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  • #1

Wie geht ihr mit unerwiderter Liebe um?

Habt ihr es schon einmal erlebt, dass ihr einen Menschen unerwidert liebt? Wie geht ihr damit um? Wartet ihr, ggf. jahrelang, lenkt ihr euch ab, sucht ihr euch jemand anderen? Wie bewältigt ihr in der Situation euren Alltag? Hofft ihr bis zum letzten Moment?
 
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  • #2
Unerwiderte Liebe ist keine Liebe! Liebe beruht auf Beidseitigkeit.
 
  • #3
Völlig unerwidert ist es mir noch nicht passiert, eine gegenseitige, starke Anziehung war schon da.

Aber es gibt auch gravierende Hindernisse, Beziehungsängste, bereits bestehende Partnerschaften... Mir ist es zwei Mal passiert, dass ich "den" Mann gefunden hatte und es kam zu keiner festen Beziehung.

Ich lebe immer noch, auch wenn es mich manchmal wundert, auch wenn ich viel zu distanziert und bisweilen reichlich zynisch dem Leben, der Liebe und den Männern gegenüber stehe.
Es hinterlässt Spuren, auch noch nach vielen Jahren, aber inzwischen kommt es vereinzelt vor, dass ich einmal einen Tag lang nicht mehr an ihn gedacht habe. Natürlich geschieht es immer noch, dass ich in einem ruhigen Moment unvermittelt in Tränen ausbreche, aber nur noch selten. Niemand weiss davon und das ist gut so...
 
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Gast

  • #4
Lieben heißt: Loslassen, dem anderen, der die Liebe nicht erwidert, von Herzen wünschen, dass er glücklich wird, so wie er sich das wünscht. Alles andere ist Ego, ich will, dass er mich liebt - tut er aber nicht. Also: weiche dem Geliebtwerden nicht aus und warte bis die Liebe gegenseitig geschieht.
 
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  • #5
Unerwiederte Schwärmerei macht mich krank und törnt mich auf Dauer ab. Daraus wird dann auch keine Liebe.
 
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  • #6
Hallo Fs, ich habe das Problem auch. Ich lernte einen Mann kennen und verliebte mich. Er leider nicht. Ich habe lange gewartet, jetzt frage ich mich worauf? Inzwischen warte ich nicht mehr und wenn ich einen anderen Mann kennenlernen sollte, dann soll es so sein. Mann/Frau lebt nur einmal. Hat ein anderer kein Interesse, so muss man es akzeptieren und weiterleben.
 
  • #7
Das Wort sagt es doch: Eine unerwiderte Liebe!

Unerwidert ist eine Tatsache, eine Realität, die es zu akzeptieren gilt. Es gibt immer Vieles, was man sich wünscht bzw. gern hätte, das man aber nicht bekommen kann; aus den verschiedensten Gründen.

Da nutzt es gar nichts, wenn ich mir selbst und meiner Umwelt jeden Tag etwas vorjammere. Akzeptanz ist die Anleitung, damit umzugehen - wie denn sonst?

Das Unmögliche versuchen möglich zu machen, ist verschwendete Energie. Aus dem Möglichen das Beste zu machen bzw. daran zu arbeiten, dass es noch besser wird, das ist Energieeinsatz am richtigen Platz.

Das gilt auch für unerwiderte Liebe!

(Wobei ich persönlich die Meinung vertrete, dass es diese sog. unerwiderte Liebe überhaupt nicht so häufig gibt, wie das behauptet wird. Das wird nur viel zu leicht so benannt! In Wirklichkeit ist das ein Verhalten aus der Kindheit. Man will oft das, was man gerade nicht bekommt... Als Erwachsener ist es dann viel zu oft einfach nur ein Dämpfer für das eigene Ego, man ist gekränkt und will sich das auf keinen Fall eingestehen! - 'Wie kann er/sie mich nicht lieben? Was stimmt mit mir nicht? usw. usw.' - Mit Liebe hat das wenig, bis gar nichts zu tun!)
 
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  • #8
Ich glaube nicht, dass jeder Mensch in der Lage ist, eine unterwiderte Liebe zu empfinden. Ich habe eine Freundin, die ist seit ihrem 17. Lebensjahr ständig in Beziehungen. Sobald sie merkt, dass die aktuelle Beziehung kurz vor dem Aus steht, sucht sie sich einen neuen Kandidaten. Ich habe sie als Single praktisch nie erlebt. Für sie wäre eine reine Zeitverschwendung, ihre Gefühle in einen Mann investieren, der sie nicht will.
Bei mir wiederum ist es ganz anders. Ich bin etw. schwierig was das Zwischenmenschliche angeht, eher introvertiert und verliebe mich sehr selten, und wenn schon, dann dauert bei mir auch sehr lange, bis es vorbei ist. Früher konnte ich meine Gefühle überhaupt nicht steuern und die Tatsache, dass er kein Interesse hatte, half mir nicht, mich zu entlieben. Aber ich wurde reifer, erlebte reale Liebe und wundere mich jetzt, wie naiv, verträumt und weltfremd ich mal war.

Ich kann aus der Erfahrung sagen, dass unerwiderte Liebe eine schöne Schwärmerei und gleichzeitig eine Zeitverschwendung ist. Ich vermisse diese Zeit nicht und will sie nie wieder erleben, dafür weiss ich jetzt nur zu gut, dass es nichts schöneres ist als zu lieben und geliebt zu werden.
 
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  • #9
Bei mir triffst Du mit Deiner Frage einen wunden Punkt. Meine Reaktion war: Rückzug aus dem gesamten Paarungsgeschäft. Die primäre Funktion dessen war offensichtlich Selbstschutz. Heute kann ich gelassener mit solchen Tatsachen umgehen. Ich weiß auch nicht, warum.
 
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  • #10
@8 Verrate uns doch bitte, wie alt du bist und ob du eine Frau oder ein Mann bist. Das könnte doch vielleicht besser helfen. Hast du nicht noch mehr Tipps auf Lager? von#5
 
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  • #11
#8 @ #9: Gerne, ich bin m/33. Aufgrund meines Alters kann und möchte ich hier nun nicht als Weisheitslehrer auftreten ;-). Und: Dass ich in diesem speziellen Lebensbereich ein gewisses Maß an Gelassenheit entwickelt habe, will nun nicht heißen, ich sei die Gelassenheit in Person. Aber gut, ich will's versuchen: Wenn man gewisse Leidenswege lange genug gegangen ist, ich glaube, dann kommt es zu Gelassenheit. Wahrscheinlich weil man gelernt hat, dass es auch jenseits dessen, was man entbehren musste, lohnenswertes Leben gibt. Man muss durch manche dunklen Nächte durch.
 
  • #12
Ich kann sehr geduldig sein und lange leidend hoffen.
Sobald ich mir aber sicher bin, daß er nicht in mich verliebt ist, z.B. weil er mir das gesagt hat, ist es schnell vorbei. Eine Nacht heulen oder auch drei. Eine Woche neben mir sein, oder auch drei. Dann geht es aufwärts. Ich blicke nach vorn.
Schwierig wird es, wenn ich den Mann weiter sehen muß und er nett zu mir ist. Im schlimmsten Fall geht es dann wieder von vorn los, 'die Hoffnung stirbt zuletzt'. Ob dem Mann das klar ist, wie gemein das ist ?
( Ich habe das kürzlich erlebt, derzeit sind wir wieder in der Post-Einsichts-Phase, grrr )
 
  • #13
wenn ein Mensch sich nicht aus einer unerwiderten Liebe befreien kann und loslassen kann, dann liegen da tiefe schwerwiegende Probleme zugrunde, die selber selten behoben werden können. Das geht ja in Richtung Stalking, denn normale Menschen profitieren nicht von Liebe wenn sie nicht erwidert wird und lassen davon ab um sich anderem zuzuwenden, wo sie profitieren. Wenn das bei die eben anders ist, solltest du einen fachmann befragen, warum du das Leiden liebst
 
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  • #14
Ich erfahre seit 5 Jahren unerwiderte Liebe. Ich lebe in einer Beziehung ohne Liebe. Er hat mir 3,5 Jahre Liebe vorgespielt und seit 1,5 Jahren ist es fast abgekühlt. Immer wieder musste ich mich ihm beweisen, weil ich nicht gut genug war. Ich habe mich am Ende völlig aufgegeben. Und für was? DAs er eine andere liebt. Warum tun Menschen das? Ich habe nie durch FAmilie Liebe erfahren und habe wenig Selbtsliebe. Er gab mir einst die Liebe und hat mich verhungern lassen und ich lies es zu, weil ich den Schmerz nicht ertragen konnte, nicht geliebt zu werden. Die Hoffnung lies es zu, mich zu quälen. Jetzt fühle ich mich schlimmer als früher/vorher: ausgenutzt, erniedirigt, habe mein Selbst aufgegeben.
 
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  • #15
@ 13: Ich würde Dich jetzt irgendwie gern aufmuntern und sende Dir einen mitfühlenden Gruß. Ebenso aber möchte ich Dich ermutigen, vielleicht nicht alles so schwarz zu sehen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es auch in Deiner Biographie (insbesondere der Kindheit) Erfahrungen von Geborgenheit und Liebe gab. Ganz sicher!
 
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  • #16
Ich lieb(t)e ebenso einen Mann, der mir wohl nur Gefühle vorgeheuchelt hatte.

Nun..unerwiderte Liebe lässt lange Zeit an sich (ver-)zweifeln..
Um NICHT zu verzweifeln, hat mir persönlich viel "lesen" von Ratgeber-Lektüre geholfen.

Es ist unerheblich, ob Liebe erwidert wird - die Hauptsache ist doch, dass sie im eigenen Herzen wuchs. Ein Zeichen, dass das eigene Herz nicht abgestumpft und tot ist!

Ich denke mal, was zu mir gehört, kann ich nicht verlieren und wer meine Liebe nicht haben möchte, gehört nicht zu mir. Das habe ich zu respektieren.

Im umgedrehten Fall möchte ich ja auch nicht angebaggert und belästigt werden, wenn ich für einen Mann keine Gefühle empfinde. Werde sie dann auch nicht vorheucheln und (falsche) Hoffnung wecken.

Lieben Gruß! w45
 
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  • #17
Ich habe ca. 1 Jahr auf sie gewartet. Sie hatte viele Beziehungen, war noch nie alleine und war als ich sie kennenlernte in einer On-Off Beziehung mit Kurzzeitbeziehungen während ihrer kurzen Trennungsphasen. Obwohl sie wg. mir einen Urlaub mit diesem (Ex-)Freund verschoben hat, hat sie sich von ihrer besten Freundin kurzfristig verkuppeln lassen und wechselte warm. Wenige Tage später sagte sie mir, dass sie mich regelmäßig sehen wolle und sich wohl zu schnell entschieden hätte. Ich ließ mich noch tiefer auf sie ein, denn ich war sehr in sie verliebt. Ständige Versprechungen, die praktisch nie gehalten worden sind. Ständige Gefühlsschwankungen, die mich ihr nahe kamen, aber sich von mir auch entfernen ließen und die ich vorerst nicht zu deuten vermochte. Immer als ich ihr näher kam als die alte On-Off Beziehung oder die neuerliche, problembehaftete Beziehung stieß sie mich von sich. Sie hatte Angst von mir und mochte mich zugleich. Als ich nach vielen Monaten einmal allg. über Sex redete, entwerte sie mich - nach über einem Monat nach dem Gespräch als ich ihr emotional wieder nahe kam. Drei Monate später habe ich Kontakt aufgenommen. Sie hätte mir geschrieben, hätte ich mich nicht gemeldet. Sie war alleine. Sie würde mich wieder kennenlernen wollen, mich in ihrer Mitte haben. Plötzlich brach sie den Kontakt ab und sagte, sie wolle alleine bleiben und sich bei mir melden. Später erfuhr ich, dass sie wieder einen neuen Freund hatte.

Vor kurzem lernte ich eine liebe Frau kennen. Eine Künstlerin, denn ich fühlte, dass ich eine solche anziehen werde. Diese hat eine schwierige Vergangenheit. Dennoch, sie hat sich viel besser im Griff als diese einseitige Geschichte. Sie sagt, ich würde ihre Seele streicheln. Sie gibt mir in adäquater Weise etwas zurück. Etwas das diese einseitige Geschichte nicht getan hat.

Ich habe erlebt wie es heißt, uneigennützig und selbstlos zu lieben. Es war wunderschön, aber danach habe ich gelitten. Ich bin froh, dieses Gefühl erlebt zu haben. Es war zugleich grausam, aber dennoch wunderschön.

Wie ich nun die einseitige Verliebtheit, diese unerwiderte Liebe vergessen konnte?
Ich habe sie nicht vergessen, ich habe gelernt mit ihr umzugehen. Geholfen hat mir eine Psychotherapeutin, die ich über Monate bis zum Ende letzten Jahres aufgesucht habe. Geholfen hat mir die Natur, das Schreiben und vor allem das Tanzen, z.B. Salsa, Tango A. und Flamenco, aber vor allem Letzteres. Geholfen haben mir drei Tanzaufführungen, wobei zwei davon hpts. mit Kindern abgehalten wurden. Geholfen haben mir viele Gespräche mit guten Menschen. Geholfen hat mir auch, nicht nur diese einseitige Liebe, sondern vor allem mich näher kennenzulernen. Geholfen hat mir die Zeit, das Alleinesein. Ich brauche und will keinen Menschen als emotionale Stütze. Ich wollte nie abspalten, sondern verinnerlichen, nie bereuen, mutig sein. Durch und über sie habe ich gelernt, wie tief ich fühlen und lieben kann. Das war mir eigentlich das Wichtigste.

35,m
 
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  • #18
Stecke gerade mittendrin in so einer Geschichte. Liebe einen Mann, der mir lange Zeit das Gefühl vermittelt hat, ebenso für mich zu empfinden. Schwebte auf Wolke 7... So eine tiefgehende, erfüllende Partnerschaft hatte ich vorher noch nie. Mit ihm wollte ich den Rest meines Lebens verbringen. Nach einem wunderschönen, gemeinsamen Wochenende hat er dann aber unvermittelt per Mail unsere Beziehung beendet. Meinte, er hätte keine Gefühle mehr für mich und das sei ihm "gerade eben klar geworden". War vollkommen durch den Wind deswegen. Hatte das überhaupt nicht kommen sehen. Es gab vorher keinen Streit, im Gegenteil. Er war bis zu diesem Moment der "perfekte Freund".

Er hat sich dann eine Weile sehr ambivalent verhalten. Konnte nicht mehr mit, aber anscheinend auch nicht vollkommen ohne mich, wollte immer wieder Kontakt. So habe ich mir lange Zeit noch Hoffnungen gemacht, dass die Trennung nur eine Kurzschlussreaktion war und er insgeheim doch noch mit mir zusammen sein will. Dieser Rest Hoffnung hat dazu geführt, dass ich mich auch trotz danach eingeleiteter Kontaktsperre und größtmöglicher Ablenkung nicht emotional von ihm lösen konnte.

Stand der Dinge aktuell: er hat längst eine Neue und ich hänge nach Monaten immer noch den Erinnerungen an die guten Zeiten mit ihm nach. Es ist verrückt und selbstzerstörerisch und ich verachte mich regelrecht dafür, dass ich ihm immer noch so viel Platz in meinem Leben einräume. Für mich war/ist er einfach die große Liebe. Bin mir sicher, dass ich ihn nie vergessen werde - aber ich hoffe doch sehr, dass ich mich bald entliebe und dann wieder vom Kopf her frei bin für all die anderen tollen Männer, die da draußen herumlaufen. Solche gibt es doch irgendwo, oder? ;-)

Einfach einen neuen suchen, würde ich mir nie. Im Moment wäre ein Neuer nur ein Platzhalter oder Übergangsmann. Sowas sollte man niemandem antun. Ablenken und Kontaktsperre helfen nur bedingt. Der oder die Ex müssen raus aus dem Kopf! Die Hoffnung muss vollkommen weg sein! Ich fürchte langsam, dass allein Warten und Aussitzen etwas bringen. Irgendwann wird der Selbsterhaltungstrieb größer sein, als die unerwiderte Liebe. Wie ich mich auf diesen Tag freue...
 
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  • #19
am schlimmsten ist, wenn man trotzdem der Meinung ist, dass sie die eine große Liebe ist und man sich eigentlich gar nicht entlieben will.

Was jedenfalls nicht hilft: Werther, Das Unmögliche von Bataille, Stolz und Vorurteil, Anna Karenina...

m26
 
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  • #20
Ich war ebenfalls in einer ähnlichen Situation. Ich selbst hätte mir es gut vorstellen können, mich in sie völlig zu verlieben. Wir waren gerne zusammen, sie hat sich mit mir sehr wohlgefühlt, ich mich mit ihr auch, sie hat Berührungen zugelassen, ich hab es genossen, ihr Gesicht zu streicheln, durch ihr Haar zu gleiten, sie zu küssen und in ihren Augen zu versinken. Gefühle meinerseits waren vorhanden. Da sie aber sehr distanziert und manchmal fast unnahbar auf mich wirkte und nur sehr, sehr langsam "aufgetaut" ist, was ich nachvollziehen konnte und wofür ich vollstes Verständnis hatte, habe ich auch aus Gründen des Selbstschutzes nicht alles gegeben, nicht das an Gefühlen investiert, was ich imstande gewesen wäre, zu investieren. Ich wollte nicht völlig am Boden liegen wenn unser kleines zartes Pflänzchen verwelkt ist. Ich sollte leider recht behalten, denn sie hat mir letztlich mitgeteilt, dass es bei ihr (leider) nicht für mehr reicht. Sie hätte es gerne gehabt, dass sie ähnlich fühlt wie ich aber es ist nicht passiert. Woran es liegt, konnte sie mir nicht sagen.

Ich habe mich dann gg. eine etwaige Freundschaft, wie auch immer die ausgesehen hätte, entschieden. Ich hätte auf sie gewartet, ja, das hätte ich. Wie lange kann ich nicht exakt schreiben aber ich hätte es getan. Sie aber hat (leider) alle Türen zugemacht, so dass es keine Handlungsmöglichkeit mehr von meiner Seite gibt etwas qualitatives zu unternehmen. Wenn sie auf mich zukommen würde, mit veränderter psychischer Situation ihrerseits - aufgeräumt, stabil, offen - dann wäre ich durchaus bereit, sie "nochmal neu" kennenzulernen. Es hat sich nicht viel verändert. Ich kann sie irgendwie zutiefst verstehen (ich möchte derzeit nicht mit ihr tauschen) und hege keinerlei negative Gefühle für sie. Sie ist mir irgendwie immer noch nah.

But the answer (my friend) is blowin´ in the wind...
 
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  • #21
Auch ich habe eine etwas sehr seltsame Liebe. Wir sind Kollegen treffen uns aber nicht jeden Tag, wir telefonieren gemeinsam und wisssen welchen Dienst gerade der Andere hat. Ich liebe ihn seit einer Dienstreise auf der wir lediglich gemeinsam einige Unternehmungen hatten. Die netten Kollegen meinen wir sind ein Paar. Auch in der Freizeit haben wir ein gemeinsames Projekt, wobei ich mich hier mehr einbringen kann als er, denn Er ist verheiratet ich bin Single. Wir können nicht voneinander lassen, er besucht mich und hilft bei Angelegenheiten, welche für mich manchmal ein Problem sind. Desweiteren gehen wir in Konzerte (in Wissenheit der Ehefrau).Die Frau besuchte mich kürzlich sogar mit ihm gemeinsam. Es ist alles sehr seltsam unsere Liebe, hat von uns jedoch keiner dem Anderen je bezeugt.
Sollte ich diese etwas sehr seltsame und sicherlich auch nur einseitige Liebe beenden? Zumal ich einen Menschen mittlerweile kennengelernt habe der mich sehr mag, nur leider hänge ich sehr an meinen Kollegen und werde diese Liebe wahrscheinlich nicht losbekommen da wir uns ja weiterhin auf Veranstaltungen und dem Gemeinsamen Projekt sehen werden.
 
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  • #22
Mir geht es derzeit wie # 19 und ich fühle mich mehr als besch .... Mein Bekannter hat mich ein Jahr lang immer wieder emotional an sich herangeholt und dann wieder distanziert. Immer wieder von seiner Seite aus Telefonate, Vorschläge für Unternehmungen etc. Wenn wir zusammen waren, hatte ich ein wunderbares Gefühl von Geborgenheit und ich schien zu wissen, dass hier mehr daraus wird, weil sein Interesse so stark war. Dann wiederum hat er sich von heute auf morgen kaum mehr gemeldet und ging ziemlich auf Distanz. Da ich von Anfang an ein bisschen skeptisch war, weil ich wusste, dass ich optisch nun mal gar nicht sein Typ bin, habe ich mich, zumindest "äußerlich", was Taten betrifft, vielleicht nicht so ganz eingebracht, wie ich es gerne gewollt hätte. Dennoch bin ich immer wieder gleich gesprungen, wenn er sich gemeldet hat. Nun sagte er einmal, dass er "sich von einer Frau finden lassen will", das soll wohl heissen, dass von ihr die Initiative ausgehen soll. Nun gut. Ich weiß nicht woran es lag, aber er hat sich dann deutlich von mir zurückgezogen, auch immer wieder, mit Andeutungen mir zu verstehen gegeben, dass er für mich als Frau nichts (mehr) empfindet. Ich leide wie ein Hund, u. a. auch, weil ich denke, vielleicht hätte ich mich mehr einsetzen bzw. öffnen und auf ihn zugehen müssen. Ich kann an nichts anderes mehr denken und frage mich, ob ich durch mein Verhalten alles vernichetet habe, was am Aufkeimen war. Wenn ich jedoch ehrlich in mich reinhorche, denke ich einfach, wie bei # 19, dass es bei ihm zu mehr nicht gereicht hat. Freunde wollen wir jetzt sein. Er sagt, die Freundschaft mir mir sei ihm wichtig. Aber es tut mir so weh. Wenn ich mit ihm zusammen bin, wünsche ich mir, er würde mich umarmen ... Ich bin voller Hoffnung, deute jede kleine Geste als Zuneigung für mich. Ich leide unter dieser "Freundschaft", weil ich nicht verstehen kann, warum es nur Freundschaft sein soll. Es sind Höllenqualen pur. Ich weiß, dass diese Freundschaft für mich nicht gut ist, trotzdem lasse ich mich darauf ein, weil ich immer noch hoffe .... Dieses Hoffen, jedoch gleichzeit zu wissen, dass er nicht die Gefühle hat, wie ich für ihn, ist das Schlimmste. Ich habe einen großen Freundes- und Bekanntenkreis, interessante Hobbies, bin berufstätig und trotzdem habe ich ihn Tag und Nacht im Kopf. Ich kann mich nicht Ablenken. Das geht nur für kurze Sequenzen und dann schaue ich aufs Handy, ob er vielleicht doch angerufen hat - bin dann furchtbar enttäuscht, wenn nicht. Vielleicht sollte ich keine sogn. Freundschaft mehr pflegen, dann täte es nicht so weh, aber das kann ich derzeit noch nicht und quäle mich damit bis aufs Knochenmark ...
 
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  • #23
Ich habe mich vor ein paar Monaten nach drei Jahren Beziehung von meinem Freund getrennt, der sagt, dass er mich nie geliebt hat und auch nur die erste Zeit sowas wie verliebt war. Das hat ihn aber nicht daran gehindert, mit mir drei Jahre zusammen zu bleiben.
Ich kann das nicht verstehen. Momentan bin ich zwar froh, dass ich den Schritt gegangen bin mich zu trennen, gleichzeitig fehlt er mir aber auch und ich bin noch nicht wirklich entliebt. Ich will so eine Beziehung nie mehr führen, ich war die meiste Zeit auch eher unglücklich mit ihm, aber trotzdem denke ich ständig an ihn.
Wie ich damiit umgehe? Schlecht.
 
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  • #24
Ich habe da eine gewisse Übung *grins* ... ich verliebe mich meist ziemlich schnell und auch ziemlich heftig. Und das ist meist einseitig :-| ... naja, wie soll ich sagen ... nach ein paar Monaten ist es eine nette Erinnerung, die noch etwas schmerzt ... nach zwei Jahren eine Begebenheit aus meinem Leben, die offene Fragen hinterlassen hat :-|

49, männlich
 
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  • #25
wenn ich das alles hier lese, erkenne ich mich in vielerlei hinsicht wieder...

hab mich unsterblich in eine gute bekannte verliebt. anfangs fand ich sie nur sympatisch und nett, aber mit der zeit (in welcher wir immer öfter etwas zusammen unternahmen, wie z.b. kino, essen, ausflüge, videoabend, usw.) hab ich mich immer mehr in sie verliebt :-(

bei unseren letzten unternehmungen hat sie sich ab und zu an mich geschmiegt... ich hab mich dabei immer zurückgehalten... na ja, ich bin (leider) um die15 jahre älter als sie.

leider konnte ich mich bei unserem letzten ausflug nicht mehr beherrschen und habe ihr anschmiegen mit einer sanften umarmung und zärtlichem streicheln erwiedert... da war's endgültig um mich geschehen :..-( ich wusste nicht, dass ich mich nach einer schweren enttäuschung wieder so sehr in eine frau verlieben könnte.

ich übertreibe nicht, wenn ich behaupte, dass das mit abstand der schönste tag in meinem leben war.

wie dem auch sei... ein paar tage später habe ich ihr dann bei einem gespräch gestanden, dass ich mich in sie verliebt habe. das war dann auch der anfang vom ende unserer freundschaft... sie meinte nur, dass sie in mir nur einen guten bekannten gesehen hat und mehr nicht... und dass ich viel zu alt für sie bin... sie wollte aber weiter etwas mit mir unternehmen, denn die männer in ihrem alter sind zum großteil angeblich etwas beschränkt.

wie ich mich gefühlt habe, kann sich sicherlich jeder vorstellen... aus verzweiflung habe ich dann gesagt : "es ist besser, wenn wir uns nicht mehr sehen... ich würde es sowieso nicht ertragen, wenn du früher oder später in den armen eines anderen mannes liegst! dann ist es besser, wenn ich den dolch jetzt in mein herz gestochen bekomme! ich wünsche dir für die zukunft alles gute... lebe wohl."

das war's dann... nach dem höchsten gefühl der liebe, der tiefste fall in den abgrund...

das ist nun 2 monate her... und ich habe immer noch schwer mit der abweisung zu kämpfen. dennoch weiß ich, dass das der beste weg war, denn ich in dieser situation beschreiten konnte.

was soll man auch machen? zusehen, wie sich die frau die man liebt einem anderen zuwendet?

da gibt's meiner meinung nach nur eines : "lieber ein ende mit schrecken, als ein schrecken ohne ende." soviel selbstachtung muss sein.
 
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  • #26
Mein Ex war 2 Jahre an mir interessiert, ich nicht,an ihm. Schließlich hat er mich mit seinem herzenswarmen Charme und seiner sonnigen Art weich geklopft - wir kamen zusammen.
Eine Woche nach unserem ersten Mal verkündete er dann das wir nicht zusammen passen.
Ich habe mich bereits verliebt und wollte ernsthaft eine gemeinsame Zukunft angehen.
Ich habe mich sehr um ihn bemüht und er hat das im Nachhinein betrachtet köstlich ausgenutzt. Um mir falsche Hoffnungen zu machen sprach er ein paar Mal von einem gemeinsamen Kind
auf das ich mich auch freute.

Heute, einige Zeit nach der Trennung habe ich immer noch die Erinnerungen an seine Gemeinheiten und Kälte. Ein Bekannter zu mir sagte das er selbst von ihm gehört hat das er will das ich leide und kaputt gehe. Ich habe meinem Ex nichts getan, ihn immer unterstützt.

Heute lebt er wieder mit seiner großen Liebe zusammen, gibt sich doppelt und dreifach Mühe.
Bei mir kam er mit dem Hintern nie hoch, wollte das ich die billigsten Tomaten kaufe.
Nun fährt er nach Sardinien, Mailand, geht essen.

So kann es gehen.
 
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  • #27
Sehr schwer ist sowas. Ich habe mich mal sehr schnell und sehr doll in einen Mann verliebt. Haben uns gefühlte Stunden in die Augen gesehen....Es war wahnsinnig schön in seiner Nähe und es knisterte total. Er roch so verdammt gut...Es stimmte alles - dachte ich. Es stimmte, dass es "nur" eine kurze, tolle Zeit werden sollte. Weil er nicht so grosse Gefühle für mich hätte. Es ging ja auch nicht... Nur leider hab ich mein Herz an ihn verloren. Bin danach fasst durchgedreht so weh kann einseitige Liebe tun.
 
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  • #28
Ganz gemein können solche Frauen sein, die nicht zu einer eindeutigen Aussage kommen. DIe einerseits auf Distanz gehen, andererseits Hoffnung erwecken. So ist es mir gegangen. Sie machte eindeutige Flirts, ich verliebte mich in Sie. Ich rief sie an, sie kam kühl und distanziert. Ich traf sie in der Stadt wieder, sie flirtete mit mir. Seit mittlerweile 14 Jahren bekomme ich von ihr mehrmals jährlich Horchanrufe, bei der sie sich nicht meldet, aber ihre Nummer erscheint im Display. Ich habe mir aber geschworen, nie wieder dort anzurufen. Ich weiß nicht, was diese Frau für mich empfindet. Welchen Sinn diese Anrufe haben. Ich sehe es als unerwiderte Liebe an und leide entsetzlich.

m, 38
 
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  • #29
tja... so ist das mit der einseitigen liebe... sie ist irgendwie sinnlos und vergebens. und man kann nur hoffen, dass man von der/dem angebetenen nicht all zu sehr ausgenutzt wird...
 
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  • #30
Hallo,Forumsteilnehmer
Mmh,das letzte was ich von "Ihr" hörte auf meinen sehr persönlichen Brief der diese
bis dahin unerträgliche Situation beschrieb.

Machs gut Du bist ein ganz wundervoller Mensch.
[...] drauf das wusste ich auch schon vorher,soll Sie sich doch wieder von irgendeinem
[...] lassen.

"Ich habe fertig" (lt.Trappatoni)
(M45)

[Mod.= Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Danke!]
 
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