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  • #1

Wie geht ihr damit um, dass euer Partner bereits ein Kind hat?

Hallo, ich bin seit 3 Monaten mit einem Mann zusammen, der bereits ein Kind aus seiner vorangegangen Beziehung hat. Wie geht ihr damit um? Das Kind mag ich sehr gerne, es ist 3 Tage in der Woche bei ihm. Auch finde ich es toll, wie er mit dem Kind umgeht. Komisch sind für mich allerdings die Telefonate der Ex oder wenn sie zu ihm kommt, das Kind abholen. Dann sind diese beiden wie eine Familie und ich aussen vor.
Viele aus meinem Freundeskreis sagen, das käme für sie nie infrage, ein Mann, der bereits mit einer anderen ein Kind hat. Sollte man das so streng sehen?
 
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  • #2
Was dein Freundeskreis sagt, kann dir eher egal sein, wenn es für dich ok ist (wie alt bist du/dein neuer Partner, wie lange ist seine Trennung her?). Ab einem gewissen Alter ist es einfach wahrscheinlicher, dass jemand schon vor einem ein Leben gehabt hat. Wenn ich alle interessanten Männer ausblenden würde, die bereits Familie haben, bliebe ja am Ende gar keiner mehr übrig.

Für mich wäre es nur schwierig, wenn ich das Gefühl hätte, da gäbe es eine zu starke Verbindung, also über die elterliche hinaus, mit der Mutter. Wenn du das Gefühl nicht hast, lass die anderen reden. Es ist doch gut, wenn die beiden noch normal miteinander umgehen können, zum Wohl des Kindes.

Aus das Gefühl des Sich-Ausgeschlossen-Fühlens wird auch weniger, je mehr eigenes Leben du mit deinem Freund verbringst. Nach 3 Monaten kann man da ja noch nicht von einer Einheit sprechen. Hier arbeitet die Zeit für dich.
 
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  • #3
Ich mag Kinder sehr gerne, möchte aber nur meine eigenen großziehen. Jeder Singlefrau mit Kind wünsche ich von Herzen einen anderen Partner zu finden.
 
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  • #4
Natürlich will keiner einen Partner haben, der schon Kinder von einem/einer Anderen hat! Das ist ganz normal! Die meisten haben schon Kinder, gerade ab 30+, was also tun?

Als ungebundene, ledige Frau oder Mann ohne Kinder ist es doch selbstverständlich, nach einem passenden Partner zu suchen, der ebenso keine Kinder hat wie man selbst!

Patchwork ist heutzutage modern, aber ich mag lieber das Traditionelle Leben ohne diesen ganzen gemischten Salat von verschiedenen Kindern von verschiedenen Müttern und/oder Vätern!
Ganz gruselig und überhaupt nicht mein Ding!

w, 33
 
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  • #5
Viele aus meinem Freundeskreis sagen, das käme für sie nie infrage, ein Mann, der bereits mit einer anderen ein Kind hat. Sollte man das so streng sehen?

Ob "man" das so streng sehen sollte, mag ich nicht beurteilen. ICH sehe es definitiv so streng, für mich kommt kein Mann mit Kind infrage.

Gründe für mich sind:
- das Kind steht immer an erster Stelle (wenn nicht, ist er ein schlechter Vater, mit so einem möchte ich auch nicht zusammen sein)
- ich habe keine Lust mich zeitmäßig immer nach Dritten (sprich, dem Kind) richten zu müssen
- der ständige Kontakt zur Ex
- wenn Schluss ist, dann ist man nicht nur den Mann los, sondern auch das Kind, das man vielleicht sehr lieb gewonnen hat
 
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  • #6
Drei Tage in der Woche ist relativ ungewöhnlich, den ein 14 tägiger Wechsel ist eigentlich üblich.
Die Frage ist auch wie alt ist das Kind ?

Aber zu deiner Frage, diese Verhältnisse sind, meiner Erfahrung nach und ich bin in einer ähnlichen Situation, meistens zum Wohle des Kindes positv gestaltet. ( Daher auch die Frage nach dem Alter ). Die Eltern haben sich getrennt, räumlich als auch familiär, also gibt es Differenzen und so keinen Grund für dich sich aussen vor zu fühlen. Es ist für die Kids schon schwer genug, aber Situationen in denen dann auch noch "Krieg" zwischen den Eltern herrscht macht es noch schlimmer. Sprich mit deinem Partner, wenn es dich so belastet, dann sollte er das Kind vielleicht abgeben und nicht holen lassen.

Aber es soll auch Paare geben, die sich nach einer Trennung auch noch verstehen - zwar selten, aber für das Kind sehr wünschenswert.
 
  • #7
Warum ich niemals einen Mann mit Kind nehmen würde:


1) Die Kinder werden nach dem Erziehungskonzept des Vaters erzogen -- ich hätte Null Mitspracherecht, je nach Alter sind die wichtigsten Dinge ohnehin schon entschieden. Erstes Problem damit: Ich müsste zwar zwangsläufig elterliche Aufgaben übernehmen, wie z.B. Trösten falls es hinfällt, aufpassen, dass nichts passiert, mal zu Bett bringen, wenn der Vater auf Dienstreise ist, vielleicht bei Hausaufgaben helfen, bei Mädchen vielleicht typische Frauenfragen beantworten und so weiter, aber all das ohne wirklichen Einfluss, also nur Pflichten, keine Rechte. Man lebt auf engsten Raum zusammen, soll aber gar nicht Mutter sein, sondern nur Freundin -- mehr als unbefriedigend.

2) Zweites Problem aus 1: Würden wir jemals ein gemeinsames Kind bekommen, könnte ich selbst dieses Kind kaum so erziehen, wie ich mir vorstelle, weil ja durch Kind 1 schon alle wichtigen Entscheidungen getroffen sind und sich kaum für mehrere Kinder der Familie unterschiedlich gestalten lassen, und wenn nur mit erheblichen Problemen und Diskussionen.

3) Was immer das Kind macht und nicht soll, ich würde doch nur hören: "Du bist nicht meine Mutter". Eine undankbarere Aufgabe als quasi Stiefmutter zu sein, gibt es nicht. Nicht umsonst ist in Märchen die Stiefmutter immer die Böse.

4) Die Mutter des Kindes wäre immer noch irgendwie spürbar. Man würde sie sehen, müsste mit ihr sprechen, sogar Wochenend- und Urlaubsregelungen absprechen. Eine Ex könnte und möchte ich aber auch gar nicht ertragen müssen, geschweige denn auch noch Rücksicht darauf nehmen. Und dann erst die unklare Lage bei Familienfesten?! Das gibt nur Ärger ohne Ende oder Kompromisse, die eigentlich weh tun und mir nicht liegen würden. Ich möchte zumindest niemals Weihnachten oder Geburtstage mit einer Ex meines Partners zusammentreffen, geschweige denn feiern. Und ich möchte mir darüber auch keine Gedanken machen müssen.

5) Ein Kind kostet Zeit, Nerven und materielle Mittel. Die bringe ich gerne auf für meine eigenen Kinder, aber nicht für fremde. Tut mir leid, ich weiß schon wieder die Zerfleischungen werden kommen, aber so ist es nun mal. So ehrlich bin ich einfach, eigene Kinder wecken Mutterliebe und Mutterinstinkte, nicht fremde.
 
  • #8
6) Gerade in der Kennenlernphase und der Frühphase einer neuen Partnerschaft möchte ich das Verliebtsein genießen und ausleben könne. Kurzurlaube, lange Nächte, viel Sex, viel Spaß, viel Freizeit -- das könnte ich mir alles mit einem fremden Kind nicht vorstellen. Ich möchte nicht in einer Wohnung, in der ich schlafe auch noch Rücksicht auf Geräusche, Nacktheit, Zeiten und Ansprüche von fremden Kindern nehmen müssen, sondern einfach entspannt und ausgiebig das Verliebtsein mit meinem Partner genießen. Ich suche keine neue Familie, sondern einen Mann, mit dem ich eine gründen kann, wenn eine stabile Situation mit Zukunftsplänen und Liebe statt Verliebtheit erreicht ist.
7) Ein kleineres Kind führt im allgemeinen dazu, dass die gesamte Freizeitgestaltung an dem Kind orientiert wird. Egal ob Spielerunde am Abend (Memory für 4-Jährige statt Siedeln für Erwachsene), Wochenendausflug oder Urlaubsgestaltung (Sandburgen am Strand statt erwachsenengerechter Urlaub), immer stehen die Interesse des Kindes im Vordergrund und die Vorlieben der Erwachsenen im Hintergrund. Für das eigene Kind mag man das gerne mitmachen, für ein fremdes ist es einfach nur noch Last. Die Erwachsenen kommen dabei einfach zu kurz.
 
  • #9
Ich persönlich würde niemals einen Mann mit Kind nehmen, weil ich eine eigene intakte Familie haben möchte und kein Kind, das Stiefgeschwister hat, das Patchwork erleben muss und all den Mist. Brrr! Niemals!

Ich bin bereit, alle meine Ressourcen in meine eigene Familie zu stecken und genau das erwarte ich auch von dem Mann. Ein Mann, der zwei Familien hat, kommt für mich nicht in Frage.
 
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  • #10
Ich verstehe Deine Situation sehr gut, da ich mehrere Jahre in einer vergleichbaren Konstellation gelebt habe. Es war immer klar, dass das Kind in der Prioritätenliste vor mir steht. Das hat anfangs für ein schlechtes Bauchgefühl gesorgt, mehr wegen der gesellschaftlichen Fragwürdigkeit. Ich mochte alle Beteiligten jedoch so gerne, dass ich für mich entschieden habe, diese Situation einfach so zu nehmen und meinen Partner einfach in dieser Lebenssituation zu unterstützen. Das hat er dankend angenommen und war das einzig richtige, um meiner Liebe zu ihm Ausdruck zu verleihen. Es gab genug Zeit an den 4 Tagen pro Woche, in der das Kind bei seiner Mutter war, um die Paarbeziehung als solche intensiv zu leben. Jahre später haben wir dann noch ein gemeinsames Kind bekommen. Nun standen wir im Mittelpunkt :)
Kurz: es ist Deine Entscheidung, diesen Mann mit dieser Lebenssituation zu nehmen und Dich dabei gut fühlen zu können. Wichtig ist, dass die Paarbeziehung zur Ex eindeutig beendet ist - und wenn den beiden die Elternbeziehung gelingt, so dass er hier keine zusätzlichen Stress mit in Eure Beziehung bringt, kannst Du Dich glücklich schätzen.
 
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  • #11
Dass Du das Kind und seine Vergangenheit akzeptierst, ist ja schon mal positiv.
Ein gutes Verhältnis zur Expartnerin zeugt doch von guten Charakteren.
Eine letzte Skepsis ist aber auch nicht verkehrt.
Rede mit ihm darüber.
w/43
 
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  • #12
Bin ich den im falschen Film ?????

Warum werden Väter, die sich um ihre Kinder kümmern, die am Leben ihre Kinder teilnehmen wollen und dies auch in die Tat umsetzen, als wenn sie aussässig wären.
Der Mann hat sich von seiner Frau getrennt, muss er damit auch den Kontakt zum Kind abbrechen.
Klar ist es schwer und schwierig, aber das Kind war ja wohl schon am Beginn der Beziehung da.
Auch Kinder spüren, wenn es Ihren Eltern gut geht, auch mit dem neuen Partner.

Zitat Frederika
" Ein Kind kostet Zeit, Nerven und materielle Mittel. Die bringe ich gerne auf für meine eigenen Kinder, aber nicht für ...."

Wir reden alle von gesellschaftlicher Verantwortung, aber wo soll es denn hinführen, wenn dieser Vater schon keine Chance mehr hat?

An die FS, versuche deimen Partner ein Partner zu sein. Versuche dem Kind ein Partner zu sein ( keine Mutter, die hat es ). Wie schon gesagt, es geht dem Kind gut, wenn es allen Beteiligten und wenn ihr auch noch ein Kind gekommen solltet, dann sind große Geschwister immer etwas tolles und auch eine Entlastung für euch.
Viel Erfolg!!
 
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  • #13
Sei doch froh, dass Dein Partner sich mit seiner Exfrau versteht - das kommt Dir doch auch zugute. Ich glaube nicht, dass Du Dich gern von einer angenervten fremden Frau stressen lassen möchtest. Und wenn die Kinder sich wohl fühlen, profitierst Du davon.

Wenn Du diesen Mann toll findest, nimmt die Situation an und mach das Beste draus. Ich habe einen Mann kennen gelernt, der völlig ohne "Altlasten" ist. Wie sich herausstellt, ist das auch nicht so traumhaft: Er ist der typische eingefleischte Junggeselle, eine Beziehung ist mit ihm überhaupt nicht möglich.

Nein, dann lieber einen Mann mit Kindern, der weiß, was Partnerschaft bedeutet.
 
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  • #14
Ach, Frederika, keine Angst, von mir wirst Du nicht zerfleischt! :) Du bringst alles so wunderbar auf den Punkt! Ich sehe das zu 100 % genauso wie Du!

Ich suche auch keine Famlie, sondern einen Mann, mit dem ich eine Familie gründen kann, so siehts aus! Dieser ganze Patchworkmist ist doch totaler Blödsinn, vonwegen, wir sind alle sooo glücklich, ja ja...Die Kinder des Mannes werden niemals meine Kinder sein, eigene Kinder sind mein Ziel und nicht die Übernahme fremder Kinder! Wer das in Kauf nimmt, soll das ruhig tun, aber sich dann nicht im nachhinein beschweren, wenn es Konflikte gibt, denn die werden kommen, ganz gewiss! Ich finde die Vorstellung gruselig, dass ein Mann und eine Frau zusammenleben wo Kinder dabei sind von unterschiedlichen Vätern und Müttern, dass ist nichts für mich und nicht die ideale Vorstellung einer Familie. Ich bin da eher im allgemeinen traditionell gepolt und stehe auch dazu!

Problem ist nur, dass viele Männer wie auch bestimmt viele Frauen, es bei ihren Dates verheimlichen, dass sie Kinder haben, viele haben sogar Kinder im Ausland, wer weiß das schon alles so genau? Auch ein Problem ist es, dass wenn man einen Mann über 35+ sucht, diese meistens mindestens schon 1 x vielleicht verheiratet waren, was mich jetzt nicht so stören würde aber meistens auch mindestens schon ein 1 Kind haben und das ist schon 1 Kind zuviel, für mich jedenfalls! In diesem Alter findet man doch kaum noch einen Mann der keine Kinder hat, das ist auch nicht einfach oder will man dann den Rest seines Lebens alleine bleiben?
 
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  • #15
Meine Ehe ist an genau der gleichen Konstellation gescheitert. Deshalb: NIE NIE NIE wieder!
 
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  • #16
Hallo, hier nochmal die FS.
Ich lese hier sehr unterschiedliche Meinungen zwischen genau diesen Meinungen bin ich in meinem Kopf hin und her gerissen. Beispielsweise finde ich es total klasse, wie er mit seinem Kind umgeht. er hat gelernt, was es heißt, alleine ein Kind zu versorgen. Er möchte gerne noch 1-2 weitere Kinder (mit mir). Als Vater kann ich ihn mir ehrlich gesagt sehr gut vorstellen, da er weiß was das heißt. Viele Männer, die in meinem Alter (30) noch Single sind können sich mit Kindern nur schwer identifizieren oder es ist irgendetwas weil diese noch keine Kinder haben.
Komischerweise mag ich sein Kind (4) auch sehr sehr gerne und habe kein Problem damit. Im gegenteil, ich freue mich wenn sie da ist, da ich sehr kinderlieb bin.
Klar manchmal wäre ich gerne die einzige Frau in seinem Leben, aber das geht nunmal nicht mehr.
Aber ich liebe ihn und darum denke ich werde ich es in Kauf nehmen. Die einzige Angst ist, dass es vielleicht doch kein Kind mehr mit mir nöchte, da er schon eines hat. Da bin ich bei meiner letzten Beziehung (dauerte 5 Jahre ) reingefallen. er hatte auch bereits eine Tochter, hat mich hingehalten und dann nach 5 Jahren hieß es, wenn du unbedingt ein Kind willst, such dir nen anderen, Habe Angst, dass mir das nochmal passiert. Aber ich kann ja nicht annehmen,dass er mich anlügt oder? Ist nämlich nicht seine Art. Möchte ihn auch nicht drängen. Das ist irgendwie schwierig.
 
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  • #17
Zitat Frederika
" Ein Kind kostet Zeit, Nerven und materielle Mittel. Die bringe ich gerne auf für meine eigenen Kinder, aber nicht für ...."

Wir reden alle von gesellschaftlicher Verantwortung, aber wo soll es denn hinführen, wenn dieser Vater schon keine Chance mehr hat?
Ist es jetzt Teil der gesellschaftlichen Verantwortung einen Partner zu nehmen den man eigentlich nicht will. Wieso lassen wir dann nicht gleich die Gesellschaft uns den Partner zuweisen wie die Gesellschaft es gerade am besten findet. Bei der Berufswahl sollten wir das dann am besten auch noch gleich einführen, jeder macht nur noch genau das was die Gesellschaft am besten findet.

Ich sehe es wie Frederika, eine Frau mit Kind kommt für mich nicht in Frage. Ich bin nicht bereit die Einschränkungen die Kinder mit sich bringen für fremde Kinder auf mich zu nehmen und das ist mein gutes Recht. Da braucht mir niemand mit Gesellschaftlicher Verantwortung kommen, da geht es schließlich um eine essentielle Frage meiner Lebensführung.
 
  • #18
Wir reden alle von gesellschaftlicher Verantwortung, aber wo soll es denn hinführen, wenn dieser Vater schon keine Chance mehr hat?

Er hätte keine Chance bei Frederika oder anderen Frauen, die ihre Einschätzung dieser Frage teilen. Andere sehen das anders, und die Fragestellerin ist gerade dabei, sich diesbezüglich eine Einschätzung zu erarbeiten. So ist das im Leben, unterschiedliche Menschen bewerten Dinge unterschiedlich, Wowereit.

Man mag Frederika vorhalten, ihre Sicht auf eine solche Beziehung sei reichlich pessimistisch, vielleicht sogar zu pessimistisch, aber die Probleme, die sie angeschnitten hat sind real existierend.
Man mag auch erbost und mit erhobenen Zeigefinger beklagen, es sei ein Stück weit egoistisch aus den von Frederika aufgezeichten Gründen heraus eine Rolle als Stiefmutter abzulehnen, aber letztlich basiert ihre Wertung auf ihrer Selbsteinschätzung und ihrem Lebensentwurf, und es steht letztlich niemandem zu das zu kritisieren.
Man mag von mangelnder gesellschaftlicher Verantwortung reden, aber dann bitte richtig. Wer zeigt mehr Verantwortung auch für die Kinder potenzieller Partner: Derjenige, der aus einer sehr klaren und sich selbst gegenüber harten Selbstreflexion heraus für sich festlegt, dass das auf Dauer (und eben nicht für ein ein paar verliebte Wochen) kein zu ihm passender Lebensentwurf ist? Oder derjenige, der, vielleicht auch in Ermangelung ausreichender Selbstreflexion und ausreichendem Sich-seiner-selbst-bewßt-sein erstmal all das Problem- und Konfliktpotenzial ignoriert, eine Beziehung zu dem Kind aufbaut und sich dann irgendwann mit dem, was Frederika aufgezählt hat im Zweifel auch Dauer doch überfordert fühlt?

Ich mag Federikas Haltung nicht das Wort reden, ich teile sie für mich auch nicht unbedingt. Aber sie ist klar, allen potenziell Beteiligten gegenüber fair und zeugt durchaus von Verantwortungsbewusstsein gegenüber diesen Beteiligten.
 
  • #19
Ich habe ja selber auch ein Kind und kann gut verstehen, dass man sich als neuer Partner darauf nicht einlassen will. DAs Kind steht immer im Vordergrund und man wird auch immer Kontakt zum Vater des Kindes haben. Ich denke, dass so was nur geht, wenn Beide Kinder haben. Dann ist das Verständnis gegenüber des Kindes da. Was ich mir überhaupt nicht vorstellen kann, einen Mann zu nehmen, der Zahlvater ist und keinen Kontakt zu seinem Kind haben will und sich aus dem Alltag und der Erziehung abgemeldet hat. So einer kommt für mich nicht in Frage. Und ich muss sagen, auch für ein Mann ist die Mutter seines Kindes immer was Besonderes und auch wenn mein Mann und ich nicht mehr zusammen wären, er würde alles stehen und liegen lassen, wenn ich ihn brauche. Und das würden eigentlich alle getrennten Väter die ich kenne, als neue Partnerin gerade ohne Kinder, ist das kaum zu ertragen denke ich.
 
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  • #20
Ach, Frederika, keine Angst, von mir wirst Du nicht zerfleischt! :) Du bringst alles so wunderbar auf den Punkt! Ich sehe das zu 100 % genauso wie Du!

Ich suche auch keine Famlie, sondern einen Mann, mit dem ich eine Familie gründen kann, so siehts aus!

---Ja, das darf ja auch jeder wie er möchte.

nicht im nachhinein beschweren, wenn es Konflikte gibt, denn die werden kommen, ganz gewiss!

---Ja, da wirst Du auch Recht haben, aber die kommen auch in einer "normalen" Familie und das wird oft viel mehr unterschätzt. Bei Patchwork rechnet man mehr damit, in einer eigenen Familie meint man ja, da gibt es nicht so große Schwierigkeiten, aber genau die gibt es auch dort.

Problem ist nur, dass viele Männer wie auch bestimmt viele Frauen, es bei ihren Dates verheimlichen, dass sie Kinder haben, viele haben sogar Kinder im Ausland, wer weiß das schon alles so genau?

----Ich glaube eher kaum, dass das jemand macht. Ich würde nie meine Kinder verheimlichen, dabei muss man sich doch nur schäbig vorkommen, außerdem kommt es früher oder später doch raus und das dann der neue Partner kein Vertrauen mehr hat und die Beziehung scheitert, ist doch klar.

In diesem Alter findet man doch kaum noch einen Mann der keine Kinder hat, das ist auch nicht einfach oder will man dann den Rest seines Lebens alleine bleiben?

---Das könnte natürlich die Entscheidung sein, es gibt wirklich wenig beziehungsfähige Singles im Alter von 35+ mit denen man noch ein Kind zeugen möchte. Aber wenn ein Mann, der bereits ein Kind hat, nicht denkbar ist, dann muss man sich mit dem anderen Gedanken abfinden, dass man eben alleine bleibt. Oder zumindest keine Kinder mehr bekommt. Man kann nur einen Weg gehen.Und dann dürft ihr euch auch nicht beschweren. :)


Also, Frauen entscheidet euch. Es hibt nur Hop oder Top oder vielleicht den "Lottogewinn", aber der ist ja bekanntlich von der Mehrheit der Menschheit nicht erreichbar
 
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  • #21
Ich sehe das tolerant, da wir nicht im Jahre 1950 leben sondern in 2011.
Ausserdem bin ich ( Single Frau) teils erstaunt, wie viele stockkonservative Meinungen hier vertreten sind.
Mich würde manchmal interessieren, aus welchen Dörfern oder Kleinstädten der/diejenigen kommen.
Teert und federt mich nicht gleich, aber ich habe und hätte damit überhaupt kein Problem einen Partner mit Kind(ern) zu lieben, solange mein Partner eine klare Trennung hinter sich hat und sich klar zu unserer Beziehung bekennen würde.
Liebe FS, rede mit ihm, besprich Deine Sorgen und Gedanken mit ihm!
Natürlich gibt es viele Single Männer, mit denen man evtl eine Familie gründen kann, aber wenn ich mich ausgerechnet in einen Papa verlieben würde, so what, ich mag dieses entrüstete " oh Gott, fremde Kinder großziehen Geschrei" nicht!
Ausserdem sollten gerade die Damen mal darüber nachdenken - Hochmut kommt vor dem Fall- und wenn Euer Partner sich von Euch trennt und Ihr mit kleinen Kindern zurückbleiben solltet, na dann wünsche ich Euch einen toleranten Mann!
Dies schreibt eine Frau (noch ohne Kinder).
 
  • #22
Über 35 findet man doch kaum noch einen Mann, der nicht schon Kinder hat!

Unter den beschriebenen Umständen der FS hätte ich damit auch kein Problem. Der Mann scheint kinderlieb und verantwortungsbewußt zu sein. Wenn Du dazu auch noch das Kind magst, so gib der Beziehung eine Chance.

Natürlich liebt man seine eigenen Kinder am meisten. Wer aber mit offenen Augen und Herzen durch die Welt geht, kann doch schwerlich den kleinen Geistern etwas übel nehmen und ihnen einen Platz in seinem Herzen einräumen. Man hat dabei nichts zu verlieren und viel zu gewinnen.

Ich persönlich baue gerade ein Puppenhaus für zwei für mich fremde Mädchen. Es sind nicht meine Kinder sondern die von Freunden. Ihre leuchtenden Augen sind das schönste Geschenk. (ich hoffe, daß das jetzt nicht zu sülzig rüberkam...). Selbstredend wünscht sich jeder eine intakte Familie, die ewig hält. Aber manchmal verändern sich Menschen oder man hat einen Menschen falsch eingeschätzt und so findet man sich in Konstellationen wieder, die man ursprünglich nicht angestrebt hat.
 
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  • #23
Ein Partner mit fremdem Kind ohne die konkrete Aussicht auf eigene Kinder wäre für mich ein klares No-Go. Ihr seid jung genug um noch ein gemeinsames Kind zu haben. Jedoch wird seine Motivation nicht so doll sein. Außerdem hat er sicher finanzielle Lasten als Unterhaltspflichtiger die den Unterhalt einer Familie mit Dir limitieren.
 
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  • #24
[mod]

Liebe FS:
Seit einem Jahr liebe ich eine Frau mit Sohn. Sie liebt mich - einen Mann mit Tochter. Alles ist klar geregelt. Es gibt für beide Seiten Grenzen in der Erziehung. Alle sind sich darüber im Klaren, auch die Kinder. Wir haben diese schwierige Situation gemeinsam besprochen und eine akzeptable Lösung gefunden. Die Kontakte zu den Ex sind da, aber beschränken sich auf das elterliche - so sollte es wohl auch sein. Trotzdem darf man bei einem vierjährigen Kind nicht vergessen, dass irgendwo der Wunsch besteht, dass sich Mama und Papa vielleicht doch noch einmal wieder vertragen. Dieser Wunsch ist normal und sollte auch nicht mutwillig unterdrückt werden. Wenn der Papa sich also bei den Treffen in deinen Augen "komisch" verhält, tut er es für sein Kind. Falls du Zweifel hast, sprich' ihn direkt an.
Ansonsten höre auf dein Herz! Lass' dich nicht zusehr von außen beeinflussen - schon gar nicht von den für mich doch teilweise sehr egozentrischen Persönchen ohne Kinder hier in diesem Forum! Hätte ich auf sie oder auf Teile meines Freundeskreises gehört, wären vier wundervolle Menschen jetzt nicht gemeinsam glücklich!
 
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  • #25
Hallo, hier nochmal die FS.
Habe Angst, dass mir das nochmal passiert. Aber ich kann ja nicht annehmen,dass er mich anlügt oder? Ist nämlich nicht seine Art. Möchte ihn auch nicht drängen. Das ist irgendwie schwierig.

Du musst ihn ja auch nicht drängen. Du kannst ihm das doch genau so sagen, wie du es hier beschrieben hast. Rede mit ihm!
 
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  • #26
Was Deine Freunde sagen solltest Du ernst nehmen - deswegen sind es ja Freunde.

Du bist erst 30! Da findest Du sicher einen Mann ohne Kinder.
Das Kind ist erst 4. Willst Du das Theater die nächsten 18 Jahre mitmachen?

Höre auf Deine Freunde und nimm Dir einen Mann der frei ist und mit dem Du ein gemeinsames Leben aufbauen kannst.
 
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  • #27
Ich , 51 Jahre alt, 1 Kind...würde eher einen Mann mit Kind wollen---wenn Ich einen wollte .

Da mein Kind Lebensmittelpunkt ist, würde sich ein kinderloser Mann nicht verstanden fühlen....
und meine letzte Beziehung ist mit daran gescheitert....es passte nicht vom Lebenszyklus.

Er , bereits Rentner, viele Möglichkeiten, Hauptinteresse Freizeitgestaltung.

Ich, alleinerziehend, Hauptinteresse mein Kind und die Freunde des Kindes, meine Arbeit.....
Freizeit erst weit hinten!
Leider zu spät erkannt.
Und im Nachher, nach einer fairen Trennung durch mich, grosse Vorwürfe!

Das will Ich nicht noch mal erleben...

Ich merke auch, Ich werde immer vorsichtiger, abgegrenzter, bin zwar sehr einsam...
aber vielleicht nicht bereit im Moment ,mich möglichen neuen Verletzungen aus zu setzten.
Das ist eine wohl tuende Erkenntnis, die mich dazu brachte, eine darauf gefolgte , perspektivlose Affäre zu beenden.-

ENORM WAS GELERNT, DIESES JAHR.-

Und das rate Ich auch der FS, reden, nachdenken , über das was vor sich geht, und dann entsprechend handeln.

Viel Freude und Erfolg dabei, es klingt doch ganz gut, sie mag Kinder und liebt den Mann!
w 51 J.
 
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  • #28
Du bist erst 30. Mit 30 fängt das Leben so richtig an. Dein Leben!
Stattdessen hängst du dich an eine zerüttete Familie. Das Kind ist erst vier Jahre alt, ein unkompliziertes Alter. Die Präsenz der Mutter wird aber noch viel stärker wenn das Kind in die Schule kommt usw. Da sind viele Entscheidungen durch die Eltern zu fällen wo Du außen vor bist, nichts zu sagen hast. Und richtig lustig wird es in der Pupertät. Nimm auch die Hinweise Deiner Freunde ernst. Lebe Dein Leben und suche Dir einen Partner der es mit Dir gestalten möchte.
 
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  • #29
Warum sollte es sich eine Anfang 30jährige antun, und sich einen Mann nehmen, der schon
Kinder hat? Das hat garnichts mit Hochmut zu tun! Kein Mann würde mit Anfang 30 eine Frau nehmen, die schon Kinder hat, so groß kann die Liebe garnicht sein! Wenn ich unverheiratet bin und keine Kinder habe, kommt mir niemals in den Sinn, einen Mann zu suchen, der selbst Kinder hat um diese dann gemeinsam mit ihm großzuziehen! Selbst wenn ich einen Mann treffen würde, wegen der Kinder würde ich ihn ablehnen! No way, ich will eigene Kinder, von mir, und nicht fremde Kinder aufziehen und mein Geld in fremde Kinder investieren! Das mag sich jetzt kalt anhören, ist aber Tatsache!

Die Kinder des Mannes sind seine Kinder, nicht meine und dementsprechend kommt auch keine wirkliche Liebe zu diesen Kinder auf und ich wäre auch nie bereit, mein Geld in diese Kinder reinzustecken!

Probleme gibt es auch in Familien die nicht Patchwork sind ABER die Vorstellung, dass verschiedene Kinder von verschiedenen Elternteilen zusammengewürfelt werden und ab sofort eine glückliche Familie sind, da krieg ich Zuckungen im Allerwertesten! Patchwork ist Blödsinn und funktioniert nie wirklcih gut, was haben die Kinder auch für eine Chance? Sie müssen damit leben, thats it!

Meine Ansprüche sind nicht hochgestellt, aber als Frau ohne Kinder suche ich selbstverständlich auch nach einem Mann ohne Kinder, ist das soo verwerflich???
 
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  • #30
Meine Ansprüche sind nicht hochgestellt, aber als Frau ohne Kinder suche ich selbstverständlich auch nach einem Mann ohne Kinder, ist das soo verwerflich???

Nein, das ist völlig legitim. Jede Kritik daran ist nur Marktgeschrei derer die ihren Nachteil am Partnermarkt schönreden wollen.

Ich bin Mann ohne Kind, und nehme es mir ebenso heraus nach einer Partnerin zu suchen ohne Kinder, ohne chronische Krankheiten, ohne Adipositas, ohne nikotin-, medikamenten-, oder drogenabhängig zu sein, und ohne Dachschaden.
 
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