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Gast

  • #1

Wie geht man mit den Kindern um, die noch bei der Mutter leben?

Mein Freund hat zwei Kinder ( 13 u. 15) Den älteren Sohn habe ich auch schon mal kurz persönlich getroffen. Mein Freund lebt noch in Scheidung( fast erledigt). Nun möchte mein Freund ,dass seine Kinder mich und meine Fam . kennen lernen. Seine Frau wirft ihm jetzt die Entfremdung zu seinen Kindern vor. Er hat jetzt weniger Zeit, immer verfügbar zu sein. Sie behauptet, er würde das gute Verhältnis zu seinen Kindern zerstören.Die Kinder haben aber kaum Zeit für ihn. Ist es besser er trifft sich weiterhin nur alleine mit den Kindern, oder ist es ratsam die Kinder zur Akzeptanz, der neuen Situation zu zwingen? Wann kann ich die Kinder zu mir einladen?. Wann kann man beginnen, gemeinsam etwas zu unternehmen? Meine Kinder sind da problemlos.Sie haben meinen Freund sehr gerne. Meine Kinder würden die beiden auch gerne kennen lernen. Seine Kinder sind noch sehr zurückhaltend. Mein Freund lebt seit ü. 1 Jahr getrennt. Ich kenne ihn 7 Mon.
 
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Gast

  • #2
Es gibt einen grundsätzlichen Unterschied offenbar bei fast allen Kindern über das Verhältnis zu den neuen Partnern ihrer Eltern: sie haben fast durchgehend viel mehr Probleme mit der neuen Frau ihres Vaters als mit dem Freund ihrer Mutter. Denn die neue Frau nimmt eben den Platz der Mutter ein. Und das hat eben eine besondere Symbolkraft. Diese Erfahrung habe ich überall in meinem Bekanntenkreis und auch bei meinen eigenen Kindern gemacht und dessen solltest du dir bewusst sein.

Klar, sie müssen dich jetzt irgendwann mal kennen lernen. Bitte lade nicht du sie ein. Du hast nicht gesagt wie alt deine Kinder sind. Vielleicht könntet ihr alle zusammen mal etwas unternehmen, wo man sich auch nicht zu nahe kommt, aber eben mal Kontakt bekommt? Die ersten Treffen sollten keinesfalls bei dir zu Hause oder in der Wohnung deines Freundes stattfinden, sondern auf neutralem Boden.

Sei wegen dieser grundsätzlichen Problematik darauf eingestellt, dass dir viele Vorbehalte entgegenkommen werden. Du hast einen neuen Partner, aber keine neue Familie. Die Kinder deines Freundes sind zudem in der Pubertät und gehen deshalb sowieso noch mal anders an viele Punkte ran. Und offensichtlich macht ja auch die Ex deines Freundes Stimmung.

Also, ganz langsam, aber eben auch selbstbewusst.

Viel Glück.
w
 
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Gast

  • #3
Zeit, Zeit, Zeit ist hier angesagt. Und "zwingen" sollte niemand die Kinder. Vielleicht wird es auch nie was mit einem guten Verhältnis. Dann solltet ihr lernen, auch damit zurecht zu kommen. Und: du wirst niemals eine "zweite Mutter" werden können, also versuche es gar nicht erst. Sei entspannt (!!) und freu dich an jedem kleinen bisschen.
Alles Gute, das wird schon!

w, 45 und erfahren mit Patchwork-Konstellationen
 
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Gast

  • #4
Meine Kinder ,über 20, wurden von ihrem Vater mit der Tatsache konfrontiert, mich gibt es nur noch mit ihr.
Ich hatte den Beiden gut zugeredet die neue Frau zu akzeptieren, ihr Vater hatte sie sich ja ausgesucht.Sie war ständig präsent, die Kinder hatten keine Chance sich an ihre Art zugewöhnen. Kamen aber totzdem zu besuch.Für die Kinder ist es bestimmt schwer ihren Vater in einer neuen Familie zu sehen und sie sind draußen.
Nachdem sie dann schlecht über mich gesprochen hat, haben die Kinder die Besuche eingeschränkt.Inzwischen ist der Kontakt Null. Die Unterhaltszahlungen für die Kinder wurden eingestellt. Die neue Frau freut sich , sie hat ihn für sich.Für die Kinder tut es mir leid.
Ich rate Euch , das Kennenlernen sehr behutsam und ohne Zwang anzugehen.
 
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Gast

  • #5
Wir waren auch in dieser Situation,mein Partner hat viel mit den beiden Jungs 16 und 19 gesprochen und ihnen erklärt,dass ihr Vater sehr glücklich ist und die Kinder doch bestimmt auch möchten,dass es dem Vater gut geht.Es hat etwas gedauert, aber dann waren sie doch beide sehr neugierig auf mich,wir sind jetzt gute Freunde, allerdings möchte ich kein Mutterersatz sein, denn die Kinder haben eine Mutter und das respektiere ich natürlich.Es hat sich alles ganz toll entwickelt und das ist natürlich für die Beteiligten sehr schön.Also liebe FS etwas Geduld und den Kindern die Zeit geben die sie brauchen.
LG
 
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Gast

  • #6
Liebe FS, zwingen kann man die Kinder nicht. Und ich denke, eine erwachsene Person muss es akzeptieren, dass ein Elternteil bei dem die Kinder eben nicht die ganze Woche leben die wenigen Stunden Besuchszeit alleine mit seinen Kindern verbringt - andere Handhabung nur, wenn die Kidner einverstanden sind !

Natürlich sind deine Kinder in dieser Hinsicht pflegeleichter, da sie dich ja die ganze Woche haben !

Frage- wie lange ist die Ehe - in den Augen der Kinder - schon beendet? Wie viele Stunden in der Woche haben sie Kontakt mit ihrem Vater?

Zu 03 - der Vater kann Unterhaltszahlungen zu denen er verpflichtet ist nicht einfach einstellen. Falls noch eine gesetzliche Unterhaltspflicht besteht - möglich bei Berufsausbildung - kannst du das Jugendamt einschalten ! Falls Zahlung freiwillig war, dann wars das.
Ich finde es nicht gut von dem Vater, dass er nichts mehr allein mit seinen Kindern gemacht hatte- es gibt Kino und Tierparks - die drei Stunden hätte er sich ruhig Zeit nehmen können.
 
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Gast

  • #7
Mein Partner hatte zwei Kinder aus erster Ehe, die wohnten allerdings bei ihm. Ich als Neue wurde hauptsächlich von seiner Tochter attakiert die dann teilweise auch ihre Mutter, Oma, Tanten, Nachbarinnen, Arbeitskolleginnen, Schulfreundinnen gegen die " Tussi " aufhetzte. Früher wohnte sie noch bei der Mutter. Als sie ihren neuen Partner kennenlernte ging der Krieg dort los, der arme Mann ging nach 2 Jahren zum Psychologen. Die Tochter stellte mit 15 das Ultimatum : er oder ich. Die Mutter wollte sich diese Erpressung nicht bieten lassen und so zog sie, um der Mutter eins auszuwischen zum Vater. Einmal wöchentlich war sie dann zu Besuch, checkte die Lage, stänkerte am Mann herum und berichtete zu Hause verlogenen Report beim Papa. Es gab keinerlei Respektsebene. Sein Sohn versuchte sich eine Zeit lang anständig zu verhalten, wurde jedoch von seiner heulenden Schwester stets zurückmanipuliert. Als ich dann in das Leben meines Partners kam hatte das Mädchen keine weitere Ausweichmöglichkeit um Papa ein Ultimatum zu stellen und ich bekam die ganze Extreme zu spüren. Die Beziehung zerbrach mehrmals, da sie von ihm die Trennung forderte, sie fing an sich zu ritzen und Papa erfüllte seiner bereits 18 jährigen Tochter diesen Wunsch. Obwohl ich ihn liebte wurde ich gemein vor die Tür gesetzt.