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  • #61
Nun muss man einfach abschätzen, ob man ein Kind haben will. Ab einem gewissen Alter, bei Frauen etwa 35 und bei Männern 40 sind die realistischen Chancen, noch ein Kind zu bekommen, gering. Das liegt nicht an biologischen Gründen, sondern meist an der Einstellung.
Dann ist oft die einzige Möglichkeit einen AE-Partner zu finden.
Oder eben jemand, der kinderlos ist. Nach meiner Erfahrung sind kinderlose Menschen mit meinen Vorstellungen von Charakter und Lebenseinstellungen gar nicht kompatibel. Aber vielleicht gibt es ja auch Menschen, die mit freiwillig kinderlosen klarkommen.
 
  • #62
[...]Auch ich würde ihr von einem Mann mit gescheiterter Familie mit so einem jungen Kind abraten. Was hat er ihr wirklich zu bieten?

Im Zweifel und in letzter Konsequenz? Im Wesentlichen nur sich selbst, so wie jeder andere hier auch.
Mit guten und schlechten Seiten, Stärken und Schwächen und im Zweifel halt mit Kind und allen damit verbunden Herausforderungen und Einschränkungen.

All das Drumherum, Beruf, Einkommen, persönliches Umfeld, Kind ja oder nein, ... kann ggf. posotiv oder negativ Einfluß auf das Gelingen einer Partnerschaft nehmen, aber im Kern, in ihrem Wesen, ist sie letztlich nur durch die beiden Partner selbst bestimmt. Und wenn es "passt", wenn sich das Gefühl "Ich weiß nicht so recht warum, aber der/die ist es für mich" einstellt, dann mitunter nicht trotz sondern gerade wegen Einflüssen wie einem Kind aus einer vorherigen Partnerschaft. Ohne Kind, ohne die dadurch erfahrenen Prägungen und die dabei gemachten Erfahrungen, hätte man ggf. noch einen anderen Menschen vor sich. Vielleicht hätte sich auch bei dem das "Es passt"-Gefühl eingestellt, vielleicht hat aber auch gerade das Kind ihn erst "passend gemacht".
 
  • #63
JA, ganz genau so ist es. Single bleiben ist die bessere Alternative. Eine AE wird nie wieder Partnerin, das ist reine Zeitverschwendung.

Dann ist Euch auch nicht mehr zu helfen! Meingott, welch irrsinniger Starrsinn und welch Rechthaberei, weltfremd noch dazu. Woher kommt nur die Bösartigkeit, mit der manche hier auf anderen herumhacken?
Ja, ich habe ein Kind - aber selbst als ich noch ledige Singlefrau ohne Kind war hätte ich keinen Mann mit Kind ausgeschlossen.

@55: Die FS hängt sich nicht an eine kaputte Familie dran, sondern sie verliebt sich in einen Mann, der schon einmal Vater geworden ist.
Der Mann scheint einige bemerkenswerte Qualitäten mitzubringen und ich würde ihn auf jeden Fall genauer anschauen.
Liebe FS, bitte vertraue Deinem eigenen Verstand und Bauchgefühl und laß Dich nicht kirre machen.
 
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  • #64
Durch diese hohen Trennungsraten mit Kindern mag der Eindruck entstehen, das sei alles ganz normal und kein Problem. Leider ist es für ALLE ein Problem, vor allem für die Kinder. 2. für die neuen kinderlosen Partner die sich irgendwie in die Verhältnisse und Gepflogenheiten der kaputten Familie einfügen müssen. Die getrennten Eltern wollen natürlich gerne neue Partner und tun so als sei alles ganz easy. Dabei wird gerne und immer wieder betont, dass es doch um das neue Paar geht und die tollen Gefühle der Verliebtheit. Dem ist aber im gewöhnlichen Alltag nicht so. Die Bedürfnisse des Kindes werden immer Priorität vor dem neuen Paar haben. Da ist die FS außen vor, wie sie ja auch schon spüren kann. Sie gehört nicht zur Familie. Und das wird sich auf die nächsten 20 Jahre nicht ändern.

Die FS ist 30 und das Leben liegt vor ihr. Warum sollte sich die FS in solche begrenzte Verhältnisse begeben? Ihr Freund kann ihr ja noch nicht einmal ein richtiger Partner sein, hin und her gerissen zwischen den Ansprüchen des Kindes, der Ex und der FS.
 
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  • #65
Dann ist Euch auch nicht mehr zu helfen! Meingott, welch irrsinniger Starrsinn und welch Rechthaberei, weltfremd noch dazu. Woher kommt nur die Bösartigkeit, mit der manche hier auf anderen herumhacken?

Weltfremd bin ich nicht, ich hatte schon mehrere Beziehungen mit AE-Frauen. Herumhacken tue ich auf keinem, ich nehme mir nur heraus für mich selbst eine eindeudige abgegrenzte Entscheidung zu treffen. Bösartig ist das auf gar keinen Fall, denn die Entscheidung betrifft nur mich. Sicher glaube ich Recht zu haben für mich selbst zu wissen was ich will, davon lasse ich mich nicht abbringen, das mag für manchen wie Starrsinn aussehen, Irrsinn ist aber etwas anderes.

Ich wünsche mir das, was alle ganz normalen Menschen sich wünschen: Eine mich liebende Frau, eigenen Nachwuchs, eine intakte Familie, und Wertevermittlung an die Kinder.

Insbesondere die intakte Familie kann in einer Patchworkfamilie nicht mehr vorgelebt werden, und die Wertevermittlung an die Kinder scheitert in Teilen, weil die Eltern eben ein anderes Beispiel vorleben, und ganz schnell mit Erklärungen und Rechtfertigugen des eigenen Werdegangs und Fehlverhaltens bei der Hand sind. Kinder sollen noch ein Stück heile Welt erleben dürfen, deshalb kommt es für mich nicht mehr in Frage meine Energie in das Flickwerk einer Patchwork-Familie zu investieren. - Single zu bleiben ist eine gute Alternative dazu.

Daher mein Rat an die FS: Eine eigene Familie kann nichts ersetzen. Wenn sie eigene Kinder haben will, dann soll sie sich einen unbelasteten Mann suchen (ledig, nicht geschieden, keine Kinder) und heiraten. Die Gefahr, dass eine normale Familie scheitert liegt bei vergleichsweise geringen 33%.

Wie klein die Chance für das Funktionieren eine Patchwork-Familie ist, sieht man schon alleine daran, wie viele Partner die AE-Singles nach der Trennung vom leiblichen Vater verschleißen. Jede weitere gescheiterte Beziehung eines AE ist eine neue Trennung, ist eine neue "Scheidung" der Familie. Und die Schwierigkeiten (meinentwegen auch Herausvorderungen) im Innenverhältnis sind immens. Eine Patchwork-Familie ist wie ein Tanz auf dem Pulverfass, das muss man wollen und können. - Ich will es nicht mehr, und ich kann niemanden dazu raten!

Noch einmal, die normalen Anforderungen an einen Partner zur Familiengründung sind: LEDIG, NICHT GESCHIEDEN, KEINE KINDER. (Alles andere ist 2.-5. Wahl, oder Resterampe)
 
  • #66
Ich wünsche mir das, was alle ganz normalen Menschen sich wünschen: Eine mich liebende Frau, eigenen Nachwuchs, eine intakte Familie, und Wertevermittlung an die Kinder.
Super, genau so sehe ich das auch. Das sind legitime, ja sogar nachahmenswerte Ziele!

Insbesondere die intakte Familie kann in einer Patchworkfamilie nicht mehr vorgelebt werden, und die Wertevermittlung an die Kinder scheitert in Teilen, weil die Eltern eben ein anderes Beispiel vorleben, und ganz schnell mit Erklärungen und Rechtfertigugen des eigenen Werdegangs und Fehlverhaltens bei der Hand sind.
Patchwork ist großer Mist für alle Beteiligten und kann nicht einmal ansatzweise mit intakten Familien mithalten.

Daher mein Rat an die FS: Eine eigene Familie kann nichts ersetzen. Wenn sie eigene Kinder haben will, dann soll sie sich einen unbelasteten Mann suchen (ledig, nicht geschieden, keine Kinder) und heiraten.
Genau so erhoffe ich es mir auch.
 
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  • #67
Ich denke, dass diese Diskussion in 15 Jahren nicht mehr so emotional geführt werden muss. Dann wird es sich herumgesprochen haben, dass eine Partnerschaft zu einem Menschen der bereits Kinder hat, bei bestehendem Sozialrecht in diesem Lande nicht funktioniert. Getrennte Eltern geben sich natürlich größte Mühe, alles als normal erscheinen zu lassen und stellen sich auch sehr positiv dar wie unser Vorzeige-Papi hier. Die FS muss einsehen, dass ihr Timing nicht stimmt. Sie ist zu spät. Ihr neuer Freund hat bereits eine Familie.

Trotzdem will er eine neue Partnerin haben. Aber was hat er ihr zu bieten? Die Verpflichtungen dem Kind und der Mutter gegenüber schränken ihn in total ein. Ich hoffe, dass die FS das bald merkt hinsichtlich Alltagsgestaltung, Freizeitplanung, Urlaubsplanung, gemeinsame Unternehmungen usw. Die Mutter seines Kindes bzw. seine Ex wird da immer im Hintergrund wirken und gezielt Einfluss nehmen. Berechtigt, denn ihr geht es um das Wohl des Kindes.

Ich habe auch einige sehr attraktive AEs kennengelernt und bin trotzdem zu der Einsicht gekommen, dass das was man unter einer guten Partnerschaft versteht, mit ihnen einfach nicht mehr realisierbar ist. Rien ne va plus. Sorry, aber das muss auch mal so deutlich gesagt werden weil zu diesem Thema einfach zuviele Illisionen herumgeistern.
 
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  • #68
Patchwork ist großer Mist für alle Beteiligten und kann nicht einmal ansatzweise mit intakten Familien mithalten.

<MOD: Angriffe entfernt.>

Eine "normale" Familie hat meistens auch erhebliche Probleme, die die wenigsten nach außen mitbekommen. Ich schätze mal, 80% haben nach 1-2 Kindern so gut wie keinen Sex mehr, es sind Zweckgemeinschaften geworden. Wenigstens ist das in meinem Freundeskreis so, habe ich aber erst erfahren, als ich mich selber getrennt habe. Davor dachte ich immer, alles ist super bei den anderen. die dachten, wir seien eine Bilderbuchfamilie - 2 schöne intelligente Jungs, beide erfolgreich, viel Geld, toller Freundeskreis - aber Pustekuchen - Ehe futsch!

In Patchworkfamilien existiert oft mehr das Paar, es ist kein eigentliches Elternpaar, sondern mehr ein Liebespaar und die Kinder sind drumrum. Das ist für die Kinder evtl suboptimal, aber es ist schlimmer, wenn Mama und Papa sich jedes WE die Köpfe (verbal) einschlagen. Viele Familien sind innendrin die wahre Hölle . Und zwar nicht im HartzIV-Niveau, sondern genauso unter Akademikern.
Kinder sind immer eine Belastungsprobe für eine Beziehung.

Ich verstehe, dass du dir eine eigene Familie wünschst, ist genau richtig! Aber sag nicht, dass das das einzig Ideale ist, denn so ist es einfach nicht. Da hast du eine rosarote Brille auf und ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob du nicht dein Leben lang auf den richtigen potentiellen Vater deiner Kinder wartest - nicht bös gemeint!

w, 38
 
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  • #69
@67: Komisch, dass dass eine Frau von 38 Jahren schreibt! Wenn man Kinder hat, arbeitet, den Haushalt managet, natürlich bleibt da der Sex auf der Strecke und ist nicht mehr so, wie wo man ohne Kinder war, sprich ohne Verantwortung!

Wenn z. B. dein Mann 5 Tage die Woche als Bauerbeiter körperlich hart arbeitet, wird er mit Sicherheit nicht ständig nach Sex verlangen, wie Du vielleicht, die im Büro sitzt und sich nicht so körperlich ausgepowert hat! Auch sind Frauen, die den Haushalt ordentlich führen, ständig die Kinder am Rockzipfel hat, auch nicht nach Sex zumute, wenn Mann ihn einfordert, es schleicht sich halt der ganze normale Alltag ein!

Sex kann doch nicht lebenslang der einzige Fokus sein! Wer arbeitet, will nach Hause und sich ausruhen und nicht noch Sex machen! Ma, ja, aber viele Männer, die nicht körperlich arbeiten, wollen fast jeden Tag Sex, Frau arbeitet und wenn sie nach Hause kommt geht die Arbeit weiter, wo die Kraft und die Nerven herbringen auch noch den Mann zu befriedigen, wenn jeder ein Stück von der Frau haben will und den Kindern sollte mehr Beachtung geschenkt werden als dem Mann!

w, 33
 
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  • #70
@68: Hey! ich verstehe dich vollkommen. Mir geht und ging es ja genauso. 2 kleine Kinder schlauchen so sehr, dass man abends nur noch ermattet vor der Glotze sitzt und froh ist, seine Ruhe zu haben. Auf Verführung hat man da wahrlich wenig Lust. genauso wie der Mann, der mit 2 Kindern oft noch länger und härter arbeitet, um sich das Häuschen leisten zu können. Auch dem steht der Sinn nicht nach Sex.

<MOD: Diskussion der Moderation nicht gestattet.>

Fredrika meint, dass in intakten echten Familien alles besser funktioniert als bei Patchwork und das ist nicht der Fall!

Das Paar mutiert nur noch zum Elternpaar und genau DAS ist aber oft der Anfang vom Ende der Partnerschaft. Unzufriedenheit macht sich auf beiden Seiten breit. Jeder meint, mehr zu geben, auf mehr zu verzichten und Sex hält die Liebe eben doch frischer. Und in Patchwirkfamilien gibt es eben oft wieder eine echte Liebesbeziehung, die in den Jahren der echten Familie irgendwann verlorengegangen ist. Deshalb würde ich Patchwork nicht grundsätzlich als die schlechtere, sondern eben als andere Variante bezeichnen. Beides hat seine Vor - und Nachteile.

<MOD: Diffamieren Sie keine anderen Teilnehmer!>
<MOD: Sticheleien gelöscht.>
<MOD: Bitte schreiben Sie nur Ihre eigene Meinung zum Titelthema.>
 
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  • #71
Ich habe auch einige sehr attraktive AEs kennengelernt und bin trotzdem zu der Einsicht gekommen, dass das was man unter einer guten Partnerschaft versteht, mit ihnen einfach nicht mehr realisierbar ist. Rien ne va plus. Sorry, aber das muss auch mal so deutlich gesagt werden weil zu diesem Thema einfach zuviele Illisionen herumgeistern.

Das stimmt sicherlich zu 100%. Die Frage ist eben, ob man sich darauf einlassen kann, den urlaub mit Kindern zu verbringen. Wer eben lieber als Liebespaar verreisen will, der darf keinen Alleinerziehenden / keine Alleinerziehende in Betracht ziehen.
Kommt auch darauf an, was man unter einer guten Partnerschaft versteht. Mit Single-zu-Single-Paaren kann man das nicht vergleichen. Als neuer partner ist man nie wieder die alleinige Nr. 1 - niemals. Und wenns hart auf hart kommt, sind die Kinder immer wichtiger. Das muss man wissen.
Aber wenn man erst einmal so weit kommt, die Fremdkinder lieben zu lernen und über den Status des Liebespaares hinaus in Richtung Familie kommt, wird es vielleicht auch schöner.
denke aber, dass es besser passt, wenn beide Paare Kinder oder wenigstens ein Kind haben.
Kinderlose können sich nicht in eine Mutter oder einen Vater hineindenken und sind deshalb evtl schneller verletzt oder fühlen sich vernachlässigt.

ich bin jetzt AE mit 2 Kindern. Mit Anf. 30 wäre es mir im Traum nicht eingefallen, einen Mann mit Kind zu nehmen. Ich konnte mit Kindern nix anfangen und es nervte mich, keinen Satz beenden zu können, es nervten mich Kinder, die bei Tisch nix essen wollten oder nur Sushi wollten, es hätten mich Wochenenden genervt, an denen die Kinder Priorität haben und ein Mann mit Kind, frisch getrennt will sicher auch keine neue Familie.

jetzt kenne ich einige Männer, die gerne Kinder haben wollen, aber mit ANf-Mitte 40 keine eigenen mehr in die Welt setzen wollen. Vielleicht klappt mit so nem Exemplar das Patchworkmodell. Mal sehen. Optimalerweise aber sollten beide ein Kind haben.
So meine derzeitige Theorie!;-)

w, 38
 
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  • #72
Die Probleme einer "normalen" Familie sind Peanuts gegen die Probleme und den Stress einer "nichtnormalen" Familie. Oder hat Dich Dein Mann geschlagen, war er kriminell oder drogensüchtig?
Vielleicht sollte unsere FSin ihren frischen Freund bei Gelegenheit fragen, warum trotz so kleinem Kind eine Trennung sein musste.
 
  • #73
Ich will keinen Partner mit Kindern und die Verantwortung für fremde Kinder übernehmen!
(...) Das ist nicht eitel oder sonstwas!
Niemand zwingt dich einen Mann mit Kind(ern) als Partner zu wählen!
Ich bin ledig, nie verheiratet gewesen und habe keine Kinder, warum sollte ich mir also einen Mann suchen, der schon Balast mit sich trägt?
O je, unschuldige Kinder, die für die Trennung/Scheidung der Kinder nichts können, werden als Balast bezeichnet.
Hast du eine Garantie, etwas Besseres zu kriegen? Wenn du damit nur an einen Mann ohne Kindern denkst, könntest du Recht haben! Aber, ob er selber später Kinder will, verantwortungsbewusst, verlässlich, einfühlsam, partnerschaftlich orientiert handelt ist zweitrangig. Hauptsache keine Kinder haben. Abgesehen davon hängt das sehr stark davon ab, wie alt du bist. Wenn 25 und dein Wunschpartner max. 35 dann hast du relativ gute Chancen, einen kinderlosen Mann kennenzulernen. Doch bei einer Scheidungsrate von 60% ist die Wahrscheinlichkeit gross, einen Partner mit Kind kennenzulernen. Wir haben 2011 und nicht mehr 1960.
Ja, wirklich alle? Kennst du alle Männer Deutschlands? Bitte verallgemeinere nie! Mein Schwager ging eine Beziehung mit meiner alleine erziehender Schwester ein. Ihre Tochter war damals 3. Heute ist die "Kleine" 15, sie haben vor 10 Jahren geheiratet und haben ein gemeinsames Kind. Kenne im realen Leben, einige solche Konstellationen!
Jeder Mann und jede Frau, die ein Kind in die Beziehung mitbringen, können auch noch eigene (neben der Patchwork) Familie gründen.
 
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  • #74
Denn ehrlich gesagt finde ich es total toll, wie mein Freund mit seinem Kind umgeht, Ich denke jedes Mal, das hätte ich genauso gemacht.

Liebe FS, das ist doch das wichtigste: dass Du ihn so magst und liebst, wie er ist und sich gibt. Wenn Du überzeugt bist, Dein Glück gefunden zu haben, bleibe dabei und wirf es nicht weg, nur weil andere eine andere Ansicht haben.

w36
 
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  • #75
O je, unschuldige Kinder, die für die Trennung/Scheidung der Kinder nichts können, werden als Balast bezeichnet.
Oh je man darf etwas nicht beim Namen nennen weil einem sonst die Gutmenschenfraktion an die Kehle springt. Wenn einen etwas belastet dann ist es Ballast, egal ob der Ballast etwas dafür kann oder sonst schon so arm dran ist.
Was willst du denn mit dieser dämlichen Polemik erreichen? Glaubst die Kinder belasten plötzlich weniger nur weil man es nicht mehr direkt ausspricht?
 
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  • #76
Die Probleme einer "normalen" Familie sind Peanuts gegen die Probleme und den Stress einer "nichtnormalen" Familie. Oder hat Dich Dein Mann geschlagen, war er kriminell oder drogensüchtig?
Vielleicht sollte unsere FSin ihren frischen Freund bei Gelegenheit fragen, warum trotz so kleinem Kind eine Trennung sein musste.

Also in meinem Fall waren es wiederkehrende Geliebte! Fand ich doof! Hab Schluss gemacht.
Peanuts sehen anders aus. Und wenn es Peanuts wären,würden sich viele Ehepaare mit kleinen Kindern nicht trennen - es sind aber viele. Gerade nach dem 2. Kind wird es oft kritisch.

Liebe FS, sprich doch deinen Freund darauf an, dass du dir manchmal wie ein 5. Rad am Wagen vorkommst, wenn er mit Exfrau und Kind zuammensteht. Vielleicht sagt er Dir dann schon, wie es für ihn ist und du fühlst dich besser.
Würde da total auf mein Bauchgefühl hören und nicht auf die anderen Leute.
w , 38, 2 Kinder + Freund
 
  • #77
Oh je man darf etwas nicht beim Namen nennen weil einem sonst die Gutmenschenfraktion an die Kehle springt. Wenn einen etwas belastet dann ist es Ballast, egal ob der Ballast etwas dafür kann oder sonst schon so arm dran ist.
Was willst du denn mit dieser dämlichen Polemik erreichen? Glaubst die Kinder belasten plötzlich weniger nur weil man es nicht mehr direkt ausspricht?
Das hat gar nichts mit Gutmenschentum zu tun sondern mit Tatsachen. Wenn du einen Mann heiratest und eigene Familie gründest, ist das wahrscheinlich das Schönste, was du erleben kannst. Falls aber einmal die Scheidung anstehen sollte und Kinder da sind, dann wären deine Kinder - deiner eigener Logik folgend - auch Ballast für einen neunen Mann. Dann dürftest du auch nicht erwarten, einen kinderlosen Partner zu bekommen, sondern event. eine Patchworkfamilie mit einem ebenfalls geschiedenen Vater gründen. Alle die heiraten, wollen zusammen alt werden, aber die wenigsten schaffen es leider. Kinder sind halt Kinder und eigene können auch eine Belastung werden. Während der Schwangerschaft und im ersten Jahr nach der Geburt des Kindes gehen viele Männer fremd. Das eigene Kind wird zu einer Belastung und eine Zerreissprobe für die eigene Partnerschaft. So besehen sollte man auch auf eigene Kinder verzichten.

Schulden sind ein grosses Ballast aber bitte doch nicht unschuldige Kinder, die nichts für die gescheiterte Ehe der Eltern können. Die Eheleute haben auf ganzer Linie versagt und so könnte man polemisch sagen ihr Unvermögen, Schwächen, Fehler sind der eigentliche Ballast. Perfekt sind nicht mal Erwachsene ganz zu schweigen von Kindern - so sehe ich die ganze "Problematik".
 
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  • #78
Eine ehemalige Kollegin von mir lernte einen Mann mit zwei Kindern (5+7) vor über 15 Jahren kennen und lieben. Sie wollte nie heiraten und wollte keine eigenen Kinder, hat seine jedoch akzeptiert. Vor kurzem traf ich sie wieder, erst kürzlich hat sie den Mann geheiratet, die Kinder sind erwachsen und alles ist gut. Wenn BEIDE für sich darin die richtige Lösung sehen, dann ist es gut! Mehr gibt es dazu nicht zu sagen! Jeder ist seines Glückes Schmid. Ich selbst bin AE mit Kind und LG mit zwei Kindern, jedoch nur zwei WEs im Monat. Es funktioniert sehr gut, doch auch hier, man muss es wollen!
 
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  • #79
Für mich sind FREMDE KINDER BALLAST, ganz Recht! Manche mögen das anders sehen, ich bleibe bei meinem Standpunkt! Ich will weder Zeit noch Geld in fremde Kinder investieren, ganz einfach! Und Patchwork ist nicht die ideale Vorstellung von einer Familie, wo die Kinder zweier Menschen einfach mal so zusammengebracht werden, weil Mann und Frau sich soo seehr lieben, die Kinder haben keine Wahl, sie werden zusammengepackt, und gut is. Wer das erstrebenswert findet, nur zu, ich will keinen Mann mit Kindern, so wie viele Männer und ich kann zu 100 % sagen, dass die Mehrzahl der Männer auch nicht auf der Suche nach alleinerziehenden Müttern ist, Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, aber wenige!
Tatsachen bleiben Tatsachen

w, 33
 
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  • #80
rien ne va plus - "nichts geht mehr" für getrennte Eltern. Ich glaube auch, dass es nach einer Trennung mit Kindern kaum noch partnerschaftliches Glück gibt.

Der FS wird einfach zu viel abverlangt. Sie soll das Kind seiner Ex nicht als Ballast empfinden. Sie soll dauerhaft hinter dem Kind seiner Ex zurückstecken. Sie soll sich vom Kind alles gefallen lassen - sie hat keinerlei Erziehungsberechtigung. Sie soll alle Entscheidungen der Eltern zu Urlaubs- und Terminplanung klaglos hinnehmen. Sie soll auch noch kostenlose Kinderbetreuung machen und sich als gute Freundin des Kindes aufführen. Sagt mal: gehts noch?
Und was bekommt sie als Gegenleistung?

Ich finde es klasse, dass sie sich hier im Forum schlau macht und die Wahrheit zu diesem Patchwork-Murks lesen kann.
 
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  • #81
1. Kinder, ob eigene oder fremde sind kein Ballast , sondern eine Bereicherung in meinen Augen.
Sie bereiten Mühe , und Sorgen , weil es Kinder sind.
2.Alleinerziehende, wie Ich auch, erlebe Ich als mutige Menschen, meist sind Sie gegangen aus Verhältnissen, die nicht zu tolerieren , und zu ertragen sind.Näher möchte Ich darauf nicht eingehen.
Ein paar Stichworte dürften genügen: Gewalt, Alkohol, Drogen. Unlust zu Arbeiten und Verantwortung zu tragen.Schaut man dahinter, sind diese Menschen selbst in der Kindheit beschädigt worden , und haben es wiederholt.Oft geht die Mutter dann , wie Ich, aus genau diesem Grund, aus Liebe zum Kind.Es soll eine Chance haben , es einmal besser zu machen.Und mit dem , was Ich leider dem Kind , am Ende der Ehe gezeigt habe...wäre es nie möglich gewesen.-
3. Alleinerziehende sind sehr starke Menschen.Treffen Sie auf den richtigen Gegenpart, kann es für alle ein Gewinn sein , und sehr gut gehen.
Allerdings mit Menschen, die solche Ansichten ...über Kinder, und über Beziehungen, und Ehe haben wird das nie gehen.
Mein Kind, heute 14 Jahre alt, besucht erfolgreich eine höhere Schule, hat einen sehr guten Freundeskreis, Ich selbst habe als Alleinerziehende ein sehr gutes Netz, von Freunden, Freundinnen, Paaren, Kindern ; Eltern, Wohlfahrtsverbänden mir aktiv aufgebaut, um meinem Kind zu zeigen: eine klassische Familie, das konnte die Mutter nicht schaffen, und das Kind hat viel Böses erlebt.Aber es gab Möglichkeiten , da wieder raus zu kommen und es geht aufwärts wieder , nach einem tiefen Fall.
Ich , als Alleinerziehende, und wirtschaftlich selbständige Frau werde mir mögliche Partner sehr, sehr genau anschauen, ob Ich finde, der könnte zu mir , und dem Kind passen.-
Viel gelernt, durch nicht einfache Erfahrungen, das wird jetzt angewendet!
W 51 J.
 
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  • #82
Alle die heiraten, wollen zusammen alt werden, aber die wenigsten schaffen es leider.

Du wiederholst erneut falsche Fakten und verdrehst Tatsachen. Warum?

Fakten und Statistiken (Quelle: Statistisches Bundesamt):
+ Stand 2010 waren in Deutschland ca. 40% aller geschlossenen Ehen wieder geschieden.
+ In ca. 60 % aller Scheidungsfälle stellen die Frauen den Scheidungsantrag.
+ Nur bei der Hälfte aller Scheidungen sind minderjährige Kinder betroffen.
+ Ca. 60 % der Frauen und 55 % der Männer heiraten innerhalb von fünf Jahren nach der Scheidung erneut.
+ Aufgrund der gestiegenen Lebenserwartung dauern Ehen heute wesentlich länger als früher.
+ Die höchsten Scheidungsquoten finden sich nach vier bis sieben Ehejahren; nach dem 9. Ehejahr ist eine Ehe am wenigsten scheidungsanfällig.
+ Kinderlose und in Städten lebende Eheleute sowie berufstätige Frauen werden wesentlich häufiger geschieden als kinderreiche und auf dem Land lebende Ehepartner sowie Hausfrauen.
+ Scheidungen werden mit steigendem Status der Ehepartner seltener - die Alltagsbelastungen sind geringer bzw. werden besser gemeistert.
+ Ausschlaggebend ist in gut einem Drittel der Scheidungsfälle, dass ein neuer Partner ins Leben getreten ist. Am zweithäufigsten ist ein Auseinanderleben in Bezug auf unterschiedliche Lebenseinstellungen als Grund für das Zerbrechen von Beziehungen.

<MOD: Zurück zum Thema. Bleiben Sie bei der Titelfrage!>
 
  • #83
Kinder, ob eigene oder fremde sind kein Ballast , sondern eine Bereicherung in meinen Augen. Sie bereiten Mühe , und Sorgen , weil es Kinder sind.
Hm, Satz 1 und Satz 2 verbinden sich nicht wirklich logisch miteinander, oder? Eigene Kinder sind eine Bereicherung, weil man für eigene Kinder gerne Mühen in Kauf nimmt. Fremde Kinder sind weit überwiegend erst einmal störend für eine neue Beziehung. Das wurde hier ausreichend dargelegt und mit Beispielen untermauert. Ein Pärchen kann die Verliebtheitsphase nicht so ausleben, wie es das ohne Kinder könnte, daher muss der neue, kinderlose Partner durchaus erheblichen Einschränkungen in der Urlaubs- und Freizeitgestaltung hinnehmen.

Es hilft nichts, an den Fakten vorbeizuargumentieren. Wichtiger wäre es, den Fakten in die Augen zu schauen und Tipps zu geben, wie ein frisches Pärchen diese Klippen umschiffen kann. Die bloße Behauptung "Klippen sind toll" führt nur dazu, dass das Schiff kollidiert und sinkt. Weggucken hat noch nie geholfen, Ignoranz ist feige.

Alleinerziehende [...] sind [meist] aus Verhältnissen, die nicht zu tolerieren , und zu ertragen sind. [...] Ich darauf nicht eingehen.Ein paar Stichworte dürften genügen: Gewalt, Alkohol, Drogen. Unlust zu Arbeiten und Verantwortung zu tragen.
Auch das ist falsch. Die allermeisten Ehen und Partnerschaften mit Kindern gehen auseinander aufgrund von Untreue, Entliebung, Auseinanderentwicklung -- Scheidungen aufgrund von häuslicher Gewalt sind zum Glück selten (und jeder Gewaltfall ist einer zu viel), unter gehobener Klientel wie bei uns noch einmal seltener. Scheidungen aufgrund von Alkohol und Drogen sind ebenfalls zum Glück selten. Diese Argumente stimmen einfach nicht! Sicherlich treffen sie auf Einzelfälle zu, aber nicht auf die breite Mehrheit der Trennungen. Falsche Argumente helfen einer Diskussion nicht weiter!

Falsch. Warum in aller Welt sollte das so sein? Allenerziehende sind bestenfalls absoluter Durchschnitt. Oder meinst Du, besonders starke Menschen trennen sich besonders oft? Oder wandeln sich verpartnerte Menschen durch die Trennung alle in Richtung "Stärke"? Warum erlebt man so oft frustrierte, verbitterte oder schwache Alleinerziehende, mindestens so oft wie in allen anderen Beziehungsverhältnissen lebenden auch.

Nein, ich behaupte, Alleinerziehende sind bezüglich Stärke und Schwäche, bezüglich Organisationstalent und Verantwortung, Fleiß und Können einfach ganz genauso wie der Durchschnitt aller anderen auch. Menschen verädnern sich nicht grundlegend, auch nicht durch plötzlichen Alleinerziehenden-Status. Menschen werden nicht deutlich bessere Organisationstalente und auch nicht fleißiger, stärker oder kompetenter. Sicherlichh muss manches einfach getan werden und das schaffen sie oftmals auch, aber doch nicht, weil sie bessere Menschen wären, sondern weil die Not es eintreibt. Realistisch bleiben!
 
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  • #84
Sagen wir mal so: Ein 35jähriger Mann wird sich zu 1.000 % gegen eine Frau entscheiden, die Kind hat, selbst wenn sie 25 ist! Keiner will sich in jungen Jahren ein fremdes Kind ans Bein binden! Kinder sind unschuldig, na klar, aber wer die Wahl hat, sucht sich einen Partner ohne Kinder und das ist die Wahrheit, egal wie man es dreht oder wendet! Die Welt ist groß, wir leben nicht in einem kleinen Dorf, wo es nicht viele Möglichkeiten gibt Männer wie auch Frauen ohne Kinder zu finden.
Keine jüngeren Männer und jungeren Frauen nehmen sich Partner mit Kinder, Ausnahmen, ja, die gibt es, aber sie bleiben Ausnahmen und bestätigen nicht die Regel!!!

w, 33
 
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  • #85
Ich denke es ist unstrittig, dass Trennungen bzw. Scheidungen und Alleinerziehung (sozialrechtlich ist das ja seit 2007 gleichgestellt) immer zu Lasten der Kinder gehen. Die Kinder sind immer leidtragend und wünschen sich nichts mehr als das Papa und Mama zusammenbleiben.
Trotzdem finden die Trennungen statt. Grausam für die Kinder die sich nicht wehren können. Ich kann mir das nur mit grenzenlosem Egoismus der Eltern erklären.
Und auch ganz praktisch habe ich die alleinerziehenden Mütter, die ich näher kennenlernen durfte, und es gibt sie ja haufenweise auf dem Partnerschaftsmarkt, als extrem egoistisch empfunden. Ich möchte mich keinem Egoisten zusammensein.
 
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  • #86
Oder meinst Du, besonders starke Menschen trennen sich besonders oft? Oder wandeln sich verpartnerte Menschen durch die Trennung alle in Richtung "Stärke"? Warum erlebt man so oft frustrierte, verbitterte oder schwache Alleinerziehende, mindestens so oft wie in allen anderen Beziehungsverhältnissen lebenden auch.

Nein, ich behaupte, Alleinerziehende sind bezüglich Stärke und Schwäche, bezüglich Organisationstalent und Verantwortung, Fleiß und Können einfach ganz genauso wie der Durchschnitt aller anderen auch. ... Menschen werden nicht deutlich bessere Organisationstalente und auch nicht fleißiger, stärker oder kompetenter.

<MOD: Angriffe entfernt.>

Alleinerziehende trennen sich doch nicht besonders oft!? Sie haben sich getrennt, obwohl sie Kinder hatten. Und danach ist es oft schwieriger, weil man alles alleine organisieren muss. Man wächst an seinen AUfgaben und so sind Alleinerziehende eben oft durchaus Organisationstalente - ob aus der Not heraus geboren oder nicht. Es gibt übrigens auch viele Mütter in Ehen, die funktionell alleinerziehend sind und Organisationstalente sind. Mütter sind meist gut im Organiniseren und Vorausdenken für mindestens drei andere Menschen.

Aber Frederika, du hast keine Kinder, du warst nie alleinerziehend und ich glaube auch nicht, dass du eine alleinerziehende Freundin hast. Wo siehst du frustrierte, verbitterte AEs? Vielleicht in RTL bei der Supernanny, aber im realen Leben? Also meine alleinerziehenden Freundinnen haben es nicht alle schwer, viele bekommen nen fetten Unterhalt, haben einen neuen Freund und haben die WEs frei, arbeiten in ihren alten Jobs und es geht ihnen nicht schlecht.

Nicht jede AE ist kurz vor HartzIV, nicht jede will ihren "Ollen" zurück oder fühlt sich einsam.
Heutzutage sind viele Exmänner als Väter sehr präsent, so dass Alleinerziehende mehr Freiheiten haben, als Mütter in einer Ehe. Habe einige verheiratete Freundinnen, die mich um meinen neues Status sogar beneiden. Ich hab am WE frei und treffe meinen Lover, ich hab die große schicke Wohnung behalten, kann abends Freunde empfangen, ohne dass der Mann genervt ist und ab und zu geh ich mit meinem Exmann sogar essen. Das ist auch Realität!

Meine andere AE Freundin ist gerade mit ihrem neuen Freund und den Kindern auf die Malediven geflogen - er lädt sie ein. Danach ziehen sie in ein gemeinsames Haus. Hier in meiner Wohngegend ist das eher die Regel als die Ausnahme...von RTL weit entfernt!

w38
 
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Vicky

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  • #87
Ich selbst habe keinen Partner, der ein fremdes Kind hat, ich antworte aber trotzdem mal. Ich habe einen Partner, der bei unserem Kennenlernen - genauso wie ich - ledig und kinderlos war. Das waren Kriterien, die mir wichtig waren und ihm auch - er wäre allerdings offener gewesen und hat Frauen mit Kind nicht kategorisch ausgeschlossen.

Nun haben wir zusammen ein Kind von 10 Monaten und erleben eine heile Familienwelt - manchmal geradezu kitschig schön, manchmal auch nervenaufreibend - alles in allem genauso, wie ich es mir gewünscht habe. Ob das immer so bleibt - wer weiß das schon. Wichtig ist, dass beide aber dieses Ziel, diesen Willen haben, alles gemeinsam zu meistern. Ich werde auf jeden Fall viel dafür tun, damit mir und vor allem meinem Kind eine Patchworkfamilie erspart bleibt.

Ich kenne jetzt nicht dutzende Patchworkfamilien aber doch einige. Ich bestreite ausdrücklich nicht, dass es nicht auch Patchworkfamilien gibt, die tatsächlich so toll zusammen halten, wie es in den Medien so oft propagiert wird. ABER: Bei jenen Patchworkfamilien, die ICH kenne, bestehen viele, vor allem aber schwerwiegende Probleme. Diese Probleme resultieren aus der Patchworkkonstellation und strapazieren die Nerven und die Gefühle aller Beteiligten. Nun kann man dagegen halten, dass auch in normalen Familien nicht immer eitel Sonnenschein herrscht. Ganz klar, ich würde nie etwas anderes behaupten. Aber die Patchworkfamilien haben ja nicht nur die Probleme, die aus der Patchworkkonstellation resultieren, sondern zusätzlich auch die Probleme, die jede andere Familie auch hat.

"Blut ist dicker als Wasser" ist halt kein leerer Spruch, sondern einfach Wahrheit. Fetzen sich Geschwister untereinander, so vertragen sie sich in aller Regel auch wieder schnell. Manche Geschwister sind eher Konkurrenten, Rivalen, andere sind die allerbesten Freunde, engste Vertraute. Aber letzten Endes kenne ich niemanden, der seine Geschwister wirklich missen möchte. Aber ich kenne doch einige, die ihre Patchworkgeschwister tatsächlich gerne entbehren würden.

Auch Eltern und leibliche Kinder streiten mitunter häufig und teilweise aggressiv aber man verträgt sich auch wieder. Herrscht aber Streit zwischen Patchworkelternteil und nicht-leiblichem Kind, so fragen sich viele Kinder, warum sie sich das eigentlich antun müssen bzw., warum ihnen so etwas zugemutet wird. Und auch die Patchworkeltern fragen sich bei einem Streit mit einem nicht-leiblichen Kind doch oft genug, warum sie sich das eigentlich antun und ob das alles irgendwann so werden wird, wie sie sich das wünschen. Der feste, innere Zusammenhalt, der in normalen Familien schon durch die Biologie da ist, fehlt in Patchworkfamilien einfach. Natürlich KANN man auch als Patchworkfamilie harmonisch zusammen leben aber das erfordert sehr viel mehr Anstrengung und guten Willen aller Beteiligten, weil das natürliche Band einfach fehlt und irgendwie kompensiert werden muss.
 
V

Vicky

Gast
  • #88
Ich habe ja bereits geschrieben, dass ich der Patchworksache sehr kritisch gegenüberstehe. Andererseits hat sich durch die Geburt meiner Tochter doch auch einiges bei mir verändert. Konnte ich früher mit Babys und Kindern wenig anfangen, so hat meine Tochter mein Herz geöffnet. Und zwar nicht nur für sie selbst. Auf einmal habe ich einen liebevollen Zugang auch zu anderen Babys. Geht es einem anderen Baby nicht gut, so fühle ich sofort mit. Auf einmal sind die Bilder hungernder Kinder in Afrika, die auf den Armen der Mütter wegsterben, für mich beinahe unerträglich anzuschauen...

Ich kann mir heute vorstellen, dass ich auch die Kinder eines neuen Partners sehr gerne haben könnte. Ich kann mir vorstellen, diese Kinder in mein Herz zu schließen und Gutes für sie erreichen und Böses von ihnen abwenden zu wollen. ABER ich zweifele daran, dass aus diesen intensiven Gefühlen jemals echte Liebe wird. Und selbst wenn ich sie tatsächlich lieben würde, so würde ich mein eigenes Kind immer noch sehr viel mehr lieben. Und das halte ich auch für normal und als von der Biologie so gewollt.

Daraus erwächst die Gefahr der Ungleichbehandlung der Kinder. Vielleicht bevorzugt man unbewusst dann sein eigenes Kind. Vielleicht ist man aber auch unbewusst strenger zu ihm - um dem Verdacht der Bevorzugung entgegen zu wirken. Wären die nicht-leiblichen Kinder nicht traurig, wenn sie sähen, dass ich sie zwar sehr gerne habe - aber meine Tochter immer Nummer 1 sein wird? Wäre ich Patchworkmutter - was würden dann mein Partner und dessen Kinder von mir erwarten? Soll ich eine echte Stiefmutter, also eine Art Ersatzmutter sein? Aber die Kinder haben ja eine Mutter. Soll ich eher so eine Art warmherzige Tante sein? Oder eher liebevolle mütterliche Freundin? Oder einfach nur die sympathische Partnerin des Vaters? Aber als Tante, Freundin und "nur-Partnerin" ist man ja eher für die schönen Dinge im Leben da. Was ist, wenn ich den Kindern etwas verbieten muss, wenn ich sie zurechtweise usw.? Bin ich dann auch noch gerne gesehen in meiner Rolle? Kommt dann nicht beinahe zwangsläufig: "Du hast mir gar nichts zu sagen!" Und haben die Kinder nicht Recht damit?

Und was ist, wenn es zur Trennung kommt - egal, ob ich mich trenne oder mein Partner... Um eine Beziehung richtig abschließen zu können, halte ich einen vollständigen Kontaktabbruch - zumindest bis die Wunden verheilt sind - für ratsam. Aber in dieser Zeit sähe ich die Kinder, die mir so ans Herz gewachsen sind, nicht mehr. Oder was ist, wenn ich zwar gerne den Kontakt zum Ex und seinen Kindern aufrecht erhalten möchte, dieser mich aber nie wieder sehen möchte und demnach auch keine Lust hat, seine Kinder mit mir in Kontakt zu bringen Was, wenn die Kinder von mir nichts mehr wissen wollen, weil ich an der Trennung schuld bin? Einen rechtlichen Anspruch auf Kontakt zu den Kindern habe ich nicht. Die Kinder, an deren Leben ich so intensiv teilnahm, verschwinden dann einfach aus meinem Leben und ich kann nichts tun.
 
G

Gast

Gast
  • #89
Zu Frederika:

Alleinerziehende sind manchmal deswegen stärker , weil das Leben zu Veränderungen , zu Therapie gezwungen hat.
Sie organisieren sich anders, um es GUT zu schaffen müssen Muster und Strukturen sehr verbessert werden, auf diese Leistung darf Ich dann auch zu Recht stolz sein....das war mit Arbeit an mir verbunden.-
Ich kenne meine Werte sehr gut, da Ich sie mehrfach verletzte, und erneut aufbauen konnte---schätze das könnte man dann Reife nennen, und das kann Ich heute ausstrahlen , und vermitteln, meinem Kind und anderen Kindern, weil Ich das möchte!

Jeder so wie er kann---so lange er andere nicht verletzt!Hier wird oft verletzend gesprochen...und Statistik zeigt Trends, sonst nix-----
Was ist denn Ent-lieben bitte?----für mich : keine Werte, keine Ziele, kein Durchhaltevermögen...
oder die bürgerliche Variante: DER MANN SORGT GUT-LIEBE HIN ODER HER-----
das kenne Ich aus der Generation meiner Eltern.
Mir steht darüber aber kein Urteil zu, nur so viel dazu :dieser Materialismus , diese Unaufmerksamkeit, ja Geringschätzung anderer nahestehender Menschen wird krank machen!
w 51 Jahre
 
G

Gast

Gast
  • #90
[...]
jetzt kenne ich einige Männer, die gerne Kinder haben wollen, aber mit ANf-Mitte 40 keine eigenen mehr in die Welt setzen wollen. Vielleicht klappt mit so nem Exemplar das Patchworkmodell. Mal sehen. Optimalerweise aber sollten beide ein Kind haben.
So meine derzeitige Theorie!;-)

w, 38

Ich finde Deine Theorie etwas unlogisch. Wenn ein Mann ab 40 noch Kinder möchte, ist das Zeugen an sich ja der zeitunaufwendigste Akt und zusätzlich auch ein schöner. Warum soll er sich diesen entgehen lassen, aber die Verpflichtungen, die eine Vaterschaft abverlangt eingehen, darüberhinaus noch für ein fremdes Kind? "Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr", heißt es.

Entweder hat er keine Lust auf Kinder, weder seine noch fremde. Oder er will Kinder, dann möglichst seine eigenen. Deine Chance besteht darin, daß es ihm nicht mehr möglich ist, eine kinderlose Frau für sich zu gewinnen.

m, 38
 
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