• #1

Wie geht ihr mit dem "Vorleben" des Partners um?

Mich würde interessieren, in wie weit ihr in Eurer bestehenden Beziehung über Euer vorhergehendes Beziehungsleben sprecht. Irgendwann ist man ja an dem Punkt, wo es die ein oder andere Beziehung gab. Sprecht ihr darüber offen mit Eurem Partner? (also zB. wie viele, wie lange zusammen, Trennungsgründe...) Auch im Bezug auf die ge/er-lebte Sexualität? (was man mit dem und dem erlebt hat, wo man Sex hatte...)

Gern möchte ich natürlich wissen, warum die Beziehung nicht hielt.
Mein letzter Partner hat mir aber Details (über sein damaliges Sexleben) erzählt, die ich nicht wissen wollte. Überhaupt möchte ich, wenn dann nur in anonymisierter Form darüber etwas erfahren. Wobei es mir auch ausreichen würde, wenn mein Freund mir einfach erzählt, was er mag und was nicht (egal, wie und wann sich diese Vorlieben/Abneigungen entwickelt haben). Er meinte, es wäre doch schön, wenn man sich darüber austauschen könne. Ich wollte das aber nicht. Ich wollte auch nie seine Ex-Freundin kennen lernen (musste ich leider).

Habe ich einen seltsamen Umgang mit dem Vorleben meines Partners? Das es da ein "davor" gab ist ja klar, dass ihn das geprägt hat auch, aber muss man sich wirklich Details antun? Oder ist das der normale Umgang damit? Bin ich nur zu empfindlich?

Wie geht ihr damit um?
 
  • #2
Ich weiß gar nicht ob ich schreien oder lachen soll.
Stell Dir vor Eure Beziehung ist vorbei, Du weißt genau alles was er mit Dir erlebt hat tratscht er weiter, sei es noch so intim. Irgendwann steht er mit neuer Freundin vor der Tür und Ihr lacht zu dritt bei einem Glas Wein über seinen "Hänger" oder Deine "Pickelhaut".

Der Mann hat sie nicht mehr alle.
 
  • #3
Stell Dir vor Eure Beziehung ist vorbei, Du weißt genau alles was er mit Dir erlebt hat tratscht er weiter, sei es noch so intim. Irgendwann steht er mit neuer Freundin vor der Tür und Ihr lacht zu dritt bei einem Glas Wein über seinen "Hänger" oder Deine "Pickelhaut".
Ich habe gerade die entgegen gesetzte Meinung. Natürlich ist es interessant, woran die letzte Beziehung gescheitert ist. Wenn ich höre, die Person macht wegen Pickel oder einem gelegentlichen Hänger Schluss, bedanke ich mich herzlich für den Hinweis und verzichte gerne.

Wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Soviel ändert sich da nicht. Ein misstrauischer Mensch wird misstrauisch bleiben, ein untreuer Mensch untreu usw. Du kannst dann gleich herausfinden, an welchem Punkt er keine Lösung mehr finden konnte.
An der Art, wie über die Beziehung gesprochen wird, kannst Du erkennen, ob die Beziehung tatsächlich auch schon abgeschlossen ist
 
  • #4
Finde ich auch unnötig. Mich interessieren die ehemaligen Beziehungen durchaus, weil man was über das Bindungsverhalten des Partners lernen kann und allgemein seine Ängste oder Sorgen dann besser versteht. Manchmal bin ich auch regelrecht neugierig. Aber so sexuelle Erlebnisse ausbreiten (außer vielleicht was ganz krasses im Sinne von Sex im Flugzeug) will ich auch nicht hören. Bei sowas fängt man dann doch nur an sich zu vergleichen; das kann nicht so gut sein. Oder er jammert immer über die Ex; dann würde ich mich auch fragen, welchen Anteil er denn daran hatte. Ich würde auch sagen, dass ich darüber nicht reden will und er muss das akzeptieren. Das hat mit eurer Beziehung doch gar nichts zu tun.

W, 34
 
  • #5
Habe ich einen seltsamen Umgang mit dem Vorleben meines Partners?
....ganz gewiss muss man nicht alles verdauen können, was einem vorgesetzt wird.

Liebe FS, danke dir für dein gesundes Empfinden und zerre dich nicht in die Schublade *empfindlich*. Es ist nicht deins, intime Details aus vergangenen Beziehungen zu erfahren Was soll so etwas auch.
Er wird vielleicht dadurch versuchen, zu erfahren, wie du sexuell tickst. Wenn mich solche Kandidaten während meiner aktiven Datingzeiten so vertraulich, mit auf ihre Vergangeheitsreise nahmen und auch vor mit Details wissen wollten, habe ich gleich geblockt mit den Worten, ich wäre sexuell vegan eingestellt. Den provozierenden Gag haben sie selten verstanden und ich setzte gleich einen Punkt.

Frage deinen Scherzkeks doch einmal, warum er das macht. Will er sich profilieren, heizt ihn das an, will er dich anheizen, will er sexuelle Praktiken sichern, oder sich als Hengst profilieren?

Ich bin ja der Meinung, dass man mit dem Neuen nicht die sexuellen Inszenierungen, die der Partner mit der Ex hatte, fortsetzen muss, sondern sich gemeinsam mit dem Partner auf neue fünf-Gänge-Menüs, die beiderseitig schmecken, einschwingen sollte. Das macht Spaß, bringt Freude und festigt die Liebe. Alles andere, ist doch abgestandener, kalter Kaffee.
Dass man nicht in Konkurrenz mit der Ex geht, versteht sich von selbst.

Ansonsten gilt, schwere Kost aus der Vergangenheit, häppchenweise, wenn das Vertrauen da ist und man sich schon längere Zeit kennt, erzählen.
 
  • #6
Ich glaube auch hier nicht, dass es Dir persönlich hilft wie wir ticken.

Manche Menschen sind da offener...andere sehen es als tabu an.
Dazu kommt ggf noch die Wortwahl und der Ton dazu, der " aufstößt " und einem Gegenüber oder uns hier schwer zu vermitteln ist.

Ich persönlich habe mich bei solchen Themen geändert.
Früher wollte ich wenn möglich, nur etwas über die Vorgängerin wissen was "negativ " behaftet war und innerlich komplett abgelehnt was " intimes" anging...nicht nur auf Sex bezogen.
Ich glaube ich konnte nicht wirklich ertragen, dass er jemals vorher eine andere Frau geliebt hat.
Wie unlogisch das sogar mein eigener Verstand fand.

Heute habe ich kein negatives Gefühl in mir, solange es zb einer Erklärung dient: ich habe dabei das und das gelernt.
Mir ist deshalb xy wichtig...

Und das wird durch die Art wie es erzählt wird, positiv oder negativ von mir aufgenommen.

Hilft Dir das wirklich?

Geht es nicht einfach nur um:

Du magst es nicht, es fühlt sich nicht gut an und Dein Partner sagt: Quatsch?!

Damit sagt er doch: du hast kein Recht auf dein Gefühl.

Man darf schon unterschiedlich ticken, man kann auch gute Einigungen finden.
Allerdings passiert das nicht, wenn jeder seine Ansicht für die einzig normale hält und das über den anderen überstülpen will= du bist falsch.

Wichtig ist, dass Du da Grenzen hast!
Kommt er damit klar und kann das respektieren?
Gleichzeitig ist für ihn sexuelle Offenheit vielleicht sehr wichtig und kommst Du damit klar und kannst das respektieren?

Wenn das beide bejahen können, sollte es möglich sein Regeln zu finden, bei denen es beiden gut geht.
 
  • #7
Sprecht ihr darüber offen mit Eurem Partner? (also zB. wie viele, wie lange zusammen, Trennungsgründe...)
Mich interessiert das durchaus, weil mich der Mann - und damit auch sein Lebensweg, seine Erfahrungen usw. - interessiert, mit dem ich zusammen bin. Umgekehrt möchte ich auch von mir erzählen können. Aber ich würde mich auch nur auf jemanden einlassen, von dem ich glaube, dass wir uns eine gemeinsame Zukunft aufbauen können und kalkuliere nicht das Aus von vornherein mit ein.

Auch im Bezug auf die ge/er-lebte Sexualität? (was man mit dem und dem erlebt hat, wo man Sex hatte...)

Das spielt dann für mich keine Rolle mehr. Wenn mein Partner mir so etwas erzählen würde, würde ich ihn fragen, warum ihn das noch immer bewegt.
 
  • #8
Bei mir ist es umgekehrt. Ich würde gerne viel über das Vorleben meines Partners erfahren, um ihn besser einschätzen zu können. Er hätte da viel zu erzählen, weil er sehr wild gelebt hat. Und ich meine nicht nur den Bereich Beziehungen.
Er mag es überhaupt nicht, darüber zu berichten und empfindet es als Kontrolle. Vielleicht hat er auch Angst, ich könnte ihn dann mit anderen Augen betrachten.
Ab und zu hat er freiwillig etwas erzählt. Wenn ich dann aber insistiere, wird er ungehalten.

Einerseits bleibt ein geheimnisvoller Partner lange interessant, andererseits finde ich mangelndes Vertrauen befremdlich und fange dann selbst an, Geheimnisse zu haben und mich eher anderen Menschen außerhalb der Partnerschaft anzuvertrauen. Das muss nicht schlecht sein und kann auch eine Entlastung für den Partner sein.

Interessanterweise hatte die Bereitschaft der Männer etwas über die Vergangenheit zu erzählen keine Auswirkungen auf die Länge und Qualität der Beziehung. Da spielen eben noch viele andere Faktoren eine Rolle.
 
  • #9
Es ist schon irgendwie wichtig früh zu erfahren wie viele und wie lange Beziehungen jemand hatte und warum diese endeten. Daraus lässt sich dann relativ sicher ableiten wie die eigene Beziehung mit diesem Menschen verlaufen wird oder ob es spezielle Hürden gibt, die man berücksichtigen sollte, wenn man nicht früh scheitern will.

Informationen zur Sexualität können aus ähnlichen Gründen wichtig sein. Teile ich Vorlieben, Konzepte und Werte mit dem Anderen. Um spezifische Details von Sex mit einem konkreten Partner sollte es aber eher nicht gehen.

Ich wurde einmal gefragt ob ich jemals Sex im Freien hatte. Im Gespräch kam heraus, dass wir das jeweils einmal in unserem Leben hatten und welche Nachteile bzw. "Vorteile" wir diesbezüglich sehen. Dieses Gespräch war für mich nicht problematisch. Es war eher witzig.

Gegen Kritik und Lob, was ja auch irgendeinem Vergleich mit anderen entspricht, habe ich auch nichts einzuwenden.
 
  • #10
Hallo FS,

exakt das gleiche wie du erlebte ich in der letzten Beziehung. Er wollte mir auch alles über seine Exfreundinnen erzählen, wie sie waren und eine habe ich sogar getroffen, obwohl ich das nicht wollte. Sie war auch noch präsent in seinem Leben. Mir geht es wie dir. Ich das Vorleben so genau gar nicht wissen. Was habe ich denn davon? Ich will keine sexuellen Details etc. hören, weil es nicht relevant ist. Ich glaube, wenn mir das noch einmal passieren würde, dann würde ich die Beziehungsanbahnung beenden.

Ein Typ der ständig über die Exfreundin redet oder Details aus ihrem Leben, passt nicht zu mir. Ich vermute dann, dass er noch nicht mit der Vergangenheit abgeschlossen hat.
 
  • #11
Liebe FS,
wieviel Partner wir hatten, warum es in welcher Lebensphase gescheitert ist, wie es mit Kurzbeziehungen aussah (beide nicht), darüber haben wir im Laufe des Kennenlernens ganz offen geredet.

Über das Sexualleben mit anderen Partnern wird nicht geredet, weil das nichts mit unserer Beziehung zu tun hat und weil es jeweils die Intimsphäre eines anderen Menschen betrifft, der ein Recht auf Schutz hat.
Glücklicherweise haben wir in solchen Fragen komplett identische Einstellungen.

Exen spielen im Leben beider keine Rolle und wir haben jeweils keine Kinder, die das erforderlich machen könnten.
Ich habe zu keinem meiner Exen Kontakt, seine letzte Ex gehört zu unserem entfernten Bekanntenkreis. Sie waren längere Zeit friedlich getrennt, bevor wir zusammenkamen. Insofern gibt es da keine Störfeuer.
 
  • #12
Über das Sexualleben mit anderen Partnern wird nicht geredet, weil das nichts mit unserer Beziehung zu tun hat und weil es jeweils die Intimsphäre eines anderen Menschen betrifft, der ein Recht auf Schutz hat.
Glücklicherweise haben wir in solchen Fragen komplett identische Einstellungen.
Sehe ich ganz genau so. Über menschliche Erfahrungen kann man sich austauschen und dann ist es auch gut.
Und auch da gilt für mich, den expartner nicht schräg darzustellen, denn irgendwas gutes muss ein jeder ja gehabt haben, denn Mann hat ja irgendwie geliebt.
M47
 
  • #13
Sprecht ihr darüber offen mit Eurem Partner? (also zB. wie viele, wie lange zusammen, Trennungsgründe...) Auch im Bezug auf die ge/er-lebte Sexualität? (was man mit dem und dem erlebt hat, wo man Sex hatte...)
Bei meinem Mann interessierte es mich schon mit wie vielen Frauen er Sex hatte, ob inner- oder außerhalb von Beziehungen und wenn letzteres, wie es dazu kam.
Mehr nicht, keine Details, keine Praktiken o.Ä.
Dabei ging es mir nur um eine Einschätzung seines Charakters und Verhaltens, schließlich wollte ich ihn heiraten, mich also lebenslang an diesen Menschen binden.
Warum vorhergehende Beziehungen endeten, interessiert mich auch, aus den selben Gründen.
Intime Details interessieren mich da gar nicht, dieses Kopfkino muss ich mir auch nicht antun.

Deine Einstellung, liebe @Lavera, finde ich daher absolut in Ordnung, aber seine weicht erheblich von Deiner ab. In einem wichtigen Punkt.
Solche Differenzen würden für mich eine mögliche Beziehung in Frage stellen.
 
  • #14
Nicht im Traum wäre mir eingefallen, überhaupt solche Fragen zu stellen. Anfangs ging es doch eher darum, ob man darin übereinstimmt, was man so von einer Beziehung erwartet und ob das passt. Nach und nach erfährt man eben so einiges. Ich lasse den anderen in der Regel sich in dem Tempo öffnen, wie er es selbst für richtig hält. Manche Themen kommen dann natürlich mal zur Sprache, aber in ganz lockerer Atmosphäre. Wie alt man zum Beispiel beim ersten Mal war oder wieviele ernsthafte Beziehungen man hatte. Aber da wird nicht inquisitatorisch nachgehakt. Irgendwelche Details, Praktiken oder eine Männeranzahl würde ich nie wissen wollen. Wenn es ihr allerdings ein Anliegen ist, mehr darüber erzählen, dann soll sie halt erzählen. Zu intime Details will ich trotzdem nicht hören ..
 
  • #15
Du liegst absolut richtg, über den Sex mit dem/der Ex mit dem neuen Partner zu reden ist ein absolutes NoGo. Ich würde nie danach fragen und ich würde das Gespräch abbrechen, wenn eine Frau davon anfinge.

Über grundlegende Eckpunkte über vergangene Beziehungen kann man schon reden, aber die Details muss man nicht wieder neu aufkochen.

Aber es gibt offenbar Menschen die so sind. Ich hatte ein Date mit einer Frau, die mir beim ersten Treffen von körperlichen Details ihrer vergangenen Liebhaber erzählt hat. Ich fand das total bescheuert und es war ein gewichtiger Grund, sie nicht wiederzusehen.
 
  • #16
Auch im Bezug auf die ge/er-lebte Sexualität? (was man mit dem und dem erlebt hat, wo man Sex hatte...) ... Mein letzter Partner hat mir aber Details (über sein damaliges Sexleben) erzählt, die ich nicht wissen wollte.
Wer konkret fragt, bekommt konkrete Antworten. Und darf sich darüber dann auch nicht beklagen.

Die Schilderung des Vorlebens sollte allerdings den Umstand würdigen, daß auch der Ex-Partner eine Privat- bzw. Intimsphäre hat, die Dritte nichts angeht. Wenn schon darüber gesprochen werden muß, dann bitteschön vollkommen anonym und nur so so knapp wie unbedingt nötig.

Man kann das sehr gut mit einer persönlichen Wertung verbinden, z.B.: „Hattest du schon mal Sex am Strand?” – „Ja. Eine sandige Angelegenheit.” Und fertig. Mehr Details braucht es nicht. Wo das war, wann das war, mit wem das war: alles vollkommen irrelevant.
Und auch da gilt für mich, den expartner nicht schräg darzustellen
Eine hehre Einstellung, die einem aber allerlei üble Interpretationen einträgt. Er spricht nicht über seine Trennung? Aha, vermutlich hat sie noch gar nicht stattgefunden! Er klagt nicht über seine Ex? Aha, wahrscheinlich ist sie vollkommen integer und er derjenige, der geschaßt wurde.

Auch hier gilt also: erwähnen ja, aber so knapp und respektvoll wie irgend möglich. Denn wer den Expartner allzu übel darstellt, muß sich fragen lassen, warum er mit so einer Person überhaupt zusammen war.
 
  • #17
Eine hehre Einstellung, die einem aber allerlei üble Interpretationen einträgt. Er spricht nicht über seine Trennung? Aha, vermutlich hat sie noch gar nicht stattgefunden! Er klagt nicht über seine Ex? Aha, wahrscheinlich ist sie vollkommen integer und er derjenige, der geschaßt wurde.
Das sehe ich jetzt nicht so kompliziert. Klar erwähne ich meine Trennung, aber die Art und Weise bestimme ich ja letztendlich selbst. Man muss gar nicht ins Detail gehen. Es hat nicht mehr gepasst oder man hat sich halt verloren. Details sind nicht das Thema, denn ich muss mich nach vorne orientieren. Wenn eine neue Partnerin meint deswegen etwas hinein zu interpretieren, dann hat die halt pesch gehabt. Sie könnte mich ja im hier und jetzt kennenlernen, live und in Farbe, anstatt durch meine vergangenen Beziehungen. Macht für mich wesentlich mehr Sinn.
M47
 
  • #18
Mit zunehmendem Kennenlernen und Vertrauen mag ich vom anderen mehr wissen und durchaus auch erzählen. Der Rhythmus ergibt sich, die Gelegenheiten auch, man muss es oft nicht dezidiert thematisieren.
Die Vergangenheit hat den Menschen geprägt - und was man nicht vergessen sollte, auch mit allem Positivem und Negativem zu dem Menschen gemacht, in dem man sich verliebt.

Aber - ich höre sehr genau zu wie und was jemand von Exbeziehungen erzählt,
War er immer der Enttäuschte, waren es immer die bösen Frauen? Mag ich, dass er eines Tages so über mich redet?
Respekt auch nach einer Beziehung ist wichtig, dazu gehört die Wahrung der Intimsphäre des anderen.
Gentleman schweigt... (Lady auch).
Geht für mich also gar nicht, und damit ein Aus.

Ob Du zu empfindlich bist?
Es ist Dein Maßstab, der zählt - nicht meiner, selbst wenn wir ziemlich konform gehen.
 
  • #19
Ich bin kein Mensch, der alles über seinen Partner wissen will und/oder selbst Vergangenes mit Unbeteiligten thematisiert. In Grundzügen weiß ich natürlich schon über Ex-Beziehungen meines Mannes Bescheid, aber Einzelheiten kenne ich nicht.

Und ganz ehrlich, es interessiert mich auch gar nicht. Welchen Erkenntnisgewinn hätte ich davon? Er war zu einer anderen Zeit, mit anderen Lebensumständen und mit einer anderen Frau ein anderer Mensch? Aha! Wow!
Ich bin ein Mensch, der eher im Jetzt lebt - Vergangenes ist vorbei, Zukünftiges noch nicht relevant - mich interessiert der Mensch, wie er jetzt und gerade in diesem Augenblick ist und nicht der Mensch, der er vielleicht mal war und vielleicht mal sein wird.
Und intime Detals zu verbreiten finde ich einfach nur daneben - mit einem Menschen, der sowas tut, würde ich selbst keinen intimen Kontakt haben. Ist einfach nur stil-und geschmacklos, anderen Menschen privateste Dinge eines Dritten zu erzählen, bzw. mit ihm auszuwerten.
 
  • #20
Gern möchte ich natürlich wissen, warum die Beziehung nicht hielt.
Mein letzter Partner hat mir aber Details (über sein damaliges Sexleben) erzählt, die ich nicht wissen wollte.
Grundlegendes über vergangene Beziehungen finde ich schon wichtig. Sexuelle Details brauche ich nicht unbedingt, aber wenn man sich unterhält, kommt auch das schonmal zur Sprache. Wenn ich etwas nicht wissen will und es trotzdem ausgedehnt erzählt bekomme, dann stellt sich mir die Frage, ob ich damit manipuliert werden soll - so nach dem Motto "Alle anderen haben das oder das aber auch gemacht, warum Du nicht?"
 
  • #21
Wir beide kannten uns schon viele Jahre, bevor wir zusammen gekommen sind.
Daher wissen wir, dass beide keine Kinder von Traurigkeit sind. Das reicht eigentlich auch aus.
Fehler haben sicherlich wir alle beide gemacht - wir sind schlau genug, um daraus gelernt zu haben.
Ok, ich war in grauer Vorzeit mal ein paar Wochen mit einer ihrer Freundinnen liiert - das musste ich natürlich ansprechen. Da aber keinerlei böses Blut zurück geblieben ist, war das auch kein Problem.

Ansonsten habe ich die Einstellung - ich lebe genau JETZT!!! Und möchte nicht danach beurteilt werden, was ich vor 30 Jahren falsch oder richtig gemacht habe...
 
  • #22
Ich hab mit meinem neuen Partner kurz über die Dauer unserer langen Beziehungen gesprochen und warum sie scheiterten. Alles andere (Art und Häufigkeit von Affären oder One-Night-Stands ) will ich gar nicht wissen, ist mir völlig egal. Mir wäre es auch genauso egal, wenn er es mir unbedingt erzählen wollte.

Bei mir selbst gebe ich darüber auch keine detaillierte Auskunft, das geht niemanden etwas an.

Man hat gute und schlechte Erfahrungen gemacht, unerfahren sind wir beide nicht, damit war das Thema durch.

Ansonsten haben wir recht früh über sexuelle Vorlieben gesprochen, ich finde eine Beziehungsanbahnung macht wenig Sinn, wenn man sexuell so gar nicht zusammenpasst, wenn zB. einer auf BDSM und der andere nur auf Blümchensex steht.

Über gewisse sexuelle Erfahrungen haben wir uns auch ausgetauscht, da lausche ich gern und bin insoweit nur neugierig wie bei einer erotischen Geschichte von einer völlig fremden Person.

Mich interessiert dabei maximal, was ihm gefallen hat, was ihn anmacht, die Frau dabei empfinde ich bei solchen Erzählungen nur als Statist.

Ich weiß nicht warum man irgendwelche alten Geschichten in irgendeiner Form als Konkurrenz wahrnimmt ?
 
  • #23
Oder ist das der normale Umgang damit? Bin ich nur zu empfindlich?
Wie geht ihr damit um?
Vielen Menschen fällt es schwer, die Vergangenheit von anderen zu akzeptieren, weil sie selbst Gewissensbisse in Bezug auf ihre Vergangenheit haben. Sie haben es noch nicht geschafft, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und sich selbst für etwas zu vergeben. Das heißt, es gibt irgendwas an der anderen Person, was sie an Dinge erinnert, die sie zurücklassen wollen. Etwas, das sie gern vergessen wollen. Deshalb bestrafen sie die andere Person für ihre Fehler. Ich möchte schon einige Details wissen wie: z.B. gab es Prostitution, gab es gleichgeschlechtlichen Sex, gab es Gruppensex, gab es ONS, gab es Geschlechtskrankheiten, gab es mehr als 5 Sexpartner, wurde fremdgegangen, wurde abgetrieben, gab es Drogen, das sind für mich die wesentlichen Fragen, wo ich Antworten haben möchte! Frage: Wie kann ich eine optimale und glückliche Beziehung für die Zukunft haben können, wenn die unbekannte Vergangenheit ständig meinen Partner einholt? Auch weiß ich, dass es keine Sicherheit gibt, alles kann passieren, dennoch möchte ich das wissen, meine Partnerin hat ebenso das Recht, von mir genauso detaillierte Informationen zu bekommen!
 
  • #24
Vielen Dank für Eure Gedanken zu dem Thema.
Es geht mir doch gar nicht darum, dass ich das Vorleben meines Partners nicht akzeptiere. Ist mir vollkommen klar, dass es da eines gibt. Und ich habe auch keine Probleme mit meinem Vorleben, von dem ich irgendwas vergessen möchte. In den Grundzügen erzählt man sich nach und nach eh einiges. Aber wenn es dann dazu kommt, dass ich über den Sex mit vorhergehenden Partnern befragt werde und er es ganz im Details wissen möchte...finde ich das mehr als befremdlich. Oder mir ungefragt darüber erzählt.
Ich denke, dass sollte innerhalb der jeweiligen Beziehung bleiben. Und wenn dann halt anonymisiert und nicht all zu ausschweifend besprochen werden.
 
  • #25
Über Exbeziehungen reden und über die Gründe der Trennung, finde ich okay. Würde mich auch interessieren. Aber ich will keine sexuellen Details. Finde ich auch daneben. Wenn er Dir jetzt alles haarklein von den anderen Frauen erzählt, wird er irgendwann vielleicht auch erzählen, dass Du immer vor Deinem Orgasmus "Geronimo!" gerufen hast.
Und ich gehe davon aus, dass die Beziehung verarbeitet ist und nicht noch Schwärmereien wie "das war meine große Liebe" usw. kommen.
 
  • #26
Vielen Menschen fällt es schwer, die Vergangenheit von anderen zu akzeptieren, weil sie selbst Gewissensbisse in Bezug auf ihre Vergangenheit haben. Sie haben es noch nicht geschafft, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und sich selbst für etwas zu vergeben. Das heißt, es gibt irgendwas an der anderen Person, was sie an Dinge erinnert, die sie zurücklassen wollen. Etwas, das sie gern vergessen wollen. Deshalb bestrafen sie die andere Person für ihre Fehler. Ich möchte schon einige Details wissen wie: z.B. gab es Prostitution, gab es gleichgeschlechtlichen Sex, gab es Gruppensex, gab es ONS, gab es Geschlechtskrankheiten, gab es mehr als 5 Sexpartner, wurde fremdgegangen, wurde abgetrieben, gab es Drogen, das sind für mich die wesentlichen Fragen, wo ich Antworten haben möchte! Frage: Wie kann ich eine optimale und glückliche Beziehung für die Zukunft haben können, wenn die unbekannte Vergangenheit ständig meinen Partner einholt? Auch weiß ich, dass es keine Sicherheit gibt, alles kann passieren, dennoch möchte ich das wissen, meine Partnerin hat ebenso das Recht, von mir genauso detaillierte Informationen zu bekommen!
Das sind doch eine Menge Details die du wissen willst. So viele Infos brauche ich nicht. Wenn mir das jemand erzählt habe ich aber auch kein Problem.

Entscheidend ist für mich einerseits die aktuelle Lage, insbesondere gibt es aktuell Krankheiten, Drogenkonsum, Alkoholismus, andere Süchte, Störungen, Schulden. Diese Lasten bedrohen mein aktuelles Wohlbefinden.

Desweiteren interessiert mich die Beziehungshistorie. Die verrät relativ zuverlässig was ich von einer Beziehung mit dieser Person zu erwarten habe.

Fremdgehen wäre auch interessant. Bloss verrät dies mir ein Fremdgeher? Ist so ein Mensch ehrlich?
 
  • #27
Ich kenne nicht dass ich nach Details gefragt werde und würde diese auch nicht geben.
Manchmal ergibt sich aus der Situation etwas aber ich will garantiert nicht wissen wie viele Frauen er hatte oder ähnliches.
Das einzige, was mich interessiert sind für mich abartige Praktiken und ob die Beziehungen immer endeten weil er fremd ging.
Das würde mich aufhorchen lassen, alles andere weniger.
Und mal ehrlich, soll ich mit fast 50 darauf reduziert werden weil ich mit 19 mal mit einem Mädel rumgeknutscht habe? Oder er, weil er mit 20 bei einer Fahrt nach Amsterdam im Puff war?
Mir sind Menschen, die mal ausprobiert haben, lieber als welche die ihr Leben lang alles verteufeln was nicht "Schema F" ist.
 
  • #28
Mein Partner hat mir von allen seinen vorherigen Beziehungen und Sexualpartnerinnen erzählt. Das fand ich wichtig, weil es über sein Beziehungsverhalten Auskunft gibt. Er hat aber niemals über Details gesprochen (welche Frau was wie im Bett gemacht hat). Ich finde, so sollte es sein.
 
  • #29
Auch weiß ich, dass es keine Sicherheit gibt, alles kann passieren, dennoch möchte ich das wissen, meine Partnerin hat ebenso das Recht, von mir genauso detaillierte Informationen zu bekommen!
Das ist doch unrealistisch. In einer Beziehungsanbahnung kann eine Frau dir doch alles mögliche erzählen. Du kannst es doch nicht mehr nachprüfen. Sie erzählt dir, dass sie mit 17 einen Joint geraucht hat, aber in Wirklichkeit hat sie viel mehr (auch harte) Drogen ausprobiert. Sie erzählt dir, dass sie mt 20 ihr erstes Mal hatte. In Wirklichkeit war sie seit ihrem 14. Lebensjahr mit wechselnden Sexpartnern aktiv. Das kann man vielleicht beurteilen, wenn man zeitlebens in einem klitzekleinen Dorf gelebt hat, wo jeder jeden kennt, aber bei Zufallsbekanntschaften weiß man erst mal nichts über das Vorleben.
Davon abgesehen, möchte ich von sexuellen Einzelerfahreungen mit dazugehörigen Personen nichts wissen. Das machen doch nur verklemmte Würstchen, um die Latte möglichst hoch zu hängen. Damit die neue Partnerin sich ins Zeug legt, weil sie ja "besser" sein will als ihre Vorgängerinnen. Einfach ein übler Manipulationsversuch.
 
  • #30
Hallo Lavera,

Sprecht ihr darüber offen mit Eurem Partner? (also zB. wie viele, wie lange zusammen, Trennungsgründe...) Auch im Bezug auf die ge/er-lebte Sexualität? (was man mit dem und dem erlebt hat, wo man Sex hatte...)

Gern möchte ich natürlich wissen, warum die Beziehung nicht hielt.
nein, habe da keinerlei Bedürfnis, darüber zu sprechen, bzw. diese Dinge zu erfahren oder mich selbst diesbezüglich mitzuteilen.

Mich interessiert wirklich null komma null, mit welchen Frauen mein Partner vor mir zusammen war, weshalb und weshalb er sich getrennt hat (oder die Frau/en) und erst recht nicht, was die beiden im Bett gemacht haben o_O (bzw. wo sie Sex hatten!?). Das möchte ich gar nicht wissen, weil mich die Frauen überhaupt nicht interessieren. Was habe ich davon, das zu wissen? Außer dass ich in deren Privatsphäre eindringe auf diese Weise, die mich als Dritte doch absolut nichts angeht. Das sind doch wildfremde Frauen... was interessiert mich deren Sexleben?

Mich würde das auch sehr befremden, hätte mein Partner das Bedürfnis, mir davon zu erzählen, denn dann wüßte ich gleich, woran ich bin, nämlich dass er irgendwann mal einem mir wildfremden Menschen auch intimste Dinge von mir erzählen wird, sollten wir mal nicht mehr zusammen sein, nämlich der next (mindestens)...

Ich würde meinerseits auch meinem Partner nichts über seine Vorgänger erzählen wollen. Die waren ja vor ihm da und gehen ihn nichts an. Und ich möchte auch deren Intimsphäre im nachhinein schützen... GsD habe ich aber auch noch niemals einen Mann getroffen, den das interessiert hätte.