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  • #31
Meine Ansprüche sind nicht hochgestellt, aber als Frau ohne Kinder suche ich selbstverständlich auch nach einem Mann ohne Kinder, ist das soo verwerflich???

Das ist nich nur nicht verwerflich, sondern sogar nachvollziehbar, normal und verständlich. Als "Mann ohne Kind" suche ich auch nicht unbedingt nach einer alleinerziehenden Partnerin. Als kinderloser Single bwusst nach einer Partnerin oder einem Partner mit Kind zu suchen macht ja auch in den wenigsten Fällen wirklich Sinn.

Was ich allerdings für mich nicht ganz nachvollziehen kann ist die Absolutheit, mit der Du und einige andere hier "hat Kind aus früherer Beziehung" zu einem Ausschlusskriterium machen. Ich habe es an anderer Stelle schon geschrieben, an dieser Haltung gibt es nichts zu kritisieren, es ist Euer Lebensentwurf und Euer Leben, nicht das derjenigen, die das für "spießig", "1950" oder "verantwortungslos" halten.

Aber ich würde es gerne besser nachvollziehen können, unter anderem auch deshalb, weil ich trotz einschlägiger Erfahrungen mit vielen der hier genannten Probleme in einer meiner früheren Beziehungen selten bis nie das Gefühl hatte "Wäre das jetzt mein Kind hätte ich total anders reagiert.", schon gar nicht im Hinblick auf irgendwelche monetären Dinge. Vielleicht liegt es daran, dass ich materiellem Besitz nicht sonderlich viel Bedeutung zukommen lasse und dass "Geld" für mich im Wesentlichen etwas ist mit dem ich mich zwangsweise ab und an beschäftigen muss, wenn sich wieder zu viel davon auf dem Konto angesammelt hat, ansonsten aber keinerlei eigenständigen Wert für mich hat. Dass sich mit diesen hübschen bunten Scheinchen die Lebenschancen von Kindern massiv beeinflussen lassen ist mir durchaus klar, aber in dieser Hinsicht Unterschiede zwischen eigenen Kindern und den von einer Partnerin ggf. "mitgebrachten" Kindern zu machen wäre mir völlig fremd, eher würde ich da schon vor lauter Gerechtigkeitsempfinden und Gleichmacherei Gefahr laufen individuell unterschiedliche Bedürfnisse zu übersehen.

Um es bewusst überspitzt und provokant zu formulieren: Wenn ich durch Erziehung und angemssene materielle Versorgung und Unterstützung meinen eigenen Kindern gute bis sehr gute Lebenschancen eröffnen kann, wo läge dann das Problem, wenn weitere Kinder in der Partnerschaft die gleichen Chancen hätten? Ist es die Angst davor, dass sich die eigenen Kinder bei gleichen Chancen nicht würden durchsetzen können?
 
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  • #32
Um es bewusst überspitzt und provokant zu formulieren: Wenn ich durch Erziehung und angemssene materielle Versorgung und Unterstützung meinen eigenen Kindern gute bis sehr gute Lebenschancen eröffnen kann, wo läge dann das Problem, wenn weitere Kinder in der Partnerschaft die gleichen Chancen hätten? Ist es die Angst davor, dass sich die eigenen Kinder bei gleichen Chancen nicht würden durchsetzen können?

Dein guter Wille in Ehren, aber du hast so gut wie keine Chance mit einer AE-Singlefrau so etwas wie eine intakte Familie zu führen. Das Problem liegt darin, dass eine AE-Singlefrau i.d.R. gar kein Interesse an dir als Ersatzvater hat. Eine AE sucht einen Freund für die Befriedigung ihrer eigenen Bedürfnisse, die Bedürfnisse ihrer Kinder glaubt eine AE so gut wie immer selbst befriedigen zu können. Ein eigenes gemeinsames Kind löst dabei kein einziges Problem. Die anderen Kinder haben nach wie vor ihren leiblichen Vater, und kaum Bezug zu dir. Das ist Chaos pur, und der erste der dabei auf der Strecke bleibt, bist du.

Lies mal auch hier:
http://www.elitepartner.de/forum/wieso-haben-soviele-single-frauen-schon-kinder-23549.html
 
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  • #33
Ich muss sagen ...es läuft mir bei manchen Aussagen kalt den Rücken runter !!!
Und sie begegnen einem ja nicht nur hier leider.
Mein Bruder , alleinstehend, damals sehr gut aussehend...
war als Taufpate bei einem Freund eingeladen auf der Taufe.
Die 2. Patin , eine alleinstehende hübsche Frau mit Kind, hatte wohl Interesse signalisiert.
Sofort unterband meine Mutter das....wenn Du Kinder willst, machst Du sie bitte selbst.
Leider hört mein Bruder sehr auf seine Mutter bis heute.
Er ist mit 48 Jahren noch alleinstehend leider.
Er ist etwas unselbstständig--weniger kreativ wie Ich.
Ich bin alleinerziehend, mein Partner war aus Afrika, habe ein tolles Kind...
UND ICH LIEBE ALLE KINDER SEHR !

w, 51 Jahre
mir tun manche dieser Aussagen sehr weh!!!
 
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  • #34
an die #30: Ja leider ein klares NEIN zu möglichen Partnern mit Kindern. Die Gründe haben weniger mit Geld zu tun sondern mit den Möglichkeiten, das Leben mit dem Partner kreativ zu gestalten, ja wirklich zu leben. Durch das Kind gibt es riesige Einschränkungen (z. Bsp. Reisen nur in den Schulferien - doppelt so teuer und doppelt so voll) und der/die Ex funken ständig rein.
Man ist weder erziehungsberechtigt dem Kind gegenüber noch ein gleichwertiger Partner. Der Partner mit Kind tritt immer im Kollektiv auf (Das vielbesagte Doppelpack: Ich und mein Kind) und bestimmt mit Hinweis auf das Kindeswohl wo es langgeht. Ich denke, das ist nur was für Leute die Null Idee vom eigenen Leben haben und sich gerne passiv an eine Familie dranhängen.
 
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  • #35
@30: "Geld" für mich im Wesentlichen etwas ist mit dem ich mich zwangsweise ab und an beschäftigen muss, wenn sich wieder zu viel davon auf dem Konto angesammelt hat"

Das musste jetzt unbedingt gesagt werden und hat mich wahnsinnig interessiert!
Tipp: Prahlerei kommt nie gut an!

Ich will keinen Partner mit Kindern und die Verantwortung für fremde Kinder übernehmen!
Ich denke, das ist ganz klar ausgedrückt! Und ja, mein Geld ist mir zu Schade für fremde Kinder zu investieren, nicht aus irgendwelchen Ängsten. Ich will mich nicht mit fremden Kindern beschäftigen, sie sind nicht meine eigenen und es ist für mich ein Ausschlusskriterium. Ich bin ledig, nie verheiratet gewesen und habe keine Kinder, warum sollte ich mir also einen Mann suchen, der schon Balast mit sich trägt? Da kriege ich doch Besseres! So denken übrigens auch alle Männer! Das ist nicht eitel oder sonstwas!

Ich suche auch keine Familie, sondern will mit einem ledigen Mann ohne Kinder eine Familie mit Kindern gründen, das ist das Ideal und nicht Patchwork!!!!
 
  • #36

Du hast die bereits zuvor aufgeführten Argumente gegen eine solche Konstellation nochmal wiederholt, von denen ich bereits sagte, dass ich sie durchaus kenne. Und zwar aus eigener Anschauung, ohne mich dabei "auf der Strecke geblieben" zu fühlen, auch wenn die Partnerschaft aus diversen Gründen heraus uns nicht auf Dauer getragen hat.

Die von mir aufgeworfene Fragen hast Du jedoch nichtmal ansatzweise zu beantworten versucht.
 
  • #37
Wenn ich durch Erziehung und angemssene materielle Versorgung und Unterstützung meinen eigenen Kindern gute bis sehr gute Lebenschancen eröffnen kann, wo läge dann das Problem, wenn weitere Kinder in der Partnerschaft die gleichen Chancen hätten? Ist es die Angst davor, dass sich die eigenen Kinder bei gleichen Chancen nicht würden durchsetzen können?
Nein, SineNomine, ich glaube, ausgerechnet dieses Problem existiert am wenigsten. Da hast Du schon recht, das wäre nicht konsequent und ist auch für die meisten nicht der wesentliche Punkt.

Aber all die anderen Punkte wären für mich viel entscheidender, zum Beispiel dass ich Kontakte zu Expartner unerträglich finde und mich ganz sicher nicht mit Exen absprechen will, wann ich nun Urlaub mache, wie ich mit meiner Familie Weihnachten feiere und so weiter. Nein, ich und meine Kinder würden unter der Patchworksituation mitleiden und Einschränkungen hinnehmen, die mir unerträglich wären. Hinzu kommt auch, dass eigene Erziehungsmaßstäbe bei meinen Kindern kaum durchsetzbar wären, wenn die Stiefkinder schon längst andere ausleben.

Du kennst ja all die Punkte, die ich regelmäßig aufführe.
 
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  • #38
Meine ehrliche Antwort: Ich bin W43 und wollte nie Kinder haben und ein solcher Mann käme nur in Frage, wenn die Ex und das Kind weit weg wären. Ich hab es mehrmals versucht und kann deine Erfahrung bestätigen. Ich kam mir vor wie ein Eindringling.
 
  • #39
Das musste jetzt unbedingt gesagt werden und hat mich wahnsinnig interessiert!
Tipp: Prahlerei kommt nie gut an!

Das hatte wenig mit Prahlerei zu tun sondern. Schon alleine deshalb nicht, weil es sich schlecht mit Dingen prahlt die einem völlig wurscht sind und denen man selbst keinen Wert beimisst.
Aber es beschreibt recht knapp und präsize mein Verhältnis zu Geld: Ich habe genug davon, weniger, weil es so exorbitant viel wäre und mehr, weil mir materieller Besitz noch weniger bedeutet als irgendeine Zahl auf einem Kontoauszug. Und diese Beschreibung halte ich für hilfreich, wenn jemand die von mir aufgeworfenen Fragen für mich nachvollziehbar beantworten will, weil sie den Kontext vorgeben aus dem heraus ich gefragt habe.

Ich will keinen Partner mit Kindern und die Verantwortung für fremde Kinder übernehmen!

Und das ist, ich wiederhole mich, nicht mal im Ansatz zu kritisieren, sondern schlicht als Dein Lebensentwurf zu akzeptieren. Es besteht keine Notwendigkeit sich dafür in irgendeiner Form zu rechtfertigen und sich von irgemdwem diese Haltung vorwerfen zu lassen.
Ich würde sie nur, insbesondere in Bezug auf die monetären Aspekte, gerne besser nachvollziehen können.

Und ja, mein Geld ist mir zu Schade für fremde Kinder zu investieren, nicht aus irgendwelchen Ängsten.

Warum dann? Wo läge das Problem im Zweifel Geld für "fremde" Kinder auszugeben, wenn damit keinerlei Einschränkungen verbunden wären? Und: Gilt obiges "mein Geld ist mir zu Schade für fremde Kinder" im Zweifel auch für andere, indirekte Investitionen für dann wirklich fremde Kinder, beispielsweise über den Umweg von Steuern und Abgaben? Falls nein, wo läge die innere Logik dieser Haltung, "Geld für völlig fremde Kinder über Steuern und Abgaben ja, Geld für 'fremde' Kinder in einer Beziehung kategroisch nein"?
Wieder: Kein Vorwurf, wofür Du Dein Geld ausgeben willst und wofür nicht ist Deine Sache, nicht die meine. Ich versuche nur diese Haltung für mich nachzuvollziehen.


Das besonders schöne an Allaussagen ist, dass bereits ein einziges Gegenbeispiel sie widerlegt...

Ich suche auch keine Familie, sondern will mit einem ledigen Mann ohne Kinder eine Familie mit Kindern gründen, das ist das Ideal und nicht Patchwork!!!!

Es erscheint Dir als ideal und zumindest ich habe nicht das geringste Problem damit, dass Du nach Deinen Idealvorstellungen lebst, so wie ich nach meinen.
Kein Grund für Rechtfertigungen, kein Grund sich irgendwie angegriffen oder kritisiert zu fühlen.

Aber, soviel Schärfe sei dann nach dem Prahlerei-Vorwurf gestattet, manchmal drängt sich der Verdacht auf, dass Pratchett in den Scheibweltromanen mit den Hinweisen auf mehrfache Ausrufungszeichen nicht so völlig daneben liegt...
 
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  • #40
Die von mir aufgeworfene Fragen hast Du jedoch nichtmal ansatzweise zu beantworten versucht.

Wenn ich durch Erziehung und angemssene materielle Versorgung und Unterstützung meinen eigenen Kindern gute bis sehr gute Lebenschancen eröffnen kann, wo läge dann das Problem, wenn weitere Kinder in der Partnerschaft die gleichen Chancen hätten?

Deine eigenen Kinder kannst du erziehen - fremde Kinder nicht! Es ist eine Illusion von dir wenn du glaubst als (Ersatz-)Vater von der AE oder von den Kindern gewollt und akzeptiert zu werden. Geld macht vieles leiter (Kinder sind bestechlich, Frauen manchmal auch), es ist aber in dem Fall keine echte Lösung des Problems.

Ist es die Angst davor, dass sich die eigenen Kinder bei gleichen Chancen nicht würden durchsetzen können?

Möglicherweise wird sich dein Kind durchsetzen, aber die gleichen Chancen, die gleiche Wertevermittlung, wie in einer intakten Familie kannst du deinem Kind nicht bieten. Das Umfeld prägt die Entwicklung des Kindes mit. Und wer wünscht sich solche Zustände, wenn er die Wahl hat? Niemand.
 
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  • #41
von mir aufgeworfene Fragen hast Du jedoch nichtmal ansatzweise zu beantworten versucht.

Wenn ich durch Erziehung und angemssene materielle Versorgung und Unterstützung meinen eigenen Kindern gute bis sehr gute Lebenschancen eröffnen kann, wo läge dann das Problem, wenn weitere Kinder in der Partnerschaft die gleichen Chancen hätten? Ist es die Angst davor, dass sich die eigenen Kinder bei gleichen Chancen nicht würden durchsetzen können?

Nachtrag: Eine Möglichkeit mit einer AE eine intakte Familie zu gründen gibt es doch. Heirate die Frau, adoptiere die Kinder, und alle nehmen deinen Namen an. Dein Geld wird dir möglicherweise eine große Hilfe sein die Adoptionsfreigabe mit dem leiblichen Vater zu diskutieren.

Viel Glück!
 
  • #42
Aber all die anderen Punkte wären für mich viel entscheidender, [...]

Die restlichen Punkte kann ich auch ganz gut nachvollziehen. Ich mag da für mich zu einer anderen abschliessenden Bewertung kommen, aber die muss eben eine jede und ein jeder für sich ganz persönlich treffen und eine klare und bewusste Entscheidung dagegen ist, im Gegensatz vielleicht zu einem blinden "Och, das wird schon irgendwie werden" samt anschliessendem "So habe ich mir das aber nicht vorgestellt", wie gesagt auch nicht zu kritisieen.

Dass der monetäre Aspekt auch eine Quelle von Problemen sein kann, wenn man beispielsweise einerseits monetäre Beiträge leistet und andererseits eben "nur" der neue Partner der Mutter und nicht leibliches Elternteil ist und daraus resultierend die eigene Rolle im Hinblick auf Erziehung und Wertevermittlung insbesondere bei Kindern die schon "vorerzogen" sind fast zwangsweise gewissen Einschränkugen unterworfen ist, ist klar.

Schon das "fremde Kinder" in mancher recht scharfen Formulierung wundert mich, die Kinder der Partnerin sind einem doch in aller Regel nicht fremd, sie stehen einem doch eher mindestens ebenso nah wie beispielsweise Nichten oder Neffen,
Würden die, die hier -- ich überspitze wieder -- keinen Cent für die Kinder potenzieller Partnerinnen und Partner auszugeben bereit sind sich gegenüber den Kindern ihrer Brüder und Schwestern ähnlich positionieren und den ewig knausrigen Onkel oder die "Nein, von mir gibt es kein Eis"-Patentante geben?

Auch gerade vor dem Hintergrund diverser parallel geführter Diskussionen, wo wir darüber streiten ob denn nun die Ärzte, die Juristen oder die Ingenieure unter uns die "intelligenteren" seien war und bin ich verwundert, das in einigen Beiträgen dieser rein monetäre Aspekt so herausgehoben und dominant erscheint, und das dann noch in recht scharf formulierter Form à la "Ich zahl' doch nicht für fremde Kinder".
Das Gros der hiesigen Akademiker, der kinderlosen Singles zumal, lebt doch auf einem finanziellen Niveau, von dem der deutsche Durschnittsverdiener im Grunde nur träumen kann, vom Rest der Welt sprechen wir mal besser erst gar nicht. Auf der Basis kann doch halbwegs objektiv betrachtet bei halbwegs vernünftigen Ansprüchen an die eigene monetäre und materielle Situation der Grund für solche Formulierugnen nicht sein, dass jemand deutliche finanzielle Einschnitte für sich oder eine noch zu gründende eigene Familie erwartet. Aber was ist es dann, was diesen Aspekt in manchen Beiträgen so dominant werden lässt?
 
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  • #43
Hallo, hier nochmal die FS. Das Thema scheint mehr Leute zu beschäftigen als gedacht. Der Punkt, dass man sich nicht in die Erziehung einmischen darf bzw. der Partner dann für unser Kind einen festen Plan hat wie es zu laufen hat, finde ich nicht. Denn ehrlich gesagt finde ich es total toll, wie mein Freund mit seinem Kind umgeht, Ich denke jedes Mal, das hätte ich genauso gemacht. Würde ich jetzt mit einem kinderlosen zusammen kommen, dann kann es sein dieser erzählt mir viel und wir haben ein Kind und er kann garnicht damit umgehen oder so dass ich sage ach du meine Güte! So kaufe ich nicht die Katze im Sack sondern habe es vor Augen wie er damit umgeht. Ich weiß, dass mein Partner sehr verantwortungsvoll mit seinem Kind umgeht, das gefällt mir. Wie viele Männer machen sich aus dem Staub, wenn Kinder da sind. Das könnte mir mit ihm nie passieren, denn nicht er hat sich getrennt sondern seine Ex, aber er steht absolut zu dem Kind!
 
  • #44
@SineNomine: Ich glaube, dass der finanzielle Aspekt nur leicht formulierbar ist, aber letztendlich eine untergeordnete Rolle spielt -- Gefühle sind hier die viel stärkeren Argumente, also Exkontakte, Patchworksituation, Erziehungsfragen. Geld ist ein griffiges, erkennbares und eindeutig zutreffendes Argument, aber sicherlich nicht kampfentscheidend, wenn all das andere nicht wäre. Ich denke, eine Diskussion über Geld hilft hier nicht weiter. Ich würde auch keinen Mann mit Kind nehmen, wenn er sehr reich wäre oder von seiner Ex viel Geld fürs Kind bekommen würde. Geld entscheidet nichts, es ist bloß ein zusätzliches Argument, und zwar auch nur deswegen, weil damit auch Gefühle verbunden sind. Für mich persönlich zum Beispiel, dass ich alle meine Ressourcen in meine Familie einbringe und das auch von meinem Partner erwarte. Jemand, der monatlich Geld für Ex und Kind ausgibt, tut dies nicht, selbst wenn er hinterher genauso viel übrig hätte wie ein Mann, der gleich weniger verdiente. Es ist einfach emotional unerträglich für mich, auf der einen Seite sparsam und bescheiden zu leben, gut zu haushalten und gleichzeitig zu wissen, dass da etliche Hundert Euro für eine Fremdfamilie ausgegeben werden. Das ist nicht meine Vorstellung von Ressoucenzusammenlegung. Das ist einfach gefühlsmäßig richtig beschissen, auch wenn es in Euro auf ds gleiche rauskommt. Kannst Du das irgendwie emotional nachvollziehen?

Es kommt noch ein weiteres wichtiges Argument hinzu, zu dem Du Dich nicht geäußert hast: Wenn ich mich verliebe, dann möchte ich das in vollen Zügen genießen. Rosa-rote Phase, Kurzurlaube, durchschlafene Wochenenden, viel Sex, Nackheit, Spaß, Freude in jeder Hinsicht. Einfach frei sein und die Verliebtheit genießen, aus dem Vollen schöpfen. Ich möchte ganz gewiss nicht gleich eine Familie an der Backe haben, auf Kinder Rücksicht nehmen, die Wochenenden nach Kinderinteressen planen, statt erwachsenengerechter Spiele nur noch Memory für 4-Jährige spielen oder statt Nackbaden in der Brandung mit einem fremden Kind Backe-backe-Kuchen spielen. Ich möchte lange Urlaube machen, Fernreisen, Klettern, Hochgebirge, nichts kindgerechtes dabei. Ich möchte dort übernachen können, ich möchte, dass er bei mir übernachten kann, so spontan, wie es sich halt ergibt. Ich möchte mit meinem neuen Partner das Leben genießen, zusammenwachsen, verschmelzen und mich dann irgendwann für eine gemeinsame Familie entscheiden.

Ganz ehrlich, fremde Kinder im Haushalt sind vielleicht nicht einmal das Langfristproblem, sie verhindern aber für mich die Verliebtheits- und Differenzierungsphase. Es ist schwierig genug, Kompromisse zu zweit auszuhandeln, aber dannnoch mit fremden Kindern, die es zu berücksichtigen gilt? Nein danke, da habe ich auch einfach keine Lust zu. Weder was Hhaushaltsfragen, Wohnverhältnisse noch sonstwas betrifft. Nein, danke.
 
  • #45
Ich persönlich würde niemals einen Mann mit Kind nehmen, weil ich eine eigene intakte Familie haben möchte und kein Kind, das Stiefgeschwister hat, das Patchwork erleben muss und all den Mist. Brrr! Niemals!.
Aber ein Mann mit ca. 40 - 45 Jahren hat sehr wahrscheinlich ein Kind. Du als Mitte 30 müsstest du dir einen gleichaltrigen suchen, ohne Kind. Mit jedem Jahr als Single ist die Wahrscheinlichkeit grösser, dass du auf Väter triffst. Abgesehen davon sind die wenigsten Väter alleinerziehend und seine Kinder wären quasi nur jedes 2 Wochenende zu Besuch oder nur 2 Wochen während den Ferien bei euch.

Du kannst dich aus Erziehungsfragen selbstverständlich heraushalten, ausser dein Partner würde in Abwesenheit seiner Kinder, um deine Meinung bitten. Du müsstest weder die Mutter noch die Stiefmutter spielen.
 
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  • #46
Ich sehe das wie 24.
Wenn Du nicht mit ihm darüber redest, was Deine Bedenken sind, dann sind da unklare Dinge in der Luft und das ist nicht gut für eine Beziehung.
w/43
 
  • #47
Deine eigenen Kinder kannst du erziehen - fremde Kinder nicht!

Da ist meine Erfahrung eine andere.
Allerdings funktioniert "Erziehung" als neuer Partner eines leiblichen Elternteils ggf. anders als er es vermutlich bei leiblichen Kindern würde, jedenfalls dann, wenn die Kinder bei Beginn der Partnerschaft dem Kleinkindalter entwachsen sind. Die Rolle in eine andere, die Möglichkeiten sind mitunter andere und ggf. eingeschränkt, aber pauschal zu sagen, ein neuer Partner könne nicht (mit-)erziehen halte ich für falsch.

Es ist eine Illusion von dir wenn du glaubst als (Ersatz-)Vater von der AE oder von den Kindern gewollt und akzeptiert zu werden.

Ich war nicht als Ersatzvater oder Vaterersatz gewollt und akzeptiert, sondern als das, was ich nunmal war: Der neue Partner der Mutter, zunächst nicht mehr und nicht weniger.
Wer glaubt, als Ex-Single von jetzt auf gleich in eine bestehende, funktionierende vaterlose Familie hineinplatzen und den Ton angeben zu können wird es natürlich zu recht schwer haben von irgendwem wirklich, unter anderem auch mit allen seinen Fehlern und Schwächen, akzeptiert zu werden.
Wer sich seiner zumindest anfänglich fast zwangsweise recht beschränkten Rolle innerhalb der Familie bewusst ist wird vermutlich nicht selten merken, wie schnell die Bedeutung dieser Rolle wachsen kann. Wohlgemerkt, die Beschränktheit der Rolle bezieht sich ausdrücklich nur auf die Familie, innerhalb der eigentlichen Partnerschaft muss die Rolle eigentlich sofort die eines vollwertigen Partners sein, wie sie auch ohne die Familie drumherum gegeben wäre.

Geld macht vieles leiter (Kinder sind bestechlich, [...])

Auch da ist meine Erfahrung eine deutlich andere.
Kinder merken sehr genau, ob man sich mit ein wenig Geld nur von irgendwelchen lästigen Dingen freikaufen oder sie damit gerade loswerden will (das klassische "Hier hast Du 20€, geh' doch nachher mal mit XY ins Kino") oder ob man sich auf sie, ihre Probleme und ihre Schwächen und Fehler einlässt. Sie merken sehr genau, ob man sich zu einem Geschenk Gedanken gemacht oder einfach nur den obersten Posten der Wunschliste "abgearbeitet" hat. Klar funktioniert auch "Bestechung" manchmal, aber das nutzt sich extrem schnell ab, fürchte ich. Wer damit eine Beziehung zu einem Kind aufbauen will ist im Zweifel binnen einer Woche nur noch der Typ, der die Geldscheine rausgibt wenn man nur lange genug quängelt. Und weißt Du was? Zu recht. Chequebuchdiplomatie funktioniert vielleicht in der Politki, nicht in einer Familie.
 
  • #48
Ich glaube, dass der finanzielle Aspekt nur leicht formulierbar ist, aber letztendlich eine untergeordnete Rolle spielt [...]

Ok, das leuchtet ein. Es ist "greifbarer", "griffiger" als andere, eher diffuse und emotionale Aspekte.

Das ist einfach gefühlsmäßig richtig beschissen, auch wenn es in Euro auf ds gleiche rauskommt. Kannst Du das irgendwie emotional nachvollziehen?

Emotional? Nein, vermutlich ob meines geschilderten Nicht-Bezugs zu Geld und materiellen Dingen. Aber ich kann die Argumentation zumindest rational nachvollziehen, ich glaube verstehe die Logik dahinter, in etwa "Von allem, was wir uns als Paar und Familie erarbeiten ginge dann immer auch etwas an Leute, mit denen ich im Grunde keinerlei Beziehung eingehen mag.", richtig?

Es kommt noch ein weiteres wichtiges Argument hinzu, zu dem Du Dich nicht geäußert hast: [...]

Das war bereits unter point taken verbucht. Da liegst Du mit Deiner Einschätzung bzgl. möglicher Einschränkungen insbesondere in der Rosarote-Wolke-Phase durchaus richtig. Zwar ist die Verliebtheit mit und ohne "Anhang" eines Partners oder einer Partnerin im Grunde genau die gleiche, aber die Möglichkeiten diese auch auszuleben und auszukosten sind ggf. merklich andere.
Und die Frage, ob man diese Einschräkungen für sich im Hinblick auf eine mögliche lange Zukunft der Partnerschaft akzetiert oder nicht kann nur jede und jeder für sich selbst beantworten.

Ganz ehrlich, fremde Kinder im Haushalt sind vielleicht nicht einmal das Langfristproblem, sie verhindern aber für mich die Verliebtheits- und Differenzierungsphase.

"Verhindern" ist denke ich zu hart formuliert, die Verliebtheit als solche ist die gleiche, sie betrifft ja nur die Partner selbst. Aber Kinder schaffen Rahmenbedingungen, die einschränken und das Ausleben und Auskosten zumindest erschweren, keine Frage.
 
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  • #49
Ich war nicht als Ersatzvater oder Vaterersatz gewollt und akzeptiert, sondern als das, was ich nunmal war: Der neue Partner der Mutter, zunächst nicht mehr und nicht weniger.

Nun, ich sehe, du kennst die Rolle des Partners einer AE, ich ebenfalls. Wenn du damit glücklich geworden bist, dann sei es dir von Herzen gegönnt. Über absolute Aussagen brauchen wir nicht streiten, das Leben ist meistens bunt.

Hättest du aber die freie Wahl des Herzens: Die Gründung einer eigenen Familie, oder die Partnerschaft mit einer AE - wie würdest du dich entscheiden?
 
  • #50
ich glaube verstehe die Logik dahinter, in etwa "Von allem, was wir uns als Paar und Familie erarbeiten ginge dann immer auch etwas an Leute, mit denen ich im Grunde keinerlei Beziehung eingehen mag.", richtig?
Richtig, sobald man als "wir" denkt, was ja zumindest für mich das Ziel einer Partnerschaft ist, zahlt man selbst letztlich anteilig für die Fremdfamilie. Wie gesagt, es ist eher ein emotionaler Wert als ein rein monetärer.

Da liegst Du mit Deiner Einschätzung bzgl. möglicher Einschränkungen insbesondere in der Rosarote-Wolke-Phase durchaus richtig. Zwar ist die Verliebtheit mit und ohne "Anhang" eines Partners oder einer Partnerin im Grunde genau die gleiche, aber die Möglichkeiten diese auch auszuleben und auszukosten sind ggf. merklich andere.
Danke für die Zustimmung. Es ist einfach nicht das, was ich mir unter einer erfüllten Verliebtheit und Partnerschaft vorstelle.
 
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  • #51
Hallo, hier nochmal die FS. Das Thema scheint mehr Leute zu beschäftigen als gedacht. Der Punkt, dass man sich nicht in die Erziehung einmischen darf bzw. der Partner dann für unser Kind einen festen Plan hat wie es zu laufen hat, finde ich nicht. Denn ehrlich gesagt finde ich es total toll, wie mein Freund mit seinem Kind umgeht, Ich denke jedes Mal, das hätte ich genauso gemacht. Würde ich jetzt mit einem kinderlosen zusammen kommen, dann kann es sein dieser erzählt mir viel und wir haben ein Kind und er kann garnicht damit umgehen oder so dass ich sage ach du meine Güte! So kaufe ich nicht die Katze im Sack sondern habe es vor Augen wie er damit umgeht. Ich weiß, dass mein Partner sehr verantwortungsvoll mit seinem Kind umgeht, das gefällt mir. Wie viele Männer machen sich aus dem Staub, wenn Kinder da sind. Das könnte mir mit ihm nie passieren, denn nicht er hat sich getrennt sondern seine Ex, aber er steht absolut zu dem Kind!

Das ist ja prima wie er mit dem Kind umgeht. Nur, was hat das mit Dir zu tun? Du willst doch einen Mann und Partner für Dich für ein gemeinsames Leben als Paar und keinen Papi.Und wenn doch in Zukunft Papi für Deine Kinder dann überprüfe ernsthaft ob er die Kraft und Bereitschaft hat, eine zweite Familie mit Dir zu gründen nachdem die erste so schnell bzw. mit so einem kleinem Kind in die Grütze gefahren ist. Hat er dazu überhaupt die finanzielle und emotionale Power?
 
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  • #52
Also da es ja hier nicht darum geht, ob ein Mann mit Kind nun das Nonplusultra ist oder nicht, sondern eher darum, wie man damit umzugehen hat, antworte ich mal entsprechend.

@Frederika: Ich bin schockiert, wie egoistisch du denkst!? Wenn ich mich in einen Mann mit Kind verlieben würde, dann würde ich das Kind sicher auch lieben lernen und dann wäre es nicht mehr fremd. Und natürlich kann man mit der zeit ein gewisses Mitspracherecht haben, sofern man den Respekt des Kindes erworben hat. Bei dir merkt man sehr, dass du mit Kindern bisher wenig am Hut hattest. Wie alt bist du, wenn ich fragen darf?

@FS: Also ich verstehe, dass du dir außen vor vorkommst. Denke, dass das v.a. am Anfang auch der Knackpunkt ist. Aber die Verbundenheit mit seiner Ex ist nur noch über das Kind. Schön, wenn sie sich einigermaßen verstehen. Du machst viel kaputt, wenn du eifersüchtig bist, denn Stress hat er schon genug in seiner alten Beziehung gehabt. Ich spreche da aus Erfahrung.
Habe selber 2 Kinder und die sind eher klein.
Seit 2 Monaten habe ich einen neuen Mann kennengelernt, den ich aber bisher nur ohne Kids treffe - Wochenendtrips, Nacktheit und spontaner Sex sind da übrigens kein wirkliches Thema. es gibt ja noch einen Papa. Und abends ab 8 schlafen die Kinder so fest, dass da ne Bombe einschlagen könnte.

Du liebst nunmal jetzt diesen Mann, also versuch es. Was Deine Freunde sagen, ist Theorie und nicht deine Praxis. Es soll ja auch Patchwork geben, die super funktioniert, also nur Mut! Die 3 sind keine Familie mehr. Wenn mein Exmann kommt, dann sind wir auch nett zueinander, wir gehen sogar manchmal essen als Familie. Bin aber immer froh, wenn ich ihn dann wieder von hinten sehe.
Sei möglichst entspannt, dann klappt das auch. Lass Euch Zeit und Raum!

w, 38
 
  • #53
Hättest du aber die freie Wahl des Herzens: Die Gründung einer eigenen Familie, oder die Partnerschaft mit einer AE - wie würdest du dich entscheiden?

Also im Kern die Frage, ob, wenn ich mir meine Traumfrau backen könnte, "alleinerziehend" möglicherweise Teil des Rezeptes sein muss oder ob ich das "alleinerziehend" im Zweifel nur hinnehmen, weil es in einer Fertigbackmischung halt gerade enthalten ist.

Dazu ein entschiedenes weder-noch. ;-)
Ich halte die Vorstellung einer Traumfrau eh für relativ, sagen wir, langweilig. Beziehungen zu Menschen im Allgemeinen und Partnerschaft im Besonderen gewinnen für mich nicht dadurch an Qualität, dass immer alles Friede-Freunde-Eierkuchen ist, alles wie geplant läuft und keiner Ecken, Kanten, Schwächen und Fehler hat, sondern gerade dadurch, dass man Wege des Miteinander, des "Wir", findet, auf denen sich beide mit all ihren großen und kleinen Fehlern und Schwächen wiederfinden. Dadurch, dass man miteinander an sich selbst und der Beziehung arbeitet, sie immer wieder neu erfindet und den sich verändernden Lebensumständen anpasst. Eine Partnerschaft, in der es keine Konflikte zu bewältigen gäbe wäre für mich keine, gerade die Art wie man zu zweit eins wird und es auch bleibt und trotzdem als "Ich" weiterexistiert macht doch den Reiz aus.
Und wenn die Frau, mit der mir das möglich erscheint, eben gerade keine Traumfrau, sondern ein Mensch mit Fehlern und Schwächen, nun kein Kind hat bin ich darum nicht traurig, denn dann steht uns alles offen, von dem Frederika uns ja ausführlich vorgeschwärmt hat. Und wenn sie alleinerziehend ist, dann bin ich darüber auch nicht traurig, denn dann gibt es dafür im Zweifel andere Glückmomente als eine Art Ausgleich.
 
  • #54
Es gibt mehr Frauen und Männer, die Kinder haben und einen neuen Partner finden als sich manche der hier Schreibenden vorstellen können. Und die meisten davon funktionieren nicht besser oder schlechter als sogenannte normale Familien.
Es geht ja auch nicht um die "Traumfrau" oder den "Traummann" - den gibt es nur in amerikanischen Vorabendserien oder aus Lebkuchenteig gebacken. In der Praxis müssen und dürfen wir mit den realen Menschen vorliebnehmen, die uns über den Weg laufen. Und wenn dann ein Mann oder eine Frau schon ein Kind hat, ansonsten aber eine volle Wucht ist - meingott, was soll´s? Wollt ihr dann lieber bis Fünfzig Eure Ansprüche vor Euch hertragen?
 
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  • #55
Es gibt mehr Frauen und Männer, die Kinder haben und einen neuen Partner finden als sich manche der hier Schreibenden vorstellen können. Und die meisten davon funktionieren nicht besser oder schlechter als sogenannte normale Familien.
Es geht ja auch nicht um die "Traumfrau" oder den "Traummann" - den gibt es nur in amerikanischen Vorabendserien oder aus Lebkuchenteig gebacken. In der Praxis müssen und dürfen wir mit den realen Menschen vorliebnehmen, die uns über den Weg laufen. Und wenn dann ein Mann oder eine Frau schon ein Kind hat, ansonsten aber eine volle Wucht ist - meingott, was soll´s? Wollt ihr dann lieber bis Fünfzig Eure Ansprüche vor Euch hertragen?

Das mag ja für die Chancenlosen gelten aber nicht für eine Frau mit 30. Sie sollte Ideale anstreben und deren Realisierung ist machbar. Auch ich würde ihr von einem Mann mit gescheiterter Familie mit so einem jungen Kind abraten. Was hat er ihr wirklich zu bieten?
 
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  • #56
Es gibt mehr Frauen und Männer, die Kinder haben und einen neuen Partner finden als sich manche der hier Schreibenden vorstellen können. Und die meisten davon funktionieren nicht besser oder schlechter als sogenannte normale Familien.
Es geht ja auch nicht um die "Traumfrau" oder den "Traummann" - den gibt es nur in amerikanischen Vorabendserien oder aus Lebkuchenteig gebacken. In der Praxis müssen und dürfen wir mit den realen Menschen vorliebnehmen, die uns über den Weg laufen. Und wenn dann ein Mann oder eine Frau schon ein Kind hat, ansonsten aber eine volle Wucht ist - meingott, was soll´s? Wollt ihr dann lieber bis Fünfzig Eure Ansprüche vor Euch hertragen?

Das ist bestimmt richtig für ältere Getrennte mit Kindern. Ich denke jedoch, dass eine junge Frau mit 30 noch Ideale verfolgen sollte. Und das ist sicher weder Patchwork noch ein unterhaltspflichtiger Vater wo ständig die Ex auftaucht. Offenbar hat Sie ja Interesse an einem Kind bzw. einer eigenen Familie, es fehlt nur die Idee, das mit einem unabhängigen und freien Mann anzugehen. So bleibt sie Zuschauerin. Ich würde ihr gerne Mut machen für eine eigene Familie statt sich an eine kaputte dranzuhängen.
 
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  • #58
JA, ganz genau so ist es. Single bleiben ist die bessere Alternative. Eine AE wird nie wieder Partnerin, das ist reine Zeitverschwendung.

Ich persönlich, 11 Jahre älter als die FS und auch kinderlos, würde es auch vorziehen, Single zu bleiben als einen Partner mit Kind haben zu wollen. Nun ist sie erst 30. In dem Alter gibt es noch viele unbelastete Männer die auch väterliche Qualitäten haben. Bei ihrem jetzigen Freund bekommt sie diese Qualitäten dauernd präsentiert. Ein reizendes Schauspiel das ihre Sehnsucht weckt. Er wirkt als Vater sehr anziehend. Ist aber eine üble Selbsttäuschung da es nicht ihre Familie ist sondern seine. Nur ganz wenigen Männern gelingt der Aufbau einer zweiten Familie. Aber auch dann ist es eben nur die zweite. So ist die Partnerschaft ziemlich ungleich.
 
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  • #59
Ich (immer AE, 1 Kind) habe mich jahrelang gewundert, wenn ich mitbekommen habe, dass eine kinderlose Frau sich mit einem GT Vater zusammen getan hat.

Irgendwann( mein Kind damals 10) habe ich dann in einer Discothek einen Mann kennengelernt, der 4 Kinder hatte und zu dem Zeitpunkt gerade aus dem gemeinsamen Haus mit der Ehefrau ausgezogen war.

Wir waren total verliebt ineinander und aus der Retroperspektive war es die beste Beziehung die ich jemals hatte....WArum? Weil er der einzigste Mann war, der jedes, aber auch wirklich jedes Problem, das ich in Bezug auf Kind, "meinen" Kindvater, und alles was damit zu tun hatte, verstehen konnte.

Außerdem waren alle Freizeitaktivitäten so ausgerichtet, dass alle Kids, oft waren wir mit Fünfen unterwegs, Spaß haben konnten und wir auch.

Und die Zeit ohne Kinder haben wir sehr sehr genosssen.

Und warum die Beziehung zu Ende ging? Irgendwann hatte mich einmal eine seiner kleinen Mädchen im Auto gefragt als ich hinten neben ihr saß, "Weißt Du vielleicht wann unser Papi endlich wieder zu uns zurück kommt?"
Und von dem Moment an war mir klar, dass ich alles tun würde um diesen Kindern ihren Vater "zurück zu geben"
Und tatsächlich, er ging zurück....klar ich habe auch gemerkt, dass die Ehefrau nicht zu 100%abgeschlossen war, aber ich hätte auch egotisch sein können.

Zum Abschied haben wir damals mehere Stunden zusammen im Bett gelegen und zusammen geweint (das zum Thema "faire Trennung" oder wie "trennt man sich richtig..?")
Wobei ich gerne zugebe, dass ich auch unfaire Trennungen kenne.
 
G

Gast

Gast
  • #60
Gottchen, du hast da einen absoluten Traummann an deiner Seite. Sei froh und zieh dich nicht an dem Kind hoch, dass du doch zu allem Glück auch noch sehr magst. Dein Freund ist bindungsfähig, emotional und setzt die richtigen Prioritäten. Wenn du den abschießt, dann kannst du hier bald sehr viele Postings absetzen. Sei froh, dass du dem Dschungel entkommen bist und einen solchen Partner hast.
Was das Bekommen von weiteren Kindern angeht, wende dich nicht ans Forum, sondern an ihn.
Nochmal Glückwunsch zu diesem Mann.

w/41
 
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