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  • #1

Wie gehe ich mit einem gefühlskalten Partner um?

Ich bin in einer Beziehung mit einem gefühlskalten Mann.Nach 4 Jahren Beziehung ist er nicht in der Lage,"ich liebe dich" zu sagen,oder mich einfach mal in den Arm zu nehmen.Am Anfang der Beziehung hat er mir das auch so gesagt,dass er kein Mensch ist,der sowas sagt oder tut,jedoch denkt doch jede Frau dass sich im Laufe der Zeit das schon ändern wird,sobald er erkennt,dass die Frau an seiner Seite voll hinter ihm steht. Das dürfte ich aus meiner Sicht ausreichend bewiesen haben.Man schiebt immer wieder diese Sehnsucht nach Nähe weg,versucht immer wieder drüber hinweg zu sehen,jedoch wird bei mir dieses Gefühl und diese Sehnsucht immer stärker und sie kommt immer öfter hoch.Ich habe schon mehrmals dieses Thema angesprochen,habe versucht ihm meine Situation zu schildern,mit ihm zusammen eine Lösung zu finden.Er ist aber auch in der Hinsicht recht kalt geblieben
 
  • #2
Was hat Dich vier Jahre gehalten? Warum hält dich das gleiche nicht weiter? Was hat sich verändert?

Erzwungene, geschauspielerte Wärme nützt dir ja auch nichts. Entweder Du akzeptierst ihn so, wie er ist und die vergangenen Jahre auch war, oder Du trennst Dich von ihm. Ich finde es merkwürdig, sich darüber erst nach vier Jahren zu beschweren und dann noch eine Änderung vom Partner zu erwarten.

Wie war er denn in der Verliebtheitsphase? Auch kalt? Warum seid Ihr zusammengekommen? Irgendwas muss ja schon gepasst haben?!
 
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  • #3
Wie alt bis du? 20 ?
Nichts wird sich ändern. Er ist wie er ist und Punkt.
Er hat dir doch gleich gesagt wie er tickt, sehr fair von ihm.
Vielleicht ist er ohne Liebe aufgewachsen.
Ich hatte so ein Exemplar, auch ich dachte damals das ändert sich.
Mit den Jahren habe ich es mehr und mehr vermisst. Wir hatten keine Kuschelabende vor dem fernshen, kein Hand in Hand durch die Stadt laufen. Umarmung zum Geburtstag.
Ich habe es am Anfang meiner Ehe versucht, und habe sie Iniative ergriffen, von ihm kam immer nur eine Reaktion.
Jetzt bin ich nach 21 Jahren Ehe geschieden.
Wenn ich einen Mann kennenlerne der damit Probleme hat mich in en Arm zu nehmen oder
mich spontan zu küssen, wüsste ich das passt nicht.
Ich möchte diese Zärtlichkeiten nicht mehr missen
w/47
 
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  • #4
Schade für dich und auch für ihn, dass er nicht gewillt war, es zu lernen. Mein LG hat mir auch zu Beginn unserer Beziehung gesagt, Ild kann ich nicht sagen. Und nach und nach habe ich auch erfahren, dass er sehr lieblos aufwachsen musste. Dennoch habe ich ihm meine Liebe gezeigt, in zärtlich gestreichelt. Anfangs war es ihm unangenehm, er wusste nicht, wie damit umgehen. Mit den Monaten begann er, sich langsam fallen lassen zu können. Zärtlichkeiten und Zweisamkeit zu genießen und zuzugeben, dass ihm das gefehlt hat. Er hat sich selbst reflektiert und die Kurve bekommen - wir sind heute ganz große Kuschelmäuse - und ich bin froh, trotz anfänglicher Schwierigkeiten, diesen Weg gegangen zu sein. Du siehst, auch Männer Ü45 können noch dazu lernen, vorausgesetzt, sie wollen. Dein LG scheint sich in seiner Opferrolle gut zu gefallen - dann wirst du leider auch nichts ändern können.
 
  • #5
Also eine aus meinem Bekanntenkreis hatte die selben Probleme, sie hatte zwei Jahre Verhaltentherapie gemacht es klappt jetzt vieles besser
 
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  • #6
Fällt mir gerade noch auf: Ergänzung zu 3 - Es gehören natürlich immer zwei dazu - einer der gibt und der andere, der nehmen will! Und das Wollen von Seiten des Mannes scheint hier der Dreh- und Angelpunkt zu sein. Mein LG war vorher in zwei sehr langen Beziehungen und beide Male haben es auch hier die Frauen nicht geschafft, ihn so an Zärtlichkeiten heran zu führen. Immerhin hat er mit seine Ex zwei Kinder. Erst nachdem er sich selbst, sein Inneres, seine Jugend usw. reflektiert hat, war er wohl auch gefühlsmäßig in der Lage, an sich selbst zu arbeiten. Vorher war es, wie es eben war und wurde nicht mehr hinterfragt. Das ist dir zwar keine wirkliche Hilfe - ich will dir nur zeigen, es liegt nicht an dir. ER muss es wollen.
 
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  • #7
Wenn du damit nicht klarkommst, trenne dich statt unglücklich zu sein.
Du willst Nähe - er Distanz.
 
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  • #8
FS, überlege noch mal deine Frage und was du genau schreibst. Er ist dir kein PARTNER, weil er sich nicht partnerschaftlich verhält.

w 47
 
  • #9
Wenn er selber sich nicht ändern will um dir geben zu können, was du zum glücklich werden brauchst, dann wird das nicht. Und ich weiß nicht, was du mit einem Mann willst, der nicht das Interesse hat dich glücklich zu machen und sich auch nicht ändern willst. Quäl dich weiter, aber das Verhalten zu Beginn der Beziehung wird nie besser sondern imm Schlimmer, daher gibt es keinen Grund zu glauben etwas würde sich zum Besseren ändern.
 
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  • #10
Dann es ist ganz klar, er liebt Dich nicht.
aber Er kann nicht eine Beziehung beenden. So machst das Du bitte !
 
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  • #11
Aus eigener Erfahrung kann ich dir nur sagen, dass er sich nicht ändern wird, weil er das partnerschaftliche Problem nicht sieht bzw. erkennt. Er kann aus dieser Gefühlskälte nicht heraus - Nähe zu einem anderen Menschen ist für ihn unerträglich. Nur zur Befriedígung eigener Interessen lässt er die Nähe zu.
Ein gefühlvolles Zusammenleben mit Wärme, Zärtlichkeit und Nähe wirst du mit ihm nie erleben. Du musst für dich entscheiden, ob du ihn so liebst wie er ist und diese Form des Zusammenlebens dann akzeptierst oder aber du ziehst einen Schlussstrich.
Es ist schwer zu gehen, aber du wirst darüber hinwegkommen.
w (40)
 
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  • #12
Ich (w 49) gehe davon aus, dass sonst alles stimmt, und Du seine "Liebe" doch spürst, sonst würdest Du ja nicht so lange voll hinter ihm stehen, oder? Wenn das so ist, würde ich ihn in den Arm nehmen, ihn "ich liebe Dich" sagen, und auch ihm sagen, dass "ich Deine Liebe spüre, und weiss, dass auch "Du mich liebst"!
 
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  • #13
Ich kann das, was hier ein paar andere geschrieben haben, nur bestätigen. Ich war ein Jahr mit einem Mann zusammen, der ebenfalls nicht über Gefühle sprechen konnte, der nicht sagen konnte "ich liebe dich", der nicht richtig zärtlich sein konnte etc.

Anfangs dachte ich, das wird noch, aber es änderte sich nichts. Warum auch? Er war es so gewohnt, er hatte auf dieselbe Art schon andere Beziehungen geführt. Er fühlte ja kein Defizit, sah kein Problem. Warum sollte er sich ändern?

Ich wollte wissen, wie er wirklich tickt. Wir haben viel geredet und ich erfuhr, dass er sehr lieblos aufgewachsen ist. Zu Hause gab es niemals eine Umarmung oder einen Kuss von den Eltern. Die Kinder wurden mit allem Materiellen, was sie brauchten, versorgt, das war es dann auch. Dieser Mann hat selbst gesagt, dass er nie richtige Liebe bekommen hat, also konnte er auch keine Liebe geben. Er hat mir gegenüber zugegeben, dass er das Gefühl, verliebt zu sein, Kribbeln im Bauch zu haben, noch nie erlebt hat. Er war mit Frauen zusammen, die er attraktiv fand und die er mochte. Mehr war nicht. Mir war das zu wenig, also habe ich Schluss gemacht.

Die entscheidende Frage für dich wäre, ob er dich liebt und es nicht zeigen kann oder ob er innerlich wirklich kalt ist, dich also nicht liebt, nur mag. Da er das Problem, das du hast, nicht erkennt, fürchte ich, er ist nicht mal richtig verliebt. Egal was nun wirklich mit ihm los ist. Du musst dich fragen, ob du so was weiter mitmachen möchtest.
 
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  • #14
"Gefühlskalt" - ist das in dieser Form eine psychische Krankheit?! Das klingt ja so, als ob er nichts dafür kann, oder lese ich das falsch heraus? Falls ja, ist es womöglich therapierbar (?), aber dann hängt es wohl von seinem Willen ab!

Naja, und selbst wenn es "nur" eine Charaktereigenschaft von ihm ist - wenn er sich nicht ändern möchte und/oder er dazu keine Notwendigkeit sieht, muss er das ja auch nicht. Dann musst Du Dir nur überlegen, ob Du mit dieser Eigenschaft leben kannst oder möchtest. Das ist doch wie bei jeder anderen Eigenschaft eines Partners.
Sag ihm, dass Du es nicht aushälst und dass das womöglich ein Trennungsgrund für Dich ist. Vielleicht kann er sich ja wirklich nicht einfach mal eben ändern, aber da kannst Du dann auch nichts dafür, zumal Du es ja mit gemeinsamer Problemlösung versucht hast und er ja anscheinend nichts ändern möchte! Mach Dich frei von diesen Schuldgefühlen - "Er kann ja nichts dafür, also darf ich ihn auch nicht verlassen" - doch darfst Du!
Jedenfalls dann, wenn Du es nicht mehr aushälst. Ich bin eigentlich ein Verfechter von "in guten, wie in schlechten Zeiten" aber wenn es nur noch schlechte Zeiten gibt und er sowieso uneinsichtig ist und nichtmal versucht etwas zu ändern, dann kann ihm doch nicht so furchtbar viel an Dir liegen, oder?!
Also ich frage mich sowieso, wie Du das vier Jahre aushalten konntest - für mich wäre das nichts...

Viel Glück und alles Gute!
 
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  • #15
Ich verstehe nicht ganz, warum Du vier Jahre damit gewartet hast und jetzt hoffst bzw. glaubst, das könne sich ändern. Ich würde sagen "Nein" - was empfindest Du Partnerschaftliches in dieser Beziehung, was hat Dich bisher bei ihm gehalten?

w/39
 
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  • #16
Ich finde, Du hast Dir mit 4 Jahren schon viel zu viel Zeit gelassen, dieses Problem mit Deinem Partner gemeinsam anzugehen. 4 Jahre ohne die Gefühlsnähe, die zu einer Partnerschaft dazugehört? Da entsteht doch eine ganze Menge an Unzufriedenheit!

Du müßtest beleuchten, warum er so ist, wie er ist. Es gibt die von vielen hier beschriebene Unfähigkeit von Nähe durch die Behandlung im Elternhaus.

Aber es gibt auch einfach Menschen, die keine Ausprägung von Gefühlen haben und Nähe nicht mögen. Ich denke da z.B. an eine leichte Form von Asperger. Das sind dann Menschen, die tatsächlich nicht in der Lage sind, gefühlsmäßig zu empfinden. Denen kann man keinen Vorwurf machen, sie können ihr Verhalten auch nicht korrigieren.

Kannst Du erkennnen, ob vielleicht Geschwister von ihm ähnlich gefühlskalt sind? Wenn ja, würde es für die Familienstruktur als Ursache sprechen. Dann gibt es natürlich auch die Möglichkeit einer Therapie, sofern Dein Partner die Notwendigkeit auch für sich sieht.

Wenn andere Familienmitglieder aber zu normalen Empfindungen in der Lage sind, würde ich überlegen, ob er einfach diese Gefühlswelt nicht hat und auch nie wird entwickeln können. Dann bleibt nur zu überlegen, ob Du damit umgehen kannst. Und diese Frage kannst nur Du beantworten....

Die Tatsache, daß er auch wenn Du ihn direkt auf das Thema ansprichst, "kalt bleibt" deutet für mich darauf hin, daß er Dich in dieser Hinsicht wirklich nicht verstehen KANN.

Viel Glück!
 
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  • #17
Wie ging es weiter ?

Ich habe mich getrennt, weil ich es nicht mehr aushielt . Nach 2 Jahren.

Klar,du hattest Hoffnung ,es wird. Nee,es wurde nix .Und wird nie was.
Ich verstehe Dich . Mir gings auch ähnlich.

Kopf hoch !

w-45
 
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  • #18
Tausend Jahre später antworte ich auf diese Frage, und warum? Genau, weil es mir jetzt genau so geht. Sieben Jahre sind ins Land geflossen und liegen hinter mir. Davon 4 Jahre Ehe. Es ist nicht derart gefühlskalt wie von Dir beschrieben, dennoch mir zu wenig Interesse an meinem Wohlergehen. Nur insoweit als ich nützlich sein kann, bin ich "interessant". Ich neige nicht sehr zum Masochismus, aber ich neige sehr dazu einer in mir selbst lebenden Liebe Raum und Zuhause zu geben, also meinem Gefühl zu folgen. Und deshalb fallen mir anhand Deiner Beschreibung auch nicht diese guten Ratschläge ein wie "Was willst Du mit dem, der liebt Dich doch gar nicht." usw. Das mit der Liebe ist so eine Crux, denn ihr (der Liebe in einem selbst) ist völlig egal, ob der Andere zurück liebt, sie liebt trotzdem weiter. Und solange man selbst liebt, wird man nicht gehen können, ohne sich selbst damit was anzutun und entsprechend zu leiden. Deshalb verstehe ich schon, dass Du das so lange "ausgehalten" hast. Inzwischen sind ja von 2011, als Du das hier schriebst, 2 Jahre vergangen, und es dürfte sich was geändert haben. Ich weiß nicht, ob ich Dir wünschen soll, dass dein Mann "doch noch" die Kurve zu Dir gekriegt hat, oder ob ich Dir wünschen soll, dass Du Dich getrennt haben mögest. Denn ein Anderer weiß nie was das Richtige ist! ich weiß nur eins, das deutlichste Indiz dafür, dass Du ohne Leiden gehen können wirst ist, wenn er Dir egal geworden ist. Und jetzt weiß ich auch was ich Dir von Herzen wünschen will. ich wünsche Dir, dass nicht seine Liebe zu Dir Maß aller Dinge ist, sondern Du Dir SELBST das Maß für DEIN Leben geworden bist. Es ist unwichtig, ob er Dich liebt oder nicht. Wichtig ist, dass Du kein Bettler bist, der vor seiner Tür jaulen musst wie ein Hund den Mond anheult, der ihm nie antworten wird. Umgebe Dich mit Leuten die auch wollen, dass Du da bist, und lass die Anderen für sich selbst entscheiden was sie mit IHREM Leben anstellen. Denn auch Du kennst das Glück des Anderen (das Glück deines Mannes) nicht. Mach Dir ein schönes Leben! :)
 
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