• #1

Wie geht man mit dem Drogenkonsum des Mannes um?

Ich habe herausgefunden dass mein Mann kifft...das schon vor 6 Monaten.Er hat mir versprochen dass er damit aufhört aber vor 2 Wochen habe ich sein Zeug wieder gefunden.Mit Drogen,egal welche Art,kann ich nichts anfangen;ich habe ihm schon erklärt dass wenn er das kiffen nicht weg lassen kann ,will ich die Trennung.Er meinte dass er nicht süchtig ist und dass er auch ohne Therapie schaffen kann...er ist eine Woche krank gewesen und durfte nicht raus gehen...gestern ist er wieder draußen mit Freunden gewesen und er hat wieder gekifft.Zu meine Frage,warum,hatte er keine richtige Antwort ...er hatte nur Bock...jetzt weiß ich nicht mehr weiter!ich glaube nicht dass er alleine schaffen kann aber ich weiß auch nicht wie ich ihm helfen kann;ich habe eine Beratungsstelle gesucht aber ich weiß auch nicht ob die ihm helfen können...Vor 3 Monaten ist er zum Berater gewesen (eine andere Stelle),und er (der Berater)sagte ihm dass sein Konsum nicht gefährlich ist... aber ich sehe das anders,mein Mann ist anders und unsere Beziehung hat sich auch verändert... habt Ihr Erfahrung mit Drogen?was kann ich tun?
 
  • #2
Damit das der Berater (angeblich) gesagt hat, oder er nur gehört hat was er hören wollte, nämlich, dass es nicht gefährlich ist, ist der Drops gelutscht. Damit hat der Berater alles kaputt gemacht. Da gegen kommst du nicht an. Egal wie viele Leute Erfahrung mit solchen "Partnern" haben, das bringt dir insofern nichts, als das fast keiner ein Happy End dabei erlebt hat. Dafür läuft sein Leben auch zu bequem und zu stabil. Warum soll er was ändern. Dann haust du eben ab. Für ihn nicht wirklich ein Problem, im Gegenteil, dann hat er endlich seine Ruhe. Grundsätzlich geht der Joint ebenso wie Alkohol etc. immer vor. Dafür lässt man auch die Familie den Bach runter gehen. Das es verändernd wirkt siehst du völlig richtig. Das es nicht gefährlich ist, stimmt nicht, denn heute kann man wohl auch Gras-Sorten erwischen die sehr schädigen. Auch das seine Freunde kiffen wird verhindern das er es sein lässt. Das mit der Trennung ist eine leere Drohung. Das machst du eh nicht und das weiß er auch. Heißt du hast keine Möglichkeit dich durchzusetzen. Falls du es doch tust hört er auch nicht auf. w52
 
  • #3
Hm - wenn du keinen Mann willst, der kifft, dann zieh die Konsequenzen - basta.
Finde kiffen zwar nervig aber nicht schlimm. Alkohol ist auch nicht besser - aber akzeptierter.
 
  • #4
Hi liebe Kathy,

Ich kann Dich verstehen. Auch wenn Haschisch nicht als harte Droge gilt, könnte ich da auch wenig mit anfangen.
Das Suchtpotential der Droge ist im Vergleich eher gering und die Nutzer sind eher psychisch als physisch abhängig.
Und sicher gilt hier auch, genau wie beim Alkohol: Die Dosis macht das Gift.

Aber ich verstehe Dich sehr gut, dass du da so gar nichts mit zutun haben möchtest.
Erschreckend finde ich, dass ihm die Beziehung offensichtlich nicht wichtig genug ist, dass er damit aufhört.
Es sogar heimlich macht. Das spricht schon für Abhängigkeit.
Und ich könnte mit Kiffern auch nichts anfangen, das wäre einfach nicht meine Welt.

Wie alt seid ihr denn?
Ich glaube, ich würde ihm nochmal erklären, warum Du nicht möchtest, dass er kifft.
Wenn er es dennoch weitermacht, würde ich mich trennen.

Alles Gute
 
  • #5
An sich hätte ich kein Problem damit, wenn jemand ab und zu mal kifft. Weniger schädlich als Alkohol. Die Frage ist eher: wie oft genau kifft er? War er da ehrlich beim Berater? Hat er sich wirklich dadurch verändert; also fällt das auch anderen auf (oder redest du Dir das ein)? Warum hat er überhaupt damit angefangen; das machen doch eher Jugendliche und manche behalten das später ab und zu bei? Und für mich die wichtigste Frage: Warum, selbst wenn sein Konsum harmlos ist, ist ihm das wichtiger als seine Beziehung? Denn wenn du damit ein Problem hast, dann könnte er es ja lassen, wenn es nur um bisschen „Bock haben“ geht, dann hätte er keinen Stress mit Dir. Fühlt er sich vielleicht von Dir auch bei anderen Sachen unterdrückt und rebelliert da jetzt sozusagen passiv-aggressiv?
Ich kann die Situation schlecht einschätzen nach deinem Text, denn wenn du generell mit Drogen (gilt das auch für Alkohol und Nikotin? Denn beides ist ungefähr gleich schädlich) gar nichts anfangen kannst, gibt es bei dir bei dem Thema ja nur schwarz oder weiß, während er vielleicht wirklich nur ab und zu mal kifft, so wie andere ab und zu mal ein Glas Wein zur Entspannung trinken. Da wäre Gras nicht per se schlimm(er).

W, 35
 
  • #6
Hallo Katy1509

Auf Deine Frage "Wie geht man mit dem Drogenkonsum des Mannes um" habe ich eine einfache Antwort.

Man geht gar nicht damit um! Denn "umgehen" heisst sich arrangieren, Kompromisse eingehen. Ich sehe für Dich drei Möglichkeiten. Erstens, Du versuchst ihm zu helfen und er macht weiterhin keine Anstalten. Wie Du selbst siehst, führt das zu Nichts. Zweitens, Du trennst Dich von ihm, dann ist aber eine Beziehung futsch, die zumindest mal früher schön war (Ihr habt ja immerhin geheiratet). Drittens, Du sagst klipp und klar, dass Du mit seinem Drogenkonsum nicht klarkommst (und bitte Dich nicht rechtfertigen) und lädst ihn ein, der Beziehung willen, das Drogenthema anzuschauen und wieder davon loszukommen. Mit der Konsequenz allerdings, dass Du gehst, sollte er seine Schritte nicht machen. Du kannst auch Deine Hilfe anbieten, aber nicht die Schritte für ihn machen. Hier müsstest Du sehr wachsam sein. Und dann siehst Du ja, wie viel Wert ihm die Beziehung zu Dir ist.

Einfach noch dieser Hinweis. Jemandem das Problem lösen zu wollen, wenn der Betreffende selbst nicht genug Wille hat, führt nur dazu, dass der Betreffende gar keinen Anreiz hat, selbst seinen Hintern zu bewegen. Wenn Du das erkennst, kannst Du vor allem Dir Dein Leben wieder angenehm machen. Denn Du kannst ja nur gewinnen. Entweder Dein Mann wird wieder drogenfrei, damit Du mit ihm weiter zusammen sein kannst. Oder er bleibt weiter bei den Drogen und dann ist für Dich Deine Zukunft auch klar. Und.. schau dem ganzen nicht zu lange zu. Die Fortschritte sollen rasch kommen, innert Wochen.

Alles Gute, Kurt, 52
 
  • #7
Kennst Du den Begriff Co-Abhängigkeit?

Als Partnerin konsumierst Du nicht selbst, trotzdem bist Du immer wieder von den Auswirkungen des Konsums betroffen...

Die Beratungsstellen beraten nicht nur Süchtige. Auch als Angehörige kannst Du Dich dort beraten lassen, wie Du mit dem Konsum Deines Freundes am besten umgehst.
 
  • #8
Ich kenne viele Menschen, die kiffen. Persönlich finde ich das nicht so schön, ist aber keine riesen Katastrophe.

Ich selber will keinen Kiffer als Partner. Wie verhindere ich das also? Ich suche mir niemanden, der kifft. Ich mein, solche Sachen klopft man doch meistens in den ersten paar Dates ab. Wenn dann einer meint, er kiffe ab und zu gerne mal einen, dann weiß man ja schon Bescheid. Und das machen echt viele heutzutage.

Wenn ich nun aber trotz aller Vorsichtsmaßnahmen herausbekomme, dass ich hintergangen werde (und da ist es mir völlig egal, ob mit Drogen oder anderen Dingen), dann trenne ich mich.

Konsequenz ist hier, wie fast bei jedem Problem hier im Forum, das Stichwort. Nicht drohen, keine Ultimaten setzen, nichts. Nur eine klare Ansage, dass du das nicht möchtest, und wenn das nicht respektiert wird, dann darf er seinen Lebensweg eben getrennt fortsetzen. Du hast doch die Wahl.
 
  • #9
Ich bin auch der Meinung, dass Alkohol eine viel gefährlichere Droge ist. Ich kenne 2 in meiner Verwandtschaft. Zwar nicht direkt m, aber die Brüder von meinem Schwager. Die haben sprichwörtlich tot gesoffen. Sie waren beide erst 50. Ich bin zwar Nichtraucher.

Bin jetzt 43. Man kann das bei mir an einer Hand abzählen was ich bis jetzt gekifft habe. Alkohol trinke ich auch ganz selten.
 
  • #10
An sich hätte ich kein Problem damit, wenn jemand ab und zu mal kifft. Weniger schädlich als Alkohol. Die Frage ist eher: wie oft genau kifft er? War er da ehrlich beim Berater? Hat er sich wirklich dadurch verändert; also fällt das auch anderen auf (oder redest du Dir das ein)? Warum hat er überhaupt damit angefangen; das machen doch eher Jugendliche und manche behalten das später ab und zu bei?

Kiffen ist auch nicht mehr das, was es mal vor 20 Jahren war.

In den letzten 10 hat sich durch Züchtung der Anteil des suchterregenden und berauschenden THC im Cannabis verdoppelt während der Anteil des für den medizinischen Einsatz von Cannabis sinnvollen CBD zurück gegangen ist.

Das Risiko, dass Cannabis Konsum dauerhafte Psychosen auslösen kann steigt damit. Um so eine Psychose geht u.a. hier https://www.elitepartner.de/forum/f...ines-sohnes-was-tun.80986/page-4#post-1143082 So eine Psychose kann in dauerhaft eingeschränkte Berufsfähigkeit führen. Auch dazu gab es hier einen Thread.

Cannabis Entzug kann nach verstärkten Konsum zu massiven Schlafstörungen führen die dann z.T. von den Süchtigen mit Cannabis behandelt werden, siehe hier https://www.elitepartner.de/forum/frage/lieben-oder-lassen.81347/ Vielleicht ist das die Ursache für seinen Rückfall. Schlafstörungen.

Süchtige umgeben sich bevorzugt mit gleich gesinnten. Die nörgeln nicht und beschäftigen sich "positiv" mit dem Thema. Alle sind mit der gleichen Droge verheiratet. Ein nicht konsumierender Partner ist eigentlich nur ein Störfaktor. Nicht gerade Beziehungs fördernd.

Was steckt meiner Meinung dahinter wenn der eine oder andere sagt Cannabis Konsum ist ok, nicht so schlimm und Cannabis Gegner sind uncoole Spaßbremsen:

Sucht. Diese Leute konsumieren selbst. Sie haben deswegen ein schlechtes Gewissen und werden durch nichtkonsumierende Menschen daran erinnert. Das wirkt sich deutlich auf die Beziehungsfähigkeit aus.

Was ist nach meiner Meinung der Grund für den Konsum:

Oberflächlich Genuss und Entspannung. Real die Kompensation frühkindlicher Traumatisierung und falscher Konditionierung (z.B. ich kann mich anders nicht selbst spüren, ich muss Ängste betäuben, ich suche Anerkennung durch Angehörigkeit an einer elitären Gruppe) aber auch später ausgelöste PTBS (z.B. Kriegstrauma).

Wahrscheinlich neigen aber alle Menschen zu irgendwelchen Süchten. Das müssen keine illegalen Substanzen oder Alkohol sein. Süßigkeiten (meins), Clicks bei Facebook, exzessive Arbeit oder auch Sport alles kann zur Sucht werden. Illegale Substanzen sind allerdings auf Grund der für ihren Kosum notwendigen Geheimnistuerei schon in vielerlei Hinsicht etwas besonderes.
 
  • #11
Wir sind beide über 30 Jahre alt und schon 8 Jahre zusammen,2 davon verheiratet (morgen haben wir Hochzeitstag).Mein Mann wusste von Anfang an dass ich gegen Drogen und co. bin;Bis letztes Jahr,September/Oktober,ist alles ok gewesen (wir hatten auch mal Streit und Stress aber normal);seit dem hat er sich verändert.Er ist launisch,aggressiv (er hat mich nicht geschlagen aber verbal sehr laut),ich könnte mit ihm nicht mehr normal diskutieren,deswegen bin ich misstrauisch geworden und so irgendwann dieses Jahr sein Zeug gefunden.Eine ist mir klar,solange er Drogen zu sich nimmt,bei ihm werde ich nicht bleiben,auch wenn es sehr weh tun.Ich werde ihm 6 Wochen geben und er muss selbst entscheiden ob er zur Therapie geht oder nicht;wenn er in 6 Wochen nicht clean ist,werde ich gehen.
 
  • #12
Hallo,

erstmal allgemein: dass dauerhafter Cannabis-Konsum weniger schädlich als Alkohol-Konsum ist, wage ich stark zu bezweifeln. Ich halte beides für gleich schädlich, insbesondere für die Psyche kann das ungeahnte Folgen haben. Ich weiß wovon ich rede. Ich hatte eine Zeit lang mit Leuten zu tun, die immer wieder wegen Psychosen eingeliefert wurden.

Auch mein Mann hat in jüngeren Jahren gekifft, mit Bedacht. Er hat nur noch einmal konsumiert als wir ein Paar waren. Aber als ich ihm sagte, dass ich das nicht will, hat er nie wieder einen Joint angefasst. Zumal er beruflich auf seine Pappe angewiesen ist. THC kann immerhin soviel ich weiß bis zu 3 Monaten nachgewiesen werden.

Liebe FS,
deine Frage nach Umgang damit halte ich für falsch. Im Grunde möchtest du es ja nicht. Deshalb solltest du Konsequenzen ziehen und dich von dem Mann trennen. Denn solange er nicht einsieht, dass es besser wäre auf das Kiffen zu verzichten, wird er nichts tun.
Du kannst da leider nichts machen.
 
  • #13
ber ich sehe das anders,mein Mann ist anders und unsere Beziehung hat sich auch verändert... habt Ihr Erfahrung mit Drogen?
Du kennst ihn am Besten, wenn du das Gefühl hast, er verändert sich, dann wird das wohl stimmen.
Mein allererster Freund, damals noch zarte 17, wurde auch zum Kiffer.
Das haben bei uns damals die meisten gemacht, und ich denke 99% hats nicht geschadet, es ist meines Erachtens ebenso nicht die allerschlimmste Droge. Und wenigstens noch recht günstig, die wenigsten Menschen stürzen ab oder werden deswegen kriminell.
Zurück zum Freund, der ist vom 1er Schüler so abgestürzt, dass er eine Klasse nachholen musste. Und er tat ähnliche Dinge wie dein Mann, er fing mit Heimlichkeiten an, und Drogen wurden ihm wichtiger als ich...er vergass mich!
War ja nur ne Teenie-Liebe, aber da alles Zureden und Drohen nicht half habe ich damals auch die Konsequenzen gezogen und bin gegangen.
Wenn es dich dermassen stört, und er sich bereits verändert, würde ich ihm mit Auszug drohen und es dann umsetzen. Muss ja nicht für immer sein, aber wenn er keine Konsequenzen spürt, wird er wohl nichts ändern.
 
  • #14
Wir sind beide über 30 Jahre alt und schon 8 Jahre zusammen,2 davon verheiratet (morgen haben wir Hochzeitstag).Mein Mann wusste von Anfang an dass ich gegen Drogen und co. bin;Bis letztes Jahr,September/Oktober,ist alles ok gewesen (wir hatten auch mal Streit und Stress aber normal);seit dem hat er sich verändert.Er ist launisch,aggressiv (er hat mich nicht geschlagen aber verbal sehr laut),ich könnte mit ihm nicht mehr normal diskutieren,deswegen bin ich misstrauisch geworden und so irgendwann dieses Jahr sein Zeug gefunden.Eine ist mir klar,solange er Drogen zu sich nimmt,bei ihm werde ich nicht bleiben,auch wenn es sehr weh tun.Ich werde ihm 6 Wochen geben und er muss selbst entscheiden ob er zur Therapie geht oder nicht;wenn er in 6 Wochen nicht clean ist,werde ich gehen.

Interessant wäre zu wissen, ob er kifft, weil er was anderes überdecken will (Unzufriedenheit oder Probleme, aufgrund derer er sich so aggressiv verhält), oder ob das Kiffen die Verhaltensänderung auslöst. Ich halte eher das erste für wahrscheinlich. Kiffer sind eher lethargisch oder so, oder bekommen im schlimmen Fall Psychosen. Launisch und aggressiv machen eher andere Drogen. Ich würde denken, vielleicht hat er Probleme und therapiert sich mit dem Gras (wobei das auf jeden Fall der schlechteste Weg ist). Sonst fängt man mit Kiffen doch nicht aus heiterem Himmel an. Die meisten Drogen nimmt man, weil man als dem Alltag und seinen Problemen aussteigen will; außer bei sozial akzeptieren, wo man natürlich langsam reinrutschen kann weil das alle in einen rum so machen.
Wenn er dich anlügt und auch nicht zu Kompromissen bereit ist und mit Dir nicht offen über seinen Konsum oder was da dahinterliegt redet, würde ich auch über Trennung nachdenken.
 
  • #15
@Ejscheff Ich kiffe selbst nicht und kenn niemanden, der das noch macht. Aber medizinisch ist eigentlich belegt, dass Psychosen ausgelöst werden können bei Menschen, die dazu eine Veranlagung haben. Man kann auch schlecht abschätzen, ob ohne den Konsum bei diesen Menschen nicht später eine Psychose ausgebrochen wäre. (Ich würd das aber auch nicht auf die leichte Schulter nehmen; mir ist es lieber, mein Freund kifft nicht und trinkt wenig).
Körperlich macht Cannabis nicht abhängig und psychisch ähnlich wie Alkohol machen kann. Das steht für mich auf einer Stufe. Zufällig wurde Cannabis verboten und Alkohol nicht, aber beides hat seine Gefahren, vor allem wenn man es übertreibt. Ich gebe aber recht, dass die neuen gentechnisch veränderten Züchtungen wesentlich gefährlicher sind als „normales“ Gras, wie viele es während meines Studiums konsumiert haben.

Ich selbst kannte beim Studium und über meinen damaligen Freund viele Leute, die ab und zu gekifft haben, genauso wie viele Leute, die tranken. Von den Kiffern haben das alle mit der Zeit ganz gelassen außer meinem Ex, der zu Koks und co übergegangen ist (suchtgeschichte und psychische Probleme aber in der gesamten Familie vorhanden, von Heroin über Alkohol). Von denen, die viel getrunken haben, sind drei jetzt mit Alkoholproblem. Ich finde es nicht gut, Cannabis zu verharmlosen, aber Alkohol als weniger gefährlich zu betiteln, da würde ich nicht zustimmen. Ich komme aus dem Medizinbereich, daher hab ich da auch einiges drüber gelesen. Wahrscheinlich ist ein objektives Urteil aber schwer.
 
  • #16
Klar gibt es viele, die Kiffen verharmlosen. Ich aber halte davon nichts. Ich habe bisher ein einziges Mal mit Ende 20 am Joint gezogen, davor hat es mich nie gereizt. Als Jugendliche habe ich passiv viele negative Erfahrungen mit Drogen gemacht. Mein erster Freund mit 15 hat mit Gras gedealt und in meinem Umfeld haben einige Pillen genommen oder sich Zeugs durch die Nase gezogen. Auf dem Gymnasium gab es bei uns ein paar Leute, die meinten, die Matheklausur liefe noch besser, wenn man vorher einen Kopf raucht. Das waren dann die Leute, die abgerutscht sind. Erst auf die Realschule, später auf die Hauptschule. Manche haben sich später wieder gefangen und das Abi auf dem 2. Bildungsweg nachgeholt, manche aber sind unten geblieben.
Genau aus diesen Gründen halte ich von Verharmlosung nichts. Ich habe erlebt, was Drogen mit den Menschen machen.

Ich bezweifle stark, dass der Berater nichts weiter gesagt hat, außer dass es nicht gefährlich ist. Wer weiß, was dein Mann ihm erzählt hat. Wahrscheinlich nämlich nur die harmlosen Sachen a la "Ich rauche alle paar Wochen mal einen Joint, sonst nichts. Ist alles ganz harmlos. Ich hab mich nicht verändert."

Ein Partner der kifft, wäre heutzutage nichts mehr für mich. Von dem schlechten Umgang zu Jugendzeiten habe ich mich schon vor vielen Jahren losgesagt. Zu trostlos war das Leben dieser Leute zwischen Drogenrausch, Hilfsarbeiterjobs oder Hartz 4 - meine Welt und meine Zukunft war dies nie, sondern einfach abschreckend.

Setz deinem Mann ein Ultimatum. Entweder er holt sich Hilfe, zieht es durch und kappt den schlechten Umgang oder du bist weg. Alles andere führt zu nichts.

W34
 
  • #17
Du kennst ihn am Besten, wenn du das Gefühl hast, er verändert sich, dann wird das wohl stimmen.
Mein allererster Freund, damals noch zarte 17, wurde auch zum Kiffer.
Das haben bei uns damals die meisten gemacht, und ich denke 99% hats nicht geschadet, es ist meines Erachtens ebenso nicht die allerschlimmste Droge. Und wenigstens noch recht günstig, die wenigsten Menschen stürzen ab oder werden deswegen kriminell.
Zurück zum Freund, der ist vom 1er Schüler so abgestürzt, dass er eine Klasse nachholen musste. Und er tat ähnliche Dinge wie dein Mann, er fing mit Heimlichkeiten an, und Drogen wurden ihm wichtiger als ich...er vergass mich!
War ja nur ne Teenie-Liebe, aber da alles Zureden und Drohen nicht half habe ich damals auch die Konsequenzen gezogen und bin gegangen.
Wenn es dich dermassen stört, und er sich bereits verändert, würde ich ihm mit Auszug drohen und es dann umsetzen. Muss ja nicht für immer sein, aber wenn er keine Konsequenzen spürt, wird er wohl nichts ändern.

Nun ja, ich habe jede Menge Leute an dem Konsum abstürzen sehen. Vllt. werden sie nicht kriminell, zerschießen sich aber das Hirn bei regelmäßigen bzw. missbräuchliche Konsum,zumal oft auf stinkenden "Billig-Hasch" zurückgegriffen wird. Eben aus Kostengründen.
 
  • #18
es sagt sich immer so leicht: ich würde mich trennen, ich würde gehen.
So leicht ist das aber nicht, da es ein gemeinsames, aufgebautes Leben gibt. Ich habe nie einen Joint geraucht, weil ich wußte es könnte mit gefährlich werden. Mein früherer Partner hat ab und an gekifft, was mich jedoch nicht gestört hat. Er hatte das im Griff.
Der Partner meiner Freundin kifft regelmäßig. Er ist ein toller, sehr intelligenter Mann. Sie stört es auch nicht. Nur, was hilft Dir das? Gar nichts, weil Dich es stört. Deshalb, rede mit Deinem Mann, dass dies für Dich ein no go ist und dann mußt Du die Konsequenzen tragen. Alles Gute
 
  • #19
Im Grunde ganz einfach - der Mann ist Ü30 - der entscheidet selbst, ob er kiffen will. Es gibt ja sogar Staaten in denen Kiffen ganz legal ist. Und auch bei uns fordern nicht wenige Menschen eine Legalisierung.

Du darfst gehen, wenn dir was nicht passt. Bei mir wärst du schon beim Erpressungsversuch gegangen worden. Und nein, ich kiffe selbst nicht.
Leute,überlegt mal andersrum - ER würde euch das Haarfärbemittel oder die Kosmetika verbieten wollen. Ja, da gibts auch Inhaltsstoffe, die schädlich sind. Würdet ihr das mit euch machen lassen ?

Dass es Streit gibt, er sauer ist ... liegt m.A, nach hier nicht am Kiffen. Sondern am Generve der FS - er ist ja kein 5 jähriger Bub mehr und braucht sich in seiner Wohnung nicht nerven lassen.
 
  • #20
Er ist launisch,aggressiv (er hat mich nicht geschlagen aber verbal sehr laut),ich könnte mit ihm nicht mehr normal diskutieren,deswegen bin ich misstrauisch geworden und so irgendwann dieses Jahr sein Zeug gefunden.

Seine Aggressivität könnte ein Hinweis darauf sein, dass er einen Cannabis Entzug versucht hat, denn der Entzug kann genau das auslösen.

@Ejscheff
Ich finde es nicht gut, Cannabis zu verharmlosen, aber Alkohol als weniger gefährlich zu betiteln, da würde ich nicht zustimmen. Ich komme aus dem Medizinbereich, daher hab ich da auch einiges drüber gelesen. Wahrscheinlich ist ein objektives Urteil aber schwer.

Ich kenne persönlich tatsächlich mehr Alkoholiker als Cannabis Konsumenten.

Nicht wenige dieser Alkoholiker sind trotz ihres Alkoholkonsums berufliche Leistungsträger. Sie weisen aber trotzdem, jeweils durchaus unterschiedliche, toxische Verhaltensweisen auf, die sie für einen engeren Kontakt uninteressant machen. Interessant ist die Leugnung des Alkolismus durch enge Familienangehörige und die jeweilige Verbreitung in den Familien.

Die Mehrzahl der Cannabis Konsumenten die ich kenne haben das Thema als Jugendliche kennen gelernt und abgehakt. Sie konsumieren also nicht mehr.

Nur aus der Distanz kenne ich aber auch ältere aktive Cannabis Konsumenten. Z.T.sind sie psychotisch, wobei ich nicht weiß ob das mit dem Cannabis zusammen hängt und sie deswegen berufsunfähig sind. Andere sind berufstätig und kiffen regelmäßig. Diese haben aber eindeutig auch Störungen.

Mir sind persönlich Menschen lieber die im Beruf und privat nicht vernebelt sind (egal ob durch Alkohol, Cannabis oder anderes).

Mir sind diese Leute auch deswegen unangenehm weil sie z.T. aggressiv zum Mitkonsum animieren wollen.
 
  • #21
Nichts gegen Leuten mit Problemen, man kann sich immer helfen lassen und zugeben, dass man ein Problem hat, womit man alleine nicht fertig wird, aber von schwachen Männern hält man die Finger.
Eben aufgrund diesen Problemes, das du siehst. Und dann ist es auch nicht mehr OK und duldsam, weil es die Familie schädigt. Wenn man jetzt besonders alt ist, ist es nicht einfach, sich zu trennen, aber wenn ihr um die 30 seid, dann ist das kein Leben, das ratsam für die nächsten 20 Jahre wäre.

Er meinte dass er nicht süchtig ist und dass er auch ohne Therapie schaffen kann...
Du weißt, dass es nicht so ist. Selbst starke Menschen kommen nicht alleine aus Süchten.
Und ein Symptom der Krankheit ist, nicht zuzugeben, dass man süchtig ist.

mein Mann ist anders und unsere Beziehung hat sich auch verändert...
Ja natürlich! Drogen bewirken eine Charakterveränderung. Wobei Kiffen selten das Einzige ist. Kiffen tut man erst, wenn man viel raucht. Wenn man kifft, trinkt man höchstwahrscheinlich auch häufiger mal zu viel Alkohol, geht viel auf Partys, fast immer ist kommen dann auch mal härtere Drogen dazu und Leute, die einem das auf Partys andrehen. In der Regel ist das für Leute wie deinen Freund dann nicht mehr kontrollierbar.
 
  • #22
aber ich sehe das anders,mein Mann ist anders und unsere Beziehung hat sich auch verändert... habt Ihr Erfahrung mit Drogen?was kann ich tun?
Es ist leider unklar, ob sich die Beziehung wegen dem Cannabis verändert hat. Oder ob der Beziehungsstress zwischen euch so gross ist, dass er sich vermehrt mit kiffen abschiesst. Dann wäre Cannabis nur das Symptom.
Du hast Recht, dass Cannabis eine Persönlichkeit verändern kann. Aber man darf der "Droge" auch nicht alles in die Schuhe schieben.
.Ich werde ihm 6 Wochen geben und er muss selbst entscheiden ob er zur Therapie geht oder nicht;wenn er in 6 Wochen nicht clean ist,werde ich gehen.
Ich fände es sinnvoller, sich jetzt konsequent zu trennen (er hat dich belogen und ihr kommt auf keinen grünen Zweig) oder dann offen miteinander über die Hintergründe dieses heimlichen Kiffens zu sprechen. Die Therapiebedingung finde ich aus folgendem Grund eine mittelmässige Idee:
Wenn er seinen Konsum im Grunde seines Herzens für unproblematisch hält, ist eine Therapie herausgeworfenes Geld. Da zahlen dann die Krankenkassen, um einen semi-motivierten Kiffer durch ein Therapieprogramm zu schleusen, das er im Grunde lächerlich findet und aus rein romantischen Motiven über sich ergehen lässt. Dann hast du einen Mann zuhause, der vordergründig vor dir kuscht, währenddem er dich heimlich eine Dramaqueen findet.
Mein Vorschlag wäre, dass man eine gemeinsame Haltung findet. Dafür muss man einander verstehen und zuhören und verhandeln. Oder eben gehen, wenn man merkt, man wird keine Einigung erzielen.
 
  • #23
Wenn ich Menschen in meinen inneren Zirkel lasse bzw. habe, möchte ich mich mit diesen wohlfühlen und sie mit mir. Dies ist FS mit Deinem Mann nicht so und so würde ich überlegen, ob ich dies ändern möchte und könnte oder die betreffende Person in dem inneren Zirkel nicht mehr dulden. Das hieße nicht zwangsläufig Trennung sondern im meinem Kontext in diesem Fall mindestes LAT.

Nein, ich habe mit Drogen keine Erfahrung, mag aber Dein Anliegen mit dem Rauchen vergleichen.

Mein Zuhause ist kompromisslos rauchfrei. Meine Ex-Frau meinte mit ihren Freundinnen mal eine durchziehen zu müssen. Das habe ich ausschliesslich vor der Tür akzeptiert und ihr rauchbehaftet meine Nähe versagt. Erfreulicher Weise war ihr Rauchen dann doch nicht mehr so (lebens)wichtig.

Ich finde es sehr wichtig sich selbst achtsam und aufmerksam zu sein, wie soll es sonst mit sich selbst und anderen funktionieren, und entsprechende Konsequenzen abzuleiten. Diesen Grundsatz zu missachten, hat mich sehr bitteres Lehrgeld zahlen lassen.
 
  • #24
Liebe FS,
es ist immer hilfreich, über den Kontext zuinformieren, in dem etwas passiert. Jemand, der nicht erkennt, welche Ibformationen wichtig sind, kann selten erfolgreich kommunizieren und Konflikte lösen

Wie alt seid ihr? Wie lange seid ihr zusammen? Was ist in seinem oder eurem Leben im letzten Jahr passiert, dass er jetzt plötzlich das Kiffen anfängt? Oder hast Du ihn kiffend kennengelernt und er hat es nur auf Zeit eingestellt?

Er hat mir versprochen dass er damit aufhört aber vor 2 Wochen habe ich sein Zeug wieder gefunden....
.Vor 3 Monaten ist er zum Berater gewesen (eine andere Stelle),und er (der Berater)sagte ihm dass sein Konsum nicht gefährlich ist...

Och Mädel, der Typ lügt Dich an, was seinen Konsum angeht und auch darüber, was der Berater ihm gesagt hat.
Möglicherweise hat er auch den Berater angelogen, dass dieser zu der Aussage kam.
Diese Luegerei ist ein typisches Symptom für Suechtige: zu feige, sich mit ihrem Konsum und dessen Gründen auseinanderzusetzen.

...er ist eine Woche krank gewesen und durfte nicht raus gehen...gestern ist er wieder draußen mit Freunden gewesen und er hat wieder gekifft.Zu meine Frage,warum,hatte er keine richtige Antwort ...er hatte nur Bock... mein Mann ist anders und unsere Beziehung hat sich auch verändert...

Der Drogenkonsum verändert Deinen Mann und somit auch eure Beziehung. Du kannst nichts dagegen tun. Deine Sorgen sind ihm egal und auch, dass es eure Beziehung gefährdet ist, kiffen mit seinen Kumpels ist ihm wichtiger.

Du kannst garnichts dagegen tun. Trenn Dich und reich ganz schnell die Scheidung ein, bevor er sich selber berufsunfähig macht und Du ihn finanziell Dein Leben lang am Hals hast.
Überlass ihn seinen kiffenden Kumpels - das passt besser als eine Frau, die ihn in seiner Lebensgestaltung einschränken will.

Die Drohung nützt garnichts, höchstens kann ihn eine Trennung zur Vernunft bringen.
 
  • #25
Drogenkonsum (ob Hasch oder Alkohol oder sonst Etwas) führt ab einer gewissen Dosis zu Wesensveränderungen. Und das eben zu Zeiten, in denen sie gerade NICHT konsumieren. Das ist der "kleine Entzug" zwischen den Konsumzeiten. Mehr Droge > mehr Anspannung > mehr Droge > u.s.w.
Ob jemand wegen Unzufriedenheit konsumiert oder wegen des Konsums unzufrieden wird, ist fast zweitrangig. Es ist ein Teufelskreis.
Reizbarkeit ist das, was die nahestehenden Menschen abbekommen, während die Konsumenten nach außen noch unauffällig sind.
Toxisch ist es, sobald die Partner ihr Verhalten ändern, um den Konsumenten nicht zu reizen.
Ein schmaler Grat
 
  • #26
Du darfst gehen, wenn dir was nicht passt. Bei mir wärst du schon beim Erpressungsversuch gegangen worden...... er ist ja kein 5 jähriger Bub mehr und braucht sich in seiner Wohnung nicht nerven lassen.
Mach doch nicht immer einen auf dicke Hose. Es ist ja bekannt, dass Du keine relevante Beziehungserfahrung hast.
Selbst zu Dir sollte die vage Erkenntnis durchgedrungen sein, dass in einer Ehe es nicht zwangsläufig seine Wohnung ist, in der er das alleinige Sagen hat sondern dass es sich um eine gemeinsame Wohnung handelt. Ergo funktioniert es mit dem "wärst Du gegangen worden" nicht.

Darüber hinaus schreibt die FS ja, dass sie sich trennen wird. Ich würde ihm garkeine 6 Wochenfrist setzen sondern sofort die Trennung erklären und mit der Wohnungssuche beginnen, dann schnellstmöglichst auch aus allen gemeinsamen Vertragen aussteigen, bevor er mich in seinen Drogensumpf zieht.

Die FS hat vor mehr als 6 Monaten das erste Mal Gras bei ihm gefunden. Er lügt, er meint, er bekommt das Problem selber in den Griff, er kifft weil er Bock drauf hat, er wird aggressiv - stimmt, so fundiert argumentieren und agieren 5-jaehrige Buben.

Ich denke, er kifft nicht, weil die FS meckert, sie meckert, weil er kifft. Sie hat vermutluch sein Gras gefunden, weil sie die Veränderung gemerkt und genauer hingeguckt hat.
Und ja, es ist sein gutes Recht zu tun, was er will - ihrs aber auch.

Was nach wie vor fehlt ist die Info, ob er früher gekifft hat und jetzt zu seinen alten Kifferkumpels wieder Kontakt aufgenommen hat, weil er im Leben eine Niederlage erlitten hat und damit nicht anders umgehen kann als sich wegzubeamen - Kinderverhalten, statt wie ein erwachsener Mensch das Problem zu lösen.

Leute,überlegt mal andersrum - ER würde euch das Haarfärbemittel oder die Kosmetika verbieten wollen. Ja, da gibts auch Inhaltsstoffe, die schädlich sind. Würdet ihr das mit euch machen lassen ?

Wenn wir mal Deine irrationale Pathetik streichen: ja, ich würde mir von meinem Mann dazu was sagen lassen, wenn die Inhaltsstoffe von Kosmetika meine Gesundheit gefährden und mich ihm gegenüber aggressiv machen. Denn ich habe ein ganz anderes Verständnis von Partnerschaft als Du, vermutlich das Gleiche wie die FS: man teilt das Leben miteinander, man ist tief verbunden und dazu gehört auch, ein Verhalten an den Tag zu legen, was dem anderen keine Sorgen bereitet.
 
  • #27
.Mit Drogen,egal welche Art,kann ich nichts anfangen
Das ist gut und spricht für deinen Selbstschutz! Je länger du daran zögerst, desto höher, dass dein Selbstschutz fällt und du dich in ihm aufgibst.

Ich kann dir versprechen, dein Partner wird nicht damit aufhören und dass er es heimlich macht, und dir gleichzeitig sagt, er hat damit aufgehört, spricht dafür, dass euer Vertrauensverhältnis kaputt ist und er auf Alleingängen weitermacht und jetzt erst Recht freie Bahn genießt.

hatte er keine richtige Antwort ...er hatte nur Bock...
Tja! Ich denke, er sieht nicht ein, warum er sich für seinen Konsum vor dir rechtfertigen muss, als hätte er was Falsches gemacht. Er kann ja frei für sich entscheiden, was er möchte. Ich sehe das ähnlich. Du bist nicht seine Mutter, er ist nicht dein Baby. Er ist nicht krank, wenn er krankgeschrieben ist, ausgehen und kiffen kann. Er genießt das Leben und lässt sich offenbar von keinen Vorschriften maßregeln, weil man Menschen nicht maßregeln kann. Der erwachsene Mann muss selbst wissen, wann Stopp ist und Verantwortung tragen. Und du musst die Verantwortung für dich tragen. Kannst du dich nicht trennen, spricht man von Co-Abhängigkeit. Seine Sucht ist deine Sucht und damit auch dein Problem geworden.

Ich glaube nicht dass er alleine schaffen kann aber ich weiß auch nicht wie ich ihm helfen kann...
Wobei willst du ihm denn helfen? Bei seinem Konsum, den er nicht für dich ablegen möchte? Lies nochmal was ich oben geschrieben habe. Er ist nicht krank, der Berater sagt selbst, er sei nicht süchtig.

aber ich sehe das anders,mein Mann ist anders und unsere Beziehung hat sich auch verändert...
Ja, es hat sich verändert, weil Beziehungen und Menschen sich immer verändern. Das Problem ist nicht das Kiffen, sondern das fehlende Vertrauensverhältnis. Um es dir klipp und klar zu sagen: Er will kiffen. Er hat Spaß daran. Menschen verändern zu wollen, die so leben wollen, wie sie es wollen, ist für beide Beteiligten unbefriedigend. Mach dich los und werde unabhängiger - so unabhängig wie er, der auch macht, was er will.
Eure Beziehung sollte nicht auf dem Thema Kiffen aufbauen, sondern ob der Mann überhaupt noch in deine Richtung zielen will und ihr gemeinsame Zukunftsvorstellungen habt. Ich glaube nicht, dass das der Fall ist. Für den Mann ist das Kiffen eine Ausflucht aus seinen privaten Problemen, sonst wäre es nicht so und würde sich für dich verändern wollen.
 
  • #28
Och Mädel, der Typ lügt Dich an, was seinen Konsum angeht und auch darüber, was der Berater ihm gesagt hat.
Möglicherweise hat er auch den Berater angelogen, dass dieser zu der Aussage kam. (…)
Der Drogenkonsum verändert Deinen Mann und somit auch eure Beziehung. Du kannst nichts dagegen tun. Deine Sorgen sind ihm egal und auch, dass es eure Beziehung gefährdet ist, kiffen mit seinen Kumpels ist ihm wichtiger. (…)
Die Drohung nützt garnichts, höchstens kann ihn eine Trennung zur Vernunft bringen.
Klar lügt er, er glaubt aber sicher auch selber, was er sagt, das liegt in der Natur der Sache. Es müssen nicht die Kumpels sein, mit denen man kifft. Manche suchen auch das Alleinesein damit. Programmieren nächtelang oder machen Musik. Im Grunde ist das eine Strategie um endlich wieder ein eigenes Leben am nicht kiffenden Partner vorbei zu leben. Da ihr aber zusammen wohnt, kann er das nicht, sonst würde er wohl abendeweise abtauchen. Übrigens gibt es auch kiffende Frauen. Es gibt für einen Kiffer kaum was attraktiveres, als das sich eine solche an in ranschmeißt und er endlich das freie Leben leben kann, das er in der Hinsicht will. "Irrtümer in der Partnerwahl" werden da gerne mal korrigiert. Da du von der Sache natürlich vollkommen ausgeschlossen bist, weil du nicht mitmachst, wirst du das auch nicht im Blick haben können. w52
 
  • #29
Hm - wenn du keinen Mann willst, der kifft, dann zieh die Konsequenzen - basta.
Finde kiffen zwar nervig aber nicht schlimm. Alkohol ist auch nicht besser - aber akzeptierter.
Alkohol ist nicht akzeptiert, wenn man süchtig danach ist.
Bei Kiffen und Rauchen ist es ganz ähnlich.

Man kann diese als Genussmittel verwenden, aber Abhängigkeit bedeutet gesellschaftliches Abseits und zwar sobald das jemand feststellt.

Da ist dann plötzlich nichts mehr akzeptiert. Und das ist auch ganz gut so.
 
  • #30
Vor 3 Monaten ist er zum Berater gewesen (eine andere Stelle),und er (der Berater)sagte ihm dass sein Konsum nicht gefährlich ist...

Ich kann mir ganz ernsthaft nicht vorstellen, dass ein Berater das wirklich gesagt haben soll.

Von Cannabis wird man zwar nicht körperlich, jedoch psychisch stark abhängig und es ist stark psychoaktiv.

Es gibt Menschen, die durch den Konsum in geistige Störungen gerutscht sind, pdychotisch wurden, unter Verfolgungswahn leiden etc...

Sicher, es gibt Menschen für die sich der Feierabend-Joint nicht zwangsläufig schädlich auswirkt, aber meines Erachtens werden die Risiken stark runtergespielt.
Es gibt sehr viele Informationen dazu.

Für mich käme ein solcher Partner heute nicht mehr in Frage.
Vor 25-30 Jahren sah das mal anders aus, da habe ich selber konsumiert und auch harte Drogen genommen, aber heute ist es ein absolutes Tabu für mich.

Wenn Du, liebe FS, dass in Deinem Leben nicht haben möchtest, liegt es an Dir, Grenzen zu ziehen und konsequent zu sein, alles andere kostet nur Nerven und Zeit.

Du hast auch nicht das Recht, von ihm erwas zu fordern, er kann machen, was er will, sondern kannst da nur für Dich selbst entscheiden und Dir überlegen, ob Du das für Dich brauchen kannst, oder nicht.

Alles Gute
 
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