G

Gast

  • #1

Wie geht man mit so einer Haltung um?

Meine Tochter und ihr Freund kennen sich schon über 3 Jahre. Meine Tochter studiert. Das Wochenende verbringt sie fast durchweg bei ihrem Freund, der wieder in das Haus seines Vaters gezogen ist. Beide Elternteile habe ich bis heute nicht kennengelernt und meiner Tochter auch gesagt, wie befremdend ich es finde, dass sie in einem Haus ihre Wochenenden verbringt, in das ich bis heute nicht einmal eingeladen worden bin. Beide Elternteile scheinen kein Interesse an einem unverbindlichem Kennenlernen zu haben. Mit dem Vater waren beide schon in Urlaub und auch das Wochenende spielt sich dort ab. Beim letzten Besuch bei mir erklärte mir der Freund, für seinen Vater käme ein Kennenlernen erst zur Hochzeit infrage und das würde dann auch reichen. Ich empfinde das als feindselig. Mir verschlägt das die Sprache. Ist das normal? Vor allem merke ich, dass ich innerlich sehr enttäuscht bin von meiner Tochter, die sich das schweigend anhört. - Wie seht ihr das?
 
  • #2
Tochter und Freund können doch nichts für die Haltung seiner Eltern. Ich finde im übrigen auch, dass sich die beiden Elternpaare nicht besonders früh kennenlernen müssen. Wenn es in diesem Fall so spät ist und nicht gewollt -- na und? Sind seine Eltern halt komisch. Kann Deine Tochter nichts dran machen.

Warum willst Du Dich den anderen aufdrängen? Die wollen Dich nicht kennenlernen, also ignoriere Du sie auch.
 
V

Vicky

  • #3
Ich finde auch, dass es reichen könnte, dass Du den Freund Deiner Tochter kennst. Wenn Du den magst und ein gutes Gefühl hast, dann ist doch alles super. Dann sind auch die Eltern in der Regel nicht so verkehrt.

Ich persönlich habe mal die Erfahrung gemacht, dass es durchaus negativ sein kann, wenn recht früh jeder jeden kennt und mit jedem bekannt / befreundet ist. Hatte das mal mit einem Ex-Freund. Ich war recht schnell mit seiner Schwester befreundet und auch unsere Eltern hatten sich angefreundet. Nachdem mein damaliger Freund sich von mir getrennt hat, habe ich auch kurze Zeit später den Kontakt zur Schwester abgebrochen, was sie sehr schade fand. Aber für mich war es nicht möglich, die Trennung adäquat zu verarbeiten wenn ich die Schwester noch dauernd gesehen hätte. Auch seine Eltern haben nicht verstanden, warum ich sie nicht mehr besuche und warum meine Eltern den Kontakt zu ihnen abgebrochen hatten.

Es war zwar ursprünglich schön, dass sich alle so gut verstanden aber bei der Trennung hatte ich dann das Gefühl, dass sich seine Eltern und seine Schwester einem Kontaktabbruch verweigern. Zu viele Köche verderben den Brei - das gilt auch und vor allem in Beziehungen.

Jetzt ist Deine Tochter zwar in einem Alter, in dem es nicht ganz unwahrscheinlich ist, dass die Beziehung von Bestand ist und vielleicht sogar in eine Heirat mündet. Aber vielleicht geht sie auch wieder zu Bruch. Dann hatte der Kontakt beider Elternteile nicht wirklich Sinn - außer, dass man den Freund der Tochter noch besser kennengelernt hat, weil man seinen Background kennengelernt hat.

Vielleicht ist ja die Einstellung des Vaters des Freundes ähnlich motiviert wie meine Haltung / meine Erfahrung. Ich würde es auf jeden Fall nicht zu persönlich nehmen. Die Hauptsache ist, dass Deine Tochter mit ihrem Freund glücklich ist.
 
  • #4
Ich finde das auch sehr befremdlich. Dass die Eltern dich erst zur Hochzeit kennenlernen wollen - falls die beiden überhaupt heiraten wollen - ist aus sachlicher Sicht völlig sinnbefreit, wenn man unterstellt, dass sie keine Vorbehalte gegen dich haben. Vielleicht hat der Freund deiner Tochter kein gutes Wort für dich übrig gehabt bei seinen Eltern und so lehnen sie dich jetzt ab. Der Grund spielt an sich aber keine Rolle. Das Verhalten seiner Eltern ist in jedem Fall feindselig.

Allerdings sind dir die Hände gebunden. Obwohl es hart für dich ist, kannst du an diesem Zustand kaum etwas ändern. Forderungen stellen oder Drohungen aussprechen sind hier absolut nicht angezeigt. Du kannst höchstens deine Tochter mal vorsichtig fragen, was seine Eltern für Leute sind und wie sie zu ihnen steht. Ich kann schon verstehen, dass du gerne wissen möchtest, mit wem deine Tochter umgeht. Aber sie ist ein erwachsener und souveräner Mensch. Das musst du leider akzeptieren.
 
G

Gast

  • #5
Ich kann FS verstehen. Interessant Frederika, dass du seine Eltern verstehen kannst. Normalerweise käme jetzt der Vorwurf, dass obwohl der Sohn von den Problemen seiner Eltern weiß, trotzdem in das Elternhaus zieht. Da wäre ich als Freundin aber anderer Meinung.
 
G

Gast

  • #6
Na ja nach 3 Jahren ist es jetzt nicht besonders früh um sich mal kennenzulernen. Mir wäre es als Elternteil schon wichtig zu wissen aus welchem Elternhaus die Freundin meines Sohnes kommt bzw. aus welchem Elternhaus der Freund meiner Tochter kommt, zumal die Tochter jedes Wochenende dort verbringt.
.
Die Einstellung, ein Kennenlernen käme erst bei der Hochzeit infrage halte ich gelinde gesagt für bescheuert. Planen die etwas schon im Stillen die Hochzeit der beiden?

Deine Tochter kann da sicherlich nichts dafür, es liegt einzig und allein an den Eltern des Freundes, normale Menschen verhalten sich meiner Meinung nach anders, aber was ist schon normal.

Ich kann es verstehen wenn dich das nervt.

w (45)
 
  • #7
@#3: "Recht früh" muss das in der Tat nicht sein. Aber die beiden kennen sich ja schon 3 Jahre! Ich nehme an, dass sie auch ungefähr so lange schon zusammen sind.
 
  • #8
Es ist schon lange, 3 Jahre, das stimmt. Aber die Kinder sehen das sicher anders. Heute muss man sich halt nicht mehr so formell verhalten. Die jungen Leute sind da eben lockerer.

Allerdings habe ich die Eltern meines Schwiegersohnes auch erst nach der Geburt meiner Enkelin kennen gelernt (da waren die beiden noch nicht verheiratet, das war da noch kein Thema). Wir Eltern pflegen auch keinen Kontakt. Wenn wir uns mal sehen, sind wir freundlich, aber unverbindlich miteinander.

Bei meinem Sohn ist das ähnlich. Er hat seine Freundin jetzt auch schon 4 Jahre, letztes Jahr sind sie zusammen gezogen. Da kenne ich auch die Eltern (noch) nicht.

Das liegt aber auch an der Entfernung. Ich lebe in Hessen, meine Kinder in Hamburg und Niedersachsen, die Eltern der Freundin meines Sohnes in Dresden. Da trifft man sich nicht eben mal auf einen Kaffee...

Mir ist aber wichtig, die Schwiegerkinder zu kennen und ich will sehen, ob es meinen Kindern gut geht, ob sie glücklich sind. Bisher habe ich da bei beiden ein sehr, sehr gutes Gefühl - und das reicht mir, vorerst jedenfalls. Irgendwann werde ich die Eltern aus Dresden schon mal kennen lernen.

Ich würde aber auch nie sagen, dass mich das stört, selbst, wenn es so wäre, da ich mich grundsätzlich aus allem, was Beziehungen (und Erziehung der Enkel) betrifft, aus dem Leben meiner Kinder heraus halte. Das bekommt uns allen gut und wir freuen uns immer, wenn es mal wieder (viel zu selten) klappt, dass wir uns sehen können.

Ich weiß, dass meine Tochter gelegentliche Probleme mit ihren Schwiegereltern hat, weil diese sich anders verhalten. Und die wohnen auch nur 3 Straßen weiter. Da kommen dann schon die 'gut gemeinten' Erziehungstipps, 'ich war gerade in der Nähe-Besuche' usw. ... Ich kenne das von meiner 1. Ehe - und ich werde meinen Kindern niemals so etwas antun.

Ich freue mich einfach, wenn es ihnen allen gut geht - und umgekehrt auch! Die haben ganz sicher auch ihre eigenen Gedanken über mein Leben!

Wenn sie mich brauchen sollten, dann bin ich immer ihre Mutter und für sie da. Nur das zählt.
 
G

Gast

  • #9
Fragestellerin
An #1 Frederike, ja natürlich ignorier ich das äußerlich. Aber so eine " Was solls "- Haltung
habe ich nicht. Ich habe ein anderes Familienverständnis. Außerdem stört es mich, dass
meine Tochter bei Leuten ein und ausgeht, die ihre eigene Mutter so ignorieren. Ich würde
jedenfalls nicht als Tochter mit einem Vater in Urlaub fahren, der meine eigene Mutter so
abweisend behandelt. Niemand kann für seine Eltern - aber man kann durchaus zu ver-
stehen geben:" so lasse ich mit meiner Mutter nicht umgehen." Letztendlich ist es doch auch
ein Affron gegen meine Tochter.

# 2 Thomas.
Danke Thomas, tut mir gut, dass meine Vorstellungen nicht gänzlich abwegig sind.
Kann schon sein, dass der Freund nicht so toll von mir spricht. Ich hab Probleme mit
seiner ruppigen burschikosen Art.
 
G

Gast

  • #10
Ich frage mich gerade wie die Eltern es handhaben würden, wenn du deine Tochter mal bei dem Vater des Freundes absetzt. Müsstest du deine Tochter dann schon 1 km vor dem Haus absetzen damit ihr euch nicht begegnet. Würde er sich dann im Hause verbarrikadieren oder hinter der Gardine lauern nur um dich nicht kennenlernen zu müssen?

Das ist doch völlig absurd und mir würde es auch die Sprache verschlagen. Schon schlimm genug, dass es deine Tochter befremdlich findet. Das hat sie doch sicherlich auch schon ihrem Freund gegenüber geäußert. Wie blöd sich erwachsene Menschen manchmal verhalten können wird mir immer ein Rätsel bleiben

zu @ 3 warum es negativ sein kann andere Menschen kennenzulernen erschließt sich mir aus deiner Begründung überhaupt nicht, halte ich für völlig an den Haaren herbeigezogen. Dann dürfte man ja nie die Familie des Partners kennenlernen, da man sich ja irgendwann vielleicht trennt, oh Gott wie konstruiert.....
 
  • #11
@ FS:

Ich kann dich schon wirklich verstehen. Als Mutter schmerzt das natürlich.

Trotzdem solltest du dich fragen, warum deine Tochter sich so verhält?
Warum bezieht sie keine Stellung? Wieso läßt sie es zu, dass er ruppig zu dir ist? Wie verhältst du dich gegenüber dem Freund?

Wer hat deine Tochter erzogen? Wie war euer Verhältnis früher? Was hat sich geändert?

Das sind die Fragen, auf die du zuerst einmal eine Antwort finden musst und dann kannst du über die 3 Jahre nachdenken und ggf. auch etwas dagegen unternehmen.

Alles Gute
 
G

Gast

  • #12
Liebe FS,
an Deinem Wunsch ist nichts falsch.

Es geht Dir ja weniger darum, den Vater des Freundes kennen zu lernen als vielmehr das Umfeld, wo sie jedes ihrer Wochenenden verbringt.
Der Vater ist ja jedes Wochenende der Mitbewohner Deiner Tochter.

Schade, wenn der Freund ein ungehobelter, grober Bursche ist. Sein Vater ist offenbar auch kein besonders angenehmer Zeitgenosse. Wie kommt die Tochter mit den beiden klar? Führt sie den Männern am Wochenende den Haushalt und die beiden sitzen mit dem Bier vor der Glotze?
Denkt denn Deine Tochter, dass sie keinen besseren finden könnte?

Hast Du Zugang zu einer guten Freundin Deiner Tochter?
Könnt Ihr der Tochter klar machen, dass sie ihren Freund nochmal überdenken sollte?
Alles Gute
 
G

Gast

  • #13
Ich bin der Meinung, dass es völlig reicht, wenn die Eltern sich gegenseitig zur Hochzeit kennenlernen. Deine Tochter und ihr Freund müssen glücklich miteinander sein - nicht ihr Eltern miteinander oder du mit ihrem Freund!
Es ist doch oft so, dass Schwiegereltern sehr verschieden sind, eine ganz andere Art zu leben haben und im Grunde nichts miteinander anfangen können. Da finde ich es schon manchmal anstrengend genug, dass sie sich überhaupt kennenlernen müssen. Im Normalfall würden sie sich häufig nie miteinander befreunden etc. Das hat gar nichts mit Ablehnung zu tun!
Ich verstehe die Eltern des Freundes und auch deine Tochter! In meinem Umfeld ist das auch nichts Ungewöhnliches, dass sich die Schwiegereltern erst bei der Hochzeit oder anlässlich Geburt des Enkels kennenlernen. Das ist eigentlich absolut üblich so. Ich glaube auch wirklich, dass die meisten nicht das Bedürfnis haben.

Wozu soll das gut sein, dass du sie kennenlernst? Dass/ob es deiner Tochter gut geht mit ihrem Freund und bei dessen Eltern, das kannst du ja von deiner Tochter erfahren - und darum sollte es doch einzig und allein gehen!
Ich persönlich habe eher die Erfahrung gemacht, dass mir meine Eltern sehr stark reinreden wollen (bzw. wollten), was die Wahl meiner Partner betrifft, und auch in meiner sonstigen Familie beobachte ich das sehr (Schlechtreden über die Partner der Kinder und deren Eltern) und finde das ganz furchtbar! Es ist wirklich sehr belastend und anstrengend als "Kind", die offene oder versteckte Kritik oder gar Ablehnung der eigenen Eltern bzgl. seiner Partnerwahl und natürlich dann auch der dazugehörigen Eltern zu spüren. Da ist man wirklich nicht scharf drauf!d
Ich könnte mir bei dir auch vorstellen, dass du vielleicht auch unterschwellige Ablehnung deinem Schwiegersohn und seinen Eltern gegenüber hast - du schreibst schon, dass du den jungen Mann ruppig findest. Außerdem hat es auch etwas von Nicht-loslassen-können. Deine Tochter ist erwachsen, warum musst du "kontrollieren", wo und mit wem sie ihre Zeit verbringt? Kannst du ihr nicht vertrauen, dass sie eine, FÜR SICH, gute Wahl getroffen hat?

Ich bleibe dabei: Wenn sich Schwiegereltern miteinander gut verstehen und sich befreunden, ist das schön. Wenn sie nichts miteinander anfangen können und darum auch keinen Kontakt pflegen, ist das auch in Ordnung und ganz normal. Ein "zwangsweises" Kennenlernen ist maximal zur Hochzeit oder Geburt eines Enkels nötig - ansonsten dient es in Wahrheit höchstens dazu, sich ein Urteil über die anderen zu bilden und direkt oder indirekt auf das eigene Kind Einfluss zu nehmen.

Wenn du sie aber unbedingt kennenlernen willst, vielleicht lässt sich deine Tochter darauf ein, ihren Geburtstag mal in einem netten Restaurant zu feiern und lädt dich und ihre Schwiegereltern und andere Gäste dazu ein. Dann ist es nicht gleich so sehr privat im eigenen Zuhause und hat nicht so den Charakter eines Vorstellungsgesprächs. Oder eine andere Gelegenheit, wo das Kennenlernen nicht im Vordergrund steht, sondern so nebenbei stattfinden kann und wo die Eltern nicht "gezwungen" sind, sich so und so lange miteinander zu unterhalten.

w42
 
G

Gast

  • #14
Fragestellerin, ich kann dich auch gut verstehen. Ein Kennenlernen zur Hochzeit oder zur Geburt des Enkels finde ich mehr als abwegig - dann braucht man sich eigentlich gar nicht mehr kennenzulernen, außer, man läuft sich zufällig über den Weg und grüßt sich höflich-zurückhaltend von Weitem. "Sind seine Eltern halt komisch", das ist ein sehr merkwürdiger Satz. Sie werden, wie es fast aussieht, die Schwiegereltern deiner Tochter sein. Die Großeltern eures gemeinsamen Enkelkindes.

Ich habe ein völlig anderes Familienverständnis, aber ich fürchte, du kannst nichts tun.
Für mich als Tochter wäre so etwas völlig unvorstellbar. Für mich sind meine Eltern und meine Schwiegereltern EINE FAMILIE. Wenn das deine Tochter und die Eltern ihres Freundes anders sehen, kann ich das überhaupt nicht nachvollziehen, aber ich fürchte, machen kannst du nichts.
 
  • #15
Ich sehe die Sache aus einer total anderen Perspektive!

Deine Tochter fühlt sich offensichtlich im Haus dieser gastfreundlichen Eltern sehr wohl. Das ist ja nur dann möglich, wenn sie dort von ihnen herzlich und liebevoll aufgenommen wird!
Jedes Wochenende in zusätzliches "Familienmitglied" zu akzeptieren, ist schließlich auch nicht selbstverständlich! Nicht nur, weil die Privatsphäre im Haus eine andere wird, auch kommen hier und da zusätzliche Kosten zum Familienbudget dazu. Wohl kaum jemand wird eine Studentin auffordern, einen Beitrag zum gemeinsamen Mahlzeiten zu liefern! - Unternehmungen im Urlaub? Da wird der Papa schon das ein oder andere Mal seine Einladung ausgesprochen haben.

Da erbringen die Eltern des jungen Mannes eine ganz ordentliche Vorleistung für ein harmonisches Miteinander! Und mir "verschlägt es fast die Sprache", dass du auch noch zusätzlich erwartest, dass sie DICH einladen!

Nein, es wäre schon längst an der Zeit gewesen, dass DU auf diese Eltern zugehst! Als Dankeschön für den liebevollen und gastfreundlichen Umgang mit deiner Tochter wäre es schon längst Zeit, eine Einladung an sie auszusprechen.
 
  • #16
@#8: Aus deinem zweiten Posting geht jetzt leider ziemlich deutlich hervor, dass es gewisse menschliche Dissonanzen zwischen dir und dem Freund deiner Tochter gibt. Das wird er spüren und deswegen versucht er zu unterbinden, dass du auf die anderen Familienmitglieder zu viel Einfluss bekommst. Es sieht eher so aus, als ob du dein Verhältnis zu ihm verbessern musst, wenn du seine Eltern kennenlernen willst. Und noch etwas solltest du dich kritisch hinterfragen: nämlich ob du den beiden Sprösslingen zu sehr in die Beziehung reinquatschst. Am besten ziehst du auch die Meinungen Unabhängiger hinzu.

@#14: Ich halte deine Sichtweise für völlig abwegig. Du glaubst doch nicht im Ernst, dass die Eltern eine Einladung der Fragestellerin aus finanziellen Gründen ablehnen, weil sie schon die Tochter so oft einladen. Es geht hier um EIN gemeinsames Treffen meinetwegen zum Kaffee auf einen Sonntagnachmittag. Und sollte es wirklich an der Kohle scheitern, dann wäre die Fragestellerin sicherlich auch bereit, die Eltern zu sich einzuladen - bei Kaffee und Schwarzwälder Kirschtorte.
 
  • #17
@#15: Es geht mir bei meiner Sichtweise (in #14) in der Argumentation nicht in erster Linie um das Geld. Das hätte doch deutlich werden müssen!!

Es ist lediglich EIN Gesichtspunkt, der die FS dazu bewegen sollte, sich für die enorme Gastfreundschaft zu ihrem "Kind" zu revanchieren. Mir geht es darum, dass sich die eine Seite (der Vater des jungen Mannes) bereits genügend für ein gedeihliches Familienleben engagiert hat. Jetzt wäre eindeutig SIE an der Reihe, einen Schritt auf den Vater zu zugehen.
 
G

Gast

  • #18
@14
Angela, von jedem Wochenende war nie und nirgends die Rede. Und eine Einladung zu einer Tasse Kaffee und ein paar Keksen - nicht jedes Wochenende, sondern zunächst EINMAL ZUM KENNENLERNEN wird das Familienbudget vermutlich auch nicht über Gebühr belasten. Die 2 Euro werden wohl noch drin sein.
 
G

Gast

  • #19
@16
Die FS schreibt "Beim letzten Besuch bei mir erklärte mir der Freund, für seinen Vater käme ein Kennenlernen erst zur Hochzeit infrage und das würde dann auch reichen."

Eine Einladung ihrerseits würde wohl kaum etwas ändern und vermutlich abgelehnt werden. Das ist sehr verletzend, an Stelle der FS würde ich das vielleicht auch nicht riskieren. Immerhin kann sie es versuchen, möglicherweise ist der Vater ja gar nicht so ablehnend, wie der Freund der Tochter behauptet. Unerfreulich ist die Situation auf jeden Fall. Dass sich Eltern nicht kennen, deren Kinder seit 3 Jahren ein Paar sind, das finde ich höchst ungewöhnlich. Irgendwas liegt da im Argen.
 
G

Gast

  • #20
Hallo Fragestellerin,
als ich ein junges Mädchen war, gab es in guten Familien eindeutige gesellschaftliche "Spieregeln"für diesen Fall.
Die Eltern des MÄDCHENS luden die Eltern des jungen Mannes zum Kaffeetrinken ein. Das junge Paar war natürlich auch mit von der Partie.
So gehörte es sich.

Also, meckere nicht herum.
Wenn Du seine Eltern gerne kennenlernen möchtest, dann lade sie doch einfach in der Adventszeit zum Kaffee ein. DU bist an der Reihe ;-)
Ich wünsche Euch einen schönen Nachmittag !
w49
 
  • #21
@#17: Nochmal:
Warum, in aller Welt, kann die Einladung nicht von ihr ausgehen??

Vielleicht reagiert der Herr Vater nur deshalb so pampig, weil er, in Anbetracht seiner Gastfreundschaft, so etwas schon seit LANGEM erwartet hat?
 
G

Gast

  • #22
Mir scheint, bei Dir selbst liegt einiges im Argen. Was hast Du auch für ein "Anspruchsdenken"? Es ist die Beziehung Deiner Tochter. Punkt. Halte Dich da mal raus. Du kannst maximal gute Ratschläge erteilen, wenn Deine Tochter mit Problemen zu Dir kommt. Was Du machst, hört sich für mich sehr nach Kontrolle an, Mitbestimmen wollen etc. Lass das junge Paar sich selber finden. Hat auch etwas mit Abnabeln zutun.
 
G

Gast

  • #23
Fragestellerin, vielleicht habe ich was missverstanden.
Ich hatte den Eindruck, die zukünftigen Schwiegereltern deiner Tochter wünschen keinen Kontakt mit dir. ("Beim letzten Besuch bei mir erklärte mir der Freund, für seinen Vater käme ein Kennenlernen erst zur Hochzeit infrage und das würde dann auch reichen.")
Vielleicht ist es gar nicht so.

Hast du sie denn schon mal eingeladen? Ich habe nicht den Eindruck, aber vielleicht warten sie ja doch darauf. Solltest du es einfach mal versuchen? Wenn sie dann ablehnen, hat es keinen Sinn, weitere Kontaktversuche zu machen.

Allerdings erhebt sich dann wirklich die Frage, warum sie derartig ablehnend sind. Und wie deine Tochter damit zurechtkommt.
 
V

Vicky

  • #24
@ 4

Ja, ThomasHH - Du hast Recht - 3 Jahre ist nicht "recht früh" - wie es in meinem eigenen Beispiel der Fall war. Das ändert meiner Meinung nach aber nicht dramatisch viel an der Einschätzung der Lage der FS.

Ich verstehe, dass die FS einfach neugieirig ist, wie die Eltern des Freundes so sind. Je mehr man über eine Person erfährt, desto besser kann man sie einschätzen, desto besser kann man ihr Verhalten verstehen. Und die Eltern sind natürlich ein ganz wichtiges Kriterium bei einem jungen Menschen.

@ FS

Dennoch bleibe ich dabei, dass das allerwichtigste ist, dass die Tochter und ihr Freund glücklich miteinander sind und gut zusammen passen. Und die Tochter scheint sich im Haus des Freundes wohl zu fühlen, sonst wäre sie nicht so oft dort. Das hat Angeline ganz richtig ausgeführt.

Das, was die FS nachgeschoben hat, ist natürlich auch sehr wichtig. Zuerst dachte ich, sie würde den Freund der Tochter gut finden und würde nun auch einfach gerne die Eltern kennenlernen. Aber scheinbar gibt es doch einige Antipathien zwischen ihr und dem Freund. Und vielleicht hat der Freund tatsächlich nicht in den allerhöchsten Tönen von der FS gegenüber seinen Eltern gesprochen. Das würde dann die ablehnende Haltung erklären. Insofern gilt es tatsächlich erst einmal, das Verhältnis zum Freund zu verbessern. Das Kennenlernen der Eltern könnte da nur noch weiter komplizieren.

Im Übrigen sehen sich im Verlauf einer Beziehung die beiden Elternteile in der Regel sehr, sehr selten. (Es sei denn, sie wohnen nahe beieinander und verstehen sich eben gut.) Meist sind es doch nur Ereignisse wie Hochzeit, Taufe, Kommunion u.ä., bei denen alle dabei sind. Viel wichtiger ist, dass sich die Tochter mit ihren "Schwiegereltern" gut versteht und ihr Freund mit der FS. Gegenseitige Sympathie zwischen den Eltern ist da mehr als zweitrangig.
 
G

Gast

  • #25
Ich denke, du FS, als Mutter hat gegenüber deiner Tochter eine Erwartungshaltung, die sie einfach nicht erfüllen will. Und dies kann vielfältige Gründe haben, denn du scheinst dich sehr gerne in ihre Beziehung einmischen zu wollen, magst den freund nicht. Warum sollte sie dir dann wohlgesonnen sein und für dich bei den Eltern des Freundes kämpfen? Bestimmt nicht, sie will an dieser Front ihre Ruhe und nicht auch da noch Ärger, weil du meinst, du kommst zu kurz. Kannst du das gleiche für die beiden aufbringen, wie seine Eltern? Nein - also dann lass es deine Unterstellungen. Eltern können furchtbar schwierig sein - doch das sehen besagte Eltern in den wenigsten Fällen ein und fühlen sich dann lieber gerne als Ópfer. Ich habe auch so ein Musterexemplar davon - daher weiß ich, von was ich rede. W/42
 
G

Gast

  • #26
Kleiner Nachtrag von 19
Der junge Mann überreicht der Mutter seiner Freundin bei dieser Einladung einen Blumenstrauß.
Klaro ?
Die Eltern des jungen Mannes revanchieren sich nach einer angemessenen Zeit natürlich mit einer Gegeneinladung.
Falls die Eltern des jungen Mannes die Einladung ablehnen, wissen die nicht was sich gehört. Dann hat die Fragestellerin tatsächlich ein Problem.

w49
 
  • #27
Ich habe noch nie daran gedacht das sich meine Eltern und die Eltern meiner Freundinnen kennelernen müssten/sollten... es gab auch noch nie von irgendeiner Seiter den Wunsch danach.. Normalerweise kenn ich ihre und sie kennt meine, Die Eltern untereinander kennen/kannten sich i.d.R. nie.. wäre mir auch etwas befremdlich vorgekommen.. das ist ja schlieslich meine Sache und nicht die meienr Eltern.. wenn man sich bei Hochzeit/Geburt (etc) trifft dann ist das okay aber anderweitig nicht zwingend notwendig.
 
G

Gast

  • #28
auf dem Land und in früher Zeit mag es anders sein, bzw. da kenne ich dies auch so. Doch heute, zudem in der Stadt, da lernt man sich so nicht mehr kennen, außer, man ist ein absolutes Familientier und braucht da gleich den Happy family Familienanschluss. Bleib locker und verärgere deine Tochter nicht noch mehr - wie soll sie dich einfach annehmen können, wenn du nur an ihr rummeckerst, weil sie deine Erwartungshaltung nicht erfüllt? Dann zieht sie sich lieber zurück - verständlich.
 
G

Gast

  • #29
In 7 Jahren Beziehung haben meine Eltern und die Eltern meines Freundes nie den Wunsch geäußert sich gegenseitig kennen zu lernen. WOZU DENN AUCH??? Das ist UNSERE Beziehung und wir habe keine Lust diese mit den Ansprüchen von 4 weiteren Personen zu verkomplizieren. Ich brauche keine Beziehung über 6 Ecken, wo jeder über jeden philosophiert, kritisiert, womöglich stänkert und ich dann beide Lager entschuldigen und beschwichtigen muss. Ne danke! Zu zweit zurecht zu kommen kann schon anstrengend genug sein...

w28
 
G

Gast

  • #30
Wie geht man mit so einer Haltung um?
... Wie seht ihr das? Ich sehe das so :
Lass sie doch! Stell Dir mal vor Du freundest Dich mit der anderen Familie an, ihr fantasiert über Hochzeit der Kinder...und dann trennen sich beiden.
Und die Familie scheint ja sonst ok. zu sein. Jedenfalls kein Gangster-Clan o.ä.
M 53J