Anregungen.
Du sollst überlegen, ob grundsätzlich er der Mann für Leben ist, stell dir mal nächste fünf Jahre mit ihm an der Seite vor. Fühlt es sich gut an, trotz Streits, oder ehe unwohl. Wenn unwohl, dann ist Hopfen und Malz verloren, ihr seid zu Zweckgemeinschaft mutiert und du hast bls Angst zu gehen , weil du schon so viel investiert hast.
Im ersten Fall überleg, was genau du an ihm magst und was genau dich aufregt. Kann er " Aufreger" weglassen, sind das Aufreger oder deine Erwartungen und Vorstellung, wie er sich zu benehmen soll.
Das Gespräch kannst du anfangen, in dem du ihn bietest, nur zuzuhören. Dann erzählst du wie du dich momentan fühlst und wie DU die Situation siehst. Bitte nur ich- Botschaften benutzen. So in etwa- ich fühle mich momentan total überfordert, unverstanden und alleingelassen. Das Hausbau habe mir anders vorgestellt, das nimmt kein Ende....usw. Dein Freund muss wissen, was bei dir los ist. Dasselbe macht er dann. Er sagt, wie er das ganze sieht. Und dann hörst du ihm zu. Vielleicht erfährst du einiges,wo du selber das Handtuch wirfst.
Also- WAS willst du, WIE willst du es, willst es mit IHM. Solche Fragen klär zuerst für dich persönlich.
 
  • #5
Hi Hannah,
wenn er kein Planer ist, dann wird ihm eine wie auch immer geartete Moderation des Gesprächs voll auf den Geist gehen. Das heißt, ich gebe Dir verschiedene Möglichkeiten und Du wägst ab.
Also...wenn Du ihn öfters mal runtergeputzt hast und er ist ein nachtragender Typ, dann hilft Dir nur Zeit, in der Du Dich voll zurücknimmst. Lass ihn sich auskotzen, höre zu und nimm seine Ladung Sch... an, bitte um Verzeihung, keine Widerworte, sondern echte Reue und Körperkontakt können Dich retten.
Möglicherweise ist er ein verschlossener Typ, dann kriegst Du ihn eher zum Reden, wenn er sich zugleich bewegt, also geht spazieren.
Wenn es ihm tatsächlich darum gehen sollte, konstruktiv und effizient zu reden, dann gibt es unendlich viele Techniken: Ihr könnt farbige Kärtchen beschriften, was ihr in den vergangenen 12 Monaten gut oder schlecht fandet (grüne und rote Kärtchen), ihr könnt Euch eine zeitliche Maßgabe setzen, wie lange jeder reden darf und nicht unterbrochen wird, ihr könnt immer wieder zusammenfassen, was der andere nun gesagt hat, ihr könnt Euch an Ich-Botschaften halten etc...

Das alles braucht halt den Willen, planvoll zu agieren. Ich kann das alles im Beruf, aber bei mir gibt es im Privaten einen Punkt, ab dem ich das nicht mehr tun wollte. Ich würde Dir dann alles um die Ohren knallen und ich würde wollen, dass Du mir zuhörst, nicht ausweichst, nicht beschwichtigst und nicht meine Sicht der Dinge verlachen oder als unwahr betrachten würdest. Über Dir würde eine heftige Wolke Zorn abregnen und ich würde meine weitere Beziehung zu Dir davon abhängig machen, ob Du diesen Zorn annähmst und mich um Verzeihung bätest. Es könnte auch sein, dass dann noch zwei kleinere Nachgewitter kämen, aber dann wäre es gut. Wenn Dein Mann so ähnlich tickt, dann befolge diese Tipps, übe Dich in Demut und vergiss den Körperkontakt nicht.
Viele Grüße, w, 37 Jahre
 
  • #6
Klingt banal, aber unbedingt an die guten Zeiten, das Verliebt sein gemeinsam erinnern. Und Ich-Botschaften formulieren. Und sich das eigene Ziel des Gesprächs überlegen. Was ist dir wichtig? Was willst du vermitteln? Welches Gefühl, welchen Wunsch? Viel Erfolg und alles Gute
 
  • #7
es kommt darauf an, in welche Richtung Du das leiten willst.

Es gibt in der Paar-Therapie so etwas, dass jeder eine bestimmte Zeit bekommt, etwa 45 Minuten, in denen er nur erzählt oder schweigt, der andere hört nur zu. Dann wird gewechselt.

Es ist immer gut, mit ich- Botschaften zu kommunizieren und wertschätzend zu bleiben.

Es ist gut, sich daran zu erinnern, was man am anderen mag, warum man ein Paar wurde.

Es ist gut mit Ich-Botschaften mitzuteilen, was man sich wünscht von der Beziehung, vom Partner, vom Leben, wie man es sich vorstellt.

Dabei überprüfe, ob ihr noch übereinstimmende Vorstellungen habt. Manchmal liegen die Vorstellungen einfach zu weit auseinander.
 
  • #8
Ich bin eine "Planerin", am liebsten würde ich mir eine Liste schreiben, welche Dinge besprochen werden sollten. Ich hab Angst, dass wir uns ohne "roten Faden" wieder an Kleinigkeiten festsaugen, was sich aufschaukeln und zu erneutem Streit führen könnte.
Ich denke, ihr braucht keinen Plan. Allenfalls braucht ihr Regeln für dieses Gespräch.
Dass ihr euch gegenseitig z.B. bewusst zuhört, euch ausreden lasst und dass ihr eine Pause macht, wenn es zu hitzig wird.
Irgendwie finde ich auch die Idee des räumlichen Abstands gut. Damit ihr beide mal wieder einen niedrigeren Stresspegel habt und einander neutraler seht.
 
  • #9
Hallo Hannah,
fang doch deine Liste damit an, deine Wünsche und Ziele zu formulieren.
Genau damit würde ich das Gespräch auch beginnen.
Ich persönlich bin auch ein Freund von Stichworten und Notizen - also Block und Kuli mitnehmen.
Trennungsszenarien kannst du im Hinterkopf ausarbeiten, was passiert mit dem Haus, welches Zeitfenster, wer verhandelt mit der Bank etc.
Bereite dich so vor, dass du möglichst sachlich auch Gefühle ansprechen kannst. Je nach Ziel nimmst du die "Steine" um damit den Weg zu pflastern, den du gehen willst.
Die Idee des neutralen Ortes finde ich gut - es sollte aber ungestört ein Gespräch von langer Dauer möglich sein.
Ganz wichtig - am Ende das Fazit. Die Punkte, auf die man sich geeinigt hat, den nächsten Termin, wer erledigt was ....

Good luck
Tom
 
  • #10
Liebe Hannah

Deine Zeilen berühren mich sehr. Es schwingt ganz viel Zuneigung und Zartheit mit.

Ich verstehe dich, dass du das Gespräch gerne planen würdest. Ginge mir ähnlich. Wir möchten immer die Kontrolle behalten, was in solchen Situationen aber nicht möglich ist.
Ich vermute, dass dieses eine Wochenende nur ein Anfang der Gespräche sein wird, und nichts wirklich geklärt werden kann.

Ich würde es wichtig finden, dass Ihr Eure Aussagen nicht bewertet, dass jeder von sich und seinen Gefühlen erzählt und der andere nur zuhört und aufnimmt. Antworten und Lösungen wären überstürzt. Gebt Euch Raum für Eure Gefühle, Enttäuschungen, verlorenen Träume etc.

Der Perspektivenwechsel, das sich einfühlen in den anderen und Verständnis haben für dessen Sicht und Gefühle wird am wichtigsten sein. Nicht die Klärung muss im Vordergrund stehen, sondern das gegenseitige Mitschwingen, das Mitfühlen der unterschiedlichen Nöte.

Vielleicht könnt Ihr herausfinden, wie viel Kraft bei jedem noch vorhanden ist um einen Weg zu finden oder was jeder brauchen würde um positive Schritte zu machen.

Und vielleicht holt Ihr Euch dann externe, professionelle Hilfe, wo Ihr lernt, wie man Paargespräche führen und sich wieder näher kommen kann. Ihr seid nicht mehr in Kontakt miteinander, das macht einsam. So gilt es als erstes sich wieder gegenseitig zu spüren und zu wertschätzen. Und Ihr dürft auch stolz sein, für alles, was Ihr erschaffen habt.

Ihr habt Euch vor lauter Alltag und Aufgaben verloren.

Ich wünsche Euch ganz viel Glück!
 
  • #11
Ein Beziehungsgespräch, in dem du vorausschauend schon das Ende siehst, dürfte schwer zu führen sein.
Versuche lieber, es möglichst unbefangen und klar anzugehen. Denn wie und was du über eure Beziehung schreibst, klingt für mich nicht nach dem Ende. Gut, ihr habt einige Hürden nehmen müssen und momentan siehst du nur die negativen Seiten.
Aber genau die gemeinsame Bewältigung von Problemen macht eine Partnerschaft stark. Wirf das nicht voreilig weg. Ein Gespräch ist wichtig und dieses außerhalb eures Tagesumfeldes zu führen ist eine gute Entscheidung. Versucht dabei, alle Emotionen, Vorwürfe uä außen vor zu lassen. Auch wenn das schwer fällt. Lasst den Anderen ausreden, hört zu und nehmt euch ernst.

Unterbrecht euer Klärungsgespräch, wenn es sich verheddert, geht essen miteinander oder macht einen Spaziergang ohne über den Konflikt zu reden. Erst, wenn ihr wieder „ruhig“ geworden seid, nehmt ihr eure Probleme wieder auf. Vielleicht ist es auch gut, mehrere Tage zu unterbrechen und euch nur nahe zu sein. Falls das nicht klappt, hilft es evtl. einen guten Freund (oder Freundin) als Mediator hinzu zu ziehen.

Ihr schafft das, denn du klingst nicht verbittert. 7 Jahre sind eine lange Zeit, zusammen etwas geschafft zu haben (Haus) in jedem Fall auch.

Ich wünsche euch alles Glück, das ihr braucht!!
 
  • #12
Wichtig sind Regeln wie ihr miteinander redet

Jeder bekommt seine redezeit ohne zu unterbrechen
Lieber nachfragen ob man es richtig verstanden hat und zusammen fassen...als bei einem Missverständnis hoch gehen

Kann man einiges googlen
 
  • #13
Ich bin eine "Planerin", am liebsten würde ich mir eine Liste schreiben, welche Dinge besprochen werden sollten.

Schreib diese Liste - für Dich. Wenn Du Dir Zeit dafür nimmst und sie ergänzt .

Frage wie
Was fühle ich für ihn
Was ist gut, was weniger
Was sind meine Wünsche, Träume, allgemein und bzgl Partnerschaft
Was schätze ich an ihm, was weniger .
Was möchtest Du ändern - Dein Beitrag,
Was möchtest Du von ihm .

Damit sortierst Du Dich, Deine Gedanken, Gefühle, spürst Dich, nimmst Dich ernst.

Für das Gespräch selbst brauchst Du die Liste weniger - sachlich bleiben, bei Dir, Deine Gefühlen, ohne Vorwürfe, gut Zu(!)hören, ihn ernst nehmen.
Und doch auch mit Herz - Du willst ja nicht beenden?

Respekt, Achtsamkeit , Wertschätzung und Liebe - die Basis für erstere Paargespräche.

Und Du musst für Dich sicher sein, dass Du diese Partnerschaft willst.


Ich finde es gut , dass Du Dir diese Gedanken machst, dass zeigt schon, dass es Dir wichtig ist.

Und lass Dich nicht verunsichern, von den radikalen Jede-Beziehung-Beendern.
Ihr macht es richtig - Ihr habt eine Krise ins schaut, welchen Weg man hinaus findet.
Viele tun nichts, bleiben passiv, und irgendwann steht man für einen Trümmerhaufen.

Alles Gute,
W,48
 
  • #14
Mir fielen zwei praktische Tipps ein. Für das Gespräch besorgen Sie sich eine kleine Sanduhr, die jeweils z.B. 5 min durchläuft (oder eine für 10 min, ist egal). Damit ist festgelegt, wie lange jeder reden darf. Außerdem würde ich mir an Ihrer Stelle vorher Notizen machen, etwa so: “keine Vorwürfe, viel in der Ich-Form erzählen (wie habe ich Situationen erlebt - sorgt oft für Aha-Erlebnisse beim Partner), welches sind die wichtigsten Themen“.
Mein zweiter praktischer Tipp wird Ihnen evtl nicht gefallen. Verkaufen Sie das Haus so schnell wie möglich wieder. Nur weil man sich etwas gewünscht hat, heißt das nicht, dass es einen dann tatsächlich glücklich macht. Jeder Besitz ist auch Belastung - wird leider oft vergessen. Besitz macht nicht immer glücklich. Bei Ihnen hat das Haus mit all der Arbeit und Verantwortung Ihre Beziehung fast kaputt gemacht. Aber es hört sich für mich auf Grund der Vorgeschichte so an, als sei sie noch zu retten.
 
  • #15
Ich persönlich bin auch ein Freund von Stichworten und Notizen - also Block und Kuli mitnehmen.
Das wäre für mich der negativste Anfang, wenn meine Partnerin mit Block und Kuli käme. Sollte dies ein Business Gespräch oder ein Polizeiverhör werden? Bei einem solchen Gespräch geht es nicht um Details, sondern einfach nur grob umrissen, ob es ein weiter gehen geben kann oder nicht! Dazu brauche ich keinen Block und kein Kuli!
 
  • #16
Liebe FS,
bevor Du mit einer Themenliste anfängst, solltest DunDir klar werden, was für ein Gespräch Du führen möchtest.
Ein Beziehungsgespraech führt man m.E. Nur, wenn man miteinander eine Beziehung führen möchte. Darüber scheinst Du hinauszusein und so solltest Du Deinem Partner nichts Falsches suggerieren.

M.E. willst Du aber ein Trennungsgespraech führen, sprich die Trennungsmodalitaeten aushandeln, was angesichts einer gemeinsamen Immobilie auch sinnvoll ist. Da macht es keinen Sinn, Themen, die nichts miteinander zu tun haben miteinander zu vermischen.

Ich habe beide Themenkompkexe bei meiner Scheidung konsequent voneinander getrennt und das war sehr gut, weil wirtschaftlich sinnvoll. Gefühle und Finanzen wurden konsequent voneinander getrennt abgehandelt.
 
  • #17
Gar nicht ! Liebe Hannah.
Kennst du den (bösen) Spruch ....einfach mal die Fresse halten ?
Nimm einen Flasche Sekt mit und...sagt einfach mal zur Abwechslung nix. Schlage ihm vor das ihr übers Wochenende mal nur spazieren geht,kuschelt,sich über die Vögelchen im Wald freut und selbiges im Hotelbett. Gönnt euch doch einfach mal eine Pause von der Streiterei. Danach ,nach dem Wochenende , schaltet ihr einfach mal einen Gang runter.
Wenn das alles nichts hilft,dann ist eben Hopfen und Malz verloren.
 
  • #18
Liebe Hannah, du beschreibst eine sehr schöne Beziehung.
Ich kann gut verstehen, dass ihr mit euren Kräften am Limit seid.
Deshalb wäre meine Idee, gar nicht miteinander reden sondern sich nur fühlen, wahrnehmen, spüren. Sozusagen ein kommunikationsfreies Beisammensein.
Euer Kopf ist so voll, dass mM nach ein konstruktives Gespräch erst Sinn macht, wenn ihr beide wieder zur Ruhe gekommen seid.
Vielleicht ist eine Pause von ein paar Tagen in eurem Fall ganz sinnvoll, um zu erkennen wie wichtig ihr euch gegenseitig seid.
Haltet durch, es wäre schade wenn ihr euch verliert.
 
  • #19
Ich würde neben Plänen und reden die romantische Komponente nicht vergessen. Nimm seine Hände, schau ihm in die Augen, lächle, umarme ihn, sag ihm, wie schön seine Augen sind... Diese Zärtlichkeiten sind wichtig.

W30
 
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